Geister und Ahnen - Das Leben als Schamanin
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Yri Wikrah
Geister und Ahnen - Das Leben als Schamanin
Kalter Wind umspielte das rote gelockte Haar, das Rauschen der tosenden Wellen, die auf die steile Küste trafen, drang an ihr Ohr. Ihr Blick verlor sich in der Weite des offenen Meeres. Der Platz hier oben an den Klippen hatte etwas Beruhigendes an sich. Es war der perfekte Ort, um das zu üben, was Svala ihr im letzten Unterricht beibrachte. Noch eine weile starrte sie in die Ferne und genoss den Anblick der stürmischen See, dann atmete sie tief ein und schloss die Augen. Sie nahm eine bequeme Körperhaltung ein und versuchte sich zu entspannte. Mit jedem Atemzug wurde ihre Atmung ruhiger und sie versuchte die äußeren Einflüsse um sich herum auszublenden. Das Kreischen der Möwen, die über der Küste kreisten, drang mit der Zeit immer weniger laut an ihr Ohr, das letzte, was sie noch wahrnahm, war das Rauschen der Wellen, dies half ihr dabei sich auf ihre innere Mitte zu fokussieren. Ein weiterer tiefer Atemzug folgte und auch die Wellen wurden ausgeblendet, sie war schon tief in sich gezogen, nur noch der gleichmäßige Rhythmus ihres Herzschlags war für sie zu vernehmen. Auch diesen versuchte sie beiseitezuschieben, um ihre innere Mitte zu finden, wie Svala es ihr sagte. Es fiel ihr noch immer nicht leicht zur vollkommenen Ruhe zu finden, doch mit der Zeit schaffte sie es und wurde besser darin. Sie versuchte jeden Tag diese Übung zu machen, die ihr dabei helfen sollte das es für sie leichter wurde.
Schon Tage zuvor übte sie, von Svala hatte sie Räucherwerk bekommen und einen Tee, der beruhigen sollte. Zunächst probierte sie den die Meditation mit dem Tee, dieser beruhigte sie zwar, half ihr aber nicht wirklich dabei, sie fühlte sich nicht viel anders als ohne den Tee. Das Zweite, was Svala ihr mitgab, waren Räucherstäbchen. Yri suchte sich einen Platz am Feuer neben der Schamanenhütte und entzündete eines dieser Stäbchen. Rauch stieg empor, der Wind trug ihn verspielt umher. Das Stäbchen wurde in der Hand gehalten, langsam schloss sie die Augen und atmete tief ein und aus, dabei den Rauch durch die Nase einziehend. Nach den ersten Atemzügen spürte sie wie sich ihr Körper und Geist entspannte. Ihr Oberkörper sackte etwas in sich zusammen und sie genoss das Gefühl der Ruhe für einen Moment. Der Rauch wirkte bei ihr eindeutig besser als der Tee und so beschloss sie die Stäbchen auch in Zukunft bei einigen ihrer Übungen zu nutzen.
Sie hatte noch weitere Aufgaben von Svala bekommen, ein Schrein für Rabe sollte einen Platz im Dorf finden. So machte sie sich wie jeden Tag auf zu einem Spaziergang durch Wulfgard, noch war ihr kein Platz ins Auge gesprungen und so suchte sie Tag für Tag nach dem perfekten Ort. Auch Disathing musste geplant werden, auf ihren Spaziergängen machte sie sich Gedanken, was sie an Disathing für das Rudel veranstalten könnten. So vergingen die Tage und sie war frohen Mutes das sie all ihre Aufgaben zur Zufriedenheit von Svala erfüllen würde.
Schon Tage zuvor übte sie, von Svala hatte sie Räucherwerk bekommen und einen Tee, der beruhigen sollte. Zunächst probierte sie den die Meditation mit dem Tee, dieser beruhigte sie zwar, half ihr aber nicht wirklich dabei, sie fühlte sich nicht viel anders als ohne den Tee. Das Zweite, was Svala ihr mitgab, waren Räucherstäbchen. Yri suchte sich einen Platz am Feuer neben der Schamanenhütte und entzündete eines dieser Stäbchen. Rauch stieg empor, der Wind trug ihn verspielt umher. Das Stäbchen wurde in der Hand gehalten, langsam schloss sie die Augen und atmete tief ein und aus, dabei den Rauch durch die Nase einziehend. Nach den ersten Atemzügen spürte sie wie sich ihr Körper und Geist entspannte. Ihr Oberkörper sackte etwas in sich zusammen und sie genoss das Gefühl der Ruhe für einen Moment. Der Rauch wirkte bei ihr eindeutig besser als der Tee und so beschloss sie die Stäbchen auch in Zukunft bei einigen ihrer Übungen zu nutzen.
Sie hatte noch weitere Aufgaben von Svala bekommen, ein Schrein für Rabe sollte einen Platz im Dorf finden. So machte sie sich wie jeden Tag auf zu einem Spaziergang durch Wulfgard, noch war ihr kein Platz ins Auge gesprungen und so suchte sie Tag für Tag nach dem perfekten Ort. Auch Disathing musste geplant werden, auf ihren Spaziergängen machte sie sich Gedanken, was sie an Disathing für das Rudel veranstalten könnten. So vergingen die Tage und sie war frohen Mutes das sie all ihre Aufgaben zur Zufriedenheit von Svala erfüllen würde.
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Yri Wikrah
Ein weiterer trockener Holzscheit fand seinen Weg in die Glut, sichtlich fasziniert beobachtete Yri wie dieser von der Glut entfacht wurde. Gar gierig machten sich die Feuergeister über den Scheit her, so das er schon bald lichterloh in Flammen stand. Sie schienen Spaß an ihrem Tun zu haben, die Geister wuselten wild durch die Luft und sprangen mit den Funken um die Wette. Im Schneidersitz saß Yri im noch feuchten Gras vor dem Lagerfeuer und übte sich darin das Lied und die vielen Elementargeister die sich darin tummelten zu nutzen. Für ihre Übungen bat sie die Elementargeister um Hilfe und begegnete diesen stets respektvoll. Mit Hilfe der Geister gelang es ihr nach einigem üben immer größere Feuerbälle zu Formen, ehe diese wieder vor ihren Augen verpufften, da sie die Konzentration darauf löste. Einige Male erlaubten die Geister sich auch einen Scherz mit ihr, nicht selten tanzten sie wild durch die Gegend wie über dem Lagerfeuer und versengten die ein oder andere Stelle ihres Kleides, da sie dort zu lange verweilten und dann, nachdem sie es zum Glimmen gebracht hatten, kichernd weiterzogen. Jedes Mal entwich Yri ein leiser Fluch und hastig klopfte sie dann auf ihrem Kleid herum damit es nicht komplett in Flammen aufgeht. Auch ihre Hände wurden des Öfteren in Mitleidenschaft gezogen und waren von einigen Brandblasen gesäumt. Doch sie wusste das sie am besten damit, um zu gehen lernt, wenn sie der Gefahr ausgesetzt ist, zur Sicherheit hatte sie immer einen Eimer mit Wasser neben sich stehen.
Die Zeit in Wulfgard verging und Yri fühlte sich von Tag zu Tag mehr zu Hause im Dorf. Sie hatte mit dem Clan Disathing gefeiert und wurde am Thing vollständig in das Rudel aufgenommen. Sie schwor den Eid und bekam das Rudelarmband überreicht. In diesem Moment war ihr der Stolz anzusehen, sie hatte es trotz aller Widrigkeiten geschafft und war ab diesem Tag ein stolzer Teil des Rudels. Auch der Unterricht ging voran, diesen bekam sie von Waelkyrige, da Svala verreist zu sein schien. Doch Waelkyrige war eine gute Lehrerin und konnte ihr viele neue Sachen beibringen, schließlich musste sie schon viel in ihrem Leben erlebt haben. Viele Stunden hatte sie damit verbracht durch das Dorf zu ziehen, um den passenden Platz für den Schrein für Rabe zu finden und nun schien sie endlich fündig geworden. Am Festplatz in der nähe der Schamanenhütte und des Hains fand sie würde der Schrein gut hinpassen. Vielleicht sollte sie Waelkyrige den Platz beim nächsten Unterricht zeigen und sie fragen, was sie von diesem hält.
An diesem Abend sollte die Schwesternschaft vorbeikommen, um über eine Vision zu sprechen die sie bei einem Ritual hatten. Begleitet wurden sie von den Hainkerlen, viele der Claner waren an diesem Abend ebenso anwesend, um mehr über die Vision zu erfahren und Gedanken darüber auszutauschen. Die Schwesternschaft erzählte das ihre Vision sie nach Wulfgard führte, jedoch nicht in das heutige Wulfgard sondern in ein Wulfgard der Vergangenheit, wo sie viel Blut und eine Schwangere Thyrin sahen. Es folgte eine Diskussion, in der es drum ging, was diese Vision bedeuten sollte, alte Geschichten wurden erzählt, doch so richtig passte nichts auf die Vision. Nach einer Weile beschloss Norwin dass es zum Ahnenbaum gehen sollte, dieser würde helfen. Am Ahnenbaum wurde ein Gebet gesprochen und tatsächlich schien sich den Anwesenden etwas zu offenbaren, Yri sah, wie die Geister aufgeregt umherschweiften, bis sich schließlich ein Riss auftat und einen Durchgang freigab. Yri beschlich ein ungutes Gefühl dabei, doch half es nicht sie mussten erfahren, was sich hinter dem Riss verbarg, einen tiefen Atemzug nehmen fasste sie sich ein Herz und folgte dem Rudel in den Riss.
Einige Male musste sie blinzeln, als sie auf der anderen Seite des Risses zum Stehen kam. Was war dies für ein seltsamer Ort? Es schien hier nur so von Geistern zu wimmeln und nicht nur Geister, die gut gesinnt waren. Ein dichter Nebel hing an manchen stellen in der Luft und waberte unheilvoll vor sich hin. Vorsichtig setzte sich die Gruppe in Bewegung und nahm den Kampf gegen die Bestien, die sich hier tummelten, auf. Es war eine bizarre verzehrte Welt, die sich vor ihnen auftat. Alles wirkte vertraut, es schien, als wären Bruchstücke der realen Welt hier in dieser Sphäre miteinander verschmolzen. Ein Stück Wüste, dann ein Wald, ein Teil einer Stadt und eine Schneelandschaft lagen hier direkt nebeneinander, gesäumt von verlorenen Geistern, die umher schwebten. Die Gruppe kämpfte sich Stück um Stück voran, bis sich ihnen schließlich ein mächtiger Dämon entgegenstellte. Doch auch dieser wurde mit vereinten Kräften besiegt. Hinter diesem Dämon gab sich nach dessen Fall ein weiteres Portal zu sehen. Inständig hoffte Yri dass es sie wieder nach Hause führen würde.
Natürlich kam es anders als gedacht, das Portal führte die Gruppe an einen vielleicht noch merkwürdigeren Ort. Gemeinsam standen sie Plötzlich vor einem alten Fort. Dies war der Ort, den die Schwesternschaft zuvor beschrieben hatte und einige Claner erkannten das Fort wieder, es war damals ihre Heimat, bevor es zerstört wurde.

Sie betraten den Ort und es wirkte, als wäre hier die Zeit stehen geblieben, man konnte Schemenhaft Claner sehen die in Gespräche vertieft waren oder ihrem Handwerk nachgingen. Der Ort wirkte lebhaft und unversehrt, es musste so gewesen sein, wie es auch damals hier war. Die Gruppe begab sich auf die Suche nach hinweisen, wieso gerade dieser Ort sie angezogen hatte, doch es wurde nichts gefunden. Nur ein Tropfen drang immer wieder an Yris Ohren, je länger sie dort verweilten, desto schneller wurde das Tropfen. Die Schwestern warnten sie das das Tropfen das baldige Ende der Reise ankündigte und so war es auch. Einige Augenblicke später fanden sich alle wieder vor dem Ahnenbaum wieder und sahen sich mit verwirrten Blicken an. Die Schwestern berichteten das sie ein Zimmer voll Blut gefunden hätten und es vielleicht mit ihrer Vision zu tun haben könnte. Doch Yri hatte die Reise zugesetzt und sie war zu erschöpft, um noch länger zu bleiben, so verabschiedete sie sich und machte sich auf den Weg in die Felle. Sicher würden die Claner berichten, was am Abend noch geredet wurde.
Die Zeit in Wulfgard verging und Yri fühlte sich von Tag zu Tag mehr zu Hause im Dorf. Sie hatte mit dem Clan Disathing gefeiert und wurde am Thing vollständig in das Rudel aufgenommen. Sie schwor den Eid und bekam das Rudelarmband überreicht. In diesem Moment war ihr der Stolz anzusehen, sie hatte es trotz aller Widrigkeiten geschafft und war ab diesem Tag ein stolzer Teil des Rudels. Auch der Unterricht ging voran, diesen bekam sie von Waelkyrige, da Svala verreist zu sein schien. Doch Waelkyrige war eine gute Lehrerin und konnte ihr viele neue Sachen beibringen, schließlich musste sie schon viel in ihrem Leben erlebt haben. Viele Stunden hatte sie damit verbracht durch das Dorf zu ziehen, um den passenden Platz für den Schrein für Rabe zu finden und nun schien sie endlich fündig geworden. Am Festplatz in der nähe der Schamanenhütte und des Hains fand sie würde der Schrein gut hinpassen. Vielleicht sollte sie Waelkyrige den Platz beim nächsten Unterricht zeigen und sie fragen, was sie von diesem hält.
