Freudig wieherte er, als er die kleine viel zu dünne Person aus dem Wald huschen sah. Er wusste ja, dass die junge Frau, die vom Körperbau eher einer langsam heranreifenden Frau, als noch Mädchen, her wirkte, ihm wieder Äpfel mitgebracht hatte. Auch wusste er das sie ihn wieder sanft striegeln würde und seinen heissen wunden Fesseln mit Gingsengbrei und anderen Kräutern eine Abkühlung verschaffen würde. Kaum noch erinnerte er sich an seinen voherigen Besitzer, der ihn dort angebunden hatte und nie wieder erschienen war. Damals war er lange alleine gewesen, denn auch die junge Frau mit den wundersamen blonden-silbringen Haaren war längere Zeit weg gewesen und als sie wiederkam erkannte Muadib auch den Grund. Sie war krank gewesen, fieberte stark und er selber konnte kaum noch stehen. Trotzdem es der jungen Frau so schlecht gegangen war hatte sie sich um ihn bemüht. Sie hatte sein Seil verlängert, ja eigendlich machte sie ihn jeden Tag einige Stunden los und liess ihn laufen, damit er Bewegung bekam. Jeden Tag kümmerte sie sich um seine Fesseln, die vom langen Stehen stark entzündet waren. Sie hatte sie ihm aufschneiden müssen, um den Eiter unter der Haut entfernen zu können. Zuerst war er beleidigt gewesen, zornig darüber noch mehr Schmerzen zugefügt bekommen, aber er verstand dann doch das es zu seinem Besten war. Ab dem Moment begann er ihr langsam zu vertrauen. Jeden Abend warf sie eine warme Decke aus Fellen über ihn, die ihn vor dem kalten Herbstregen und den Stürmen schuetzte. Sein alter Besitzer liess sich aber nie blicken. Oft schlief die junge Frau an ihn gekuschelt, nur wenn die andere Frau in der dunklen braunen Kleidung da war, dann schlief sie im Zelt, sonst immer an ihn gekuschelt.
Nachdem Wochen vergangen waren, schrieb sie entlich einen Brief, den sie von einem Jungen unter jede Türe eines jeden Hauses auf der Insel durchschieben liess und an jede Mauer und Palisade anschlagen liess ja sogar an das Fischerhäusschen liess sie es anschlagen.
besitzer von muadib
seit wochen schon lässt du dein pferd in grosser qual an meinem zelt stehen. keinen einzigen tag habe ich dich hier erblickt. keinen einzigen tag hast du dich auch nur um ein haar deines pferdes gekümmert. du hast dir eine grosse schande aufgeladen mit solchem verhalten eines tieres gegenüber, dass dir freund war. es hat dich getragen wo immer du hin wolltest und es hat die letzten wochen auf dich gewartet. binnen der nächsten zwei tage erwarte ich das du dich vor mich stellst und um dein pferd bittest. solltest du nicht erscheinen, werde ich um das vertrauen deines tieres kämpfen und ihn an meine seite als treuen freund bringen. es ist alleine schon eine schande das es überhaupt jemand wagt ein solches wertvolles tier, denn jedes tier ist wertvoll, als seinen besitz anzusehen. du hast es einzig mir und eluive zu verdanken, dass muadib noch lebt, denn ich bin es die jeden tag die kranken beine des tieres versorgt, die jeden tag das tier füttert und pflegt und die jeden tag die wilden tiere verjagt, ich tue es gerne, sehr gerne sogar, aber ich sehe mir nicht länger mit an, wie muadib sich zu tode quält an meinem zelt, vor meiner türe, nur weil du zu faul und verantwortungslos bist dich um das tier das dir freund war zu kümmern. wie gesagt du hast zwei tage, ansonsten werde ich mir die freundschaft des tieres erkämpfen !
waldkind
Das Pferd Muadib
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Nimuelia Aumar
Sie hatte des Nachts auf das Meer geblickt und sich gefragt wie es ihrem Bruder gehen möge als sie ein kräftiges Niesen die Ohren spitzen lies.
Kurz darauf erklang eine zarte, scheu wirkende Stimme und fragte ob sie traurig sei.
Eine Zeit lang versuchte sie im Dunkel die Gestallt eines jungen Mädchens auszumachen, doch erst als dieses in den Schein ihrer Fackel trat konnte sie die zierliche Gestallt in der Lederkleidung betrachten.
Das Haar zerzaust und ein zartes Gesicht sowie die stockende Art nur einzelne Worte zu sprechen erinnerten sie an Silber. Ohne es zu merken hatte sie sie bereits in ihr Herz geschlossen.Sie sprachen eine Zeitlang wobei Nim mehr Worte und das Waldkind mehr Gesten benutzte und dann folgte sie ihr auf ihre Einladung hin zu ihrem Zelt.
Dort stand neben zwei anderen Tieren ein prächtiger Hengst....Muadib. Er glich ihrem Tänzer aufs Haar genau nur die Verschorfungen an den Fesseln ließen sie stutzen.
Waldkind erklärte wortarm das es jemand hier einfach "vergessen " habe.
Vergessen?
Ein soch prächtiges Tier das dazu geschaffen war den Wind in seinem Fell zu fühlen und die Wiesen unter seinen Hufen dahinfliegen zu sehen? Sowas vergass man nicht! Das freudige Wiehren des Hengstes als Waldkind ihn mit einem Leckerbissen belohnte war schon von der Zuneigung zu dem zarten Geschöpf geprägt. Gut Pferde werden als Besitz angesehen doch für Nim gab es seit sie denken konnte nur Freundschaft die ein Tier bei seinem Menschen hielt. Und die Freundschaft des prächtigen Muadib ward aufs schändlichste missbraucht worden.
