Der Tetrarch Latens
Schwarze Knochenhände, die Fingerspitzen an einander gelegt, erhellt nur von flackerndem Kerzenlicht. Einen riesigen Schatten werfen sie an die Wand. Wie die monströsen Klauen eines Wiedergängers. Ein Wesen dem Alptraum eines Kindes entsprungen. Nachtblaue Haut, ein Gesicht zur Hälfte erleuchtet. Fremdartig wirkt es, gleichsam beängstigend und faszinierend. Das Unbekannte ist es, was uns das Fürchten lehrt, doch ist es die Neugierde, welche uns lockt.
Einen dunklen Schatten werfen die hohen Wangenknochen unter die fliederfarbenen Augen. Ihre Farbe verspricht uns Verheißung, doch ihr Innerstes ist kalt wie Eis. Uns erfüllt das Begehren sich in ihnen zu verlieren, doch was ist der Preis? Zu Schlitzen verengt blicken jene zur Tür. Verraten uns den arbeitenden Geist. In kurzen rythmischen Abständen verhärten sich die Kiefermuskeln, verraten die große Anspannung, als die Backenzähne aufeinander reiben. Jung wirkt die straffe Haut über den arbeitenden Muskeln, keine Spur des Alters, welches uns schon längt dahin gerafft. Bartlos die Wangen und das Kinn, zart wirkend, wie die Haut eines Neugeborenen. Das Verlangen könnte uns übermannen, das Verlangen sie zu berühren. Schon fast hätten wir die Hand ausgestreckt, sanft liebkosend diese weiche Haut ertastet. Doch was uns schreckt sind die Narben, tief gebrannt in makellose Haut, als Zeichen seiner Treue. Genommen haben sie die Unschuld, gebracht haben sie die Macht.
Der Blick wendet sich von der Tür auf die Kerze. Schnell verkleinert sich die Pupille innerhalb der fliederfarbenen Iris. Es schmerzt. Hell brennt sich das Kerzenlicht in die übermenschlich geschärften Augen, das letze Erbe der Edhil. Schmerz, dies war das rechte, Schmerz bringt Klarheit, wo Verwirrung herrscht. Die Brauen zusammen gezogen, die Stirn in tiefe Falten gelegt, der Blick weiter auf die schmerzhafte Helligkeit gewandt. Was war es, was er darstellte? Was war seine Bestimmung? Langsam entzog sich der Blick dem wohltuenden Schmerz der hellen Kerzenflamme, ließ sich auf der Tür nieder, ein dunkles Abbild dort hinterlassend, wo eben noch die Flamme sich in seinen Blick brannte. Und die Gedanken schweiften einige Monde zurück...
Schweißperlen waren von der Stirn getropft, als die Gestalt sich umständlich von der Ruhestätte aufgesetzt hatte, die fliederfarbenen Augen wieder halb geschlossen, die Stirn sorgenvoll in tiefe Falten gelegt. Immer wieder war dieser Traum zurück gekehrt. Mory'taels grinsendes von Genugtuung erfülltes Gesicht. „Hiermit erkläre ich Kyr'laex für Vogelfrei!“ Und anschließend immer wieder die Bilder zweier Lethare, eng aneinander gepresst, die Haare nass vom Schweiß, die Luft von Lust erfüllt. Und schließlich wieder dieses Gesicht, welches ihm nur Hohn und Spott entgegen spuckte. „Du hast versagt Kyr'laex. Besser hättest du dich in Geduld geübt. Du hast alles verloren. Nicht einmal deine Lethra konntest du halten.“
Noch lange war das höhnische Lachen nach dem Erwachen in den Ohren der Gestalt nachgeklungen. Und immer stärker hatte sich der Zorn im Letharfen gesammelt, immer stärker hatte die heiße, alles verzehrende Flamme in ihm gebrannt. Doch der letzte, krönende Abschluss, die Essenz des Vaters blieb war ihm verschlossen geblieben, zu lange hatte er Seine Nähe schon nicht mehr verspürt. Unfähig zu sagen, ob es Wochen, Monate, oder gar Jahre waren hatte sich der Letharf in Sehnsucht nach diesem Gefühl verzehrt. Dem Gefühl eins zu sein mit dem Vater, eins mit seinem göttlichen Zorn. Langsam hatte sich der unbekleidete, noch immer stattliche Letharf, wenn auch die Muskeln ob der vernachlässigten Ertüchtigungen langsam erschlafften, erhoben.
Den linken Arm seltsam angewinkelt hatte er sich zum anderen Ende des Raumes begeben. Von Kerzen erhellt hatte dort eine kleine Statue gestanden. Ein Panther welcher zum Sprung ansetzte, die angepannten Muskeln des Tieres waren sorgsam herausgearbeitet. Das von den Kerzen getropfte Wachs hatte den Schrein nahezu vollständig bedeckt. Darauf sorgsam gebettet hatten ein Schild und ein Schwert gelegen. Die Insignien einstiger Größe. Ihr Anblick hatte den Letharfen ein jedes mal tief bis ins Mark getroffen. Langsam war die blaue Hand beinahe liebevoll über das Metall gestrichen, auf welches kein Staubkorn seinen Weg gefunden hatte. Spröde hatte es sich unter der Hand angefühlt. Die Oberfläche matt, nicht mehr schwarz glänzend wie damals, bevor die göttliche Macht aus ihnen gewichen war. Die Berührung hatte alte Erinnerungen an Macht und die Nähe zum Vater geweckt. Die große Leere innerhalb des Geistes des Letharfen hatte sich nun mit Trauer und Zorn gefüllt, die Augen mit Tränen. „Nur dein Kind...“, hatte der Lethar leise, beinahe flehend gemurmelt, die Gedanken weit in der Vergangenheit und doch der Gegenwart verhaftet.
Ein kurzer Zug an der Schublade der Kommode neben dem kleinen Schrein hatte eine Rüstung aus Kettengeflecht zum Vorschein gebracht. Ebenso sorgsam gepflegt wie der Schild und das Schwert schimmerte das Metall in einem dunklen, bläulichen Lila. Beinahe ehrfürchtig herausgehoben hatte der Letharf die Rüstung nach einer schnellen Reinigung, das Abwaschen des Schweißes der Nacht vollzog er beinahe wie ein Ritual, schon angelegt. Schwer hatte sie auf den Schultern gelastet, welche das Tragen einer Rüstung kaum mehr gewohnt waren. Umständlich wurde der Schild an seinen linken Arm gebunden, welcher schwerlich in der Lage war den großen Schild zu halten. Von einer Mischung aus dem Stolz der Vergangenheit und dem Trotz der Gegenwart erfüllt hatte er schließlich das Ahadschwert umgürtet.
