Mit der Geschwindigkeit des Windes und der Klugheit, die ihn als Advokaten ausgezeichnet hatte, packte Gustav seinen Seesack. Er verbarg seine sonst in Pracht und Eleganz gekleidete Gestalt unter den groben Gewändern eines Bettlers und entwich in die Schatten der Stadt, die einst seine Weisheit gelobt hatte. Seine Zuflucht suchte er auf K'awi, einer Insel, die in seinen Augen als letzte Bastion der Sicherheit galt.
Auf K'awi angekommen, und unter Schutz seines treuen Leibwächters Franz, nahm Gustav Kontakt zu Freya Silberhain und Sethrad Ryam Kethyrr auf, zwei Personen von großem Ansehen und Einfluss. Mit der Würde und Überzeugungskraft, die ihm eigen war, trug er ihnen seine Geschichte vor. Er bat nicht bloß um Asyl, sondern tat dies mit der Gewissheit und dem Selbstvertrauen eines Mannes, der fest davon überzeugt war, dass es ihnen eine Ehre sein müsse, ihm in seiner Not beizustehen.
Das Gespräch, geführt unter dem Dach der Gastfreundschaft, war von Gustavs eloquenter Darlegung seiner Lage geprägt. Er sprach nicht als ein Mann, der um Gnade bat, sondern als einer, der wusste, dass seine bloße Anwesenheit und sein scharfer Verstand eine Bereicherung für jedes Land und jede Gemeinschaft darstellten. Freya Silberhain und Sethrad Ryam Kethyrr, beeindruckt von seiner Darbietung und vielleicht auch ein wenig eingeschüchtert von seiner selbstsicheren Art, gewährten ihm das begehrte Asyl.
So fand Gustav Grann, der einstige Advokat von Adoran, in den friedlichen Landen von K'awi einen Zufluchtsort, der ihm nicht nur Schutz vor den nach ihm greifenden Schatten bot, sondern auch eine Bühne für seine ungebrochene Überzeugung, dass seine Rettung für jeden, der ihm half, eine Ehre und ein Privileg darstellte. Hier auf dem Eiland, seiner temporären neuen Heimat, will er beginnen seinen guten Namen wieder rein zu waschen.
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