*Tags darauf, Asche wohl noch nicht kalt geworden, wird man Diener des Tempels durch das Alatarische Reich ziehen sehen, die an markanten Stellen Pergamente anbringen. Jene tragen das wächserne Siegel des Alatarischen Tempels und sind wohl für jeden einzusehen, der nicht gänzlich verschlossenen Auges durchs Reich wandelt*
Bürger des Heiligen Alatarischen Reiches, Gläubige und Verbündete des Herren!
Viele von euch werden am gestrigen Abend die Rauchfahnen erspäht haben, die über die Lande des All-Einen hinweg getrieben wurden. Manche von euch werden schon erfahren haben, dass es die Diener der Adlerin und ihrer Verbündeten waren, die das Heiligen Land am gestrigen Abend heimsuchten, um Feuer und Zerstörung zu bringen.
Doch seid ebenso beruhigt und beschwichtigt in dem Wissen, dass die Übeltäter durch die Truppen des Reiches und seiner Verbündeten gestellt und in angemessener Weise zurück in ihre Heimat verabschiedet wurden.
Unser Dank gebührt unseren tapferen Truppen und Streitern, gleich welcher Herkunft, die auch an diesem Abend den Willen und die Tatkraft bewiesen haben, unsere Wahrheit und unsere Freiheit zu verteidigen.
Und so soll auch nicht unterschlagen sein, welche Nachricht der Osten uns an diesem Abend zu bringen gedachte.
Ihr also, Gläubige des Herren Alatar, seid aufgerufen dazu, in Hunger zu darben und darin die Weisheit der Adlerin zu erkennen. Auch soll euch der Angriff auf unsere Ernten und Höfe zu Anlass geben, euren "zerstörerischen Wegen abzuschwören und das Licht in euren Herzen zu empfangen." Das Licht ihrer Fackeln, das Leben zerstörte.
Ich aber frage euch, wie einer vom Ende der Zerstörung predigen will, der unsere Ernte in Brand steckt und sich an schutzlosen Gehöften vergeht. Wie jemand sich als unser Freund und Helfer schmückt, der sich im Schutze der Nacht an dem vergreift, was unseren Kindern und Alten Nahrung und Zukunft verspricht.
Diener und Verbündete des All-Einen, geht in euch und befindet selbst, ob ein Freund im Dunkeln erscheinen muss, um euch die Hand zu reichen, mit Ruß und dem Blut eurer Nachbarn verschmiert. Oder ob dies nichts weiter ist als die Niederträchtigkeit, die sie in uns selbst zu erkennen glauben, und die stets dann besonders zu Tage tritt, wenn der Moloch des Ostens geruht sich in Bewegung zu setzen.
Die Diener des Herren brauchen keine Wahrheit oder Ungemach zu fürchten. Der Gedanke ist frei und keinem König Untertan. So soll er sich entfalten, um selbst den rechten Pfad zu wählen. So ist es Wunsch und Vision des Herren Alatar.
Möge Seine Weisheit uns auch weiterhin lenken, Seine Stärke uns nähren und Sein Wille uns zum Sieg geleiten.
Im Namen des Tempels!
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