Das Davonlaufen vor der Vergangenheit musste ein Ende haben, er musste sich seinem Schicksal stellen. Auch wenn dies bedeutete, dass er niemals an die Tafel des Herrn treten, sondern im Schlund des Seelenfressers enden würde. „Fahr' doch zu Kra'thor!“ Hatte er sich selbst verflucht und schließlich strammen Schrittes die schäbige Herberge hinter sich zurückgelassen. Er musste zur Hafenstadt gelangen. Nur von dort kam er zurück nach Gerimor, um dieser gescheiterten Existenz endlich ein Ende zu bereiten.
Die Reise war für den Letharfen zu einer Qual geworden, zu lange schon hatte er seinen Körper vernachlässigt, sich nicht mehr um die Erhaltung seiner einstigen Kraft geschert. Immer schwächer war er unter den Strapazen des Weges geworden. Tief hatte er eine Kapuze in sein Gesicht gezogen, um sich vor der Sonne und allzu neugierigen Blicken zu schützen. Der Schweiß hatte immer wieder den Weg in seine Augen gefunden, brannte dort. Doch das brennen der Seele hatte dieser leise Schmerz niemals überlagern können. Der Weg hatte schließlich zu einem Waldstück geführt, innerhalb des Hohlweges hatte die Sonne nicht so stark gebrannt und der Waldboden hatte eine wohltuende Feuchtigkeit mit sich gebracht.
Doch dann hatten die noch immer empfindlichen Ohren des Letharfen ein ungewöhnliches Knacken im Unterholz ausgemacht, begleitet von schnüffelnden Geräuschen. Begleitet von lautem Protest brechender Äste war eine Gruppe von Orks aus dem Unterholz auf den Hohlweg getreten. „Du Läthar wartän! Olorghi mit dia sprächen tun wollän!“ Die Augenbrauen des Letharfen zogen sich unter der Kapuze zusammen, die fliederfarbenen Augen zu Schlitzen verengt. „Tretet bei seite im Namen des Vaters, ihr habt mir nicht zu gebieten, Kinder des Sklavenvolkes!“ „Olorghi kommen von Läthür Mory'taäl! Wia dia viel gebietän!“ Mit schwung hatte der Letharf seinen Umhang und die Kapuze nach hinten geworfen, die Schwäche und Schmerzen, sowie die Steifigkeit seiner Linken mit einem arroganten Gesichtsausdruck überspielend. „Und was wollt ihr von mir?“ „Wia gekommän dia zu holän, tot oder lebändig. Wia machen motscherei mit dia, wenn nicht gehorchän!“ Langsam war die Rechte hinab zum Ahadschwert geglitten, die Maske der Zuversicht weiter zur Schau tragend. Ein paar der Orks waren nervös ein Stück zurück geschritten, doch der Sprecher hatte nur die Hand gehoben. „Wia dia warnän, du stehen, oder wia tötän! Bringän Moritaäl deinä Kopf!“ Noch einen Schritt war der Letarf nach vorne getreten und der Ork hatte ruckartig seine Hand herunter sausen lassen. Ein kurzes Surren und der Letharf hatte ein unangenehmes vibrieren in der Brust gespürt. Ein kurzer Blick hinab. Dort hatte ein noch immer heftig wackelnder Pfeil in seinem Oberkörper gesteckt.
Als er den Blick wieder gehoben hatte verschwamm sein Blick und er hatte eine Gestalt vor sich wahrgenommen. Eine Gestalt seiner Größe war auf ihn zugekommen, das Gesicht hinter einer schwarz gefärbten Maske von Knochen verborgen. Langsam war der Letharf auf die Knie hinab gesunken, ein Gefühl der Taubheit hatte sich sich vom Pfeil ausgehend ausgebreitet. Ein Gefühl der Übelkeit war hinab in den Magen gekrochen. Und es waren Worte und Szenen an ihn heran gespült worden, Geschehnisse aus der tiefsten Vergangenheit:
„Du bist geschlagen, Temora ist geschlagen.“, spricht der Maskierte. Die kniende Gestalt schaut plötzlich auf, Wut blitzt in ihren Augen. „Oh, ja. Sehr schön. Nähre deinen Zorn. Mache ihn zu einer Waffe. Mit seiner Kraft kannst du mich niederstrecken.“, spricht die Maske leise beschwörend. „Du meinst ein Ritter Alatars kann keinen wehrlosen Mann niederstrecken?“ Dann siehe, wer gegen dich gekämpft hat. Langsam lässt die Gestalt die Hand zur Knochenmaske wandern und löst die Halterung mit einem geübten Griff. Die Knochenmaske fällt auf den Waldboden. Blaue Haut kommt darunter zum Vorschein und die Abscheu ist in Kelans Gesicht deutlich zu sehen.Er keucht auf, versucht letzte Kräfte zu sammeln, doch es ist zu spät. Nichts vermag seine Lebenskraft zurück bringen.
„Aber ein Letharf könnte es.“, sagt Kyr'laex begleitet von einem schallenden Lachen. Blitzschnell findet die Knochenhand ihren Weg zum Pfeil in Kelans Brust. Hasserfüllt blickt er ihn aus den fliederfarbenen Augen an. Wenige Zentimeter trennen ihre Gesichter. Sein Schweiß tropft von seiner Stirn auf die Wange des Menschen. Der Griff um den Pfeil wird fester. Dann ein Ruck und der Pfeil steckt noch ein wenig tiefer in Kelans Fleisch. „Siehst du, dies ist die Art eines Letharfen zu töten. Langsam und genussvoll. Dies ist die Art Alatars verderben über Temora und ihre Anhänger zu bringen.“ Ein Ruck zur Seite treibt einen Ausdruck des Schmerzes auf Kelans Gesicht, seine Glieder werden schlaff und er fällt in die Arme des Letharen. Er blickt ihm genau in die Augen, als der Pfeil von seiner Hand getrieben immer weiter den Weg in das Fleisch findet. Bis diese schließlich brechen und trübe werden. „Vater, es ist vollbracht. Kelan, der Großritter Temoras ist nicht mehr.“
Plötzlich hatte sich kurz der Blick des Letharfen geklärt und er hatte den Ork nur einen Schritt vor sich stehen sehen, als er dann schließlich vorn über zu Boden fiel. Gefällt von einem Pfeil.
