Kapitel 1: Der Anfang
Amtaris Silva wuchs in einer malerischen, aber einfachen Umgebung auf. Sein Zuhause war eine kleine Hütte am Rand eines dichten Waldes auf Gerimor, einer friedlichen Insel, die für ihre unberührte Natur bekannt war. Seine Eltern, einfache Menschen, führten ein bescheidenes Leben. Sein Vater war Schreiner, ein Handwerker mit geschickten Händen, der aus Holz wahre Kunstwerke schuf. Seine Mutter kümmerte sich um den Gemüsegarten hinter der Hütte und trug mit ihrer Arbeit zur Nahrung der Familie bei. Trotz der Einfachheit ihres Lebens war Amtaris von Liebe und Geborgenheit umgeben.
Schon als kleiner Junge war Amtaris fasziniert von den Geschichten, die sein Vater erzählte — Geschichten von heldenhaften Bogenschützen, die ihre Dörfer vor Gefahren schützten, oder von Jägern, die mit ihrem Bogen Nahrung für ihre Familien erlegten. Besonders beeindruckte ihn die Legende eines legendären Bogenschützen namens Eldrin, der einst die Insel Gerimor vor einer Bedrohung durch wilde Bestien gerettet hatte. Amtaris träumte davon, selbst einmal ein ebenso geschickter Bogenschütze zu werden.
Als er acht Jahre alt wurde, machte sein Vater ihm ein ganz besonderes Geschenk: seinen ersten Bogen. Er war aus geschmeidigem Weidenholz gefertigt, schlicht und dennoch wunderschön. Amtaris konnte es kaum glauben, als sein Vater ihm das Kunstwerk überreichte. „Ein Bogen allein macht noch keinen Schützen,“ sagte sein Vater mit einem Lächeln. „Es braucht viel Übung, Geduld und Entschlossenheit. Bist du bereit, all das zu lernen?“ Amtaris nickte eifrig. Er wusste, dass es kein einfacher Weg sein würde, aber er war fest entschlossen, dieses Ziel zu erreichen.
Von diesem Tag an begann Amtaris sein Training. Zunächst zeigte ihm sein Vater die Grundlagen: wie man den Bogen richtig hält, wie man die Sehne spannt und wie man einen Pfeil auflegt. Die ersten Tage waren frustrierend. Die Sehne schürfte seine Finger, und die Pfeile flogen oft weit am Ziel vorbei. Doch Amtaris gab nicht auf. Jeden Morgen, bevor die Sonne ganz über den Horizont gestiegen war, nahm er seinen Bogen und einen Köcher voller Pfeile und übte auf der kleinen Lichtung hinter der Hütte. Er stellte ein einfaches Ziel aus Strohballen auf, das er von seinem Vater gebaut hatte.
Zu Beginn war es eine Herausforderung, überhaupt das Ziel zu treffen. Amtaris’ Pfeile landeten oft auf dem Boden oder schrammten an den Rändern des Strohballens vorbei. Doch mit jedem Tag wurde er besser. Sein Vater beobachtete ihn gelegentlich aus der Entfernung und gab ihm Tipps: „Konzentriere dich. Spüre den Bogen als Verlängerung deines Arms. Und atme ruhig, bevor du loslässt.“ Diese Worte begleiteten Amtaris in jedem Training.
Die Tage gingen in Wochen über, und Amtaris begann, Fortschritte zu machen. Er entwickelte eine Routine, die aus Disziplin und harter Arbeit bestand. Am Morgen übte er das Zielen. Am Nachmittag trainierte er seine Kraft und Ausdauer, indem er Holz für seinen Vater schleppte und im Garten half. Am Abend, wenn die letzten Sonnenstrahlen durch die Bäume brachen, kehrte er auf die Lichtung zurück und schoss so lange, bis die Dunkelheit ihn zum Aufhören zwang.
Manchmal beobachteten ihn die Tiere des Waldes — ein neugieriges Reh, ein paar Hasen oder Vögel, die in den Zweigen saßen. Amtaris stellte sich vor, wie er eines Tages mit seinem Bogen genauso präzise und elegant sein würde wie die Jäger, die er in den Geschichten bewundert hatte. Doch er war nicht daran interessiert, Tiere zu jagen, es sei denn, es wäre unbedingt notwendig. Er liebte den Wald und seine Bewohner zu sehr.
Nach einem Jahr intensiven Trainings war Amtaris nicht mehr der kleine Junge, der kaum einen Pfeil ins Ziel bringen konnte. Er war gewachsen, sowohl körperlich als auch geistig. Sein Körper war durch die harte Arbeit und das Training gestählt, und seine Fähigkeiten mit dem Bogen hatten sich enorm verbessert. Er konnte nun auf große Entfernungen zielen und traf fast immer sein Ziel. Sein Vater, der ihm von Anfang an ein geduldiger Lehrer gewesen war, beobachtete stolz, wie sein Sohn allmählich zu einem echten Bogenschützen wurde.
Eines Tages, als Amtaris gerade dabei war, seine Technik zu verfeinern, trat sein Vater zu ihm und legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Amtaris, ich glaube, es ist Zeit, dass du etwas Neues lernst. Ein Bogenschütze muss nicht nur gut zielen können, er muss auch seinen Geist schärfen. Ein klarer Kopf ist oft wichtiger als eine starke Hand.“ Von diesem Tag an begann sein Vater, ihn in der Kunst der Geduld und der Beobachtung zu unterweisen. Sie gingen zusammen in den Wald, wo sie stundenlang Tiere beobachteten, ohne sie zu stören. Amtaris lernte, die Bewegungen der Tiere und den Wind zu lesen. Er lernte, wie man still bleibt und auf den richtigen Moment wartet.
Es vergingen weitere Jahre, in denen Amtaris seine Fähigkeiten perfektionierte. Die kleine Lichtung hinter der Hütte wurde zu seinem persönlichen Trainingsplatz, einem Ort, an dem er immer wieder seine Grenzen austestete. Mit jedem Schuss spürte er, wie er besser wurde. Sein Ziel war es, nicht nur ein guter Bogenschütze zu sein, sondern einer der besten. Eines Nachts, als der Vollmond die Hütte in silbernes Licht tauchte, saß Amtaris mit seinem Vater am Feuer.
„Du hast hart gearbeitet, mein Sohn,“ sagte sein Vater mit einem stolzen Lächeln. „Aber ein Bogenschütze ist mehr als sein Bogen." Worte, die Sein Vater während des Trainings immer wieder zu ihm sprach. "Was wirst du mit deinen Fähigkeiten anfangen?“ Amtaris blickte in die Flammen und dachte über die Frage nach.
