Ziegenkäse und Apfelmus
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Mhyri Famrock
Ziegenkäse und Apfelmus
Seufzend sah sie ihm noch eine ganze Weile nach, doch die nächste Kundschaft sollte nicht lange auf sich warten lassen. Gedankenverloren packte sie den ledernen Beutel voll mit Reagenzien. 100 Mhyri 100, nicht 200 auch nicht 300 .. ganz einfach 100 von jeder Sorte, versuchte sie sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.
Wahrlich ein Kunststück bei der Arbeit die der Kopf zu leisten hatten.
Der Keller sollte ein schönes Versteck abgeben. Sie hatte genug geschuftet für heute und würde sich nun erst einmal ins stille Kämmerlein zurückziehen.
Angst? Angst hatte sie bei weitem nicht vor Männern, eher war es seine ungestüme Art, seine Leichtigkeit mit der er auf derartige Dinge zu blicken schien. Sie war nicht eine dieser Frauen, die von einem Mann zum nächsten zogen und sich irgendwann vor den Scherben ihres Rufes wieder fanden. Wähle weise, hatte die Mutter einst zu ihr gesagt. Sie würde es nur einem Mann gestatten ihr einen Kuss zu schenken. Auch wenn es den Anschein hatte, so verschloss sie gewiss nicht die Augen vor der Liebe. Dennoch, was sie bisher gesehen hatte bei den wenigen Bekannten die das Gespräch mit ihr suchten, war so gar nicht das was sie sich für ihr eigenes Leben wünschte oder ihr erstrebenswert schien.
Sie brachte einfach kein Verständnis auf für Menschen, die so leichtfertig von einer Bindung in die nächste flohen, nur um vielleicht ihrem Glück ein Stückchen näher zu kommen.
Die wohl folgende Ernüchterung wollte sie sich einfach ersparen.
Sicher, zugegeben, er hatte sie neugierig gemacht auf ein ihr noch unbekanntes Gefühl aber die Liebe braucht keine Experimente. Mag er sie für engstirnig oder naiv halten, dass war ihr im Grunde egal. Sie wusste es war die richtige Entscheidung seinen Kuss abzulehnen.
Er war ein ansehnlicher Mann und gewiss mochte sie ihn wirklich gerne um sich haben.
Sein Humor war es den sie zu schätzen wusste aber der würde nicht reichen. Er hatte sie einfach zu sehr in die Enge getrieben, zu forsch sein Auftreten, zu unbedacht seine Worte…
Sie kam sich vor wie eine baumelnde Möhre, befestigt an einer Angelschnur, mit der man den störrischen Esel antreiben wolle schneller zu laufen.
Und sie wusste, die Möhre hatte recht getan sich als solche zu verweigern.
Irgendwann, irgendwann vielleicht würde sie auf jemanden treffen, der es gleich hielt wie sie. Der, wie hatte sie sich so schön versprochen, eben nicht mit dem Haus in die Tür fallen würde. Und selbst wenn nicht. Es tat ihrem Glück kein Abbruch. Der Hof war zu dem geworden für was sie lebte, was sie aufrecht hielt und ihr Mut für die Zukunft gab. Es mag ein stilles und oftmals einsames Landleben sein, dachte sie bei sich und doch um vieles einfacher, als seinem Liebesglück durch waghalsige Experimente nachzujagen.
Ziegenkäse und Apfelmus, der gegenüber ihm eingeworfene Vergleich hinkte … doch das wahre Geschmackserlebnis ließ auf sich warten.
Wahrlich ein Kunststück bei der Arbeit die der Kopf zu leisten hatten.
Der Keller sollte ein schönes Versteck abgeben. Sie hatte genug geschuftet für heute und würde sich nun erst einmal ins stille Kämmerlein zurückziehen.
Angst? Angst hatte sie bei weitem nicht vor Männern, eher war es seine ungestüme Art, seine Leichtigkeit mit der er auf derartige Dinge zu blicken schien. Sie war nicht eine dieser Frauen, die von einem Mann zum nächsten zogen und sich irgendwann vor den Scherben ihres Rufes wieder fanden. Wähle weise, hatte die Mutter einst zu ihr gesagt. Sie würde es nur einem Mann gestatten ihr einen Kuss zu schenken. Auch wenn es den Anschein hatte, so verschloss sie gewiss nicht die Augen vor der Liebe. Dennoch, was sie bisher gesehen hatte bei den wenigen Bekannten die das Gespräch mit ihr suchten, war so gar nicht das was sie sich für ihr eigenes Leben wünschte oder ihr erstrebenswert schien.
Sie brachte einfach kein Verständnis auf für Menschen, die so leichtfertig von einer Bindung in die nächste flohen, nur um vielleicht ihrem Glück ein Stückchen näher zu kommen.
Die wohl folgende Ernüchterung wollte sie sich einfach ersparen.
Sicher, zugegeben, er hatte sie neugierig gemacht auf ein ihr noch unbekanntes Gefühl aber die Liebe braucht keine Experimente. Mag er sie für engstirnig oder naiv halten, dass war ihr im Grunde egal. Sie wusste es war die richtige Entscheidung seinen Kuss abzulehnen.
Er war ein ansehnlicher Mann und gewiss mochte sie ihn wirklich gerne um sich haben.
Sein Humor war es den sie zu schätzen wusste aber der würde nicht reichen. Er hatte sie einfach zu sehr in die Enge getrieben, zu forsch sein Auftreten, zu unbedacht seine Worte…
Sie kam sich vor wie eine baumelnde Möhre, befestigt an einer Angelschnur, mit der man den störrischen Esel antreiben wolle schneller zu laufen.