Als der Letharf die Augen aufgeschlagen hatte kam es ihm an jenem Orte so ganz anders vor, als im Schlund des Seelenfressers. Doch die Tafel des Vaters konnte dieser Ort ebenso wenig sein. Ein Mann in den Farben der Templer war an seine Bettstelle heran getreten und sprach leise. „Beruhige dich Kind des Einen, du bist in Sicherheit. Wir haben deinen leblosen Körper aus den Händen der Orks befreit und konnten das Fieber stillen und dein Leben erhalten. Du kannst von Glück sprechen, dass der Eine seine Tatze über dich hält.“ Zorn war in dem Letharfen aufgebrannt, als der menschliche Wurm ihn so brüderlich ansprach, doch als er die Stimme zu einer wütenden Erwiderung erheben wollte hatte sie ihm den Dienst versagt und es umfing ihn wieder die schwärze der Ohnmacht.
Es hatte einige Wochen gebraucht, bis der Letharf sich soweit erholt hatte, dass er die Templer hätte verlassen können. Jede einzelne Stunde war ihm wie eine Prüfung vorgekommen. Er hatte schon früher mit Menschen zu tun gehabt, doch niemals so nahe. Niemals vom Tage bis in die Nacht. Abscheu hatte ihn immer stärker erfüllt, doch er sammelte seinen Zorn, um sie nicht zu zeigen und diese Prüfung des Vaters zu meistern. Inzwischen war er davon überzeugt gewesen, dass Er tatsächlich wieder seine Tatze über ihn hielt, sonst hätte er unter den Orks sein Ende gefunden gehabt.
Und so hatte er diese Möglichkeit genutzt trotz all des Ekels um ihre Gewohnheiten und Gebräuche besser kennen zu lernen. Ihre Art dem Vater zu dienen. Ihn war diese oft sehr einfältig erschienen, wie die Taten von Kindern, welche nicht genau wussten, was sie wie zu tun hatten. So hatte er ihnen geholfen ihre Rituale zu verfeinern, die Nähe zum Einen zu mehren. Ihnen nach und nach die wahre Macht des Einen zu lehren. Und damit die eigene zu mehren.
Schon bald hatten sie zu ihm aufgesehen und er konnte spüren, wie er selbst der wirklichen Macht des Vaters wieder näher gekommen war. Immer wieder waren seltsame Unfälle geschehen, die höher stehende Templer das Leben kosteten. Der Eine war in seinem Bad ertrunken, welches noch nicht einmal halb voll gewesen war. Ein zweiter war einfach aus dem Fenster gestürzt. Doch niemals war jemand in ihrer Nähe gesehen worden. Und so war der Lethar in ihrer Mitte immer weiter aufgestiegen, kostete nach und nach wieder die Macht des Vaters und hatte so begonnen sein Reich des Glaubens wieder weiter auszubreiten indem er Templer ausgesandt hatte, um die Ungläubigen zu bekehren und den einzig wahren Glauben anzunehmen.
Und nun hatte ihn dieser Brief erreicht...
Mein Sohn,
eine lange Zeit ist vergangen, der Seelenfresser hat an uns beiden gezerrt, doch hat der Eine seine Tatze über uns gehalten. Lange habe ich in der Zwischenwelt verweilt um nun Seinem Ruf zu folgen und mein eigenes Erbe anzutreten. Wie ich dir damals, die Insignien eines Ritters des Herrn übergab, so übergebe ich dir nun den Dienst an meinem Hofe.
Kehre zurück nach Rahal, um den Glauben zu festigen, die Ungläubigen von ihrem Unglauben abzubringen, oder sie zu vernichten. Das Reich des Herrn soll auf einem unerschütterlichen Fundament des Glaubens fußen, so will Er es, so will ich es.
Denn in seinem Namen bin und spreche ich.
Der Alka.
P.S. Erwarte meine Gesandtschaft reisebereit.
Die blaue Stirn wurde in noch tiefere Falten gezogen, der Zweifel stand in den fliederfarbenen Augen. Er erinnerte sich noch genau, wie der Alka ihm damals die Insignien übergab. Kurze Zeit darauf verschwand der Alka und jemand neues kam an seiner statt, welcher sich auch Alka nannte. Damals hatte er noch nicht gezweifelt, doch mit der Zeit fing er an die Stellvertreterschaft in Frage zu stellen, bis zu jenem Abend, welcher sein Leben in Rahal beendete. Er hatte daraufhin den Segen des Vaters zeitweise verloren. Doch war er wieder an Seine Seite zurück gekehrt. Es schien alles einem geordneten Weg zu folgen, auch wenn es früher nicht so ausgesehen hatte. Der Alka war verschwunden, schließlich auch sein Diener. Doch nun sollten sie wieder nach Rahal zurückkehren. Es war alles eine Folge von Prüfungen, der Steinige Weg zum Herrn. Doch er wollte ihn vollenden, um jeden Preis. Denn nur an Seiner Seite in Nileth Azhur konnte er er selbst sein.
Nun zog sich ein leises Lächeln um den Mund, um sofort wieder zu verschwinden, einem boshaften Grinsen den Weg zu bereiten. Doch die sorgenvoll gerunzelte Stirn blieb, die Wogen im Inneren glätteten sich nicht. Nach außen waren es nur Kleinigkeiten, doch im inneren tobt ein Kampf. Heiß brennt eine Erkenntnis in seinen Gedanken, heiß wie die Flamme der Kerze in den Augen: Das zu dem wir werden wird auch entschieden von dem, was wir waren.
Die Augen des Verführers, der Körper des Kriegers. Die Strebsamkeit der Jugend, die Weisheit des Alters. Der Geist des Philosophen, die skrupellosigkeit des Mörders. Die Aufopferung des Sklaven, die Durchsetzungskraft des Tyrannen.
„In deinem Namen werde ich deinem Stellvertreter, dem Alka dienen und dir das größte Werkzeug sein welches die Welt gesehen hat Vater. Ich werde dir die Welt zu Füssen legen. Und das Fundament des Glaubens errichten, worauf der Alka dein Reich im Diesseits erbaut.“
Das Urteil [Wiedergeburt-Quest]
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Sharay Lessard
Es wurde eine lange Nacht des wartens und der Wache. Die Ankunft des Vermummten, welcher sich direkt in den Tempel geleiten ließ, ließ sie wieder das Gefühl jener Nacht verspühren, als der Schrei erklang.