„Ich will meine Fähigkeiten nutzen, um anderen zu helfen,“ sagte er schließlich. „Ich will die Menschen beschützen, so wie Eldrin es einst getan hat. Und ich will den Wald bewahren, der unsere Heimat ist.“
Sein Vater nickte zustimmend. „Das ist ein edles Ziel, Amtaris. Aber vergiss nie: Die wahre Stärke eines Bogenschützen liegt in seinem Herzen. Bleib immer aufrecht und folge deinem Weg.“
Von diesem Moment an wusste Amtaris, dass sein Leben einer größeren Aufgabe gewidmet sein würde. Er war nicht länger nur der Junge, der in einer kleinen Hütte aufwuchs und von Heldentaten träumte. Er war auf dem Weg, selbst ein Held zu werden. Mit seinem Bogen aus Weidenholz und einem Herzen voller Entschlossenheit bereitete er sich darauf vor, seine Bestimmung zu finden — irgendwo da draußen, jenseits der Wälder von Gerimor.
Am nächsten Tag schnürt er sein Bündel und zog los.
Ein Schatten in der Dunkelheit
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Kapitel 2: Die Burg Eisenwart
Amtaris Silva spürte das Salz in der Luft, als das kleine Segelschiff „Miranthis“ die Küste von Lameriast erreichte. Mit nichts weiter als seinem Bogen und einem Rucksack voller Proviant erreichte er nach Tagen auf einem kleinen Handelsschiff den Hafen der Insel. Er hatte endlich das Ziel seiner Reise erreicht. Die grünen Hügel und die schroffen Klippen, die sich wie ein Wall um die Insel erhoben, wirkten wie eine verheißungsvolle Einladung und zugleich wie eine stille Warnung. Dies war eine wilde, fremde Welt, und Amtaris’ Herz pochte vor Erwartung und Ungewissheit. Als das Schiff am hölzernen Steg des kleinen Hafens von Lameriast anlegte, sprang er mit leichtem Gepäck von Bord. Der Wind zerrte an seinem Umhang, doch er spürte die Entschlossenheit in sich wie eine Flamme. Die Stimmen der Händler hallten durch die engen Gassen. Doch Amtaris blieb nicht lange in der Stadt. Sein Ziel lag weiter im Landesinneren, wo er hoffte, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
Unterwegs traf er auf einen kräftigen Mann mit Narben im Gesicht und einer abgenutzten, aber imposante Rüstung, die vom Kampf gezeichnet war. Er saß an einem Lagerfeuer, als Amtaris ihn traf, und lud den jungen Bogenschützen ein, sich zu ihm zu setzen. Mit den Worten „Lamprecht mein Name. Landsknecht der Burg Eisenwart." stellte er sich dem jungen Schützen vor. „Du bist neu hier, nicht wahr?“ fragte er mit einer Stimme, die zugleich rau und herzlich klang. „Was führt einen wie dich auf diese Insel?“ fragte Lamprecht mit rauer Stimme. Amtaris erzählte ihm von seinen Träumen und seinem Wunsch, als Bogenschütze etwas Großes zu bewirken. Der Landsknecht nickte, seine grünen Augen musterten Amtaris mit einem forschenden Blick. „Vielleicht findest du, was du suchst, dort oben bei uns. Lord Khazkal Deslon sucht immer nach Männern mit deinem Mut. Komm mit, aber lass mich dich warnen: Bei der Eisenwart wird dir nichts geschenkt."
Ohne ein weiteres Wort setzte sich Lamprecht in Bewegung, und Amtaris folgte ihm. Der Weg zur Burg war beschwerlich doch Amtaris war fest entschlossen; der Weg führte über holprige Pfade, durch dichte Wälder und vorbei an dunklen Mooren. Die Landschaft war ebenso wunderschön wie bedrohlich, und je näher sie der Burg kamen, desto beeindruckender wurde der Anblick. Burg Eisenwart erhob sich auf einem Felsen wie ein stummer Gigant, mit ihren hohen, schwarzen Mauern und den schmalen Zinnen, die in den Himmel ragten. Amtaris war beeindruckt von der Größe und Stärke der Festung.
Am Tor angekommen, wurden sie von schwer bewaffneten Wachen empfangen, die Lamprecht freundlich, aber Amtaris misstrauisch musterten. Lamprecht jedoch brachte Amtaris direkt in die Hauptburg, wo sie durch karge, kalte Hallen schritten, bis sie in den Thronsaal gelangten. Dort wartete Lord Khazkal Deslon, ein Mann mit durchdringendem Blick und einer Aura von kühler Autorität. Er trug eine schwarze Rüstung mit silbernen Verzierungen, die wie Flammen wirkten, und in seinen Augen lag ein Ausdruck von stiller Macht.
„Lamprecht, was bringt dich hierher?“ fragte Khazkal mit einer Stimme, die wie das Grollen eines fernen Donners klang.
„Dieser junge Mann sucht Aufnahme in der Legion der Eisenwart, Herr. Er hat einen entschlossenen Blick und scheint mir kein einfacher Abenteurer zu sein.“
Lord Khazkal musterte Amtaris lange. „Du suchst also nach einer Bestimmung?“ fragte er. „Unsere Legion verlangt absolute Loyalität und Gehorsam. Hier gibt es keinen Platz für Zögerlichkeit oder Schwäche. Willst du diesen Weg gehen?“
Amtaris nickte ohne zu zögern. „Ich will lernen und dienen, mein Herr.“
Ein finsteres Lächeln spielte um Khazkals Lippen. „So sei es. Doch du sollst wissen: Die Zugehörigkeit zur Eisenwart ist kein Privileg, sondern eine Verpflichtung, die mit Schmerz beginnt.“
Noch bevor Amtaris antworten konnte, gab Khazkal ein Zeichen, und zwei Wachen traten hervor. Sie packten Amtaris an den Armen und brachten ihn in einen Raum, in dessen Mitte ein Feuer glühte. Auf einem Amboss lag ein Eisen, dessen Spitze in Form der drei Buchstaben „BEW“ geformt war. Die Wachen drückten ihn auf eine Bank, während ein Priester der Legion Worte murmelte. Dann wurde das heiße Eisen auf sein rechtes Schulterblatt gepresst. Der Schmerz war unerträglich, aber Amtaris biss die Zähne zusammen und unterdrückte jeden Laut. Dies war der Preis für seine Entscheidung, und er würde ihn tragen.
