Statt mich zu beeilen, ordnete ich in fast meditativer Ruhe den beigen Stoff in meinen Händen. Noch bevor ich mir die letzten Stoffbahnen meines Kilts über die Schulter geworfen hatte, hörte das Zetern auf.
Dieser Umstand beunruhigte mich mehr als jedes Gebrüll meiner Liebsten. Aus dem Schlafbereich unserer Hütte heraustretend, sah ich auch was sie zum Schweigen gebracht hatte. Ihre vom Wetter gezeichnete Haut furchte sich auf ihrer Stirn zu Sorgenfalten zusammen während sie aus dem geöffneten Fenster zu den sich bewegenden Segeln der „Fluchbrecher“ sah.
Ich trat an ihre Seite und suchte auf der Entfernung zwischen unserer Hütte und dem Hafen nach weiteren Hinweisen. Vielleicht würde ich Thorlav heute noch begegnen und erfahren warum er das Schiff zum Aufbruch bereit hatte setzen lassen.
„Sorg dey nuad Weyb – das oberste Schwert wyrd nuad umsonst das Rudel zur Abfahrt bereyt halten.“
„Scheyß Wetter.. das muss alles an den unruhygen Geystern liegen! Mach, dass dey zum Tor kommst Kerl!“, trotz der harschen Worte, zog sie mir wie immer am Bart, bis ich auf der Höhe ihrer Lippen angelangte, um ihr einen Abschiedskuss zu geben.