Er betrat den Tempel ohne Begleitung und Sharay sah nur abwartend die Stufen hinauf, ihre Gedanken kreisten um das, was kommen mag.
Hauptmann van Gor betrat nach einer Weile den Tempel, vielleicht einige Momente zu früh, aber ihr war es egal, wenn der Hauptmann bei etwas stören sollte, würde er es zu spühren bekommen.
Die Nacht in der Taverne verlief daraufhin ruhig, der Mann wurde vom Hauptmann in dessen Keller gebracht, wärenddessen waren der Hauptmann und Sharay in der Taverne gegenüber, wieder kreisten ihre Gedanken um das Kommende und ein Gespräch mit dem Hauptmann kam nicht weiter zustande.
Nach wenigen Stunden, tief in der Nacht erschollen die ersten Schreie und Sharay verließ die Taverne. Gardisten liefen durch die Straßen, einige schleppten einen Mann kurz vor das Stadttor und wollten ihr soeben hinrichten, als sie hinzu trat. Angst stand im Gesicht des Mannes, die Gardisten hielten nun inne, als sie das Zeichen der Bruderschaft erkannten.
Soll er durch eure Hand sterben? fragte der Gardist, sie betrachtete den wimmernden Mann vor sich nur kurz.
Zu schwach um aufrecht dem Tod für den Vater ins Auge zu sehen, diese Schmach wird nicht meine Klinge besudeln.
Sie wandte sich ab, dann hörte sie nur noch einen Aufschrei, der langsam erstarb. Nach weniger als einer Stunde war es wieder still in den Straßen und Sharay überkam das Gefühl, das der wahre Herrscher Rahal wieder erreicht hatte...
Er betrat den Tempel ohne Begleitung und Sharay sah nur abwartend die Stufen hinauf, ihre Gedanken kreisten um das, was kommen mag.
Hauptmann van Gor betrat nach einer Weile den Tempel, vielleicht einige Momente zu früh, aber ihr war es egal, wenn der Hauptmann bei etwas stören sollte, würde er es zu spühren bekommen.
Die Nacht in der Taverne verlief daraufhin ruhig, der Mann wurde vom Hauptmann in dessen Keller gebracht, wärenddessen waren der Hauptmann und Sharay in der Taverne gegenüber, wieder kreisten ihre Gedanken um das Kommende und ein Gespräch mit dem Hauptmann kam nicht weiter zustande.
Nach wenigen Stunden, tief in der Nacht erschollen die ersten Schreie und Sharay verließ die Taverne. Gardisten liefen durch die Straßen, einige schleppten einen Mann kurz vor das Stadttor und wollten ihr soeben hinrichten, als sie hinzu trat. Angst stand im Gesicht des Mannes, die Gardisten hielten nun inne, als sie das Zeichen der Bruderschaft erkannten.
Soll er durch eure Hand sterben? fragte der Gardist, sie betrachtete den wimmernden Mann vor sich nur kurz.
Zu schwach um aufrecht dem Tod für den Vater ins Auge zu sehen, diese Schmach wird nicht meine Klinge besudeln.
Sie wandte sich ab, dann hörte sie nur noch einen Aufschrei, der langsam erstarb. Nach weniger als einer Stunde war es wieder still in den Straßen und Sharay überkam das Gefühl, das der wahre Herrscher Rahal wieder erreicht hatte...
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Cira Ad Ethir
- Beiträge: 22
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Schreie! Cira schreckte aus ihrem Bett auf. Nicht schon wieder solch ein Apltraum! Erst vor wenigen Stunden hatte sie ihr Augelicht wiedergefunden, ihre Schwäche verloren, und war nun auf dem Weg zu alter und neuer Stärke. Sie hatte nach ihrer Rückkehr aus dem Tempel hastig etwas gegessen und war dann erschöpft auf ihr Bett gefallen. Die wenigen Stunden der Ruhe würden noch nicht ausreichen...
Aber da waren eindeutig Schreie in den Straßen der Stadt zu hören. Cira versuchte ihre Gedanken zu konzentrieren. Begann nun alles von Neuem?
Aber diesmal war es anders... vertraut... wie in jener Nacht damals, bevor die Tage ihrer Blendung begannen.
Sie konnte es wieder fühlen... irgendetwas oder irgendwen?
Doch da war noch mehr... ein bekanntes Gefühl... eine bekannte Macht... die Macht von...
Nein, das konnte nicht sein! Er war verschollen, wahrscheinlich tot.
Aber sie kannte seine Präsenz, seit er sie damals in die Bruderschaft aufgenommen hatte, konnte sie stets die Macht dieses Mannes spüren. Und genau diese schien sich jetzt wieder neu zu erheben.
Aber konnte das sein?!
Cira legte sich wieder auf ihr Bett. Sie war wohl noch zu schwach um klare Gedanken zu fassen.
Zu vieles, das sich in ihrem Geist abspielte...
Aber da waren eindeutig Schreie in den Straßen der Stadt zu hören. Cira versuchte ihre Gedanken zu konzentrieren. Begann nun alles von Neuem?
Aber diesmal war es anders... vertraut... wie in jener Nacht damals, bevor die Tage ihrer Blendung begannen.
Sie konnte es wieder fühlen... irgendetwas oder irgendwen?
Doch da war noch mehr... ein bekanntes Gefühl... eine bekannte Macht... die Macht von...
Nein, das konnte nicht sein! Er war verschollen, wahrscheinlich tot.
Aber sie kannte seine Präsenz, seit er sie damals in die Bruderschaft aufgenommen hatte, konnte sie stets die Macht dieses Mannes spüren. Und genau diese schien sich jetzt wieder neu zu erheben.
Aber konnte das sein?!
Cira legte sich wieder auf ihr Bett. Sie war wohl noch zu schwach um klare Gedanken zu fassen.
Zu vieles, das sich in ihrem Geist abspielte...
