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[Q] Akt I: Die Stille
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Alathair - Online Rollenspielshard Foren-Übersicht » Allgemeines Rollenspiel » [Q] Akt I: Die Stille
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Der Erzähler





 Beitrag Verfasst am: 13 Feb 2020 19:40    Titel: [Q] Akt I: Die Stille
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Himmelfall


Es knackte. Es klang wie das Brechen von Eis. Es knisterte, als sich die Verästelungen gemächlich ausbreiteten wie Sprünge in berstendem Glas. Gleich Blitzen aus Feuer flammte das Bruchmuster über das nächtliche Sternenfirmament von Alathair. Ein Herzschlag verging, dann ein zweiter, dann ein dritter. Ein jedes Lebewesen der freien Harmonie spürte jenes angespannte Grauen der Stille. In einer kreischenden Entladung brach der Himmel über ihnen, einzelne Splitter des Sternenhimmels wurden weggerissen. Ein Riss von vollkommener Schwärze bahnte sich knackend seinen Weg über das Gewölbe von Alathair, breitete sich über die erforschten und unbekannten Gebiete dieser Welt und hinterließ eine feine Ader von vollkommenster Finsternis.


Ein tosender Sturm brach los und brachte die Dunkelheit von oben herab auf die Erde. Heftige Winde und Beben erschütterten ganz Alathair, Blitze und Hagel gingen auf Gerimor wie auf dem Festland nieder, kein Lebewesen der freien Harmonie konnte sich jenem Phänomen entziehen.


In den folgenden Tagen wird die Dunkelheit nicht weichen. Das Wetter bleibt überaus unbeständig: Wilde Winde und Stürme ziehen über die Lande, gepaart mit heftigen Niederschlägen in Gestalt von Regen, Schnee und Hagel. Unkontrollierte Blitze zucken immer wieder über den Himmel oder schlagen auf der Erde ein.

Und darüber spannte sich stoisch und unverändert der Riss der vollkommenen Dunkelheit.



*



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Callista Anisa Ifrey





 Beitrag Verfasst am: 14 Feb 2020 06:57    Titel:
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    Sie stand oben am Tempelberg auf der obersten Stufe hinauf in das innere des Heiligtumes der Allmara. Die Kohlepfannen brannten Hell und brachten in die noch dunkle Nacht einen hellen Stern.

    Als sie zurück aus Adoran heimkehrte, waren oben auf dem Berg schon ein paar Kinder der Allmara versammelt. Sie warteten förmlich auf sie um gemeinsam das Nachtgebet zu gehen.

    Sie erinnerte sich mit schrecken an die Nacht davor. Wie sie hoch fuhr aus dem Schlaf und dieses Gefühl der Zerrissenheit sich in ihr ausbreitete. Dieses unbändige Gefühl des Verlustes als der Donner das Land versuchte zu spalten.

    Und nun stand ober ihr dieser Riss. Wie als würde er direkt über dem Berg Chantar schweben. Und die Blitze die daraus hervorstroben waren wie Boten des Unheils.

    Sie hatte die Nacht nicht mehr geschlafen. Viel wichtiger war es sich der Konversation mit den Weisen und der Allmara selbst zu widmen. So hatte sie, nachdem die letzte Natifah in Sorge den Tempel verlassen hatte, sich selbst vor den kleinen Altar im Nebenbereich gesetzt. Den Stab aus den Händen legen. Der ihr momentan wie der einzige Lichtspender in der Dunkelheit vorkam.

    Sie betete nicht wie andere. Das war ihr am heutigen Tag wieder aufgefallen als sie Hochwürden Antorius lauschte. Das Volk der Wüste redete anders. Sprach anders mit den Gottheiten und gerade mit jener deren Kinder sie waren.

    Eluive zeigte sich anders. Der Glauben war in ihrem Volk sehr viel tiefer Verwurzelt als sie das Gefühl hatte er im Norden bei den Kindern der Temora war.

    Man war sicherlich Gläubig dort. Aber ging der Glauben so tief wie bei den Kindern der Allmara? Sie hatte das Gefühl, dass bei vielen die Wurzel vorhanden war. Der Glaube… doch man war zu rational um das Gefühl zuzulassen.

    Und so saß sie viele Stunden der Nacht vor dem kleinen Altar und führte ein inneres Selbstgespräch mit der Weisen der Wüste und der Oase. Die Dualität war in Gefahr und wer könnte ihr dabei besser Raten wie jene Weisen die für genau dies standen?

    Vielleicht würde sie heute wieder nach Adoran reisen. Vielleicht…
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Antorius





 Beitrag Verfasst am: 14 Feb 2020 08:37    Titel:
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Wie so viele seiner Mitmenschen sah auch er sorgenvoll auf den klaffenden
Riss hoch über sich. Versuchte zu erkennen, ob er sich veränderte,
ausbreitete, neue feine Äderchen bildete die den Himmel über sich weiter
teilten. Er konnte es nicht genau erkennen hoffend, dass er eine
gewisse Stabilität in sich hielt.
Nach dem Gespräch hatte er sich zurückgezogen und war mit seinen
Glaubensbruder Novize Berenguer unter sicherem Geleit des
Kommandanten der Klosterwache und Wächterin Andra zurück ins
Kloster gekehrt. Es tat gut ihnen bei ihren Gesprächen zuzuhören und
selbst Teil dieser Gespräche zu sein, eine starke Gemeinschaft.
Zusammenhalt untereinander in der Bemühung selbst in diesen bangen
und ungewissen Momenten das Leben weiterzuführen und eine
Stütze und Halt für Andere zu sein. So sehr sein Kommandant auch
brummte er wusste, dass er es nur gut meinte und die Menschen die
uns alle hier in diesen Landen anvertraut waren zu beschützen.
Ich zog mich bald darauf zurück, gab vor mich Berichten widmen zu
wollen und doch zog es mich unweigerlich an jenen Ort der das
größte Heiligtum der Herrin auf dieser Welt ist... dem Baum des Lichtes.
Geschaffen durch die sanfte Hand Eluive, beseelt mit der göttlichen
Kraft Temoras, getragen von den Winden Phanodains und genährt
von den mineralhaltigen Erden aus dem heiligen Berg dank Cirmias
waren sie EINS... die lichten Götter, der lichte Phanteon vereint
durch den Pakt des Lichtes, um Alatar seiner Dienern entgegenzutreten.
So verbrachte ich die Nacht im Gebet und Andacht in aller Demut hoffend
ein Zeichen, sei es noch so klein zu erhalten, dass die Herrin mir
vielleicht offenbahren würde. Ein seltenes Wunder, doch hoffte ich
auf eine Sicht ihrer Dinge die sie mir in ihrer unendlichen Güte, als
ihren getreuen Diener in einer Vision offenbahren würde.

    "Herrin Temora,
    du weisst wie sehr ich Dich liebe,
    wie nahe ich Dir bin,
    wie sehr ich Dich verehre und vertraue.

    Lass mich in diesen Zeiten
    den Menschen die verunsichert sind
    ein gütiger und duldsamer Vertreter
    von Dir auf Erden sein.

    Lass mich Dein Wort verkünden,
    lass mich Deine Hoffnung und deinen
    Frieden in die Welt tragen.
    Dass die Harmonie der Schöpfung
    deiner Mutter bewahrt wird für alle Zeit.