An diesem Abend sollte die Schwesternschaft vorbeikommen, um über eine Vision zu sprechen die sie bei einem Ritual hatten. Begleitet wurden sie von den Hainkerlen, viele der Claner waren an diesem Abend ebenso anwesend, um mehr über die Vision zu erfahren und Gedanken darüber auszutauschen. Die Schwesternschaft erzählte das ihre Vision sie nach Wulfgard führte, jedoch nicht in das heutige Wulfgard sondern in ein Wulfgard der Vergangenheit, wo sie viel Blut und eine Schwangere Thyrin sahen. Es folgte eine Diskussion, in der es drum ging, was diese Vision bedeuten sollte, alte Geschichten wurden erzählt, doch so richtig passte nichts auf die Vision. Nach einer Weile beschloss Norwin dass es zum Ahnenbaum gehen sollte, dieser würde helfen. Am Ahnenbaum wurde ein Gebet gesprochen und tatsächlich schien sich den Anwesenden etwas zu offenbaren, Yri sah, wie die Geister aufgeregt umherschweiften, bis sich schließlich ein Riss auftat und einen Durchgang freigab. Yri beschlich ein ungutes Gefühl dabei, doch half es nicht sie mussten erfahren, was sich hinter dem Riss verbarg, einen tiefen Atemzug nehmen fasste sie sich ein Herz und folgte dem Rudel in den Riss.
Einige Male musste sie blinzeln, als sie auf der anderen Seite des Risses zum Stehen kam. Was war dies für ein seltsamer Ort? Es schien hier nur so von Geistern zu wimmeln und nicht nur Geister, die gut gesinnt waren. Ein dichter Nebel hing an manchen stellen in der Luft und waberte unheilvoll vor sich hin. Vorsichtig setzte sich die Gruppe in Bewegung und nahm den Kampf gegen die Bestien, die sich hier tummelten, auf. Es war eine bizarre verzehrte Welt, die sich vor ihnen auftat. Alles wirkte vertraut, es schien, als wären Bruchstücke der realen Welt hier in dieser Sphäre miteinander verschmolzen. Ein Stück Wüste, dann ein Wald, ein Teil einer Stadt und eine Schneelandschaft lagen hier direkt nebeneinander, gesäumt von verlorenen Geistern, die umher schwebten. Die Gruppe kämpfte sich Stück um Stück voran, bis sich ihnen schließlich ein mächtiger Dämon entgegenstellte. Doch auch dieser wurde mit vereinten Kräften besiegt. Hinter diesem Dämon gab sich nach dessen Fall ein weiteres Portal zu sehen. Inständig hoffte Yri dass es sie wieder nach Hause führen würde.
Natürlich kam es anders als gedacht, das Portal führte die Gruppe an einen vielleicht noch merkwürdigeren Ort. Gemeinsam standen sie Plötzlich vor einem alten Fort. Dies war der Ort, den die Schwesternschaft zuvor beschrieben hatte und einige Claner erkannten das Fort wieder, es war damals ihre Heimat, bevor es zerstört wurde.

Sie betraten den Ort und es wirkte, als wäre hier die Zeit stehen geblieben, man konnte Schemenhaft Claner sehen die in Gespräche vertieft waren oder ihrem Handwerk nachgingen. Der Ort wirkte lebhaft und unversehrt, es musste so gewesen sein, wie es auch damals hier war. Die Gruppe begab sich auf die Suche nach hinweisen, wieso gerade dieser Ort sie angezogen hatte, doch es wurde nichts gefunden. Nur ein Tropfen drang immer wieder an Yris Ohren, je länger sie dort verweilten, desto schneller wurde das Tropfen. Die Schwestern warnten sie das das Tropfen das baldige Ende der Reise ankündigte und so war es auch. Einige Augenblicke später fanden sich alle wieder vor dem Ahnenbaum wieder und sahen sich mit verwirrten Blicken an. Die Schwestern berichteten das sie ein Zimmer voll Blut gefunden hätten und es vielleicht mit ihrer Vision zu tun haben könnte. Doch Yri hatte die Reise zugesetzt und sie war zu erschöpft, um noch länger zu bleiben, so verabschiedete sie sich und machte sich auf den Weg in die Felle. Sicher würden die Claner berichten, was am Abend noch geredet wurde.
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Yri Wikrah
Leise knirschte der Schnee unter den Füßen der jungen Schamanin, hier oben weit im Norden war es selbst im Sommer bitterkalt. Die Dämmerung hatte bereits eingesetzt als sie Wulfgard verlies, die Dunkelheit der Nacht versuchte mit aller Kraft, die letzten Sonnenstrahlen vom Horizont zu verbannen. Es war ein gefährlicher Ort, den sie sich für die Expedition auserkoren hatte, doch wusste sie, dass sie hier oben das Finden würde, was sie suchte. In der ferne war das Brüllen vereinzelter Eisbären und das Grunzen der Eistrolle zu vernehmen die hier im Norden lebten. Doch ihr Ziel an diesem Abend war keine Hatz, sie war auf der Suche nach etwas ganz Speziellem. Einem Tier so faszinierend und anmutig das es nur hier oben gab. Sie wollte das Tier studieren, jedes einzelne Merkmal verinnerlichen sein Verhalten beobachten und von ihm lernen.
Langsam trugen ihre Schritte sie durch den immer tiefer werdenden Schnee, sie war nun auf einer weiten ebene angekommen, nur wenige Bäume waren noch vereinzelt zu erkennen. Die rot gelockten Haare fielen ihr vor die Augen, als sie den Kopf etwas neigte, um in die Nacht zu lauschen. Doch außer dem fernen Brüllen der Eisbären konnte sie nichts ausmachen. Sie suchte sich eine geschützte Stelle zwischen einigen schroffen Felsen und hielt von dort aus Ausschau. Bis spät in die Nacht hielt sie durch, jedoch konnte sie das gewünschte nicht ausmachen. So kuschelte sie sich in die dicken Felle und schlief schließlich ein, es gab schließlich noch andere Gelegenheiten.
Der nächste Morgen brach früher an als erhofft, die Augen wurden aufgeschlagen und die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich am Himmel. Der Nebel schob sich langsam über den Schnee und bedeckte weite Teile der Ebene, in der sie sich befand. Zuerst nahm sie etwas zu Essen zu sich, sie hatte sich ausreichend Proviant für ihre Expedition eingepackt, wusste sie ja nicht wie lange es dauern würde. Nach der Stärkung brach sie ihr vorübergehendes Lager ab und machte sich weiter auf die Suche, vielleicht hatte sie bei Tag mehr Glück. Schon eine Stunde marschierte sie durch den Schnee, als sie in der Ferne ein lautes „Huu“ hörte, ein Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen ab. Das musste es sein, was sie suchte, sie merkte sich die Richtung und folgte dem Ruf. Es dauerte eine Weile, doch hörte sie erneut diesen Ruf und nun schien sie ganz in der Nähe zu sein. Vorsichtig spähte sie umher, da vorn auf einem erhöhten Felsen erblickte sie das Weiß gefiederte Tier, wie es aufmerksam seine Gegend absuchte. Endlich hatte sie ihr Ziel erreicht, hier würde sie nun verweilen und die Schneeeule beobachten und versuchen alles von ihr zu erlernen.
Die Aufgabe der Geisterstimme war klar, sie musste alles über dieses Tier lernen und in Erfahrung bringen, bevor sie sich in der Verwandlung üben konnte. So verbrachte sie den ganzen Tag ruhig an der Stelle, von wo sie die Schneeeule gut beobachten konnte, flog diese weiter zog auch Yri weiter. In einem ruhigen Moment zog sie ein kleines Holzbrett aus ihrer Tasche und begann darauf eine kleine Zeichnung einzuritzen, um sich das Aussehen des Tieres zu verinnerlichen, auch folgten einige Notizen unter der Zeichnung mit Beobachtungen, die sie machen konnte. Zunächst prägte sie sich das Aussehen ein, das es das naheliegendste war, sowie das Verhalten. Auch die Jagdverhalten konnte sie in den nächsten Tagen während ihrer Beobachtungen studieren, dabei schien sie nicht sehr wählerisch zu sein, sondern sich auf die Beutetiere stürzen, die sie kriegen konnte, auch größere Schneehasen oder Schneehühner und sogar Fische landeten in ihrem Schnabel. Die Schneeeule griff die Beute mit ihren befiederten Füßen aus geringer Höhe, ab und an landete sie und lief der Beute flügelschlagend nach, bis sie sie erwischt hatte.
Einige Tage verbrachte sie mit den Beobachtungen des Tieres bis sie sich wirklich sicher war das wichtigste über das Tier gelernt und verinnerlicht zu haben. Auch ihre Notizen weiteten sich von Tag zu Tag aus. Ein letztes Mal lag Yri ruhig im Schnee und beobachtete die Eule in einiger Entfernung. Sie atmete tief durch und schloss für einen Moment die Augen. Nun war es an der Zeit, an der Zeit das gelernte umzusetzen. Sie war sich sicher, dass sie genug über das Tier wusste und nun mit der Verwandlung loslegen konnte. Wie zur Bestätigung krächzte die Eule im Hintergrund einmal kurz, schwang mit den Flügeln und erhob sich in die Lüfte, um davon zu fliegen. Schon zuvor hatte sie ihre eigenen klänge eingehend studiert und so sollte der Verwandlung nun nichts mehr in Wege stehen.
Mit dem Fuß schob sie den Schnee ein wenig beiseite, um eine kleine Kuhle für sich herzustellen. Langsam lies sie sich im Schneidersitz in dieser Kuhle nieder, die Augenlider schlossen sich und sie atmete tief durch. Atmung und Herzschlag verlangsamten sich stetig, je tiefer sie in ihre Konzentration versank, dabei wankte ihr Oberkörper leicht von Seite zu Seite. Zunächst musste sie ihre Größe anpassen, um auf die Größe einer Schneeeule zu kommen musste sie um einiges kleiner werden. Die eigenen Klänge wurden verändert, das Knacken einiger Knochen durchbrach die Stille hier oben im Norden. Das Gesicht der jungen Schamanin verzog sich schmerzerfüllt, doch es gab kein zurück mehr sie musste die Verwandlung jetzt durchstehen und die Schmerzen aushalten. Der Schmerz pochte überall, ihr Körper begann zu zucken und zu verkrampfen, nach und nach war erkennbar, wie sie sich veränderte. Aus ihren Armen schlugen Federn hervor, langsam formten sich die Flügel und sie schrumpfte auf Eulengröße. In ihrem Gesicht formte sich aus Mund und Nase ein Schnabel, ihre Füße wurden zu klauen mit spitzen krallen. Die Verwandlung war fast abgeschlossen, als letztes färbten sich ihre hellgrünen Augen in ein tiefes stechendes gelb.
Nun saß sie da in ihrer Schneekuhle, die viel zu groß war. Das Gefieder erschien in einem strahlenden Weiß wie der Schnee der schnee der sie umgab, unterbrochen von kleinen schwarzen Musterungen. Der Kopf der Eule drehte sich um 180 Grad uns sie betrachtete sich von allen Seiten, die Flügel wurden ausgebreitet und sie schlug mit diesen einmal kräftig. Dann hob sie die kleinen Füßchen an und stapfte etwas tollpatschig wie ein Eulenjunges durch den Schnee. Nachdem sie mit einem kleinen Hopser aus der Schneekuhle geklettert war, ließ sie den Blick durch die Umgebung gleiten. Der Schnabel wurde geöffnet und sie versuchte die Laute der Eule zu imitieren, zunächst wollte es nicht so recht funktionieren, doch dann krächzte sie Lautstark und ein ebenso lautes „Huu“ folgte. Es war an der Zeit die Flügel zu testen, erneut wurden diese ausgebreitet und sie schlug kräftig damit, immerhin schaffte sie es so im zweiten Anlauf auf einen nahegelegenen Felsen, wo sie eine kurze Pause einlegte.
Die Geisterstimme hatte ihr gesagt sie solle nicht so lange in einer Verwandlung verweilen, sonst könne sie für immer in dieser Gestalt gefangen bleiben. Dabei war die Rückverwandlung nicht weniger schmerzhaft als die eigentliche Verwandlung. Langsam formte sich ihr Körper wieder zurück, bis Yri wieder in ihrer eigentlichen Gestalt auf dem Felsen saß. Ein wenig verwirrt starrte sie durch die Gegend, das sollte für diesen Tag genügen. So machte sie sich nach ihrem Ausflug wieder auf den Weg zurück nach Wulfgard und ihrem Rudel. Die nächsten Tage und Wochen galt es nun die Verwandlung weiter zu üben und zu perfektionieren. Auch das Fliegen wollte geübt werden, war es doch etwas ganz Neues für sie. Die Schamanin hatte noch einiges vor sich, wollte sie das Tier doch gänzlich verinnerlichen und umsetzen und die Geisterstimme stolz machen.