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Daat
„Land in Sicht“ waren die Worte des Kapitäns. „Was ist das? Ein unbewohntes Dorf! Sollen wir trotzdem anlegen?“
„JA“, riefen einige Geschwister wie auch Daat hoch zu dem Skipper. Der Herr hatte sie auf diese Insel geführt und hier würde ihre Suche beginnen. Die See war rau gewesen und hatte das Boot während der Überfahrt ganz schön hin und her geschaukelt. Er setzte als letzter von den Geschwistern seine Füße wieder auf festen Boden. Doch was war dies für eine von Verwesung und Fäulnis beherrschte Luft, welche dieses unbewohnte Dorf umgab und ihnen in die Nase stach.
Er gab dem Kapitän Anweisung mit dem Schiff an der Anlegestelle zu warten und die kleine Gruppe der Bruderschaft machte sich daran das unbewohnte Dorf nach Hinweisen zu durchsuchen. Sie mussten ihn finden, ein Versagen würde der Alka nicht dulden.
Der Alka, Daat erinnerte sich einige Stunden zurück, an jenen Moment, in welchem er ihm zum ersten Mal gegenüber stand. Er war zurück nach Rahal gekehrt und hatte jenen getötet, welcher zu unrecht auf dem Thron saß. Sein Auftreten war königlich und wohl unvergleichbar als er das Haus der Bruderschaft betrat. Der Auftrag, den er für seine Klaue hatte war nicht der einfachste, doch sie würden den Praefector, welchen der Alka einst zum Ritter schlug, finden und sicher zurück nach Rahal geleiten. Die anwesenden Mitglieder der Bruderschaft verloren keine Zeit und machten sich auf den Weg zum Hafen, wo das Schiff, welches der Alka für sie bereitgestellt hatte, bereits auf sie wartete.
Was sie in dem Dorf fanden war die Ursache für den Gestank, welcher sich über jenes gelegt hatte. Blutspuren vor den Häusern, Leichen in jenen, manche lagen noch in ihren Betten, jedoch zeigten sie keine Anzeichen von Schnittwunden oder ähnlichen Verletzungen und überall waren diese kleinen Spinnen zu sehen. Doch diese waren nicht die eigentliche Gefahr für den kleinen Trupp der Bruderschaft. Sie wurden von einer Horde Riesenspinnen angegriffen, widerliche Biester… Es dauerte nicht besonders lange, bis sie die angreifenden Tiere getötet hatten.
Die Suche ging weiter. Irgend ein Hinweis musste doch hier zu finden sein…….und Bruder Ark fand schließlich ein Tagebuch, in welchem der benötigte Hinweis gefunden wurde.
Dieser würde sie zu dem nahe gelegenen Berg führen, vielleicht würden sie dort finden, wonach zu suchen sie ausgeschickt wurden. Daat blätterte noch kurz in dem Buch und als er die Treppe des Hauses hinunter gehen wollte begann es. Ein stechender Schmerz in der Lunge. Das Atmen viel ihm spürbar schwerer. Er hustete mehrmals schwer. Was war das? Er blickte zu den Geschwistern und auch ihnen schien es nicht besser zu ergehen. Aber was war es? Daat blickte auf eine kleine Schramme, die er in dem Kampf mit einer der Riesenspinnen erhalten hatte. Es musste das Gift dieser Tiere sein, welches ihnen zu schaffen machte.
Eilig machten sie sich auf den Weg zum nahe gelegen Berg. Es gab keine Zeit mehr zu verlieren…
„JA“, riefen einige Geschwister wie auch Daat hoch zu dem Skipper. Der Herr hatte sie auf diese Insel geführt und hier würde ihre Suche beginnen. Die See war rau gewesen und hatte das Boot während der Überfahrt ganz schön hin und her geschaukelt. Er setzte als letzter von den Geschwistern seine Füße wieder auf festen Boden. Doch was war dies für eine von Verwesung und Fäulnis beherrschte Luft, welche dieses unbewohnte Dorf umgab und ihnen in die Nase stach.
Er gab dem Kapitän Anweisung mit dem Schiff an der Anlegestelle zu warten und die kleine Gruppe der Bruderschaft machte sich daran das unbewohnte Dorf nach Hinweisen zu durchsuchen. Sie mussten ihn finden, ein Versagen würde der Alka nicht dulden.
Der Alka, Daat erinnerte sich einige Stunden zurück, an jenen Moment, in welchem er ihm zum ersten Mal gegenüber stand. Er war zurück nach Rahal gekehrt und hatte jenen getötet, welcher zu unrecht auf dem Thron saß. Sein Auftreten war königlich und wohl unvergleichbar als er das Haus der Bruderschaft betrat. Der Auftrag, den er für seine Klaue hatte war nicht der einfachste, doch sie würden den Praefector, welchen der Alka einst zum Ritter schlug, finden und sicher zurück nach Rahal geleiten. Die anwesenden Mitglieder der Bruderschaft verloren keine Zeit und machten sich auf den Weg zum Hafen, wo das Schiff, welches der Alka für sie bereitgestellt hatte, bereits auf sie wartete.
Was sie in dem Dorf fanden war die Ursache für den Gestank, welcher sich über jenes gelegt hatte. Blutspuren vor den Häusern, Leichen in jenen, manche lagen noch in ihren Betten, jedoch zeigten sie keine Anzeichen von Schnittwunden oder ähnlichen Verletzungen und überall waren diese kleinen Spinnen zu sehen. Doch diese waren nicht die eigentliche Gefahr für den kleinen Trupp der Bruderschaft. Sie wurden von einer Horde Riesenspinnen angegriffen, widerliche Biester… Es dauerte nicht besonders lange, bis sie die angreifenden Tiere getötet hatten.
Die Suche ging weiter. Irgend ein Hinweis musste doch hier zu finden sein…….und Bruder Ark fand schließlich ein Tagebuch, in welchem der benötigte Hinweis gefunden wurde.
Dieser würde sie zu dem nahe gelegenen Berg führen, vielleicht würden sie dort finden, wonach zu suchen sie ausgeschickt wurden. Daat blätterte noch kurz in dem Buch und als er die Treppe des Hauses hinunter gehen wollte begann es. Ein stechender Schmerz in der Lunge. Das Atmen viel ihm spürbar schwerer. Er hustete mehrmals schwer. Was war das? Er blickte zu den Geschwistern und auch ihnen schien es nicht besser zu ergehen. Aber was war es? Daat blickte auf eine kleine Schramme, die er in dem Kampf mit einer der Riesenspinnen erhalten hatte. Es musste das Gift dieser Tiere sein, welches ihnen zu schaffen machte.