Und sie wusste, die Möhre hatte recht getan sich als solche zu verweigern.
Irgendwann, irgendwann vielleicht würde sie auf jemanden treffen, der es gleich hielt wie sie. Der, wie hatte sie sich so schön versprochen, eben nicht mit dem Haus in die Tür fallen würde. Und selbst wenn nicht. Es tat ihrem Glück kein Abbruch. Der Hof war zu dem geworden für was sie lebte, was sie aufrecht hielt und ihr Mut für die Zukunft gab. Es mag ein stilles und oftmals einsames Landleben sein, dachte sie bei sich und doch um vieles einfacher, als seinem Liebesglück durch waghalsige Experimente nachzujagen.
Ziegenkäse und Apfelmus, der gegenüber ihm eingeworfene Vergleich hinkte … doch das wahre Geschmackserlebnis ließ auf sich warten.
- Xervath Tangran
- Beiträge: 98
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Irgendwie lief es nicht so wie er sich das vorgestellt hatte. Sicher war er ein charmanter Kerl, und schon die ein oder andere Frau damit, von sich überzeugen können, doch bei Mhyri klappte das wohl nicht so recht. Nicht das sie ihn nicht mögen würde, doch jeder Annäherungs-Versuch den er wagte, ignorierte sie zwar nicht. Aber gewähren ließ sie ihn auch nicht.
Vielleicht war er diesmal zu dreist, zu direkt gewesen bei dieser Frau. Wobei er immer wusste was er will, und auch ohne zu zögern versuchte sich das zunehmen, doch bei Mhyri musst er wohl einen anderen Weg einschlagen, wenn er sie für sich gewinnen wollte. Und dann gab es da noch eine andere Frau in seinem Leben. Fiona, doch sie hatte er schon lang nicht mehr gesehen, und wenn er sich selbst eingestand, bereits nach dem ersten Kuss, wieder das Interesse verloren.
Er würde die Tage einfach noch mal auf dem Dunkelhof vorbei schauen, und diesmal eine andere Strategie bei Mhyri wählen. Sie erst ausführen zu einem Dinner, und sie dann an den Platz führen, an dem sie sich gewünscht hat mal wieder zu sein; der Wasserfall bei Wegkreuz. Dann würde sie ihre scheu wahrscheinlich verlieren, und in ihm nicht immer nur den charmanten scherzenden Mann sehn, der bisher nur ein Freund war. So waren seine Gedanken, doch ob sie ihr Ziel erreichen blieb Fraglich, denn es galt immer noch den Ziegenkäse und das Apfelmus in passender Kombination zu einem Gericht zusammen zu stellen.
Vielleicht war er diesmal zu dreist, zu direkt gewesen bei dieser Frau. Wobei er immer wusste was er will, und auch ohne zu zögern versuchte sich das zunehmen, doch bei Mhyri musst er wohl einen anderen Weg einschlagen, wenn er sie für sich gewinnen wollte. Und dann gab es da noch eine andere Frau in seinem Leben. Fiona, doch sie hatte er schon lang nicht mehr gesehen, und wenn er sich selbst eingestand, bereits nach dem ersten Kuss, wieder das Interesse verloren.
Er würde die Tage einfach noch mal auf dem Dunkelhof vorbei schauen, und diesmal eine andere Strategie bei Mhyri wählen. Sie erst ausführen zu einem Dinner, und sie dann an den Platz führen, an dem sie sich gewünscht hat mal wieder zu sein; der Wasserfall bei Wegkreuz. Dann würde sie ihre scheu wahrscheinlich verlieren, und in ihm nicht immer nur den charmanten scherzenden Mann sehn, der bisher nur ein Freund war. So waren seine Gedanken, doch ob sie ihr Ziel erreichen blieb Fraglich, denn es galt immer noch den Ziegenkäse und das Apfelmus in passender Kombination zu einem Gericht zusammen zu stellen.
- Xervath Tangran
- Beiträge: 98
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Es waren bereites einige Wochen vergangen, als er den Weg erneut zu Mhyri fand. Er war sehr beschäftigt die letzte Zeit, sodass er Mhyri nun zur späten Stunde stören musste.
Er sattelte sein Pferd und machte sich auf den Weg zum Dunkelhof. Wie erwartet war sie noch wach, und so schellte er an der glocke und weige Augenblicke später erschien sie schon. War sie erfreut ihn zu sehn? So genau wusste er das nicht, doch bei ihm zeichnete sich ein Lächeln auf den Lippen ab als er sie sah. Sie bittete ihn höflich hinein, so wie sie es immer tat, und bot ihm einen Stuhl an. Er lehnte ihn dankend ab, denn er hatte ihr etwas zu sagen. Etwas wichtiges in seinen Augen.
Er holte tief Luft und entschuldigte sich dann in allen Formen bei ihr. Es tat ihm leid, das er sie das letzte mal, als sie sich sahen so in bedrängnis gebracht hatte. Jenes lag ganz und gar nicht in seiner Absicht. Er hatte sie mehr erschreckt, geschockt, als alles andere, mit seinem Verhalten. Und das tat ihm von herzen leid. Zu seinem Glück nahm sie seine Entschuldigung an, und sie lächelte sogar wieder. Er versprach ihr, sie nicht mehr in solch eine Situation zu bringen.
Sie selbst schulg nun sogar vor, das alles nochmal im gemütlichen bei einem Gläschen Wein zu bereden. Zufrieden willigte er ein.
Nach noch einigen gesprochenen Sätzen der Versöhnung, zog er sich wieder zurück.
