Der Weg zur Baronin
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Felicitas de Arganta
Feli saß lange bei den Weinschenks und trank Wein. Roslind, die Tochter der Weinschenks, warf ihr wohl ab und an einen irritierten Blick zu, doch Feli ging ihren eigenen Gedanken nach.
Die Ereignisse in ihrem Kopf überschlugen sich förmlich.
Was hatte Rafaels Vater plötzlich hier verloren?....
Rafaels Gesichtsausdruck zur Folge konnte es nur einen einzigen Grund geben:
Graf de Arganta wusste das Rafael seine Frau verlassen hatte. Vielleicht sogar das er eine neue Frau an seiner Seite hatte.
Was in ihre schiere Panik auslöste war der Gedanke, dass er wissen könne das sie es war die an Rafael`s Seite weilte.
Sie hätte Rafael helfen wollen...aber das währe nicht gut gewesen.
Es war einer der Momente wo sie hilflos zusehen musste.
Ihr Leben konnte von einem auf den anderen Moment enden. Jenes das sie jetzt führte. Kein Theater mehr. Keine Titel. Keine Anerkennung. Nichts.
Es würde sich alles in Schall und Rauch auflösen.
Mit Flo stritt sie sich fast ständig wegen Valion. Würde sie ihre Schwester nicht besser kennen, es wäre ein gefundenes Fressen um Feli noch zusätzlich zu demütigen.
Ein wenig angetrunken hatte sie die Taverne verlassen und lief rastlos in Varuna herrum. Zum Theater, wieder zurück nachhause.
Was nur würde jetzt passieren? Was konnte sie tun? Warum hatten sie nicht Zeit gehabt jene Dinge vorzubereiten?
Kurz entschlossen ging sie wieder zum Schloss. Sie durfte nicht fliehen. Sie durfte Rafael nicht so stehen lassen.
Die Ereignisse in ihrem Kopf überschlugen sich förmlich.
Was hatte Rafaels Vater plötzlich hier verloren?....
Rafaels Gesichtsausdruck zur Folge konnte es nur einen einzigen Grund geben:
Graf de Arganta wusste das Rafael seine Frau verlassen hatte. Vielleicht sogar das er eine neue Frau an seiner Seite hatte.
Was in ihre schiere Panik auslöste war der Gedanke, dass er wissen könne das sie es war die an Rafael`s Seite weilte.
Sie hätte Rafael helfen wollen...aber das währe nicht gut gewesen.
Es war einer der Momente wo sie hilflos zusehen musste.
Ihr Leben konnte von einem auf den anderen Moment enden. Jenes das sie jetzt führte. Kein Theater mehr. Keine Titel. Keine Anerkennung. Nichts.
Es würde sich alles in Schall und Rauch auflösen.
Mit Flo stritt sie sich fast ständig wegen Valion. Würde sie ihre Schwester nicht besser kennen, es wäre ein gefundenes Fressen um Feli noch zusätzlich zu demütigen.
Ein wenig angetrunken hatte sie die Taverne verlassen und lief rastlos in Varuna herrum. Zum Theater, wieder zurück nachhause.
Was nur würde jetzt passieren? Was konnte sie tun? Warum hatten sie nicht Zeit gehabt jene Dinge vorzubereiten?
Kurz entschlossen ging sie wieder zum Schloss. Sie durfte nicht fliehen. Sie durfte Rafael nicht so stehen lassen.
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Felicitas de Arganta
Feli kam mit blanken Nerven und zittrig ins Theater. Sie hatte sich Rafael`s Vater gestellt und sie hatte nicht gedacht das sie soviel Stärke besitzen würde. Soviel Stärke diesem Grafen entgegen treten zu können. Soviel Stärke jene Ruhe bewahren zu können. Sie hatte sich keine Blöße vor ihm gegeben. Hatte seine Anspielungen, seinen Hohn und Spott einfach an ihrer Maske abprallen lassen. Innerlich trafen sie diese Worte schon.
Ein Mätresse solle sie sein. Rafael wieder zu Heim und Herd bringen indem sie ihm gab was er brauchte und sich dann wieder zurück ziehen.
Alleine der Gedanke daran war so abstoßend, dass es ihr den Magen umzudrehen drohte.
Sie liebte Rafael. Und er liebte sie. Er konnte es ihr sagen und das war ein großer Schritt gewesen. Sie glaubte, hätte er es nicht gekonnt zu jenem Zeitpunkt, währen die Dinge vielleicht anders gelaufen.
Und was nun? Er solle auf einem Hof arbeiten. Wieder zur Vernunft kommen. Sein Vater verstand garnichts! Es schien als währe dem Erzeuger Rafael`s völlig egal was mit seinem Sohn passierte. Als währe es besser gewesen, dass er in jenes Loch gestrützt währe, in das er drohte zu stürzen.
Aber der Vater sah es noch ganz anders. Natürlich hatte er sich "Trost" holen dürfen bei einer schönen Frau. Sie hätte ihm am liebsten vor die Füsse gespuckt.
Aber dann habe er zurückzukehren zu Weib und Heim. Innerlich musste Feli schmunzeln. Jenes gehässige, wissende Schmunzeln.
Sie wusste, Rafael würde nicht zurückkehren. Egal wieviel Mist er fegen würde oder wie lange er in einem Stall nächtigte.
Sein Vater hatte längst die Kontrolle über die Dinge verloren. Und Feli würde tun was sie kann um ihn zu fall zu bringen, wenn es sein musste.
Verbündete konnte man kaufen und Stolzenfels war dank der Minen, Felder und Wälder keine arme Baronie. Sie würde möglichkeiten haben sollte es so weit gehen.
Der Graf hatte ihr sogar gedroht. Sie hasste es wenn jemand das wagte.
Das Problem war einfach das jener alte, verschrobene, verbitterte Mann mehr Macht besaß als sie. Sehr viel mehr Macht.
Nach jenem Gespräch, das sie sowieso schon mehr Kraft gekostet hatte, als in ihrem schlanken Leib gesteckt hatte, war sie ins Schloss gegangen.
Adrian und Rafael saßen zusammen und Rafael war mit den Nerven am Boden. Erzählte davon er wolle sich einem Drachen stellen und er sähe das Licht nicht mehr.
"Bin ich dir denn nicht genug Licht am Himmel?" hatte sie ihn gefragt.
Und immer wieder sagte er er könne das Ziel nicht sehen. Könne das alles nicht ertragen, wenn er nicht wisse das sie, Felicitas, am Ende dessen allem stehen würde.
Sie würde!
Adrian war hinausgenagen und Feli hatte die Möglichkeit genutzt mit Rafael zu sprechen. Ihm Mut einzuflößen, ihm Sicherheit zu geben, Halt, Freundschaft und Liebe.
Sie würde an seiner Seite bleiben und ihm beistehen so gut sie konnte.
Er hatte alles für sie Riskiert. Titel, Besitzt, Lehen, Würde, Ehre...
Sie konnte es ihm nicht minder vergelten. Sollten sie nur kommen.
Und sie hatte ihm noch etwas sehr wichtiges gesagt:
Rafael`s Vater wollte das er Schwäche zeigte. Wollte ihn dehmütigen. Ihm zeigen wie Falsch er gelegen hatte. Ihm zeigen das er Macht über ihn hatte.
Er durfte seinen Stolz nicht verlieren. Er musste jene alte Schuld die sein Vater jetzt einforderte hoch erhobenen Hauptes erfüllen. Nur dann würde er sich Stolz, Würde und Ehre bewahren.
Und...
Er war nicht alleine. Adrian, Darna, Feli...seine ganzen Freunde die trotz all den Umständen, all den Wiedrigkeiten zu ihm hielten.
Kurz überlegte Feli wer sie halten würde. Sie wusste es nicht so genau.
Flo war mit Valion mehr als beschäftigt und die beiden Schwestern stritten sich in letzter Zeit ständing.
Sie hatte nicht viele Freunde hier. Adrian? Er war der Reichs-Truchsess, aber war er ein Freund? Etwas das Feli einen Freund nennen konnte? Sie wusste es nicht, dennoch gaben ihr seine Worte halt und das hätte sie eigendlich bestätigen müssen.
Doch ihre Gedanken überschlugen sich immer wieder und sie wollte einfach nicht zur Ruhe kommen.
Jedoch....
jetzt war es zu spät. Jetzt musste sie durch den Sturm und sie würde versuchen nicht zu fallen. Das war sie Rafael schuldig. Das war sie ihrer Liebe schuldig, ihren Worten und den Leuten die sie beide unterstützen.
Der Sturm wird vergehen und nachdem die Wolken verzogen sind wird die Sonne der Morgenröte die Welt erhellen.
Ein Mätresse solle sie sein. Rafael wieder zu Heim und Herd bringen indem sie ihm gab was er brauchte und sich dann wieder zurück ziehen.
Alleine der Gedanke daran war so abstoßend, dass es ihr den Magen umzudrehen drohte.
Sie liebte Rafael. Und er liebte sie. Er konnte es ihr sagen und das war ein großer Schritt gewesen. Sie glaubte, hätte er es nicht gekonnt zu jenem Zeitpunkt, währen die Dinge vielleicht anders gelaufen.
Und was nun? Er solle auf einem Hof arbeiten. Wieder zur Vernunft kommen. Sein Vater verstand garnichts! Es schien als währe dem Erzeuger Rafael`s völlig egal was mit seinem Sohn passierte. Als währe es besser gewesen, dass er in jenes Loch gestrützt währe, in das er drohte zu stürzen.
Aber der Vater sah es noch ganz anders. Natürlich hatte er sich "Trost" holen dürfen bei einer schönen Frau. Sie hätte ihm am liebsten vor die Füsse gespuckt.
Aber dann habe er zurückzukehren zu Weib und Heim. Innerlich musste Feli schmunzeln. Jenes gehässige, wissende Schmunzeln.
Sie wusste, Rafael würde nicht zurückkehren. Egal wieviel Mist er fegen würde oder wie lange er in einem Stall nächtigte.
Sein Vater hatte längst die Kontrolle über die Dinge verloren. Und Feli würde tun was sie kann um ihn zu fall zu bringen, wenn es sein musste.
Verbündete konnte man kaufen und Stolzenfels war dank der Minen, Felder und Wälder keine arme Baronie. Sie würde möglichkeiten haben sollte es so weit gehen.
Der Graf hatte ihr sogar gedroht. Sie hasste es wenn jemand das wagte.
Das Problem war einfach das jener alte, verschrobene, verbitterte Mann mehr Macht besaß als sie. Sehr viel mehr Macht.
Nach jenem Gespräch, das sie sowieso schon mehr Kraft gekostet hatte, als in ihrem schlanken Leib gesteckt hatte, war sie ins Schloss gegangen.
Adrian und Rafael saßen zusammen und Rafael war mit den Nerven am Boden. Erzählte davon er wolle sich einem Drachen stellen und er sähe das Licht nicht mehr.
"Bin ich dir denn nicht genug Licht am Himmel?" hatte sie ihn gefragt.
Und immer wieder sagte er er könne das Ziel nicht sehen. Könne das alles nicht ertragen, wenn er nicht wisse das sie, Felicitas, am Ende dessen allem stehen würde.
Sie würde!
Adrian war hinausgenagen und Feli hatte die Möglichkeit genutzt mit Rafael zu sprechen. Ihm Mut einzuflößen, ihm Sicherheit zu geben, Halt, Freundschaft und Liebe.
Sie würde an seiner Seite bleiben und ihm beistehen so gut sie konnte.
Er hatte alles für sie Riskiert. Titel, Besitzt, Lehen, Würde, Ehre...
Sie konnte es ihm nicht minder vergelten. Sollten sie nur kommen.
Und sie hatte ihm noch etwas sehr wichtiges gesagt:
Rafael`s Vater wollte das er Schwäche zeigte. Wollte ihn dehmütigen. Ihm zeigen wie Falsch er gelegen hatte. Ihm zeigen das er Macht über ihn hatte.
Er durfte seinen Stolz nicht verlieren. Er musste jene alte Schuld die sein Vater jetzt einforderte hoch erhobenen Hauptes erfüllen. Nur dann würde er sich Stolz, Würde und Ehre bewahren.
Und...
Er war nicht alleine. Adrian, Darna, Feli...seine ganzen Freunde die trotz all den Umständen, all den Wiedrigkeiten zu ihm hielten.
Kurz überlegte Feli wer sie halten würde. Sie wusste es nicht so genau.
Flo war mit Valion mehr als beschäftigt und die beiden Schwestern stritten sich in letzter Zeit ständing.
Sie hatte nicht viele Freunde hier. Adrian? Er war der Reichs-Truchsess, aber war er ein Freund? Etwas das Feli einen Freund nennen konnte? Sie wusste es nicht, dennoch gaben ihr seine Worte halt und das hätte sie eigendlich bestätigen müssen.
Doch ihre Gedanken überschlugen sich immer wieder und sie wollte einfach nicht zur Ruhe kommen.
Jedoch....
jetzt war es zu spät. Jetzt musste sie durch den Sturm und sie würde versuchen nicht zu fallen. Das war sie Rafael schuldig. Das war sie ihrer Liebe schuldig, ihren Worten und den Leuten die sie beide unterstützen.
Der Sturm wird vergehen und nachdem die Wolken verzogen sind wird die Sonne der Morgenröte die Welt erhellen.
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Felicitas de Arganta
Die Schritte ihrer nackten Füsse hallten durch das große Haus während sie sich nochmal umsah. Es war leer. Flo war zu Valion, zumindest hatte sie ihr bescheid gesagt.
Dennoch sie fühlte sich einsam in jenem Moment. Das große Haus wirkte kalt und leer. Sie hatte gehofft jene Gefühle nie wieder zu haben doch ihr war sehr unwohl.
Kurz sah sie durch den großen Hauptraum der Residenz ehe sie den Weg nach oben antrat. Heute Nacht würde sie alleine sein. Draussen hörte sie Angeloi, ihren Wallach, den Rafael ihr geschenkt hatte. Luka lief wohl auch draussen herrum und bewachte das Haus. Die Hündin war Feli richtig ans Herz gewachsen obwohl sie sehr lautstark auf sich aufmerksam machen konnte.
In ihrem Zimmer maunzte ihr Feli, ihre Katze, entgegen. Kurz beschlich sie bei jenen Eindrücken der Gedanke, dass sie einfach zuviele Tiere hielten. Dies lag sicherlich auch an Flo. Die Falken draussen waren zum Glück ruhig.
Rafael würde heute nicht kommen um sie von ihrer Einsamkeit zu erlösen. Das wusste sie. Nicht hier. Nicht diese Nacht.
Die Ereignisse hatten Zeit gehabt sich zu setzen und sie wurden dadurch nicht besser. Feli dachte immer wieder daran, dass sie schwanger sein könne. Es war zwar unwahrhscheinlich, nahm sie doch die nötigen Mittel das zu verhindern, aber ein Garant war es nicht. Der Heiler hatte ihr klar gesagt, dass es vorkomme das man dennoch empfangen würde.
In etwa zwei Wochen würde sie es ungefähr sagen können. Vielleicht in drei.
Langsam zog sie das teure Kleid aus und verstaute es sehr sorgsam im Schrank. Sie trug immernoch die feine, schwarze Spitzenunterwäsche.
Obwohl sie wusste das das eigendlich nicht nötig war. Kurzentschlossen wechselte sie jene um sie nicht unnötig abzutragen. Rafael sollte sie so wieder sehen wie sie jetzt war.
Irgendwie war das ein absurder, wenn auch wie sie meinte richtiger Gedanke. Er mochte es wenn sie sich hübsch und reizend kleidete. Natürlich mochte er das...welcher Mann mochte das nicht?
Sie dachte nicht weiter darüber nach. Es würde sie nur noch trauriger machen als sie eh schon war.
Jetzt zog sie das Nachthemd über und ging zu bett. Als sie die Kerzen gelöscht hatte wurde es still und dunkel.
Ihre Katze hatte es sich schon zwischen ihren Füssen gemütlich gemacht und schien von alle dem was im und um das Haus passierte nichts mitzubekommen.
Feli`s Gedanken gingen den Tag nocheinmal durch. Sie war heute viel Jagen gewesen, das hatte sie angelenkt. Abgelenkt von der Tatsache wie düster die Zeiten im moment aussahen. Wie viele Probleme auf ihren schmalen Schultern lasteten.
Auch hatte sie mit Valion gesprochen. Gleich zweimal. Er hatte vor Flo zu heiraten. Das sagte er zumindest. Bei allem anderen währe Feli ihm an die Kehle gegangen. Er hatte Feli um ihren Segen gebeten. Jenen bekam er nur unter einer Vorraussetzung:
Das er es schaffe seine Unschuld zu beweisen und seinen Ruf wieder reinzuwaschen. Dann würde sie ihm ihren Segen geben.
Vorher war daran nicht zu denken.
Flo hatte auch geholfen die Sachen zu besorgen die Feli für die weitere Planung dringend brauchte. Sie war froh darüber das ihre Schwester trotz allem zu ihr hielt.
Jetzt, in diesen Schweren Zeiten des Sturms, waren sie wieder die Schwestern die sie gewesen waren als sie Wiesenau verlassen hatten.
Unzertrennlich und absolut loyal. Sie würden zusammen durch die Hölle gehen egal wie sehr sie sich vorher in den Haaren gehabt hatten.
Das war gut. Das war sehr gut.
Dann dachte sie an Morgen. Die Theatereröffnung.
Das alles hätte unter einem so guten Stern stehen können, sollen, müssen. Doch jener Stern war für Feli verblasst. Sie freute sich noch darauf, aber über dem allem hing ein seltsamer grauer Mantel der ihre Gefühle dämpfte.
Es würde anstrengend morgen werden und sie hoffte inständig Rafael würde kommen. Kommen dürfen. Sie wollte garnicht daran denken, dass er an jenem wichtigen Tag ihres Lebens hier in Gerimor, nicht da sein würde.
Es würde ihr Gefühl der Einsamkeit, dass sie gerade zu überwältigen drohte nur verstärken. Aber statt diesem Gefühl den vorrang zu lassen dachte sie an die Zeit die sie mit Rafael bissher verbracht hatte.
Sie liebte ihn so sehr...
Und er liebte sie...
Sie konnte, wollte nicht daran glauben das Temora das zuliess es so enden zu lassen. Es gab keinen Grund, dass die Göttin sie beide strafte.
Sie wollte nicht glauben, dass die Götter Liebe, echte Liebe, missbilligten.
Es würde einen Weg geben. Es musste einen Weg geben. Sie müssten nur den Sturm überstehen. Jenen Sturm von dem sie die ganze Zeit sprachen.
Sie umklammerte das Kissen, wie sie es sonst mit Rafael tat, und versuchte zu schlafen. Der Tag war anstrengend gewesen und sie war müde. Doch es brauchte lange bis sie einschlief.
Immer wieder meinte sie Geräusche zu hören und hoffte es würde Rafael sein...
Dennoch sie fühlte sich einsam in jenem Moment. Das große Haus wirkte kalt und leer. Sie hatte gehofft jene Gefühle nie wieder zu haben doch ihr war sehr unwohl.
Kurz sah sie durch den großen Hauptraum der Residenz ehe sie den Weg nach oben antrat. Heute Nacht würde sie alleine sein. Draussen hörte sie Angeloi, ihren Wallach, den Rafael ihr geschenkt hatte. Luka lief wohl auch draussen herrum und bewachte das Haus. Die Hündin war Feli richtig ans Herz gewachsen obwohl sie sehr lautstark auf sich aufmerksam machen konnte.
In ihrem Zimmer maunzte ihr Feli, ihre Katze, entgegen. Kurz beschlich sie bei jenen Eindrücken der Gedanke, dass sie einfach zuviele Tiere hielten. Dies lag sicherlich auch an Flo. Die Falken draussen waren zum Glück ruhig.
Rafael würde heute nicht kommen um sie von ihrer Einsamkeit zu erlösen. Das wusste sie. Nicht hier. Nicht diese Nacht.
Die Ereignisse hatten Zeit gehabt sich zu setzen und sie wurden dadurch nicht besser. Feli dachte immer wieder daran, dass sie schwanger sein könne. Es war zwar unwahrhscheinlich, nahm sie doch die nötigen Mittel das zu verhindern, aber ein Garant war es nicht. Der Heiler hatte ihr klar gesagt, dass es vorkomme das man dennoch empfangen würde.
In etwa zwei Wochen würde sie es ungefähr sagen können. Vielleicht in drei.
Langsam zog sie das teure Kleid aus und verstaute es sehr sorgsam im Schrank. Sie trug immernoch die feine, schwarze Spitzenunterwäsche.
