Abendliche Erscheinung vor den Toren Grenzwarths

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Renold Breg
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Abendliche Erscheinung vor den Toren Grenzwarths

Beitrag von Renold Breg »

In den frühen Abendstunden, als die Dämmerung schwer auf die Felder vor Grenzwarth sank, sollen Bewohner der Stadt ein merkwürdiges Schauspiel in der Ferne beobachtet haben. Ein paar Hundert Meter vor den Toren, auf dem alten Grenzweg, waren in der schwindenden Dunkelheit plötzlich flackernde Lichter zu sehen – Fackeln, getragen von berittenen Gestalten in schwerer Rüstung.

Manche meinen, in der stillen Luft habe sich sanft das ferne Klingen einer Harfe ausgebreitet, getragen von einer hellen, klaren Frauenstimme, die ein fremdartiges Lied sang. Andere berichten, sie hätten lediglich das gespenstische Flackern der Flammen wahrgenommen, wie einen stummen Schwur in der Nacht.

Am nächsten Morgen fand man auf dem staubigen Weg vor den Grenzsteinen ein gebildetes Kreuz aus stehenden, abgebrannten Fackeln – ein deutlich sichtbares Symbol, das stumm von jener nächtlichen Erscheinung kündete. Noch lange tuschelt man auf den Märkten und in den Tavernen darüber, welche Botschaft diese Reiter wohl hinterlassen wollten – und für wen.
Zuletzt geändert von Renold Breg am Samstag 3. Mai 2025, 21:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Renold Breg
Beiträge: 123
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Beitrag von Renold Breg »

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Zuletzt geändert von Renold Breg am Samstag 3. Mai 2025, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Elisabeth van Falkenglanz
Beiträge: 317
Registriert: Dienstag 23. Mai 2023, 10:06

Totgeglaubte leben länger .. ?

Beitrag von Elisabeth van Falkenglanz »

Ein wenig irritiert könnte man über die Aussage sein, dass der Trupp von einer blutjungen Korporal angeführt wurde, die über dem linken Auge eine Augenklappe trug.
Auch wenn Augenklappe im Osten schwer in Mode sind, gibt es sicher nicht viele Soldatinnen des Regiments, auf die diese Beschreibung passt.

Wachtmeister Falkenglanz würde dem sicher sehr entsprechen, aber die müsste bei dem letzten Angriff der alatarischen Armee gefallen sein. Immerhin ließ man sie schwerst verletzt zum Sterben zurück.. Ihre Gesangsstimme hätte sie wohl weitestgehend verloren, aber sonst würde es passen.

Hat sie eine Zwillingsschwester, die zufälligerweise auch eine Augenklappe tragen muss? Oder hat man im Osten die Totenbeschwörung erlaubt und perfektioniert?
Zuletzt geändert von Elisabeth van Falkenglanz am Mittwoch 30. April 2025, 13:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Jynela Dhara
Beiträge: 629
Registriert: Montag 28. Dezember 2020, 18:02

Beitrag von Jynela Dhara »

Am nächsten Abend waren dafür einige Gardisten in rot-schwarzer Rüstung unterwegs. Scheinbar direkt vom Appell in Rahal losgeritten, überprüften sie den vorliegenden Bericht.

Sollten sie auf ihrer Patrouille noch Kohlereste der Fackeln gefunden haben, würden diese sicherlich mit schweren Stiefeln in den Boden gestampft werden.
Die Patrouille würde wohl an diesem Abend und auch an den folgenden Abenden, verstärkt die Grenzen des Reiches kontrollieren.

Viel mehr geschah wohl nicht.

Augenscheinlich.
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Aliyahna
Beiträge: 635
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:19

Beitrag von Aliyahna »

Auf einem breiten Ast eines knorrigen Birkenbaums, gleich an der Grenze zu dem Dorf, das passenderweise Grenzwarth hieß, lag ausgestreckt ein Panther mit nachtschwarzem Fell.
Nichts Ungewöhnliches, will man meinen, im Reich des alatarischen Reiches. Ein Anblick der kaum Verwunderung hervorrief.
Nach einem ausgiebigen Nickerchen, in den hohen Ästen des tot wirkenden Baumes, streckte sich der Panther und ließ den Blick schweifen – beiläufig, wie nur ein Raubtier es vermag.
Über die Dächer des Grenzhäuschens, entlang der alten Grenzsteine, den Weg entlang, einem Vogel hinterher, der aufgeschreckt durch ein Geräusch das Weite suchte.
Doch dann verweilte der Blick plötzlich länger. Eine unscheinbare Stelle im Gras, schien das Interesse des Panthers geweckt zu haben.
Amethystfarbene Augen sondierten die Umgebung mit eiskalter Präzision und für einen Moment war klar erkennbar, dass es sich hier nicht um ein gewöhnliches Tier handelte.
Zwischen den Grashalmen lagen Überreste längst abgebrannter Fackeln, die andeuteten, wie sie einst aufgestellt worden waren.

Es war eine Nachricht, eindeutig.

Der Panther erhob sich endgültig, spazierte gelassen den Ast entlang, bis jener zu dünn war um das Gewicht des Tieres zu tragen. Gerade als der Ast drohte zu brechen, sprang die Riesenkatze hinab und landete geschmeidig auf leisen Pfoten im Gras.
Wenig später war der Baum verlassen, vom Panther keine Spur mehr. Nur das Vögelchen, wagte sich nun, da die vermeintliche Gefahr gebannt war, zurück in sein Nest und stimmte zum Abendgesang an.







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Zuletzt geändert von Aliyahna am Mittwoch 30. April 2025, 21:53, insgesamt 1-mal geändert.
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