- Seit Tagen beobachtete Hasrabal schon die Straßen der goldenen Stadt… Er weiß gar nicht mehr, wann er das letzte Mal im Sonnenschein vor die Tür getreten ist… Sein ganzes Leben fühlte sich im Moment unecht an. Immer wieder will er sich aufraffen und zu seiner Familie gehen. Aber sein Herz lässt ihn einfach nicht. Schon beim Gedanken daran einem anderen zu begegnet, wird sein Mund trocken, seine Kehle schnürt zu und das Herz sticht. Wie es dazu gekommen ist, weiß er gar nicht so recht. Aber die Situation zu ändern, würde sehr viel Kraft erfordern.
Nur spät in der Nacht traut er sich raus. Die Patroillien der Wachen hatte er lange studiert. Ein wenig frische Luft. Ein wenig frisches Wasser, und Datteln. Etwas Holz aus seinem Vorrat, denn damit vertreibt er sich die Tage. Dabei immer Außerhalb der Sicht, damit er niemanden zur Last fällt.
Als sein Vorrat kleiner wurde, wuchs auch der Mut hinaus zu gehen etwas. Denn ohne das Schnitzen hätte er gar nichts mehr in seinem Leben.
Der Entschluss gefasst, das Packlama in einer Nacht und Nebelaktion vorbereitet. Er muss hinaus, hinaus aus der Stadt, hinaus aus der Wüste. Neues Holz schlagen, und dabei nicht gesehen werden… Vielleicht war das auch der erste Schritt wieder hinaus in ein Leben ohne diesen Schmerz. Allein der Gedanke daran ließ Ihn zittern. Keine Vorfreude, nur Panik die es zu überwinden gab.
Hausarrest - Der Anfang vom Ende
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Hasrabal Erkhaban Bashir
Hausarrest - Der Anfang vom Ende
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Hasrabal Erkhaban Bashir
- Bauchschmerzen mischten sich zu dem unguten Gefühl. Mit jedem Stamm der vom Stapel genommen wurde, wurden Sie größer. Vielleicht ist es eine Vorahnung, vielleicht auch nur eine Magenverstimmung von zu vielen Datteln. Jedenfalls brachte er in der Nacht erst mal einiges in Odnung.
Das wenige Leder wurde an die Dame in seinem Herzen weiter gegeben. Bestimmt findet Sie es irgendwann in Ihrer Kiste. Die Erze und Barren an seine Familie. Sie hatten bestimmt Verwendung dafür.
Und wenn es doch alles ganz anders kommen würde? Dann könnte er sich auch wieder in die Mine stellen, denn die Adern sind voll von Erz, man muss es nur suchen.
Es war so langsam Zeit die Axt zu schärfen und in den Wald zu gehen... vielleicht schon diese Nacht... Vielleicht auch an einem anderen Tag. Das Herz klopft und rast.
Was für Tage auf Ihn dort warten...
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Hasrabal Erkhaban Bashir
- Er hatte es wieder nicht getan... Immer wieder ging er zur Türe, die Klinke schon in der Hand und dann doch wieder ein Geräusch in der Nacht der Wüstenstadt. Feigling, trau dich... Immer wieder redet er sich es ein. Ohne Erfolg. Was soll das ganze noch, du kannst doch einfach raus.
Verbittert und weinend saß er auf den Stufen. Was war nur geschehen? Warum war er so schwach? Geflehte Bitten an Eluive, doch auf dem Ohr schien Sie taub.
Nicht in dieser Nacht... wieder nicht... Vielleicht ja in der nächsten...
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Hasrabal Erkhaban Bashir
- Die Augen waren überall... Er wurde beobachtet, beurteilt, verteufelt... Er spürte es. Hörte das Stimmgemurmel. Leise, krächzend und gerade so laut, dass er es mitbekam. Immer, egal ob er auf dem Balkon war, in der Küche, dem Keller oder sich das Kissen über die Ohren legte. Die Stimmen waren immer da.