Obwohl sie wusste das das eigendlich nicht nötig war. Kurzentschlossen wechselte sie jene um sie nicht unnötig abzutragen. Rafael sollte sie so wieder sehen wie sie jetzt war.
Irgendwie war das ein absurder, wenn auch wie sie meinte richtiger Gedanke. Er mochte es wenn sie sich hübsch und reizend kleidete. Natürlich mochte er das...welcher Mann mochte das nicht?
Sie dachte nicht weiter darüber nach. Es würde sie nur noch trauriger machen als sie eh schon war.
Jetzt zog sie das Nachthemd über und ging zu bett. Als sie die Kerzen gelöscht hatte wurde es still und dunkel.
Ihre Katze hatte es sich schon zwischen ihren Füssen gemütlich gemacht und schien von alle dem was im und um das Haus passierte nichts mitzubekommen.
Feli`s Gedanken gingen den Tag nocheinmal durch. Sie war heute viel Jagen gewesen, das hatte sie angelenkt. Abgelenkt von der Tatsache wie düster die Zeiten im moment aussahen. Wie viele Probleme auf ihren schmalen Schultern lasteten.
Auch hatte sie mit Valion gesprochen. Gleich zweimal. Er hatte vor Flo zu heiraten. Das sagte er zumindest. Bei allem anderen währe Feli ihm an die Kehle gegangen. Er hatte Feli um ihren Segen gebeten. Jenen bekam er nur unter einer Vorraussetzung:
Das er es schaffe seine Unschuld zu beweisen und seinen Ruf wieder reinzuwaschen. Dann würde sie ihm ihren Segen geben.
Vorher war daran nicht zu denken.
Flo hatte auch geholfen die Sachen zu besorgen die Feli für die weitere Planung dringend brauchte. Sie war froh darüber das ihre Schwester trotz allem zu ihr hielt.
Jetzt, in diesen Schweren Zeiten des Sturms, waren sie wieder die Schwestern die sie gewesen waren als sie Wiesenau verlassen hatten.
Unzertrennlich und absolut loyal. Sie würden zusammen durch die Hölle gehen egal wie sehr sie sich vorher in den Haaren gehabt hatten.
Das war gut. Das war sehr gut.
Dann dachte sie an Morgen. Die Theatereröffnung.
Das alles hätte unter einem so guten Stern stehen können, sollen, müssen. Doch jener Stern war für Feli verblasst. Sie freute sich noch darauf, aber über dem allem hing ein seltsamer grauer Mantel der ihre Gefühle dämpfte.
Es würde anstrengend morgen werden und sie hoffte inständig Rafael würde kommen. Kommen dürfen. Sie wollte garnicht daran denken, dass er an jenem wichtigen Tag ihres Lebens hier in Gerimor, nicht da sein würde.
Es würde ihr Gefühl der Einsamkeit, dass sie gerade zu überwältigen drohte nur verstärken. Aber statt diesem Gefühl den vorrang zu lassen dachte sie an die Zeit die sie mit Rafael bissher verbracht hatte.
Sie liebte ihn so sehr...
Und er liebte sie...
Sie konnte, wollte nicht daran glauben das Temora das zuliess es so enden zu lassen. Es gab keinen Grund, dass die Göttin sie beide strafte.
Sie wollte nicht glauben, dass die Götter Liebe, echte Liebe, missbilligten.
Es würde einen Weg geben. Es musste einen Weg geben. Sie müssten nur den Sturm überstehen. Jenen Sturm von dem sie die ganze Zeit sprachen.
Sie umklammerte das Kissen, wie sie es sonst mit Rafael tat, und versuchte zu schlafen. Der Tag war anstrengend gewesen und sie war müde. Doch es brauchte lange bis sie einschlief.
Immer wieder meinte sie Geräusche zu hören und hoffte es würde Rafael sein...
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Felicitas de Arganta
Was ein Tag.
Seid dem Morgen war Feli damit beschäftigt gewesen, die Theater Eröffnung vorzubereiten. Es war viel Arbeit gewesen und sie wusste nichtmal ob es sich noch lohnen würde. Die Dinge überschlugen sich einfach viel zu schnell.
Auch dachte sie während den Stunden in denen sie wartete immer wieder an Rafael. Ob er kommen würde oder nicht. Von den Menekanern wusste sie, dass sie keine Bardin senden konnten, also musste sie auf jene nicht warten. Es war schade aber liess sich nicht ändern.
Die Deligation der Elfen musste jedoch baldig eintreffen. Sie waren ihr Trumpf gewesen. Ihre Überraschung für Varuna.
Was ein gradioser Nachmittag es gewesen war!
Das Theater war bis auf den letzten Stuhl gefüllt gewesen. Adrian, Eileen, Darna, Rafael, Antarian und viele andere waren da.
Die Elfen waren zu fünft gekommen. Es war schon beeindruckend gewesen sie am Theater ankommen zu sehen. Feli hatte sich einige besonders schöne Lieder und Geschichten herrausgesucht. Nicht zuletzt unter dem Hintergrund wie ihr Leben im Moment verlief.
Einige im Publikum fühlten sich angesprochen, berührt von ihren Worten, Klängen und Geschichten. Als Harfnerin hatte sie dafür ein Gespühr.
Und dann kamen die Elfen auf die Bühne. Angeführt von der Muse Lamentinu Celebren. Es war ein Auftritt den es ganz sicher noch niemals in Varuna gegeben hatte und selbst Feli kam aus der Faszination und dem Staunen kaum herraus.
Soviele Legenden hatte sie über das Spiel der Elfen gehört und dennoch alleine wie sie und die Elfen das ganze hatten in Szene setzen können, brachte einen so starken Effekt von Mystik das es fast spührbar im Raum knisterte.
Den Abschluss hatte Antarian de Dynal gebildet. Der Richter. Seine Posse war wahrlich amüsant gewesen und hatte der Aufführung im Ganzen nochmal eine weitere Note hinzufügen können. Sie war rund um zufrieden gewesen und sie glaubte das von ihrem Publikum auch sagen zu können.
Selbst die sonst so sachliche Darna schien wirklich ergriffen gewesen zu sein. Sie sah etwas ungewohnt in dem Kleid aus das sie trug, aber durchaus reizend.
Dann...
nahmen andere Dinge ihren Lauf.
Der Graf bat Feli sie ins Schloss zu begleiten. Man müsse sprechen hiess es. Feli war gleich klar worum es dabei nur gehen konnte, wenn man sie ihrem Publikum und ihrem Theater so kurz nach Endigung entzog.
Was Adrian zu sagen hatte war wie ein schwerer Schlag ins Gesicht.
Graf Arthur de Arganta hatte nochmal mit Adrian gesprochen, falls man das so nennen konnte. Der Graf hatte einen Befehl von Adrians Lippen erpresst. Adrian, der Graf dessen Ruf sowieso schon durch seine berüchtigte Heirat gelitten hatte. Der im Kronrat einen wackligen Stand hatte und geschworen die Kinder seiner Schwester mit dem Leben zu schützen. Er konnte nicht anders. Er hatte seine Integrität gegenüber Rafael und sich selbst für die Sicherheit der Königssöhne verkauft.
Anders konnte Feli es nicht nennen. Welch eiskalte Brechnung hinter all dem steckte.
Dem Truchsess mit dem Sturz zu drohen und damit dem rechtmässigen König. Es grenzte an Hochverrat was der Graf de Arganta da tat, aber Adrian sah das anders.
Einen Momentlang hatte Feli aufgegeben gehabt. Die Dinge nahmen Ausmaße an die sie einfach nicht mehr richtig überblicken zu vermochte.
Sie hatte Adrian nie so hinein ziehen wollen.
Eileen unterdess hatte eine ganz andere Meinung davon. Sprach man dürfe sich das nicht gefallen lassen. Adrian währe stets erpressbar würde er solchen Forderungen nachgeben. Doch Adrian blieb dabei. Es gefiel ihm nicht. Nein ganz sicher nicht.
Dennoch befahl er Rafael zu seiner Frau zurück zu kehren.
Rafael weigerte sich.
Die Dinge nahmen ihren Lauf. Es war klar was folgen musste. Adrian musste ihm seinen Rittertitel aberkennen. Das war das einzige das Rafael noch geblieben war.
Doch dann...dann geschah etwas das Feli den Atem geraubt hatte. Nicht nur ihr. Auch Eileen war sprachlos gewesen.
Ganz zu schweigen von Adrian...
Die Allianz des Lichtes hatte vor den Toren des Schlosses gestanden und als Rafael mit seinen Mannen vor ihnen allen Stand, da hatte es Feli fast die Tränen in die Augen getrieben.
Sie standen alle hinter ihm. Das Bild, das Symbol, das was sie damit Adrian, Graf de Arganta und allem Rest der Welt sagten war so überwältigend, Feli hatte es kaum fassen können.
Jene Treue zu diesen Männern hatte Rafael sich ganz alleine verdient. Nicht weil er Graf war. Nicht weil er Freiherr war. Nicht weil er Ritter war.
Weil er Rafael war.
Weil seine Männer, seine Gefährten das nicht vergessen hatten.
Feli war unendlich Stolz auf Rafael als er den Mut besaß trotz allem vor Adrian auf die Knie zu gehen und ihm als Gildenlord der Allianz dennoch Treue zu schwören, und mit ihm der ganze Rest der Allianz.
Diese Hoffnungsschimmer brauchten sie jetzt. Besonders ihr Geliebter.
Er sagte er würde alle Männer um sich schaaren die ihm folgen wollten.
Würde seinem Vater zeigen wieviel die Menschen von ihm hielten. Selbst jetzt noch. Davor würde sich selbst der rachsüchtige Graf nicht verschliessen können. Nein.
An Jenem Abend war Feli auch Eileen sehr viel näher gekommen. Sie glaubte, dass sie in der Gräfin eine Freundin gefunden hatte. Die Not und die Ähnlichkeit ihrer beider Geschichten, wenngleich sie doch so verschieden und anders waren, brachte die beiden Frauen näher zusammen.
Müde und mit schmerzenden Füssen hatte Feli den Heimweg angetreten. Die Nacht würde wieder sehr einsam werden, das wusste sie.
Wie sehr sie sich nach Rafael`s Nähe sehnte....
Seid dem Morgen war Feli damit beschäftigt gewesen, die Theater Eröffnung vorzubereiten. Es war viel Arbeit gewesen und sie wusste nichtmal ob es sich noch lohnen würde. Die Dinge überschlugen sich einfach viel zu schnell.
Auch dachte sie während den Stunden in denen sie wartete immer wieder an Rafael. Ob er kommen würde oder nicht. Von den Menekanern wusste sie, dass sie keine Bardin senden konnten, also musste sie auf jene nicht warten. Es war schade aber liess sich nicht ändern.
Die Deligation der Elfen musste jedoch baldig eintreffen. Sie waren ihr Trumpf gewesen. Ihre Überraschung für Varuna.
Was ein gradioser Nachmittag es gewesen war!
Das Theater war bis auf den letzten Stuhl gefüllt gewesen. Adrian, Eileen, Darna, Rafael, Antarian und viele andere waren da.
Die Elfen waren zu fünft gekommen. Es war schon beeindruckend gewesen sie am Theater ankommen zu sehen. Feli hatte sich einige besonders schöne Lieder und Geschichten herrausgesucht. Nicht zuletzt unter dem Hintergrund wie ihr Leben im Moment verlief.
Einige im Publikum fühlten sich angesprochen, berührt von ihren Worten, Klängen und Geschichten. Als Harfnerin hatte sie dafür ein Gespühr.
Und dann kamen die Elfen auf die Bühne. Angeführt von der Muse Lamentinu Celebren. Es war ein Auftritt den es ganz sicher noch niemals in Varuna gegeben hatte und selbst Feli kam aus der Faszination und dem Staunen kaum herraus.
Soviele Legenden hatte sie über das Spiel der Elfen gehört und dennoch alleine wie sie und die Elfen das ganze hatten in Szene setzen können, brachte einen so starken Effekt von Mystik das es fast spührbar im Raum knisterte.
Den Abschluss hatte Antarian de Dynal gebildet. Der Richter. Seine Posse war wahrlich amüsant gewesen und hatte der Aufführung im Ganzen nochmal eine weitere Note hinzufügen können. Sie war rund um zufrieden gewesen und sie glaubte das von ihrem Publikum auch sagen zu können.
Selbst die sonst so sachliche Darna schien wirklich ergriffen gewesen zu sein. Sie sah etwas ungewohnt in dem Kleid aus das sie trug, aber durchaus reizend.
Dann...
nahmen andere Dinge ihren Lauf.
Der Graf bat Feli sie ins Schloss zu begleiten. Man müsse sprechen hiess es. Feli war gleich klar worum es dabei nur gehen konnte, wenn man sie ihrem Publikum und ihrem Theater so kurz nach Endigung entzog.
Was Adrian zu sagen hatte war wie ein schwerer Schlag ins Gesicht.
Graf Arthur de Arganta hatte nochmal mit Adrian gesprochen, falls man das so nennen konnte. Der Graf hatte einen Befehl von Adrians Lippen erpresst. Adrian, der Graf dessen Ruf sowieso schon durch seine berüchtigte Heirat gelitten hatte. Der im Kronrat einen wackligen Stand hatte und geschworen die Kinder seiner Schwester mit dem Leben zu schützen. Er konnte nicht anders. Er hatte seine Integrität gegenüber Rafael und sich selbst für die Sicherheit der Königssöhne verkauft.
Anders konnte Feli es nicht nennen. Welch eiskalte Brechnung hinter all dem steckte.
Dem Truchsess mit dem Sturz zu drohen und damit dem rechtmässigen König. Es grenzte an Hochverrat was der Graf de Arganta da tat, aber Adrian sah das anders.
Einen Momentlang hatte Feli aufgegeben gehabt. Die Dinge nahmen Ausmaße an die sie einfach nicht mehr richtig überblicken zu vermochte.
Sie hatte Adrian nie so hinein ziehen wollen.
Eileen unterdess hatte eine ganz andere Meinung davon. Sprach man dürfe sich das nicht gefallen lassen. Adrian währe stets erpressbar würde er solchen Forderungen nachgeben. Doch Adrian blieb dabei. Es gefiel ihm nicht. Nein ganz sicher nicht.
Dennoch befahl er Rafael zu seiner Frau zurück zu kehren.
Rafael weigerte sich.
Die Dinge nahmen ihren Lauf. Es war klar was folgen musste. Adrian musste ihm seinen Rittertitel aberkennen. Das war das einzige das Rafael noch geblieben war.
Doch dann...dann geschah etwas das Feli den Atem geraubt hatte. Nicht nur ihr. Auch Eileen war sprachlos gewesen.
Ganz zu schweigen von Adrian...
Die Allianz des Lichtes hatte vor den Toren des Schlosses gestanden und als Rafael mit seinen Mannen vor ihnen allen Stand, da hatte es Feli fast die Tränen in die Augen getrieben.
Sie standen alle hinter ihm. Das Bild, das Symbol, das was sie damit Adrian, Graf de Arganta und allem Rest der Welt sagten war so überwältigend, Feli hatte es kaum fassen können.
Jene Treue zu diesen Männern hatte Rafael sich ganz alleine verdient. Nicht weil er Graf war. Nicht weil er Freiherr war. Nicht weil er Ritter war.
Weil er Rafael war.
Weil seine Männer, seine Gefährten das nicht vergessen hatten.
Feli war unendlich Stolz auf Rafael als er den Mut besaß trotz allem vor Adrian auf die Knie zu gehen und ihm als Gildenlord der Allianz dennoch Treue zu schwören, und mit ihm der ganze Rest der Allianz.
Diese Hoffnungsschimmer brauchten sie jetzt. Besonders ihr Geliebter.
Er sagte er würde alle Männer um sich schaaren die ihm folgen wollten.
Würde seinem Vater zeigen wieviel die Menschen von ihm hielten. Selbst jetzt noch. Davor würde sich selbst der rachsüchtige Graf nicht verschliessen können. Nein.
An Jenem Abend war Feli auch Eileen sehr viel näher gekommen. Sie glaubte, dass sie in der Gräfin eine Freundin gefunden hatte. Die Not und die Ähnlichkeit ihrer beider Geschichten, wenngleich sie doch so verschieden und anders waren, brachte die beiden Frauen näher zusammen.
Müde und mit schmerzenden Füssen hatte Feli den Heimweg angetreten. Die Nacht würde wieder sehr einsam werden, das wusste sie.
Wie sehr sie sich nach Rafael`s Nähe sehnte....
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Felicitas de Arganta
Morgends wachte Feli auf und sah sich kurz etwas irritiert um. Das neue Domezil war noch ungewohnt für sie und sie brauchte einen Moment um sich zu entsinnen wo sie eigendlich war.
Im Kamin knisterte immernoch ein kleines Feuer, es war noch vom Abend und schon weit herrunter gebrannt und warf ein rötliches Licht in das Häuschen. Feli hatte hier gestern, nachdem der Bau fertiggestellt war, stunden verbracht das ganze aufzuräumen, einzuräumen und hübsch herzurichten.
Sie glaubte, dass das nunmal ihre Aufgabe war. Sie konnte sich nicht vorstellen, das Rafael ein Gespühr für schöne Einrichtung hatte. Er war immerhin ein Ritter und keine Muse wie sie.
Jener Gedanke zauberte ein amüsiertes Lächeln auf ihre Lippen und sie richtete langsam ihren Oberkörper auf, die Decke an die Brust gezogen.
Es war so still hier. Ruhig. Für einen kurzen Moment kam es ihr fast gespenstisch vor. Doch jene Stille war eine sehr wirksame Verteidigung.
Niemand wusste davon wo sie jetzt war. Selbst Florence nur ungefähr.
In Varuna würde sie niemand wirklich vermissen und sie würde ja auch Präsenz zeigen. Das musste sie so oder so. Es gab viele Dinge um die sie sich trotz allem kümmern musste.
Vielleicht schrieb sie Vogt van Dure einmal. Der Alte Vogt konnte ihr sicherlich ein Paar Informationen über Graf Arthur de Arganta liefern.
Mit einem Seufzen stand sie auf und zog die Decke einfach mit sich, um ihren Leib darin einzuhüllen. Die Tage waren kälter geworden und es brauchte noch ein bisschen bis sich das Haus von innenherrauf aufgeheizt hatte.
Die Vorhänge die Feli besorgt hatte waren schwer und aus Samt. Es war unmöglich hindurch zu sehen, wenn sie verschlossen waren. Das Schild des Hauses war nichtssagend beschriftet und niemand wusste wer das Haus hatte erbauen lassen.
Im schlimmsten Fall konnte Feli jenes Haus immernoch als ihre Landresidenz deklarieren. Etwas das sicherlich nicht weiter verwunderlich für ihren Stand war.
Kurz ging ihr Blick zurück, während die Schritte ihrer blanken Sohlen im stillen Raum verhallten. Rafael lag immernoch schlafend im Bett, jetzt ohne Decke, brummte irgendwas vor sich hin und schlief noch weiter.
Er schlief so wenig, seufzte sie innerlich. Gerade jetzt brauchte er alle Kraft die er schöpfen konnte.
Um das Bett verteilt lag seine Garderobe. Sie schmunzelte kurz.
Manchmal war er wirklich unordentlich und in ihrem Beisein schien ihm das auch noch sehr herzlich egal zu sein.
Leise öffnete sie die Schranktüren und sah hinein. Sie hatte bereits einiges an Kleidung hier her gebracht und griff zielstrebig nach dem luftigen Kleid um es sich schlicht über den nackten Körper zu werfen.
Die Decke nahm sie auf um damit zurück zum Bett zu gehen und sie wieder über ihren schlafenden Ritter zu legen.
Wieder ein Brummen und irgendeine murmelnde Aufforderung, die Feli nicht verstand.
Rafael ignorierend ging sie zum Kamin um ein paar Scheite Holz nachzu werfen.
Um den Hals trug sie die Goldene Diamanthalskette die er ihr geschenkt hatte. Kurz betrachtete sie ihre Hände. Daran funkelte ein Ring. Golden und Rötlich im Schein der Flammen. Die Inschrift darauf warf kleine Schatten über das Edelmetall. Sie las die Inschrift immer und immer wieder und egal wie schlicht sie war, wusste sie doch welche Bedeutung sie eigendlich hatte.