Langsam trugen ihre Schritte sie durch den immer tiefer werdenden Schnee, sie war nun auf einer weiten ebene angekommen, nur wenige Bäume waren noch vereinzelt zu erkennen. Die rot gelockten Haare fielen ihr vor die Augen, als sie den Kopf etwas neigte, um in die Nacht zu lauschen. Doch außer dem fernen Brüllen der Eisbären konnte sie nichts ausmachen. Sie suchte sich eine geschützte Stelle zwischen einigen schroffen Felsen und hielt von dort aus Ausschau. Bis spät in die Nacht hielt sie durch, jedoch konnte sie das gewünschte nicht ausmachen. So kuschelte sie sich in die dicken Felle und schlief schließlich ein, es gab schließlich noch andere Gelegenheiten.
Der nächste Morgen brach früher an als erhofft, die Augen wurden aufgeschlagen und die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich am Himmel. Der Nebel schob sich langsam über den Schnee und bedeckte weite Teile der Ebene, in der sie sich befand. Zuerst nahm sie etwas zu Essen zu sich, sie hatte sich ausreichend Proviant für ihre Expedition eingepackt, wusste sie ja nicht wie lange es dauern würde. Nach der Stärkung brach sie ihr vorübergehendes Lager ab und machte sich weiter auf die Suche, vielleicht hatte sie bei Tag mehr Glück. Schon eine Stunde marschierte sie durch den Schnee, als sie in der Ferne ein lautes „Huu“ hörte, ein Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen ab. Das musste es sein, was sie suchte, sie merkte sich die Richtung und folgte dem Ruf. Es dauerte eine Weile, doch hörte sie erneut diesen Ruf und nun schien sie ganz in der Nähe zu sein. Vorsichtig spähte sie umher, da vorn auf einem erhöhten Felsen erblickte sie das Weiß gefiederte Tier, wie es aufmerksam seine Gegend absuchte. Endlich hatte sie ihr Ziel erreicht, hier würde sie nun verweilen und die Schneeeule beobachten und versuchen alles von ihr zu erlernen.
Die Aufgabe der Geisterstimme war klar, sie musste alles über dieses Tier lernen und in Erfahrung bringen, bevor sie sich in der Verwandlung üben konnte. So verbrachte sie den ganzen Tag ruhig an der Stelle, von wo sie die Schneeeule gut beobachten konnte, flog diese weiter zog auch Yri weiter. In einem ruhigen Moment zog sie ein kleines Holzbrett aus ihrer Tasche und begann darauf eine kleine Zeichnung einzuritzen, um sich das Aussehen des Tieres zu verinnerlichen, auch folgten einige Notizen unter der Zeichnung mit Beobachtungen, die sie machen konnte. Zunächst prägte sie sich das Aussehen ein, das es das naheliegendste war, sowie das Verhalten. Auch die Jagdverhalten konnte sie in den nächsten Tagen während ihrer Beobachtungen studieren, dabei schien sie nicht sehr wählerisch zu sein, sondern sich auf die Beutetiere stürzen, die sie kriegen konnte, auch größere Schneehasen oder Schneehühner und sogar Fische landeten in ihrem Schnabel. Die Schneeeule griff die Beute mit ihren befiederten Füßen aus geringer Höhe, ab und an landete sie und lief der Beute flügelschlagend nach, bis sie sie erwischt hatte.
Einige Tage verbrachte sie mit den Beobachtungen des Tieres bis sie sich wirklich sicher war das wichtigste über das Tier gelernt und verinnerlicht zu haben. Auch ihre Notizen weiteten sich von Tag zu Tag aus. Ein letztes Mal lag Yri ruhig im Schnee und beobachtete die Eule in einiger Entfernung. Sie atmete tief durch und schloss für einen Moment die Augen. Nun war es an der Zeit, an der Zeit das gelernte umzusetzen. Sie war sich sicher, dass sie genug über das Tier wusste und nun mit der Verwandlung loslegen konnte. Wie zur Bestätigung krächzte die Eule im Hintergrund einmal kurz, schwang mit den Flügeln und erhob sich in die Lüfte, um davon zu fliegen. Schon zuvor hatte sie ihre eigenen klänge eingehend studiert und so sollte der Verwandlung nun nichts mehr in Wege stehen.
Mit dem Fuß schob sie den Schnee ein wenig beiseite, um eine kleine Kuhle für sich herzustellen. Langsam lies sie sich im Schneidersitz in dieser Kuhle nieder, die Augenlider schlossen sich und sie atmete tief durch. Atmung und Herzschlag verlangsamten sich stetig, je tiefer sie in ihre Konzentration versank, dabei wankte ihr Oberkörper leicht von Seite zu Seite. Zunächst musste sie ihre Größe anpassen, um auf die Größe einer Schneeeule zu kommen musste sie um einiges kleiner werden. Die eigenen Klänge wurden verändert, das Knacken einiger Knochen durchbrach die Stille hier oben im Norden. Das Gesicht der jungen Schamanin verzog sich schmerzerfüllt, doch es gab kein zurück mehr sie musste die Verwandlung jetzt durchstehen und die Schmerzen aushalten. Der Schmerz pochte überall, ihr Körper begann zu zucken und zu verkrampfen, nach und nach war erkennbar, wie sie sich veränderte. Aus ihren Armen schlugen Federn hervor, langsam formten sich die Flügel und sie schrumpfte auf Eulengröße. In ihrem Gesicht formte sich aus Mund und Nase ein Schnabel, ihre Füße wurden zu klauen mit spitzen krallen. Die Verwandlung war fast abgeschlossen, als letztes färbten sich ihre hellgrünen Augen in ein tiefes stechendes gelb.
Nun saß sie da in ihrer Schneekuhle, die viel zu groß war. Das Gefieder erschien in einem strahlenden Weiß wie der Schnee der schnee der sie umgab, unterbrochen von kleinen schwarzen Musterungen. Der Kopf der Eule drehte sich um 180 Grad uns sie betrachtete sich von allen Seiten, die Flügel wurden ausgebreitet und sie schlug mit diesen einmal kräftig. Dann hob sie die kleinen Füßchen an und stapfte etwas tollpatschig wie ein Eulenjunges durch den Schnee. Nachdem sie mit einem kleinen Hopser aus der Schneekuhle geklettert war, ließ sie den Blick durch die Umgebung gleiten. Der Schnabel wurde geöffnet und sie versuchte die Laute der Eule zu imitieren, zunächst wollte es nicht so recht funktionieren, doch dann krächzte sie Lautstark und ein ebenso lautes „Huu“ folgte. Es war an der Zeit die Flügel zu testen, erneut wurden diese ausgebreitet und sie schlug kräftig damit, immerhin schaffte sie es so im zweiten Anlauf auf einen nahegelegenen Felsen, wo sie eine kurze Pause einlegte.
Die Geisterstimme hatte ihr gesagt sie solle nicht so lange in einer Verwandlung verweilen, sonst könne sie für immer in dieser Gestalt gefangen bleiben. Dabei war die Rückverwandlung nicht weniger schmerzhaft als die eigentliche Verwandlung. Langsam formte sich ihr Körper wieder zurück, bis Yri wieder in ihrer eigentlichen Gestalt auf dem Felsen saß. Ein wenig verwirrt starrte sie durch die Gegend, das sollte für diesen Tag genügen. So machte sie sich nach ihrem Ausflug wieder auf den Weg zurück nach Wulfgard und ihrem Rudel. Die nächsten Tage und Wochen galt es nun die Verwandlung weiter zu üben und zu perfektionieren. Auch das Fliegen wollte geübt werden, war es doch etwas ganz Neues für sie. Die Schamanin hatte noch einiges vor sich, wollte sie das Tier doch gänzlich verinnerlichen und umsetzen und die Geisterstimme stolz machen.
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Yri Wikrah
Schon lange hatte die Nacht Einzug in Wulfgard gehalten, vermutlich schlief der Großteil des Rudels schon. Ein Stück weit abgelegen vom neuen Fort, auf einer kleinen Anhöhe, eingebettet in einen Teil des Waldes von Sturmouwe, konnten neugierige Augen in dieser Nacht den Schein des Feuers durch die Fenster in der Schamanenhütte ausmachen. Im Erdgeschoss tauchte die verbliebene Glut des großen Feuers den Raum in ein mystisches Rot, oben unter dem Dach flackerte das Licht der kleinen Laterne munter vor sich hin, groteske Schatten bildeten sich auf den Wänden, je länger man diese beobachtete desto mehr konnte man meinen sie erzählen eine Geschichte. Immer wieder huschte ein Schatten im Halbdunkel am Fenster vorbei und verdunkelte dieses für einen Moment. Emsig sammelte die Schamanin alles zusammen was sie für ihr vorhaben brauchte. Schon die Tage zuvor war sie im Wald unterwegs um das nötige zu sammeln, Vorbereitung war wichtig, noch nie hatte sie ein solches Ritual durchgeführt. Sie musste sich für alle Eventualitäten wappnen.
Vor ihr ausgebreitet lag ein Sammelsurium verschiedener Sachen. Auf ihren Knien ruhte eine kleine Holzschale, sorgsam wählte sie die Kräuter aus die in der Schale vermischt wurden, immer wieder schnupperte sie prüfend, dann folgte ein zufriedenes Nicken. Tief durchatmend lehnte sie sich zurück und lies den Blick zur Treppe gleiten, das Rot der Glut im Erdgeschoss verblasste mehr und mehr, bis schließlich nur noch die Laterne ein wenig Licht spendete. Sie griff zum Mörser und klaubte aus den verschiedenen Sachen am Tisch einen kleinen Vogelschädel. Einige Male dreht sie den Schädel zwischen ihren Fingern, dann starrte sie in die dunklen leeren Augenhöhlen als wollte sie darin etwas erkennen. Kurz darauf legte sie den Schädel behutsam in den Mörser und zerkleinerte ihn zu einem feinen weißen Pulver. Auch das Pulver fand den Weg in die Schale mit den Kräutern und sie vermischte alles gleichmäßig, dann füllte sie das Gemisch in ein kleines Säckchen und packte es in ihre Tasche.
Die Nacht für war für sie noch lange nicht vorbei. Sie packte ihre Wolfsmütze und zog sie auf, dann verließ sie die Hütte und marschierte in die Nacht hinaus. Der Himmel war wolkenbehangen in dieser Nacht und so schaffte es der Mond nur vereinzelt etwas Licht in der Dunkelheit zu spenden. Es war an der Zeit die Opfergaben für die Totems zu beschaffen. Am Waldrand hielt sie inne und legt den Kopf in den Nacken, ihr Blick folgte einer Wolke die sich über den Nachthimmel schob, dann schloss sie die Augen. Nur einen Moment später öffnete sie diese wieder und die Augen funkelten in einem hellen Gelbton. Aus ihrem Mund wuchsen Fangzähne, aus ihren Händen schlugen Krallen hervor und ihr Körper wurde von einem dichten Fell bedeckt. Ein lautes kräftiges Heulen unterbrach die Stille der Nacht, nachdem die Verwandlung beendet war. Wo gerade noch die Thyrin stand, steht jetzt eine stattliche Wölfin. Das glänzende Fell erstreckt sich von Weißtönen über Grau bis hin zu einigen Braunen stellen am Rücken. Erstmal plumpste die Wölfin auf ihr Hinterteil und begann sich ausgiebig mit der Hinterpfote am rechten Ohr zu kratzen.
Heftig schüttelte sich der Kopf, sie war nicht hier um sich zu kratzen, sie musste jagen. Langsamen Schrittes führten ihre Pfoten sie in den Wald, sie schlich durch das dichte Unterholz und versuchte Fährten von Beutetieren aufzunehmen. Ausgiebig schnupperte sie am moosigen Waldboden und lauschte in die Dunkelheit hinein. Eine Weile streunte sie durch den Wald, bis sie auf einer größeren Lichtung einen Hasen sitzen sah der genüsslich am Gras knabberte. Sofort duckte sie sich und schlich vorsichtig näher an den Hasen heran. Aus dem Hinterhalt rannte die Wölfin los und stürzte sich mit einem Sprung auf das ahnungslose Opfer was so schnell nicht reagieren konnte. Ein kräftiger Biss in den Nacken des Hasen beendete dessen Leben, Blut lief ihr ins Maul, sie schüttelte sich. Es wäre ein leichtes gewesen die Beute noch an Ort und Stelle zu verschlingen. Sie musste ihren Geist klar behalten, sich gegen die tierischen Instinkte zur Wehr setzen, das Tier nicht die Überhand gewinnen lassen. Sie brauchte dieses Opfer für ihr Ritual. Mit dem Hasen im Maul schlich die Wölfin weiter durch den Wald, vor einem Mauseloch machte sie halt. Noch ein weiteres Opfer brauchte sie heute Nacht. Sie legte sich auf die Lauer, den toten Hasen in sicherem Abstand und wartete bis eine Maus aus dem Loch zum Vorschein kam, auch hier stürzte sie sich Blitzschnell auf die Beute und tötete sie ebenso mit einem gezieltem Biss. Nach erfolgreicher Jagd verwandelte sie sich zurück, griff nach Hase und Maus und verlies den Wald für diese Nacht mit einem zufriedenem Lächeln auf den Lippen.