Er verabschiedete sich mit einem sachten Kuss auf ihrer Wange und wand sich dann von ihr ab.
Er sattelte sein Pferd und machte sich auf den Weg zum Dunkelhof. Wie erwartet war sie noch wach, und so schellte er an der glocke und weige Augenblicke später erschien sie schon. War sie erfreut ihn zu sehn? So genau wusste er das nicht, doch bei ihm zeichnete sich ein Lächeln auf den Lippen ab als er sie sah. Sie bittete ihn höflich hinein, so wie sie es immer tat, und bot ihm einen Stuhl an. Er lehnte ihn dankend ab, denn er hatte ihr etwas zu sagen. Etwas wichtiges in seinen Augen.
Er holte tief Luft und entschuldigte sich dann in allen Formen bei ihr. Es tat ihm leid, das er sie das letzte mal, als sie sich sahen so in bedrängnis gebracht hatte. Jenes lag ganz und gar nicht in seiner Absicht. Er hatte sie mehr erschreckt, geschockt, als alles andere, mit seinem Verhalten. Und das tat ihm von herzen leid. Zu seinem Glück nahm sie seine Entschuldigung an, und sie lächelte sogar wieder. Er versprach ihr, sie nicht mehr in solch eine Situation zu bringen.
Sie selbst schulg nun sogar vor, das alles nochmal im gemütlichen bei einem Gläschen Wein zu bereden. Zufrieden willigte er ein.
Nach noch einigen gesprochenen Sätzen der Versöhnung, zog er sich wieder zurück.
Er verabschiedete sich mit einem sachten Kuss auf ihrer Wange und wand sich dann von ihr ab.
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Mhyri Famrock
Erleichtert war sie, als jene wohl längst überfällige Entschuldigung glaubwürdig über seine Lippen kam. Nun gut, Xervath wusste im Gegensatz zu ihr, wie er sich auszudrücken hatte und doch wollte sie einfach nicht glauben, dass die so geschätzte Freundschaft durch nur einen fehl geleiteten Abend zum scheitern verurteilt sein sollte. Gern kam sie diesmal seiner Bitte nach in der Hoffnung, dass er verstand um was es ihr dabei ging.
Mhyri dachte gerne an die Zeit in der Zunft zurück. Zu mancher Stund versammelten sich recht viele Mitglieder, gemütlich beisammen sitzend im fast schon heimischen Zunfthaus. Viel gelacht hatte man zusammen und für den einen oder anderen Schabernack neben der Arbeit eigentlich immer Zeit gefunden.
Einige von ihnen fanden zu ihrer Freude heute noch den Weg zum entfernten Dunkelhof, auf einen kleinen Umtrunk, unter ihnen .. Xervath…
Männer.
Ginge man im doch recht bescheidenen, bäuerlichen Oberstübchen davon aus, das manch einem eine gewisse Magie inne wohnte, so musste sie zwangsläufig zu dem Ergebnis kommen, dass sie einfach nicht in der Lage war diese zu erfassen, ja verstehen zu können.
Wohin damit? Wohin mit sich selbst?
Männer.
Nach dem letzten Markttag, hätte sie mindestens einen von ihnen am liebsten auf den nächsten Misthaufen katapultiert.
Die Frage wohin mit ihnen, schien somit fast beantwortet.
Sie war nur eine einfache Bäuerin, vielleicht sogar diejenige, die die größten Kartoffeln im Land aufzuweisen hatte, doch sie war sie selbst. Mhyri .. Mhyri Famrock. Nicht mehr und nicht weniger. Wie viele Menschen hatte sie in ihren jungen Jahren bereits gesehen, die zwanghaft versuchten etwas zu sein, was sie nie sein würden oder gar wollten. Alberne Zeitverschwendung .. alberne. Es dünkte ihr, dass es an der Zeit war, Anlauf zu nehmen und einfach über den nächsten, sich andeutenden Misthaufen, hinweg zu springen ohne ständig mitsamt der unangenehmen Verwirrtheit selbst darin zu enden.
Xervath musste sie ihren Standpunkt wohl oder übel bei dem nächsten Treffen nochmals deutlich schildern. Ein ungutes Gefühl beschlich sie, als er sich von ihr verabschiedete.
Mhyri dachte gerne an die Zeit in der Zunft zurück. Zu mancher Stund versammelten sich recht viele Mitglieder, gemütlich beisammen sitzend im fast schon heimischen Zunfthaus. Viel gelacht hatte man zusammen und für den einen oder anderen Schabernack neben der Arbeit eigentlich immer Zeit gefunden.
Einige von ihnen fanden zu ihrer Freude heute noch den Weg zum entfernten Dunkelhof, auf einen kleinen Umtrunk, unter ihnen .. Xervath…
Männer.
Ginge man im doch recht bescheidenen, bäuerlichen Oberstübchen davon aus, das manch einem eine gewisse Magie inne wohnte, so musste sie zwangsläufig zu dem Ergebnis kommen, dass sie einfach nicht in der Lage war diese zu erfassen, ja verstehen zu können.
Wohin damit? Wohin mit sich selbst?
Männer.
Nach dem letzten Markttag, hätte sie mindestens einen von ihnen am liebsten auf den nächsten Misthaufen katapultiert.
Die Frage wohin mit ihnen, schien somit fast beantwortet.