    Lass mich gegen die Gleichgültigkeit
    kämpfen, die in diesen Tagen auftritt.
    Lass mich ihnen nahe sein in Wort und
    Tat auch wenn sie zweifeln.

    Herrin Temora,
    gib mir Deinen Segen.
    Setze mich als Dein Werkzeug ein.
    Sei es lehrend, sei es mit dem Schwerte
    oder durch das Vorbild in meinen Taten.

    Lass mich segensbringend für alle
    Mitglieder der Gemeinde sein,
    unseren Freunden und Verbündeten
    und hilf mir dabei alle Geweihtenschaften
    zusammen zu bringen, um der
    Düsternis geeint entgegen zu treten.

    So sei es."


_________________
"Du und ich, ohne Feindseligkeit... ein Akt der Güte."
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Lucien de Mareaux





 Beitrag Verfasst am: 14 Feb 2020 13:34    Titel:
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Versammlungen zeigen mir immer wieder die persönlichen Missstände der Gemeinden auf, die an solchen Versammlungen teilnehmen. Oder nein, ich sollte es anders sagen: Es zeigte mir jedes Mal auf, wie anders ich dachte im Gegensatz zu anderen Teilnehmern.
Es war nicht so, dass sie nicht wussten, wie ernst die Lage war. Sie täuschten vermutlich selbst nur die Ruhe selbst vor und taten so, als wäre es „nichts“, um die anderen zu bewegen es gleichzutun. Für manche mochte das reichen. Andere wiederum benötigten aber dringend Beschäftigung an Körper und Geist, um die eigenen Ängste in Schach halten und bewältigen zu können – Führung also.
Sicher hatte meine Frau Recht, wenn sie sagte, ich könnte nicht jeden ans Händchen nehmen und jeden retten, aber darum sollte es auch nicht gehen.
Die Meldung aus den Teilnehmern von dem Kerzenzieher berührte mich auf eine sehr eigentümliche Weise. Ich hörte im Nachgang manch Belustigung darüber, ich wiederum war davon überzeugt, dass wir dieser Tage einige Kerzen mehr brauchen konnten. Sie erhellten nicht nur die Räume, sondern schafften auch einen kleinen Platz zu erhellen, den wir in unserer Seele trugen. Das kleine Flammenlicht hatte eine Wärme, die sonst wenig zu finden war im Moment. Kerzen waren wichtig. Der Kerzenzieher war wichtig. Und so fing es nämlich bereits im Kleinen an.

Ich hatte im Namen der Klosterwache angeboten Aufgaben zu finden, wie jeder helfen konnte, seinen Teil beizutragen, um das Beste aus allem zu machen, bis wir eine Ahnung davon bekamen, was überhaupt zu tun ist, um den Schaden zu richten. Vielleicht war es nicht mal an uns das zu tun, aber auch das musste herausgefunden werden. Bis dahin war es nur sinnvoll sich vorbereiten und das Gemeinschaftsgefühl zu pflegen, nein, zu fördern.
Es war richtig, dass gesagt wurde, dass uns blinder Aktionismus nicht weiterbrachte. Um diesen sollte es auch keineswegs gehen, sondern um die logische und sinnvolle Vorbereitung auf weitere Naturkatastrophen und ähnliches, denn die Stürme ließen nicht nach. Der Himmel klarte nicht mehr auf derzeit und der Riss starrte uns alle finster an. Selbst wenn wir Eluives Zeichen und Abbild zwischen den Sturmfetzen mal aufleuchten sehen sollten, so war sie kein Garant mehr für schönes Wetter zurzeit.

Nicht jeder hatte ein sicheres Dach über den Kopf, manche auch undichte, wieder anderen flogen die Schindeln davon von den Winden. Das Tor in Adoran musste ebenfalls gerichtet werden, die Bleiben und Stallungen gesichert werden, falls es noch schlimmer wurde. Vorräte mussten angelegt werden, vielleicht sogar Keller ausgeschachtet werden für einen etwas sicheren Rückzugsort, falls dies notwendig wurde.
Oh, es gab wahrlich genug zu tun für fleißige Hände und kluge Köpfe. Es war einfach erforderlich das auch in die passenden Bahnen zu lenken, um eben diesem blinden Aktionismus vorzubeugen. Und wozu hatten wir Führungspersonal, wenn es sich darum nicht mit bemühte. Man mochte sicherlich sagen, das ist Verwaltungsarbeit, aber das ist es nicht allein. Die Menschen schauen zu anderen Menschen auf, zumeist zu denen, die in vielen Lebenslagen anderen vorangehen.
Ich hatte beschlossen, nicht mehr darauf zu warten, bis ich aufgefordert wurde etwas zu tun. Ich tat einfach.

Und so saß ich da und brütete just über einen Aushang nach, machte mir dazu Notizen, was dieser enthalten sollte und wollte diesen auch in Kürze im Herzogtum verteilen und aufhängen als Einladung an Jedermann mitzuwirken, sofern „Jedermann“ denn mochte.
Ich hatte es schon auf der Versammlung angeboten sich an die Klosterwache zu wenden, aber dort wurde es eben nur von denen gehört, die dort waren und es auch dort hören wollten. Es würde nicht alle erreichen. Daher hielt ich den Aushang für unabdingbar. Auf reine Mundpropaganda wollte ich mich nicht verlassen.
Allein schon, dass ich mich mit meiner Idee befasste, half mir schon, mich selbst zu beruhigen, die gewohnte Fassung langsam zurückzugewinnen. Zugegeben, der Schlaf und der heutige Morgen hatten ihren Teil ebenso dazu beigetragen. Nach dem Frühstück war letztlich wieder die stille Bewunderung geblieben, die ich hin und wieder für sie empfand. Es war schon die rechte Fügung, dass wir jemanden in der Familie hatten, der so geerdet war und selten selbst ins Wanken geriet. Aber dafür hatte es ja auch schon mich. Ganz für mich stellte ich fest, dass mich diese Unzulänglichkeit an mir inzwischen nicht mehr störte. Ich genoss es eher jemanden hinter mir zu wissen, der mich auffing, wenn ich drohte zu stolpern. Es gab da mal Zeiten, da war es mir kaum möglich das Netz wahrzunehmen, geschweige denn es anzunehmen. Schwere Zeiten, wie diese, führten mir solche Veränderungen immer wieder gerne vor Augen. Diese neugefundene Tatsache schaffte es sogar mir für wenige Momente ein Lächeln zu entreißen.

Schwieriger war es hingegen Lea zu beruhigen, wenn einem selbst die Ruhe abging. Kinder spürten das einfach. Dennoch hatte ich sie in den letzten Tagen öfter auf dem Arm, sobald ich zuhause war, als es üblicherweise sonst der Fall war.
Wie sollten wir dem Kind begreiflich machen, was da vor sich ging und es beruhigen, wenn wir selbst so wenig wussten?