Die Nacht war kurz, schon mit den ersten Sonnenstrahlen verließ sie ihre Felle wieder. Die Beute der Nacht war kühl verstaut, nun griff sie sich eine Angel und einige Köder und marschierte in Richtung des Flusses um dort einen Fisch zu fangen, was ihr auch nach einiger Zeit gelang. Auch dieser wurde zu den anderen Opfergaben gelegt und kühl gehalten. Nun hatte sie alle Opfergaben zusammen, für Hirsch hatte sie schon vorher Eicheln, Äste mit frischen Knospen, Beeren und Kastanien gesammelt. Zuversicht begleitete sie, das die ausgewählten Opfergaben den Totems gefallen würden. Nun ging es noch darum sich vor dem Wahnsinn zu schützen den die neue Macht des Geisterwächters mit sich bringen kann. Aett für Aett ging sie durch und suchte passende Runen für sich aus, die sie schützen und stärken sollten. Sie entschied sich für die Runen: Thurisaz, Raido, Teiwaz und Ehwaz. Thurisaz sollte sie vor dem unbekannten schützen, Schutz geben um nicht dem Wahnsinn der Macht zu verfallen. Raido sollte ihr den rechten Weg weißen, sie soll ihr den Weg zur Weisheit und Erkenntnis ebnen. Teiwaz wählte sie da eine neue Verantwortung auf sie zukommen würde sollte sie das Band mit dem Geisterwächter eingehen. Es war an der Zeit für sie Verantwortung zu Übernehmen für sich und das gesamte Rudel. Ehwaz steht für den Willen, ihren unbrechbaren Willen alle Hindernisse die sich ihr in den Weg stellen zu überwinden und stärker zu werden um dem Rudel zu helfen und es vor den Gefahren die überall lauern zu schützen. Zufrieden nickte sie abschließend bei ihrer Auswahl, diese Runen würden beim Ritual ihren Körper zieren und ihr helfen die Aufgabe zu meistern. Das Ritual konnte kommen..
Vor ihr ausgebreitet lag ein Sammelsurium verschiedener Sachen. Auf ihren Knien ruhte eine kleine Holzschale, sorgsam wählte sie die Kräuter aus die in der Schale vermischt wurden, immer wieder schnupperte sie prüfend, dann folgte ein zufriedenes Nicken. Tief durchatmend lehnte sie sich zurück und lies den Blick zur Treppe gleiten, das Rot der Glut im Erdgeschoss verblasste mehr und mehr, bis schließlich nur noch die Laterne ein wenig Licht spendete. Sie griff zum Mörser und klaubte aus den verschiedenen Sachen am Tisch einen kleinen Vogelschädel. Einige Male dreht sie den Schädel zwischen ihren Fingern, dann starrte sie in die dunklen leeren Augenhöhlen als wollte sie darin etwas erkennen. Kurz darauf legte sie den Schädel behutsam in den Mörser und zerkleinerte ihn zu einem feinen weißen Pulver. Auch das Pulver fand den Weg in die Schale mit den Kräutern und sie vermischte alles gleichmäßig, dann füllte sie das Gemisch in ein kleines Säckchen und packte es in ihre Tasche.
Die Nacht für war für sie noch lange nicht vorbei. Sie packte ihre Wolfsmütze und zog sie auf, dann verließ sie die Hütte und marschierte in die Nacht hinaus. Der Himmel war wolkenbehangen in dieser Nacht und so schaffte es der Mond nur vereinzelt etwas Licht in der Dunkelheit zu spenden. Es war an der Zeit die Opfergaben für die Totems zu beschaffen. Am Waldrand hielt sie inne und legt den Kopf in den Nacken, ihr Blick folgte einer Wolke die sich über den Nachthimmel schob, dann schloss sie die Augen. Nur einen Moment später öffnete sie diese wieder und die Augen funkelten in einem hellen Gelbton. Aus ihrem Mund wuchsen Fangzähne, aus ihren Händen schlugen Krallen hervor und ihr Körper wurde von einem dichten Fell bedeckt. Ein lautes kräftiges Heulen unterbrach die Stille der Nacht, nachdem die Verwandlung beendet war. Wo gerade noch die Thyrin stand, steht jetzt eine stattliche Wölfin. Das glänzende Fell erstreckt sich von Weißtönen über Grau bis hin zu einigen Braunen stellen am Rücken. Erstmal plumpste die Wölfin auf ihr Hinterteil und begann sich ausgiebig mit der Hinterpfote am rechten Ohr zu kratzen.
Heftig schüttelte sich der Kopf, sie war nicht hier um sich zu kratzen, sie musste jagen. Langsamen Schrittes führten ihre Pfoten sie in den Wald, sie schlich durch das dichte Unterholz und versuchte Fährten von Beutetieren aufzunehmen. Ausgiebig schnupperte sie am moosigen Waldboden und lauschte in die Dunkelheit hinein. Eine Weile streunte sie durch den Wald, bis sie auf einer größeren Lichtung einen Hasen sitzen sah der genüsslich am Gras knabberte. Sofort duckte sie sich und schlich vorsichtig näher an den Hasen heran. Aus dem Hinterhalt rannte die Wölfin los und stürzte sich mit einem Sprung auf das ahnungslose Opfer was so schnell nicht reagieren konnte. Ein kräftiger Biss in den Nacken des Hasen beendete dessen Leben, Blut lief ihr ins Maul, sie schüttelte sich. Es wäre ein leichtes gewesen die Beute noch an Ort und Stelle zu verschlingen. Sie musste ihren Geist klar behalten, sich gegen die tierischen Instinkte zur Wehr setzen, das Tier nicht die Überhand gewinnen lassen. Sie brauchte dieses Opfer für ihr Ritual. Mit dem Hasen im Maul schlich die Wölfin weiter durch den Wald, vor einem Mauseloch machte sie halt. Noch ein weiteres Opfer brauchte sie heute Nacht. Sie legte sich auf die Lauer, den toten Hasen in sicherem Abstand und wartete bis eine Maus aus dem Loch zum Vorschein kam, auch hier stürzte sie sich Blitzschnell auf die Beute und tötete sie ebenso mit einem gezieltem Biss. Nach erfolgreicher Jagd verwandelte sie sich zurück, griff nach Hase und Maus und verlies den Wald für diese Nacht mit einem zufriedenem Lächeln auf den Lippen.
Die Nacht war kurz, schon mit den ersten Sonnenstrahlen verließ sie ihre Felle wieder. Die Beute der Nacht war kühl verstaut, nun griff sie sich eine Angel und einige Köder und marschierte in Richtung des Flusses um dort einen Fisch zu fangen, was ihr auch nach einiger Zeit gelang. Auch dieser wurde zu den anderen Opfergaben gelegt und kühl gehalten. Nun hatte sie alle Opfergaben zusammen, für Hirsch hatte sie schon vorher Eicheln, Äste mit frischen Knospen, Beeren und Kastanien gesammelt. Zuversicht begleitete sie, das die ausgewählten Opfergaben den Totems gefallen würden. Nun ging es noch darum sich vor dem Wahnsinn zu schützen den die neue Macht des Geisterwächters mit sich bringen kann. Aett für Aett ging sie durch und suchte passende Runen für sich aus, die sie schützen und stärken sollten. Sie entschied sich für die Runen: Thurisaz, Raido, Teiwaz und Ehwaz. Thurisaz sollte sie vor dem unbekannten schützen, Schutz geben um nicht dem Wahnsinn der Macht zu verfallen. Raido sollte ihr den rechten Weg weißen, sie soll ihr den Weg zur Weisheit und Erkenntnis ebnen. Teiwaz wählte sie da eine neue Verantwortung auf sie zukommen würde sollte sie das Band mit dem Geisterwächter eingehen. Es war an der Zeit für sie Verantwortung zu Übernehmen für sich und das gesamte Rudel. Ehwaz steht für den Willen, ihren unbrechbaren Willen alle Hindernisse die sich ihr in den Weg stellen zu überwinden und stärker zu werden um dem Rudel zu helfen und es vor den Gefahren die überall lauern zu schützen. Zufrieden nickte sie abschließend bei ihrer Auswahl, diese Runen würden beim Ritual ihren Körper zieren und ihr helfen die Aufgabe zu meistern. Das Ritual konnte kommen..
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Yri Wikrah
Die Fellmütze tief ins Gesicht gezogen, stapfte sie durch den Hain. Die eisigen Winde wirbelten die dicken Schneeflocken wild umher und forderte sie zum tanze auf. Ihre Gesicht hatte schon das Rot der Haare angenommen, welche unter der dicken Fellmütze hervor schauten und ebenso wild mit dem Wind tanzten. Sie stellte sich an die steilen Klippen, das aufgewühlte Meer zu ihren Füßen. Dann breitete sie die Arme leicht aus, schloss die Augen, streckte die Nase in den Wind und atmete tief durch, sichtlich schien sie den Augenblick und das Wetter zu genießen. Die Schneeflocken gepaart mit der gefrorenen Gischt umspielten ihr Gesicht und ließen dies noch ein weniger roter erscheinen. Doch ihr Weg führte sie nicht umsonst an die Klippen. Hier im eisigen Wind hoffte sie etwas zu finden, einen Hinweis, eine Spur der sie folgen könnte. Sie spürte wie energisch die Banshee ihr Unwesen auf See trieb und ihre Finger schon nach dem Festland ausstreckte. Der Wut der Banshee wurde jedoch Einhalt geboten, zwischen den rauen wütenden klängen spürte Yri etwas sanftes und beruhigendes im Wind. Etwas das den Sturm zu zügeln schien, die Dame im Wind stellte sich der Banshee entgegen. Für einen kurzen Moment flaute der kalte Wind ab, beinahe fühlte es sich an als würde eine warme Brise Yris Gesicht umschmeicheln. Vor ihren Augen tat sich plötzlich ein verschwommenes Bild auf, nur langsam wurde es klarer und so schnell wie es kam verschwand es auch schon wieder. In den Sekunden in denen Yri das Bild sah erkannte sie einige uralte Bäume welche in einer Art Sumpf zu stehen schienen. Ihr Haupt senkte sich wieder und ein sachtes Lächeln formte sich auf ihren Lippen als sie einen leisen Dank in Richtung der Dame im Wind sprach, dann wandte sie sich von den Klippen ab.
In dieser Nacht hatte sie einen erholsamen Schlaf, wusste sie doch, auch wenn nur ungefähr, wo sie ihr nächster Weg hinführen würde. Waelkyrige hatte ihr drei Mondläufe Zeit gegeben um ihre Werkzeuge zu fertigen, Werkzeuge die für eine Geisterruferin essentiell waren. So sprang sie schon früh aus den Fellen in der Weiberhütte, machte sich fertig und verlies Wulfgard durch das Tor in Richtung Westen. Zunächst folgte sie noch den Wegen, doch irgendwann verlies sie diese und bahnte sich ihren Weg durch die Wälder, dabei hatte sie immer das Bild vor Augen was sie am Vorabend sah. Immer tiefer ging sie in den Wald hinein, langsam änderte sich der Waldboden unter ihren Füßen, war er eben noch fest spürte sie wie der Waldboden je weiter sie lief irgendwie weicher wurde. Einzelne größere Pfützen und Tümpel taten sich vor ihr auf, ein kurzes nicken folgte, hier musste sie auf dem richtigen Weg sein. Nachdem sie ihren Weg weiter fortgesetzt hatte wandelte sich der Boden zu einer Art Morast in der sie schon leicht mit ihren Stiefeln versank.
Suchend blickte sie sich immer wieder um, irgendwo hier musste es sein, sie war nun mitten im Sumpf angekommen und versuchte einen halbwegs guten Weg hindurch zu finden. In ihrer Nähe platsche etwas laut in das Sumpfwasser, hastig schaute sie sich um, dann legtes sich ein leichtes grinsen auf ihre Lippen. An der Stelle wo das platschen herkam sah sie einige Wasser und Erdgeister umher tollen, welche sich sichtlich zu amüsieren schienen. Sie sprangen umher, vereinigten sich und liesen sich in das Wasser fallen, dabei kicherten sie vergnügt. Als sie auf die Schamanin aufmerksam wurden, hielten sie in ihrem Treiben kurz inne und beobachteten sie, Yri lächelte kurz und neigte ihnen das Haupt respektvoll entgegen, noch kurz starrten die Geister sie an, dann machten sie mit fröhlichem Kichern weiter. Yri ihrerseits stapfte weiter langsam durch den Morast, dabei gingt sie vorsichtig Schritt für Schritt um nicht in ein tieferes Loch zu treten und komplett nass zu werden. Wieder drang ein kichern an ihre Ohren, abgelenkt folgte sie den Stimmen mit ihrem Blick, just in dem Moment schob sich etwas aus dem Sumpf genau vor ihr ein Stück nach oben. Mit einem lauten Platsch landete Yri bäuchlings im Sumpfwasser, nachdem sie an dem Gegenstand hängen geblieben war. Sie hob den Kopf an, versuchte sich das Matschwasser aus dem Gesicht zu wischen und fluchte dabei lautstark vor sich her. Yri drehte sich etwas und versuchte wieder aus dem Wasser aufzustehen, dabei hörte sie erneut das Kichern, dieses mal jedoch viel näher als zuvor. Es klang auch anders, irgendwie spöttisch als ob man jemandem einem Streich gespielt hat. Als sie sich aufgerichtet hatte, sah sie kurz an sich hinab, ihre komplette Kleidung war voll Schlamm und sie war bis zu den Zehen durchnässt. Mit einem Knurren sah sie an die Stelle zurück wo sie ins Stolpern geriet. Einige Male musste sie Blinzeln um den Fokus wieder zu finde, dann sah sie über der Stelle wieder die Wasser- und Erdgeister. Fröhlich lachend tanzten sie umher, dann kamen sie zu Yri rüber stupsten sie kurz an der noch matschigen Nase und flogen zurück zu der Stelle wo Yri stürzte. Nach einem weiteren kurzen Kichern tauchten sie in den Sumpf ein und verschwanden. Die bedröppelte Schamanin schüttelte kurz mit einem Grinsen den Kopf, dann sah sie wieder zur Stelle wo die Geister eintauchten. Dort ragte etwas aus dem Wasser hinaus, Yri stapfte näher heran, das war sicher das Ding worüber sie stolperte. Die Geister mussten es ihr frecher weisse in den Weg gelegt haben. Sie zog an dem Ding was aussah wie ein Stock, dabei schien der Stock länger zu sein als Gedacht, er hing tief im Morast fest und es brauchte einiges an Kraft um ihn heraus zu ziehen. Als der Stock sich endlich löste, wäre sie beinahe erneut in den Sumpf gefallen diesmal aber rücklings, sie konnte sich aber gerade noch halten. Sie drehte den mit Matsch bedeckten Stock in ihren Händen, es war ein beachtlicher Stock, der gar ein Stück länger war als Yri selbst. Einige Minuten stand sie Regungslos da und starrte auf den Stab, das musste es sein, deswegen hatte die Dame im Wind sie hier her geschickt und mit einem kleinen Stups der Geister hatte sie den Stab gefunden. Sie drückte den matschigen Stab kurz an sich und dankte den Geistern für ihre Hilfe, sie lies einige Beeren für die Geister zurück an denen sie sich erfreuen konnten.