Sie bliben auch ohne Worte noch ein wenig und musizierten zusammen die Bardin und das Waldkind. Das Mädchen sprach nur ein Wort als die Töne verklangen "Sprache" und recht hatte sie wer die Musik fühlt kennt die Seele und Gefühle dessen der sie spielt....
Kurz darauf erklang eine zarte, scheu wirkende Stimme und fragte ob sie traurig sei.
Eine Zeit lang versuchte sie im Dunkel die Gestallt eines jungen Mädchens auszumachen, doch erst als dieses in den Schein ihrer Fackel trat konnte sie die zierliche Gestallt in der Lederkleidung betrachten.
Das Haar zerzaust und ein zartes Gesicht sowie die stockende Art nur einzelne Worte zu sprechen erinnerten sie an Silber. Ohne es zu merken hatte sie sie bereits in ihr Herz geschlossen.Sie sprachen eine Zeitlang wobei Nim mehr Worte und das Waldkind mehr Gesten benutzte und dann folgte sie ihr auf ihre Einladung hin zu ihrem Zelt.
Dort stand neben zwei anderen Tieren ein prächtiger Hengst....Muadib. Er glich ihrem Tänzer aufs Haar genau nur die Verschorfungen an den Fesseln ließen sie stutzen.
Waldkind erklärte wortarm das es jemand hier einfach "vergessen " habe.
Vergessen?
Ein soch prächtiges Tier das dazu geschaffen war den Wind in seinem Fell zu fühlen und die Wiesen unter seinen Hufen dahinfliegen zu sehen? Sowas vergass man nicht! Das freudige Wiehren des Hengstes als Waldkind ihn mit einem Leckerbissen belohnte war schon von der Zuneigung zu dem zarten Geschöpf geprägt. Gut Pferde werden als Besitz angesehen doch für Nim gab es seit sie denken konnte nur Freundschaft die ein Tier bei seinem Menschen hielt. Und die Freundschaft des prächtigen Muadib ward aufs schändlichste missbraucht worden.
Sie bliben auch ohne Worte noch ein wenig und musizierten zusammen die Bardin und das Waldkind. Das Mädchen sprach nur ein Wort als die Töne verklangen "Sprache" und recht hatte sie wer die Musik fühlt kennt die Seele und Gefühle dessen der sie spielt....
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Erinna Hinrah
Traurig registrierte sie das scheinbar Muadib vergessen wurde. Langsam löste sie seine Leine ganz vom Pfosten und setzte sich ins Gras. Erst lief der Hengst davon und sie kramte ruhig eine kleine Flöte hervor auf der sie leise aber klar zu spielen begann. Geduldig sass sie da und wartete. Ihr Herz verriet ihr das Muadib zurück kommen würde, immerhin hatte er hier bei ihr genügend Futter und Zuwendung.
Flötend beobachtete sie wie er langsam nach einiger Zeit zwischen den Bäumen erschien. Den Kopf voller Stolz hoch erhoben, die Hufe sanft aufsetzend. Der Schweif wehte im Herbstwind im gleichen Takt wie Erinna's silber-blonde Haare. Langsam schloss sie ihre bernsteinfarbenden Augen und lauschte ihrer Melodie und den Hufen, die langsam näher kamen.
Es schien als verginge eine sehr lange Zeit als sie warmen Atem an ihren Kopf fühlte und langsam beendete sie ihre Melodie. Vorsichtig streckte sie ihre dreckige aber noch immer erkennbare blasse zierliche Hand aus und strich dem Tier sanft über die Beine. Danach richtete sie sich auf und ging in ihr Zelt. Muadibs Vertrauen gehörte schon lange ihr, aber jetzt gehörte es ihr richtig. Er wollte ihr sogar in ihr Zelt folgen, aber eine leichte Handbewegung hinderte ihn und mit erhobenen Schweif gallopierte er in den Wald zurück.
Mit ihrer Flöte würde sie ihn immer wieder rufen können und das wusste sie genau. Er war frei, konnte kommen und gehen wie er wollte, genauso wie ihr Wolf. Freiheit war das höchste Gut und das nahm sie keinem weg.
Flötend beobachtete sie wie er langsam nach einiger Zeit zwischen den Bäumen erschien. Den Kopf voller Stolz hoch erhoben, die Hufe sanft aufsetzend. Der Schweif wehte im Herbstwind im gleichen Takt wie Erinna's silber-blonde Haare. Langsam schloss sie ihre bernsteinfarbenden Augen und lauschte ihrer Melodie und den Hufen, die langsam näher kamen.
Es schien als verginge eine sehr lange Zeit als sie warmen Atem an ihren Kopf fühlte und langsam beendete sie ihre Melodie. Vorsichtig streckte sie ihre dreckige aber noch immer erkennbare blasse zierliche Hand aus und strich dem Tier sanft über die Beine. Danach richtete sie sich auf und ging in ihr Zelt. Muadibs Vertrauen gehörte schon lange ihr, aber jetzt gehörte es ihr richtig. Er wollte ihr sogar in ihr Zelt folgen, aber eine leichte Handbewegung hinderte ihn und mit erhobenen Schweif gallopierte er in den Wald zurück.
Mit ihrer Flöte würde sie ihn immer wieder rufen können und das wusste sie genau. Er war frei, konnte kommen und gehen wie er wollte, genauso wie ihr Wolf. Freiheit war das höchste Gut und das nahm sie keinem weg.