Nachtblaue Augen mit silbernen Sprenkeln wie Sterne, tief wie die endlosen Weiten des Meeres. Nicht zum ersten Mal blickte Laurelin en Annûn in die Augen Lamentinu Celebrens und doch war es so als würde sie jene zum ersten Mal wirklich sehen. Meine Schwester...
Gedankenverloren wanderte Laurelin mit lautlosen Schritten entlang der Küste des Meeres. Weit reiste ihr Geist in jenen einsamen Stunden. Doch heute wurde alles anders. Bereits nach einigen weiteren Metern bemerkte Laurelin eine bekannte Gestalt an der Küste – Lamentinu. Ihre Lehrmeisterin der Klänge und Melodien, eine Barde, ebenso wie sie selbst. Jene hielt die Angel ruhig in der Hand und ließ den Schwimmer ruhig in den Wellen treiben. „Alae, Zauberin der Klänge, Gwathel.“, erklang Laurelins singende Stimme. Die Angesprochene wandte sich ihr zu und schenkte ihr ein liebevolles Lächeln. Nur kurze Zeit später standen die beiden Edhil nebeneinander wenige Schritt von der Brandung entfernt und richteten ihren Blick auf den dunkler werdenden Horizont. „Der Anblick des Horizonts hielt mein Herz schon immer so sehr gefangen wie der einer sternenklaren Himmelsnacht.“, sprach Lamentinu. „Ich war schon immer gefesselt von einem Sonnuntergang. Meine Mutter erzählte mir immer, dass ich auch als kleines Kind jenen immer sehen wollte.“, gab Laurelin lächelnd zurück. „... Meine Mutter trug den Namen Blüte zurecht... Sie hatte wundervolle silberne Haare...“, erzählte Lamentinu mit sanftem Klang in den Worten. Laurelin schloss ihre Augen und sofort erschien ihr im Geiste das Bild ihrer eigenen Mutter. „Ihre Augen von so tiefem Blau und silbern strahlten einige Funken darin. Ihre Stimme erklang so rein...“. „Hallôth...“, flüsterte Laurelin von der Erinnerung an ihre Mutter übermannt und spürte gleichzeitig wie Lamentinus Melodie sich neben ihr auf einmal veränderte. „Woher kennst du ihren Namen?“, fragte jene mit verwirrter Stimme. Die Erkenntnis durchzuckte Laurelin wie ein Blitz, doch unfähig jene nun in Worte zu fassen, kam einzig ein gehauchtes „Ihren Namen...“ über ihre kühlen Lippen. Selten war das Herz der jungen Edhil so sehr von Gefühlen aufgewühlt worden. Unendlich langsam brandeten die Wellen an die Küste als sie sich ihrer Schwester zuwandte. „Hallôth, die erhabene Blüte,... ist der Name meiner Mutter.“, sprach sie tonlos und erkannte die Ungläubigkeit und Verwirrung in den Augen Lamentinus. „Aber wie ist das möglich? Meine Mutter segelte fort in die anderen Lande. Ich sah das Schiff und wie sie fortging. Es hatte silberne Segel, einen goldenen Bug.“, Lamentinus Worte spiegelten die Gefühle ihrer Augen wieder. Laurelin schüttelte verständnislos den Kopf. „Wohl ist sie hierher gekommen... nach Ered Luin.“, antwortete sie schließlich. „Das würde bedeuten du bist meine Halbschwester!“, neben der Verwirrung trat nun etwas weiteres in die Stimme Lamentinus – Liebe. Rasch trat jene auf Laurelin zu und umschloss sie mit ihren Armen. Eine warmer Mantel der Zuneigung und Liebe legte sich um Laurelin, ihren Körper, ihr Herz, ihren Geist. Sie ließ ihren Kopf auf Lamentinus Schulter sinken und umschloss jene ebenso mit ihren Armen. Sanft hielt sie ihre Schwester in den Armen, so als wäre sie zerbrechlich. Eine Träne rann aus ihrem Auge und fiel auf Lamentinus Gewand. „Wieso hat sie es mir niemals erzählt?“, flüsterte sie. „Ich weiß es nicht. Warum konnte sie hierher kommen und ihr altes Leben zurücklassen, mich vielleicht sogar vergessen?