Zurück in Wulfgard machte sie sich sofort daran den Stab zu säubern, zunächst entfernte sie die Matschschicht und andere Verunreinigungen. Den sauberen Stab betrachtete sie nochmals ganz genau, es schien der Ast einer Sumpfesche zu sein. Er musste schon viele Jahre im Moras gelegen haben, dadurch wurde er perfekt konserviert und war ein idealer Stab für sie, mit dem man auch kämpfen könnte. Der Stab war nicht gerade, doch genau das, fand Yri, machte seinen Charme aus, es war ein knorriger Stab mit einigen Ausläufen an denen früher andere Äste gewesen sein müssen.
Der Anblick des Stabs zauberte Yri ein lächeln auf die Lippen, sie hatte ihr erstes Werkzeug gefunden, nun musste sie es noch verzieren und es zu ihrem eigen machen. Erst kürzlich hatte sie im Wald um Sturmouwe den Kadaver eines jungen Rehbocks gefunden, sie hatte den Schädel abgetrennt und ihn vom verwesenden Fleisch gereinigt, so das nur der blanke Knochen mit dem Geweih übrig blieb, den Unterkiefer des Rehbocks entfernte sie ebenso. Dieser Schädel eignete sich perfekt für ihren Stab, er hatte eine gute Größe und das noch kleine Geweih daran machte doch etwas her. Sie zog sich zurück in die Schamanenhütte, mit einem kleinen Dolch begann sie dann ihren Rehschädel zu verzieren. In einem Kreis auf der Stirn des Rehs ritzte sie vier Runen ein:
Teiwaz - Die Verantwortung, sollte sie stets daran erinnern welche Verantwortung ihre Aufgabe als Geisterruferin mit sich bringt .
Ansuz - Der Anführer, im Zusammenspiel mit Jarl und Ahnenwächtern stellt der Schamane den geistigen Führer dar, es ist ihre Aufgabe den Jarl zu beraten und wenn nötig auch einzugreifen sollte etwas nicht gerecht sein, daran würde sie diese Rune erinnern.
Mannaz - Das Rudel, erinnerte sie daran für das Rudel da zu sein, die Ängste und Sorgen eines jeden ernst zu nehmen, für jeden Claner ein offenes Ohr und einen Rat zu haben. Jedoch auch über das Rudel zu wachen, sie zu warnen oder zu ermahnen sollte die Zeit dafür gekommen sein.
Kenaz - Das Auge/die Weisheit, es würde noch lange dauern bis sie all die Weisheit erlangt hat die sie benötigt, sollte es überhaupt jemand möglich sein. Es gab immer etwas zu lernen, daran würde sie die Rune erinnern, vielleicht wird die Rune ihr auch dabei helfen ihren weiteren Weg zu erleuchten.
Sorgsam hatte sie die Runen eingeritzt und noch weitere verzierungen hinein geritzt, nun wurde noch etwas Farbe ins Spiel gebracht mit Feuer und Asche wurde einges geschwärzt geschwärzt um deutlich zum Vorschein zu kommen, mit Blut und Knochenmehl bemalte sie weitere Sachen der Verzierung. Sie betrachtete ihr Werk und nickte zufrieden. Nun hob sie den Schädel an, hielt ihn vor ihr Gesicht und starrte in die leeren Augenhöhlen. Irgendetwas fehlte noch, was sagte Waelkyrige noch gleich? Die Augen sollen aus einem Stein sein der dir am nächsten steht, ja das war es. Sie nahm den Schädel und ihren Stab und marschierte wieder ins Fort zurück. In der Weiberkammer angekommen ging sie zu ihren Fellen und öffnete ihre kleine Kiste mit den Habseligkeiten. Hier hatte sie schon eine beachtliche Sammlung an verschiedenen Steinen zusammen gestellt. Sie nahm einen der funkelnden Steine nach dem anderen Zur Hand, eine Vielzahl verschiedener Farben war es. Doch wusste sie schon welche Farbe es sein sollte, Feuerrote Rubine sollten es werden. Diese passten nicht nur zu ihren Haaren, sie mochte das Feuer irgendwie und fühlte sich zu diesem Element besonders hingezogen. Es dauerte nicht lange da hatte sie zwei passende Rubine gefunden. Mit etwas Anlauf und Fingerspitzengefühl gelang es ihr sogar die Rubine in die Augenhöhlen des Schädel einzufassen. Sie hatte auch noch einige kleinere schöne Rubine, welche sie ebenfalls in den Schädel einarbeitete Erneut wurde der Schädel hin und her gedreht, nun starrten ihr die beiden funkelnden Rubinaugen entgegen. Fast war ihr Werk vollendet, zum Abschluss nahm sie etwas Flechtwerk zur Hand was stabil genug war um den Schädel mit dem Stab zu verbinden. So befestigte sie den Schädel ein Stück unterhalb des oberen Ende ihres Stabes. Prüfend rüttelte und schüttelte sie den Stab dann einige Male Probehalber, dann erneut ein kräftiges Nicken und sie lächelte zufrieden ob des Ergebnisses. Ihr Stab war fertig, sicher würde sie im Laufe der Zeit noch ein paar weitere kleine Knochen oder andere Gegenstände hinzufügen, doch für den Anfang war sie mehr als zufrieden.
In dieser Nacht hatte sie einen erholsamen Schlaf, wusste sie doch, auch wenn nur ungefähr, wo sie ihr nächster Weg hinführen würde. Waelkyrige hatte ihr drei Mondläufe Zeit gegeben um ihre Werkzeuge zu fertigen, Werkzeuge die für eine Geisterruferin essentiell waren. So sprang sie schon früh aus den Fellen in der Weiberhütte, machte sich fertig und verlies Wulfgard durch das Tor in Richtung Westen. Zunächst folgte sie noch den Wegen, doch irgendwann verlies sie diese und bahnte sich ihren Weg durch die Wälder, dabei hatte sie immer das Bild vor Augen was sie am Vorabend sah. Immer tiefer ging sie in den Wald hinein, langsam änderte sich der Waldboden unter ihren Füßen, war er eben noch fest spürte sie wie der Waldboden je weiter sie lief irgendwie weicher wurde. Einzelne größere Pfützen und Tümpel taten sich vor ihr auf, ein kurzes nicken folgte, hier musste sie auf dem richtigen Weg sein. Nachdem sie ihren Weg weiter fortgesetzt hatte wandelte sich der Boden zu einer Art Morast in der sie schon leicht mit ihren Stiefeln versank.
Suchend blickte sie sich immer wieder um, irgendwo hier musste es sein, sie war nun mitten im Sumpf angekommen und versuchte einen halbwegs guten Weg hindurch zu finden. In ihrer Nähe platsche etwas laut in das Sumpfwasser, hastig schaute sie sich um, dann legtes sich ein leichtes grinsen auf ihre Lippen. An der Stelle wo das platschen herkam sah sie einige Wasser und Erdgeister umher tollen, welche sich sichtlich zu amüsieren schienen. Sie sprangen umher, vereinigten sich und liesen sich in das Wasser fallen, dabei kicherten sie vergnügt. Als sie auf die Schamanin aufmerksam wurden, hielten sie in ihrem Treiben kurz inne und beobachteten sie, Yri lächelte kurz und neigte ihnen das Haupt respektvoll entgegen, noch kurz starrten die Geister sie an, dann machten sie mit fröhlichem Kichern weiter. Yri ihrerseits stapfte weiter langsam durch den Morast, dabei gingt sie vorsichtig Schritt für Schritt um nicht in ein tieferes Loch zu treten und komplett nass zu werden. Wieder drang ein kichern an ihre Ohren, abgelenkt folgte sie den Stimmen mit ihrem Blick, just in dem Moment schob sich etwas aus dem Sumpf genau vor ihr ein Stück nach oben. Mit einem lauten Platsch landete Yri bäuchlings im Sumpfwasser, nachdem sie an dem Gegenstand hängen geblieben war. Sie hob den Kopf an, versuchte sich das Matschwasser aus dem Gesicht zu wischen und fluchte dabei lautstark vor sich her. Yri drehte sich etwas und versuchte wieder aus dem Wasser aufzustehen, dabei hörte sie erneut das Kichern, dieses mal jedoch viel näher als zuvor. Es klang auch anders, irgendwie spöttisch als ob man jemandem einem Streich gespielt hat. Als sie sich aufgerichtet hatte, sah sie kurz an sich hinab, ihre komplette Kleidung war voll Schlamm und sie war bis zu den Zehen durchnässt. Mit einem Knurren sah sie an die Stelle zurück wo sie ins Stolpern geriet. Einige Male musste sie Blinzeln um den Fokus wieder zu finde, dann sah sie über der Stelle wieder die Wasser- und Erdgeister. Fröhlich lachend tanzten sie umher, dann kamen sie zu Yri rüber stupsten sie kurz an der noch matschigen Nase und flogen zurück zu der Stelle wo Yri stürzte. Nach einem weiteren kurzen Kichern tauchten sie in den Sumpf ein und verschwanden. Die bedröppelte Schamanin schüttelte kurz mit einem Grinsen den Kopf, dann sah sie wieder zur Stelle wo die Geister eintauchten. Dort ragte etwas aus dem Wasser hinaus, Yri stapfte näher heran, das war sicher das Ding worüber sie stolperte. Die Geister mussten es ihr frecher weisse in den Weg gelegt haben. Sie zog an dem Ding was aussah wie ein Stock, dabei schien der Stock länger zu sein als Gedacht, er hing tief im Morast fest und es brauchte einiges an Kraft um ihn heraus zu ziehen. Als der Stock sich endlich löste, wäre sie beinahe erneut in den Sumpf gefallen diesmal aber rücklings, sie konnte sich aber gerade noch halten. Sie drehte den mit Matsch bedeckten Stock in ihren Händen, es war ein beachtlicher Stock, der gar ein Stück länger war als Yri selbst. Einige Minuten stand sie Regungslos da und starrte auf den Stab, das musste es sein, deswegen hatte die Dame im Wind sie hier her geschickt und mit einem kleinen Stups der Geister hatte sie den Stab gefunden. Sie drückte den matschigen Stab kurz an sich und dankte den Geistern für ihre Hilfe, sie lies einige Beeren für die Geister zurück an denen sie sich erfreuen konnten.
Zurück in Wulfgard machte sie sich sofort daran den Stab zu säubern, zunächst entfernte sie die Matschschicht und andere Verunreinigungen. Den sauberen Stab betrachtete sie nochmals ganz genau, es schien der Ast einer Sumpfesche zu sein. Er musste schon viele Jahre im Moras gelegen haben, dadurch wurde er perfekt konserviert und war ein idealer Stab für sie, mit dem man auch kämpfen könnte. Der Stab war nicht gerade, doch genau das, fand Yri, machte seinen Charme aus, es war ein knorriger Stab mit einigen Ausläufen an denen früher andere Äste gewesen sein müssen.
Der Anblick des Stabs zauberte Yri ein lächeln auf die Lippen, sie hatte ihr erstes Werkzeug gefunden, nun musste sie es noch verzieren und es zu ihrem eigen machen. Erst kürzlich hatte sie im Wald um Sturmouwe den Kadaver eines jungen Rehbocks gefunden, sie hatte den Schädel abgetrennt und ihn vom verwesenden Fleisch gereinigt, so das nur der blanke Knochen mit dem Geweih übrig blieb, den Unterkiefer des Rehbocks entfernte sie ebenso. Dieser Schädel eignete sich perfekt für ihren Stab, er hatte eine gute Größe und das noch kleine Geweih daran machte doch etwas her. Sie zog sich zurück in die Schamanenhütte, mit einem kleinen Dolch begann sie dann ihren Rehschädel zu verzieren. In einem Kreis auf der Stirn des Rehs ritzte sie vier Runen ein:
Teiwaz - Die Verantwortung, sollte sie stets daran erinnern welche Verantwortung ihre Aufgabe als Geisterruferin mit sich bringt .