Nach der Zeremonie erhielt er eine einfache Kettenrüstung, einen verbesserten Bogen und ein Set aus Ausrüstungsgegenständen – ein Jagdmesser, eine Umhängetasche und einen Dolch, der speziell für den Nahkampf ausgelegt war. Die Rüstung war schwerer, als er erwartet hatte, doch sie gab ihm ein Gefühl von Schutz und Zugehörigkeit.
Während seiner ersten Wochen auf Eisenwart lernte Amtaris die strenge Disziplin und das harte Leben der Legionäre kennen. Er trainierte jeden Tag, schoss stundenlang Pfeile auf hölzerne Zielscheiben und übte sich im Kampf mit dem Stoßdolch. Es war eine harte, aber lohnende Zeit, und bald bemerkte er, dass seine Fähigkeiten als Schütze besser wurden.
Eines Tages, nach einem besonders intensiven Training, begegnete Amtaris einem anderen Krieger, der ihn mit einem breiten Grinsen ansprach.
„Du hast einen guten Schuss, Junge. Aber im Nahkampf wärst du tot, bevor du den zweiten Pfeil loslassen könntest.“
Amtaris wandte sich um und sah einen breitschultrigen Mann mit langem schwarzem Haar. „Und du bist?“ fragte Amtaris.
„Leon Dellen,“ sagte der Mann und streckte ihm die Hand entgegen. „Kämpfer der Eisenwart. Du solltest dir merken, wer dir den Hals rettet, wenn du in Schwierigkeiten gerätst.“
Von diesem Tag an wurden Amtaris und Leon enge Gefährten. Gemeinsam wagten sie sich in die umliegenden Höhlen, um gegen Trolle, Harpien und Oger zu kämpfen. Ihre Jagdtrips waren oft gefährlich, doch sie brachten Amtaris wertvolle Erfahrung. Besonders in den Kämpfen gegen die gefürchteten Dämonen lernte er, unter Druck ruhig zu bleiben und gezielt zu schießen. Leon brachte ihm dabei nicht nur taktisches Denken bei, sondern auch, wie man in scheinbar aussichtslosen Situationen einen klaren Kopf bewahrte.
Das Leben auf der Burg war hart, aber nicht ohne Lichtblicke. Eines Tages, als Amtaris im Marktbereich der Burg nach neuen Pfeilen suchte, traf er die Schneiderin Amarissa. Sie war eine junge Frau mit dunklem Haar und einem verschmitzten Lächeln, das ihn sofort in seinen Bann zog. Sie war bekannt für ihre geschickten Hände und die kunstvollen Stickereien, die sie in die Kleider der Legionäre einarbeitete. Amtaris spürte, wie sein Herz schneller schlug, als er mit ihr sprach, doch er brachte nie den Mut auf, ihr seine Gefühle zu gestehen. Stattdessen beobachtete er sie aus der Ferne und genoss die seltenen Momente, in denen er ihr begegnete. Das Leben auf Burg Eisenwart war ein ständiger Wechsel zwischen Training, Kampf und kurzen Momenten der Ruhe. Amtaris’ Tage begannen oft mit dem Morgengrauen, wenn er auf den Übungsplatz gerufen wurde. Dort verfeinerte er seine Technik, trainierte mit anderen Schützen und lernte, seinen Bogen auch unter schwierigen Bedingungen zu beherrschen. In seiner freien Zeit übte er den Kampf mit dem Stoßdolch, um sich im Nahkampf zu verbessern. Es war ein schmerzhafter Prozess, bei dem er oft mit blauen Flecken und Wunden endete, doch er wusste, dass jeder Schlag ihn stärker machte.
Die Burg selbst war ein Ort voller Leben und Geschichte. Die großen Hallen hallten wider von den Gesprächen der Legionäre, und die Küchen waren erfüllt vom Duft von Eintöpfen und frischem Brot. Doch trotz der Härte des Lebens auf Burg Eisenwart spürte Amtaris eine tiefe Zufriedenheit. Er war Teil von etwas Größerem, einer Gemeinschaft, die durch gemeinsame Ziele und Erlebnisse zusammengeschweißt wurde. Und mit jedem Tag wurde er ein besserer Krieger, ein besserer Schütze und ein besserer Mann.
Amtaris Silva spürte das Salz in der Luft, als das kleine Segelschiff „Miranthis“ die Küste von Lameriast erreichte. Mit nichts weiter als seinem Bogen und einem Rucksack voller Proviant erreichte er nach Tagen auf einem kleinen Handelsschiff den Hafen der Insel. Er hatte endlich das Ziel seiner Reise erreicht. Die grünen Hügel und die schroffen Klippen, die sich wie ein Wall um die Insel erhoben, wirkten wie eine verheißungsvolle Einladung und zugleich wie eine stille Warnung. Dies war eine wilde, fremde Welt, und Amtaris’ Herz pochte vor Erwartung und Ungewissheit. Als das Schiff am hölzernen Steg des kleinen Hafens von Lameriast anlegte, sprang er mit leichtem Gepäck von Bord. Der Wind zerrte an seinem Umhang, doch er spürte die Entschlossenheit in sich wie eine Flamme. Die Stimmen der Händler hallten durch die engen Gassen. Doch Amtaris blieb nicht lange in der Stadt. Sein Ziel lag weiter im Landesinneren, wo er hoffte, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
Unterwegs traf er auf einen kräftigen Mann mit Narben im Gesicht und einer abgenutzten, aber imposante Rüstung, die vom Kampf gezeichnet war. Er saß an einem Lagerfeuer, als Amtaris ihn traf, und lud den jungen Bogenschützen ein, sich zu ihm zu setzen. Mit den Worten „Lamprecht mein Name. Landsknecht der Burg Eisenwart." stellte er sich dem jungen Schützen vor. „Du bist neu hier, nicht wahr?“ fragte er mit einer Stimme, die zugleich rau und herzlich klang. „Was führt einen wie dich auf diese Insel?“ fragte Lamprecht mit rauer Stimme. Amtaris erzählte ihm von seinen Träumen und seinem Wunsch, als Bogenschütze etwas Großes zu bewirken. Der Landsknecht nickte, seine grünen Augen musterten Amtaris mit einem forschenden Blick. „Vielleicht findest du, was du suchst, dort oben bei uns. Lord Khazkal Deslon sucht immer nach Männern mit deinem Mut. Komm mit, aber lass mich dich warnen: Bei der Eisenwart wird dir nichts geschenkt."