Und was soll ich sagen, die Worte der Geweihtenschaft hatten mich nicht beruhigen können. Weder die Behauptung, dass es schon einmal Risse gab, die diese Welt bedroht hatten, die ja dem da oben am Firmament gleich gewesen sein sollten, und wir das überstanden hatten, noch die übrigen.
An die Zeiten der Risse erinnere ich mich. Sie zogen sich allerdings keinesfalls übers Firmament, sondern durchs Erdreich. Unvorstellbar tief, und sie holten Bestien an die Oberfläche, die wir sonst nicht oberhalb zu sehen bekamen. Ich fand also nichts Gleiches oder gar Ähnliches in dem, was vor sich gegangen war zu dem was jetzt vor sich ging.
Was mir bis gestern tatsächlich verborgen geblieben war: Horteras hatte, um die Risse zu schließen offenbar seine Existenz gelassen. Wie Getares war auch Horteras gestorben, oder vergangen. Musste wieder einer von ihnen gehen, damit wir gerettet wurden? Konnten Götter wirklich sterben? Vielleicht war es auch eine andere Art von Sterben als wir es für uns kannten. Früher einmal hatte Eluive die Welt zusammengehalten. Unwahrscheinlich, dass sie es jetzt noch tat, wenn Horteras sich dafür aufgeopfert hatte. Behauptet wurde es gestern dennoch, obschon es zu dem, was vorher erzähl wurde, widersinnig klang. Genau das war der Grund für mich, dass es mich nicht beruhigen konnte und wollte.

Ich war Pragmatiker. Worte halfen mir nicht so sehr, wie Taten. Also tat ich. Der Aushang nahm immer mehr Gestalt an. Langsam aber stetig. Es half, also war es richtig.
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Helisande von Gipfelsturm





 Beitrag Verfasst am: 14 Feb 2020 17:03    Titel:
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Das ist der beste Führer, dessen Leute sagen,
wenn er sie ans Ziel geführt hat:
"Wir selbst haben den Erfolg zustande gebracht".
Laotse


Die erste Versammlung hatte stattgefunden und zu ihrer großen Freude und Erleichterung hatten sich Hochwürden Antorius, Diakon Salberg und der neue Novize des Klosters eingefunden um daran teilzunehmen. Später stieß noch die Haatim des Tempels der Eluive hinzu, an klerikalem Zuspruch mangelte es nicht . Schwere Kost wurde serviert und das in alle Richtungen, einiges um noch eine Weile darauf herumzukauen, bis man es schlucken konnte.
Dennoch erinnerte sie sich an jedes Gesicht der Anwesenden. Es waren so viele gekommen, es fühlte sich an als ob fast das gesamte Herzogtum den Weg in diesen Versammlungsraum mit dem Kamin gefunden hatte. Einige Gesichter waren noch gezeichnet vom Erlebten, andere trugen das Entsetzen der Unwetter noch in sich und wieder andere versuchten tapfer ihre Angst zu verbergen. Müde waren sie alle.
Die Müdigkeit lag auch wie Blei auf ihr selbst, zog sie in der Schwere immer mehr in den Boden und ihre Gedanken und Gefühle in ihre Mitte zurück. Die Gefahr sich wieder vor allen, auch vor ihren Freunden zu verschließen war greifbar und jeder trug gerade seine eigene Last. Ihre benötigte niemand noch hinzu.
"... an dich wollen sich die wirklich Schwachen anlehnen,du sollst sie im Namen der Göttein aufrichten, nicht einer von ihnen werden."

Es befand sich viel gute Energie in diesem Raum, die Angebote zu helfen, zu arbeiten und sich einzubringen waren vorhanden. Doch das Wie war die entscheidende Frage. So gern sie auch konform mit den Geweihten gehen würde, aber hoffen und ganz feste beten, würde niemandem zur Antwort gereichen. Jeder hier war klug genug um die Antwort des Glaubens in sich zu finden, doch um sie zu hören, musste man stille sein. Diese Stille, die eintrat, wenn man wusste, man tat etwas wichtiges. Die Genügsamkeit, die sich einstellte, wenn man aus tiefster Überzeugung seinen Beitrag leistete.

Ihre Mutter pflegte zu sagen 'Man erzieht durch Vorbild und Liebe.' So versuchte sie nun Vorbild und Liebe zu sein, einmal wirklich bewusst und achtsam. Die Unwetter tobten sich weiter aus, Hagelstürme und Starkregen peinigten das gesamte Land. Conrad konnte sie kaum vor die Tür lassen, Helleth ging nur kurz mit ihm jeweils in den vermeidlichen Sturmpausen in den Burghof. Die Pferde waren unruhig und konnten nur kurz bewegt werden.

In einer der kurzen Pausen schaffte sie es nach Berchgard. Kaum dort angekommen, ging es wieder los und sie fand sich mit einigen der dort ansässigen Bürgern unter einem Vordach wieder. Doch anstatt danach auseinander zu gehen, griff sie sich einen Korb von einem der Karren auf dem Marktplatz. Einen, der noch als Korb durchging. Sie begann heruntergefallene Schindeln und herumfliegendes Holz aufzusammeln. Keine Tätigkeit für einen Ritter, aber wenn sie begann... wömöglich?
Die Menschen, die sich hinausgtraut hatten, begannen ebenfalls aufzuräumen. Aufgeschlagene Fensterläden wurden geschlossen und bei Bedarf vernagelt. Ein Dach musste dringend geflickt werden, aber es gelang in einer der Sturmpause nur behelfsmäßig Bretter darauf zu nageln.

Kaum eine Stunde brachte sie damit zu einfach wieder nur Bürger zu sein und das zu tun, was anlag. Dennoch reifte in ihr der Entschluss heute abend direktere Aufgaben zu verteilen und dazu noch ein Angebot zu machen. Müßige Hände tun Krathors Werke.
Die Dunkelheit genügte, müßige Hände sollte es nicht mehr geben in Lichtenthal. Auch mit all der greifbaren Angst, Sorge und den vielen Fragen in allen Köpfen. Sie konnten etwas bewegen gemeinsam. Wer dies nicht begriffen hatte bei dem Kampf des Königs und dem Erscheinen der Herrin, dem musste das von ihr persönlich in den Kopf gehämmert werden.

"Wie geht es seiner Majestät?"

Und die nächste Idee war geboren...
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Anwa'qulae





 Beitrag Verfasst am: 14 Feb 2020 20:23    Titel:
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    AM ANFANG WAR DIE SAAT, DANN KAMEN DIE KRÄHEN.


    Das Grollen des Himmels, das ewige Aufbäumen des Sturms und auch die Feuchtigkeit des Hagels waren unter der Oberfläche zu spüren, welche an Stalagmiten, Felsen und dem Gemäuer immer wieder zu beben begann. Ein Geräusch, welches mich an etwas Mächtiges erinnerte. Statt mich jedoch im Tiefen des Axorns zu verschanzen, stand ich, die Arme vor der Brust verschränkt, auf den Stufen der Quuypoloth und sah in die unergründbare Dunkelheit des Himmels empor. Dort wo sich der Riss aufgetan hatte, sah ich keine einfache Zerstörung, sah nicht nur das Verschwinden des Alkas, nein, ich sah die Spur einer Pantherklaue, seiner Krallen. Dort wo die schwächlichen Ausgeburten von Menschen von Wahnsinn sprachen, sah ich das nicht zu beugende Schicksal eines Erzlethyren oder Ala'thraxors.