Ansuz - Der Anführer, im Zusammenspiel mit Jarl und Ahnenwächtern stellt der Schamane den geistigen Führer dar, es ist ihre Aufgabe den Jarl zu beraten und wenn nötig auch einzugreifen sollte etwas nicht gerecht sein, daran würde sie diese Rune erinnern.
Mannaz - Das Rudel, erinnerte sie daran für das Rudel da zu sein, die Ängste und Sorgen eines jeden ernst zu nehmen, für jeden Claner ein offenes Ohr und einen Rat zu haben. Jedoch auch über das Rudel zu wachen, sie zu warnen oder zu ermahnen sollte die Zeit dafür gekommen sein.
Kenaz - Das Auge/die Weisheit, es würde noch lange dauern bis sie all die Weisheit erlangt hat die sie benötigt, sollte es überhaupt jemand möglich sein. Es gab immer etwas zu lernen, daran würde sie die Rune erinnern, vielleicht wird die Rune ihr auch dabei helfen ihren weiteren Weg zu erleuchten.
Sorgsam hatte sie die Runen eingeritzt und noch weitere verzierungen hinein geritzt, nun wurde noch etwas Farbe ins Spiel gebracht mit Feuer und Asche wurde einges geschwärzt geschwärzt um deutlich zum Vorschein zu kommen, mit Blut und Knochenmehl bemalte sie weitere Sachen der Verzierung. Sie betrachtete ihr Werk und nickte zufrieden. Nun hob sie den Schädel an, hielt ihn vor ihr Gesicht und starrte in die leeren Augenhöhlen. Irgendetwas fehlte noch, was sagte Waelkyrige noch gleich? Die Augen sollen aus einem Stein sein der dir am nächsten steht, ja das war es. Sie nahm den Schädel und ihren Stab und marschierte wieder ins Fort zurück. In der Weiberkammer angekommen ging sie zu ihren Fellen und öffnete ihre kleine Kiste mit den Habseligkeiten. Hier hatte sie schon eine beachtliche Sammlung an verschiedenen Steinen zusammen gestellt. Sie nahm einen der funkelnden Steine nach dem anderen Zur Hand, eine Vielzahl verschiedener Farben war es. Doch wusste sie schon welche Farbe es sein sollte, Feuerrote Rubine sollten es werden. Diese passten nicht nur zu ihren Haaren, sie mochte das Feuer irgendwie und fühlte sich zu diesem Element besonders hingezogen. Es dauerte nicht lange da hatte sie zwei passende Rubine gefunden. Mit etwas Anlauf und Fingerspitzengefühl gelang es ihr sogar die Rubine in die Augenhöhlen des Schädel einzufassen. Sie hatte auch noch einige kleinere schöne Rubine, welche sie ebenfalls in den Schädel einarbeitete Erneut wurde der Schädel hin und her gedreht, nun starrten ihr die beiden funkelnden Rubinaugen entgegen. Fast war ihr Werk vollendet, zum Abschluss nahm sie etwas Flechtwerk zur Hand was stabil genug war um den Schädel mit dem Stab zu verbinden. So befestigte sie den Schädel ein Stück unterhalb des oberen Ende ihres Stabes. Prüfend rüttelte und schüttelte sie den Stab dann einige Male Probehalber, dann erneut ein kräftiges Nicken und sie lächelte zufrieden ob des Ergebnisses. Ihr Stab war fertig, sicher würde sie im Laufe der Zeit noch ein paar weitere kleine Knochen oder andere Gegenstände hinzufügen, doch für den Anfang war sie mehr als zufrieden.
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Yri Wikrah
Es war an der Zeit eines ihrer nächsten Werkzeuge herzustellen. Doch dieses Mal würde sie es nicht alleine herstellen,
Zum einen hatte sie keine Ahnung von der Herstellung und zum anderen wollte sie gerne die Claner mit einbinden so es möglich war. Glücklicherweise hatte sich Hekja bereit erklärt ihr bei dem Athame den sie brauchte mit zu helfen, sie war eine erfahrene Runenskjerme und verstand etwas von ihrem Handwerk. Gemeinsam gingen die beiden zur Esse und heizten diese ein. In einem kurzen Gespräch klärten die beiden wie der Athame aussehen sollte und wie sie diesen am besten herstellten. Hekja erklärte Yri am Amboss genau was sie machen sollte, sie gab ihr einen der schweren Hämmer mit dem Yri kräftig auf das glühende Metall einschlagen sollte und es gleichmäßig Formen. Hekja erhitzte das Metall in den glühenden Kohlen der Esse und schon ging es los. Hekja holte das weiss glühende Metall mit einer Zange heraus und packte es auf den Amboss, abwechselnd schlugen die beiden nun mit den schweren Hämmern auf das Metall an. Anfangs hatte Yri sichtbar ihre Mühe das Metall ordentlich zu treffen, doch nach einigen Schlägen schien sie an Sicherheit zu gewinnen und ihre Schläge wurden fester. Nachdem das Metall genug ausgeschlagen wurde, begann Hekja es zu falten. Immer und immer wieder wurde das Metall auf diese weiße bearbeitet und so entstand eine Vielzahl an Schichten die im späteren Dolch ein Muster hervorbringen würden. Obwohl Yri von dem vielen Hämmern schon alles weh tat, versuchte sie Tapfer durchzuhalten. Der Schweiß rann ihr von der Stirn hinunter und sie keuchte schon leise vor sich hin. Nach einer gefühlten Ewigkeit erlöste Hekja sie mit den Worten das der Stahl nun oft genug gefaltet wurde. Nun war es die Aufgabe von Hekja die Feinheiten des Dolches herauszuarbeiten. Zunächst widmete sie sich der Klinge und brachte diese in Form. Anschließend schmiedete Hekja eine kleine Parrierstange mit der Form eines Geweihs und brachte es zusammen mit einem Eschenholzgriff an der Klinge des Dolches an.
Der Dolch war abgekühlt doch noch war die Arbeit nicht beendet. Die beiden machten sich auf den Weg in den Hain.
Der Hain war der richtige Ort um die Rune am Athame anzubringen, denn dort stand die Runenschmiede mit dem Runenfeuergeist Kyriil. Hekja erhitzte den Dolch erneut im Runenfeuer, dann prägte sie mit einem kräftigen Schlag die Rune Thurisaz auf die Klinge. Thurisaz die Rune des Schutzes, des Fokus und der Disziplin die Spitze der Rune fokusiert die Kräfte an einem Punkt. Das sollte ihr hoffentlich bei möglichen Blutriten nützlich sein. Nachdem die Rune aufgebracht wurde war der Dolch ermächtigt durch die Kraft des Runenfeuers und der Runenschmiedin. Hekja überreichte Yri den Dolch und diese bestaunte die Waffe einige Augenblicke. Dann dankte sie Hekja für ihre wundervolle Arbeit und verabschiedete sich mit einem fröhlichen Lächeln von ihr. Der Athame wurde sorgsam eingepackt, bis sie ihn das erste Mal für ein Ritual nutzen würde.
Zum einen hatte sie keine Ahnung von der Herstellung und zum anderen wollte sie gerne die Claner mit einbinden so es möglich war. Glücklicherweise hatte sich Hekja bereit erklärt ihr bei dem Athame den sie brauchte mit zu helfen, sie war eine erfahrene Runenskjerme und verstand etwas von ihrem Handwerk. Gemeinsam gingen die beiden zur Esse und heizten diese ein. In einem kurzen Gespräch klärten die beiden wie der Athame aussehen sollte und wie sie diesen am besten herstellten. Hekja erklärte Yri am Amboss genau was sie machen sollte, sie gab ihr einen der schweren Hämmer mit dem Yri kräftig auf das glühende Metall einschlagen sollte und es gleichmäßig Formen. Hekja erhitzte das Metall in den glühenden Kohlen der Esse und schon ging es los. Hekja holte das weiss glühende Metall mit einer Zange heraus und packte es auf den Amboss, abwechselnd schlugen die beiden nun mit den schweren Hämmern auf das Metall an. Anfangs hatte Yri sichtbar ihre Mühe das Metall ordentlich zu treffen, doch nach einigen Schlägen schien sie an Sicherheit zu gewinnen und ihre Schläge wurden fester. Nachdem das Metall genug ausgeschlagen wurde, begann Hekja es zu falten. Immer und immer wieder wurde das Metall auf diese weiße bearbeitet und so entstand eine Vielzahl an Schichten die im späteren Dolch ein Muster hervorbringen würden. Obwohl Yri von dem vielen Hämmern schon alles weh tat, versuchte sie Tapfer durchzuhalten. Der Schweiß rann ihr von der Stirn hinunter und sie keuchte schon leise vor sich hin. Nach einer gefühlten Ewigkeit erlöste Hekja sie mit den Worten das der Stahl nun oft genug gefaltet wurde. Nun war es die Aufgabe von Hekja die Feinheiten des Dolches herauszuarbeiten. Zunächst widmete sie sich der Klinge und brachte diese in Form. Anschließend schmiedete Hekja eine kleine Parrierstange mit der Form eines Geweihs und brachte es zusammen mit einem Eschenholzgriff an der Klinge des Dolches an.
Der Dolch war abgekühlt doch noch war die Arbeit nicht beendet. Die beiden machten sich auf den Weg in den Hain.
Der Hain war der richtige Ort um die Rune am Athame anzubringen, denn dort stand die Runenschmiede mit dem Runenfeuergeist Kyriil. Hekja erhitzte den Dolch erneut im Runenfeuer, dann prägte sie mit einem kräftigen Schlag die Rune Thurisaz auf die Klinge. Thurisaz die Rune des Schutzes, des Fokus und der Disziplin die Spitze der Rune fokusiert die Kräfte an einem Punkt. Das sollte ihr hoffentlich bei möglichen Blutriten nützlich sein. Nachdem die Rune aufgebracht wurde war der Dolch ermächtigt durch die Kraft des Runenfeuers und der Runenschmiedin. Hekja überreichte Yri den Dolch und diese bestaunte die Waffe einige Augenblicke. Dann dankte sie Hekja für ihre wundervolle Arbeit und verabschiedete sich mit einem fröhlichen Lächeln von ihr. Der Athame wurde sorgsam eingepackt, bis sie ihn das erste Mal für ein Ritual nutzen würde.
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Yri Wikrah
Geschmeidig glitt die scharfe Klinge durch Fell und Haut und tauchte in das schon kalte Fleisch ein. Ein Rest des Blutes, welches noch im Körper verblieben war, trat aus der Einstichwunde aus und färbte die Hände der Schamanin rasch rot.
Sorgsam schnitt sie zunächst an der einen, dann an der anderen Seite der Wirbelsäule entlang, ehe sie mit einem kräftigen Ruck eben jene aus dem leblosen Körper heraus riss. Das Reh, welches als großzügiger Spender der Wirbelsäule diente fand sie im nahe gelegenen Wald, es war bereits verendet als Yri es sah. Doch schien es noch nicht lange tot, hatte die Kälte es doch noch nicht gänzlich zu Eis erstarren lassen. Die blutverschmierte Wirbelsäule wurde sicher in ihrer Tasche verstaut und sie löste noch das Fell vom Körper, das konnte man schließlich immer gebrauchen.
Den Rest des Tieres lies sie im Wald zurück, es würde das überleben der anderen Waldbewohner sichern und diesen als Nahrung dienen. Zufrieden wirkend machte sie sich wieder auf den Heimweg.
In der Schamanenhütte angekommen, klopfte sie sich den Schnee von den Fellen und schüttelte ihre Wolfsmütze aus.
Die Tasche wurde am Feuer abgelegt, dann griff sie nach den gestapelten Holzscheiten und gab zwei Stück auf die noch glühenden Reste des Feuers. Für einen Moment sah sie abgelenkt ins Feuer und beobachtete die Feuergeister wie sie sich fröhlich über das trockene Holz her machten und es Stück für Stück entflammten. Ein kurzes Grinsen huschte über ihre Züge, dann schüttelt sie leicht den Kopf und löste so den Blick wieder vom Feuer. Schließlich lies sie sich auf den Fellen nieder und zog ihre Tasche zu sich rüber. Aus der Tasche zog sie die Wirbelsäule, dann griff sie zum Dolch. Behutsam löste sie die Fleischreste die am Knochengerippe hingen ab, entfernte alle Sehnen und das Rückenmark. Sie Sammelte alles in einer kleinen Schüssel, welche sie nach getaner Arbeit vor die Tür der Hütte stellte, wo sich bedienen konnte wer wollte. Nachdem die Knochen vom gröbsten befreit waren, begann sie damit die einzelnen Wirbel voneinander zu lösen. Sie suchte sich die schönsten Knochen aus und legte sie achtsam beiseite, die anderen fanden wieder ihren Weg in die Schüssel. Die ausgewählten Knochen legte sie in ihren Schoß und machte sich mit dem Dolch daran, diese komplett zu säubern und auch die letzte Verunreinigung daran zu entfernen. Nach und nach waren die Knochen von allem befreit und wanderten in einen Lederbeutel.
