Ein Brief an die Kommandantur Rahals

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Ascar Tarrant

Ein Brief an die Kommandantur Rahals

Beitrag von Ascar Tarrant »

An die Garde Rahal

Große Wut und der Schmerz des Verlustes, aber auch die unerschütterliche Zuversicht an die harte, aber gerechte Ordnung des stolzen alatarischen Reiches drängen mich dazu diese Zeilen an euch zu senden. Am gestrigen Tagewurde nicht nur mein Dienst und Tagewerk für das Volk, welches ich als wertvolles Mitglied der alatarischen Gemeinschaft nach den mir gegebenen Kräften leiste mit Füßen getreten, sondern auch die gottgewollte Ordnung innerhalb unserer ehrwürdigen Stadt! Um derlei Frevel nicht ungesühnt zu lassen wende ich mich hoffnungsvoll an euch und schildere euch folgenden Sachverhalt dieser schändlichen Tat.
Auf der Heimkehr in das mir angetraute Heim im Hafenviertel erspähte ich einen steinalten, verwahrlosten Tattergeis um dem gewiss schon die gefiederten Augen Krathors lechzend kreisten . Mit besten Absichten äußerte ich meine wohlwollende Bitte und lud ich ob der klaffenden Kälte in meine warme Kaschemme. Doch wie das mit solch Greisen ist, die bereits Äoen auf ihren krummen Buckel haben, dauerte es seine Zeit bis er meinem Wunsch nachkam. Vermutlich plante er dort in seinem wirren Geist schon die schändliche Tat die nur wenig später eine Spur der Verwüstung hinterlassen sollte! Kaum hatte ich diese wandelnde Leiche an meinem Thresen sitzen und mit meinem sündhaft teuren Schnaps beglückt, da entblößte diese auch schon sein wahres Gesicht und befahl mir mit herrischem Ton die Tür zu schließen. Ich erwiderte darauf nur, er könne sie selbst schließen, so er sich daran stört. Andernfalls sollte dies möglichen Besuchern deutlich symbolisieren, dass sie hier willkommen sind und Zuflucht finden. Jene bestimmte, aber doch durchweg freundliche Antwort gab offenbar Anlass dazu mit düsternen Machenschaften im Lied einen Feuerstrudel aus meiner Kochstelle zu beschwören. Und als sei dies noch nicht an Dreistigkeit zu überbieten drohte mir das Großväterchen in der Ordenskutter der Arkorither. Ob der steigende Hitze flüchtete ich aus meiner beschaulichen Küche und mahnte ihn derlei Scharlatanie zu unterlassen und umgehend mein feines Lokal zu verlassen. Doch davon gänzlich unbeeindruckt schmiss dieser Hurenbock einen Feuerball in meine Küche und räumte damit ein Regalbrett voller Gläser und Teller ab! Ich tat also das, was jeder tun würde um sein Haus und Hof zu verteidigen und griff nach meinem Bogen um meinen Worten Nachdruck zu verleihen. Doch statt "nur" mein Hab und Gut innerhalb Rahals zu zerstören und gar in Brand zu setzen, war nun auch meine Wenigkeit in lebensbedrohlicher Gefahr. Innerhalb Rahals! Als sich ein weiterer Feuerball manifestierte schoss ich mehr schlecht als recht nach dem Zündelzausel und traf lediglich seine pechschwarze Kutte. Nur wenig später konnte ich einen weiteren Feuerball mit einem meiner teuren Hocker abwehren, ein zweiter Hocker stand glücklicherweise in der Schussbahn und ging ebenso in Flammen auf. Doch da beißt die Maus noch keinen Faden. Er Arkorither verwandelte sich in ein schwarzes Ungetüm! Eine Schlange! Er wickelte sich um mein Bein und versucht mir in meine kostbaren Kronjuwelen zu beißen. Als ich versuchte diesen Angriff auf meine Manneskraft zu verhindern, da schlug es mir mit dem Schwanz der Dolch aus der Hand und erwischte mich damit im Bein. Erst als ich mit einem weiteren Stich dieses Scheusal von einem Liedkundigen glücklicherweise erwischte, da ließ er von mir ab und ergriff feige die Flucht, doch nicht ohne drohendes Gezischel auf ein erneutes Wiedersehen. Am Ende des Tages bleibt nicht nur die stetige Angst in dieser Stadt nicht mehr sicher zu sein - nein - auch meine teuren Möbel wurden ruiniert. Meine Teller und Gläser liegen in Trümmern, ein schwarzer Fleck verunziert meine Wand und der Schnaps wurde auch nicht bezahlt!
So verbleibe ich mit dem innigen Wunsch diesem reuelosen Irren umgehend nachzusetzen und der Schlange ihren schändlichen Kopf abzuschlagen - oder zumindest ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen!
Mit zuversichtlichen Grüßen

Ascar Tarrant - ein besorgter Bewohner Rahals.
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Auriane Treuwind
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Registriert: Dienstag 5. Juni 2018, 01:06

Beitrag von Auriane Treuwind »

*Das Schreiben wird an der Kommandatur entgegengenommen werden und dem Überbringer versichert, dass man sich bald melde. Der Brief wiederum wied an passender Stelle abgelegt.*
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