    NAIVITÄT. Oh ja, sie alle und auch ich hatten gesehen, wie Isidor von dunklen Nebelschwaden hinfort gezogen worden war. Vom Erdboden, oder besser dem Himmel verschluckt, die Pranke des Gottkönigs über sein Haupt gelegt - ob zum Tod oder zum Leben. Sie feierten den Sieg ihres Königs, säuselten ihre Gebete an die Schwerthure, bettelten armselig, dass sie kommen und helfen möge. Was sie jedoch nicht sahen war, dass ihr König von seiner Göttin zurückgelassen worden, Isidor jedoch in die Pranken seines Schaffers zurückgekehrt und geborgen war. Was auch immer es für den Alka bedeuten würde, ob er zurückkehrte oder nicht, seine Essenz würde zurück zu Alatar finden und ihn nur stärker, mächtiger machen und ein neues Leben, durchzogen vom Wissen der ersten Sieben, würde einen weiteren Alka erfüllen.


    FEIGHEIT. So sehr sie alle sich auch einbildeten, dem Glauben ihres Gottes zu folgen, in seinem Namen zu handeln und zu schreiten. Sie alle.. hatten sich auf die Seite des Feindes gestellt und ihre Waffen gegen ihre Verbündeten, die Letharen und auch den Alka, erhoben. Sie alle hatten nicht verstanden, was es bedeutete, voller Hingabe einem Ziel und einem Glauben zu folgen, nicht verstanden was es hieß, wahrlich in den Krieg zu ziehen und alles daran zu setzen, es aus völliger Leidenschaft zutun. Stattdessen hatten sie Ihn betrogen, vielleicht sogar sich selbst betrogen, und dabei vergessen, wessen Macht ihre Hülle eigentlich füllte. Wessen Willen den Alka in seinem Wahnsinn antrieb und, dass sie nur noch nicht aus dem Leben gerissen worden waren, weil Alatar es so wollte. VERRAT.


    MISSTRAUEN. Dort wo die Menschen in ihrer verblendeten Wankelmütigkeit reine Besessenheit sahen, was uns Letharen anging, konnten sie ein Leben voller Aufopferung nicht verstehen. Wir waren dazu erschaffen worden, allein unserem Vater zu dienen, dazu sein Ziel voranzutreiben. Ich, als Werkzeug des Einen, hatte allem anderen abgeschworen. Niemals Einhalt gebieten, an meinem Glauben festzuhalten und meine Finger niemals darum zu lösen. Und noch immer erwählte Er seine Werkzeuge in unseren Reihen, noch immer sah er wieviel Kraft wir in unseren Essenzen sammelten. Mit erhobenem Haupt sah ich zum Himmel empor, besah die Blitze, wie sie miteinander spielten und sich gegenseitig verschlangen und war stolz, stolz dass ein weiterer Templer unter uns auserwählt worden war.


    ANGST. Wer Angst hatte, seine eigene Macht eines Tages abzugeben, der hat nie wirkliche und zu kontrollierende Macht besessen. Wer herrschen will, muss knien lernen. Willst du eine Leiter erklimmen, so musst du lernen auf der untersten Sprosse zu verharren. Natürlich sagte nie jemand etwas vom Fall die Treppe oder Leiter hinab - aber es gab ihn, da war ich mir gewiss. Und war man erst die vielen Stufen empor gestiegen, so würde der Fall schmerzhafter dennje sein. Wer sich fürchtete, seinen Verbündeten auch in schweren Zeiten beizustehen, der war nie ein Verbündeter gewesen - nichts anderes als ein Verräter, oder auch ein schlechter Verlierer? Niemand auf diesen Welten konnte immer nur siegen. SCHWÄCHE.


    ERKENNTNIS. Ich hatte mich vom Anfang meines Lebens an, meinem Vater und Schöpfer verschrieben - nie jedoch den Menschen. Wenn sie dachten, dass man einem Letharen über Nacht ein Messer in den Rücken rammen konnte, ja, dann hatten sie unser Wesen wahrlich nicht begriffen. Sei es nur, weil sie nicht dazu im Stande waren, oder es einfach nicht wollten. Abermals straffte ich meine Haltung und besah den düsteren Schleier, der nach einem Untergang aussah. Auch wenn der Alka seinen Tod gefunden haben sollte, Alatar war noch dort. Sollten die Gewöhnlichen reden was sie wollten, denn ich hatte nicht nur Erkenntnis gefunden, sondern auch ein anderes, ganz neues Gefühl gegenüber meiner menschlichen Seite, die ich zum aller ersten Mal verabscheute. GLEICHGÜLTIGKEIT. Ich würde bis zum Schluss an der Seite meines Vaters stehen, geborgen in die Kraft, die ich nur durch seine Hand erfahren würde. Würde das Ende kommen, so wäre ich bereit.


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Rheaonna





 Beitrag Verfasst am: 15 Feb 2020 11:14    Titel:
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Fröhlich wie jeden Mittag krabbelte ich aus dem Bett. Warum auch nicht?
Die letzten Tage begleitete mich jemand hier und dorthin. Und die Mauern waren weniger Gefängnis wie zuvor. Nun waren sie Schutz gegen Sturm und Hagel. Zugegeben ein langes Unwetter. Aber nichts was ich nicht schon erlebt hatte. Im Gegenteil - hier war es warm und trocken. Und war man mal draussen, dann konnte man - wieder innen - baden und warme und kuschlige Kleidung anziehen. Die armen Tiere hatten es da schlechter. Aber auch sie liessen sich nicht unterkriegen. Nach dem Füttern und ein paar Streicheleinheiten packte ich ein paar Bücher ein, welche ich Hochwürden Antorius zeigen möchte.

Da niemand im Haus war, öffnete ich vorsichtig die Tür und zog sie danach sichernd hinter mir wieder zu. Von Baum zu Baum huschend legte ich den kurzen Weg zu Melia zurück. Dunkel. Also nochmals gen Wind stemmen und weiter zur knuspernden Waldfee. Aber der Anblick liess nun doch etwas Sorge aufkommen. Im hellen Licht sah Nathelias Kopf- der gerade versorgt wurde - wesentlich schlimmer aus, als gestern im Halbdunkel angenommen. Vermutlich würde ich hier auch niemanden finden, welcher mich nach Adoran zum Treffen begleitete. Und nach mehreren hoffnungsvollen Anläufen zum Aufbruch blieb es dann dabei. Vielleicht auch besser so, denn der Sturm blies nun so heftig, dass Nathelia Angst um ihr Haus bekam. Schindeln flogen hörbar vom Dach. Krabbelnd und geduckt helfend den Balkon sturmzusichern nahm ich etwas unten wahr. Aber was? Noch jemand, der sich bei dem Wetter draussen herum trieb? Vielleicht ein Tier? Es war jedenfalls bei genauerem vorsichtigen Nachsehen nichts zu sehen. Egal. Es gab gerade dringlicheres zu tun.