Ein leises Klirren begleitete ihre Bewegung als sie wieder aufstand. Sie war die neuen Ohrringe noch nicht ganz gewöhnt, auch wenn sie sie sehr hübsch fand. Jetzt ging sie zur Spiegelkomode um sich ein wenig frisch zu machen. Aus dem Schublad holte sie drei Silberne Ringe hervor, die wie immer ihren Zopf hielten und begann zu flechten. Dabei drehte sie den Kopf immer mal wieder nach links und rechts um ihren Schmuck zu begutachten.
[img]http://img226.imageshack.us/img226/4895/ohrringlx5.png[/img] Die Ohrringe glänzen leicht zwischen dem tiefen Schwarz ihrer Haare und gaben dem Gold ein noch wertvolleres Glitzern.
Was würde als nächtes geschehen?...Rafael suchte nach einem Hof auf dem er arbeiten konnte um jene Schuld zu begleichen und seinem Vater mit Stolz und Erhabenheit zu begenen. Doch keiner der ansässigen Bauern wollte, dass er auf ihrem Hof arbeitete. Nicht weil sie ihn verachteten. Nein.
Weil sie ihn immernoch achteten. Weil er immernoch der Mann war den sie alle kannten. Er war immernoch Rafael. Titel oder nicht. Und das hatten ihm jetzt schon soviele bewiesen. Sein Vater konnte diesen stillen Krieg nicht gewinnen. Nicht bei all denen die zu Rafael hielten. Was wollte er denn tun? Sie alle ins Unglück stützen? Als Tyrann da stehen? Den Kronrat informieren? Und dann? Seine eigene Familie vor dem Kronrat deplatzieren? Feli glaubte nicht das der Graf freiwillig so weit gehen würde.
Unter anderen Umständen währe Graf Arthur de Arganta ihr vermutlich dankbar gewesen. Das hatte er ihr gesagt.
Sie war eine Baronin des Reiches. Ein Stand der einem zukünftigen Grafen genüge tat für eine Hochzeit. Eine weitere Baronie die in die Grafschaft Arganta`s einfliessen würde. Was aber sicher noch viel wichtiger war, war die Tatsache dass sie dem Grafen und Rafael einen Erben schenken konnte. Vielleicht hatte sie das längst schon. Das würde die Nächste, vielleicht übernächste Woche andeuten.
Einen Erben der das Blut der de Arganta trug....und ihres. Angelina konnte keine Kinder mehr bekommen. Es war also unmöglich, dass Graf Arthur jemals einen blutreinen Erben bekommen würde, in jener Verbindung. Aber Feli glaubte nicht, dass es ihm momentan darum ging. Vielleicht dachte er nicht so weit oder hatte sich mit jenem Schicksal schon abgefunden.
Was aber sicher in den Augen der Gütigen Temora am wichtigsten war, war der Umstand das Feli Rafael liebte. Von Herzen. Und er liebte sie.
Liebe durfte niemals etwas Falsches sein. Sie war niemals etwas Falsches. Niemals verwerflich. Ehre war nur ein Wort. Ein Wort um etwas zu umschreiben, dass jeder ein wenig anders sah. Auch Rahaler glaubten an Ehre, obwohl sie Kinder und Frauen mordeten. Jenes Wort hatte für Feli wenig bedeutung in diesen Tagen.
Zufrieden lächelte sie, als ihre Schönheitspflege abgeschlossen war. Rafael schlief immernoch den Schlaf der Gerechten und sie beliess es auch dabei. Zog sich ein Paar feste Schuhe an und ging auf die Veranda um die Morgenröte zu geniessen. Es war zwar kühl in dem luftigen Kleid aber es klärte die Sinne und jene Abgeschiedenheit liess sie für einen Moment zur Ruhe kommen.
Im Kamin knisterte immernoch ein kleines Feuer, es war noch vom Abend und schon weit herrunter gebrannt und warf ein rötliches Licht in das Häuschen. Feli hatte hier gestern, nachdem der Bau fertiggestellt war, stunden verbracht das ganze aufzuräumen, einzuräumen und hübsch herzurichten.
Sie glaubte, dass das nunmal ihre Aufgabe war. Sie konnte sich nicht vorstellen, das Rafael ein Gespühr für schöne Einrichtung hatte. Er war immerhin ein Ritter und keine Muse wie sie.
Jener Gedanke zauberte ein amüsiertes Lächeln auf ihre Lippen und sie richtete langsam ihren Oberkörper auf, die Decke an die Brust gezogen.
Es war so still hier. Ruhig. Für einen kurzen Moment kam es ihr fast gespenstisch vor. Doch jene Stille war eine sehr wirksame Verteidigung.
Niemand wusste davon wo sie jetzt war. Selbst Florence nur ungefähr.
In Varuna würde sie niemand wirklich vermissen und sie würde ja auch Präsenz zeigen. Das musste sie so oder so. Es gab viele Dinge um die sie sich trotz allem kümmern musste.
Vielleicht schrieb sie Vogt van Dure einmal. Der Alte Vogt konnte ihr sicherlich ein Paar Informationen über Graf Arthur de Arganta liefern.
Mit einem Seufzen stand sie auf und zog die Decke einfach mit sich, um ihren Leib darin einzuhüllen. Die Tage waren kälter geworden und es brauchte noch ein bisschen bis sich das Haus von innenherrauf aufgeheizt hatte.
Die Vorhänge die Feli besorgt hatte waren schwer und aus Samt. Es war unmöglich hindurch zu sehen, wenn sie verschlossen waren. Das Schild des Hauses war nichtssagend beschriftet und niemand wusste wer das Haus hatte erbauen lassen.
Im schlimmsten Fall konnte Feli jenes Haus immernoch als ihre Landresidenz deklarieren. Etwas das sicherlich nicht weiter verwunderlich für ihren Stand war.
Kurz ging ihr Blick zurück, während die Schritte ihrer blanken Sohlen im stillen Raum verhallten. Rafael lag immernoch schlafend im Bett, jetzt ohne Decke, brummte irgendwas vor sich hin und schlief noch weiter.
Er schlief so wenig, seufzte sie innerlich. Gerade jetzt brauchte er alle Kraft die er schöpfen konnte.
Um das Bett verteilt lag seine Garderobe. Sie schmunzelte kurz.
Manchmal war er wirklich unordentlich und in ihrem Beisein schien ihm das auch noch sehr herzlich egal zu sein.
Leise öffnete sie die Schranktüren und sah hinein. Sie hatte bereits einiges an Kleidung hier her gebracht und griff zielstrebig nach dem luftigen Kleid um es sich schlicht über den nackten Körper zu werfen.
Die Decke nahm sie auf um damit zurück zum Bett zu gehen und sie wieder über ihren schlafenden Ritter zu legen.
Wieder ein Brummen und irgendeine murmelnde Aufforderung, die Feli nicht verstand.
Rafael ignorierend ging sie zum Kamin um ein paar Scheite Holz nachzu werfen.
Um den Hals trug sie die Goldene Diamanthalskette die er ihr geschenkt hatte. Kurz betrachtete sie ihre Hände. Daran funkelte ein Ring. Golden und Rötlich im Schein der Flammen. Die Inschrift darauf warf kleine Schatten über das Edelmetall. Sie las die Inschrift immer und immer wieder und egal wie schlicht sie war, wusste sie doch welche Bedeutung sie eigendlich hatte.
Ein leises Klirren begleitete ihre Bewegung als sie wieder aufstand. Sie war die neuen Ohrringe noch nicht ganz gewöhnt, auch wenn sie sie sehr hübsch fand. Jetzt ging sie zur Spiegelkomode um sich ein wenig frisch zu machen. Aus dem Schublad holte sie drei Silberne Ringe hervor, die wie immer ihren Zopf hielten und begann zu flechten. Dabei drehte sie den Kopf immer mal wieder nach links und rechts um ihren Schmuck zu begutachten.
[img]http://img226.imageshack.us/img226/4895/ohrringlx5.png[/img] Die Ohrringe glänzen leicht zwischen dem tiefen Schwarz ihrer Haare und gaben dem Gold ein noch wertvolleres Glitzern.
Was würde als nächtes geschehen?...Rafael suchte nach einem Hof auf dem er arbeiten konnte um jene Schuld zu begleichen und seinem Vater mit Stolz und Erhabenheit zu begenen. Doch keiner der ansässigen Bauern wollte, dass er auf ihrem Hof arbeitete. Nicht weil sie ihn verachteten. Nein.
Weil sie ihn immernoch achteten. Weil er immernoch der Mann war den sie alle kannten. Er war immernoch Rafael. Titel oder nicht. Und das hatten ihm jetzt schon soviele bewiesen. Sein Vater konnte diesen stillen Krieg nicht gewinnen. Nicht bei all denen die zu Rafael hielten. Was wollte er denn tun? Sie alle ins Unglück stützen? Als Tyrann da stehen? Den Kronrat informieren? Und dann? Seine eigene Familie vor dem Kronrat deplatzieren? Feli glaubte nicht das der Graf freiwillig so weit gehen würde.
Unter anderen Umständen währe Graf Arthur de Arganta ihr vermutlich dankbar gewesen. Das hatte er ihr gesagt.
Sie war eine Baronin des Reiches. Ein Stand der einem zukünftigen Grafen genüge tat für eine Hochzeit. Eine weitere Baronie die in die Grafschaft Arganta`s einfliessen würde. Was aber sicher noch viel wichtiger war, war die Tatsache dass sie dem Grafen und Rafael einen Erben schenken konnte. Vielleicht hatte sie das längst schon. Das würde die Nächste, vielleicht übernächste Woche andeuten.
Einen Erben der das Blut der de Arganta trug....und ihres. Angelina konnte keine Kinder mehr bekommen. Es war also unmöglich, dass Graf Arthur jemals einen blutreinen Erben bekommen würde, in jener Verbindung. Aber Feli glaubte nicht, dass es ihm momentan darum ging. Vielleicht dachte er nicht so weit oder hatte sich mit jenem Schicksal schon abgefunden.
Was aber sicher in den Augen der Gütigen Temora am wichtigsten war, war der Umstand das Feli Rafael liebte. Von Herzen. Und er liebte sie.
Liebe durfte niemals etwas Falsches sein. Sie war niemals etwas Falsches. Niemals verwerflich. Ehre war nur ein Wort. Ein Wort um etwas zu umschreiben, dass jeder ein wenig anders sah. Auch Rahaler glaubten an Ehre, obwohl sie Kinder und Frauen mordeten. Jenes Wort hatte für Feli wenig bedeutung in diesen Tagen.
Zufrieden lächelte sie, als ihre Schönheitspflege abgeschlossen war. Rafael schlief immernoch den Schlaf der Gerechten und sie beliess es auch dabei. Zog sich ein Paar feste Schuhe an und ging auf die Veranda um die Morgenröte zu geniessen. Es war zwar kühl in dem luftigen Kleid aber es klärte die Sinne und jene Abgeschiedenheit liess sie für einen Moment zur Ruhe kommen.
-
Rafael de Arganta
Als er erwachte, zog er sich noch mal die Decke um, hielt diese fest und begann erst langsam zu realisieren wo er war, aber auch das er alleine war.
Er richtete sich sofort auf, um zu bemerken das Feli nicht da war.
Nur kurz verschränkte er die Arme hinter dem Kopf um an die Decke zu blicken.
Holz ...
Eine einfache kleine Holzhütte nannte er nun sein Eigen.
Der Ort war so gewählt das es keine Nachbarn gab die neugierige Fragen stellen würden.
Hier war er nur Rafael.
Nur ein Mann der glücklich schien.
Niemand würde ihn hier behelligen. Niemand wusste wo er war. Nicht einmal der Graf.
Und er... er wusste nicht wo Felicitas war!
Brummelig stand er auf.
Der erste lange gemeinsame Morgen und sie war fortgegangne? Das glaubte er nicht.
Er warf die Decke von sich, erhob sich nach seiner Hose angelnd die irgendwo auf einem Haufe lag und zog sie sich über.
Heute Nachmittag würde er noch einmal versuchen einen Hof zu finden, aber vier konnte er schon abhaken.
Man wollte ihn nicht.
Meist weil man ihn kannte und er lächelte leicht, als er an das erschrockene Gesicht der Frau dachte die ihren Hof direkt neben dem Angelinas hatte.
Es würde noch schwer werden einen zu finden, und was dann wurde...
Das würde sich zeigen.
Er bückte sich, hob seine Anderen Sachen auf und legte sie auf den Stuhl ein angenehmes Prickeln auf der Haut als er daran dachte in welcher Situation er die Sachen gestern ausgezogen hatte.
Felicitas ...
Er musste sich vergewissern wo sie war.
Mit nackten Füssen, nur bekleidet mit der Hose, die Haare wirr, trat er hinaus in den Morgen, der ihn mit fahlen Strahlen begrüßte, und hielt inne als er sie an der Veranda stehen sah.
Er ahnte das sie ihn spürte, das sie ihn hörte, und er ahnte ihr Lächeln wenngleich er es nicht sah, als er hinter sie trat, die Arme um sie legte und sie sich an ihn schmiegte.
„Guten Morgen,“ wisperte er leise und bewegt, und sie drehte den Kopf um seinen Lippen zu einem Kuss, zu begegnen.
Er schloss die Augen, einfach nur fühlend was in ihm vorging, einfach nur den Moment genießend, dem andere folgen würden.
Der Morgen war noch nicht zu Ende.
Der Tag nicht und viele andere die noch folgen würden.
Leicht löste er die Lippen von den ihren, an ihrem Ohr leise flüsternd.
Wie soll ich meine Seele halten,
das sie nicht an deiner Rührt
Wie soll ich sie hinheben
Über dich zu anderen Dingen?
Ach gerne möchte ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen,
an einer fremden Stillen Stelle
die nicht weiterschwingt
wenn die tiefen des Dunkel auf sie hernieder geht.
Doch alles was uns anrührt,
dich und mich,
nimmt uns zusammen
wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Seiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
und welcher Spieler hat uns in der Hand?
Er lässt die letzte Strophe des Gedichtes verklingen um ihr dann sanft über den Nacken zu streichen.
„Meine Seele wird getragen von der Deinen. Danke Feli.“ Meint er leise.
„Und danke für diese Nacht.“
Er lächelte als er sah das sie ihr Haar schon wieder geordnet hatte und schüttelte kaum merklich den Kopf.
„Wie... schade.“
Meinte er nur lächelnd um ihr die silbernen Ringe wieder aus den Haaren zu ziehen.
„Die Brauchst, du... jetzt erst einmal nicht. Komm!
Er richtete sich sofort auf, um zu bemerken das Feli nicht da war.
Nur kurz verschränkte er die Arme hinter dem Kopf um an die Decke zu blicken.
Holz ...
Eine einfache kleine Holzhütte nannte er nun sein Eigen.
Der Ort war so gewählt das es keine Nachbarn gab die neugierige Fragen stellen würden.
Hier war er nur Rafael.
Nur ein Mann der glücklich schien.
Niemand würde ihn hier behelligen. Niemand wusste wo er war. Nicht einmal der Graf.
Und er... er wusste nicht wo Felicitas war!
Brummelig stand er auf.
Der erste lange gemeinsame Morgen und sie war fortgegangne? Das glaubte er nicht.
Er warf die Decke von sich, erhob sich nach seiner Hose angelnd die irgendwo auf einem Haufe lag und zog sie sich über.
Heute Nachmittag würde er noch einmal versuchen einen Hof zu finden, aber vier konnte er schon abhaken.
Man wollte ihn nicht.
Meist weil man ihn kannte und er lächelte leicht, als er an das erschrockene Gesicht der Frau dachte die ihren Hof direkt neben dem Angelinas hatte.
Es würde noch schwer werden einen zu finden, und was dann wurde...
Das würde sich zeigen.
Er bückte sich, hob seine Anderen Sachen auf und legte sie auf den Stuhl ein angenehmes Prickeln auf der Haut als er daran dachte in welcher Situation er die Sachen gestern ausgezogen hatte.
Felicitas ...
Er musste sich vergewissern wo sie war.
Mit nackten Füssen, nur bekleidet mit der Hose, die Haare wirr, trat er hinaus in den Morgen, der ihn mit fahlen Strahlen begrüßte, und hielt inne als er sie an der Veranda stehen sah.
Er ahnte das sie ihn spürte, das sie ihn hörte, und er ahnte ihr Lächeln wenngleich er es nicht sah, als er hinter sie trat, die Arme um sie legte und sie sich an ihn schmiegte.
„Guten Morgen,“ wisperte er leise und bewegt, und sie drehte den Kopf um seinen Lippen zu einem Kuss, zu begegnen.
Er schloss die Augen, einfach nur fühlend was in ihm vorging, einfach nur den Moment genießend, dem andere folgen würden.
Der Morgen war noch nicht zu Ende.
Der Tag nicht und viele andere die noch folgen würden.
Leicht löste er die Lippen von den ihren, an ihrem Ohr leise flüsternd.
Wie soll ich meine Seele halten,
das sie nicht an deiner Rührt
Wie soll ich sie hinheben
Über dich zu anderen Dingen?
Ach gerne möchte ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen,
an einer fremden Stillen Stelle
die nicht weiterschwingt
wenn die tiefen des Dunkel auf sie hernieder geht.
Doch alles was uns anrührt,
dich und mich,
nimmt uns zusammen
wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Seiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
und welcher Spieler hat uns in der Hand?
Er lässt die letzte Strophe des Gedichtes verklingen um ihr dann sanft über den Nacken zu streichen.
„Meine Seele wird getragen von der Deinen. Danke Feli.“ Meint er leise.
„Und danke für diese Nacht.“
Er lächelte als er sah das sie ihr Haar schon wieder geordnet hatte und schüttelte kaum merklich den Kopf.
„Wie... schade.“
Meinte er nur lächelnd um ihr die silbernen Ringe wieder aus den Haaren zu ziehen.
„Die Brauchst, du... jetzt erst einmal nicht. Komm!
-
Felicitas de Arganta
Den ganzen Morgen, Mittag und Nachmittag verließen sie das Haus nicht mehr.
Genoßen einfach die Zeit die ihnen jene Umstände geschenkt hatten und konnten ihrer Liebe freien Lauf lassen. Unbehelligt von den neugierigen Augen und Ohren, die sie bisher umgeben hatten.
Die wenigen Tage in denen sie sich nicht hatten sehen können, waren genug gewesen um Sehnsucht und Verlangen zu schüren.
Rafael schlief wieder als sie aufstand um sich ausgibig zu waschen.
Sie wusste nicht woher sie die Energie nahm, aber Rafael schien sie offenbar nicht zu haben. Es veranlasste sie abermals zu schmunzeln.
In aller Seelenruhe machte sie sich wieder daran sich frisch zu machen, das Haar zu flechten und das leichte Makeup aufzutragen, das sie eigendlich immer tug.
Heute entschied sie sich nach längerer überlegung für Vanille und Veillchen, als Duft und zog sich an. Ihre Rüstung hing wohl sortiert im Kleiderschrank. Dazu hatte sie gestern Abend noch genug Zeit gehabt.
Bevor Rafael sich genommen hatte was er wollte.
Dann machte sie sich auf in die Stadt zu reiten. Zur Sicherheit zog sie die Kaputze über den Kopf und die Maske über den Mund. Es musste niemand beim ersten hinsehen, erkennen wer sie war und woher sie kam.
Vermutlich lag es auch an der Geschwindigkeit in der sie davon ritt, das schnelle Blicke auf sie, wenig Chance hatten sie zu erkennen.
Aus einem Impuls herraus ritt sie Richtung Schloss. Die Wachen öffneten ihr mittlerweile routiniert. Sie kannten die junge Baronin nun und wussten das sie im Schlosse ein- und ausging wie die Ritter und der Graf selbst.
Sie wollte sich erkundigen ob Adrian Neuigkeiten hatte, was mit Valion geworden war und ob er ihr jenes Schreiben fertigen würde, dass die Zwerge wohl von ihr wollten, damit sie endlich ein wenig mehr Ruhe bei der Jagt haben mochte.
Doch dazu alles kam es nicht. Stattdessen fand sie Adrian mit Cyrion vor.
Im Gespräch um Rafael, wie hätte es anders sein können.
Cyrion konnte nicht verstehen was im Moment vor sich ging und dementsprechend war auch sein Unverständniss über die Dinge die passiert waren. Passieren mussten.
Gerade wollte man gehen, Cyrion wollte Rafael suchen um ihm die Fragen zu stellen, die nur er ihm beantworten konnte, als eben jener durch den breiten Korridor des Schlosses kam.
Rafael sprach offen. Sie konnte sich immernoch nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass immer mehr Leute bescheid wussten. Egal ob sie Rafael`s Freunde waren oder nicht.
