
Kohle-Stift Schraffuren deuteten die Steine an, welche eines Tages ihren finalen Platz auf der Insel finden könnten. Die feinen Linien auf dem Pergament wurden ein weiteres Mal abgemessen. Ein weiteres Mal wurden die Umrandungen mit einer dünnen Tintenfeder nachgezogen. Zahlreiche kleine Nummern zierten die bis in Detail verliebte Zeichnung einer Brücke aus mehreren Perspektiven, die Abmessungen von Steinen und Pfeilern offenbarend.
Sie nahm sich die Brücke zur Akademie als Vorbild, denn in ihrem Auge passte die Länge nahezu perfekt zum eigentlichen Vorhaben, einer neuen Brücke, die das alte Holzgerüst zwischen der Insel Kawi und Gerimor’s Wildnis ersetzen würde.
Das überarbeitete Pergament mit den Zeichnungen wurde eingerollt und erneut zu den Zweiten getragen. Es war Brauch auf Kawi geworden, derartige Bauten durch den Rat mit den Zweiten abzuklären. Immerhin war es nicht nur ein Eingriff in Kawi’s Natur, sondern auch ein geplanter Eingriff in die Meereswelt. Eine Sache, die höchste Priorität bedurfte, um die Insel und jegliche Einwohner bis zum kleinsten Seeigel geschützt bleiben sollten.
Einige Tage später bekam sie eine Antwort. Der Bau wurde genehmigt, doch sie würden die Materialien dafür selbst beschaffen und sich zudem um die absolute Sicherheit der Meeresbewohner kümmern müssen.
Freya war mit sich zufrieden. Es war keine leichte Aufgabe, die Zweiten zu überzeugen und sie mit gut ausgeklügelten Plänen einer doch recht schlichten Brücke zu überzeugen. Dabei war es ihre erste Brücke. Sie mochte Brücken, doch hätte nie damit gerechnet, selbst mal eine planen zu müssen. Würde sie halten? Sie las in Büchern über Dinge wie Statik und verschiedenste Mörtelmischungen, doch sie sollte am Ende mehr verwirrt als schlau die lokale Bibliothek verlassen.
Jemand mit Erfahrung musste sich dieser nun annehmen. Jemand mit handwerklichem Geschick und nötiger Ausbildung. Auf dem Wege zu ihrem Heim kam sie an der Schmiede der Inselschmiedin, der Zeugwartin der Inselwacht, vorbei. Blanche. Schmiede waren mehr als nur Schmiede. In vielen versteckte sich so mancher Steinmetz. Ein Klopfen sollte Blanche an diesem Abend von ihrer normalen Arbeit abhalten.

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Tag 1:
Die Sonne stand schon tief, als Blanche auf das Klopfen aufmerksam wurde. Freya stand an ihrer Türe, mit einem Stapel an Pergamenten. Die Sachlage war schnell geklärt und zum Glück hatte sich Freya nicht geirrt. Die Schmiedin schien in den Techniken traditioneller Baukünste für Häuser und Brücken gewandt zu sein. Die kommenden Stunden wurden genutzt, um Freya einige Grundbausteine zu erklären und ihre Zeichnungen zu korrigieren, welche an einigen Ecken und Kanten Mängel in der Statik bringen könnten.
Als die Sanduhr bereits ihre zweite Runde vollzogen hatte, begaben sich beide zum sandigen Übergang, der Gerimor von Kawi trennte. Drei große Sandhaufen im Wasser, eine provisorisch wirkende Brücke aus Holz, halb eingesackt, von morschen Brettern verziert, die so manchem Pferd und Reitern die Beine brechen könnten. Bis heute konnte sich niemand auf Kawi erklären, wie sie dort hinkam. Vermutungen glauben, dass es Kawi selbst war oder die Zweiten, nachdem die große Landmassenverschiebung und die Reise der Insel nach Gerimor vollzogen war.

Während der Besprechung taten sich immer mehr Fragen auf. Wie könnte man den Sand abtragen? Wäre eine Trockenlegung des Gebietes notwendig. Welche Form von Mörtel würde man nutzen? Man beschloss, dass die Magier einen Rat und womöglich von Hilfe sein könnten.
So brach man auf zur Akademie. Blanche und Freya trafen dort auf Veneficus Milan und berieten sich.

