Verrat an Rahal?

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Tharis Baldaron

Verrat an Rahal?

Beitrag von Tharis Baldaron »

Lange Zeit ist vergangen. Der noch bis vor einiger Zeit gepflegt aussehende Mann, gehüllt in der schwarzen Rüstung der Rahaler Soldaten fand sich liegend in einem Wald wieder. Die Hand wanderte an seinen Hinterkopf und schnell verzog er bei dem schwachen Tasten bereits die Gesichtszüge vor Schmerzen. Er musste einen Schlag abbekommen haben.
Er erhob sich, um einige Schritte zu dem kleinen Teich, aus dem er bis vor kurzem seinen Durst stillte, zu schreiten und sich dort in der Spiegelung zu betrachten. Sein Haar war verdreckt und lumpig, genau wie sein Gesicht. Ein ungepflegter Bart.


Wie lange hatte er sich nun in dem Wald versteckt?

Er war ehrlich zu sich. Es musste viel zeit verstrichen sein. Hier in diesem stillen Wald war er nicht einer der Rekruten Rahals. Nein viel mehr war er ein Jäger, ein Sammler.


Prolog:

"Ich habe eine Aufgabe für dich. Sie wird keine leichte sein und ich verstehe es, wenn du sie ablehnst."
Die Worte weckten die Neugier in dem Dunkelhaarigen.
"Fahrt bitte fort.", sprach Tharis leise.
"Eine Zeichnung entwerfen, die der Festung Rahals. Desweiteren sollst du herausfinden, was es mit dem Mord an der Königin auf sich hat."

Nach diesem Gespräch sollte für Tharis Baldaron eine lange Reise beginnen. Er packte schnell Verpflegung für die Reise ein, dann eilte er bereits zum Kutscher, der auf ihn wartete. Die Tatsache, dass sich der junge Tharis in Rahal unwohl fühlen wird, viel schlimmer noch, dass das Risiko bestand, alles könnte aufgedeckt werden und er würde sich in Gefahr bringen, ließen ihn einige Sekunden zweifeln, als er aus der Kutsche die Stadt Varuna verließ. Doch es gab kein Zurück. In der Vergangenheit hatte er den Sinn des Lebens darin gefunden auf Feldern zu arbeiten, die Bibliothek zu besuchen oder auf Tierjagten zu gehen. Diese Zeit hatte ab hier ein Ende. Tharis hatte nun einen Auftrag, eine Herausforderung. Und sie musste erledigt werden.

Es dauerte einiges an Zeit, dann jedoch hatte er es geschafft. Er war Rekrut Rahals. Jeden Tag arbeitete er an der Zeichnung der Festung. Die Zeit verging kaum. Der Unterschied zwischen "gut" und "böse" schien ihm schon bald deutlich zu werden und Tharis wusste, dass er sich umstellen musste, wenn er seine Mission beenden wollte.
Am Abend hielt er sich meistens in einer Gaststätte auf, um mit den Gestalten dort zu konversieren. Im Sinn hatte er dabei natürlich nur die Gerüchteküche.

Die Sonne ging gerade auf, als Tharis bereits an der Festung vorbeischritt, ein Buch aufklappte, das etwas größere Pergament hineinlegte und die letzten Einzelheiten anfertigte. Die Zeichnung hat das grobste. Einige Gänge in die Tharis Zugang hatte waren auf ihr zu sehen. Die Räume zu denen er keinen Eintritt hatte und das waren nicht wenige, kennzeichnete er auf der Karte. Er hatte seinen Auftrag weitesgehend erledigt. Die Robe wurde übergestrichen, er begab sich zum Kutscher.

"Bringt mich so schnell es geht nach Bajard."
Die Pläne des Tharis standen fest. Er würde einige Zeit untertauchen. Der Kutscher wurde angemessen entlohnt, dann schritt er durch Bajard und immer weiter. Bis er einen Wald erreichte. Er betrat ihn. Hier würde er bleiben, bis genug Zeit verstrichen war.



Nun war er zurück in Varuna. Die schwarze Rüstung in der Tasche sorgsam verstaut, sein Haar wuselig, sein Bart deutlich, die Kleidung verdreckt und lumpig. So schritt er durch das Tor, auf den Weg zu Rafael de Arganta, die Mappe fest in den Händen haltend.
Tharis Baldaron

Beitrag von Tharis Baldaron »

Die Anziehung der Damen, welch Fehler in den Augen des Tharis. Er vertraute dieser Frau, jene, die er gerade ein mal seit einigen Stunden kannte. Er erzählte ihr von Rahal, seiner Mission, ohnehin hatte sie seine Plattenrüstung mit dem Siegel der Stadt erkannt.

Sie sprang auf, holte eine Armbrust hervor, in dieser Taverne, die Menschenleer war. Nur Farian, der Tavernenbesitzer blickte sich erschrocken um. Doch hier hatte Tharis nicht viele Möglichkeiten, in Bajard hatte Rahal wohl zu bestimmen.


"Abmarsch, Herr Baldaron.", ertönte ihre Stimme. Tharis musste auflächeln. Nun hatte man es geschafft, man würde ihn wohl an die Rahaler Armee ausliefern und der Krieger malte sich das schlimmste aus. Vielleicht würde man ihn foltern, möglicherweise gleich niederstrecken, auf jeden Fall würde der Tod nicht weit weg sein.

"Ich gehe nicht nach Rahal, Laraanji."
Die Armbrust war direkt auf ihn gerichtet, sie hielt jene so seelenruhig. Diese Laraanji hatte nerven.

Tharis erhob sich, schritt zur Tür. Er sprach davon, dass sie einen großen Fehler machte, er glaubte an die guten Eigenschaften in ihr, doch sie stieß ihn weiter vorran. Dann erreichten sie einen Weg, kurz vor dem Tor. Kein Mitglied der Bürgerwehr war zu sehen und so kam es, dass Tharis in seine Seitentasche griff, um einen kleinen Diamant hervor zu holen. Er war eckig, Tharis hatte ihn bei der letzten Jagd aufgesammelt und er war sicherlich einige Goldstücke wert. In einem unachtsamen Moment Laraanjis warf er jenen in Richtung des Gesichtes der Frau. Sichtlich überrascht feuerte sie mit der Armbrust in Richtung des Oberschenkels Tharis, der mitlerweile sein Schwert gezogen hatte und auf sie zueilen wollte, doch direkt vor ihren Füßen zusammenbrach. Er tat alles dafür, nicht an Rahal ausgehändigt zu werden und so griff er nach dem Fuß Laraanjis, die jedoch mit dem Fuß ausholte, ihn direkt im Gesicht traf. Eine Hand auf die Wunde im Oberschenkel pressend griff er ein weiteres Mal mit der freien Hand nach ihrem Fuß, dieses Mal zerrte er an ihm, sodass die zierliche Frau nun zu Boden sackte. Er legte sich über sie, ergriff ihre Arme mit beiden Händen. Blut tropfte ihm aus der Nase und fand in ihrem Gesicht das Ende. Er näherte sich mit seinem Gesicht, dem ihren, redete auf sie ein.

"Verräter!", schrie sie immerwieder. Tharis blickte zur Seite, von weiten war bereits die Bürgerwehr zu sehen.
"Verzeiht mir...", murmelte er leise, dann holte er mit dem Kopf weit aus, um ihr einen Kopfstoß zu versetzen. Natürlich war sie schnell bewusstlos, er erhob sich und humpelte in Richtung des Tores, um auf die Kutsche aufzuspringen und nach Varuna aufzubrechen, in der Hoffnung mit Rafael de Arganta zu sprechen.
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