Ein verpfuschtes Leben... und sein baldiges Ende

Antworten
Kasgorag

Ein verpfuschtes Leben... und sein baldiges Ende

Beitrag von Kasgorag »

So hatte er sich sein Leben nicht vorgestellt.
Gut, Arbeit war noch nie sein Ding. Er verbrachte lieber die Abende in den Schenken und vergnügte sich mit dem ein oder anderen leichten Mädchen.
Das nötige Gold dafür gaunerte er sich zusammen, hier mal einen Adeligen überfallen. Dort mal bei einem Handwerker eingebrochen. Reich wurde man davon sicher nicht.
Aber es lies sich so ganz gut leben.

Doch mit den Jahren wurde es nicht leichter. Kasgorag brauchte immer mehr Schnaps um Abends betrunken sein zu können. Auch konnte er nicht erst am Abend damit anfangen, sondern musste schon am Mittag beginnen. Das alles führte dazu, dass er weniger Gold hatte.
Zuerst verzichtete er auf die Frauen. Doch selbst dann reicht ihn das Gold nicht mehr.

Da kam ihm der kleine Menekaner gerade Recht, welchen er bei der Arena am Wegkreuz sah.
Jeder wusste doch, dass diese Menekaner alle verdammt reich waren.

„He! Du da! Ich brauch Salz!“, begann er also das Gespräch.
Sayid Ifrey

Der Verwirrte Magier

Beitrag von Sayid Ifrey »

Er hatte sich auf dem Festland schon fast wieder eingelebt, und erprobte seine Kräfte in einem kleinen Kampf gegen seine alten Freunde. Jeder kannte den Kampfstiel des anderen auswendig und so machte dieses auch Sayid zu schaffen. Sein Kopf brummte noch und seine Muskeln brannten, als der alte Herr sich vor ihm aufbaute.
Salz, ja Salz hatte er nicht, schließlich war er kein Händler oder Schürfer des Emirs. Sein Auftrag war ein ganz anderer. Doch wie sollte er es diesem alten Manne erklären?
"Ich will Salz, gib es mir oder ich verhau dich"
In dem selben zug, fiel der Unterkiefer aus der Fassung und die Augenbrauen schossen in die Höhe. So viel dreisitgkeit in einer alten Person hatte er noch nie erlebt. Vieleicht war der unscheinbare Mann ja ein Rahaler? Verhalten tat er sich so. Sayid wusste gar nicht wie er auf diesen Mann reagieren sollte und so verharrte er einfach einige Minuten regunslos und Starrte ihn an.
"Hr Hast wohl Angst ja"
Fassungslos zwang ihm das abermalige versagen der Kiefermuskulatur fast zu einem Nicken ehe er sich zusammenriss und den Mann anstarrte.
"Du weißt nicht wen du vor dir hast alter Narr"
Sprach der Menekaner mit Ruhigem Ton. Dem drohendem Tanzen der Fäuste die der Mann schwung zusehend. Ehe ihm eine list einviel, wie er sich diesem Mann entledigen konnte.
"Ich hätte da vieleicht etwas, Salz was ich dir schenken würde..wenn du mir eine Frage mit JA Beantwortest..."
Ohne auf den Mann zu warten Sprach er grinsend weiter.
"Bist du der Stadt Rahal, deren Führer und diesem Schandgott Alatar treu untergeben?"
Kasgorag

Beitrag von Kasgorag »

Ob er ein Rahaler sei?
Nein mit denen hatte Kasgorag noch nie etwas zu tun gehabt.
Er war jedoch auch kein Anhänger Temoras oder irgendeiner anderen Gottheit. Sicher wusste er, dass es die Götter gab und dass sie auch Wunder wirken, aber er hatte noch nie davon profitiert. Und wieso sollte man schon zu den Göttern beten, wenn sie ihm sowieso nur so ein verpfuschtes Leben geschenkt hatten.

Es gab nur eines in seinem Leben auf das er stolz sein konnte. Und sogar das hatte er damals falsch gemacht.
Damals, als er die kleine, elfjährige Marleen aus den Fängen einer Räuberbande zu retten versuchte. Doch er kam zu spät… und sie war schon ermordet worden.
Immer wieder besuchte er ihr Grab welches er eigenhändig ausgeschaufelt hatte. Er brachte frische Blumen und sorgte dafür, dass die Bajarder das Grab nicht einfach einebneten.
Am Meer wollte sie damals begraben werden. Wenn er eines Tages, in hoffentlich noch ferner Zukunft starb, so wollte er auch dort begraben werden.