Ohne ein weiteres Wort setzte sich Lamprecht in Bewegung, und Amtaris folgte ihm. Der Weg zur Burg war beschwerlich doch Amtaris war fest entschlossen; der Weg führte über holprige Pfade, durch dichte Wälder und vorbei an dunklen Mooren. Die Landschaft war ebenso wunderschön wie bedrohlich, und je näher sie der Burg kamen, desto beeindruckender wurde der Anblick. Burg Eisenwart erhob sich auf einem Felsen wie ein stummer Gigant, mit ihren hohen, schwarzen Mauern und den schmalen Zinnen, die in den Himmel ragten. Amtaris war beeindruckt von der Größe und Stärke der Festung.
Am Tor angekommen, wurden sie von schwer bewaffneten Wachen empfangen, die Lamprecht freundlich, aber Amtaris misstrauisch musterten. Lamprecht jedoch brachte Amtaris direkt in die Hauptburg, wo sie durch karge, kalte Hallen schritten, bis sie in den Thronsaal gelangten. Dort wartete Lord Khazkal Deslon, ein Mann mit durchdringendem Blick und einer Aura von kühler Autorität. Er trug eine schwarze Rüstung mit silbernen Verzierungen, die wie Flammen wirkten, und in seinen Augen lag ein Ausdruck von stiller Macht.
„Lamprecht, was bringt dich hierher?“ fragte Khazkal mit einer Stimme, die wie das Grollen eines fernen Donners klang.
„Dieser junge Mann sucht Aufnahme in der Legion der Eisenwart, Herr. Er hat einen entschlossenen Blick und scheint mir kein einfacher Abenteurer zu sein.“
Lord Khazkal musterte Amtaris lange. „Du suchst also nach einer Bestimmung?“ fragte er. „Unsere Legion verlangt absolute Loyalität und Gehorsam. Hier gibt es keinen Platz für Zögerlichkeit oder Schwäche. Willst du diesen Weg gehen?“
Amtaris nickte ohne zu zögern. „Ich will lernen und dienen, mein Herr.“
Ein finsteres Lächeln spielte um Khazkals Lippen. „So sei es. Doch du sollst wissen: Die Zugehörigkeit zur Eisenwart ist kein Privileg, sondern eine Verpflichtung, die mit Schmerz beginnt.“
Noch bevor Amtaris antworten konnte, gab Khazkal ein Zeichen, und zwei Wachen traten hervor. Sie packten Amtaris an den Armen und brachten ihn in einen Raum, in dessen Mitte ein Feuer glühte. Auf einem Amboss lag ein Eisen, dessen Spitze in Form der drei Buchstaben „BEW“ geformt war. Die Wachen drückten ihn auf eine Bank, während ein Priester der Legion Worte murmelte. Dann wurde das heiße Eisen auf sein rechtes Schulterblatt gepresst. Der Schmerz war unerträglich, aber Amtaris biss die Zähne zusammen und unterdrückte jeden Laut. Dies war der Preis für seine Entscheidung, und er würde ihn tragen.
Nach der Zeremonie erhielt er eine einfache Kettenrüstung, einen verbesserten Bogen und ein Set aus Ausrüstungsgegenständen – ein Jagdmesser, eine Umhängetasche und einen Dolch, der speziell für den Nahkampf ausgelegt war. Die Rüstung war schwerer, als er erwartet hatte, doch sie gab ihm ein Gefühl von Schutz und Zugehörigkeit.
Während seiner ersten Wochen auf Eisenwart lernte Amtaris die strenge Disziplin und das harte Leben der Legionäre kennen. Er trainierte jeden Tag, schoss stundenlang Pfeile auf hölzerne Zielscheiben und übte sich im Kampf mit dem Stoßdolch. Es war eine harte, aber lohnende Zeit, und bald bemerkte er, dass seine Fähigkeiten als Schütze besser wurden.
Eines Tages, nach einem besonders intensiven Training, begegnete Amtaris einem anderen Krieger, der ihn mit einem breiten Grinsen ansprach.
„Du hast einen guten Schuss, Junge. Aber im Nahkampf wärst du tot, bevor du den zweiten Pfeil loslassen könntest.“
Amtaris wandte sich um und sah einen breitschultrigen Mann mit langem schwarzem Haar. „Und du bist?“ fragte Amtaris.
„Leon Dellen,“ sagte der Mann und streckte ihm die Hand entgegen. „Kämpfer der Eisenwart. Du solltest dir merken, wer dir den Hals rettet, wenn du in Schwierigkeiten gerätst.“
Von diesem Tag an wurden Amtaris und Leon enge Gefährten. Gemeinsam wagten sie sich in die umliegenden Höhlen, um gegen Trolle, Harpien und Oger zu kämpfen. Ihre Jagdtrips waren oft gefährlich, doch sie brachten Amtaris wertvolle Erfahrung. Besonders in den Kämpfen gegen die gefürchteten Dämonen lernte er, unter Druck ruhig zu bleiben und gezielt zu schießen. Leon brachte ihm dabei nicht nur taktisches Denken bei, sondern auch, wie man in scheinbar aussichtslosen Situationen einen klaren Kopf bewahrte.
Das Leben auf der Burg war hart, aber nicht ohne Lichtblicke. Eines Tages, als Amtaris im Marktbereich der Burg nach neuen Pfeilen suchte, traf er die Schneiderin Amarissa. Sie war eine junge Frau mit dunklem Haar und einem verschmitzten Lächeln, das ihn sofort in seinen Bann zog. Sie war bekannt für ihre geschickten Hände und die kunstvollen Stickereien, die sie in die Kleider der Legionäre einarbeitete. Amtaris spürte, wie sein Herz schneller schlug, als er mit ihr sprach, doch er brachte nie den Mut auf, ihr seine Gefühle zu gestehen. Stattdessen beobachtete er sie aus der Ferne und genoss die seltenen Momente, in denen er ihr begegnete. Das Leben auf Burg Eisenwart war ein ständiger Wechsel zwischen Training, Kampf und kurzen Momenten der Ruhe. Amtaris’ Tage begannen oft mit dem Morgengrauen, wenn er auf den Übungsplatz gerufen wurde. Dort verfeinerte er seine Technik, trainierte mit anderen Schützen und lernte, seinen Bogen auch unter schwierigen Bedingungen zu beherrschen. In seiner freien Zeit übte er den Kampf mit dem Stoßdolch, um sich im Nahkampf zu verbessern. Es war ein schmerzhafter Prozess, bei dem er oft mit blauen Flecken und Wunden endete, doch er wusste, dass jeder Schlag ihn stärker machte.