Aber er hatte ihr auch gesagt, wie gerne er der ganzen Welt erklären würde, was er für sie empfand.
Eines kam in dem Gespräch deutlich rüber: Angelina musste in eine Scheidung einwilligen. Dies währe ein großer Schritt. Ein Schritt den auch Rafaels Vater nicht übersehen würde. Doch würde die Noch-Frau Rafael`s das tun?...Feli zweifelte daran. Es schien der Frau egal zu sein was mit ihrem Mann geschah, hauptsache sie konnte ihn für sich beanspruchen.
Rafael hatte ihr gesagt, sie glaube er würde sie immernoch lieben. Felicitas hätte ihn mit ihrer Musik verzaubert oder etwas ähnliches.
Immernoch lebte sie in dem Glauben er würde zu ihr zurückkehren. Nach alle dem was Rafael gerade für das Gegenteil geopfert hatte.
War das denn selbst ihr nicht Beweis genug? Aber die Hoffnung stirbt wohl zu letzt. Und noch war nichts gewonnen. Im Gegenteil. Der Sturm toste weiterhin breit gefächert über ihnen und nahm mit was er zu fassen bekam.
Wie würde man dieser Lage nur Herr werden?
Rafael, Feli und Cyrion trennten sich am Schlosstor. Er erklärte ihr leise er würde nachkommen und sie ritt davon.
Innerlich hoffte sie er würde bald wieder bei ihr sein und um die Zeit tod zu schlagen ritt sie umher, besorgte einige Dinge die sie dringend brauchten und sah zu das wieder Gold ins Haus kam.
Wenn sie doch nur zugriff auf die Goldreserven ihrer Familie hier in Gerimor hätte! Seufzte sie und ging weiter ihrem Tagewerk nach...
Auf Rafael wartend...
Genoßen einfach die Zeit die ihnen jene Umstände geschenkt hatten und konnten ihrer Liebe freien Lauf lassen. Unbehelligt von den neugierigen Augen und Ohren, die sie bisher umgeben hatten.
Die wenigen Tage in denen sie sich nicht hatten sehen können, waren genug gewesen um Sehnsucht und Verlangen zu schüren.
Rafael schlief wieder als sie aufstand um sich ausgibig zu waschen.
Sie wusste nicht woher sie die Energie nahm, aber Rafael schien sie offenbar nicht zu haben. Es veranlasste sie abermals zu schmunzeln.
In aller Seelenruhe machte sie sich wieder daran sich frisch zu machen, das Haar zu flechten und das leichte Makeup aufzutragen, das sie eigendlich immer tug.
Heute entschied sie sich nach längerer überlegung für Vanille und Veillchen, als Duft und zog sich an. Ihre Rüstung hing wohl sortiert im Kleiderschrank. Dazu hatte sie gestern Abend noch genug Zeit gehabt.
Bevor Rafael sich genommen hatte was er wollte.
Dann machte sie sich auf in die Stadt zu reiten. Zur Sicherheit zog sie die Kaputze über den Kopf und die Maske über den Mund. Es musste niemand beim ersten hinsehen, erkennen wer sie war und woher sie kam.
Vermutlich lag es auch an der Geschwindigkeit in der sie davon ritt, das schnelle Blicke auf sie, wenig Chance hatten sie zu erkennen.
Aus einem Impuls herraus ritt sie Richtung Schloss. Die Wachen öffneten ihr mittlerweile routiniert. Sie kannten die junge Baronin nun und wussten das sie im Schlosse ein- und ausging wie die Ritter und der Graf selbst.
Sie wollte sich erkundigen ob Adrian Neuigkeiten hatte, was mit Valion geworden war und ob er ihr jenes Schreiben fertigen würde, dass die Zwerge wohl von ihr wollten, damit sie endlich ein wenig mehr Ruhe bei der Jagt haben mochte.
Doch dazu alles kam es nicht. Stattdessen fand sie Adrian mit Cyrion vor.
Im Gespräch um Rafael, wie hätte es anders sein können.
Cyrion konnte nicht verstehen was im Moment vor sich ging und dementsprechend war auch sein Unverständniss über die Dinge die passiert waren. Passieren mussten.
Gerade wollte man gehen, Cyrion wollte Rafael suchen um ihm die Fragen zu stellen, die nur er ihm beantworten konnte, als eben jener durch den breiten Korridor des Schlosses kam.
Rafael sprach offen. Sie konnte sich immernoch nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass immer mehr Leute bescheid wussten. Egal ob sie Rafael`s Freunde waren oder nicht.
Aber er hatte ihr auch gesagt, wie gerne er der ganzen Welt erklären würde, was er für sie empfand.
Eines kam in dem Gespräch deutlich rüber: Angelina musste in eine Scheidung einwilligen. Dies währe ein großer Schritt. Ein Schritt den auch Rafaels Vater nicht übersehen würde. Doch würde die Noch-Frau Rafael`s das tun?...Feli zweifelte daran. Es schien der Frau egal zu sein was mit ihrem Mann geschah, hauptsache sie konnte ihn für sich beanspruchen.
Rafael hatte ihr gesagt, sie glaube er würde sie immernoch lieben. Felicitas hätte ihn mit ihrer Musik verzaubert oder etwas ähnliches.
Immernoch lebte sie in dem Glauben er würde zu ihr zurückkehren. Nach alle dem was Rafael gerade für das Gegenteil geopfert hatte.
War das denn selbst ihr nicht Beweis genug? Aber die Hoffnung stirbt wohl zu letzt. Und noch war nichts gewonnen. Im Gegenteil. Der Sturm toste weiterhin breit gefächert über ihnen und nahm mit was er zu fassen bekam.
Wie würde man dieser Lage nur Herr werden?
Rafael, Feli und Cyrion trennten sich am Schlosstor. Er erklärte ihr leise er würde nachkommen und sie ritt davon.
Innerlich hoffte sie er würde bald wieder bei ihr sein und um die Zeit tod zu schlagen ritt sie umher, besorgte einige Dinge die sie dringend brauchten und sah zu das wieder Gold ins Haus kam.
Wenn sie doch nur zugriff auf die Goldreserven ihrer Familie hier in Gerimor hätte! Seufzte sie und ging weiter ihrem Tagewerk nach...
Auf Rafael wartend...
-
Felicitas de Arganta
Feli saß auf der Veranda. Eine Flasche Wein und ein bauchiges Weinglas auf dem kleinen Tisch neben sich stehend.
In ihrer Hand ihren Rapier. Das Diamant funkelte und brach das Licht der Mittäglichen Sonne.
[img]http://www.king-cart.com/store/oknight/rapier.jpg[/img]
Wie konnte man so eine Waffe einen "Stock" nennen? Langsam lernte sie diese Waffe zu benutzen. Sie zu schätzen. Ihr Tanzgeschick und ihre Körperbeherrschung waren gute Vorraussetzungen um das Führen dieser Waffe zu erlernen.
Während sich das Sonnenlicht in dem Diamant brach und bunte Strahlen über das Holz der Veranda warf, dachte Feli an Gestern.
Der Unheilsberg...und der Ritter Alatars. Sie danke der Gütigen, dass sie sich gut maskierte seid den letzten Geschehnissen.
Der Ritter hatte keine Ahnung gehabt wen er da vor sich gehabt hatte. Andernfalls hätte jene Situation wohl ganz anders ausgesehen.
Der Dunkle Ritter hatte von Alatar gesprochen. Das sie den Hass in ihrem Herzen spühren solle. Sich zu dem einzig wahren Herrn bekennen.
Innerlich spuckte sie dem Mann vor die Füsse, äusserlich wirkte ihre Maske gut.
Dem ganzen Predigen ein Ende setzend hörte Feli sich sagen:
Wozu? Wenn Eluive und Temora auf mich herrab lächeln?
Damit war die Jagt eröffnet gewesen und Feli lief. Der Ritter mit gezogener Waffe hinter ihr her. Er hatte sie für ihre Worte richten wollen.
Ausser Atem hatte sie die Tore Berchgards passiert und schon die Wachen zu hilfe gerufen, von denen sich gleich zwei vor sie postiert hatten um sie zu schützen.
Der Ritter hatte noch nicht aufgegeben, denn Feli hörte wie der Alarm gegeben wurde und die Schützen auf den Stadtmauern anlegten.
Dann wurde es still....
Es dauerte nur wenige Augenblicke bis die Allianz die Tore passierte.
Zeron, Halungar und Rafael. Rafael!
Sie war so froh ihren Liebsten zu sehen. Auch wenn sie es nicht gezeigt hatte, so hatten sie doch die Geschehnisse mitgenommen.
Doch sie sollte nicht viel Gelegenheit bekommen, sich an seiner Nähe zu stärken, denn die Allianz ritt sofort aus um den Ritter zu stellen.
Jedoch begab es sich noch ganz anders. Rafael war nach Rahal geritten.
Feli war leichenblass geworden als sie Halugar dies sagen hörte und hatte sich sofort auf Angeloi geschwungen um ihm hinterher zu reiten.
Auf einer Lichtung vor den Grenzen Rahals fand sie ihren Ritter endlich.
Jetzt, in dieser Abgeschiedenheit, konnte sie kurz ihrem Gefühl freien lauf lassen und sich die Kraft von Rafael holen die sie brauchte. Seine Nähe für einen Moment fühlen.
Bis Zeron und Halungar sie fanden.
Man entschied, dass Zeron und Halungar die Zwerge informierten. Rafael und Felicitas würden nach Varuna reiten um im Kastell bescheid zu geben.
Im Kastell war jemand von dem Feli nicht geglaubt hatte das er dort sein würde.
Graf Arthur de Arganta.
Sie begann diesen Mann zu verachten. Er war keiner der guten Grafen. Der Grafen die das beste für ihr Volk und ihre Familie wollten. Nein, er war ein Graf der seine Wünschte umsetzte, egal welche Mittel und Wege er dafür einschlagen musste. Er lies sich durch nichts beirren, stur und grießgrämig wie er war.
Ein blinder Mann.
Sie und Rafael waren Nachhause geritten. An den Ort wo ihnen niemand etwas anhaben konnte. Den Niemand kannte. Von dessen Exsistenz niemand wusste. Ausser sie beide.
Sein Vater hatte ihm gesagt er solle sich als Knecht verdingen und nicht die Grafschaft schützen. Rafael habe ihm sein Schwert geboten, er solle ihn eigenhändig niederstrecken würde er ihn davon abhalten wollen.
Es war so aussichtslos.
Der Graf hatte Rafael fast soweit. Feli betrübte das sehr. Rafael verlor den Glauben daran, dass er diesen Kampf gewinnen konnte. Nachdem der Graf ihm versuchte auch noch das letzte zu nehmen das er besaß.
Es musste etwas passieren...bald.
Die Scheidung würde sovieles leichter machen. Aber wie bewegte man Rafael`s Frau dazu einzuwilligen?...Cyrion wollte mit ihr sprechen. Vielleicht half das...vielleicht auch nicht.
Er durfte nicht aufgeben. Sie glaubte an ihn. Sie glaubte an das was sie beide teilten. Er sollte auch glauben!
Und um ihm das zu beweisen...entliess sie ihre Gedanken um ihm ihre Liebe zu beweisen.
Bis zum Morgengrauen.
In ihrer Hand ihren Rapier. Das Diamant funkelte und brach das Licht der Mittäglichen Sonne.
[img]http://www.king-cart.com/store/oknight/rapier.jpg[/img]
Wie konnte man so eine Waffe einen "Stock" nennen? Langsam lernte sie diese Waffe zu benutzen. Sie zu schätzen. Ihr Tanzgeschick und ihre Körperbeherrschung waren gute Vorraussetzungen um das Führen dieser Waffe zu erlernen.
Während sich das Sonnenlicht in dem Diamant brach und bunte Strahlen über das Holz der Veranda warf, dachte Feli an Gestern.
Der Unheilsberg...und der Ritter Alatars. Sie danke der Gütigen, dass sie sich gut maskierte seid den letzten Geschehnissen.
Der Ritter hatte keine Ahnung gehabt wen er da vor sich gehabt hatte. Andernfalls hätte jene Situation wohl ganz anders ausgesehen.
Der Dunkle Ritter hatte von Alatar gesprochen. Das sie den Hass in ihrem Herzen spühren solle. Sich zu dem einzig wahren Herrn bekennen.
Innerlich spuckte sie dem Mann vor die Füsse, äusserlich wirkte ihre Maske gut.
Dem ganzen Predigen ein Ende setzend hörte Feli sich sagen:
Wozu? Wenn Eluive und Temora auf mich herrab lächeln?
Damit war die Jagt eröffnet gewesen und Feli lief. Der Ritter mit gezogener Waffe hinter ihr her. Er hatte sie für ihre Worte richten wollen.
Ausser Atem hatte sie die Tore Berchgards passiert und schon die Wachen zu hilfe gerufen, von denen sich gleich zwei vor sie postiert hatten um sie zu schützen.
Der Ritter hatte noch nicht aufgegeben, denn Feli hörte wie der Alarm gegeben wurde und die Schützen auf den Stadtmauern anlegten.
Dann wurde es still....
Es dauerte nur wenige Augenblicke bis die Allianz die Tore passierte.
Zeron, Halungar und Rafael. Rafael!
Sie war so froh ihren Liebsten zu sehen. Auch wenn sie es nicht gezeigt hatte, so hatten sie doch die Geschehnisse mitgenommen.
Doch sie sollte nicht viel Gelegenheit bekommen, sich an seiner Nähe zu stärken, denn die Allianz ritt sofort aus um den Ritter zu stellen.
Jedoch begab es sich noch ganz anders. Rafael war nach Rahal geritten.
Feli war leichenblass geworden als sie Halugar dies sagen hörte und hatte sich sofort auf Angeloi geschwungen um ihm hinterher zu reiten.
Auf einer Lichtung vor den Grenzen Rahals fand sie ihren Ritter endlich.
Jetzt, in dieser Abgeschiedenheit, konnte sie kurz ihrem Gefühl freien lauf lassen und sich die Kraft von Rafael holen die sie brauchte. Seine Nähe für einen Moment fühlen.
Bis Zeron und Halungar sie fanden.
Man entschied, dass Zeron und Halungar die Zwerge informierten. Rafael und Felicitas würden nach Varuna reiten um im Kastell bescheid zu geben.
Im Kastell war jemand von dem Feli nicht geglaubt hatte das er dort sein würde.
Graf Arthur de Arganta.
Sie begann diesen Mann zu verachten. Er war keiner der guten Grafen. Der Grafen die das beste für ihr Volk und ihre Familie wollten. Nein, er war ein Graf der seine Wünschte umsetzte, egal welche Mittel und Wege er dafür einschlagen musste. Er lies sich durch nichts beirren, stur und grießgrämig wie er war.
Ein blinder Mann.
Sie und Rafael waren Nachhause geritten. An den Ort wo ihnen niemand etwas anhaben konnte. Den Niemand kannte. Von dessen Exsistenz niemand wusste. Ausser sie beide.
Sein Vater hatte ihm gesagt er solle sich als Knecht verdingen und nicht die Grafschaft schützen. Rafael habe ihm sein Schwert geboten, er solle ihn eigenhändig niederstrecken würde er ihn davon abhalten wollen.
Es war so aussichtslos.
Der Graf hatte Rafael fast soweit. Feli betrübte das sehr. Rafael verlor den Glauben daran, dass er diesen Kampf gewinnen konnte. Nachdem der Graf ihm versuchte auch noch das letzte zu nehmen das er besaß.
Es musste etwas passieren...bald.
Die Scheidung würde sovieles leichter machen. Aber wie bewegte man Rafael`s Frau dazu einzuwilligen?...Cyrion wollte mit ihr sprechen. Vielleicht half das...vielleicht auch nicht.
Er durfte nicht aufgeben. Sie glaubte an ihn. Sie glaubte an das was sie beide teilten. Er sollte auch glauben!
Und um ihm das zu beweisen...entliess sie ihre Gedanken um ihm ihre Liebe zu beweisen.
Bis zum Morgengrauen.
-
Felicitas de Arganta
[img]http://www.astrowetter.com/mond/bilder/mondlicht-muehr.jpg[/img]
Der Wind zog kühl und unbarmherzig die Brandung entlang. Der Mond stand längst hell am Himmel, doch Feli konnte nicht schlafen. Sie hatte sich wieder angezogen, nachdem Rafael schon lange schlief und war hinaus gegangen. Das Meer war nicht fern von hier und sie ging die Klippen entlang.
Das Tosen der Meeresbrandung, die Luft und der kühle Wind klärten etwas ihre Sinne. Den Mond als weisendes Licht in der Nacht nutze Feli die Abgeschiedenheit um ihren Gedanken nachzugehen. Sie hatte es fast nicht für möglich gehalten, aber sie nahm jene Einsamkeit diesmal sehr freiwillig hin. Wusste sie doch, dass wenn sie zurück kehren würde, jemand auf sie wartete.
Soviele Dinge machten in ihrem Kopf die Runde während sie entlang schlenderte.
Die Lage war so aussichtslos. Und sie wurde von Tag zu Tag aussichtsloser. Graf Arthur de Arganta lies nichts aus. Garnichts. Er traf den Adel wo er konnte mit dieser Sache. Feli fühlte sich schuldig. Sehr schuldig sogar. Adrian hatte gesagt er würde die Schuld für jene Dinge auf sich nehmen, aber das war vermessen.
Feli hatte das für sich selbst entschieden. Sie hatte Rafael abweisen wollen und hatte es nicht getan. Im Gegenteil. Sie hatte ihm ihr Herz geöffnet und sein Geschenk willig entgegen genommen. Zu groß war die Sehnsucht und das Verlangen gewesen, das sich die Monde in Stolzenfels einfach schlafen gelegt hatte.
Nie, wirklich nie hätte sie sich träumen lassen, das jene Partnerschaft mit Sire Rafael de Arganta, solche Kreise nach sich ziehen könne. Wie naiv sie gewesen war. Wie verliebt.
Warum hatte sie das nicht kommen sehen? Warum hatte sie nicht daran gedacht, dass man Adrian dafür hängen würde, dass er das zuliess?
Es war zwecklos darüber nachzudenken. Niemand hätte ahnen können das Angelina noch lebte. Es hatte, laut Rafael, nichts darauf hin gedeutet.
Sein Vater schlug genau in diese Kerbe. Er schlug hinein mit allem was er hatte. Ihm war jedes Mittel recht seinen Sohn zu dem zu zwingen, was dieser nicht wollte.
Er würde nicht zu Angelina zurück kehren!
Das hatte er ihr so oft schon bewiesen, gesagt und gezeigt. Und das hatte er auch jedem anderen versucht kenntlich zu machen.
Vielleicht lag es auch daran, dass der Graf die Wahrheit einfach nicht sehen wollte. Längst hatte sie nicht mehr begreifen können was überhaupt der Graf wollte.
Wollte er Genugtuung?
Dehmütigung seinem Sohn gegenüber?
Maßregelung?
Macht ausspielen?
Was wollte dieser griesgrämige Alte Kautz? Warum nur schlug er sein eigen Fleisch und Blut immer und immer wieder mit schweren Hieben zu boden? Wie oft würde Rafael noch wieder aufstehen? ... Sie wusste es nicht.
Eines jedoch war ihr klar. Würde sie aufhören an ihn zu glauben, war er gebrochen. Das würde er nicht überstehen. Egal wieviele Freunde zu ihm halten würden. Feli durfte seinem Vater nicht den Sieg überlassen, das sie aufgab. Rafael gehen liess. Dafür hatte Rafael zu sehr gekämpft, zuviel ertragen. Und alle anderen die involviert waren hatten das auch.
Das war sie ihnen allen schuldig!
Adrian.
Der Mann der Graf und Freund in einer Person sein musste. Seine Position hatte schwer gelitten. Erst durch die Heirat mit Eileen, die Feli mittlerweile gut nachvollziehen konnte. Sie hegte keinerlei Missfallen mehr an diesem Umstand. Im Gegenteil. Sie freute sich für Adrian und sie hatte einige Gemeinsamkeiten mit Eileen. Gemeinsamkeiten die sie und die Gräfin zu Freundinen machte.
Adrian machte sich sicherlich genauso Vorwürfe wie Feli auch. Er konnte nicht anders handeln. Alles andere hätte ihn den Kopf gekostet.
Es war so bedauerlich, das der Truchsess des Reiches so leicht angreifbar war. Oder das Rafael und Feli ihn so angreifbar gemacht hatten.
In gewisser Weise musste Feli sich eingestehen, das sie Adrian verraten hatte.