Sie war nur eine einfache Bäuerin, vielleicht sogar diejenige, die die größten Kartoffeln im Land aufzuweisen hatte, doch sie war sie selbst. Mhyri .. Mhyri Famrock. Nicht mehr und nicht weniger. Wie viele Menschen hatte sie in ihren jungen Jahren bereits gesehen, die zwanghaft versuchten etwas zu sein, was sie nie sein würden oder gar wollten. Alberne Zeitverschwendung .. alberne. Es dünkte ihr, dass es an der Zeit war, Anlauf zu nehmen und einfach über den nächsten, sich andeutenden Misthaufen, hinweg zu springen ohne ständig mitsamt der unangenehmen Verwirrtheit selbst darin zu enden.
Xervath musste sie ihren Standpunkt wohl oder übel bei dem nächsten Treffen nochmals deutlich schildern. Ein ungutes Gefühl beschlich sie, als er sich von ihr verabschiedete.
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Mhyri Famrock
Stumm saßen sie sich gegenüber.
Zunächst sollte die zwischen ihnen entstandene Höflichkeit, die der einst sorglosen Freundschaft wich, keine Nische lassen für offene Bekundungen über ihr beider Gefühlsleben.
Man tastete sich vorsichtig ans Eingemachte, beschloss Bajard zu verlassen und an einem ruhigeren Ort das wohl von Beiden gesuchte Gespräch fortzusetzen.
Schonend, so wie es ihr eben nur möglich, versuchte sie Xervath ihre bescheidene Sicht der Dinge bei zu bringen. Freundschaft ...
Sie schien wirklich etwas Besonderes für ihn zu sein. Nicht nur für ihn und genau da lag das Problem. Hatte sie stets versucht sich fern zu halten von Männern, die Gefallen an ihr zeigten, so hatte sie einmal mehr eindrucksvoll ihr unsagbares Geschick in Herzensangelegenheiten bewiesen. Selbstironie würde jedoch auch nicht helfen.
Xervaths Ratschlag klang keinesfalls selbstsüchtig.
Doch, fasste man mit, für sie gar untypischem Kalkül zusammen – Nichts für sie.
… die Möhre wollte keine Möhre sein. Der Fisch am Haken würde langfristig betrachtet zu klein sein für den Fischer und war ja auch verheiratet. Verheiratet! Es löste Tage später noch einen über keine Kuhhaut wachsenden Groll in ihr aus, dass der besagte Fischer ihr am letzten Markttag unterstellt hatte in den Hafen der Ehe eingelaufen zu sein. Abgesehen von der Tatsache, dass ihr alleine bei dem Gedanken an eine Schiffsreise schon hundeelend zumute wurde, hätte grade er es besser wissen müssen. Aber nein ..
Wieso kam ihr nur schon wieder die Mistgabel in den Sinn? ...
Es war keine Zeit über ungelegte Eier zu brüten.
Es war vielmehr gänzlich der Punkt erreicht, an dem bald Klarheit herrschen sollte, damit der Dunkelhof und sie als kleines Licht mittendrin, sich wieder in den geschätzten Schleier der Ruhe hüllen könnten. Sie hatte ihrer Familie und heute Xervath ihr Wort gegeben. Jenes nicht zu halten, wäre wohl ein Betrug an sich selbst. So ging sie erneut hart mit sich ins Gericht und gab sich selbst ein stilles Versprechen.
Doch das Schiff trieb weiter, ungesteuert auf ruheloser See…
Zunächst sollte die zwischen ihnen entstandene Höflichkeit, die der einst sorglosen Freundschaft wich, keine Nische lassen für offene Bekundungen über ihr beider Gefühlsleben.
Man tastete sich vorsichtig ans Eingemachte, beschloss Bajard zu verlassen und an einem ruhigeren Ort das wohl von Beiden gesuchte Gespräch fortzusetzen.
Schonend, so wie es ihr eben nur möglich, versuchte sie Xervath ihre bescheidene Sicht der Dinge bei zu bringen. Freundschaft ...
Sie schien wirklich etwas Besonderes für ihn zu sein. Nicht nur für ihn und genau da lag das Problem. Hatte sie stets versucht sich fern zu halten von Männern, die Gefallen an ihr zeigten, so hatte sie einmal mehr eindrucksvoll ihr unsagbares Geschick in Herzensangelegenheiten bewiesen. Selbstironie würde jedoch auch nicht helfen.
Xervaths Ratschlag klang keinesfalls selbstsüchtig.
Doch, fasste man mit, für sie gar untypischem Kalkül zusammen – Nichts für sie.
… die Möhre wollte keine Möhre sein. Der Fisch am Haken würde langfristig betrachtet zu klein sein für den Fischer und war ja auch verheiratet. Verheiratet! Es löste Tage später noch einen über keine Kuhhaut wachsenden Groll in ihr aus, dass der besagte Fischer ihr am letzten Markttag unterstellt hatte in den Hafen der Ehe eingelaufen zu sein. Abgesehen von der Tatsache, dass ihr alleine bei dem Gedanken an eine Schiffsreise schon hundeelend zumute wurde, hätte grade er es besser wissen müssen. Aber nein ..
Wieso kam ihr nur schon wieder die Mistgabel in den Sinn? ...
Es war keine Zeit über ungelegte Eier zu brüten.
Es war vielmehr gänzlich der Punkt erreicht, an dem bald Klarheit herrschen sollte, damit der Dunkelhof und sie als kleines Licht mittendrin, sich wieder in den geschätzten Schleier der Ruhe hüllen könnten. Sie hatte ihrer Familie und heute Xervath ihr Wort gegeben. Jenes nicht zu halten, wäre wohl ein Betrug an sich selbst. So ging sie erneut hart mit sich ins Gericht und gab sich selbst ein stilles Versprechen.