Eilig machten sie sich auf den Weg zum nahe gelegen Berg. Es gab keine Zeit mehr zu verlieren…
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Cira Ad Ethir
- Beiträge: 22
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Der Gestank der von den Leichen ausging war heftig, doch Cira empfand keinerlei Mitleid für die Getöteten. Sie dienten wohl dem falschen Gott und so hatte sie ihr gerechtes Schicksal ereilt.
Cira wollte soeben das Haus verlassen, in dem der Hinweis auf den Berg verborgen lag, als sie einen stechenden Schmerz in ihrer Seite verspürte. Ein rascher Blick zu ihren Brüdern und Schwestern verriet ihr, dass alle der kleinen Gruppe die gleichen Schmerzen hatten. Es musste am Gift der Riesenspinnen liegen. Wie viel Zeit würde ihnen bleiben? Sie mussten sich beeilen um den Berg zu erreichen und den Auftrag des Alkas zu erfüllen.
Ihr Weg führte sie erst östlich am Felsen entlang, bis sie auf ein weiteres Haus stießen. Diese war jedoch unbewohnt und so schenkten sie ihm keine weitere Aufmerksamkeit.
Neben dem Haus führte ein Pfad anscheinend in den Berg hinein. Vorsichtig doch mit gebotener Eile betraten sie den Pfad. Er wand sich ein Stück den Berg hinauf, dann zwischen den Felsen entlang. Es war nicht ganz ungefährlich, denn hinter jeder Biegung konnten unbekannte Gegner lauern. Und so geschah es... Der erste Krieger auf den sie trafen hatte gegen ihre Übermacht keine Chance, auch wenn er sich tapfer wehrte. Genauso erging es den beiden riesigen Kreaturen, die gezielte Armbrustschüsse in die Knie zwangen, um dann von den Schwertern niedergestreckt zu werden. Doch es sollte noch nicht vorbei sein. Wesen mit der elementaren Kraft des Feuers griffen sie aus einem Strom heißer Lava aus an. Sie schleuderten mit Feuerbällen nach der Gruppe und Cira wurde von einem dieser Bälle so hart getroffen, dass sie für einen Moment benommen an der Felswand stehen bleiben musste. Mit Alatars Kraft gelang es den Mitgliedern der Bruderschaft aber, auch diese Wesen zu vernichten.
Der Weg führte sie weiter zu einem Haus, welches in eine Schlucht im Berg eingelassen dastand. Auch hier trafen sie auf Widerstand einiger Krieger. Nachdem diese letztendlich besiegt waren, durchsuchten sie das Haus nach einem Hinweis. Doch nichts war zu finden und der Weg schien hier zu enden.
Wie aus dem Nichts tauchte plötzlich ein Mann auf, der sich als Hüter des Berges und des Tempels der Kinder Alatars vorstellte. Hatten sie also einen Verbündeten gefunden?
Immerhin konnte er ihnen einen Weg in den Berg und in den Tempel weisen...
Cira wollte soeben das Haus verlassen, in dem der Hinweis auf den Berg verborgen lag, als sie einen stechenden Schmerz in ihrer Seite verspürte. Ein rascher Blick zu ihren Brüdern und Schwestern verriet ihr, dass alle der kleinen Gruppe die gleichen Schmerzen hatten. Es musste am Gift der Riesenspinnen liegen. Wie viel Zeit würde ihnen bleiben? Sie mussten sich beeilen um den Berg zu erreichen und den Auftrag des Alkas zu erfüllen.
Ihr Weg führte sie erst östlich am Felsen entlang, bis sie auf ein weiteres Haus stießen. Diese war jedoch unbewohnt und so schenkten sie ihm keine weitere Aufmerksamkeit.
Neben dem Haus führte ein Pfad anscheinend in den Berg hinein. Vorsichtig doch mit gebotener Eile betraten sie den Pfad. Er wand sich ein Stück den Berg hinauf, dann zwischen den Felsen entlang. Es war nicht ganz ungefährlich, denn hinter jeder Biegung konnten unbekannte Gegner lauern. Und so geschah es... Der erste Krieger auf den sie trafen hatte gegen ihre Übermacht keine Chance, auch wenn er sich tapfer wehrte. Genauso erging es den beiden riesigen Kreaturen, die gezielte Armbrustschüsse in die Knie zwangen, um dann von den Schwertern niedergestreckt zu werden. Doch es sollte noch nicht vorbei sein. Wesen mit der elementaren Kraft des Feuers griffen sie aus einem Strom heißer Lava aus an. Sie schleuderten mit Feuerbällen nach der Gruppe und Cira wurde von einem dieser Bälle so hart getroffen, dass sie für einen Moment benommen an der Felswand stehen bleiben musste. Mit Alatars Kraft gelang es den Mitgliedern der Bruderschaft aber, auch diese Wesen zu vernichten.
Der Weg führte sie weiter zu einem Haus, welches in eine Schlucht im Berg eingelassen dastand. Auch hier trafen sie auf Widerstand einiger Krieger. Nachdem diese letztendlich besiegt waren, durchsuchten sie das Haus nach einem Hinweis. Doch nichts war zu finden und der Weg schien hier zu enden.
Wie aus dem Nichts tauchte plötzlich ein Mann auf, der sich als Hüter des Berges und des Tempels der Kinder Alatars vorstellte. Hatten sie also einen Verbündeten gefunden?
Immerhin konnte er ihnen einen Weg in den Berg und in den Tempel weisen...
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Sharay Lessard
Sie stiegen die Stufen hinunter in den unterirdischen Komplex. Langsam gewöhnten sich die Augen an die Dunkelheit, die nur von einigen spärlichen Fackelscheinen unterbrochen wurde. Sharay blickte sich mit einigem Argwohn um, scheidete ihr Schwert schließlich und ließ den Blick auf dem Hüter ruhen.
Sucht ihr Unterkunft oder eine Person? So war die Frage des Hüters.
Er schien sich nicht recht entsinnen zu können, wen die vor ihm stehende Gruppe suchen könnte.
Sucht in der Kathedrale, dort sind die meisten von uns versammelt
War nach einigen Fragen sein Ratschlag, eine Mann mit bläulicher Haut, gar der Name Praefector Alataris war ihm nicht geläufig.
Die Abgeschiedenheit und die Dunkelheit schienen ihn ein wenig vergesslich gemacht zu haben, er wies den Gläubigen den Weg in die dunklen Gänge des Klosters, wenn auch mit einiger Unsicherheit in der Stimme.