Verlassen, verlassen von der Familie, verlassen von Eluive, und von allen, die er je liebte. Vielleicht war es auch langsam sein Verstand, der Ihn verlies. Er katzte sich am Kopf, erst ein wenig, dann etwas mehr. Der Turban, er juckte, aber verdeckte auch die kahl gekratzten Stellen darunter.
Alle Spiegel in seinem Haus waren verdeckt, er konnte den Anblick darin nicht ertragen. Er wirkte darin abgemagert und blass. Die Arbeit in der Mine fehlt ihm. Aber die Gefahr dort jemanden zu begegnen war zu groß.
Die angenehme Kühle des Kellers wich beissender Kälte. Ob es vom Sandstein unter ihm, oder vom Herzen in ihm kam wusste er nicht. Aber lange konnte, wollte, würde er es nicht mehr ertragen...
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Hasrabal Erkhaban Bashir
- Er war verlassen, von Glück, von allen die Er liebte, und von Eluive, daran gab es nun keinen Zweifel mehr. Sein letzter Blick zurück kam aus einem eingefallenen Gesicht, der Körper ausgemergelt, der Weg durch die Wüste weit. Er hatte nichts mehr im Haus, kein Essen... kein Wasser und auch kein Holz mehr... Und zumindest das brauchte er um noch halbwegs bei Verstand zu bleiben. Doch jeder Schritt im Sand war hart und schwer. Obwohl er kaum noch etwas wog, hatte er das Gefühl, dass er mit jedem Schitt etwas tiefer einsank...
Dann kam das Grün... Es musste wohl Frühling sein. Er hatte den Wechsel der Jahreszeiten in seinem Haus nicht mitbekommen. Aber die Bäume standen so frisch im Saft als wollten sie Ihn mit ihrer Vitalität verhöhnen. Das Axtblatt war schwer, viel schwerer als früher. Die Arbeit mühsam und nur langsam, zu langsam von Erfolg gekrönt. Der Wasserschlauch wurde angehoben, doch begegnete ihm nur Staub. Er war schon lange leer. Er frohr nicht, er schwitzte nicht, er existierte nur.
Und dann kamen Sie. Wie wilde Hyänen fiehlen Sie über ihn her. Trotz trüber Augen erkannte er Sie. Hatte Sie schon mal gesehen. Flucht? Nein, die Beine Wollen nicht. Darum gab es nur eines. Sich stellen. Mit Haifischartigem grinsen sahen Sie ihn an. Doch zollten Sie ihm Respekt. Mehr als sein Volk, sogar mehr als sein eigenes Blut. Sie hätten Ihn einfach zerpflücken können. Und doch kam einer Jener aus der Gruppe. Ein Zweikampf. Ehre unter Männern. Ehre die Er nicht verdient hatte. Hätte er noch genug Flüssigkeit für Tränen in sich gehabt, sicher wäre dafür eine über seine Wange gerollt.
Eine Verbeugung. Ein letzter, stolzer Blick. Ein Duell, zu kurz für einen echten Kampf. Dann war es so weit... Nach Monden voller Sehnsucht, voller Qual und Selbstzweifel. Der Schmerz, er stoppte. Ein kurzer Augenblick der Freiheit, der Leichtigkeit und dann die Schwärze. Für immer. Auch wenn Eluive ihn verlassen hatte konnte er Ihr so ein letztes Schnippchen schlagen.
Zuerst viel sein Kopf auf den frühlingshaften Rasen. Momente Später, an anderer Stelle, bettete sich auch Sein Körper dort zur ruh. Das Blut fast schon zäh, schien dunkel, annähernd schwarz.
Hätte er noch einen letzten Gedanken, so würde er denen Gelten, die er zurück lies. Doch der Tod ist graumsam. Er gibt keinen Aufschub. Keine Zeit für versprechen und für letzte Gedanken. Nur Frieden und Ruhe in ewiger schwärze.
Zuletzt geändert von Hasrabal Erkhaban Bashir am Samstag 5. März 2022, 15:31, insgesamt 1-mal geändert.