Gefährtinnen

Xinthra

Beitrag von Xinthra »

Leibwache.

Ronyas Leibwache sollte sie sein.

In Angesicht des Trainings, das an diesem Abend noch folgen sollte, verdrängte sie die vielen Fragen, die damit einher gingen. Doch am Abend des Folgetages sollten ihr die wieder ins Gedächtnis kommen. Sie grübelte, und so bekam sie den Kummer von Tajara nicht mit. Vielleicht eine Verfehlung, aber sie konnte ihre Augen doch nicht überall haben. Doch als Leibwache.. ja aber was muss man als Leibwache eigentlich tun, außer sich herzugeben sollte das Leben einer Schwester in Gefahr sein, so wie sie es sich geschworen hatten?

Ronyas Antworten waren eindeutig. Und sie leuchteten ein. Natürlich könnte bereits ein kleines Zögern den Tod einer Schwester bedeuten. Ronya setzte viel Vertrauen und Verantwortung in Xinthras Hände, die vor etwas mehr als einem halben Jahr das erste mal ein Schwert angefasst hatten, die dieses nun schwangen als hätten sie nie etwas anderes getan.

Dieses halbe Jahr welches sie nun im Einfluß von Ronya gelebt hatte, veränderte Xinthra. Sie war nun nicht mehr das kleine Mädchen mit dem hübschen Kleid, das beim Bäcker aushalf. Sie trug nun Rüstung, führte Waffen und diskutierte mit Menschen, die ein gutes Stück größer, breiter und kräftiger als sie waren.

Xinthra lebte eigentlich gar nicht so genau nach den Regeln. Sie lebte, wie sie es für richtig hielt, vielleicht war da das ein oder andere mal eine Regel darin verwoben, doch im Großen und Ganzen konnte sie sich wunderbar mit dieser Lebensweise abfinden und wollte inzwischen auch nicht mehr anders leben müssen.
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