Sucht ihn... ihr werdet ihn finden
Die letzten Worte hallten durch den Gang des Klosters, dann hüllte die Dunkelheit den Hüter langsam ein, wärend die Bruderschaft weiter zog.
Die immer gleichen Wände des Klosters waren teils verwirrend, immer wieder kamen ihnen Mönche entgegen, wohl beschäftigt die Bibliothek in Stand zu halten. Bald darauf betraten sie einen heller erleuchteten Raum, wohl der Speisesaal. Man schien der Kathedrale endlich nahe zu sein.
Es war ein riesiger Raum, gefüllt mit etlichen Bankreihen, auf denen sich Gläubige des Einen zum stillen Gebet versammelt hatten. Alle waren einem Altar zugewandt, auf dem eine überaus kunstvoll gefertigte Statue ihres Vaters aufgebaut war. Beim Anblick dieses Altars ging Sharay kurz auf die Knie und dankte Alatar, ihre Geschwister und sie an den richtigen Ort geführt zu haben.
Man wandte sich zum hinteren Teil der Kathedrale, der mit Vorhängen abgetrennt war und trat schließlich hindurch...
Sucht ihr Unterkunft oder eine Person? So war die Frage des Hüters.
Er schien sich nicht recht entsinnen zu können, wen die vor ihm stehende Gruppe suchen könnte.
Sucht in der Kathedrale, dort sind die meisten von uns versammelt
War nach einigen Fragen sein Ratschlag, eine Mann mit bläulicher Haut, gar der Name Praefector Alataris war ihm nicht geläufig.
Die Abgeschiedenheit und die Dunkelheit schienen ihn ein wenig vergesslich gemacht zu haben, er wies den Gläubigen den Weg in die dunklen Gänge des Klosters, wenn auch mit einiger Unsicherheit in der Stimme.
Sucht ihn... ihr werdet ihn finden
Die letzten Worte hallten durch den Gang des Klosters, dann hüllte die Dunkelheit den Hüter langsam ein, wärend die Bruderschaft weiter zog.
Die immer gleichen Wände des Klosters waren teils verwirrend, immer wieder kamen ihnen Mönche entgegen, wohl beschäftigt die Bibliothek in Stand zu halten. Bald darauf betraten sie einen heller erleuchteten Raum, wohl der Speisesaal. Man schien der Kathedrale endlich nahe zu sein.
Es war ein riesiger Raum, gefüllt mit etlichen Bankreihen, auf denen sich Gläubige des Einen zum stillen Gebet versammelt hatten. Alle waren einem Altar zugewandt, auf dem eine überaus kunstvoll gefertigte Statue ihres Vaters aufgebaut war. Beim Anblick dieses Altars ging Sharay kurz auf die Knie und dankte Alatar, ihre Geschwister und sie an den richtigen Ort geführt zu haben.
Man wandte sich zum hinteren Teil der Kathedrale, der mit Vorhängen abgetrennt war und trat schließlich hindurch...
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Vardek Cane
Respektvoll lies er den Blick herumschweifen, ein seltsames Gefühl überkam ihn dabei, diente er doch erst seit kurzem der Bruderschaft,
sodaß er im Gegensatz zu seinen Geschwistern noch nicht dermaßen intensiven Kontakt mit der Macht des Herrn gemacht hatte. Doch nun konnte er sie spüren, die Präsenz des Einen war hier stark, überwältigend mächtig, er fühlte sich klein, klein, unbedeutend und hilflos, doch im selben Maße kamen ihm nun alle Geschöpfe Alathairs erbärmlich und minderwertig vor im Vergleich zu der Pracht und Macht Alatars welche er hier vernahm.
Als Letzter folgte er der Gruppe, dabei immer wieder den Blick zu den seltsamen Templern wendend, welche sich in Roben und Kapuzen gehüllt fast lautlos, ja fast wie Schatten durch die Gänge bewegten. Er kannte die Person nicht, welche ihnen der Alka aufgetragen hatte zu suchen, doch die Reaktion seiner Geschwister hatte ihn sehr nachdenklich gemacht, würde jener wohl beitragen das der Gottvater die herrschende Position die ihm zustand endlich würde einnehmen können?
Die beiden Ritter des Herrn führten die Gruppe zielstrebig voran, man erreichte schließlich einen Gebetsraum, in dem die Gruppe kurz verharrte. Schließlich begab man sich in den hinteren Teil der Kathedrale, welcher durch Vorhänge abgetrennt war. Sie durchschritten den ersten Teil, wieder waren Vorhänge weiter vorne aufgehängt, doch Vardek stockte. Es schien als würde sich eine ihm unheimliche Macht hinter dem Vorhang konzentrieren, eine Macht die ihn augenblicklich dazu zwingen wollte zu knien und den Kopf zu senken. Zögernd folgte er seinen Geschwistern die sich in den letzten Teil begaben.
Es war nicht der Anblick der vermummten und in eine Robe gehüllte Gestalt die ihn dermaßen beeindruckte, vielmehr schien jene Alatars Macht in solchem Maße auszustrahlen wie er es ausgenommen vom Alka noch nie erlebt hatte, daneben schien die Ausstrahlung der Ritter des Herrn kaum wahrnehmbar zu sein.
Hustend und sich in Krämpfen die Seite haltend wurde er von der schweren Plattenrüstung in die Knie gezwungen, er schien gleichzeitig zu frieren und zu schwitzen, rasch versuchte er sich wieder aufzurichten als sich die Gestalt auf dem Thron erhob. Der verhüllte Templer schien die Anwesenden zu mustern und sprach einige Worte, Vardek hingegen schien sie kaum zu verstehen, das Fieber machte es ihm schwer sich zu konzentrieren, Schweiß tropfte ihm von der Stirn, er versuchte krampfhaft bei Bewußtsein zu bleiben.
Messer...Unterarm? Er drehte den Kopf zur Seite und sah wie die anderen Messer zückten, ihre Arme entblößten und in den Arm schnitten, mit großer Kraftanstrengung tat er es ihnen schließlich gleich.
sodaß er im Gegensatz zu seinen Geschwistern noch nicht dermaßen intensiven Kontakt mit der Macht des Herrn gemacht hatte. Doch nun konnte er sie spüren, die Präsenz des Einen war hier stark, überwältigend mächtig, er fühlte sich klein, klein, unbedeutend und hilflos, doch im selben Maße kamen ihm nun alle Geschöpfe Alathairs erbärmlich und minderwertig vor im Vergleich zu der Pracht und Macht Alatars welche er hier vernahm.