“, deutlich erkannte Laurelin den Schmerz in Lamentinus Worten. „Law, das denke ich nicht. Immer schon spürte ich eine Unruhe in ihr, die nicht nur von ihrem Wunsch in die fernen Lande zu reisen rührten. Sie hat dich nicht vergessen! Sie sang mir einmal ein Lied vor, dessen Bedeutung ich erst jetzt zu verstehen vermag.“, erwiderte Laurelin mit Bestimmtheit in ihrer Stimme. Langsam ließ Lamentinu sie los und blickte sie aus tränenschweren Augen an. „Wie ging das Lied?“, fragte jene hoffnungsvoll. „Ich bitte dich, gib mir etwas Zeit ihre Worte in meinen Geist zurückzurufen!“, bat Laurelin. Lamentinu nickte langsam. „Sie hat mir früher immer ein Schlaflied vorgesungen, vielleicht erkennt es dein Herz.“ Zunächst etwas unsicher, mit dem nächsten Wort mit zunehmender Fülle und Stärke begann Lamentinu in ihrer klaren Stimme zu singen. Fast schmerzlich schloss Laurelin die Augen und mit jedem Wort, mit jeder gesungenen Note erfüllte sich ihr Herz mehr und mehr mit Erinnerung und Liebe. Nachdem Lamentinu geendet hat und der letzte Klang ihrer Stimme über dem Meer davongeschwebt, bat sie Laurelin, noch immer ergriffen von der Melodie: „Setz dich neben mich und blicke mit mir auf das Meer, Gwathel!“. Geschmeidig ließen sich die Edhil nieder, die Berührung ihrer Seelen durch den Druck ihrer ineinandergelegten Hände aufrechterhaltend. Die Wolken zogen rasch dahin, die Dunkelheit legte sich über das Wasser. Regentropfen fielen auf die Schwestern. „Sogar der Himmel weint vor Freude, dass wir uns wiedergefunden haben.“, sagte Lamentinu und Laurelin erkannte deutlich die Freude, welche sie in sich trug. Laurelin schloss die Augen und genoss wie das Wasser über ihr Gesicht rann. „Erinnerst du dich, wann Regen sich das letzte Mal so gut angefühlt hat?“ „Law.“
Still saßen sie Hand in Hand und sahen auf den Horizont, während ihre Melodien sich miteinander verbanden und eine neues Lied erschufen, das in den Himmel hinaufstieg.
Sternennacht und Abenddämmerung.
Sternennacht und Abenddämmerung
- Lamentinu Celebren
- Beiträge: 1105
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Sternennacht und Abenddämmerung..
fürwahr, sie hatte etwas gefunden, ein Stück von sich selbst, ein Stück von ihrer Vergangenheit.. eine Bande, zart geknüpft, als wäre es aus ihren Haaren gewoben, doch so stark als könnte eine ganze Ochsenherde es nicht durchtrennen. Es war ein Band, gestrickt aus dem Blute und den Geiste...
Schon immer hatte sie gefühlt, dass sie sich auf besondere Weise verbunden fühlte mit Laurelin, ihr nahe war, dass sie sich für sie verantwortlich fühlte auf eine Weise... doch sie führte es darauf zurück, dass sie es war, die mit Stimme und Harfe so liebliche Klänge formte, dass sie die Welt um sich vergessen konnte... dass sie ihre Schülerin war, in der Kunst waren sie eins. Und doch... da war noch etwas anderes... langsam sah sie klar.
Sie hat fast die selben Haare wie ich, ihre Augen.. sind fast identisch mit den meinen... sie trägt die selbe leichte Verträumtheit in sich, die mich stets begleitet... warum war ihr nie aufgefallen, wie ähnlich sie sich waren, im Geiste wie vom Äußeren? Sie war ihre Schwester, doch nicht eine Schwester wie jede andere, sie hatte der selben Mutter Blut. Schwester... das Wort klang so seltsam auf einmal in ihren Ohren, es hatte eine andere Klangfarbe bekommen.
Sehnsucht und tief empfundene Zuneigung durchdrangen ihr Herz, doch auch Schmerz und ein leichter Schatten der Trauer.