Eine weitere Begehung wurde unternommen und ein Treffen am folgenden Tage geplant; man würde sich zur Mittagsstund am Strand treffen, um verschiedene Sorten an Mörtel zubereiten und diesen auf Stablität zu testen.

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Sie nahm sich die Brücke zur Akademie als Vorbild, denn in ihrem Auge passte die Länge nahezu perfekt zum eigentlichen Vorhaben, einer neuen Brücke, die das alte Holzgerüst zwischen der Insel Kawi und Gerimor’s Wildnis ersetzen würde.
Das überarbeitete Pergament mit den Zeichnungen wurde eingerollt und erneut zu den Zweiten getragen. Es war Brauch auf Kawi geworden, derartige Bauten durch den Rat mit den Zweiten abzuklären. Immerhin war es nicht nur ein Eingriff in Kawi’s Natur, sondern auch ein geplanter Eingriff in die Meereswelt. Eine Sache, die höchste Priorität bedurfte, um die Insel und jegliche Einwohner bis zum kleinsten Seeigel geschützt bleiben sollten.
Einige Tage später bekam sie eine Antwort. Der Bau wurde genehmigt, doch sie würden die Materialien dafür selbst beschaffen und sich zudem um die absolute Sicherheit der Meeresbewohner kümmern müssen.
Freya war mit sich zufrieden. Es war keine leichte Aufgabe, die Zweiten zu überzeugen und sie mit gut ausgeklügelten Plänen einer doch recht schlichten Brücke zu überzeugen. Dabei war es ihre erste Brücke. Sie mochte Brücken, doch hätte nie damit gerechnet, selbst mal eine planen zu müssen. Würde sie halten? Sie las in Büchern über Dinge wie Statik und verschiedenste Mörtelmischungen, doch sie sollte am Ende mehr verwirrt als schlau die lokale Bibliothek verlassen.
Jemand mit Erfahrung musste sich dieser nun annehmen. Jemand mit handwerklichem Geschick und nötiger Ausbildung. Auf dem Wege zu ihrem Heim kam sie an der Schmiede der Inselschmiedin, der Zeugwartin der Inselwacht, vorbei. Blanche. Schmiede waren mehr als nur Schmiede. In vielen versteckte sich so mancher Steinmetz. Ein Klopfen sollte Blanche an diesem Abend von ihrer normalen Arbeit abhalten.

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Tag 1:
Die Sonne stand schon tief, als Blanche auf das Klopfen aufmerksam wurde. Freya stand an ihrer Türe, mit einem Stapel an Pergamenten. Die Sachlage war schnell geklärt und zum Glück hatte sich Freya nicht geirrt. Die Schmiedin schien in den Techniken traditioneller Baukünste für Häuser und Brücken gewandt zu sein. Die kommenden Stunden wurden genutzt, um Freya einige Grundbausteine zu erklären und ihre Zeichnungen zu korrigieren, welche an einigen Ecken und Kanten Mängel in der Statik bringen könnten.
Als die Sanduhr bereits ihre zweite Runde vollzogen hatte, begaben sich beide zum sandigen Übergang, der Gerimor von Kawi trennte. Drei große Sandhaufen im Wasser, eine provisorisch wirkende Brücke aus Holz, halb eingesackt, von morschen Brettern verziert, die so manchem Pferd und Reitern die Beine brechen könnten. Bis heute konnte sich niemand auf Kawi erklären, wie sie dort hinkam. Vermutungen glauben, dass es Kawi selbst war oder die Zweiten, nachdem die große Landmassenverschiebung und die Reise der Insel nach Gerimor vollzogen war.

Während der Besprechung taten sich immer mehr Fragen auf. Wie könnte man den Sand abtragen? Wäre eine Trockenlegung des Gebietes notwendig. Welche Form von Mörtel würde man nutzen? Man beschloss, dass die Magier einen Rat und womöglich von Hilfe sein könnten.
So brach man auf zur Akademie. Blanche und Freya trafen dort auf Veneficus Milan und berieten sich.

Eine weitere Begehung wurde unternommen und ein Treffen am folgenden Tage geplant; man würde sich zur Mittagsstund am Strand treffen, um verschiedene Sorten an Mörtel zubereiten und diesen auf Stablität zu testen.

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