Die Burg selbst war ein Ort voller Leben und Geschichte. Die großen Hallen hallten wider von den Gesprächen der Legionäre, und die Küchen waren erfüllt vom Duft von Eintöpfen und frischem Brot. Doch trotz der Härte des Lebens auf Burg Eisenwart spürte Amtaris eine tiefe Zufriedenheit. Er war Teil von etwas Größerem, einer Gemeinschaft, die durch gemeinsame Ziele und Erlebnisse zusammengeschweißt wurde. Und mit jedem Tag wurde er ein besserer Krieger, ein besserer Schütze und ein besserer Mann.
- Amtaris Silva
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- Registriert: Dienstag 26. März 2019, 18:08
Kapitel 3: Aufstieg eines Schützen
Nach den erfolgreichen Jahren auf Burg Eisenwart und seinen ersten Heldentaten, begann für Amtaris Silva eine neue Etappe seines Lebens. Die Tage, an denen er sich vom unerfahrenen Rekruten zum gefeierten Bogenschützen der Legion hochgearbeitet hatte, lagen hinter ihm. Doch Amtaris wusste, dass dies nicht das Ende seines Weges war, sondern lediglich ein weiteres Kapitel. Sein Ehrgeiz und seine unstillbare Neugier trieben ihn dazu, neue Herausforderungen zu suchen und tiefer in das Leben der Legion einzutauchen.
Mit seinem Aufstieg zum Tribun war Amtaris nicht nur für die Führung seiner Kameraden verantwortlich, sondern auch für die strategische Planung der Einsätze. Es war eine Zeit des Lernens, aber auch des Lehrens. Er war nicht länger nur ein Krieger, sondern ein Mentor für die jungen Rekruten, die zu ihm aufsahen. Die Mauern von Eisenwart wurden zu einer zweiten Heimat, doch Amtaris verspürte den Wunsch, seine Erfahrungen weiter auszudehnen und sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Die Gelegenheit ergab sich, als eine entlegene Garnison der Legion auf der Insel Lameriast Verstärkung anforderte. Die Insel, bekannt für ihre wilden Wälder und unberührte Natur, war auch ein strategischer Vorposten der Legion. Doch immer wieder gab es Berichte über Monster, die die Siedlungen der Insel bedrohten sowie Gerüchte über eine uralte Bedrohung, die tief in den Schatten der Wälder lauerte. Amtaris nahm die Aufgabe an, nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern auch aus dem Wunsch heraus, einen Ort zu finden, an dem er sein Leben mit Ruhe und Handwerk verbinden konnte.
Zusammen mit seinem treuen Freund Leon Dellen reiste Amtaris auf Lameriast umher. Die beiden hatten bereits unzählige Abenteuer gemeinsam bestritten, und ihre Freundschaft war stärker denn je. Leon, der trotz seiner imposanten Erscheinung eine ruhige Weisheit ausstrahlte, war der perfekte Gegenpol zu Amtaris’ rastlosem Ehrgeiz. Gemeinsam machten sie sich daran, die Garnison auf Lameriast zu stärken und die Bedrohungen der Insel zu bekämpfen.
Ihre Tage auf der Insel waren meist geprägt von Erkundungen. Die Wälder von Lameriast waren voller Gefahren, von wilden Bestien bis hin zu seltsamen, magischen Erscheinungen. Eines der vielen Abenteuer der beiden war die Jagd auf eine Chimäre, die ein nahegelegenes Dorf terrorisierte. Amtaris nutzte seine Fähigkeiten als Bogenschütze, um das Wesen aus sicherer Distanz zu schwächen, während Leon den finalen Schlag versetzte. Ihre Zusammenarbeit war so eingespielt, dass selbst die Dorfbewohner, die sie aus sicherer Entfernung beobachteten, in Ehrfurcht verstummten.
Doch die eigentliche Bedrohung zeigte sich erst nach vielen Monden, als Berichte über einen uralten Balron, der tief in einer Höhle unter den Wäldern hauste, die Garnison erreichten. Der Balron war nicht nur eine physische Gefahr, sondern auch ein Wesen von dunkler Magie, das die Natur um sich herum veränderte. Pflanzen verdorrten, Tiere verschwanden, und die Menschen spürten eine unheimliche Kälte, wenn sie sich den Wäldern näherten. Amtaris und Leon wussten, dass sie handeln mussten.
Der Kampf gegen den Balron war eine der größten Herausforderungen, denen die beiden je gegenüberstanden. Amtaris’ Bögen und Pfeile, die er selbst gefertigt hatte, erwiesen sich als unschätzbar. Er nutzte sein Wissen über die Insel, die er durch monatelanges Experimentieren mit den Materialien der Wälder entdeckt hatte, um Pfeile zu erschaffen, die selbst die dickste Haut des Balrons durchdringen konnten. Leon, wie immer an vorderster Front, hielt den Balron in Schach, während Amtaris den entscheidenden Schuss vorbereitete. Mit einem gezielten Treffer ins Herz des Wesens beendete er den Kampf und rettete die Insel vor dem drohenden Untergang.
Doch die vielen Kämpfe und Schlachten hatten ihn auch müde werden lassen. So entschied sich auf Lameriast ein Haus zu bauen, nicht nur als Zuflucht, sondern auch als Ort, an dem er seine Leidenschaft für das Bognerhandwerk ausleben konnte. Mit Hilfe seiner Freunde in der Legion errichtete er eine kleine, gemütliche Behausung am Rand eines Waldes. Hier fertigte er in seiner Freizeit Bögen und Pfeile, die er bald auch schon an die Schützen der Legion verteilte.
Leon blieb ein treuer Begleiter. Die beiden Freunde nutzten die Ruhephasen zwischen ihren Missionen, um ihre Fähigkeiten zu verbessern, Strategien zu entwickeln und sich Geschichten von vergangenen Abenteuern zu erzählen. Ihre Freundschaft war ein Fels in der Brandung, ein Band, das durch keine Gefahr und keine Schlacht zerrissen werden konnte.