Einen besonderen Schatz habe ich gefunden... und doch... erinnert er mich an das, was ich verloren habe. In dir wohnt der Klang meiner Mutter, er ist ein Teil deiner Musik wie das meine... ihre Blüte war der Tag, dein Stern lässt ihn sinken und die Nacht langsam kommen, in der mein Stern sein zartes Licht aussendet.. bis wir mit dem Morgenrot die Blüte neu blühen lassen, die wir beide in uns tragen. Der Kreis schließt sich...
Abenddämmerung und Sternennacht.
fürwahr, sie hatte etwas gefunden, ein Stück von sich selbst, ein Stück von ihrer Vergangenheit.. eine Bande, zart geknüpft, als wäre es aus ihren Haaren gewoben, doch so stark als könnte eine ganze Ochsenherde es nicht durchtrennen. Es war ein Band, gestrickt aus dem Blute und den Geiste...
Schon immer hatte sie gefühlt, dass sie sich auf besondere Weise verbunden fühlte mit Laurelin, ihr nahe war, dass sie sich für sie verantwortlich fühlte auf eine Weise... doch sie führte es darauf zurück, dass sie es war, die mit Stimme und Harfe so liebliche Klänge formte, dass sie die Welt um sich vergessen konnte... dass sie ihre Schülerin war, in der Kunst waren sie eins. Und doch... da war noch etwas anderes... langsam sah sie klar.
Sie hat fast die selben Haare wie ich, ihre Augen.. sind fast identisch mit den meinen... sie trägt die selbe leichte Verträumtheit in sich, die mich stets begleitet... warum war ihr nie aufgefallen, wie ähnlich sie sich waren, im Geiste wie vom Äußeren? Sie war ihre Schwester, doch nicht eine Schwester wie jede andere, sie hatte der selben Mutter Blut. Schwester... das Wort klang so seltsam auf einmal in ihren Ohren, es hatte eine andere Klangfarbe bekommen.
Sehnsucht und tief empfundene Zuneigung durchdrangen ihr Herz, doch auch Schmerz und ein leichter Schatten der Trauer.
Einen besonderen Schatz habe ich gefunden... und doch... erinnert er mich an das, was ich verloren habe. In dir wohnt der Klang meiner Mutter, er ist ein Teil deiner Musik wie das meine... ihre Blüte war der Tag, dein Stern lässt ihn sinken und die Nacht langsam kommen, in der mein Stern sein zartes Licht aussendet.. bis wir mit dem Morgenrot die Blüte neu blühen lassen, die wir beide in uns tragen. Der Kreis schließt sich...
Abenddämmerung und Sternennacht.
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Laurelin en Annun
Seufzend ließ Laurelin ihre feingliedrigen Finger von den silbern schimmernden Saiten ihrer Harfe sinken. Law, law... Die Melodie war anders gewesen, ähnlich, aber anders. Zum vielleicht tausendsten Mal schloss Laurelin ihre Augen und versuchte sich das Bild und vor allem das Lied ihrer Mutter ins Gedächtnis zu rufen. Der Akkord trug mehr Spannung in sich... vielleicht in Moll? Erneut hoben sich ihre Finger an die Harfe und schlugen eine Tonfolge mit einem abschließendem Akkord an. Eine scheinbar fröhliche Melodie erklang, doch trug sie eine tiefe innere Zerrissenheit und Trauer in sich, welche wie Nebel über einer blühenden Blumenwiese lag. Diesmal zufrieden nahm Laurelin die Hand von der Harfe und lächelte. Mae, so hatte es geklungen... Die Worte waren ihr leichter im Gedächtnis geblieben als die Melodie, schließlich hatte sie sich darüber schon vor einem Menschenleben den Kopf zerbrochen. Endlich verstand sie, warum ihre Mutter dieses Lied geschrieben hatte, wem sie es gewidmet hatte...
Oh, Hallôth, geliebte Mutter. Warum? Warum hast du mir niemals erzählt, dass ich eine Schwester habe? Warum bist du fortgegangen? Warum hast du uns beide verlassen? Mit liebevollem Geiste gedachte Laurelin ihrer Mutter, daran wie ihr jene die Musik näher gebracht hatte, wie sanft ihr Blick war und dennoch rannen ihr die Tränen über die Wangen bei der Erinnerung. Dennoch hast du mir jemanden geschenkt, der einen Teil von dir bei mir gelassen hat. Nicht allein, sondern mit einer Schwester, einer Schwester des Blutes und Geistes, einer Zauberin der Klänge, einer Lehrmeisterin und vielem mehr als das.