Aber noch war dieser Tag noch fern, dachte er jedenfalls als er dem kleinen Menekaner gegenüberstand.
Eigentlich hatte er damit gerechnet, diesem arroganten Südländer einfach den Hintern zu versohlen und ihm dann sein Salz abzuknüpfen. Ein paar Sack Salz… damit wäre sein Rausch für die ganze nächste Woche gesichert gewesen.
Aber jetzt… Er brauchte nur sagen, dass er aus Rahal käme und an diesen verfluchten Alatar glaubte.
Wieso nicht?
So leicht hatte er schon lange kein Gold mehr verdient.

„Ja verdammt, dann wohne ich ab jetzt eben in Rahal und glaube an Alatar!“ rief er dem Menekaner zu.
„Und jetzt gib mir endlich mein Salz, du dunkelhäutiger Lump!“ brüllte er weiter und hob drohend seine Faust.
Sayid Ifrey

Der Freischein

Beitrag von Sayid Ifrey »

Seine Augen weiteten sich, sicher war es mitlerweile egal, ob er Rahaler war oder nicht. Das Blut des Menekaners kochte, blubberte schon fast drängend an die Schädeldecke. Er merkte wie sich unter den Beleidigungen die Hand immer fester um seinen Stab schlung, wie die Knochen an dem Handrücken seiner Freien Hand unter dem Druck anfingen zu knacken. Und denoch waren die Worte des Mannes denen er kaum noch gehör schenkte wie eine freie Eintrittskarte für den Alten. Für einen Rahaler musste er keine Rechenschafft leifern!
"Du Narr besiegelst deinen Tod"
Lachte er, sich am Rand eines Blutrausches befindend in Richtung des Mannes. Sein Geist war schon im Kampf, in seinem Inneren sah er schon die Blitze aus seiner Hand fahren, das weiche Menschen Fleisch zu verbrennen und tiefe Wunden in es zu reißen. Als die Stimme des Mannes ihn aus den Gedanken riß.
"Auf her jetzt mit dem Salz, oder muss ich es aus dir rausprügeln"
Es war als hätte man die Fesseln die sich um ihn legten in den letzten Sekunden entfernt. Das Gefühl des sich zusammen ziehenden Magens, das Zwanghafte unterdrücken seiner Wut, auf die zuvor gekommenen beschimpfungen und unhöflichkeiten war verschollen. Nun war es fast so als würde er die Beleidigungen in sich aufsaugen seine Wut steigern, und nur darauf warten, bis der Menekanische Vulkan ausbricht und das Feuerspucken beginnt.
An der Spitze des Stabes sprangen schon unkontrolierte kleine Funken in die Luft, wärend sich die Kugel an der Stabspitze begleited von einem kleinen knistern in Richtung des Mannes senkt.
"Du bist des Todes"
Zischte die Zunge des Menekaners kaum in einer anderen Tonhöhe als das Zischen und Knacken der sich am Stabende entladenden Energie.
Kasgorag

Beitrag von Kasgorag »

Er brannte.
Jedenfalls an den Stellen, an der ihn das Feuer des Menekaners getroffen hatte.
Furchtbare Schmerzen durchrollten seinen Körper wie Wellen und er begann laut zu schreien.
„AAAAAHHHHH!!!“
„Hilfe! Der will mich umbringen!“
„Dieser menekanische Mörder fackelt mich ab!“
„Sobald ich hier raus bin werde ich dich bei der Garde anzeigen!“
„AAAAAHHHHH!!!
Immer lauter brüllte er vor Schmerzen und beschimpfte den Menekaner.
Doch es half nichts. Die Schmerzen wurden immer stärker.
Er fiel in Ohnmacht.
Sayid Ifrey

Das Opfer

Beitrag von Sayid Ifrey »