Später schlug unten die Tür. Kamen Nath und Menari zurück? Warum schlossen sie die denn nicht wieder? Aufseufzend wuselte ich los, um mich zu beschweren. Aber da war niemand. War sie von alleine aufgegangen? Nicht richtig eingerastet? Was soll's? Zumachen und wei... Mitten im Tun blieb ich wie erstarrt stehen. Das Herz raste. Warum? Ich weiss es nicht. Da ist doch nichts - oder doch? Oh, nur Nathelia in der Tür. *Erleichtertes aufseufzen* Sie kam erst nachdem ich geschrien hätte? Hatte ich das? Eine Flut von Gedanken brandete durch meinen Kopf. Hatte ich mich getäuscht? Warum konnte ich mich nicht daran erinnern? Warum klopft der Puls immer noch wie verrückt? Fühlt es sich so an alt zu werden? Und noch viel schlimmer - wurde ich es? Irgendetwas war ganz und gar nicht in Ordnung - aber was? Erst nach langen Tröstungsversuchungen stellte sich das bis dahin mit erstarrte Zittern ein.
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Helisande von Gipfelsturm





 Beitrag Verfasst am: 15 Feb 2020 20:31    Titel:
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Bete zu Gott aber rudere weg von den Felsen.

Indianische Weisheit




So wie sie es am Abend angekündigt hatte, so sollte es geschehen. Nachdem sie erfolglos die schwarzen Tiere gesucht hatten, die Fräulein Salberg und Diakon Salberg angriffen, kehrte sie heim. Heim zu hell erleuchteten Fenstern. Der Burgwächter Tharom lies es sich nicht nehmen für jeden eine Kerze zu entzünden, der noch nicht im sicheren Heim angelangt war. Unverdrossen zog er trotz Sturm seine Runden auf den Wehrgängen und tat seinen Dienst. Kurz hielt sie inne und schaute dort hinauf, wo er mit seiner Laterne nun einen Lichtkegel oben auf den Zinnen hinter sich herzog. Womit hatte sie sich seine Loyalität verdient? Wieso schenkte er dieser Burg seinen guten Geist? Mit einem tiefen Seufzen beschloss sie dies als Geschenk hin zu nehmen, so wie Tristobans Fürsorge für Conrad ein Geschenk war. Uneigennützig, aus reinem Herzen gegeben und in der Tragweite für die Ritterin beiden Männern nicht einmal bewusst.

Sie nahm sich Zeit zu essen, zu baden und sich herzurichten, bevor sie ihrem kleinen Haushalt unter die Augen trat. Helleth räumte die Bausteine im Kinderzimmer auf, während sie Tristoban erwischte. Der Knappe las Conrad vor. Nur ein einfaches Kinderbuch, die Geschichte mit Bildern ebenfalls dargstellt. Er kämpfte noch immer um manches Wort und der Fluss der Betonung würde noch reifen mit der Zeit. Aber er las und er tat es für das Kind auf seinem Schoß. Sie lies ihn die Geschichte beenden und tat dann so als ob sie erst eingetreten war. In ruhigen Worten wurde er ins Bild gesetzt, dann nahm sie den Sohn mit sich ins Bett.
Kinder sollen lernen allein zu schlafen.
Kinder darf man nicht verwöhnen.
Kinder müssen nicht verhätschelt werden.
Zu ihrem großen Glück teilte diese Ansicht weder sie noch Helleth. Kinder brauchen ihre Mutter und Conrad hatte schon sehr wenig von ihr. Sie würde ihn bei sich schlafen lassen, bis es ihm nicht mehr behagte und diese Zeit würde kommen. Sie würde ihn mit verwöhnen mit Zeit, die nur ihm gehörte, bis er seine Zeit selbst einteilte. Sie würde ihn verhätscheln, beschützen und abschirmen. Er wusste bereits, dass es Ungeheuer gab. Sie musste ihm zeigen, wie man sie besiegt.

Am nächsten Morgen, der mehr aus ihrem natürlichen Rhythmus über sie hereinbrach denn durch die Morgendämmerung, machte sie sich auf ihr Wort zu halten. Jeden Morgen um 6 Uhr, würde sie in der Kirche zu Adoran beten.
Kerzen erhellten das Kirchenschiff nur sparsam. Die prächtigen Fenster waren wir durch ein Wunder unversehrt, doch das Toben des Windes war auch hier noch zu vernehmen, wenn seine Wut in Böen auf das Gebäude traf.
Kniend und das Haupt gebeugt.

Herrin Temora, eiserne Wacht
wir stehen durch, die tiefe Nacht.
Wir tragen ungebrochen dein Licht,
wir fürchten uns im Dunkeln nicht.
Wir tragen deine Worte in Geist und Hand
dies hier ist dein, wir bestellen dein Land.
Nimm unsere Kraft als deine an,
wir wissen, was du für uns getan.
Ritterliche, Strahlende und Schildenmaid
Wir halten stand - wir sind bereit
Wir sind eins.
So sei es.
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Dorlikin Donnerfaust





 Beitrag Verfasst am: 15 Feb 2020 21:37    Titel: Die Stimme im Tempel
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Dorlikin setzte sich die mithrillnen Stirnreif auf das Haupt, diesen trug er nur zu wichtigen Feiertagen oder Gottesdiensten. In edelsteinbesetzten Runen leuchtete "Ewig sei der Herr, ewig sein Reich im Berg" durch einige Strähnen seines feuerroten Haares. Er suchte sich den feinsten Mantel aus und warf ihn sich um ehe er sich noch einmal versichernd in den Spiegel blickte ob Haar und Bart geordnet waren. Dann verliess er das Haus. Sein Weg führte ihn hin zur Bauhütte. Vorbei an der offenen Taverne durch den steinernen Torbogen am Kampfübungsplatz vorbei ehe er sich dann nach Rechts zum Eingangstor wandte welches ihn nach kurzen Schritten in die Hauptkaverne der Bauhütte brachte. Als er den Seiteneingang betrat verbeugte er sich tief, so daß sein Bart beinahe über den Boden wischte, wie es das Zeremoniell vorschrieb. Er ging nach hinten in jenen Bereich der nur von Geweihten betreten wird und holte sich einige Stangen vom edlen Räucherwerk. Sorgsam ausgewählte Pilzmycelien gemischt mit teurem gemahlenem Holz... er entzündete sie auf dem Altar und sah einen Moment lang zu wie die Spitze zu glimmen begann und ihren sakralen Weihrauch gen der Decke sandte. Jener Duft der ihm durch die zahlreiche Tempelarbeit nur zu gut bekannt war und ihn immer an die Nähe Cirmias erinnerte.

Dann, als der Rauch sich bereits über dem gesamten Altar ausbreitete und sich hin des Ambosses bereits zu zerfasern begann, senkte er die Augen und konzentrierte sich. Er befreite seinen Geist von allen störenden Gedanken und fokusierte sich nur auf die Stille im Raum um von da den Geist nach innen wandern zu lassen. Tief im Innern, brannte die Esse, die Flamme des Glaubens welche mit den Jahren in welchen er sich mit der Lehre Cirmias beschäftigte immer höher loderte. Jedes Flackern, jedes Auflodern der Flamme lies er in seinen Geist, die Hitze der Hingabe an Cirmias immer höher schlagen. Gerade und aufrecht, bewegungslos stand er tief in Meditation versunken, nicht mal sein Bart zuckte und der ruhige regelmässige Atem lies ihn an einen Blasebalg erinnern, welcher der Esse seines Lebens die Luft zu blies. Langsam, unbewusst, als würden feingesponnene mithrillne Fäden an ihnen befestigt sein, hob er die Arme seitlich an. In seinen Ohren echote der Schrei des Bären, des Boten welchen Cirmias ihn bereits zuvor geschickt hatte. Möge dieser meine Bitten an das Ohr des Bergvaters tragen, so dachte er ehe er die Stimme zum Gebet erhob:

Cirmias, Bergvater
Schöpfer deiner Kaluren
Herr der Handwerkskünste
sieh dein niederer Diener
ruft dich an!