Viele Stunden und Tage erklang immer wieder dasselbe Lied über dem Wasserfall, an welchem Laurelin übte. Es war das Lied einer Meisterbardin und es musste so rein und klar, so perfekt werden, dass Lamentinu den Geist ihrer gemeinsamen Mutter darin erkannte. Und so spielte sie Tag und Nacht, um ihrer Schwester ein Geschenk zu machen.
Oh, Hallôth, geliebte Mutter. Warum? Warum hast du mir niemals erzählt, dass ich eine Schwester habe? Warum bist du fortgegangen? Warum hast du uns beide verlassen? Mit liebevollem Geiste gedachte Laurelin ihrer Mutter, daran wie ihr jene die Musik näher gebracht hatte, wie sanft ihr Blick war und dennoch rannen ihr die Tränen über die Wangen bei der Erinnerung. Dennoch hast du mir jemanden geschenkt, der einen Teil von dir bei mir gelassen hat. Nicht allein, sondern mit einer Schwester, einer Schwester des Blutes und Geistes, einer Zauberin der Klänge, einer Lehrmeisterin und vielem mehr als das.
Viele Stunden und Tage erklang immer wieder dasselbe Lied über dem Wasserfall, an welchem Laurelin übte. Es war das Lied einer Meisterbardin und es musste so rein und klar, so perfekt werden, dass Lamentinu den Geist ihrer gemeinsamen Mutter darin erkannte. Und so spielte sie Tag und Nacht, um ihrer Schwester ein Geschenk zu machen.
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Laurelin en Annun
Ihre Fingerspitzen schmerzten bei jeder Berührung, doch es war die Arbeit wert gewesen. Das Werk war vollendet. Laurelin en Annûn wendete ihren Blick von ihren zarten blutigen Fingern auf ein Stück Pergament, auf welchem mit goldener Tinte das Lied Hallôths verewigt war. Elegant schwangen sich silberne Linien über das Blatt, umspielten die Noten und Worte wie die fallenden Blätter die Bäume. Nur eine Zeile war leer geblieben... Nachdenklich wiegte Laurelin den Kopf. Sie wusste nicht um den Titel, den ihre Mutter für das Lied vorgesehen hatte. Laurelin schloss ihre Augen und führte ihren Geist zu jenem Augenblick zurück, da sie mit ihrer Mutter an eben jenem Ort verweilt hatte...
Mit Tränen in den Augen blickte die junge Laurelin zu ihrer Mutter auf. Bewegungslos einer Statue gleich saß Hallôth auf der Bank, ihre Hände noch immer auf den Saiten ihrer Harfe ruhend, ihr Blick in weite Ferne gerichtet. Auch in ihren Augen glitzerten Tränen und Laurelin wusste, dass ihr Geist in weite Ferne gereist war, an einen Ort zu dem sie Hallôth nicht folgen konnte. So wartete sie... Der goldene Schimmer am Horizont verschwand und wich dem silbernen Leuchten der Sterne. Schließlich wand Hallôth ihren Kopf und sah auf ihre Tochter. „Tindómerel...“, begann sie in sanfter Stimme zu sprechen. Laurelin hob den Kopf bei dem Wort, es war der Name, den ihre Mutter häufig für sie benutzte, Tochter der Dämmerung. „Nana, was bedeutet dein Lied?“, fragte die Angesprochene noch immer in Gedanken über die Melodie und die Worte. Laurelin spürte wie sich die Melodie ihrer Mutter veränderte, traurig, fast schmerzlich wurde sie, doch es lag auch Liebe darin mit einem Hauch von Stolz. „Eines Tages wird dein Herz es verstehen, nîn iell.“ Laurelin sah in das Gesicht ihrer Mutter auf. „Für wen hast du es geschrieben?“ Hallôth lächelte geheimnisvoll. „Elen-dú.“, antwortete jene nur, erhob sich und verschwand in der Dunkelheit.
Mae, nun verstand Laurelin das Lied. Rasch griff sie zur Feder und schrieb in geschwungenen Lettern den Titel des Liedes auf das Pergament. Elen-dú – Sternennacht.