Die Jahre auf Lameriast waren für Amtaris eine Zeit des Wachstums und der Erkenntnis. Er hatte seinen Platz gefunden, nicht nur als Krieger und Anführer, sondern auch als Handwerker und Lehrer. Junge Legionäre reisten oft zu ihm, um von seinem Wissen und seiner Erfahrung zu profitieren. Und obwohl manch einer ihn als Helden betrachtete, war Amtaris in seinem Herzen immer noch der Junge, der einst davon geträumt hatte, mit Pfeil und Bogen die Welt zu verändern. Auch wenn die Jahre und die Erfahrungen ihn sichtlich gezeichnet hatten, bereute er nichts von alledem. Er war zufrieden, glücklich und glaubte, dass nichts diese perfekte Harmonie trüben könnte.
Nach den erfolgreichen Jahren auf Burg Eisenwart und seinen ersten Heldentaten, begann für Amtaris Silva eine neue Etappe seines Lebens. Die Tage, an denen er sich vom unerfahrenen Rekruten zum gefeierten Bogenschützen der Legion hochgearbeitet hatte, lagen hinter ihm. Doch Amtaris wusste, dass dies nicht das Ende seines Weges war, sondern lediglich ein weiteres Kapitel. Sein Ehrgeiz und seine unstillbare Neugier trieben ihn dazu, neue Herausforderungen zu suchen und tiefer in das Leben der Legion einzutauchen.
Mit seinem Aufstieg zum Tribun war Amtaris nicht nur für die Führung seiner Kameraden verantwortlich, sondern auch für die strategische Planung der Einsätze. Es war eine Zeit des Lernens, aber auch des Lehrens. Er war nicht länger nur ein Krieger, sondern ein Mentor für die jungen Rekruten, die zu ihm aufsahen. Die Mauern von Eisenwart wurden zu einer zweiten Heimat, doch Amtaris verspürte den Wunsch, seine Erfahrungen weiter auszudehnen und sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Die Gelegenheit ergab sich, als eine entlegene Garnison der Legion auf der Insel Lameriast Verstärkung anforderte. Die Insel, bekannt für ihre wilden Wälder und unberührte Natur, war auch ein strategischer Vorposten der Legion. Doch immer wieder gab es Berichte über Monster, die die Siedlungen der Insel bedrohten sowie Gerüchte über eine uralte Bedrohung, die tief in den Schatten der Wälder lauerte. Amtaris nahm die Aufgabe an, nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern auch aus dem Wunsch heraus, einen Ort zu finden, an dem er sein Leben mit Ruhe und Handwerk verbinden konnte.
Zusammen mit seinem treuen Freund Leon Dellen reiste Amtaris auf Lameriast umher. Die beiden hatten bereits unzählige Abenteuer gemeinsam bestritten, und ihre Freundschaft war stärker denn je. Leon, der trotz seiner imposanten Erscheinung eine ruhige Weisheit ausstrahlte, war der perfekte Gegenpol zu Amtaris’ rastlosem Ehrgeiz. Gemeinsam machten sie sich daran, die Garnison auf Lameriast zu stärken und die Bedrohungen der Insel zu bekämpfen.
Ihre Tage auf der Insel waren meist geprägt von Erkundungen. Die Wälder von Lameriast waren voller Gefahren, von wilden Bestien bis hin zu seltsamen, magischen Erscheinungen. Eines der vielen Abenteuer der beiden war die Jagd auf eine Chimäre, die ein nahegelegenes Dorf terrorisierte. Amtaris nutzte seine Fähigkeiten als Bogenschütze, um das Wesen aus sicherer Distanz zu schwächen, während Leon den finalen Schlag versetzte. Ihre Zusammenarbeit war so eingespielt, dass selbst die Dorfbewohner, die sie aus sicherer Entfernung beobachteten, in Ehrfurcht verstummten.
Doch die eigentliche Bedrohung zeigte sich erst nach vielen Monden, als Berichte über einen uralten Balron, der tief in einer Höhle unter den Wäldern hauste, die Garnison erreichten. Der Balron war nicht nur eine physische Gefahr, sondern auch ein Wesen von dunkler Magie, das die Natur um sich herum veränderte. Pflanzen verdorrten, Tiere verschwanden, und die Menschen spürten eine unheimliche Kälte, wenn sie sich den Wäldern näherten. Amtaris und Leon wussten, dass sie handeln mussten.
Der Kampf gegen den Balron war eine der größten Herausforderungen, denen die beiden je gegenüberstanden. Amtaris’ Bögen und Pfeile, die er selbst gefertigt hatte, erwiesen sich als unschätzbar. Er nutzte sein Wissen über die Insel, die er durch monatelanges Experimentieren mit den Materialien der Wälder entdeckt hatte, um Pfeile zu erschaffen, die selbst die dickste Haut des Balrons durchdringen konnten. Leon, wie immer an vorderster Front, hielt den Balron in Schach, während Amtaris den entscheidenden Schuss vorbereitete. Mit einem gezielten Treffer ins Herz des Wesens beendete er den Kampf und rettete die Insel vor dem drohenden Untergang.
Doch die vielen Kämpfe und Schlachten hatten ihn auch müde werden lassen. So entschied sich auf Lameriast ein Haus zu bauen, nicht nur als Zuflucht, sondern auch als Ort, an dem er seine Leidenschaft für das Bognerhandwerk ausleben konnte. Mit Hilfe seiner Freunde in der Legion errichtete er eine kleine, gemütliche Behausung am Rand eines Waldes. Hier fertigte er in seiner Freizeit Bögen und Pfeile, die er bald auch schon an die Schützen der Legion verteilte.
Leon blieb ein treuer Begleiter. Die beiden Freunde nutzten die Ruhephasen zwischen ihren Missionen, um ihre Fähigkeiten zu verbessern, Strategien zu entwickeln und sich Geschichten von vergangenen Abenteuern zu erzählen. Ihre Freundschaft war ein Fels in der Brandung, ein Band, das durch keine Gefahr und keine Schlacht zerrissen werden konnte.
Die Jahre auf Lameriast waren für Amtaris eine Zeit des Wachstums und der Erkenntnis. Er hatte seinen Platz gefunden, nicht nur als Krieger und Anführer, sondern auch als Handwerker und Lehrer. Junge Legionäre reisten oft zu ihm, um von seinem Wissen und seiner Erfahrung zu profitieren. Und obwohl manch einer ihn als Helden betrachtete, war Amtaris in seinem Herzen immer noch der Junge, der einst davon geträumt hatte, mit Pfeil und Bogen die Welt zu verändern. Auch wenn die Jahre und die Erfahrungen ihn sichtlich gezeichnet hatten, bereute er nichts von alledem. Er war zufrieden, glücklich und glaubte, dass nichts diese perfekte Harmonie trüben könnte.