Die Blitze erfüllten wie in Sekunden davor in seinen Gedanken ihren Zweck und rissen die ersten Wunden in den Ungerschützten Körper. Völlig von dem Kampf besessen trat er näher an den am Boden liegenden Mann heran, seine Worte die er mit letzer Kraft Sprachen wirkten wie Öl in dem brennenden Feuer seines Körpers. Die Energie an der Spitze seines Stab begann sich zu verflüchtigen, und auch der Stab verlohr in seiner Hand seine Materielle Form. Flammen traten an die Stelle des Stabes und Wutentbrannt schlugen jene von der Faust geführt auf den Körper des Mannes an. Ein ätzender Gestank verbreitete das schmorendem Fleich seines Oberkörpers ehe sich sein inneres Feuer legte und die Flammen in seiner Hand erloschen. Langsam ließ er sich neben dem Mann nieder, den verziehrten Dolch aus der Tasche sicher mit der Hand umfassend. Den Kopf seines Opfers bringt er unsanft in Position und Sorgsam beginnt die Klinge des Dolches die Haut auf der Stirn zu Spalten. S A Y I D I. Zieht dies somit Sorgsam in die Haut die Spitze dabei auf dem Knochen kratzend.
Sorgsam sein Werk betrachtend hebt er sich Triumpfierend auf. Dir kommt noch eine kleine Ehre zu Teil. Du darfst ihnen Zeigen, was auf sie Warted.
Mit diesen Worten riss er vor sich ein Loch in den Zeitenraum, durch welches der alte Mann mit einigem Kraftaufwand geworfen wurde und den kleinen Menekaner mit zog. Unsanft landeten Beide an der Stadmauer Rahal Abseits des Tores. Sorgsam sah er sich um, kein Rahaler war in Sichtweite, so richtete er noch schnell die Laiche auf und Sprang durch das Loch hinweg, ehe es sich wieder schließen würde.
Er hatte ein erstes Zeichen an Rahal gesendet und war sich auf deren Reaktion gespannt. Doch vorerst musste er warten bis er einen Rahaler fand. Was sich im weiteren Verlauf für sehr sehr schwierig erwieß.
Ahsai van Gor

Beitrag von Ahsai van Gor »

Das Fett, das er auf die Sehne aufgetragen hatte, bedeckte diese und seine seine gesamten Hände zum Großteil. Seine Bögen waren ihm heilig, weshalb Ahsai großen Wert auf deren Pflege legte. Die Sehnen behandelte er regelmäßig mit dem Fett was der Bogenmacher Rukus ihm zukommen lies, ebenso das pflegende Öl mit dem er das empfindliche Holz der Bögen behandelte. Doch heute war besondere Sorgfalt angedacht. Sein Jagdbogen, den er als seine "alte Dame" bezeichnete hatte sich eine wohltuende Behandlung verdient. Die schwere Hirschsehne gierte förmlich nach dem Fett und das Holz sog förmlich das Öl in sich auf. Wie lange er mit der Pflege zubrachte wußte er selbst nicht, doch diese Zeit nahm er sich. Irgendwo war er froh, sich mit seinem Bogen beschäftigen zu können, da seine Laune jedes lebendige Wesen entweder des Leben gekostet oder mit sicherheit aus Rahal verjagt hätte.

Die Pflege beendet, wurden alle Utensilien und sein Bogen wieder sorgfältig verstaut. Sein nächstes Ziel war die Kaserne, um wie er eigentlich vor hatte, nach aktuellen Befehlen oder Aushängen Ausschau zu halten. Das Wetter schien sich seine Laune zu bedienen, denn genauso düster wie sich seine Gesichtszüge verzogen, verhingen dicke schwere Wolken den Himmel und entluden ihre unangenehme Last über Rahal. Schnellen Schrittes, vorbei an Wohnhäusern und Händlern führte ihn sein Weg geradewegs zur Kaserne. Nachdem er alle Aushänge inspiziert hatte und sich den aktuellen Befehlen gewitmet hatte führten ihn seine Schritte durch die Kaserne und in die Nähe des Verbandszimmers. Als er dieses betrag mußte er feststellen des er nicht allein war. Ein Rekrut dessen Aufmerksamkeit vorangig und ausschließlich dem Leichnam vor ihm galt, schien Ahsais Ankunft nicht zu bemerkt zu haben, oder fand es nicht für notwendig ihn gebührend zu empfangen. Zu seinem eigenen Leidwesen. Vorerst den toten, blutigen, zugerichteten Körper ignorierend, entlud sich seine schlechte Laune auf diesen Rekruten. "Hat man euch nicht beigebracht einen Vorgesetzten zu Grüßen?" Kaum das dieser seinen Fehler bemerkt hatte und sich gewünscht hatte an diesem Morgen sein Haus nie verlassen zu haben, begann er zu berichten wie sich alles zugetragen hatte. Der Unterton der in seiner Stimme mitschwang, zeugte von purer Furcht, gemischt mit Bewunderung und Todesangst. „Ich fand diesen Leichnam draußen vor dem Tore und brachte Ihn erstmal hier her.“