Schenke du mir deine Aufmerksamkeit und deine Gnade, denn deine Kinder, deine Gläubigen all überall bedürfen deines Ratschlages.
Siehe, Bergvater, die Geschwister erhoben sich erneut zum Streit, geführt am Himmel und auf der Erde. Blut und Stahl, Blitz und Donner ihre Waffen in einem Ringen, daß nun noch die Welt selbst Schaden nahm. Ein Riss von tiefer Schwärze durchfährt unsere Welt und ängstigt deine Kinder. Im heiligen Berg suchen sie deinen Schutz und deinen Rat, oh Herr; der du nie im großen Kampf strittest; der du in Weisheit und Langmut handelst und deine Kinder schuffest, deinen Willen durch ihre Hände wahr werden zu lassen. Lass auch mich jetzt dein Werkzeug sein, dein Arm in dieser Welt und lass mich verstehen was geschehen ist und was zu tun sei. Dir zum Ruhme und zum Schutz und Heil aller will ich handeln. Lass mich teilhaben an deinem Wissen, zeige du oh Vater mir deinen Willen, gib mir die Einsicht wie dein Volk zu handeln hat um die sich erhebende Katastrophe noch rechtzeitig zu beenden. Die Langbeineranhänger beider Geschwister sind erfüllt von Zweifel und Unsicherheit, Angst und Unentschlossenheit: ihre geschwächten Götter schweigen. Lass mich deine Stimme um so lauter hören auf dass ich deine Weisheit unter dein Volk bringe und auch all jenen welchen du in deiner Gnade das Handwerk geschenkt hast die frohe Kunde bringe. Gib du mir ein oh Herr durch Vision, Traum oder Wirklichkeit was deine Weisheit dir für dein Volk vorgibt. So bitte ich dich, so rufe ich dich an zum Wohle deiner Kinder und der von dir beschenkten Völker. Deine Weisheit ist unendlich, dein Ratschluss ohne Grenzen und der Glauben deiner Kinder fest wie der Stein.

Dein Segen sei allezeit mit uns.

- Ewig sei der Herr, Ewig sein Reich im Berg -

So endet er und lässt die Worte im leeren Tempel verhallen. Das Rauchwerk, welches schon zum großen Teil herunter gebrannt ist, verbreitet noch weiter den sakralen Duft, der schwer in der Luft hängt. Und selbst als es komplett herunter gebrannt ist, verbleibt der Geselle in tiefer Meditation und stillem Gebet und tiefen Vertrauen auf seinen Bergvater
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Christo





 Beitrag Verfasst am: 15 Feb 2020 23:58    Titel:
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Im Rest des Turm von Nimmerruh stehend, blickte der Einäugige zum wiederholten Male in das nun von Lichtern freigepfegte Firmament, während die Augenklappe leicht in dem Starken wind zuckte, wo die Robe bereits wie eine Fahre zitterte, hinter dem kurz geschorenen Kopf.

"... und mit dem Opfer des letzten Akoriters wurde Krathor beschworen..."

Er schmunzelte kurz über diesen Gedanken und dachte an die drei Treffen mit den Letharen und Menschentemplern, die Konklave in der er versucht hatte den Glauben etwas zu _korrigieren_, wo ER gegen soetwas agumentiert und gewesen war anzunehmen das Krathor wie ein Hase aus einem Hut gezogen worden war. Nun aber sagte sich der alte Rabe, das schon einwenig vergleich dadrin zu sehen war, wie nun die Welt vor ihm lag.


"--- es tat sich ein Spalt auf und Krathor kam in die Welt..."

Nun war den Gerüchten nach wieder ein Kampf zwischen dem großen Alathar und der so angeblich kleinen Temora ausgetragen worden. Nun... jedoch war wieder ein Spalt aufgerissen worden und eine Finsterniss die er nur aus Krathors Reich kannte lag nun wie ein Tuch über der ganzen für ihn erreichbaren Welt.

"Holst du dir nun die Welt und uns Herr ?"

Er drehte sich um, die Kälte kroch selbst ihm in die Knochen. Gerade hatte er noch einen Brief für die Dienerschaft hinterlassen, würde dieser so still und leise bleiben wie das Firmament bleiben, würde er ein vielleicht letztes mal riskieren, in die unbedeutend scheinenden Reste des Lichts zu tretten.
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Loreen Kaloor





 Beitrag Verfasst am: 16 Feb 2020 01:20    Titel:
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Da war erstmal das Gefühl der vollkommenen Machtlosigkeit. Es war nun nicht so, dass Loreen das Gefühl nicht kannte. Sie hatte sich bisher aber mit ihrem Platz in der Welt und in der jeweiligen Gesellschaft, in der sie sich jeweils bewegt hatte, immer soweit arrangieren können, dass sie sich daran wenig störte. Oder sie floh. Beispielsweise vor übermächtigen Gegnern. Der Riss im Himmel jedoch war kein geifernder Dämon oder wutschnaubender Soldat. Das war ein gänzlich anderes Kaliber. Sie wusste keine Lösung, sie konnte auch nicht fliehen, denn etwas anderes, als den Tod zu suchen, würde ihr nicht übrig bleiben und sie hing nun mal am Leben.

Es hätte ja auch so wunderbar einfach sein können. Isidor und Ador duellieren sich und idealerweise wären beide gestorben. Der eine vielleicht früher, der andere wenig später. Aber der Lauf der Welt und des Lebens ist nie einfach. Die Götter griffen ein - etwas, was Loreen so in der Art noch nie erlebt hatte und was schon mal einen ersten Anflug von Machtlosigkeit in ihr auslöste. Doch der Lärm, das Beben, die Blitze und der Riss im Himmelszelt und die danach folgende Finsternis samt Unwetter überstieg alles, was sie sich hätte vorstellen können.

Als wäre das nicht genug, kam es noch zu einem zweiten Riss. In diesem Fall im alatarischen Reich selbst zwischen Letharen und dem Rest der Bevölkerung, wie es schien. Hier jedoch hatte sie die Hoffnung, dass einer der Würdenträger dazu in der Lage war, diesen mit etwas Geschick wieder zu kitten, auf dass das Reich nicht auseinander fiel. Und - falls doch - gab es in diesem Fall wenigstens die Möglichkeit von Gerimor zu fliehen. Aber nicht vor dem, was hinter dem Riss vielleicht lauern mochte. Chaos? Das Nichts? Es überstieg Loreens Vorstellungskraft.