Mit Tränen in den Augen blickte die junge Laurelin zu ihrer Mutter auf. Bewegungslos einer Statue gleich saß Hallôth auf der Bank, ihre Hände noch immer auf den Saiten ihrer Harfe ruhend, ihr Blick in weite Ferne gerichtet. Auch in ihren Augen glitzerten Tränen und Laurelin wusste, dass ihr Geist in weite Ferne gereist war, an einen Ort zu dem sie Hallôth nicht folgen konnte. So wartete sie... Der goldene Schimmer am Horizont verschwand und wich dem silbernen Leuchten der Sterne. Schließlich wand Hallôth ihren Kopf und sah auf ihre Tochter. „Tindómerel...“, begann sie in sanfter Stimme zu sprechen. Laurelin hob den Kopf bei dem Wort, es war der Name, den ihre Mutter häufig für sie benutzte, Tochter der Dämmerung. „Nana, was bedeutet dein Lied?“, fragte die Angesprochene noch immer in Gedanken über die Melodie und die Worte. Laurelin spürte wie sich die Melodie ihrer Mutter veränderte, traurig, fast schmerzlich wurde sie, doch es lag auch Liebe darin mit einem Hauch von Stolz. „Eines Tages wird dein Herz es verstehen, nîn iell.“ Laurelin sah in das Gesicht ihrer Mutter auf. „Für wen hast du es geschrieben?“ Hallôth lächelte geheimnisvoll. „Elen-dú.“, antwortete jene nur, erhob sich und verschwand in der Dunkelheit.
Mae, nun verstand Laurelin das Lied. Rasch griff sie zur Feder und schrieb in geschwungenen Lettern den Titel des Liedes auf das Pergament. Elen-dú – Sternennacht.
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Laurelin en Annun
Elen-dú – Lied der Sternennacht
Zärtlich bedecken Blüten das ihre Herz,
Als der Hauch der Dunkelheit sie berührt,
Als der Wind sie wiegt in leisem Schmerz
Und der Traum zurück sie führt...
Die gold`ne Dämmerung verstirbt so weich,
Schon wirft der Taumond seinen Silberblick,
Kurz vermischen sich die Strahlen im Blütenteich,
Schon wandeln sie in raschem Schritt.
Wie der Augen Seelenlicht erleuchtet jeder Stern,
Erklingt ihr Lied in der Blüten Traum,
Erhellt ihr Licht die tiefe Heimat fern
Und gibt ihr Tanz der Unendlichkeit Raum.
Komm, schließ die Augen, folge mir,
Lass uns reisen in ihr Firmament,
Dort wacht die schönste glänzend Zier,
doch ist sie selbst das strahlendste Geschenk.
Spürst auch du ihren kühlen Hauch?
Einsam wandert sie auf Sternenpfaden
Und auf des Taumonds Sichel auch.
Sie ist die Königin der Sternnachtsagen.
Vorbei am Mond der Wolkennebel schwebt,
Benetzt sein Lied und senkt es auf uns herab,
Berührt gold`ne kühle Haut und lebt,
Erleuchtet unsren Geist und setzt die Saat.
Niemals war mein Blick so frei,
Niemals wieder wird er`s sein,
Seit ich´s verlor das Herz sinkt wie Blei,
Nur Erinnerung sei auf ewig mein.
Gefolgt bin ich dem Ruf der Sterne,
Kehr zurück, ein Herz aus Stein,
Kann nur erahnen ihr Licht noch in der Ferne,
Und aus Schmerz weine ich in ihrem Schein.
Ein grauer Schimmer erhellt das Land,
Verblasst der Sterne Anmut weit entfernt,
Zum ewig Abschied heb ich meine Hand,
Denn mein Herz hat leben gelernt...
Zärtlich bedecken Blüten das ihre Herz,
Als der Hauch der Dunkelheit sie berührt,
Als der Wind sie wiegt in leisem Schmerz
Und der Traum zurück sie führt...
Die gold`ne Dämmerung verstirbt so weich,
Schon wirft der Taumond seinen Silberblick,
Kurz vermischen sich die Strahlen im Blütenteich,
Schon wandeln sie in raschem Schritt.
Wie der Augen Seelenlicht erleuchtet jeder Stern,
Erklingt ihr Lied in der Blüten Traum,
Erhellt ihr Licht die tiefe Heimat fern
Und gibt ihr Tanz der Unendlichkeit Raum.