Der Leichnam, den Ahsai nun untersuchte und der seine Aufmerksamkeit von dem mittlerweile eingeschüchterten Rekruten ablenkte, wies schwere Verbrennungen auf und war auch ansonsten übel zugerichtet. Tiefe Wunden überzogen den Körper, an manchen Stellen quollen die Wunden regelrecht auf. Sie sahen eher aus wie verkohlte überreife Früchte die aufgeplatzt waren und einen Großteil des Körpers mit einem Teppich aus Blut und Ekskrementen überzog. Wer auch immer sich hier ausgetobt hatte, tat dies langsam und genoß die eigenst inszinierte Vorstellung. „Du sieht fast so hübsch aus wie einer dieser Elfen“ Scherzte er während der Rekrut das Verbandszimmer so schnell ihn seine zittrigen Beine tragen konnten verließ, Stoßgebete an den einen versendend, das er diese Zusammenkunft unbeschadet überstanden hatte. Das Fleisch was durch die Wunden zum Vorschein kam, war zum größten Teil schwarz verkohlt, an einigen Stellen, wo die Risse, Schnitte und Löcher im Gewebe zu Tief waren, quoll, wenn auch eher zähflüssig noch immer der rote dreckige Lebenssaft aus dem Körper. So vielseitig, abartig und skurril die über den ganzen Körper wie Kunstwerke verteilten Wunden auch sein mochten, vielen doch die Schnitte auf der Stirn des Leichnams am ehesten ins Auge. Das Fleisch klaffte zwischen Augen und dem was früher einmal der Haaransatz gewesen war, weit auf. Wie sich herausstellte handelte es sich um ein Wort was jemand brutal in den Schädel geritzt hatte. Die Kratzspuren waren sogar im Knochen noch zu erkennen, so grob und tief waren die Schnitte, die Haut und Fleisch wie nutzlosen Balast herunterhingen ließen. Ahsai beugte sich über den Kopf und studierte den Schriftzug. "S A Y I D I I" gaben die Spuren im Knochen preis. Selbst der beste Heiler hätte, wäre das Opfer noch am leben gewesen, keine Möglichkeit Fleisch und Haut wieder so weit herzustellen und an dessen eigentlichen Platz zurückzuverpflanzen, das der Anblick einigermaßen angenehm sein würde. In Erwartung, das es keinen Anstoß daran geben würde, zog Ahsai seinen Dolch aus dessen Scheide, und machte sich daran den Kopf vom Rumpf zu trennen. Was sich anfangs als widerspenstig erwies, entpuppte sich als Spiel aus Formen und Farben. Metall glitt durch verkohlte Haut, trennte Fleisch und verteilte den roten Lebenssaft in der näheren Umgebung. Stück für Stück arbeitete sich die geschliffene Klinge durch den weichen Hals des Leichnams. Als alle Gewebe unter dem kalten blanken Metall nachgegeben hatte, konnte man ein unangenehmes Knacken vernehmen das sich als Folge des unsanften zerbrechens der Wirbelsäule ankündigte. Vorher nur ein zugerichtete Leichnam, lag da nun nur eine leere Kopflose Hülle die Unaufhaltsam aus allen natürlichen und künftlichen Öffnungen blutete und langsam anfing ersten Verwesungsgeruch zu entwickeln. Letast würde bald eintreffen, sofern der Rekrut Ahsais Anweisungen konkret gefolgt war. Ahsai bedeckte den Körper mit einem Leichentuch und wickelte den Kopf mit dessen blutigen Stumpf in ein Leinentuch und begab sich zu dem nahestehenden Tisch, der als einzige Ablage noch nicht von dem Blut des Toten besudelt war. Während er seinen Bericht verfasste
Antworten