24. Rabenmond
- Bajard
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Wenn er ehrlich war, so ärgerte er sich im Inneren ganz insgeheim. Gerade hatte er sich an das Steingemäuer in Adoran gewöhnt, daran wo seine Esse und sein Amboss stand. Den Weg zur Mine konnte er noch früh am Morgen und völlig schlaftrunken hinter sich bringen doch nun, ja was nun!? Er hatte Glück wenn er nicht ins Hafenbecken stürzte oder von der kleinen Nussschale fiel, wenn er zur Mine übergesetzt wurde. Die Götter wussten es, es kotze ihn verdammt nochmal an, nun wieder von Vorne zu beginnen! "Enrico steck das Fundament ab, Enrico gieß es auf, sag Bescheid wenn du soweit bist, wir müssen dann...", grummelte er vor sich hin, als er die Holzpflöcke mit einem Hammer zusammentrieb, damit die Ecken einen hübschen Winkel ergaben. Abgemessen hatte er mit Eckehard, nachdem Amergio mit einem seiner Gäule das Ganze einmal gerade und glattgezogen hatte, doch am allerliebsten arbeitete er alleine. Keine Höflichkeitsgespräche, keine Freundlichkeitsbemühungen, obwohl die anderen sein Grummelwesen wohl mittlerweile gewohnt waren und Tam ihn auch im Wissen um sein Wesen aus Schwarzwasser einbestellt hatte. Dennoch ließ es sich am besten und am schnellsten in völliger Ruhe arbeiten. Der einzige Helfer heute war seine Freundin Femke, die ihm schon seit seiner Ankunft die besten Dienste leistete und normalerweise seine Erze trug. Heute hatte er ihre Packtaschen an der Unterseite aufgeschnitten und verteilte so die erste Sauberkeitsschicht Kies auf der abgesteckten Fläche. Ein erster, sichtbarer Fleck des neuen Kraken. Nun konnte jeder sehen wo sie arbeiteten und wo schon bald ein neues Haus entstehen würde. Nachdem er mit Harke und Spaten die gesamte Fläche des ausgebrachten Kieses glatt gestrichen und auch gefestigt hatte, in dem er mehrere Holzpflöcke zum verdichten eingeschlagen hatte, würde er sich daran machen das gesamte Fundament anschließend mit Bruchsteinen auszulegen. Sobald sich das Ganze einige Tage gesetzt hatte würden sie beginnen können das hölzerne Gerüst für den Boden zu bauen, hier würde es aber leider nicht mehr reichen allein zu arbeiten, er würde starke Helferhände benötigen. Er atmete schwer durch, als wäre sein Leben eines der härtesten überhaupt.