Als Letzter folgte er der Gruppe, dabei immer wieder den Blick zu den seltsamen Templern wendend, welche sich in Roben und Kapuzen gehüllt fast lautlos, ja fast wie Schatten durch die Gänge bewegten. Er kannte die Person nicht, welche ihnen der Alka aufgetragen hatte zu suchen, doch die Reaktion seiner Geschwister hatte ihn sehr nachdenklich gemacht, würde jener wohl beitragen das der Gottvater die herrschende Position die ihm zustand endlich würde einnehmen können?
Die beiden Ritter des Herrn führten die Gruppe zielstrebig voran, man erreichte schließlich einen Gebetsraum, in dem die Gruppe kurz verharrte. Schließlich begab man sich in den hinteren Teil der Kathedrale, welcher durch Vorhänge abgetrennt war. Sie durchschritten den ersten Teil, wieder waren Vorhänge weiter vorne aufgehängt, doch Vardek stockte. Es schien als würde sich eine ihm unheimliche Macht hinter dem Vorhang konzentrieren, eine Macht die ihn augenblicklich dazu zwingen wollte zu knien und den Kopf zu senken. Zögernd folgte er seinen Geschwistern die sich in den letzten Teil begaben.
Es war nicht der Anblick der vermummten und in eine Robe gehüllte Gestalt die ihn dermaßen beeindruckte, vielmehr schien jene Alatars Macht in solchem Maße auszustrahlen wie er es ausgenommen vom Alka noch nie erlebt hatte, daneben schien die Ausstrahlung der Ritter des Herrn kaum wahrnehmbar zu sein.
Hustend und sich in Krämpfen die Seite haltend wurde er von der schweren Plattenrüstung in die Knie gezwungen, er schien gleichzeitig zu frieren und zu schwitzen, rasch versuchte er sich wieder aufzurichten als sich die Gestalt auf dem Thron erhob. Der verhüllte Templer schien die Anwesenden zu mustern und sprach einige Worte, Vardek hingegen schien sie kaum zu verstehen, das Fieber machte es ihm schwer sich zu konzentrieren, Schweiß tropfte ihm von der Stirn, er versuchte krampfhaft bei Bewußtsein zu bleiben.
Messer...Unterarm? Er drehte den Kopf zur Seite und sah wie die anderen Messer zückten, ihre Arme entblößten und in den Arm schnitten, mit großer Kraftanstrengung tat er es ihnen schließlich gleich.
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Cira Ad Ethir
- Beiträge: 22
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Cira versuchte sich trotz des Fiebers aufrecht zu halten. Seit sie durch den schweren dunklen Vorhang geschritten waren, konnte auch sie ganz deutlich die Aura und Macht dieses Mannes spüren, der sie dahinter wohl bereits erwartet hatte.
Er stellte sich als Tetrarch des Tempels vor und befahl ihnen, sich mit ihren Dolchen einen Schnitt in den Unterarm zu versetzen. Ein jeder Tat wie ihm geheißen, und der Tetrarch ritzte sich ebenfalls in den Arm. Anschließend ließ er in jede der Wunden der Mitglieder der Bruderschaft einige Tropfen seinen eigenen Blutes träufeln.
Als sich sein Blut mit ihrem mischte konnte Cira deutlich die Stärke des Herrn spüren. Das Fieber begann augenblicklich nachzulassen und die Macht Alatars war allgegenwärtig. Die Aura des Tetrarchen schien sich ihr zu offenbaren und es bestand kein Zweifel mehr:
Der einstige Praefector Alataris – der Mann, der ihr vor so langer Zeit den Weg zur Macht des Herrn und in die Reihen der Bruderschaft gewiesen hatte – war endlich zurückgekehrt.
Nachdem das Ritual an allen Mitgliedern vollzogen war, verließen sie mit dem Tetrarchen den Tempel. Der Weg zurück zum Hafen verlief ohne weitere Zwischenfälle und einige Zeit danach erreichte das Schiff den Hafen der Heimat – Rahal. Der Tetrarch sah sich bereits bei ihrer Ankunft aufmerksam in der Stadt um. Vieles hatte sich verändert seit seinem Verschwinden. Doch zuerst würde er wohl den Alka aufsuchen.
Die Bruderschaft hatte nun ihren Auftrag erfüllt. Der Tetrarch war wohlbehalten in Rahal angekommen. Cira war sich sicher, der erhabene Alka und er, würden der Stadt des Herrn eine neue Stärke geben...
Er stellte sich als Tetrarch des Tempels vor und befahl ihnen, sich mit ihren Dolchen einen Schnitt in den Unterarm zu versetzen. Ein jeder Tat wie ihm geheißen, und der Tetrarch ritzte sich ebenfalls in den Arm. Anschließend ließ er in jede der Wunden der Mitglieder der Bruderschaft einige Tropfen seinen eigenen Blutes träufeln.
Als sich sein Blut mit ihrem mischte konnte Cira deutlich die Stärke des Herrn spüren. Das Fieber begann augenblicklich nachzulassen und die Macht Alatars war allgegenwärtig. Die Aura des Tetrarchen schien sich ihr zu offenbaren und es bestand kein Zweifel mehr:
Der einstige Praefector Alataris – der Mann, der ihr vor so langer Zeit den Weg zur Macht des Herrn und in die Reihen der Bruderschaft gewiesen hatte – war endlich zurückgekehrt.
Nachdem das Ritual an allen Mitgliedern vollzogen war, verließen sie mit dem Tetrarchen den Tempel. Der Weg zurück zum Hafen verlief ohne weitere Zwischenfälle und einige Zeit danach erreichte das Schiff den Hafen der Heimat – Rahal. Der Tetrarch sah sich bereits bei ihrer Ankunft aufmerksam in der Stadt um. Vieles hatte sich verändert seit seinem Verschwinden. Doch zuerst würde er wohl den Alka aufsuchen.
Die Bruderschaft hatte nun ihren Auftrag erfüllt. Der Tetrarch war wohlbehalten in Rahal angekommen. Cira war sich sicher, der erhabene Alka und er, würden der Stadt des Herrn eine neue Stärke geben...