Doch das Schiff trieb weiter, ungesteuert auf ruheloser See…
- Xervath Tangran
- Beiträge: 98
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Sie trafen sich wieder. In der Taverne zu Bajard. Einige Worte der Entschuldigung und der Versöhnung wurden noch gesprochen.
Es schien wieder alles so wie früher zu sein, zumindest für sie, nicht für ihn.
Die beiden gingen an jenem Tag noch zum kleinen Wasserfall, nördlich von Varuna. Die Gegend ist schön und hat eine beruhigende Wirkung, doch auch das half alles nichts. Auch wenn er wußte das sie sich nun wieder wegen ihm unwohl fühlen würde so konnte er nicht anders und er mußte ihr einiges gestehen.
Zum einen das seine Gedanken viel zu oft bei ihr waren um sie einfach Abschalten zu können, zum anderen, weil er sie begehrte. Nicht so wie er schon andere Frauen haben wollte, diesmal war es anders. Er wollte nicht nur ihren Körper für sich beanspruchen, sondern alles, einfach alles. Das versuchte er ihr in vorsichtig zurecht gelegten Worten klar machen.
Er will mit ihr nicht spielen, denn er weiß das er sich sicher ist, und sofern nur ein Funken in ihr seie, in dem sie sich zu ihm hingezogen fühlen würde, so sollte sie es ihm nennen, um ihr Herz für sich zu gewinnen.
Doch sie war nur.... verwirrt? Nicht wissend was sie tun solle. Diese Ungewissheit machte Xervath zu schaffen. Er wollte diese Frau für sich Gewinnen.
Und nein, nicht nur für eine Nacht oder eine Woche, er wollte sie für immer.
Sie kannten sich schon lange, und da sie gut befreundet waren so bekam Mhyri auch die eine oder andre Frauengeschichte mit. Das war sicher noch ein Grund der sie zögern ließe. Aber was sollte er nur tun, außer ihr immer wieder zu versichern das er es ernst mit ihr meinte, und sie keine weitere einfache Bettgespielen werden sollte?
Er dachte so oft an sie, ja seine Gedanken an sie lenkten ihn regelrecht ab, wenn er nicht in ihrer nähe war. An etwas andres zu denken ging einfach nicht und das machte ihn beinahe wahnsinnig. Bald würde irgendwas geschehen müssen, ehe er noch eine Dummheit begehen würde....
Es schien wieder alles so wie früher zu sein, zumindest für sie, nicht für ihn.
Die beiden gingen an jenem Tag noch zum kleinen Wasserfall, nördlich von Varuna. Die Gegend ist schön und hat eine beruhigende Wirkung, doch auch das half alles nichts. Auch wenn er wußte das sie sich nun wieder wegen ihm unwohl fühlen würde so konnte er nicht anders und er mußte ihr einiges gestehen.
Zum einen das seine Gedanken viel zu oft bei ihr waren um sie einfach Abschalten zu können, zum anderen, weil er sie begehrte. Nicht so wie er schon andere Frauen haben wollte, diesmal war es anders. Er wollte nicht nur ihren Körper für sich beanspruchen, sondern alles, einfach alles. Das versuchte er ihr in vorsichtig zurecht gelegten Worten klar machen.
Er will mit ihr nicht spielen, denn er weiß das er sich sicher ist, und sofern nur ein Funken in ihr seie, in dem sie sich zu ihm hingezogen fühlen würde, so sollte sie es ihm nennen, um ihr Herz für sich zu gewinnen.
Doch sie war nur.... verwirrt? Nicht wissend was sie tun solle. Diese Ungewissheit machte Xervath zu schaffen. Er wollte diese Frau für sich Gewinnen.
Und nein, nicht nur für eine Nacht oder eine Woche, er wollte sie für immer.
Sie kannten sich schon lange, und da sie gut befreundet waren so bekam Mhyri auch die eine oder andre Frauengeschichte mit. Das war sicher noch ein Grund der sie zögern ließe. Aber was sollte er nur tun, außer ihr immer wieder zu versichern das er es ernst mit ihr meinte, und sie keine weitere einfache Bettgespielen werden sollte?
Er dachte so oft an sie, ja seine Gedanken an sie lenkten ihn regelrecht ab, wenn er nicht in ihrer nähe war. An etwas andres zu denken ging einfach nicht und das machte ihn beinahe wahnsinnig. Bald würde irgendwas geschehen müssen, ehe er noch eine Dummheit begehen würde....
- Xervath Tangran
- Beiträge: 98
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
An diesem Abend begang er einen großen Fehler...
In Varuna traf er Mhyri wieder, zusammen mit der Baroneß von Stolzenfelz stand sie da und unterhielt sich. Er gesellte sich zu den beiden Damen und noch eingen Worten verabschiedete sich die Baroneß.
Kurze wie angewurzelt stand er einfach nur so da, ehe Mhyri das Wort ergriff. Ob sie nicht noch etwas Trinken gehen wollten, fragte sie ihn zurückhalten.
Natürlich, für sie hatte er immer Zeit und so suchten sie sich den Weg durch die Gassen zur Taverne.
Sie kaufte eine Karaffe Wein und goß beiden großzügig in die Becher ein. Nach einer Weile ergriff sie das Wort, und wollte ihm empfehlen, das er sie doch vergessen solle, das er einfach sein Leben weiter Leben solle.
Doch das ging nicht...Wie auch, wenn sie immerzu in seinem Kopf herum schwirrte und er nahezu immer an sie denken mußte. Das sagte er ihr auch, und abwartend schaute er sie an. Sie begriff wohl nicht, das er damit wohl mehr meinte, ehe er dann nach kurzen zögern zu ihr sprach.