Sie hatte sie alle Verraten, denn sie war die Einzige bislang die noch in Sicherheit war. Weil sie alle für sie Litten. Weil sie alle schwiegen. Weil sie alle zu Rafael und ihr hielten.
Sie fühlte sich schlecht.
War das alles richtig?...Durften die Dinge so ihren Lauf nehmen?...
Aber was Riskierte sie eigendlich würde sie den Mund aufmachen, dem Grafen seinen letzen Trumpf nehmen?...
Sie wusste es nicht. Würde sie das die Baronie kosten? Und wenn schon...aber andererseit hatte sie auch jenes Pflichtgefühl ihren Bürgern gegenüber. Es ging Stolzenfels so gut und Vogt van Dure war ein weiser und nachsichtiger Mann. Sie wollte noch viel von ihm lernen um es ihm gleich zu tun.
Stolzenfels durfte nicht für ihr persönliches Glück leiden.
Die Grafschaft Hohenfels tat es längst.
Einen Ritter hatte die Grafschaft verloren. Einen der Fähigsten wie sie von allen Seiten hörte.
Der neue Hauptmann, Hudgarr Armarth war in ungnade gefallen. Feli hatte ihn so eindringlich gewarnt. Aber es hatte nichts genützt.
Adrian wurde geschwächt indem der Graf ihn in der Hand haben konnte.
Seine Schwüre der Königin, seiner Schwester gegenüber, banden ihn so sehr, das er nichts anderes tun konnte. Er musste den rechtmässigen König schützen. Egal für welchen Preis. Eileen war auch uneins mit Adrian.
Sie stand auf der Seite des Volkes. Sie war eben doch im Herzen keine Gräfin, keine Adlige. Fast wie Feli. Aber eben nur fast.
Was in Darna vorging konnte Feli nur raten. Die Ritterin war unnahbar wie ein Holzklotz. Nur ab und an zeigte sie ihre menschliche Seite, die der Frau so gut stand. Die der Grund war warum Feli ihr Vertraute. Warum sie wollte das Darna ihre Freundin, oder zumindest eine Vertraute wurde.
Darna von Elbenau war eine seltsame Person durch und durch. Ihr Pflichtbewusstsein schien keine Grenzen zu kennen. Es kam jedoch auch durch, dass sie mit den Ansichten des Grafen de Arganta ganz sicher nicht konform ging. Ganz gegenteilig.
Treue und Ehrlichkeit...
Hallte der Wahlspruch ihrer Familie in ihren Gedanken.
War sie Treu? Ja das war sie.
War sie Ehrlich? Nein, nicht immer.
Durfte sie Ehrlich sein um Treu zu sein? Nein.
Es war so kompliziert! Wie konnte sie die liebende Frau, die Harfnerin des Grafen, damit seine Untergebene und die herrschende Baronin in einer Person sein?...Wie ging das?!
Sie wusste es nicht.
Hier mussten Prioritäten gesetzt werden. Und so leid es Feli auch tat. Adrian kam für sie an aller letzter Stelle. Jene Position konnte sie leichtfertig aufs Spiel setzen,wenn sie seine Freundschaft und sein Wohlwollen behielt.
Das war ihr wichtig, hatte sie doch in Graf Adrian von Hohenfels nicht nur einen Verbündeten sondern einen Freund gefunden.
[img]http://img212.imageshack.us/img212/3527/unbenanntdj3.png[/img]
Einen Moment noch genoss sie die feuchte, kalte Brandung, dann kehrte sie um.
Ihr war kalt und sie wollte ins warme Bett und zum noch viel mehr Wärme versprechenden Mann an ihrer Seite.
Das Tor machte keinen Laut als sie es öffnete. Es war noch flammneu.
Angeloi schien die Nachtluft zu geniessen und war ruhig. Ebenso Rafaels Pferd.
Auf leisen Sohlen trat sie ins gut geheizte Haus und warf die Kleidung achtlos auf den Stuhl neben der Tür. Sie hoffte sie könnte ihn nochmal wecken. Es war schon spät. Aber sie wollte seine Wärme. Wollte das er sie hielt. Wollte das er dafür sorgte, dass sie einen Moment vergessen konnte.
So stieg sie in das weiche, gemütliche Bett und kuschelte ihren kühlen Leib an seinen.
Er murrte, schloss aber die Arme um sie.
Sie gab seinem Murren nicht nach sondern zupfte an ihm herrum. Küsste seine Brust, seine Stirn, seine Nasenspitze. Solang bis er endlich süss, verschlafen die Augen öffnete und nach kurzer orientierung verstand,was sie wollte.
Ohne das sie auch nur ein Wort sagen musste.[/img]
Der Wind zog kühl und unbarmherzig die Brandung entlang. Der Mond stand längst hell am Himmel, doch Feli konnte nicht schlafen. Sie hatte sich wieder angezogen, nachdem Rafael schon lange schlief und war hinaus gegangen. Das Meer war nicht fern von hier und sie ging die Klippen entlang.
Das Tosen der Meeresbrandung, die Luft und der kühle Wind klärten etwas ihre Sinne. Den Mond als weisendes Licht in der Nacht nutze Feli die Abgeschiedenheit um ihren Gedanken nachzugehen. Sie hatte es fast nicht für möglich gehalten, aber sie nahm jene Einsamkeit diesmal sehr freiwillig hin. Wusste sie doch, dass wenn sie zurück kehren würde, jemand auf sie wartete.
Soviele Dinge machten in ihrem Kopf die Runde während sie entlang schlenderte.
Die Lage war so aussichtslos. Und sie wurde von Tag zu Tag aussichtsloser. Graf Arthur de Arganta lies nichts aus. Garnichts. Er traf den Adel wo er konnte mit dieser Sache. Feli fühlte sich schuldig. Sehr schuldig sogar. Adrian hatte gesagt er würde die Schuld für jene Dinge auf sich nehmen, aber das war vermessen.
Feli hatte das für sich selbst entschieden. Sie hatte Rafael abweisen wollen und hatte es nicht getan. Im Gegenteil. Sie hatte ihm ihr Herz geöffnet und sein Geschenk willig entgegen genommen. Zu groß war die Sehnsucht und das Verlangen gewesen, das sich die Monde in Stolzenfels einfach schlafen gelegt hatte.
Nie, wirklich nie hätte sie sich träumen lassen, das jene Partnerschaft mit Sire Rafael de Arganta, solche Kreise nach sich ziehen könne. Wie naiv sie gewesen war. Wie verliebt.
Warum hatte sie das nicht kommen sehen? Warum hatte sie nicht daran gedacht, dass man Adrian dafür hängen würde, dass er das zuliess?
Es war zwecklos darüber nachzudenken. Niemand hätte ahnen können das Angelina noch lebte. Es hatte, laut Rafael, nichts darauf hin gedeutet.
Sein Vater schlug genau in diese Kerbe. Er schlug hinein mit allem was er hatte. Ihm war jedes Mittel recht seinen Sohn zu dem zu zwingen, was dieser nicht wollte.
Er würde nicht zu Angelina zurück kehren!
Das hatte er ihr so oft schon bewiesen, gesagt und gezeigt. Und das hatte er auch jedem anderen versucht kenntlich zu machen.
Vielleicht lag es auch daran, dass der Graf die Wahrheit einfach nicht sehen wollte. Längst hatte sie nicht mehr begreifen können was überhaupt der Graf wollte.
Wollte er Genugtuung?
Dehmütigung seinem Sohn gegenüber?
Maßregelung?
Macht ausspielen?
Was wollte dieser griesgrämige Alte Kautz? Warum nur schlug er sein eigen Fleisch und Blut immer und immer wieder mit schweren Hieben zu boden? Wie oft würde Rafael noch wieder aufstehen? ... Sie wusste es nicht.
Eines jedoch war ihr klar. Würde sie aufhören an ihn zu glauben, war er gebrochen. Das würde er nicht überstehen. Egal wieviele Freunde zu ihm halten würden. Feli durfte seinem Vater nicht den Sieg überlassen, das sie aufgab. Rafael gehen liess. Dafür hatte Rafael zu sehr gekämpft, zuviel ertragen. Und alle anderen die involviert waren hatten das auch.
Das war sie ihnen allen schuldig!
Adrian.
Der Mann der Graf und Freund in einer Person sein musste. Seine Position hatte schwer gelitten. Erst durch die Heirat mit Eileen, die Feli mittlerweile gut nachvollziehen konnte. Sie hegte keinerlei Missfallen mehr an diesem Umstand. Im Gegenteil. Sie freute sich für Adrian und sie hatte einige Gemeinsamkeiten mit Eileen. Gemeinsamkeiten die sie und die Gräfin zu Freundinen machte.
Adrian machte sich sicherlich genauso Vorwürfe wie Feli auch. Er konnte nicht anders handeln. Alles andere hätte ihn den Kopf gekostet.
Es war so bedauerlich, das der Truchsess des Reiches so leicht angreifbar war. Oder das Rafael und Feli ihn so angreifbar gemacht hatten.
In gewisser Weise musste Feli sich eingestehen, das sie Adrian verraten hatte.
Sie hatte sie alle Verraten, denn sie war die Einzige bislang die noch in Sicherheit war. Weil sie alle für sie Litten. Weil sie alle schwiegen. Weil sie alle zu Rafael und ihr hielten.
Sie fühlte sich schlecht.
War das alles richtig?...Durften die Dinge so ihren Lauf nehmen?...
Aber was Riskierte sie eigendlich würde sie den Mund aufmachen, dem Grafen seinen letzen Trumpf nehmen?...
Sie wusste es nicht. Würde sie das die Baronie kosten? Und wenn schon...aber andererseit hatte sie auch jenes Pflichtgefühl ihren Bürgern gegenüber. Es ging Stolzenfels so gut und Vogt van Dure war ein weiser und nachsichtiger Mann. Sie wollte noch viel von ihm lernen um es ihm gleich zu tun.
Stolzenfels durfte nicht für ihr persönliches Glück leiden.
Die Grafschaft Hohenfels tat es längst.
Einen Ritter hatte die Grafschaft verloren. Einen der Fähigsten wie sie von allen Seiten hörte.
Der neue Hauptmann, Hudgarr Armarth war in ungnade gefallen. Feli hatte ihn so eindringlich gewarnt. Aber es hatte nichts genützt.
Adrian wurde geschwächt indem der Graf ihn in der Hand haben konnte.
Seine Schwüre der Königin, seiner Schwester gegenüber, banden ihn so sehr, das er nichts anderes tun konnte. Er musste den rechtmässigen König schützen. Egal für welchen Preis. Eileen war auch uneins mit Adrian.
Sie stand auf der Seite des Volkes. Sie war eben doch im Herzen keine Gräfin, keine Adlige. Fast wie Feli. Aber eben nur fast.
Was in Darna vorging konnte Feli nur raten. Die Ritterin war unnahbar wie ein Holzklotz. Nur ab und an zeigte sie ihre menschliche Seite, die der Frau so gut stand. Die der Grund war warum Feli ihr Vertraute. Warum sie wollte das Darna ihre Freundin, oder zumindest eine Vertraute wurde.
Darna von Elbenau war eine seltsame Person durch und durch. Ihr Pflichtbewusstsein schien keine Grenzen zu kennen. Es kam jedoch auch durch, dass sie mit den Ansichten des Grafen de Arganta ganz sicher nicht konform ging. Ganz gegenteilig.
Treue und Ehrlichkeit...
Hallte der Wahlspruch ihrer Familie in ihren Gedanken.
War sie Treu? Ja das war sie.
War sie Ehrlich? Nein, nicht immer.
Durfte sie Ehrlich sein um Treu zu sein? Nein.
Es war so kompliziert! Wie konnte sie die liebende Frau, die Harfnerin des Grafen, damit seine Untergebene und die herrschende Baronin in einer Person sein?...Wie ging das?!
Sie wusste es nicht.
Hier mussten Prioritäten gesetzt werden. Und so leid es Feli auch tat. Adrian kam für sie an aller letzter Stelle. Jene Position konnte sie leichtfertig aufs Spiel setzen,wenn sie seine Freundschaft und sein Wohlwollen behielt.
Das war ihr wichtig, hatte sie doch in Graf Adrian von Hohenfels nicht nur einen Verbündeten sondern einen Freund gefunden.
[img]http://img212.imageshack.us/img212/3527/unbenanntdj3.png[/img]
Einen Moment noch genoss sie die feuchte, kalte Brandung, dann kehrte sie um.
Ihr war kalt und sie wollte ins warme Bett und zum noch viel mehr Wärme versprechenden Mann an ihrer Seite.
Das Tor machte keinen Laut als sie es öffnete. Es war noch flammneu.
Angeloi schien die Nachtluft zu geniessen und war ruhig. Ebenso Rafaels Pferd.
Auf leisen Sohlen trat sie ins gut geheizte Haus und warf die Kleidung achtlos auf den Stuhl neben der Tür. Sie hoffte sie könnte ihn nochmal wecken. Es war schon spät. Aber sie wollte seine Wärme. Wollte das er sie hielt. Wollte das er dafür sorgte, dass sie einen Moment vergessen konnte.
So stieg sie in das weiche, gemütliche Bett und kuschelte ihren kühlen Leib an seinen.
Er murrte, schloss aber die Arme um sie.
Sie gab seinem Murren nicht nach sondern zupfte an ihm herrum. Küsste seine Brust, seine Stirn, seine Nasenspitze. Solang bis er endlich süss, verschlafen die Augen öffnete und nach kurzer orientierung verstand,was sie wollte.
Ohne das sie auch nur ein Wort sagen musste.[/img]
-
Rafael de Arganta
Nachdem Felicitas eingeschlafen war, hielt er sie noch lange fest, und streichelte sie sanft.
An Schlaf, dachte er jetzt nicht mehr.
Sein Auge schmerzte noch immer, und zeigte ein intensives blau, da wo Falks Faust ihn, wie ein Dampfhammer, getroffen hatte.
Rafael war darauf vorbereitet gewesen und auch darauf es hin zu nehmen, egal wie sehr Falk ihn verprügeln würde.
Falk war Angelina verpflichtet, mehr als nur als Freund, und davon zu hören wie sehr Rafael sie verletzt hatte, das konnte und durfte er nicht einfach hinnehmen.
Rafael verstand ihn und akzeptierte das, auch wenn es weh tat.
Feli hatte ihn mitfühlend angesehen, als sie dann zum Schloss ritten.
Wo sie für einige Momente im Gespräch mit dem Grafen und Darna einiges an Problemen vergessen konnten.
Und wie vergessen.
Rafael war amüsiert gewesen, wie Felicitas ihre Krallen ausgefahren hatte, als er spielerisch in Erwägung zog zu diesen ... Amazonen in den Wald zu gehen.
Sie stritten so laut und tatkräftig, beide kaum das Lachen unterdrücken könnend, das Adrian und Darna es vorzogen den Raum zu verlassen und erst zurückkehrten als sie Rafes Lautstarke Aufgabe mitbekamen.
Ja, der Nachmittag war einfach erfrischend gewesen.
Er küsste Felis Schläfe, und lächelte als sie sich enger an ihn kuschelte.
Rafael war froh das er solche Freunde hatte.
Die Allianz ... Männer die hinter ihm standen und er hoffte sie konnten ihm verzeihen das er im Moment so wenig Zeit für sie hatte, doch glaubte er fest daran das es wieder anders wurde, wenn er irgendwie seine Ritterschaft zurück erhalten konnte.
Alliestera... sie hatte geschafft was er die Tage über nicht vermochte.
Sie hatte einen Bauernhof aufgetan, wo er arbeiten konnte.
Rotenbach ...
Man würde sehen und konnte nur hoffen das er damit den Sturm seines Vaters beilegen konnte und dann?
Vielleicht war das ein Schritt in die die richtige Richtung um seinen Ritterstand wieder zu erlangen.
Wenigstens das.
Er dachte an die verlorenen Freunde.
Dalana die so enttäuscht gegangen war, weil er sich nicht für sie entscheiden hatte. Dabei hatte ihm ihre Freundschaft immer so viel Bedeutet.
Tari ... noch immer hatte er nicht mit ihm sprechen können, da er ihn immer verpasste.
Angelina...
So viele Jahre die sie mit einander verbracht hatten, so viele Jahre die sie zusammen gehalten hatten und das er sie jetzt so unglücklich machte, tat ihm weh. Auch wenn sie es nicht glauben wollte.
Doch am Ende hatte er wohl zu viel von ihr verlangt.
Und jetzt Feli ... sie war wie sein Vater ein Sturm gewesen. Nur das sie ihn endgültig erobert hatte.
Er traute sich Dinge mit ihr, über die er früher nicht einmal nachgedacht hatte.
Die Einweihung von Grimwould war anfangs sicherlich nett gewesen, Felicitas zeigte ihre Kunst als Harfnerin mit ihrer Darbietung und selbst Darna gab ein Lustiges Lied über die Elfen zu Gute,
aber das Met und das Zwergenbier floss in Strömen und Rafael hatte mühe sich den angebotenen Getränken zu entziehen.
Darna hingegen sprach den Dingen nur zu gern zu und Rafael versuchte nur einen Moment lang ihr das Trinken aus zu reden.
Doch die Ritterin schien schwer entschlossen irgendwie es dem Grafen zu zeigen.
So ganz verstand Rafael es nicht, aber wie sollte er auch.
Je betrunkener sie um sich herum wurde, desto unruhiger wurde er selber, trafen Adrian und Eileen ein.
Auch sie sprachen schnell und gut den Getränken zu, so das Rafael sich einen Moment mit Felicitas hinaus verzog, und sie sich dann darauf einigten das sie doch heim ritt um sich um zu ziehen. Ihre Lederrüstung war hier eher hinderlich ... als förderlich. Für was auch immer.
In der Zeit da er alleine neben Darna weilte versuchte er der Ritterin den Alkohol zu verleiden. Aber es nützte nichts.
Selbst als der Graf eintraf, trank sie weiter.
Adrian wurde dann von Falk eingeladen mit ihm und dem Emir sich zurück zu ziehen für ernstere Gespräche und Rafael sah ihnen nur ungern hinterher.
Früher war er auch dabei gewesen... jetzt... hatte er nichts mehr damit zu tun.
Er blickte hinüber zu Caillean die ihr Kind in den Armen hielt und ein leises Sehnen machte sich in seinem Herzen breit. Welch Glück musste es sein, sein eigenes Kind in den Armen zu halten.
Tari war ja auch wie sein eigener Sohn, aber ein Kind aufwachsen zu sehen von klein auf, sein eigen Fleisch und Blut ...
Er hatte diesen Wunsch schon aufgegeben gehabt, es war ihm egal gewesen solange er Angelina hatte, Er hätte sie auch deswegen niemals verlassen, doch war es ein alt gehegter Traum von ihm gewesen, der jetzt wieder in ihm geweckt worden war.
Geweckt dadurch das Felicitas vielleicht schon sein Kind unter dem Herzen trug, und durch das Bild was Falk, Caillean und ihr Kind abgaben.
Er seufzte still.
Um ihn herum waren fast nur betrunkene. Liebespaare, und trinkende.
Er fühlte sich ein wenig deplaziert und so war er froh als Felicitas dann zurück kehrte, umgezogen, und er mit ihr das Haus verlassen zu können um mit ihr in den Wald spazieren zu gehen.
Einige Minuten ... alleine mit ihr.
Wie gut es tat sie nach all dem in den Armen zu halten.
Die geliehene Zeit genossen sie beide, die Zeit da sie beieinander weilten, nicht darauf achtend wie lange sie fehlten.
Es würde eh keinem Auffallen und ihnen beiden tat es nur gut.
Also sie nach sehr langer Zeit dann zurückkehrten waren alle anderen schon im Aufbruch.
Lady Darna ging es nicht wirklich gut,
Ihr Mageninhalt hatte sich weit über den Boden verteilt und auch noch Felis Pferd getroffen.
Ihr Gesicht war grünlich angehaucht, und so trug Rafael sie zurück ins Haus von Falk wo er sie auf die Felle legte, und sie mit seinem Umhang zudeckte.
Als er jetzt hinaus trat, fand er Eileen mit Adrian im Streit.
Die Worte die fielen waren nicht wirklich fein, und Eileen schlug gar auf Adrian ein.
Er hörte Felicitas Seufzen und legte beruhigend die Hand auf ihre Bein.
Auch er war nicht wirklich erfreut über jene Auseinandersetzung.
Ein Einmischen seitens ihm ließ Eileen ihn nur anzischen und so hielt er sich heraus, bis Adrian wohl selber der Kragen platzte und er heim ritt.
Eileen hinterher.
Doch den Weg Über herrschte eisiges Schweigen.