Komm, schließ die Augen, folge mir,
Lass uns reisen in ihr Firmament,
Dort wacht die schönste glänzend Zier,
doch ist sie selbst das strahlendste Geschenk.
Spürst auch du ihren kühlen Hauch?
Einsam wandert sie auf Sternenpfaden
Und auf des Taumonds Sichel auch.
Sie ist die Königin der Sternnachtsagen.
Vorbei am Mond der Wolkennebel schwebt,
Benetzt sein Lied und senkt es auf uns herab,
Berührt gold`ne kühle Haut und lebt,
Erleuchtet unsren Geist und setzt die Saat.
Niemals war mein Blick so frei,
Niemals wieder wird er`s sein,
Seit ich´s verlor das Herz sinkt wie Blei,
Nur Erinnerung sei auf ewig mein.
Gefolgt bin ich dem Ruf der Sterne,
Kehr zurück, ein Herz aus Stein,
Kann nur erahnen ihr Licht noch in der Ferne,
Und aus Schmerz weine ich in ihrem Schein.
Ein grauer Schimmer erhellt das Land,
Verblasst der Sterne Anmut weit entfernt,
Zum ewig Abschied heb ich meine Hand,
Denn mein Herz hat leben gelernt...
- Lamentinu Celebren
- Beiträge: 1105
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Noch lange saß sie dort am Wasserfall und schaute auf die abertausend Wassertropfen... und doch betrachtete sie sie nicht. Ihr Geist war in weiter Ferne. Laurelin hatte ihr das Lied ihrer Mutter geschenkt... und es hatte etwas in ihr angerührt. Der Klang ließ etwas erwachen, was zuvor tief in ihrem Inneren schlummerte. Eine Sehnsucht, eine Leere und doch auch ein Balsam auf eine STelle ihres Herzens, die zuvor Traurigkeit und Schmerz füllte, Zweifel. Sie hatte sie nicht vergessen... sie hatte ihr solch ein wundervolles Lied vermacht...
Mutter, du Zauberin der Klänge, du Blüte der Muse, du hast mein Schicksal gemalt in deiner Klänge und Worte Sprache... und ich werde mein Schicksal erfüllen. Die Musik der Sterne will ich zu meinen Zuhörern tragen und mit meinem Licht werde ich über sie wachen... nicht die stärke des Schwertarmes wird euch beschützen, aber meine Klänge und mein Auge wird die Meinen begleiten. Ich werde auf die Pfade jener Acht geben, die auch dein Blut in den Adern trägt, Mutter... ich will ihr das Erbe der Klänge vermitteln soweit ich es vermag... meine Träume will ich ihr schenken, damit auch sie zu den Sternen reisen kann.
Vorsichtig nahm sie das Notenbüchlein aus ihrer Tasche und schlug es auf, Eine ganze WEile betrachtete sie die aus Laurelins Feder entsprungene Niederschrift jener Melodie... bis Text und Noten in ihrem Geist waren. Dann begann sie zu spielen... und sie spielte, bis sie mit dem Morgengrauen schließlich doch der Schlaf übermannte.
Mutter, du Zauberin der Klänge, du Blüte der Muse, du hast mein Schicksal gemalt in deiner Klänge und Worte Sprache... und ich werde mein Schicksal erfüllen. Die Musik der Sterne will ich zu meinen Zuhörern tragen und mit meinem Licht werde ich über sie wachen... nicht die stärke des Schwertarmes wird euch beschützen, aber meine Klänge und mein Auge wird die Meinen begleiten. Ich werde auf die Pfade jener Acht geben, die auch dein Blut in den Adern trägt, Mutter... ich will ihr das Erbe der Klänge vermitteln soweit ich es vermag... meine Träume will ich ihr schenken, damit auch sie zu den Sternen reisen kann.
Vorsichtig nahm sie das Notenbüchlein aus ihrer Tasche und schlug es auf, Eine ganze WEile betrachtete sie die aus Laurelins Feder entsprungene Niederschrift jener Melodie... bis Text und Noten in ihrem Geist waren. Dann begann sie zu spielen... und sie spielte, bis sie mit dem Morgengrauen schließlich doch der Schlaf übermannte.