„ Ich habe mich in dich verliebt. Mhyri ich liebe Dich !?“, sprudelte es dann einfach nur aus ihm herraus. Sie saß einfach regungslos da. Nach einer Ewigkeit, wie es ihm schien reagierte sie darauf, und sprach vorsichtig, das sie ihn ihm nur ein Freund sähe und nichts anderes.
Eine harte Erkenntnis, wie ein Schlag ins Gesicht. Sicher hatte er mit einer ähnlichen Reaktion gerechnet, und dennoch trafen ihn ihre Worte mit voller härte. Er hielt es nicht mehr aus, und mußte gehen.
Doch diese Frau war einfach zu widersprüchlich; gerade als er sich erhoben hatte, fragte sie ihn wann sie sich wiedersehen würden, denn sonst würde sie ihn missen.
Was redete sie nur da? Warum tat sie ihm das nur an? Verstand sie es denn nicht, dass es ihm schon so schwer viel sich in ihrer Gegenwart zu beherrschen, und dann sprach sie es auch noch aus.
Er wußte das er mit dem folgendem Schritt wahrscheinlich zu weit gehen würde, doch er konnte einfach nicht anders.
„Bitte verzeih mir“, hauchte er noch rasch, ehe er seine Hand an ihre Wange legte und sie einfach auf die Lippen küsste. Der Kuß war zu schnell, als hätte sie sich wehren können, doch er bereute es noch im selbem Augenblick, als es wieder vorbei war.
Zu tiefst erzürnt rannte sie aus der Taverne, und er blieb mit ungeheurem schlechten Gewissen zurück. Nur zu recht, dachte er sich. Diesmal war er wirklich zu weit gegangen, doch er konnte einfach nicht anders. In Gedanken scholl er sich einen riesigen Idiot, doch was sollte er machen? Er war zu verzweifelt als das er einen richtigen Gedanken fassen konnte, so tat er das was ihm sein Instinkt sagte, nur ob das immer das Richtige war blieb fraglich...
In Varuna traf er Mhyri wieder, zusammen mit der Baroneß von Stolzenfelz stand sie da und unterhielt sich. Er gesellte sich zu den beiden Damen und noch eingen Worten verabschiedete sich die Baroneß.
Kurze wie angewurzelt stand er einfach nur so da, ehe Mhyri das Wort ergriff. Ob sie nicht noch etwas Trinken gehen wollten, fragte sie ihn zurückhalten.
Natürlich, für sie hatte er immer Zeit und so suchten sie sich den Weg durch die Gassen zur Taverne.
Sie kaufte eine Karaffe Wein und goß beiden großzügig in die Becher ein. Nach einer Weile ergriff sie das Wort, und wollte ihm empfehlen, das er sie doch vergessen solle, das er einfach sein Leben weiter Leben solle.
Doch das ging nicht...Wie auch, wenn sie immerzu in seinem Kopf herum schwirrte und er nahezu immer an sie denken mußte. Das sagte er ihr auch, und abwartend schaute er sie an. Sie begriff wohl nicht, das er damit wohl mehr meinte, ehe er dann nach kurzen zögern zu ihr sprach.
„ Ich habe mich in dich verliebt. Mhyri ich liebe Dich !?“, sprudelte es dann einfach nur aus ihm herraus. Sie saß einfach regungslos da. Nach einer Ewigkeit, wie es ihm schien reagierte sie darauf, und sprach vorsichtig, das sie ihn ihm nur ein Freund sähe und nichts anderes.
Eine harte Erkenntnis, wie ein Schlag ins Gesicht. Sicher hatte er mit einer ähnlichen Reaktion gerechnet, und dennoch trafen ihn ihre Worte mit voller härte. Er hielt es nicht mehr aus, und mußte gehen.
Doch diese Frau war einfach zu widersprüchlich; gerade als er sich erhoben hatte, fragte sie ihn wann sie sich wiedersehen würden, denn sonst würde sie ihn missen.
Was redete sie nur da? Warum tat sie ihm das nur an? Verstand sie es denn nicht, dass es ihm schon so schwer viel sich in ihrer Gegenwart zu beherrschen, und dann sprach sie es auch noch aus.
Er wußte das er mit dem folgendem Schritt wahrscheinlich zu weit gehen würde, doch er konnte einfach nicht anders.
„Bitte verzeih mir“, hauchte er noch rasch, ehe er seine Hand an ihre Wange legte und sie einfach auf die Lippen küsste. Der Kuß war zu schnell, als hätte sie sich wehren können, doch er bereute es noch im selbem Augenblick, als es wieder vorbei war.
Zu tiefst erzürnt rannte sie aus der Taverne, und er blieb mit ungeheurem schlechten Gewissen zurück. Nur zu recht, dachte er sich. Diesmal war er wirklich zu weit gegangen, doch er konnte einfach nicht anders. In Gedanken scholl er sich einen riesigen Idiot, doch was sollte er machen? Er war zu verzweifelt als das er einen richtigen Gedanken fassen konnte, so tat er das was ihm sein Instinkt sagte, nur ob das immer das Richtige war blieb fraglich...
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Mhyri Famrock
Diesmal war er mehr als nur zu weit gegangen.
Hatte sie Xervath eben noch gefragt, ob man sich denn trotz der Umstände irgendwann einmal wieder sehen würde und versuchen würde die Freundschaft zu erhalten, sah sie einen Moment später nur noch einen rettenden Ausweg. Rasch presste sie die Lippen aufeinander, als sie das Unglück auf sich zukommen sah. So schnell wie es sich angedeutet hatte, war es auch schon wieder vorbei.