Der letzte Knochen wurde in den Beutel gepackt, dann erhob sie sich vom Lagerfeuer und verließ die Schamanenhütte. Es war an der Zeit die Runen auf die Knochen zu ritzen, so sollten die Knochen ihr nächstes Werkzeug werden. Schnellen Schrittes trat sie vor die riesigen Menhire, die den Weg in den Hain versperrten. Sie reckte ihren Stab nach vorn und tockte damit sachte gegen einen der Menhire, kurz darauf zittere die Erde leicht und der Menhir wanderte wie von Zauberhand ein Stück zur Seite und gab den Weg in den Hain frei.
Yri trat mit festen Schritten in den Hain. Ein vertrauter Ort, ein heiliger Ort, an dem sich für sie die Stimmen der Geister mit dem Flüstern des Windes vermischten. Sie trat an das Feuer heran, ließ sich mit gekreuzten Beinen auf einem der Baumstämme nieder und zog den Lederbeutel aus ihrer Tasche.
Mit ruhigen Fingern nahm sie den ersten Knochen heraus, betrachtete ihn im Schein der lodernden Flammen und ließ ihren Dolch über die glatte Oberfläche gleiten. Die Klinge ritzte präzise, hauchte dem Knochen Leben ein, als sie eine erste Rune hineinritzte. Während sie arbeitete, murmelte sie ab und an leise vor sich hin, immer wieder waren dabei die Namen der Runen zu vernehmen die sie Ritze und für was sie standen.
Eine Rune nach der anderen entstand unter ihrer Hand, jede mit Bedacht gewählt, jede mit einer Bestimmung versehen. Schutz, Weisheit, Kraft, Verlust, Tod, Zerstörung – sie wusste, welche Zeichen ihr dienen würden, wusste, welche Runen ihr helfen würden Dinge zu erkennen. Das Feuer knisterte leise, der Nachtwind strich durch die kahlen Äste, während Yri versunken in ihre Arbeit die Zeit vergaß.
Als die letzte Rune vollendet war, legte sie den Dolch beiseite und strich mit den Fingern über die Knochen. Die Augen wurden geschlossen und sie atmete tief ein, dann konzentrierte sie sich auf ihre Umgebung und versuchte die Geister zu locken um ihre Runen mit Macht zu erfüllen. Ein leises Wispern gepaart mit einem lauen Windzug ging durch den Hain, fast so, als hätten die Geister ihren Segen gegeben. Zufrieden nickte sie, sammelte die Knochen in den Beutel zurück und erhob sich schließlich. Doch noch war ihre Arbeit nicht beendet. Sie streckte ihre Hand nach vorn, und konzentrierte sich für den Moment erneut, kleine Partikel stiegen auf und kreisten umeinander her. Nach kurzer Zeit festigte sich ihr Schamanenstab in ihrer Hand, welchen sie fest umgriff und kurz musterte. Zwei übrig gebliebene Knochen befestigte sie an ihrem Stab. Jeder Knoten, jede Wicklung aus Leder war bedacht gesetzt, bis sie schließlich zufrieden auf ihr Werk blickte. Die verzierten Knochen klapperten leise, als sie den Stab schwang. Mit sicherem Griff umklammerte sie ihren Stab und trat aus dem Hain hinaus, zurück in die Dunkelheit der Nacht, zurück nach Wulfgard.
Sorgsam schnitt sie zunächst an der einen, dann an der anderen Seite der Wirbelsäule entlang, ehe sie mit einem kräftigen Ruck eben jene aus dem leblosen Körper heraus riss. Das Reh, welches als großzügiger Spender der Wirbelsäule diente fand sie im nahe gelegenen Wald, es war bereits verendet als Yri es sah. Doch schien es noch nicht lange tot, hatte die Kälte es doch noch nicht gänzlich zu Eis erstarren lassen. Die blutverschmierte Wirbelsäule wurde sicher in ihrer Tasche verstaut und sie löste noch das Fell vom Körper, das konnte man schließlich immer gebrauchen.
Den Rest des Tieres lies sie im Wald zurück, es würde das überleben der anderen Waldbewohner sichern und diesen als Nahrung dienen. Zufrieden wirkend machte sie sich wieder auf den Heimweg.
In der Schamanenhütte angekommen, klopfte sie sich den Schnee von den Fellen und schüttelte ihre Wolfsmütze aus.
Die Tasche wurde am Feuer abgelegt, dann griff sie nach den gestapelten Holzscheiten und gab zwei Stück auf die noch glühenden Reste des Feuers. Für einen Moment sah sie abgelenkt ins Feuer und beobachtete die Feuergeister wie sie sich fröhlich über das trockene Holz her machten und es Stück für Stück entflammten. Ein kurzes Grinsen huschte über ihre Züge, dann schüttelt sie leicht den Kopf und löste so den Blick wieder vom Feuer. Schließlich lies sie sich auf den Fellen nieder und zog ihre Tasche zu sich rüber. Aus der Tasche zog sie die Wirbelsäule, dann griff sie zum Dolch. Behutsam löste sie die Fleischreste die am Knochengerippe hingen ab, entfernte alle Sehnen und das Rückenmark. Sie Sammelte alles in einer kleinen Schüssel, welche sie nach getaner Arbeit vor die Tür der Hütte stellte, wo sich bedienen konnte wer wollte. Nachdem die Knochen vom gröbsten befreit waren, begann sie damit die einzelnen Wirbel voneinander zu lösen. Sie suchte sich die schönsten Knochen aus und legte sie achtsam beiseite, die anderen fanden wieder ihren Weg in die Schüssel. Die ausgewählten Knochen legte sie in ihren Schoß und machte sich mit dem Dolch daran, diese komplett zu säubern und auch die letzte Verunreinigung daran zu entfernen. Nach und nach waren die Knochen von allem befreit und wanderten in einen Lederbeutel.
Der letzte Knochen wurde in den Beutel gepackt, dann erhob sie sich vom Lagerfeuer und verließ die Schamanenhütte. Es war an der Zeit die Runen auf die Knochen zu ritzen, so sollten die Knochen ihr nächstes Werkzeug werden. Schnellen Schrittes trat sie vor die riesigen Menhire, die den Weg in den Hain versperrten. Sie reckte ihren Stab nach vorn und tockte damit sachte gegen einen der Menhire, kurz darauf zittere die Erde leicht und der Menhir wanderte wie von Zauberhand ein Stück zur Seite und gab den Weg in den Hain frei.
Yri trat mit festen Schritten in den Hain. Ein vertrauter Ort, ein heiliger Ort, an dem sich für sie die Stimmen der Geister mit dem Flüstern des Windes vermischten. Sie trat an das Feuer heran, ließ sich mit gekreuzten Beinen auf einem der Baumstämme nieder und zog den Lederbeutel aus ihrer Tasche.
Mit ruhigen Fingern nahm sie den ersten Knochen heraus, betrachtete ihn im Schein der lodernden Flammen und ließ ihren Dolch über die glatte Oberfläche gleiten. Die Klinge ritzte präzise, hauchte dem Knochen Leben ein, als sie eine erste Rune hineinritzte. Während sie arbeitete, murmelte sie ab und an leise vor sich hin, immer wieder waren dabei die Namen der Runen zu vernehmen die sie Ritze und für was sie standen.
Eine Rune nach der anderen entstand unter ihrer Hand, jede mit Bedacht gewählt, jede mit einer Bestimmung versehen. Schutz, Weisheit, Kraft, Verlust, Tod, Zerstörung – sie wusste, welche Zeichen ihr dienen würden, wusste, welche Runen ihr helfen würden Dinge zu erkennen. Das Feuer knisterte leise, der Nachtwind strich durch die kahlen Äste, während Yri versunken in ihre Arbeit die Zeit vergaß.
Als die letzte Rune vollendet war, legte sie den Dolch beiseite und strich mit den Fingern über die Knochen. Die Augen wurden geschlossen und sie atmete tief ein, dann konzentrierte sie sich auf ihre Umgebung und versuchte die Geister zu locken um ihre Runen mit Macht zu erfüllen. Ein leises Wispern gepaart mit einem lauen Windzug ging durch den Hain, fast so, als hätten die Geister ihren Segen gegeben. Zufrieden nickte sie, sammelte die Knochen in den Beutel zurück und erhob sich schließlich. Doch noch war ihre Arbeit nicht beendet. Sie streckte ihre Hand nach vorn, und konzentrierte sich für den Moment erneut, kleine Partikel stiegen auf und kreisten umeinander her. Nach kurzer Zeit festigte sich ihr Schamanenstab in ihrer Hand, welchen sie fest umgriff und kurz musterte. Zwei übrig gebliebene Knochen befestigte sie an ihrem Stab. Jeder Knoten, jede Wicklung aus Leder war bedacht gesetzt, bis sie schließlich zufrieden auf ihr Werk blickte. Die verzierten Knochen klapperten leise, als sie den Stab schwang. Mit sicherem Griff umklammerte sie ihren Stab und trat aus dem Hain hinaus, zurück in die Dunkelheit der Nacht, zurück nach Wulfgard.
Zuletzt geändert von Yri Wikrah am Dienstag 11. März 2025, 20:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Yri Wikrah
In einer der wenigen ruhigen Minuten nahm sie sich etwas Zeit, setzte sich hin und überlegte ihr weiteres Vorgehen. Einige ihrer Werkzeuge hatte die junge Schamanin schon hergestellt, dabei halfen ihr die Claner oder aber sie legte selbst Hand an. Nun war es an der Zeit für ein weiteres Werkzeug, Waelkyrige sagte ihr sie brauche noch ein Rauchfass. Ein Gefäß in dem sie Kräuter oder andere Sachen verbrennen konnte bei Ritualen oder anderen Anlässen. Es musste also stabil genug sein und auch noch Hitze aushalten.
Yri beschloss, ihr Rauchfass aus Ton herzustellen. Sie wusste, dass Ton nicht nur stabil und hitzebeständig war, sondern auch die Energie der Erde in sich trug. Sie machte sich auf den Weg zu einem nahegelegenen Fluss, wo sie den besten Ton der Gegend fand. Zunächst galt es etwas des matschigen Materials einzusammeln, dafür hatte sie eine kleine Schaufel und einen Eimer mitgenommen.
Mit dem gesammelten Lehm machte sie sich auf den Weg zurück nach Wulfgard um sich dort im Bereich der Hände einen Platz zu suchen an dem sie arbeiten konnte. Mit etwas ungeschickten Händen formte sie das Gefäß, wobei sie sorgsam darauf achtete, dass es die richtige Größe und Stärke hatte. Je länger sie ihr Rauchfass formte, desto mehr Sicherheit bekam sie bei der Arbeit mit dem Lehm. Nachdem das Rohteil des Rauchfasses fertiggestellt war, setzte sich Yri hin und überlegte, wie sie es verzieren könnte. Die Triskelen, alte Symbole des ewigen Kreislaufs des Lebens, kamen ihr in den Sinn. Mit einem feinen Werkzeug begann sie, die Triskelen in den noch feuchten Ton zu ritzen, jede Linie präzise und bedeutsam.
Die Verzierungen sollten nicht nur das Rauchfass schmücken, sondern ihm auch eine tiefere Bedeutung verleihen, um ein Teil von ihr zu werden. Auch Runen lies sie wieder in die Verzierung mit einfließen, in diesem Fall wählte sie Ansuz, Kenaz und Eihwaz. Ansuz der Anführer, gesegnet mit Autorität sollte es ihr helfen bei Ritualen stets die Oberhand zu behalten so das ihr nichts entgleiten konnte. Kenaz das Auge, die Weissheit und Weitsicht sollte ihr helfen neues zu entdecken und stets Wachsam zu sein. Eihwaz die Wegekreuzung, Ängste oder auch der Tod, sollte sie stets mahnen das nichts im Leben einfach ist und auch ein kleiner Fehler den sicheren Tod bedeuten konnte, Angst vor falschen Entscheidungen und taten gehören zum Leben, deshalb muss man weise wählen welchen Weg man einschlagen möchte.
Nachdem sie die Verzierungen vollendet hatte, ließ Yri das Rauchfass trocknen und brannte es anschließend in einem großen Feuer, das sie eigens dafür entfacht hatte. Die Flammen tanzten und warfen ein mystisches Licht auf das Gefäß, das nun eine harte, haltbare Oberfläche hatte. Stolz nahm Yri das fertige Rauchfass in ihre Hände und konzentrierte sich, dabei die Augen langsam schließend. Sie lauschte für einen Moment ihrem Herzschlag, dann wankte ihr Oberkörper leicht im Takt mit sie trat mit den Geistern der Elemente in Kontakt und wob etwas der Elementarmagie in das Rauchfass ein. Einen Wimpernschlag lang schienen die Runen auf dem Gefäß aufzuglühen, dann spürte Yri wie die macht das Gefäß durchfloss.
Nun war sie bereit für die kommenden Rituale und wusste, dass dieses Rauchfass ein mächtiger Begleiter auf ihrem Weg als Schamanin sein würde. Mit einem Lächeln auf den Lippen und einem Gefühl der Vollendung betrachtete Yri ihr vollendetes Werk, bereit, für die Nächsten Aufgaben.