Erst in Bajard, änderte es sich wieder, als man auf Florence, Antarian und einige andere traf.
Was genau Adrian sagte vermochte Rafael nicht mal mehr zu sagen, nur das die Gräfin ihn gar nicht Gräfinnenhaft anblaffte mit einem „Halts Maul.“ Dann das Pferd wendete und davon preschte.
Rafael verfluchte sich in dem Moment das er nicht mit Felicitas im Wals geblieben war, und ihr Blick sagte ihm das selber, sie folgten Adrian und trennten sich erst von ihm als er sie darum bat Eileen alleine zu suchen.
Der Morgen war nicht weit, und ihr Haus zum Glück auch nicht.
Rafael war müde. Und glücklich als er die Tür hinter sich und Felicitas schließen konnte.
Es war als würde man eine Tür zu einer andren Welt schließen, vor der man alle Gefahren alle bösen Gedanken und Neider lassen konnte.
Die war ihre eigene kleine Welt.
Warum kuschelig und gemütlich. Ihr zu Hause.
Hier konnten sie sein wer sie wollten, konnten sie tun und lassen was sie wollten.
Und in diesem Moment wollte Rafael nur eines... ins Bett, Felicitas im Arm und schlafen.
Doch nicht nur das Feuer des Kamins brannte hell lodernd.
Bald schon hatte Felicitas ihm alle Müdigkeit genommen, spielerich, necken und liebevoll und es wurde noch ein langer Morgen bis sie endlich vor dem Kamin einschliefen.
An Schlaf, dachte er jetzt nicht mehr.
Sein Auge schmerzte noch immer, und zeigte ein intensives blau, da wo Falks Faust ihn, wie ein Dampfhammer, getroffen hatte.
Rafael war darauf vorbereitet gewesen und auch darauf es hin zu nehmen, egal wie sehr Falk ihn verprügeln würde.
Falk war Angelina verpflichtet, mehr als nur als Freund, und davon zu hören wie sehr Rafael sie verletzt hatte, das konnte und durfte er nicht einfach hinnehmen.
Rafael verstand ihn und akzeptierte das, auch wenn es weh tat.
Feli hatte ihn mitfühlend angesehen, als sie dann zum Schloss ritten.
Wo sie für einige Momente im Gespräch mit dem Grafen und Darna einiges an Problemen vergessen konnten.
Und wie vergessen.
Rafael war amüsiert gewesen, wie Felicitas ihre Krallen ausgefahren hatte, als er spielerisch in Erwägung zog zu diesen ... Amazonen in den Wald zu gehen.
Sie stritten so laut und tatkräftig, beide kaum das Lachen unterdrücken könnend, das Adrian und Darna es vorzogen den Raum zu verlassen und erst zurückkehrten als sie Rafes Lautstarke Aufgabe mitbekamen.
Ja, der Nachmittag war einfach erfrischend gewesen.
Er küsste Felis Schläfe, und lächelte als sie sich enger an ihn kuschelte.
Rafael war froh das er solche Freunde hatte.
Die Allianz ... Männer die hinter ihm standen und er hoffte sie konnten ihm verzeihen das er im Moment so wenig Zeit für sie hatte, doch glaubte er fest daran das es wieder anders wurde, wenn er irgendwie seine Ritterschaft zurück erhalten konnte.
Alliestera... sie hatte geschafft was er die Tage über nicht vermochte.
Sie hatte einen Bauernhof aufgetan, wo er arbeiten konnte.
Rotenbach ...
Man würde sehen und konnte nur hoffen das er damit den Sturm seines Vaters beilegen konnte und dann?
Vielleicht war das ein Schritt in die die richtige Richtung um seinen Ritterstand wieder zu erlangen.
Wenigstens das.
Er dachte an die verlorenen Freunde.
Dalana die so enttäuscht gegangen war, weil er sich nicht für sie entscheiden hatte. Dabei hatte ihm ihre Freundschaft immer so viel Bedeutet.
Tari ... noch immer hatte er nicht mit ihm sprechen können, da er ihn immer verpasste.
Angelina...
So viele Jahre die sie mit einander verbracht hatten, so viele Jahre die sie zusammen gehalten hatten und das er sie jetzt so unglücklich machte, tat ihm weh. Auch wenn sie es nicht glauben wollte.
Doch am Ende hatte er wohl zu viel von ihr verlangt.
Und jetzt Feli ... sie war wie sein Vater ein Sturm gewesen. Nur das sie ihn endgültig erobert hatte.
Er traute sich Dinge mit ihr, über die er früher nicht einmal nachgedacht hatte.
Die Einweihung von Grimwould war anfangs sicherlich nett gewesen, Felicitas zeigte ihre Kunst als Harfnerin mit ihrer Darbietung und selbst Darna gab ein Lustiges Lied über die Elfen zu Gute,
aber das Met und das Zwergenbier floss in Strömen und Rafael hatte mühe sich den angebotenen Getränken zu entziehen.
Darna hingegen sprach den Dingen nur zu gern zu und Rafael versuchte nur einen Moment lang ihr das Trinken aus zu reden.
Doch die Ritterin schien schwer entschlossen irgendwie es dem Grafen zu zeigen.
So ganz verstand Rafael es nicht, aber wie sollte er auch.
Je betrunkener sie um sich herum wurde, desto unruhiger wurde er selber, trafen Adrian und Eileen ein.
Auch sie sprachen schnell und gut den Getränken zu, so das Rafael sich einen Moment mit Felicitas hinaus verzog, und sie sich dann darauf einigten das sie doch heim ritt um sich um zu ziehen. Ihre Lederrüstung war hier eher hinderlich ... als förderlich. Für was auch immer.
In der Zeit da er alleine neben Darna weilte versuchte er der Ritterin den Alkohol zu verleiden. Aber es nützte nichts.
Selbst als der Graf eintraf, trank sie weiter.
Adrian wurde dann von Falk eingeladen mit ihm und dem Emir sich zurück zu ziehen für ernstere Gespräche und Rafael sah ihnen nur ungern hinterher.
Früher war er auch dabei gewesen... jetzt... hatte er nichts mehr damit zu tun.
Er blickte hinüber zu Caillean die ihr Kind in den Armen hielt und ein leises Sehnen machte sich in seinem Herzen breit. Welch Glück musste es sein, sein eigenes Kind in den Armen zu halten.
Tari war ja auch wie sein eigener Sohn, aber ein Kind aufwachsen zu sehen von klein auf, sein eigen Fleisch und Blut ...
Er hatte diesen Wunsch schon aufgegeben gehabt, es war ihm egal gewesen solange er Angelina hatte, Er hätte sie auch deswegen niemals verlassen, doch war es ein alt gehegter Traum von ihm gewesen, der jetzt wieder in ihm geweckt worden war.
Geweckt dadurch das Felicitas vielleicht schon sein Kind unter dem Herzen trug, und durch das Bild was Falk, Caillean und ihr Kind abgaben.
Er seufzte still.
Um ihn herum waren fast nur betrunkene. Liebespaare, und trinkende.
Er fühlte sich ein wenig deplaziert und so war er froh als Felicitas dann zurück kehrte, umgezogen, und er mit ihr das Haus verlassen zu können um mit ihr in den Wald spazieren zu gehen.
Einige Minuten ... alleine mit ihr.
Wie gut es tat sie nach all dem in den Armen zu halten.
Die geliehene Zeit genossen sie beide, die Zeit da sie beieinander weilten, nicht darauf achtend wie lange sie fehlten.
Es würde eh keinem Auffallen und ihnen beiden tat es nur gut.
Also sie nach sehr langer Zeit dann zurückkehrten waren alle anderen schon im Aufbruch.
Lady Darna ging es nicht wirklich gut,
Ihr Mageninhalt hatte sich weit über den Boden verteilt und auch noch Felis Pferd getroffen.
Ihr Gesicht war grünlich angehaucht, und so trug Rafael sie zurück ins Haus von Falk wo er sie auf die Felle legte, und sie mit seinem Umhang zudeckte.
Als er jetzt hinaus trat, fand er Eileen mit Adrian im Streit.
Die Worte die fielen waren nicht wirklich fein, und Eileen schlug gar auf Adrian ein.
Er hörte Felicitas Seufzen und legte beruhigend die Hand auf ihre Bein.
Auch er war nicht wirklich erfreut über jene Auseinandersetzung.
Ein Einmischen seitens ihm ließ Eileen ihn nur anzischen und so hielt er sich heraus, bis Adrian wohl selber der Kragen platzte und er heim ritt.
Eileen hinterher.
Doch den Weg Über herrschte eisiges Schweigen.
Erst in Bajard, änderte es sich wieder, als man auf Florence, Antarian und einige andere traf.
Was genau Adrian sagte vermochte Rafael nicht mal mehr zu sagen, nur das die Gräfin ihn gar nicht Gräfinnenhaft anblaffte mit einem „Halts Maul.“ Dann das Pferd wendete und davon preschte.
Rafael verfluchte sich in dem Moment das er nicht mit Felicitas im Wals geblieben war, und ihr Blick sagte ihm das selber, sie folgten Adrian und trennten sich erst von ihm als er sie darum bat Eileen alleine zu suchen.
Der Morgen war nicht weit, und ihr Haus zum Glück auch nicht.
Rafael war müde. Und glücklich als er die Tür hinter sich und Felicitas schließen konnte.
Es war als würde man eine Tür zu einer andren Welt schließen, vor der man alle Gefahren alle bösen Gedanken und Neider lassen konnte.
Die war ihre eigene kleine Welt.
Warum kuschelig und gemütlich. Ihr zu Hause.
Hier konnten sie sein wer sie wollten, konnten sie tun und lassen was sie wollten.
Und in diesem Moment wollte Rafael nur eines... ins Bett, Felicitas im Arm und schlafen.
Doch nicht nur das Feuer des Kamins brannte hell lodernd.
Bald schon hatte Felicitas ihm alle Müdigkeit genommen, spielerich, necken und liebevoll und es wurde noch ein langer Morgen bis sie endlich vor dem Kamin einschliefen.
-
Rafael de Arganta
Er war noch immer müde, als der Gesang des Vögel ihn weckte, er zog Felicitas fester in seine Arme und die Decke etwas von ihrer bloßen Schulter, um seinen Blick etwas mehr von ihr zu Gönnen.
Auf dem Ellenbogen aufgestützt beobachtete er sie einfach nur. Gefangen von dem Anblick den sie ihm bot.
Er liebte ihren Anblick, ihr Temperament und genoss das Zusammensein mit ihr, auch wenn es ihm einiges an Schlaf kostete.
Sanft fuhr er mit dem Finger über ihre Schulterpartie, den Hals hinauf, nur um sie dann irgendwann sanft zu küssen und sich dann vorsichtig von ihr zu lösen.
Ihre Proteste waren Halbherzig, zu tief noch der Schlaf in dem sie sich befand.
Wovon sie wohl träumte.
Von ihm? Von ihrer Zukunft? Von dem gestrigen Abend ... er lächelte bei dem Gedanken daran. Wie verrückt sie doch gewesen waren, es war einfach... er zögerte, unglaublich gewesen.
Ihre Züge waren jedenfalls zu unbesorgt als das sei von Arthur träumen würde.
Leise stand er auf, zog sich die Hose über und ging zu den Schränken.
Einen nach dem andren zog er auf, bis er fand was er suchte.
Zwei Krüge in der er Milch einschenkte... Tari trank so gerne Milch, durchfuhr es ihm bei dem Gedanken traurig. Er hatte den Kleinen Lieb gewonnen, er war ihm wie der eigene Sohn geworden und jetzt, er hoffte das der Kleine ihm verzeihen konnte und ihn weiter sehen wollte.
Er wischte den Gedanken fort, blickte zum Kamin und fand sein Lächeln wieder.
Er schnitt da Brot auf, stellte alles auf ein Tablett, dazu Honig, etwa Fleisch, und Käse.
Dann trug er die Sachen hinaus in den Garten und stellte sie dort auf den Tisch.
Kurz nur sah er nach den Pferden, gab ihnen Heu um dann den Garten zu verlassen.
Hatte der Nachbar nicht irgendwo Blumen im Garten?
Schnell war eine gezupft, mit der er zurück ins Haus ging.
Himmel wenn ihn in Varuna einer so halbnackt hätte herumlaufen sehen ...
Er genoss diese Abgeschiedenheit, wo er mit Felicitas in ihrem Hause einfach die Tür vor allem und jedem zumachen konnte.
Vor allem vor Problemen.
Er seufzte. Nein, er hatte einen Hof gefunden und noch heute würde er dort vorstellig werden.
Ein Knecht ... ein Knecht der sein Schwert niemals abgeben würde. Da konnte reden wer wollt.
Er schloss das Tor hinter sich und trat wieder in die Wohnstube.
Der Kamin war inzwischen vollends erloschen, und Felicitas hatte sich die Decke wieder übergezogen und sich eingemummelt.
Nur ein Bein schaute noch hervor.
Amüsiert darüber ging er in die Hocke, hob sie einfach auf seine Arme und trug sie zum Bett wo er sie hinlegte.
Nur etwas benommen schlug sie dabei die Augen auf, legte ihre Arme um seinen Nacken als er sie behutsam absetzte, sich einen Moment daneben ausstreckte um sanft mit der Rose über ihren Hals zu streicheln. Als sie nun die Augen ganz öffnete küsste er sie zart.
Ich habe uns Frühstück gemach, und draußen aufgedeckt, hast du Hunger?
Auf dem Ellenbogen aufgestützt beobachtete er sie einfach nur. Gefangen von dem Anblick den sie ihm bot.
Er liebte ihren Anblick, ihr Temperament und genoss das Zusammensein mit ihr, auch wenn es ihm einiges an Schlaf kostete.
Sanft fuhr er mit dem Finger über ihre Schulterpartie, den Hals hinauf, nur um sie dann irgendwann sanft zu küssen und sich dann vorsichtig von ihr zu lösen.
Ihre Proteste waren Halbherzig, zu tief noch der Schlaf in dem sie sich befand.
Wovon sie wohl träumte.
Von ihm? Von ihrer Zukunft? Von dem gestrigen Abend ... er lächelte bei dem Gedanken daran. Wie verrückt sie doch gewesen waren, es war einfach... er zögerte, unglaublich gewesen.
Ihre Züge waren jedenfalls zu unbesorgt als das sei von Arthur träumen würde.
Leise stand er auf, zog sich die Hose über und ging zu den Schränken.
Einen nach dem andren zog er auf, bis er fand was er suchte.
Zwei Krüge in der er Milch einschenkte... Tari trank so gerne Milch, durchfuhr es ihm bei dem Gedanken traurig. Er hatte den Kleinen Lieb gewonnen, er war ihm wie der eigene Sohn geworden und jetzt, er hoffte das der Kleine ihm verzeihen konnte und ihn weiter sehen wollte.
Er wischte den Gedanken fort, blickte zum Kamin und fand sein Lächeln wieder.
Er schnitt da Brot auf, stellte alles auf ein Tablett, dazu Honig, etwa Fleisch, und Käse.
Dann trug er die Sachen hinaus in den Garten und stellte sie dort auf den Tisch.
Kurz nur sah er nach den Pferden, gab ihnen Heu um dann den Garten zu verlassen.
Hatte der Nachbar nicht irgendwo Blumen im Garten?
Schnell war eine gezupft, mit der er zurück ins Haus ging.
Himmel wenn ihn in Varuna einer so halbnackt hätte herumlaufen sehen ...
Er genoss diese Abgeschiedenheit, wo er mit Felicitas in ihrem Hause einfach die Tür vor allem und jedem zumachen konnte.
Vor allem vor Problemen.
Er seufzte. Nein, er hatte einen Hof gefunden und noch heute würde er dort vorstellig werden.
Ein Knecht ... ein Knecht der sein Schwert niemals abgeben würde. Da konnte reden wer wollt.
Er schloss das Tor hinter sich und trat wieder in die Wohnstube.
Der Kamin war inzwischen vollends erloschen, und Felicitas hatte sich die Decke wieder übergezogen und sich eingemummelt.
Nur ein Bein schaute noch hervor.
Amüsiert darüber ging er in die Hocke, hob sie einfach auf seine Arme und trug sie zum Bett wo er sie hinlegte.
Nur etwas benommen schlug sie dabei die Augen auf, legte ihre Arme um seinen Nacken als er sie behutsam absetzte, sich einen Moment daneben ausstreckte um sanft mit der Rose über ihren Hals zu streicheln. Als sie nun die Augen ganz öffnete küsste er sie zart.
Ich habe uns Frühstück gemach, und draußen aufgedeckt, hast du Hunger?
-
Felicitas de Arganta
[img]http://img243.imageshack.us/img243/7144/sonnenaufgang2xw9.png[/img]
Der Morgen graute als Rafael sie weckte und sie aus verschlafenen Augen zu ihm aufsah.
Ich habe uns Frühstück gemach, und draußen aufgedeckt, hast du Hunger? Hörte sie ihn sagen und lächelte noch ein wenig verträumt*
Und wie...
Mit den Worten zog sie ihn auf Bett, das Essen war völlig egal.
Und es stand dort draussen auch noch eine lange Zeit. Es war mal wieder der Beweis dafür, dass die Zwei einfach nicht genug voneinander bekamen und so lag Rafael nach einem anstrengenden Liebesbeweis, selbst wieder schlafend im Bett.
Feli schmunzelte sacht, blieb noch eine Weile bei ihm liegen ehe sie aufstand und sich zurecht machte. Ihren Körper wuscht und mit den Ölen und Salben einrieb, das Makeup auftrug und das Haar richtete. So wie sie es jeden Morgen tat. Dann zog sie sich ihre Rüstung an und warf den Umhang über. Es würde sicherlich wieder Frisch sein.
An der Tür blieb sie einen Moment stehen und sah die Wiesen entlang Richtung Meer, wo sich Sonne und Wolken am Himmel bekämpften.
Es würde wieder ein düsterer Tag werden, aber er hatte gut begonnen.
Für den Moment lies Feli den Anblick einfach auf sich wirken...
[img]http://img141.imageshack.us/img141/4520/waldnp9.png[/img]
Dann schwang sie sich auf Angeloi, der immernoch etwas mitgenommen aussah von dem Fest gestern und ritt los.
Ihre Gedanken gingen während des Ritts wieder zurück zu der Festung der Tiefländer. Sie hatte sich zeitweise ganz wohl dort gefühlt. Hatte den Tiefländern eines ihrer Lieder spielen dürfen und sie musste sich eingestehen, dass sie sich ein wenig getäuscht hatte. Sie waren nicht die Wilden Barbaren die sie im Kopf gehabt hatte, wenngleich sie einige Geschichten über jenes Volk kannte.
Ihr Anführer, der Jarl, Falk Hinrah war ein stolzer Mann. Er hatte ihren Respekt. Es war ansich ein Lustiger Abend. Aber was sich in ihr Gedächniss gebrannt hatte, war jene Begebenheit im Wald.
Rafael hatte sie "entführt" und in den Wald gebracht. Natürlich nicht ohne Hintergedanken. Feli war sich extra umziehen um das zu tun, was er jetzt vor hatte. Dennoch war ihr für einen Moment flau im Magen gewesen.
Doch Rafael verstand es wie niemand sonst ihre Gedanken sehr weit weg schweifen zu lassen. Ihr jede Hemmung zu nehmen und das was er mit ihr tat, tat er mit solcher Leidenschaft, solcher Begierde das sie sich dem nicht entziehen konnte.
Ein laues Wäldchen...aber den Reiz den es auf sie beide ausgeübt hatte, war unausweichlich gewesen.
[img]http://img148.imageshack.us/img148/967/lichtungcc7.png[/img]
Es dauerte nicht lange bis sie am Schloss ankam. Darna und Adrian waren dort und sie erhielt die Gelegenheit mit den Zweien zu reden. Über gestern. Der Abgang den die Varunesen hatten war sicher nicht der beste gewesen und Darna trug einen Teil daran. Die Ritterin war so betrunken gewesen, sie hatte nichtmal mehr stehen können. Der Ritterin war das sehr unangenehm, das sah man ihr an.
Doch Feli hatte keinen Groll. Milde war sie Darna begegnet und hatte ihr offeriert, dass sie für die Nächste Woche Angeloi zu striegeln und versorgen hatte. Darna willigte sofort ein.
Dann verabschiedete man sich und Feli nahm ein kurzes Mahl im Esssaal des Schlosses ein.
Relativ guter Dinge verliess sie das Schloss wieder um zurück zu reiten.