Zuletzt geändert von Amtaris Silva am Donnerstag 19. Dezember 2024, 12:24, insgesamt 1-mal geändert.
- Amtaris Silva
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Kapitel 4: Dunkle Wolken am Horizont
Nach Jahren des Friedens und des Wohlstands auf Burg Eisenwart zogen dunkle Wolken über dem stolzen Gemäuer auf. Burgherr Khazkal Deslon, der weise und gerechte Anführer, verschwand spurlos während einer nächtlichen Patrouille entlang der Grenzen seines Herrschaftsgebiets. Sein Verschwinden hinterließ ein Machtvakuum, das die zuvor geeinte Legion in tiefe Unruhe stürzte.
Die Legionäre, die einst wie Brüder Seite an Seite kämpften, begannen, einander mit Misstrauen zu begegnen. Gerüchte über Verrat und Intrigen machten die Runde und alte Fehden flammten erneut auf. Die straffe Hierarchie, die die Legion zusammenhielt, begann zu bröckeln und der feste Zusammenhalt, der sie so stark gemacht hatte, drohte zu zerfallen.
Inmitten dieses Chaos stand Leon Dellen, ein Krieger von unerschütterlicher Loyalität gegenüber Khazkal Deslon. Leons Hingabe an den verschwundenen Burgherrn war so tief, dass er die Entscheidungen der interimistischen Führung der Legion infrage stellte. Er glaubte, dass nicht genug unternommen wurde, um Khazkal zu finden, und vermutete gar, dass einige innerhalb der Legion von seinem Verschwinden profitierten.
Leons Zweifel und seine offenen Anschuldigungen wurden von der Legion als Verrat angesehen. Die Spannungen eskalierten und es kam zu einem offenen Konflikt zwischen Leon und seinen einstigen Kameraden. Die Hallen von Eisenwart, die einst von Kameradschaft und Ehre erfüllt waren, wurden nun Zeuge von Zwietracht und Kampf.
Amtaris Silva, mittlerweile ein angesehener Tribun der Legion, versuchte verzweifelt, den Streit zu schlichten. Er appellierte an die Vernunft und das gemeinsame Ziel, Khazkal zu finden und die Einheit der Legion zu bewahren. Doch seine Worte verhallten ungehört. Die Legionäre, geblendet von Misstrauen und Wut, wandten sich nun auch gegen Amtaris, den sie der Parteinahme für Leon bezichtigten.
Inmitten des Tumults sah sich Amtaris gezwungen zur Waffe zu greifen, um sein eigenes Leben zu verteidigen. Die einstigen Brüder im Kampf standen sich nun als Feinde gegenüber. Blut floss auf den steinernen Böden der Burg und die Schreie der Kämpfenden hallten durch die Gänge. Amtaris kämpfte mit dem Schmerz des Verrats im Herzen, wissend, dass jeder Schlag gegen einen ehemaligen Kameraden gerichtet war.
Der Kampf tobte, bis schließlich die Erschöpfung die Oberhand gewann. Amtaris, schwer atmend und von Wunden gezeichnet, stand inmitten der gefallenen und verletzten Legionäre. Die Realität der Zerstörung, die interne Konflikte angerichtet hatten, wurde allen bewusst. In diesem Moment der Stille erkannte die Legion, dass der wahre Feind nicht unter ihnen war, sondern in der Ungewissheit über Khazkals Schicksal und in ihrem eigenen Misstrauen lag. Mit letzter Kraft erhob Amtaris seine Stimme und rief zur Einheit auf. Er erinnerte die Legionäre an ihren Eid, an die Werte, die sie einst zusammengeführt hatten, und an die Notwendigkeit, gemeinsam nach Khazkal zu suchen. Doch seine Worte verhallten ungehört in der weiten Halle. Zu tief saß das Misstrauen, dass dadurch bestärkt wurde, dass Leon und Amtaris die eigenen Kameraden erschlugen. Es blieb den beiden vorerst nichts weiter übrig, als die Burg Eisenwart zu verlassen, eben jenes Heim, das die beiden über so viele Jahre beschütz hatte und das auch sie über all die Jahre beschützen. Doch waren sich die beiden im tiefen Herzen sicher, dass sich alles schlichten ließe, würde man nur den Herren eben jener Burg wiederfinden.
Die kommenden Tage waren geprägt von Heilung und Wiederaufbau. Amtaris übernahm die Führung über eine Hand voll treuer Legionäre, nicht mehr als fünf an der Zahl. Mit diesen stellte er Suchtrupps auf und bemühte sich, das Verschwinden von Khazkal Deslon zu lösen. Die Ereignisse hatten tiefe Wunden hinterlassen. Doch waren Leon und Amtaris von der Erkenntnis überzeugt, dass sie nur gemeinsam stark waren und dass der alte Bund nur wieder gefestigt werden müsse..
Die Suche nach Khazkal Deslon blieb jedoch erfolglos. Sein Schicksal blieb ein Mysterium, doch sein Vermächtnis lebte in der wiedervereinten Legion weiter. Unter Amtaris' Führung lernte die Legion aus den Fehlern der Vergangenheit und schwor, die Werte von Ehre, Loyalität und Brüderlichkeit hochzuhalten, um zukünftigen Herausforderungen gemeinsam entgegenzutreten.
Doch dann geschah etwas womit niemand gerechnet hatte, wenn man überhaupt mit so etwas hätte rechnen können. Khazkal Deslon kehrte zur Burg zurück, als wäre er nie fort gewesen. Sofort eilten die in der Burg verweilten Legionäre zu ihm, um diesem wortgewandt die vergangenen Vorkommnisse zu schilden. Natürlich vermieden sie es nicht Leon und Amtaris als Verräter zu brandmarken. Khazkal, der von alle dem nichts mitbekommen hatte, schäumte vor Wut. Rasend vor Zorn verstieß er die beiden ihm eigentlich treu ergebenen Streiter und machte sie zu vogelfreien. Sogleich machten sich die verbliebenen Legionäre auf, die beiden zu jagen.
Nur durch Zufall erfuhr Amtaris vom Dekret des Burgherren, sodass ihm genug Zeit blieb sich vorzubereiten auf das was erst noch vor ihm lag. Eilig setzte er Leon in Kenntnis und beide versprachen sich, weiterhin treu zusammen zu stehen und gemeinsam gegen die Ungerechtigkeit zu kämpfen. Sie waren sicher, sollten sie es schaffen beim Khazkal Gehör zu finden, dass sich alles wieder zum guten wenden würde.