Yri beschloss, ihr Rauchfass aus Ton herzustellen. Sie wusste, dass Ton nicht nur stabil und hitzebeständig war, sondern auch die Energie der Erde in sich trug. Sie machte sich auf den Weg zu einem nahegelegenen Fluss, wo sie den besten Ton der Gegend fand. Zunächst galt es etwas des matschigen Materials einzusammeln, dafür hatte sie eine kleine Schaufel und einen Eimer mitgenommen.
Mit dem gesammelten Lehm machte sie sich auf den Weg zurück nach Wulfgard um sich dort im Bereich der Hände einen Platz zu suchen an dem sie arbeiten konnte. Mit etwas ungeschickten Händen formte sie das Gefäß, wobei sie sorgsam darauf achtete, dass es die richtige Größe und Stärke hatte. Je länger sie ihr Rauchfass formte, desto mehr Sicherheit bekam sie bei der Arbeit mit dem Lehm. Nachdem das Rohteil des Rauchfasses fertiggestellt war, setzte sich Yri hin und überlegte, wie sie es verzieren könnte. Die Triskelen, alte Symbole des ewigen Kreislaufs des Lebens, kamen ihr in den Sinn. Mit einem feinen Werkzeug begann sie, die Triskelen in den noch feuchten Ton zu ritzen, jede Linie präzise und bedeutsam.
Die Verzierungen sollten nicht nur das Rauchfass schmücken, sondern ihm auch eine tiefere Bedeutung verleihen, um ein Teil von ihr zu werden. Auch Runen lies sie wieder in die Verzierung mit einfließen, in diesem Fall wählte sie Ansuz, Kenaz und Eihwaz. Ansuz der Anführer, gesegnet mit Autorität sollte es ihr helfen bei Ritualen stets die Oberhand zu behalten so das ihr nichts entgleiten konnte. Kenaz das Auge, die Weissheit und Weitsicht sollte ihr helfen neues zu entdecken und stets Wachsam zu sein. Eihwaz die Wegekreuzung, Ängste oder auch der Tod, sollte sie stets mahnen das nichts im Leben einfach ist und auch ein kleiner Fehler den sicheren Tod bedeuten konnte, Angst vor falschen Entscheidungen und taten gehören zum Leben, deshalb muss man weise wählen welchen Weg man einschlagen möchte.
Nachdem sie die Verzierungen vollendet hatte, ließ Yri das Rauchfass trocknen und brannte es anschließend in einem großen Feuer, das sie eigens dafür entfacht hatte. Die Flammen tanzten und warfen ein mystisches Licht auf das Gefäß, das nun eine harte, haltbare Oberfläche hatte. Stolz nahm Yri das fertige Rauchfass in ihre Hände und konzentrierte sich, dabei die Augen langsam schließend. Sie lauschte für einen Moment ihrem Herzschlag, dann wankte ihr Oberkörper leicht im Takt mit sie trat mit den Geistern der Elemente in Kontakt und wob etwas der Elementarmagie in das Rauchfass ein. Einen Wimpernschlag lang schienen die Runen auf dem Gefäß aufzuglühen, dann spürte Yri wie die macht das Gefäß durchfloss.
Nun war sie bereit für die kommenden Rituale und wusste, dass dieses Rauchfass ein mächtiger Begleiter auf ihrem Weg als Schamanin sein würde. Mit einem Lächeln auf den Lippen und einem Gefühl der Vollendung betrachtete Yri ihr vollendetes Werk, bereit, für die Nächsten Aufgaben.
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Yri Wikrah
Wieder einmal führte sie der Weg an die beeindruckenden Klippen von Sturmouwe. Für eine Augenblick stellte sie sich an den Rand des Abgrunds, schloss die Augen und atmete die raue salzhaltige Luft ein. Die Augenlider öffnet sich langsam wieder und die grünen Augen schauten auf die scheinbar unendliche Weite des Meeres hinaus. Langsam ließ sie sich an der Klippe nieder, die Beine baumelten am Abhang hinunter. Neben dem Hain und dem Fort war das hier einer ihrer Lieblingsplätze, hier konnte sie in Ruhe nachdenken und neue Pläne schmieden. Sie hatte nun schon fast alle Werkzeuge hergestellt die Waelkyrige ihr aufgetragen hatte. Nur eines fehlte ihr noch, dann hätte sie auch diese Aufgabe abgeschlossen.
Das letzte Werkzeug, was sie brauchte, war ein Kelch. Sie hatte sich schon einige Gedanken zu dem Kelch gemacht, als Thyrin lag es natürlich nahe ein Trinkhorn dafür zu nehmen. Jedoch dachte sie das ein Trinkhorn eher unpraktisch wäre, da sie es nicht überall abstellen könnte. So kreisten ihre Gedanken einige Momente um das Gefäß, dann beschloss sie für sich zwar ein Trinkhorn zu nutzen dieses aber so anpassen zu lassen das es eher wie ein Becher war, den man auch mal auf etwas abstellen konnte, ohne die Spitze des Horns in den Boden rammen zu müssen.
Langsam machte sie sich wieder auf den Rückweg. Yri trat durch das große Tor des Forts und grüßte die anwesenden Claner wie immer freundlich. Sie ging zielgerichtet auf die Werkstatt zu, und suchte nach einem passenden vorbereiteten Horn, welches einer der Hände schon hergestellt hatte. Schließlich fand sie eines, welches ihr zusagte. Es war sorgfältig geschnitzt und machte einen ordentlichen Eindruck. Yri nahm das Horn in die Hand und spürte das Holz in ihren Händen. Mit einem entschlossenen Blick machte sie sich daran, das Trinkhorn in einen Holzbecher umzuwandeln.
Sie nahm eine Säge zur Hand und sägte damit kurzerhand ein gutes Stück des unteren Horns ab. Nun hatte sie Zwar etwas Becherähnliches, doch hatte es zwei Löcher, was eher kontraproduktiv war, wollte man etwas hineinfüllen. Zunächst schliff sie die gesägten Kanten ein wenig zurecht damit die nicht mehr splitterten. Dann griff sie zu einer Holzplatte und versucht dort ein halbwegs Rundes Teil auszuschneiden was sie als Boden ihres Kelches nehmen konnte. Unter Aufsicht eines Snekkers der ihr bei Bedarf hilfreich unter die Arme griff, schliff sie auch hier die Kanten glatt und passte den Boden an ihren Becher an. Dann rührte sie etwas Leim an und verklebte die beiden Teile so das keine Flüssigkeit mehr den Kelch ungewünscht verlassen konnte.
Der Nächste Schritt, den sie anging, war die Verzierung ihres Kelches. Vorsichtig schnitzte sie einige thyrische Muster hinein und auch hier wurde ihr Werkzeug mit Runen versehen. Hier wählte sie die beiden Runen Gebo und Wunjo. Gebo steht für das Geschenk, die Liebe und Verbundenheit. Wunjo ist der Erfolg und die Belohnung, erreichte Ziele, die für das Rudel gemeinsam erreicht werden können. Sie legte das Schnitzmesser beiseite und griff sich ein Stück Kohle, mit dieser schwärzte sie einige ihrer Verzierungen.
Stunden vergingen, als Yri sich in ihre Arbeit vertiefte. Das Licht der untergehenden Sonne warf lange Schatten über die Werkstatt und tauchte das Fort in zauberhaftes Licht. Endlich hielt sie den fertigen Holzbecher in den Händen, sie betrachtete ihre Arbeit mit einem zufriedenen Lächeln und wusste, dass dieses Stück nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Symbol ihrer Verbindung zu den Geistern war und sie ein Stück näher dazu brachte die Welt der Geister weiter zu verstehen und ihre Macht für sich und den Schutz des Rudels einzusetzen.
Yri verließ die Werkstatt, den Holzbecher fest in ihrer Hand. Sie machte sich wieder auf den Weg in den Hain. Angekommen vor den großen Menhiren, die den Weg in den Hain versperrten, streckte sie die Hand aus und legte sie auf einen der Menhire. Schon kurze Zeit später gab dieser den Weg in den Hain frei. Sie setzte sich auf einen Baumstamm am nahen Feuer, den Kelch immer noch in den Händen haltend. Die Augen wurden geschlossen und sie konzentrierte sich auf ihre Umgebung. Wie auch bei den Werkzeugen zuvor versuchte sie den Kelch mit der Macht der Geister zu erfüllen damit sie ihn in Zukunft für ihre Zwecke nutzen konnte. Die Runen samt verzierungen glühten für eine Sekunde dann lang, so schnell wie das Glühen kam verging es auch wieder. Doch Yri wusste sie hatte es geschafft. Sie hatte die Werkzeuge komplettiert und konnte Waelkyrige Stolz davon berichten, so sie diese das nächste Mal sieht. Sie würde ihre Reise im Einklang mit den Geistern weiter meistern, da war sie sich sicher.
Das letzte Werkzeug, was sie brauchte, war ein Kelch. Sie hatte sich schon einige Gedanken zu dem Kelch gemacht, als Thyrin lag es natürlich nahe ein Trinkhorn dafür zu nehmen. Jedoch dachte sie das ein Trinkhorn eher unpraktisch wäre, da sie es nicht überall abstellen könnte. So kreisten ihre Gedanken einige Momente um das Gefäß, dann beschloss sie für sich zwar ein Trinkhorn zu nutzen dieses aber so anpassen zu lassen das es eher wie ein Becher war, den man auch mal auf etwas abstellen konnte, ohne die Spitze des Horns in den Boden rammen zu müssen.
Langsam machte sie sich wieder auf den Rückweg. Yri trat durch das große Tor des Forts und grüßte die anwesenden Claner wie immer freundlich. Sie ging zielgerichtet auf die Werkstatt zu, und suchte nach einem passenden vorbereiteten Horn, welches einer der Hände schon hergestellt hatte. Schließlich fand sie eines, welches ihr zusagte. Es war sorgfältig geschnitzt und machte einen ordentlichen Eindruck. Yri nahm das Horn in die Hand und spürte das Holz in ihren Händen. Mit einem entschlossenen Blick machte sie sich daran, das Trinkhorn in einen Holzbecher umzuwandeln.
Sie nahm eine Säge zur Hand und sägte damit kurzerhand ein gutes Stück des unteren Horns ab. Nun hatte sie Zwar etwas Becherähnliches, doch hatte es zwei Löcher, was eher kontraproduktiv war, wollte man etwas hineinfüllen. Zunächst schliff sie die gesägten Kanten ein wenig zurecht damit die nicht mehr splitterten. Dann griff sie zu einer Holzplatte und versucht dort ein halbwegs Rundes Teil auszuschneiden was sie als Boden ihres Kelches nehmen konnte. Unter Aufsicht eines Snekkers der ihr bei Bedarf hilfreich unter die Arme griff, schliff sie auch hier die Kanten glatt und passte den Boden an ihren Becher an. Dann rührte sie etwas Leim an und verklebte die beiden Teile so das keine Flüssigkeit mehr den Kelch ungewünscht verlassen konnte.
Der Nächste Schritt, den sie anging, war die Verzierung ihres Kelches. Vorsichtig schnitzte sie einige thyrische Muster hinein und auch hier wurde ihr Werkzeug mit Runen versehen. Hier wählte sie die beiden Runen Gebo und Wunjo. Gebo steht für das Geschenk, die Liebe und Verbundenheit. Wunjo ist der Erfolg und die Belohnung, erreichte Ziele, die für das Rudel gemeinsam erreicht werden können. Sie legte das Schnitzmesser beiseite und griff sich ein Stück Kohle, mit dieser schwärzte sie einige ihrer Verzierungen.
Stunden vergingen, als Yri sich in ihre Arbeit vertiefte. Das Licht der untergehenden Sonne warf lange Schatten über die Werkstatt und tauchte das Fort in zauberhaftes Licht. Endlich hielt sie den fertigen Holzbecher in den Händen, sie betrachtete ihre Arbeit mit einem zufriedenen Lächeln und wusste, dass dieses Stück nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Symbol ihrer Verbindung zu den Geistern war und sie ein Stück näher dazu brachte die Welt der Geister weiter zu verstehen und ihre Macht für sich und den Schutz des Rudels einzusetzen.
Yri verließ die Werkstatt, den Holzbecher fest in ihrer Hand. Sie machte sich wieder auf den Weg in den Hain. Angekommen vor den großen Menhiren, die den Weg in den Hain versperrten, streckte sie die Hand aus und legte sie auf einen der Menhire. Schon kurze Zeit später gab dieser den Weg in den Hain frei. Sie setzte sich auf einen Baumstamm am nahen Feuer, den Kelch immer noch in den Händen haltend. Die Augen wurden geschlossen und sie konzentrierte sich auf ihre Umgebung. Wie auch bei den Werkzeugen zuvor versuchte sie den Kelch mit der Macht der Geister zu erfüllen damit sie ihn in Zukunft für ihre Zwecke nutzen konnte. Die Runen samt verzierungen glühten für eine Sekunde dann lang, so schnell wie das Glühen kam verging es auch wieder. Doch Yri wusste sie hatte es geschafft. Sie hatte die Werkzeuge komplettiert und konnte Waelkyrige Stolz davon berichten, so sie diese das nächste Mal sieht. Sie würde ihre Reise im Einklang mit den Geistern weiter meistern, da war sie sich sicher.