Rafael schlief noch und sie nutze die Zeit sich leise umzukleiden und ihr luftiges, hellblaues Sommerkleidchen anzuziehen. Auf blanken Sohlen ging sie dann zu ihm ans Bett und setzte sich zu ihm.
Durch Kraulen und Küsschen bekam sie ihn dann endlich wach. Er war so süss wenn er schlief oder gerade aufwachte.
Die Zeit nutzend schmusten sie einfach ein wenig miteinander, verrieten dem anderen wie gern sie sich hatten, wie sehr sie sich liebten und neckten einander ein wenig.
Es war eine schöne Atmosphäre im Raum und die Abgeschiedenheit tat ihnen so gut wie warmer Balsam auf geschundener Haut.
Dann sagte er ihr er müsse noch zum Schloss. Sie wollte mit.
Der Graf könne da sein. Sie seufzte.
Wir treffen uns bei den Weinschenks, später. Ich möchte mit dir zusammen essen. Versprach er ihr ehe er ging.
Sie seufzte nochmal und blieb noch einige Minuten auf dem Bett liegen.
Kurze Zeit später kam Flo. Feli hatte ihr gesagt sie solle sie beide einmal besuchen kommen. Anfangs verstanden sich die Schwestern ganz gut.
Oder wie Feli es nannte: Normal.
Das Thema Valion und Florence jedoch trieb einen immer tieferen Keil zwischen sie beide. Es schien als würden sich die beiden Schwestern fremd werden.
Man stritt sich hefftig. Warf einander unschöne Dinge an den Kopf und Feli verstand ihre Schwester einfach nicht mehr.
Wann hatte es aufgehört? Diese Nähe zueinander? Das man sich gegenseitig alles sagen konnte ohne darüber nachdenken zu müssen?
Wo war das Vertrauen hin....?
Feli spührte es nicht mehr und es machte sie Wütend...und sehr sehr traurig.
Flo war gegangen. Ohne Auf Wiedersehen zu sagen. Wie sehr Feli das bereuen sollte,sollte sich in den kommenden Stunden herrausstellen....
Ein Schlafzimmer im Schloss...
[img]http://www.hifidelity.net/germany/burgeltz/schlafge.jpg[/img]
Feli war ans Bett gefesselt. Die Hände an die Bettpfosten, die Füsse zusammengebunden und wieder ans Bett gefesselt.
Der Knebel in ihrem Mund tat ihr weh und sie weinte stundenlang, während sie wie apathisch auf dem Knebel herrumkaute, wissend das der Stoff irgendwann sporöde werden würde, Risse bekäme und sie ihn endlich los würde.
Wie war das nur passiert?...Was war geschehen?
Sie war ins Schloss geritten. Sie wusste Rafael wollte dahin und sie brauchte jetzt eine starke Schulter. Doch was sich ihr im Schloss offenbarte..damit konnte sie unmöglich rechnen.
Erst war sie sehr skeptisch wegen der Unbekannten Gesichter im Schloss.
Sie sagten sie währen die neue Leibgarde des Grafen.
Undenkbar!
Dann sah sie Adrian. Er kam aus einem der Besprechungsräume. Sein Verhalten war seltsam. Er grüsste sie nicht wie er es sonst tat und wirkte merkwürdig distanziert. Als er ihr dann noch einen Handkuss geben wollte, war Feli`s Argwohn gänzlich geweckt.
Man erklärte ihr, es währe ein Wahnsinniger ins Schloss eingedrungen, hätte ihn aber überwältigt. Rafael sei verletzt worden.
Sie wollte ihn sofort sehen!
Der Graf befahl den dubiosen Männern, die wie er sagte plötzlich Weisungsbefugt währen (undenkbar! Sie stand weit über jeder Garde!), sie zu ihm zu geleiten.
In ihrem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Was könnte passiert sein?
Wie ging es Rafael? Ihrem geliebten Rafael? Jedoch ihre Aufmerksamkeit nicht vernachlässigend, legte sie die Hände um das Rapier das gut versteckt hinter dem Umhang ruhte.
Wie gut das sie mittlerweile niemals mehr unbewaffnet aus dem Haus ging.
Die Männer brachten sie zu einem Zimmer. Feli war noch nie in dem Teil des Schlosses gewesen. Vermutlich die Schlafgemächer des Grafen. Es machte sie äusserst stuzig.
Warum hatte man Rafael nicht in sein Quartier gebracht? Wo war Darna?
Adrian hielt sich neue Leibwächter obwohl er Rafael und Darna an seiner Seite hatte? Wo war Eileen?...
Dann kam sie in das Zimmer. Zwei Frauen waren dort, die wie es schien, sich um Rafael kümmerten.
Rafael sah furchtbar aus. Er hatte Brandwunden und eine Wunde am Rücken war verbunden worden. Was aber noch viel schlimmer war:
Er wirkte fast wie tod. Er rührte sich überhaupt nicht. Feli sah besorgt auf ihn und fragte nochmal was geschehen sei.
Es wurde irgendwas erzählt. Es war auch egal. Sie hatte hinter sich noch etwas gehört als sich ihre Sicht verdunkelt hatte und sie zuboden fiel.
Als sie wieder aufwachte war sie an jenes Bett gefesselt. Ihre Waffe war fort. Ihre Harfe ebenso. Sie hatte furchtbare Kopfschmerzen. Und sie sah in ein gemeines Gesicht. Sie kannte ihn. Er war im Theater gewesen.
Einer der Störenfriede.
Er sah sie mit einem perversen Blick an. Es schien ihm Spass zu machen seinen Sadismus an ihr auszulassen indem er ihr sagte, sollte sie Ärger machen würde man ihr Rafael in Stücken bringen. Sie könne ihn sich dann selbst wieder zusammenbauen.
Alleine die Vorstellung lies solche Verzweiflung und Wut in ihr aufsteigen das sie um eine gnädige Ohnmacht gebeten hätte. Doch dem war nicht so.
Wir könnten uns doch eigendlich ganz gut verstehen.. hörte sie ihren Peiniger in pervers säuselnder Stimme.
Es war klar was er meinte. Feli war eine junge, schöne Frau. Wehrlos.
Hätte sie die Möglichkeit dazu gehabt, sie hätte ihn in Stücke gerissen.
Aber man hatte ihr alle Waffen abgenommen....alle?
Nein...nicht alle.
Jener Gedanke schoss durch ihr Bewusstsein und lies sie ihre Wut kontrollieren. Bis sie Rafael`s Schreien und Brüllen vernahm.
Es durchstach sie wie ein Schwerthieb.
Sie wollte zu ihm! Sie wollte ihm helfen! Sie konnte es nicht ertragen!
Dann endlich verschwand der widerliche Kerl und liess Feli alleine.
Alleine dort wo sie jetzt war.
Das Schloss war gespenstisch ruhig. Irgendwer würde etwas bemerken. Da war sich Feli sicher. Etwas lief hier sehr anders ab als sonst. Sie hoffte es würde bald auffallen.
Sie berreute es so tief mit ihrer Schwester im Streit auseinander gegangen zu sein. Vielleicht sah sie sie nie wieder...
Blind von ihren Tränen kaute sie weiter auf dem Knebel herrum. Irgendwann musste der Stoff nachgeben und dann würde sie ihre mächtigste Waffe wieder ihr eigenen nennen....
Doch die Schmerzen im Kopf und die ohnmächtige Verzweiflung liessen sie über die Stunden des monotonen Kauens einschlafen.
In einen unrhigen Schlaf, den sie nicht empfangen gewollt hatte.
Was..geschah nun?...
Der Morgen graute als Rafael sie weckte und sie aus verschlafenen Augen zu ihm aufsah.
Ich habe uns Frühstück gemach, und draußen aufgedeckt, hast du Hunger? Hörte sie ihn sagen und lächelte noch ein wenig verträumt*
Und wie...
Mit den Worten zog sie ihn auf Bett, das Essen war völlig egal.
Und es stand dort draussen auch noch eine lange Zeit. Es war mal wieder der Beweis dafür, dass die Zwei einfach nicht genug voneinander bekamen und so lag Rafael nach einem anstrengenden Liebesbeweis, selbst wieder schlafend im Bett.
Feli schmunzelte sacht, blieb noch eine Weile bei ihm liegen ehe sie aufstand und sich zurecht machte. Ihren Körper wuscht und mit den Ölen und Salben einrieb, das Makeup auftrug und das Haar richtete. So wie sie es jeden Morgen tat. Dann zog sie sich ihre Rüstung an und warf den Umhang über. Es würde sicherlich wieder Frisch sein.
An der Tür blieb sie einen Moment stehen und sah die Wiesen entlang Richtung Meer, wo sich Sonne und Wolken am Himmel bekämpften.
Es würde wieder ein düsterer Tag werden, aber er hatte gut begonnen.
Für den Moment lies Feli den Anblick einfach auf sich wirken...
[img]http://img141.imageshack.us/img141/4520/waldnp9.png[/img]
Dann schwang sie sich auf Angeloi, der immernoch etwas mitgenommen aussah von dem Fest gestern und ritt los.
Ihre Gedanken gingen während des Ritts wieder zurück zu der Festung der Tiefländer. Sie hatte sich zeitweise ganz wohl dort gefühlt. Hatte den Tiefländern eines ihrer Lieder spielen dürfen und sie musste sich eingestehen, dass sie sich ein wenig getäuscht hatte. Sie waren nicht die Wilden Barbaren die sie im Kopf gehabt hatte, wenngleich sie einige Geschichten über jenes Volk kannte.
Ihr Anführer, der Jarl, Falk Hinrah war ein stolzer Mann. Er hatte ihren Respekt. Es war ansich ein Lustiger Abend. Aber was sich in ihr Gedächniss gebrannt hatte, war jene Begebenheit im Wald.
Rafael hatte sie "entführt" und in den Wald gebracht. Natürlich nicht ohne Hintergedanken. Feli war sich extra umziehen um das zu tun, was er jetzt vor hatte. Dennoch war ihr für einen Moment flau im Magen gewesen.
Doch Rafael verstand es wie niemand sonst ihre Gedanken sehr weit weg schweifen zu lassen. Ihr jede Hemmung zu nehmen und das was er mit ihr tat, tat er mit solcher Leidenschaft, solcher Begierde das sie sich dem nicht entziehen konnte.
Ein laues Wäldchen...aber den Reiz den es auf sie beide ausgeübt hatte, war unausweichlich gewesen.
[img]http://img148.imageshack.us/img148/967/lichtungcc7.png[/img]
Es dauerte nicht lange bis sie am Schloss ankam. Darna und Adrian waren dort und sie erhielt die Gelegenheit mit den Zweien zu reden. Über gestern. Der Abgang den die Varunesen hatten war sicher nicht der beste gewesen und Darna trug einen Teil daran. Die Ritterin war so betrunken gewesen, sie hatte nichtmal mehr stehen können. Der Ritterin war das sehr unangenehm, das sah man ihr an.
Doch Feli hatte keinen Groll. Milde war sie Darna begegnet und hatte ihr offeriert, dass sie für die Nächste Woche Angeloi zu striegeln und versorgen hatte. Darna willigte sofort ein.
Dann verabschiedete man sich und Feli nahm ein kurzes Mahl im Esssaal des Schlosses ein.
Relativ guter Dinge verliess sie das Schloss wieder um zurück zu reiten.
Rafael schlief noch und sie nutze die Zeit sich leise umzukleiden und ihr luftiges, hellblaues Sommerkleidchen anzuziehen. Auf blanken Sohlen ging sie dann zu ihm ans Bett und setzte sich zu ihm.
Durch Kraulen und Küsschen bekam sie ihn dann endlich wach. Er war so süss wenn er schlief oder gerade aufwachte.
Die Zeit nutzend schmusten sie einfach ein wenig miteinander, verrieten dem anderen wie gern sie sich hatten, wie sehr sie sich liebten und neckten einander ein wenig.
Es war eine schöne Atmosphäre im Raum und die Abgeschiedenheit tat ihnen so gut wie warmer Balsam auf geschundener Haut.
Dann sagte er ihr er müsse noch zum Schloss. Sie wollte mit.
Der Graf könne da sein. Sie seufzte.
Wir treffen uns bei den Weinschenks, später. Ich möchte mit dir zusammen essen. Versprach er ihr ehe er ging.
Sie seufzte nochmal und blieb noch einige Minuten auf dem Bett liegen.
Kurze Zeit später kam Flo. Feli hatte ihr gesagt sie solle sie beide einmal besuchen kommen. Anfangs verstanden sich die Schwestern ganz gut.
Oder wie Feli es nannte: Normal.
Das Thema Valion und Florence jedoch trieb einen immer tieferen Keil zwischen sie beide. Es schien als würden sich die beiden Schwestern fremd werden.
Man stritt sich hefftig. Warf einander unschöne Dinge an den Kopf und Feli verstand ihre Schwester einfach nicht mehr.
Wann hatte es aufgehört? Diese Nähe zueinander? Das man sich gegenseitig alles sagen konnte ohne darüber nachdenken zu müssen?
Wo war das Vertrauen hin....?
Feli spührte es nicht mehr und es machte sie Wütend...und sehr sehr traurig.
Flo war gegangen. Ohne Auf Wiedersehen zu sagen. Wie sehr Feli das bereuen sollte,sollte sich in den kommenden Stunden herrausstellen....
Ein Schlafzimmer im Schloss...
[img]http://www.hifidelity.net/germany/burgeltz/schlafge.jpg[/img]
Feli war ans Bett gefesselt. Die Hände an die Bettpfosten, die Füsse zusammengebunden und wieder ans Bett gefesselt.
Der Knebel in ihrem Mund tat ihr weh und sie weinte stundenlang, während sie wie apathisch auf dem Knebel herrumkaute, wissend das der Stoff irgendwann sporöde werden würde, Risse bekäme und sie ihn endlich los würde.
Wie war das nur passiert?...Was war geschehen?
Sie war ins Schloss geritten. Sie wusste Rafael wollte dahin und sie brauchte jetzt eine starke Schulter. Doch was sich ihr im Schloss offenbarte..damit konnte sie unmöglich rechnen.
Erst war sie sehr skeptisch wegen der Unbekannten Gesichter im Schloss.
Sie sagten sie währen die neue Leibgarde des Grafen.
Undenkbar!
Dann sah sie Adrian. Er kam aus einem der Besprechungsräume. Sein Verhalten war seltsam. Er grüsste sie nicht wie er es sonst tat und wirkte merkwürdig distanziert. Als er ihr dann noch einen Handkuss geben wollte, war Feli`s Argwohn gänzlich geweckt.
Man erklärte ihr, es währe ein Wahnsinniger ins Schloss eingedrungen, hätte ihn aber überwältigt. Rafael sei verletzt worden.
Sie wollte ihn sofort sehen!
Der Graf befahl den dubiosen Männern, die wie er sagte plötzlich Weisungsbefugt währen (undenkbar! Sie stand weit über jeder Garde!), sie zu ihm zu geleiten.
In ihrem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Was könnte passiert sein?
Wie ging es Rafael? Ihrem geliebten Rafael? Jedoch ihre Aufmerksamkeit nicht vernachlässigend, legte sie die Hände um das Rapier das gut versteckt hinter dem Umhang ruhte.
Wie gut das sie mittlerweile niemals mehr unbewaffnet aus dem Haus ging.
Die Männer brachten sie zu einem Zimmer. Feli war noch nie in dem Teil des Schlosses gewesen. Vermutlich die Schlafgemächer des Grafen. Es machte sie äusserst stuzig.
Warum hatte man Rafael nicht in sein Quartier gebracht? Wo war Darna?
Adrian hielt sich neue Leibwächter obwohl er Rafael und Darna an seiner Seite hatte? Wo war Eileen?...
Dann kam sie in das Zimmer. Zwei Frauen waren dort, die wie es schien, sich um Rafael kümmerten.
Rafael sah furchtbar aus. Er hatte Brandwunden und eine Wunde am Rücken war verbunden worden. Was aber noch viel schlimmer war:
Er wirkte fast wie tod. Er rührte sich überhaupt nicht. Feli sah besorgt auf ihn und fragte nochmal was geschehen sei.
Es wurde irgendwas erzählt. Es war auch egal. Sie hatte hinter sich noch etwas gehört als sich ihre Sicht verdunkelt hatte und sie zuboden fiel.
Als sie wieder aufwachte war sie an jenes Bett gefesselt. Ihre Waffe war fort. Ihre Harfe ebenso. Sie hatte furchtbare Kopfschmerzen. Und sie sah in ein gemeines Gesicht. Sie kannte ihn. Er war im Theater gewesen.
Einer der Störenfriede.
Er sah sie mit einem perversen Blick an. Es schien ihm Spass zu machen seinen Sadismus an ihr auszulassen indem er ihr sagte, sollte sie Ärger machen würde man ihr Rafael in Stücken bringen. Sie könne ihn sich dann selbst wieder zusammenbauen.
Alleine die Vorstellung lies solche Verzweiflung und Wut in ihr aufsteigen das sie um eine gnädige Ohnmacht gebeten hätte. Doch dem war nicht so.
Wir könnten uns doch eigendlich ganz gut verstehen.. hörte sie ihren Peiniger in pervers säuselnder Stimme.
Es war klar was er meinte. Feli war eine junge, schöne Frau. Wehrlos.
Hätte sie die Möglichkeit dazu gehabt, sie hätte ihn in Stücke gerissen.
Aber man hatte ihr alle Waffen abgenommen....alle?
Nein...nicht alle.
Jener Gedanke schoss durch ihr Bewusstsein und lies sie ihre Wut kontrollieren. Bis sie Rafael`s Schreien und Brüllen vernahm.
Es durchstach sie wie ein Schwerthieb.
Sie wollte zu ihm! Sie wollte ihm helfen! Sie konnte es nicht ertragen!
Dann endlich verschwand der widerliche Kerl und liess Feli alleine.
Alleine dort wo sie jetzt war.
Das Schloss war gespenstisch ruhig. Irgendwer würde etwas bemerken. Da war sich Feli sicher. Etwas lief hier sehr anders ab als sonst. Sie hoffte es würde bald auffallen.
Sie berreute es so tief mit ihrer Schwester im Streit auseinander gegangen zu sein. Vielleicht sah sie sie nie wieder...
Blind von ihren Tränen kaute sie weiter auf dem Knebel herrum. Irgendwann musste der Stoff nachgeben und dann würde sie ihre mächtigste Waffe wieder ihr eigenen nennen....
Doch die Schmerzen im Kopf und die ohnmächtige Verzweiflung liessen sie über die Stunden des monotonen Kauens einschlafen.
In einen unrhigen Schlaf, den sie nicht empfangen gewollt hatte.
Was..geschah nun?...
-
Felicitas de Arganta
Das Bewusstsein kam wie ein Wirbel aus scharfen Klingen auf sie nieder,als sie die Augen aufschlagen musste. Das Bett wackelte stark als ihr ganzer Körper voller Kraft zuckte um sich bewegen zu wollen und die Stoffe die sie festhielten ächzten verdächtig, ebenso wie das Holz des Hoheitlichen Bettes.
Das erste das in in ihr Bewusstsein dran war Schmerz. Ihr tat immernoch der Kopf weh und der Mund ebenso vom Knebel.
Die Augen brannten von den vielen Tränen die sie nicht hatte wegwischen können und dann kam ganz langsam der Restliche Schmerz ihres Körpers hinzu.
Rafael!! Schoss es wie ein Blitz durch ihre Gedanken.
Es dauerte nicht lang bis sie ihren Mühen wieder abliess. Es hatte keinen Sinn. Nicht so.
Sie machte sich daran den schmerzvollen Knebel endlich los werden zu wollen. Einfach nur den Schmerz lindern...Ihre Lippen brannten wie feuer und die Mundwinkel schmerzen sehr.
Sie reckte und windete den Kopf, der Knoten hatte über die Stunden an Festigkeit verloren. Das war das Leid mit solch billigem Stoff.
Ihr stundenlanges Gekaue hatte sein übriges getan.
Sie wollte dieses verfluchte Ding endlich los werden und während sie das alles versuchte hingen ihre Gedanken unablässig bei Rafael.
War er noch am Leben?...Was hatte man mit ihm vor?..Wo war sein Bruder Adrian?...Das war nicht Adrian! Was hatten sie mit Adrian gemacht? Wo war Darna? Würde man sie retten kommen?
Könnte Felicitas mit Rafael fliehen?...
Sie schüttelte den Kopf und wollte nicht denken, schon drohte sie wieder die Fassung zu verlieren und gab sich nun vollständig ihren Fesseln hin. Jene mit allen Mitteln bekämpfend die sie noch aufbringen konnte.