Zurück in Rahal, nach dem Ende der Besprechung, die sie fast nur noch im müden Dämmerzustand verfolgt hatte, fand sie der Erschöpfung zum Trotz keinen Schlaf. Selbst der Arm, der um sie lag, und der warme, anschmiegsame Körper neben ihr beruhigten sie nicht. Sie fühlte sich entsetzlich zerbrechlich und ihre Gedanken, angefüllt mit Angst und Entsetzen, rasten chaotisch durch ihren Kopf, so dass sie keinerlei Schlaf fand. Zwischendurch ließ sie einfach nur verzweifelt ihren Tränen freien Lauf. Immerhin nahm das einen Teil der Anspannung.
Am nächsten Tag suchte sie ein wenig Seelenruh' im Tempel des Herrn in Rahal, wo sie Auriane antraf und beide miteinander sprachen. Es tat gut, offen über die Gefühle zu sprechen und zu merken, dass es noch jemanden gab, dem es ebenso erging.
Langsam ging es aufwärts, wohl auch aus dem Bewusstsein heraus, dass es eh nicht anders ging. Es gab einfach keinen vernünftigen Ausweg aus dieser Situation, also blieb ihr nichts anderes, als ein Quentchen Vernunft und mühsam Hoffnung zusammen zu kratzen. In der Nacht darauf fand sie zwischendurch immer mal wieder für kurze Zeit ein wenig Schlaf und vielleicht war das der Grund, warum sie versuchte, etwas in die Hand zu nehmen und sich, wie in einem verworrenen Labyrinth, einen Weg aus der Misere zu suchen. Es war das Gespräch mit Yuklik, das ihr dann eine mögliche Idee gab.

Loreen mied diesen Ort möglichst. Nicht erst seit dem Duell war ihr klar, dass Götter mächtig waren und man gut beraten war, sich nicht mit ihnen anzulegen. Daher hatte sie meist lieber einen Bogen um solche Orte gemacht. Aber hier mochte jemand sein, der vielleicht Antworten hatte. Gedanklich musste sie schmunzeln. Vermutlich war das der harmloseste Auftrag, den sie je hatte, denn letztlich litten sie alle unter dem Problem, dass keiner wusste, was der Riss am Himmel zu bedeuten hatte und welche Gefahr von ihm ausging.
Natürlich hatte sie nicht erwartet, dass sie gleich alle Antworten erhielt und beruhigt nach Hause zurückkehren konnte. Immerhin hatte sie eine Sache erfahren können, die sie weiterreichen konnte. Das Wissen darum konnte vielleicht Schlimmeres verhindern, sollten auch im Westen dunkle Tiere erscheinen. Und sie kam nicht umhin, ihn irgendwie sympathisch zu finden. Tief in ihren Gedanken verborgen hoffte sie, niemals die Waffe gegen ihn nutzen zu müssen, aber auch in dem Punkt war sie machtlos. Sie hatte sich entschieden und die Entscheidung stand fest - im Zweifel für den All-Einen.

Ob sie noch etwas in Erfahrung bringen konnte? Immerhin konnte der Versuch, auch wenn er erfolglos blieb, sie auf Trab halten und dafür sorgen, dass die Gedanken ihr nicht wieder durch den Kopf rasten und für schlaflose Nächte sorgten. Die vollgepackte Tasche mit all ihren nützlichen Hilfsmitteln blieb auch weiterhin ihr Begleiter, während sie unterhalb des Risses weiter ihre Schattenwege entlang schlich, wie ein dunkler Fuchs in der Nacht.


Zuletzt bearbeitet von Loreen Kaloor am 16 Feb 2020 01:23, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Maria Wildschuetz





 Beitrag Verfasst am: 16 Feb 2020 15:27    Titel: Die Dunkelheit, der Sturm und Bajard
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Vor ein paar Tagen,

als die Erde heftig bebte, packte sie die Angst, die Kellerwände könnten bersten und das Meer sich einen Weg durch ihren Keller suchen. Die Angst, das Meer könne sie mit sich reissen in die unendlichen Tiefen und die unendliche Dunkelheit, war groß. Doch die Angst sollte sich nicht ganz bewahrheiten, was blieb war die Dunkelheit, der Riss am Himmel, der Sturm und das aufgebrachte Meer, aber auch ein wenig die Angst um das Morgen.

Hier und heute,

nachdem sie für Dirinthar einen kleinen Auftrag erfolgreich erledigt hatte, machte sie sich auf den Weg um sich in Bajard umzusehen. Glücklicherweise benötigte sie keine Laterne, ihre Augen waren durch ein kleines Einod welches sie aus einer Schatzkiste gefischt hatte, besser denn je. Warum auch immer das so ist, konnte sie nicht erklären, aber eins wusste sie, die Dunkelheit machte ihr nicht viel aus. Es war zwar auch nicht Taghell, aber so hell, das sie keine Laterne mehr benötigte.

Überall in Bajard, lag geborstenes Holz, umherfliegendes Schilfrohr oder Stroh von den Dächern der Häuser. Die Schäden konnte sie von unten nicht ausmachen, aber durch einige Fenster konnte sie so manches Loch im Dach erkennen. Sie klopfte mal hier und mal da, unterhielt sich mit dem Einen und dem Anderen und bot die Hilfe des Handelshauses an.

Als sie schließlich wieder im Handelshaus ankam, ging ihr Blick von den vielen Schüsseln und Kübeln, die auf dem Boden verteilt standen, hoch zum notdürftig reparierten Dach. Auch das Handelshaus hatte es erwischt, der Sturm hatte an einigen Stellen das Stroh vom Dach gerissen und Löcher hinterlassen. Das schlimmste konnte von Jolas, Einar, Benhal und Thia verhindert werden, durch ihr schnelles Handeln konnte das Dach erst einmal notdürftig geflickt werden. Doch gemeinsam werden wir uns etwas einfallen lassen, dass Dach wieder ganz dicht zu bekommen.

Mit dem Krieg hatten sie wenig zu tun, doch hier in Bajard konnten sie helfen und hier in Bajard würden sie ihre Hilfe anbieten, denn hier in Bajard steht ihr Heim, das Handelshaus.

So setzte sie sich an den Tisch und verfasste eine Nachricht für die Hafenmeisterin.
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Zahrak Salberg