Oh, nein. Nicht mit ihr. Das durfte sich selbst ein Xervath nicht erlauben.
Er hatte sie einfach geküsst. Ohne ein Wort, ohne ihr auch nur die geringste Chance zu lassen, es ihm zu verwehren.
Mit Zornesröte rief sie noch erbost seinen Namen aus, eher sie wütend aus der Taverne stampfte und sich auf und davon machte.
Eigentlich hatte sie große Lust verspürt, ihm eine Ohrfeige zu verpassen.
Oh, viel mehr noch als das. Am liebsten hätte sie ihm einen ordentlichen Kinnhaken eingeschenkt. Doch es war einfach nicht ihre Natur, Gefühle auf jene respektlose Art zum Ausdruck zu bringen.
Es war ihre Selbstsucht … einen geschätzten Freund nicht verlieren zu wollen.
Es war seine Selbstsucht … einen Kuss einzufordern, dem sie niemals eingewilligt hätte.
Vielleicht starb an diesem Abend ihre Freundschaft.
Vielleicht könnte das Gras niemals so hoch wachsen, wie es hier von Nöten sein müsste.
Ihr Herz sprach jedenfalls eine andere, ruhelose Sprache, die er niemals verstehen würde.
Mit einer Laune, die selbst Milch sauer werden lassen könnte, stiefelte sie am nächsten Morgen in die Küche.
Ein Zettel lag auf der Anrichte. Eine Bestellung. Das würde sie ablenken.
APFELMUS?
Apfelmus, tatsächlich. Zähneknirschend setzte sie den Topf aufs Feuer
und versuchte sich die nächsten Stunden an den armen, unschuldigen Früchten abzureagieren.
Hatte sie Xervath eben noch gefragt, ob man sich denn trotz der Umstände irgendwann einmal wieder sehen würde und versuchen würde die Freundschaft zu erhalten, sah sie einen Moment später nur noch einen rettenden Ausweg. Rasch presste sie die Lippen aufeinander, als sie das Unglück auf sich zukommen sah. So schnell wie es sich angedeutet hatte, war es auch schon wieder vorbei.
Oh, nein. Nicht mit ihr. Das durfte sich selbst ein Xervath nicht erlauben.
Er hatte sie einfach geküsst. Ohne ein Wort, ohne ihr auch nur die geringste Chance zu lassen, es ihm zu verwehren.
Mit Zornesröte rief sie noch erbost seinen Namen aus, eher sie wütend aus der Taverne stampfte und sich auf und davon machte.
Eigentlich hatte sie große Lust verspürt, ihm eine Ohrfeige zu verpassen.
Oh, viel mehr noch als das. Am liebsten hätte sie ihm einen ordentlichen Kinnhaken eingeschenkt. Doch es war einfach nicht ihre Natur, Gefühle auf jene respektlose Art zum Ausdruck zu bringen.
Es war ihre Selbstsucht … einen geschätzten Freund nicht verlieren zu wollen.
Es war seine Selbstsucht … einen Kuss einzufordern, dem sie niemals eingewilligt hätte.
Vielleicht starb an diesem Abend ihre Freundschaft.
Vielleicht könnte das Gras niemals so hoch wachsen, wie es hier von Nöten sein müsste.
Ihr Herz sprach jedenfalls eine andere, ruhelose Sprache, die er niemals verstehen würde.
Mit einer Laune, die selbst Milch sauer werden lassen könnte, stiefelte sie am nächsten Morgen in die Küche.
Ein Zettel lag auf der Anrichte. Eine Bestellung. Das würde sie ablenken.
APFELMUS?
Apfelmus, tatsächlich. Zähneknirschend setzte sie den Topf aufs Feuer
und versuchte sich die nächsten Stunden an den armen, unschuldigen Früchten abzureagieren.
- Xervath Tangran
- Beiträge: 98
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Die Zeit schien nicht vergehen zu wollen, seid dem Abend in der Taverne. Er dachte immer wieder an Mhyri wie sauer sie gewesen war, und einfach weg gestürmt ist. Ja, diesmal war er wirklich viel zu weit gegangen. Er dachte oft an den Augenblick....wenn er sie doch einfach NICHT geküßt hätte! Was war nur in ihn gefahren in diesem Moment. Er würde wissen das sie ihn sicher nicht sehen wollte die nächste Zeit, doch wollte er auch nicht das sie denkt, dass er es für richtig hielt, wie er gehandelt hatte. So sah er seine einzigste Möglichkeit ihr jenes mitzuteilen in einem Brief. In sorgsam gewählten Lettern schrieb er folgende Zeilen:
Liebe Mhyri,
ich bitte dich folgende Zeilen durch zulesen... Ich weiß ich habe einen sehr großen Fehler begangen, indem ich mir etwas von dir genommen habe, ohne das es mir zustand. Auch wenn unsere Freundschaft nun dadurch zerstört wurde, so bitte ich dich inständig um Vergebung.
Ich bereue es zutiefst, was ich getan habe. Wenn es nur ginge das Rad der Zeit zurück zu drehen, bis zu jenem Augenblick, dann würde ich es tun, aber ich weiß das es nicht funktioniert. Ich würde mich selbst Ohrfeigen, wenn ich es nur könnte.
Du bedeutest mir immer noch sehr viel, doch würde ich es auch verstehen, wenn du mich nun nie wieder sehn willst. Wenn es dein Wunsch sein sollte, so werde ich jenem folge leisten und dich nie wieder aufsuchen. Mein bestmögliches werde ich versuchen, um dass sich unsere Wege nicht mehr kreuzen werden.