Das erste das in in ihr Bewusstsein dran war Schmerz. Ihr tat immernoch der Kopf weh und der Mund ebenso vom Knebel.
Die Augen brannten von den vielen Tränen die sie nicht hatte wegwischen können und dann kam ganz langsam der Restliche Schmerz ihres Körpers hinzu.
Rafael!! Schoss es wie ein Blitz durch ihre Gedanken.
Es dauerte nicht lang bis sie ihren Mühen wieder abliess. Es hatte keinen Sinn. Nicht so.
Sie machte sich daran den schmerzvollen Knebel endlich los werden zu wollen. Einfach nur den Schmerz lindern...Ihre Lippen brannten wie feuer und die Mundwinkel schmerzen sehr.
Sie reckte und windete den Kopf, der Knoten hatte über die Stunden an Festigkeit verloren. Das war das Leid mit solch billigem Stoff.
Ihr stundenlanges Gekaue hatte sein übriges getan.
Sie wollte dieses verfluchte Ding endlich los werden und während sie das alles versuchte hingen ihre Gedanken unablässig bei Rafael.
War er noch am Leben?...Was hatte man mit ihm vor?..Wo war sein Bruder Adrian?...Das war nicht Adrian! Was hatten sie mit Adrian gemacht? Wo war Darna? Würde man sie retten kommen?
Könnte Felicitas mit Rafael fliehen?...
Sie schüttelte den Kopf und wollte nicht denken, schon drohte sie wieder die Fassung zu verlieren und gab sich nun vollständig ihren Fesseln hin. Jene mit allen Mitteln bekämpfend die sie noch aufbringen konnte.
-
Felicitas de Arganta
Feli lag auf dem Bett des Grafen. Des echten Grafen. Adrian. Ihr Freund. Rafael`s Bruder.
Draussen tobten die Wolken über den Himmel. Es war düster geworden.
Wie passend.
Kurz ging ihr Blick zu den Fenstern und sie sah hinaus. Just in dem Moment schoss ein Blitz wie unheilsvolles Omen über Varuna hinweg.
Und Varuna? Was merkte Varuna von alledem..?
Der Sturm tobte weiter und der Regen prasselte gegen die Fenster...
[img]http://static.atsites.de/static/img/achimursi/blitzgewitter.jpg[/img]
Adrian. Ihre Gedanken huschten um die Erscheinung. Der Mann der da vor ihr gestanden hatte war nicht Adrian. Niemals! Sie kannte Adrian mittlerweile gut. Sie wusste wie er handelte. Rafael würde niemals etwas tun das dem Reich schaden würde.
Und sie hatte es in den Augen des falschen Adrian gesehen. Adrian von Hohenfels` Augen waren unverkennbar. Unverwechselbar.
Und das waren nicht seine!
Sie hatte lange geweint. Einfach ihrer Verzweiflung nachgebend. Sie konnte nichts für ihren Geliebten tun. Musste mit anhören wie sie ihn quälten. Wie er schrie. Sie wünschte sich so sehnlichst bei ihm sein zu können. In halten zu können. Das er hörte wie sie sagte:
Ich liebe dich.
Aber die dicken Wände machten es unmöglich. Selbst ihr feines Gehör drang kaum durch die Mauern. Nur bruchstückhaft hatte sie gehört was die Peiniger besprachen. Anhänger Alatars.
Sie nutzen ihre Liebe gegen sie. Hätte sie bloß die Kraft gehabt es zu verheimlichen. Doch sie konnte nicht. Sie brachte es nicht fertig Rafael zu verleugnen. Gerade jetzt spührte sie mehr als jemals zuvor wie sehr sie ihn liebte. Sie hätte sich selbst verraten, alles wofür sie gekämpft hatten.
Das konnte sie nicht.
Was genau die Besatzer von Rafael wollten wusste Feli immernoch nicht.
Und sie wurde auch nicht zu ihm gelassen. Sie konnte es nicht ertragen ihn in Schmerzen zu hören.
Voller Unruhe stand sie wieder auf. Man hatte sie von ihren Fesseln befreit.
Der falsche Adrian war seltsam mildetätig gewesen. Vielleicht um sie in sicherheit zu wiegen. Oder aber ihm gefiel der Gedanke ein schönes Vögelchen in einem Goldkäfig zu halten. Auch ein neues Kleid hatte sie an.
Das alte hatte dieser Sarog zerrissen. Sie verband nichts als Abscheu mit diesem Mann und sehnte den Tag herbei wo sie ihm ihr Rapier bis zum Heft ins Herz stoßen konnte. Sie würde ihm ihn die Augen sehen wenn er vor ihr im Staub lag. Das was er ihr angetan hatte. Was er ihr antun hatte wollen. Im Namen Temora`s würde er seine Strafe für all das erhalten und das konnte nur der Tod sein.
Sie lief im Zimmer auf und ab und besah sich das Inventar. Es war ein schönes Zimmer, doch dafür hatte sie keinen Blick.
Zwei Türen.
Eine führte auf den Gang, wohin die andere führte wusste sie nicht.
Aber sie wagte auch nicht zu sehen ob sie abgeschlossen war. Nicht bevor es im Schloss still geworden ist. Auch die dunkelsten Diener Alatars mussten schlafen.
Aus lauter Langeweile, bedrückender Gefangenschaft fing sie an das Zimmer zu durchstöbern. Durchsuchte die Regale, sah sich einige Bücher an.
Sowas liest Adrian? ging es ihr kurz durch den Kopf.
Dann wante sie ihr Augenmerk auf den Schrank.
[img]http://img59.imageshack.us/img59/3243/schrankax7.png[/img]
Kurzerhand öffnete sie jenen und fing an zu stöbern. Es war ihr völlig egal das es Adrian`s und Eileen`s Sachen waren. Die Situation lies keinen Grund für schlechtes Gewissen aufkommen.
In aller Ruhe, sie hatte viel Zeit, man liess sie schmoren und sie spührte wie der Hunger an ihr zehrte. Sie war sicher es würde noch schlimmer werden.
Eher durch Zufall stützte sie sich auf dem Boden des Schrankes auf als sie ein leises Klicken vernahm. Ein durchschnittlicher Beobachter hätte es garnicht gehört, aber sie als Harfnerin war für feinfühliges Gehör berühmt.
Mit aufflammender Hoffnung betrachtete sie den Schrankboden um dann ein Stück anzuheben.
Darunter war ein kleines Fach. Eine beschlagene Rüstung, weiblich. Ein Holzschild....
Und eine Axt:
[img]http://www.geschenkkorb.at/shop2/images/rep_601_g.jpg[/img]
Leise hauchend wisperte sie:
Das muss Eileens Ausrüstung sein...!
Wie gestochen sprang sie auf holte ihr zerfetztes Kleid und ihre beschlagene Rüstung unterm Bett hervor, der falsche Adrian hatte vergessen sie ihr abzunehmen, welch ein glücklicher Umstand.
Kurzerhand stopfte sie ihre Sachen auch noch in das Fach und verschloss es rasch wieder, schob die Kleider zurecht um es möglichst unauffällig wieder her zu richten und begann nun weiter im Zimmer zu suchen.
Jene alten Schlösser hatten meist viele Geheimnisse. Vielleicht gab es ja einen Geheimgang aus dem Schlafgemach. Einen Fluchtweg für den Grafen wenn es zum Angriff kam.
Vielleicht hatte sie ja glück.
Doch nach vielen Stunden des Suchens, man liess sie einfach schmoren, sank sie erschöpft auf das Bett nieder.
Die ganze Situation setzte ihr Stark zu und sie wünschte sich nichts sehnlicher als bei Rafael zu sein. Mit jener verzweifelten Sehnsucht schlief sie ein, ohne sich entkleidet zu haben.
Draussen tobten die Wolken über den Himmel. Es war düster geworden.
Wie passend.
Kurz ging ihr Blick zu den Fenstern und sie sah hinaus. Just in dem Moment schoss ein Blitz wie unheilsvolles Omen über Varuna hinweg.
Und Varuna? Was merkte Varuna von alledem..?
Der Sturm tobte weiter und der Regen prasselte gegen die Fenster...
[img]http://static.atsites.de/static/img/achimursi/blitzgewitter.jpg[/img]
Adrian. Ihre Gedanken huschten um die Erscheinung. Der Mann der da vor ihr gestanden hatte war nicht Adrian. Niemals! Sie kannte Adrian mittlerweile gut. Sie wusste wie er handelte. Rafael würde niemals etwas tun das dem Reich schaden würde.
Und sie hatte es in den Augen des falschen Adrian gesehen. Adrian von Hohenfels` Augen waren unverkennbar. Unverwechselbar.
Und das waren nicht seine!
Sie hatte lange geweint. Einfach ihrer Verzweiflung nachgebend. Sie konnte nichts für ihren Geliebten tun. Musste mit anhören wie sie ihn quälten. Wie er schrie. Sie wünschte sich so sehnlichst bei ihm sein zu können. In halten zu können. Das er hörte wie sie sagte:
Ich liebe dich.
Aber die dicken Wände machten es unmöglich. Selbst ihr feines Gehör drang kaum durch die Mauern. Nur bruchstückhaft hatte sie gehört was die Peiniger besprachen. Anhänger Alatars.
Sie nutzen ihre Liebe gegen sie. Hätte sie bloß die Kraft gehabt es zu verheimlichen. Doch sie konnte nicht. Sie brachte es nicht fertig Rafael zu verleugnen. Gerade jetzt spührte sie mehr als jemals zuvor wie sehr sie ihn liebte. Sie hätte sich selbst verraten, alles wofür sie gekämpft hatten.
Das konnte sie nicht.
Was genau die Besatzer von Rafael wollten wusste Feli immernoch nicht.
Und sie wurde auch nicht zu ihm gelassen. Sie konnte es nicht ertragen ihn in Schmerzen zu hören.
Voller Unruhe stand sie wieder auf. Man hatte sie von ihren Fesseln befreit.
Der falsche Adrian war seltsam mildetätig gewesen. Vielleicht um sie in sicherheit zu wiegen. Oder aber ihm gefiel der Gedanke ein schönes Vögelchen in einem Goldkäfig zu halten. Auch ein neues Kleid hatte sie an.
Das alte hatte dieser Sarog zerrissen. Sie verband nichts als Abscheu mit diesem Mann und sehnte den Tag herbei wo sie ihm ihr Rapier bis zum Heft ins Herz stoßen konnte. Sie würde ihm ihn die Augen sehen wenn er vor ihr im Staub lag. Das was er ihr angetan hatte. Was er ihr antun hatte wollen. Im Namen Temora`s würde er seine Strafe für all das erhalten und das konnte nur der Tod sein.
Sie lief im Zimmer auf und ab und besah sich das Inventar. Es war ein schönes Zimmer, doch dafür hatte sie keinen Blick.
Zwei Türen.
Eine führte auf den Gang, wohin die andere führte wusste sie nicht.
Aber sie wagte auch nicht zu sehen ob sie abgeschlossen war. Nicht bevor es im Schloss still geworden ist. Auch die dunkelsten Diener Alatars mussten schlafen.
Aus lauter Langeweile, bedrückender Gefangenschaft fing sie an das Zimmer zu durchstöbern. Durchsuchte die Regale, sah sich einige Bücher an.
Sowas liest Adrian? ging es ihr kurz durch den Kopf.
Dann wante sie ihr Augenmerk auf den Schrank.
[img]http://img59.imageshack.us/img59/3243/schrankax7.png[/img]
Kurzerhand öffnete sie jenen und fing an zu stöbern. Es war ihr völlig egal das es Adrian`s und Eileen`s Sachen waren. Die Situation lies keinen Grund für schlechtes Gewissen aufkommen.
In aller Ruhe, sie hatte viel Zeit, man liess sie schmoren und sie spührte wie der Hunger an ihr zehrte. Sie war sicher es würde noch schlimmer werden.
Eher durch Zufall stützte sie sich auf dem Boden des Schrankes auf als sie ein leises Klicken vernahm. Ein durchschnittlicher Beobachter hätte es garnicht gehört, aber sie als Harfnerin war für feinfühliges Gehör berühmt.
Mit aufflammender Hoffnung betrachtete sie den Schrankboden um dann ein Stück anzuheben.
Darunter war ein kleines Fach. Eine beschlagene Rüstung, weiblich. Ein Holzschild....
Und eine Axt:
[img]http://www.geschenkkorb.at/shop2/images/rep_601_g.jpg[/img]
Leise hauchend wisperte sie:
Das muss Eileens Ausrüstung sein...!
Wie gestochen sprang sie auf holte ihr zerfetztes Kleid und ihre beschlagene Rüstung unterm Bett hervor, der falsche Adrian hatte vergessen sie ihr abzunehmen, welch ein glücklicher Umstand.
Kurzerhand stopfte sie ihre Sachen auch noch in das Fach und verschloss es rasch wieder, schob die Kleider zurecht um es möglichst unauffällig wieder her zu richten und begann nun weiter im Zimmer zu suchen.
Jene alten Schlösser hatten meist viele Geheimnisse. Vielleicht gab es ja einen Geheimgang aus dem Schlafgemach. Einen Fluchtweg für den Grafen wenn es zum Angriff kam.
Vielleicht hatte sie ja glück.
Doch nach vielen Stunden des Suchens, man liess sie einfach schmoren, sank sie erschöpft auf das Bett nieder.
Die ganze Situation setzte ihr Stark zu und sie wünschte sich nichts sehnlicher als bei Rafael zu sein. Mit jener verzweifelten Sehnsucht schlief sie ein, ohne sich entkleidet zu haben.
-
Felicitas de Arganta
Feli war schon seid dem Morgengrauen wieder wach.
Unruhige Träume suchten sie heim wenn sie schlief und sie wünschte sich jedesmal sie würde aufwachen und währe wieder in ihrem kleinen Haus.
Gestalten in schwarzen Roben, Inkantierungen und düsterer Himmel.
Irgendwo in ihrer Mitte war Rafael. Sie taten irgendwas mit ihm aber sie konnte nicht sehen was. Sie wollte ihm helfen.
Etwas hielt sie fest...als sie zurück sah sah sie in Adrian`s Gesicht. Schwarze Augen funkelten ihr entgegen. Dann war sie endlich aufgewacht.
Der Morgen hatte furchtbar angefangen....Der Himmel stand noch Blau am Himmel und die Sonne brach sich an den Stadtmauern Varuna`s.
Es hätte malerisch sein können...währe da nur diese winzige Kleinigkeit nicht gewesen.
Sie war eine Gefangene. Man hielt sie als Druckmittel gegen Rafael. Damit er tat was sie von ihm wollten. Sie wollte ihn sehen.
Es verging kaum eine Stunde ehe der falsche Adrian in ihrem Zimmerstand und sie einen Momentlang einfach anstarrte. Sie wusste nicht was sie mit dem Blick hatte anfangen sollen. Aber egal was er dachte, falls er überhaupt sowas tat, es war ganz sicher nichts gutes.
Hinter ihm kam ein Diener herrein. Feli kannte ihn nicht.
"Adrian" offerierte ihr sie würde frühstücken gehen. Sie verwunderte diese Wendung ein wenig. Man liess sie hinaus? Begann man die schlagfertige Harfnerin endlich zu unterschätzen? Es konnte ihr nur recht sein.
Der Diener führte sie hinab in die Küche. Es war seltsam. Gespenstisch.
Keine Wachen auf den Gängen. Niemand sonst. Der falsche Graf hatte das aus irgendeinem Grund sehr gut geplant.
Mit dem Diener zusammen kamen sie an der Küche des Schlosses an.
Nicht die Küche die für den Truchsess kochte...die für die Dienerschaft.
[img]http://www.mittelalterlich-kochen.de/bilder_titel/Gothische%20Kueche%20Burg%20Falkenstein.JPG[/img]
Das Essen stand schon bereit und der Diener erklärte ihr in manierlichem Tone, dass man wünschte das sie hier speise.
Es war so absurd wie der Diener mit ihr umging. Ganz korrekt. Mit der Gefangenen Baronin.
Sie nahm ihr Essen zu sich. Auch wenn ihr Argwohn groß war, der Hunger war größer. Unschicklich gierig aß sie das Essen und war schnell weg.
Der Diener beobachtete sie die ganze Zeit über distanziert und höflich.
Sie genoss heimlich die Zeit ein wenig nicht in diesem Zimmer eingesperrt zu sein. Aber nach ein wenig Überlegung, kam sie zu dem Schluss, dass sie nur ein Gefängniss gegen das andere tauschte.
Sie wollte zurück.
Seine Hoheit hat mich angewiesen euch erst zur hälfte der Stunde wieder hinauf zu begleiten, Hochgeboren. erklärte der Diener ruhig und korrekt.
Sie biss sich auf die Unterlippe. Was tat er da oben? Was ging schon wieder vor sich? Ob er Verdacht geschöpft hatte? Würde er die Waffen und die Rüstungen finden?...
Sie hatte Mühe ihre Panik zu unterdrücken und sich nichts anmerken zu lassen. Dem Diener waren ihre Probleme ganz offensichtlich egal.
Was nur..was...WAS?! hallte es in ihrem Kopf.
Unruhige Träume suchten sie heim wenn sie schlief und sie wünschte sich jedesmal sie würde aufwachen und währe wieder in ihrem kleinen Haus.
Gestalten in schwarzen Roben, Inkantierungen und düsterer Himmel.
Irgendwo in ihrer Mitte war Rafael. Sie taten irgendwas mit ihm aber sie konnte nicht sehen was. Sie wollte ihm helfen.
Etwas hielt sie fest...als sie zurück sah sah sie in Adrian`s Gesicht. Schwarze Augen funkelten ihr entgegen. Dann war sie endlich aufgewacht.
Der Morgen hatte furchtbar angefangen....Der Himmel stand noch Blau am Himmel und die Sonne brach sich an den Stadtmauern Varuna`s.
Es hätte malerisch sein können...währe da nur diese winzige Kleinigkeit nicht gewesen.
Sie war eine Gefangene. Man hielt sie als Druckmittel gegen Rafael. Damit er tat was sie von ihm wollten. Sie wollte ihn sehen.
Es verging kaum eine Stunde ehe der falsche Adrian in ihrem Zimmerstand und sie einen Momentlang einfach anstarrte. Sie wusste nicht was sie mit dem Blick hatte anfangen sollen. Aber egal was er dachte, falls er überhaupt sowas tat, es war ganz sicher nichts gutes.
Hinter ihm kam ein Diener herrein. Feli kannte ihn nicht.
"Adrian" offerierte ihr sie würde frühstücken gehen. Sie verwunderte diese Wendung ein wenig. Man liess sie hinaus? Begann man die schlagfertige Harfnerin endlich zu unterschätzen? Es konnte ihr nur recht sein.
Der Diener führte sie hinab in die Küche. Es war seltsam. Gespenstisch.
Keine Wachen auf den Gängen. Niemand sonst. Der falsche Graf hatte das aus irgendeinem Grund sehr gut geplant.
Mit dem Diener zusammen kamen sie an der Küche des Schlosses an.
Nicht die Küche die für den Truchsess kochte...die für die Dienerschaft.
[img]http://www.mittelalterlich-kochen.de/bilder_titel/Gothische%20Kueche%20Burg%20Falkenstein.JPG[/img]
Das Essen stand schon bereit und der Diener erklärte ihr in manierlichem Tone, dass man wünschte das sie hier speise.
Es war so absurd wie der Diener mit ihr umging. Ganz korrekt. Mit der Gefangenen Baronin.
Sie nahm ihr Essen zu sich. Auch wenn ihr Argwohn groß war, der Hunger war größer. Unschicklich gierig aß sie das Essen und war schnell weg.
Der Diener beobachtete sie die ganze Zeit über distanziert und höflich.
Sie genoss heimlich die Zeit ein wenig nicht in diesem Zimmer eingesperrt zu sein. Aber nach ein wenig Überlegung, kam sie zu dem Schluss, dass sie nur ein Gefängniss gegen das andere tauschte.
Sie wollte zurück.
Seine Hoheit hat mich angewiesen euch erst zur hälfte der Stunde wieder hinauf zu begleiten, Hochgeboren. erklärte der Diener ruhig und korrekt.
Sie biss sich auf die Unterlippe. Was tat er da oben? Was ging schon wieder vor sich? Ob er Verdacht geschöpft hatte? Würde er die Waffen und die Rüstungen finden?...
Sie hatte Mühe ihre Panik zu unterdrücken und sich nichts anmerken zu lassen. Dem Diener waren ihre Probleme ganz offensichtlich egal.
Was nur..was...WAS?! hallte es in ihrem Kopf.