 Beitrag Verfasst am: 16 Feb 2020 21:32    Titel:
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Das Wetter wurde nicht besser. Zu den anhaltenden Stürmen kamen die Spätfolgen der ausbleibenden Sonne. Es wurde kälter und kälter. Pflanzen kämpften um ihr Leben, die Laune der Lebewesen Ala'thairs wurde großflächig getrübt und die Stunde verzweifelter Überlebensversuche hatte geschlagen. So wurde Zahrak wohl am Vortag bereits auf dem Rückweg vom Kloster nach Kronwalden überfallen. Räuber versuchten nun mehr denn je an irgendwas zu kommen, das sie überleben ließ in diesen harten Zeiten. Doch es war nicht die Räuberin, die den nun ja mittlerweile doch kampferprobten Diakon verletzte. Es war ein unter lautem Krachen umgeknickter Baum, der die Kämpfenden überraschte und in Zahrak trotz seiner eigentlichen Opferrolle den Beschützerinstinkt weckte. So drückte er die Räuberin nur noch entschlossen von sich, um sie gegen ihren Widerstand aus dem Gefahrenbereich heraus zu bekommen, nahm aber damit in Kauf, selbst unter dem Baum begraben zu werden. Sein rechtes Bein war eingeklemmt, Äste striffen unterschiedlich feste sein als einziges ungeschütztes Gesicht. Als sein Kopf durch die Wucht des Sturzes auf einem nahen Stein aufschlug, wurde ihm schwarz vor Augen und er bemerkte nur noch am Rande wie die Räuberin erschrocken weg lief, statt auszunutzen, dass er ihr nun doch unterlag. Vermutlich hatte sie trotz ihres ungestümen, gesetzuntreuen Verhaltens die Selbstlosigkeit des Diakons zu schätzen gewusst.
Als Zahrak das nächste Mal wach wurde, lag er neben dem Baum. Seine Beine waren frei und so konnte er nach kurzer Verwunderung den langen, fordernden Weg ins nahe Adoran antreten. Einbeinig, gerüstet, frierend und verletzt war das ein Aufwand, den er nur bis zur Kommandantur leisten konnte, ehe er sich eingestehen musste, dass er zunächst hier Hilfe brauchen würde. Jene erhielt er glücklicherweise bald durch Wachtmeister Salberg und Rekrut Asta. Die Diagnose war ein gebrochenes Bein als Hauptverletzung. Das Sprunggelenk war zwar auch spürbar strapaziert, aber nicht so ernstzunehmend verletzt wie das rechte Unterbein. Mit Hilfe von Wachtmeister Salberg und Herrn Tharom gelangte Zahrak schließlich am späten Abend noch nach Kronwalden, wo er sich die nächsten Tage ausgiebig würde ausruhen müssen.
Ein Bote würde mit Sicherheit am nächsten Tag nach Schwingenstein aufbrechen, um die Geweihtenschaft über die Verletzung des Diakons in Kenntnis zu setzen. Gleichsam würde er aber auch ausrichten, dass seine Gnaden Salberg mehrfach betont habe, dass man sich keine Sorgen um ihn machen müsse.



[OOC: Einige Tage nicht oder nur seeehr wenig verfügbar.]


Zuletzt bearbeitet von Zahrak Salberg am 16 Feb 2020 21:34, insgesamt einmal bearbeitet
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Rheaonna





 Beitrag Verfasst am: 18 Feb 2020 19:57    Titel:
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Gar seltsames hört man dieser Tage. Von schwarzen Schafen und Eichhörnchen, die sich so ganz anders als ihre Artgenossen angriffslustig verhalten. Im Gegensatz zu einem anderen merkwürdigen Wesen, welches sich im Keller der knuspernden Waldfee eingenistet hat. Dieses blondhaarige Geschöpf scheint nur zu den unregelmäßigen Mahlzeiten die Nase aus mehreren Lagen Fellen und Decken zu stecken. Die restliche Zeit verbringt es friedlich zusammengerollt schlafend. Schwer zu sagen, ob die Gedanken und Träume fern oder nah, in Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft weilen. Das einzigst ersichtliche ist ein seliges Lächeln.
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Keylon von Salberg





 Beitrag Verfasst am: 20 Feb 2020 11:58    Titel:
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Hell, dunkel … dunkel dunkel .. Tag, Nacht, .die Zeiten verschwammen und er war sich bald nicht mehr sicher ob es Tag oder Nacht war.
Die Dunkelheit fraß alles auf. Dazu die Kälte, der Sturm, Hagel Schnee...
Das Unheil hatte um Einlass gebeten und es erhalten.
Der Kampf der Geschwister, Ador... Isidor und dann auch Alathar und Temora.

Wer bislang nicht an das Wirken der Götter glaubte, wurde.. nein musste nun überzeugt sein da sie sich am Himmelszelt zeigten und ihre Erwählten mit ihrer Macht unterstützten.
Erst schien es das Isidor den Kampf gewinnen würde, aber dann hatte sich Temora gezeigt.
Der Adler der am Himmel erschienen war, imposant und präsent.
Keylon war erfüllt gewesen von ihrer Präsenz.
Nie hatte er gezweifelt, immer fest im Glauben zu ihr gestanden, und nicht erst seit er ihre Hand auf seiner Schulter gespürt hatte.
Um so erschütterter war er ob des Endes des Kampfes.

Das Erdbeben .. die Dunkelheit.
Hieß das das Alatar obsiegt hatte? Nein...
Er hatte für sich den Kopf geschüttelt. Eine andere … Macht musste eingegriffen haben. Eluive? Aber wäre dann nicht Helligkeit und nicht das Dunkle?
Übermüdet und noch vom Schmerz geplagt ob der ausgerenkten Schulter, als Isidor ihn vom Pferd stieß, lag er wach auf dem Fell vor dem Kamin in Amelies Keller, wo er oft genächtigt hatte.
Er wollte jetzt nicht alleine sein. Die Familie um sich gab ihm Kraft und das Gefühl gebraucht zu werden, als Schutz.
Still lächelte er. Nein, seinen Schutz brauchten sie alle schon lange nicht mehr, auch wenn er es sich einredete. Der Wolf der sein Rudel beschützte. Das war er .. .wollte er noch immer sein, so wie er sich oft früher bezeichnete.

Was würde nun werden.
Irgendwie ärgerte es ihn doch, das erst jetzt so viele Menschen anfingen zu beten, oder zu Glauben.
Temora war auch vorher schon da, präsent.
Und erst, da etwas passierte begannen sie zu beten.
Aber vielleicht war es genau das was die Lichtbringerin jetzt brauchte.
Glauben!
Gebete.
Ihn jedenfalls musste sie nicht überzeugen. Er betete jeden Tag zu ihr, und sie wusste das er sein Schwert in ihrem Sinne schwang.
Langsam erhob er sich wieder, um dann die kleine Statue die er von Temora hier hatte, auf zu stellen, dann kniete er sich davor und begann ein Gebet zu sprechen.


„Herrin, Temora.
Ich weiß das du nun die Kraft der Gläubigen brauchst,
Ich glaube daran das ich eines deiner Schwerter bin, mit dem du deine Feinde bekämpfst,
Ich fühle mich als dein Schild mit dem du die Menschen hier vor allem zu schützen suchst.
Mein Glauben an dich ist fest und dieser Glaube, sowie meine Hoffnung und Gebete sollen dich erreichen und dich stärken.
Verfüge über mich, so wie du denkst das ich Hilfreich sein kann, auch wenn es bedeuten würde, dir mein Leben zu schenken, denn es gehört längst dir.
Möge die Kraft der Gläubigen dich stärken auf das du ob der Dunkelheit obsiegst und wieder wie der strahlende Adler übers Himmelszelt ziehen wirst
So sei es !“

Nur langsam öffnete er wieder die Augen.
Er fühlte sich gestärkt durch sein Gebet.
Nein, jetzt war nicht die Zeit für Schlaf. Er würde dem Unheil da draußen trotzen.
Sich dem Sturm widersetzen und durch die Gegend ziehen.

Sich zeigen.
Zeigen das er so wie die anderen Ritter da war und damit Zeichen setzen.
Zeichen das sie nicht wichen, nicht aufgaben und damit Hoffnung sähen in jeden der sie sehen würde, und erkennen müsste das sie niemals aufgaben.


Zuletzt bearbeitet von Keylon von Salberg am 20 Feb 2020 12:00, insgesamt einmal bearbeitet
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