Depesche für den Herzog

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Arenvir von Tilianas
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Depesche für den Herzog

Beitrag von Arenvir von Tilianas »

Eine Regimentsdepesche mit den Berichten aus dem freigekämpften Berchgard wird Herzog Anselm alsbald überbracht:


13. Eluviar 268 n.BK.

Krone und Reich zur Ehr Herzogliche Hoheit!

Nach kräftezehrender und intensiver Belagerung wurde Berchgard in den Abendstunden des 12. Eluviars von den tapferen Verteidigern unter Aufbietung aller Kräfte frei gekämpft und es weht wieder die Flagge des Herzogtums über Gipfelsturmer Landen.

In den ersten Gefechten konnten wir gerade genug Zeit herausschlagen, um den Feind so lange aufzuhalten, dass eine Evakuierung der Berchgarder in die Oberstadt ermöglicht werden konnte. Es ist selbst jetzt noch unklar, wie es den Truppen des Feindes gelang, so lange unbemerkt durch die Verteidigung zu schlüpfen, dass sie ein derartiges Überraschungsmoment aufbauen konnten.

Dort kam es zu einer mehrtätigen Belagerungssituation, immer wieder unterbrochen von kleinen Scharmützeln und klerikalem, wie arkanen Wirken auf allen Seiten.

Im Bereich des Osttores verbleibt ein Überbleibsel dieser sinisteren Machenschaften. Priesterschaft und Magiern wird es vorbehalten sein, auch gegen diesen Schandfleck noch etwas zu unternehmen.

Die Verwundetetenzahlen waren sehr bedenklich, aber mit all meiner Erfahrung muss ich sagen, dass ich selten engagiertere Feldscher, Heiler und ihre Gehilfen erleben durfte. Die Verluste waren solch einer Schlacht entsprechend.

Im Ergebnis liegt die Unterstadt reichlich versehrt dar, das Osttor ist derzeit kaum zu sichern, das Westtor ist intakt.

Ich ersuche um Unterstützung im Bereich der Aufräumarbeiten. Vor uns liegt noch eine Menge Arbeit, aber ich bin zuversichtlich, dass wir Berchgard letztlich wieder zu altem Glanz verhelfen können.

Für Euch sicherlich von Bedeutung dürfte die Tatsache sein, dass das Alkarenpaar (oder wie auch immer die beiden Alka im Plural zu betiteln wären) Berchgard am 11. Eluviar höchst persönlich nach Berchgard kam. Ich kann nur mutmaßen, dass sie der Moral unserer Seite einen tödlichen Dämpfer verpassen wollten. Doch Glaube, Pflichtgefühl und Moral überdauerten auch dieses Treffen. Unnötig zu erwähnen, wie gefährlich die beiden sind. Aber ihre Präsenz vor Ort, der Ansporn für die Alatarischen Truppen war nicht zu leugnen.



In anderer Sache teile ich Euch mit, dass der Verlust von Oberstleutnant von Aerenaue und die völlige Vakanz in den Reihen der Offiziere das Regiment zum ungünstigen Zeitpunkt führungslos zurückgelassen haben. Aufgrund dieser Tatsache, im Angesicht höchster Gefahr und in meiner Eigenschaft als Oberst außer Dienst habe ich das Kommando über das Regiment in dieser Zeit übernommen.

Ich ersuche Euch, die Führungsstruktur des Lichtentaler Regimentes schnellstmöglich wiederherzustellen. Korporal Falkenglanz gäbe einen guten Regimentsfeldwebel ab. Oberst a.D. Kabo ist ebenfalls in die Lande zurück gekehrt, nach seiner langjährigen Gefangenschaft sicherlich gut in einer Position als Korporal geeignet, die Nachwirkungen eben jener Gefangenschaft abzuschütteln. Und letztlich wäre Oberst a.D. Helisande von Alsted nach meinen letzten Erkundigungen bereit, das Kommando einstweilen wieder zu übernehmen.

Der erfolgte Angriff und die der Situatio geschuldeteten Verwundbarkeiten unserer Seite machen nach meiner fachlichen Einschätzung und Erfahrung eine Entscheidung sehr zeitnah notwendig.

Wir koordinieren hierzulande die weiteren Aufräumarbeiten und Sicherung des Umlandes und so verbleibe ich bis dahin euer gehorsamer Diener.

Temora mit uns!


Arenvir von Tilianas
Oberst
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