Du liegst mir sehr am Herzen, und ich hoffe das unser Verhältnis durch meine Dummheit nicht völlig zerstört wurde, doch werde ich dir nie wieder etwas zufügen, was du nicht selbst willst.
Möge Temora stets eine wachende Hand über dich halten...
In flehender Hoffnung

Am Ende seiner Zeilen, mag ein getrocknetes Waldröschen liegen mit weißer Blüte.
Tief in der Nacht kann eine vermummte Gestalt gesehen werden, die beim Dunkelhof einen Brief in Mhyris Briefkasten schiebt.
Liebe Mhyri,
ich bitte dich folgende Zeilen durch zulesen... Ich weiß ich habe einen sehr großen Fehler begangen, indem ich mir etwas von dir genommen habe, ohne das es mir zustand. Auch wenn unsere Freundschaft nun dadurch zerstört wurde, so bitte ich dich inständig um Vergebung.
Ich bereue es zutiefst, was ich getan habe. Wenn es nur ginge das Rad der Zeit zurück zu drehen, bis zu jenem Augenblick, dann würde ich es tun, aber ich weiß das es nicht funktioniert. Ich würde mich selbst Ohrfeigen, wenn ich es nur könnte.
Du bedeutest mir immer noch sehr viel, doch würde ich es auch verstehen, wenn du mich nun nie wieder sehn willst. Wenn es dein Wunsch sein sollte, so werde ich jenem folge leisten und dich nie wieder aufsuchen. Mein bestmögliches werde ich versuchen, um dass sich unsere Wege nicht mehr kreuzen werden.
Du liegst mir sehr am Herzen, und ich hoffe das unser Verhältnis durch meine Dummheit nicht völlig zerstört wurde, doch werde ich dir nie wieder etwas zufügen, was du nicht selbst willst.
Möge Temora stets eine wachende Hand über dich halten...
In flehender Hoffnung
Am Ende seiner Zeilen, mag ein getrocknetes Waldröschen liegen mit weißer Blüte.
Tief in der Nacht kann eine vermummte Gestalt gesehen werden, die beim Dunkelhof einen Brief in Mhyris Briefkasten schiebt.
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Mhyri Famrock
Brrrrr, kalt!
Fröstelnd zog sie die viel zu große Kapuze ihres Umhanges über den Kopf und schwang sich auf den Rücken ihres Pferdes. Ein kleiner Goldbeutel, der noch abgeschickt werden musste und ein sauber verfasstes Pergament für Xervath, sollten der Grund sein für ihr nächtliches Treiben. Sie würde sein Haus schon finden. Und wenn sie die ganze Nacht durch das Land streifen müsste, dieser Brief würde seinen Empfänger erreichen. Keinem Boten wollte sie jenes Schreiben anvertrauen.
Stunden später, ihre Nase machte dem Rot ihres Umhanges bereits deutlich Konkurrenz, erreichte sie endlich ihr Ziel.
Folgendes Schreiben würde er dem Umschlag entnehmen können.
Freundschaft.
Sie kann wie eine wunderschöne Rose sein.
Aber gebe Acht, hat sie doch Dornen. Nehme sie hin, sie sind ein Teil von ihrem Ganzen.
Breche sie nicht ab, beschneidest du sie sonst in ihrem Sein.
Lasse ihr jeden erdenklichen Raum ihre Blüte zu öffnen und ihren Duft zu entfalten.
Rosenduft. Hast du ihn nur ein einziges Mal bewusst in dir aufgenommen, wirst du nicht scheuen, ein weiteres Mal in einen Dorn zu greifen.
Traust du dich nicht sie zu berühren?
Dann hast du vielleicht niemals gelernt deine Sinne zu nutzten und ihre wahre Schönheit wird dir möglicherweise für immer verborgen bleiben.
Mhyri
So gab sie jenem Schreiben noch einen, wohl durch die Rose gewonnenen, Tropfen ihres Blutes mit auf den Weg.
Fröstelnd zog sie die viel zu große Kapuze ihres Umhanges über den Kopf und schwang sich auf den Rücken ihres Pferdes. Ein kleiner Goldbeutel, der noch abgeschickt werden musste und ein sauber verfasstes Pergament für Xervath, sollten der Grund sein für ihr nächtliches Treiben. Sie würde sein Haus schon finden. Und wenn sie die ganze Nacht durch das Land streifen müsste, dieser Brief würde seinen Empfänger erreichen. Keinem Boten wollte sie jenes Schreiben anvertrauen.
Stunden später, ihre Nase machte dem Rot ihres Umhanges bereits deutlich Konkurrenz, erreichte sie endlich ihr Ziel.
Folgendes Schreiben würde er dem Umschlag entnehmen können.
Freundschaft.
Sie kann wie eine wunderschöne Rose sein.
Aber gebe Acht, hat sie doch Dornen. Nehme sie hin, sie sind ein Teil von ihrem Ganzen.
Breche sie nicht ab, beschneidest du sie sonst in ihrem Sein.
Lasse ihr jeden erdenklichen Raum ihre Blüte zu öffnen und ihren Duft zu entfalten.
Rosenduft. Hast du ihn nur ein einziges Mal bewusst in dir aufgenommen, wirst du nicht scheuen, ein weiteres Mal in einen Dorn zu greifen.
Traust du dich nicht sie zu berühren?
Dann hast du vielleicht niemals gelernt deine Sinne zu nutzten und ihre wahre Schönheit wird dir möglicherweise für immer verborgen bleiben.
Mhyri
So gab sie jenem Schreiben noch einen, wohl durch die Rose gewonnenen, Tropfen ihres Blutes mit auf den Weg.