Die Burg Eisenwart unterdessen stand weiterhin stolz auf ihrem Felsen, ein stummer Zeuge der Geschehnisse.
Nach Jahren des Friedens und des Wohlstands auf Burg Eisenwart zogen dunkle Wolken über dem stolzen Gemäuer auf. Burgherr Khazkal Deslon, der weise und gerechte Anführer, verschwand spurlos während einer nächtlichen Patrouille entlang der Grenzen seines Herrschaftsgebiets. Sein Verschwinden hinterließ ein Machtvakuum, das die zuvor geeinte Legion in tiefe Unruhe stürzte.
Die Legionäre, die einst wie Brüder Seite an Seite kämpften, begannen, einander mit Misstrauen zu begegnen. Gerüchte über Verrat und Intrigen machten die Runde und alte Fehden flammten erneut auf. Die straffe Hierarchie, die die Legion zusammenhielt, begann zu bröckeln und der feste Zusammenhalt, der sie so stark gemacht hatte, drohte zu zerfallen.
Inmitten dieses Chaos stand Leon Dellen, ein Krieger von unerschütterlicher Loyalität gegenüber Khazkal Deslon. Leons Hingabe an den verschwundenen Burgherrn war so tief, dass er die Entscheidungen der interimistischen Führung der Legion infrage stellte. Er glaubte, dass nicht genug unternommen wurde, um Khazkal zu finden, und vermutete gar, dass einige innerhalb der Legion von seinem Verschwinden profitierten.
Leons Zweifel und seine offenen Anschuldigungen wurden von der Legion als Verrat angesehen. Die Spannungen eskalierten und es kam zu einem offenen Konflikt zwischen Leon und seinen einstigen Kameraden. Die Hallen von Eisenwart, die einst von Kameradschaft und Ehre erfüllt waren, wurden nun Zeuge von Zwietracht und Kampf.
Amtaris Silva, mittlerweile ein angesehener Tribun der Legion, versuchte verzweifelt, den Streit zu schlichten. Er appellierte an die Vernunft und das gemeinsame Ziel, Khazkal zu finden und die Einheit der Legion zu bewahren. Doch seine Worte verhallten ungehört. Die Legionäre, geblendet von Misstrauen und Wut, wandten sich nun auch gegen Amtaris, den sie der Parteinahme für Leon bezichtigten.
Inmitten des Tumults sah sich Amtaris gezwungen zur Waffe zu greifen, um sein eigenes Leben zu verteidigen. Die einstigen Brüder im Kampf standen sich nun als Feinde gegenüber. Blut floss auf den steinernen Böden der Burg und die Schreie der Kämpfenden hallten durch die Gänge. Amtaris kämpfte mit dem Schmerz des Verrats im Herzen, wissend, dass jeder Schlag gegen einen ehemaligen Kameraden gerichtet war.
Der Kampf tobte, bis schließlich die Erschöpfung die Oberhand gewann. Amtaris, schwer atmend und von Wunden gezeichnet, stand inmitten der gefallenen und verletzten Legionäre. Die Realität der Zerstörung, die interne Konflikte angerichtet hatten, wurde allen bewusst. In diesem Moment der Stille erkannte die Legion, dass der wahre Feind nicht unter ihnen war, sondern in der Ungewissheit über Khazkals Schicksal und in ihrem eigenen Misstrauen lag. Mit letzter Kraft erhob Amtaris seine Stimme und rief zur Einheit auf. Er erinnerte die Legionäre an ihren Eid, an die Werte, die sie einst zusammengeführt hatten, und an die Notwendigkeit, gemeinsam nach Khazkal zu suchen. Doch seine Worte verhallten ungehört in der weiten Halle. Zu tief saß das Misstrauen, dass dadurch bestärkt wurde, dass Leon und Amtaris die eigenen Kameraden erschlugen. Es blieb den beiden vorerst nichts weiter übrig, als die Burg Eisenwart zu verlassen, eben jenes Heim, das die beiden über so viele Jahre beschütz hatte und das auch sie über all die Jahre beschützen. Doch waren sich die beiden im tiefen Herzen sicher, dass sich alles schlichten ließe, würde man nur den Herren eben jener Burg wiederfinden.
Die kommenden Tage waren geprägt von Heilung und Wiederaufbau. Amtaris übernahm die Führung über eine Hand voll treuer Legionäre, nicht mehr als fünf an der Zahl. Mit diesen stellte er Suchtrupps auf und bemühte sich, das Verschwinden von Khazkal Deslon zu lösen. Die Ereignisse hatten tiefe Wunden hinterlassen. Doch waren Leon und Amtaris von der Erkenntnis überzeugt, dass sie nur gemeinsam stark waren und dass der alte Bund nur wieder gefestigt werden müsse..
Die Suche nach Khazkal Deslon blieb jedoch erfolglos. Sein Schicksal blieb ein Mysterium, doch sein Vermächtnis lebte in der wiedervereinten Legion weiter. Unter Amtaris' Führung lernte die Legion aus den Fehlern der Vergangenheit und schwor, die Werte von Ehre, Loyalität und Brüderlichkeit hochzuhalten, um zukünftigen Herausforderungen gemeinsam entgegenzutreten.
Doch dann geschah etwas womit niemand gerechnet hatte, wenn man überhaupt mit so etwas hätte rechnen können. Khazkal Deslon kehrte zur Burg zurück, als wäre er nie fort gewesen. Sofort eilten die in der Burg verweilten Legionäre zu ihm, um diesem wortgewandt die vergangenen Vorkommnisse zu schilden. Natürlich vermieden sie es nicht Leon und Amtaris als Verräter zu brandmarken. Khazkal, der von alle dem nichts mitbekommen hatte, schäumte vor Wut. Rasend vor Zorn verstieß er die beiden ihm eigentlich treu ergebenen Streiter und machte sie zu vogelfreien. Sogleich machten sich die verbliebenen Legionäre auf, die beiden zu jagen.
Nur durch Zufall erfuhr Amtaris vom Dekret des Burgherren, sodass ihm genug Zeit blieb sich vorzubereiten auf das was erst noch vor ihm lag. Eilig setzte er Leon in Kenntnis und beide versprachen sich, weiterhin treu zusammen zu stehen und gemeinsam gegen die Ungerechtigkeit zu kämpfen. Sie waren sicher, sollten sie es schaffen beim Khazkal Gehör zu finden, dass sich alles wieder zum guten wenden würde.
Die Burg Eisenwart unterdessen stand weiterhin stolz auf ihrem Felsen, ein stummer Zeuge der Geschehnisse.