Bereits vor einigen Wochen....
"Zehn kleine Arkoritherlein.. hmhmhm... hmhm.. hmhmhm... hm.. da warens nur noch neun!"
Verflixt, wie ging das alte Kinderlied nochmal? Im Wald hinter der Arkorither-Burg runzelte Jago nachdenklich die Stirn, kam aber beim besten Willen nicht darauf. Naja, egal. Es gehörte sowieso zu den eher lästigen Aufgaben, den großgezogenen Arkoritherorden wieder zu dezimieren. Er war sich bei der Neugründung des Ordens darüber bewußt gewesen, daß sich auch die an jeder Akademie anzutreffenden Möchtegern-Magier ihnen anschließen würden, daß es auch wieder wankelmütige Geister geben würde oder Verräter, die von Anfang an nichts anderes vorhatten, als den Orden auszuspionieren. Ärgerlich nur, daß einer seiner Kampfmagier dazu gehört hatte.
Jago wischte den blutigen Dolch an einem Fetzen Stoff ab und sah dabei hinunter auf den Leichnam Tervions. Schade - aber für einen wahren Soldaten des Herren war seine Statur immer zu schmal und untrainiert geblieben. Nur, wer oder was er wirklich gewesen war, das hatte er leider nicht mehr in Erfahrung bringen können. Der Schnitt des Dolches war rasch und sauber gewesen, es hatte nicht lange gedauert, bis Bruder Tervion an durchschnittener Kehle verblutet war...
Jago wandte sich ab und kurze Zeit später ging der Leichnam in Flammen auf.
Mit Varlon kurze Zeit später hatte es sich ein wenig anders verhalten. Schon bei seinem Eintritt in den Orden hatte er, Jago, zwischenzeitlich am Geisteszustand des werdenden Bruders gezweifelt. Er erinnerte sich dunkel, wie Varlon damals schon beinahe auf Bruder Kihdar losgegangen wäre, was damals wohl kein Verlust gewesen wäre, heute aber schon völlig anders aussah. Wie Unklug von Varlon, sich mit einem Mord dann ausgerechnet an ihm selbst zu versuchen.
Der Erzmagier schüttelte den Kopf.
Die Idee, den Illusionisten mit seinen eigenen Waffen zu schlagen war ihm erst als sehr reizvoll erschienen. Sicher nett anzusehen, wenn der junge Magier sich ihm Wahn das Fleisch von den Knochen riß, um die vermeintlich unter seiner Haut krabbelnden Käfer loszuwerden. Doch auch hier hatte er es - wie schon bei Tervion - lediglich mit einem sauberen Schnitt durch die Kehle enden lassen. Immerhin hatte Bruder Varlon es geschafft, im Orden der Arkorither aufgenommen zu werden, ein Beweis seiner Fähigkeiten, die bei weitem nicht jeder erbringen konnte. Und selbst Jago wußte einen guten Feind zu ehren - naja manchmal jedenfalls, dachte der Zauberer mit einem kleinen Lächeln. Dann wandte er sich auch hier ab.
"Neun kleine Arkoritherlein... hmmmhmmm...hm..."
Zehn kleine Arkoritherlein....
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Constance Veleris
Schon seit Tagen hatte sie keinen der anderen Brüder und Schwestern nicht mehr zu Gesicht bekommen. Seit der Planung für Varuna waren alle wie verschwunden. Es scherte sich wohl keiner mehr um sie oder waren alle nur zu sehr beschäftigt. Mit einem säuerlichem knurren machte sie sich wie jeden Tag auf in die Katakomben. Die ersten Skelette fielen schnell um, schon fast alltäglich. Langeweile stieg schnell in ihr auf und sie wagte sich tiefer. Der Grosse Dämon war schon eine feine Heraussforderung für sie, ja das war er wirklich. Innerlich das Adrenalin ansteigend ging sie weiter. Sie wollte mehr und mehr. Sie dachte sie schaffe alles was sie wollte. Sie kannte die Gegend hier unten noch nicht und so stand sie kurz nachdenklich vor dem grossem Tor. was wohl dahinter sein mag? Nur ein dumpfes dröhnen und schnauffen hörte sie und eine unerbittliche Hitze schwall ihr entgegen. Sie konzentrierte sich und riss dann das Tor auf. Nur noch die grossen feuerglühenden Augen des Balrons sah sie vor sich als sie bereits innerlich einen Schmerz spüre. Der daraufhin gleissend heiss wurde, ehe sie zu Boden sank. Kühle stieg in ihrem Körper auf und sie wusste nun das es ein Fehler war, so gedankenlos hier hineinzuspazieren. Ein Fehler der nicht wieder gut zu machen war, der ihr Leben kostete.
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Lythiana Cronor
Vor einigen Tagen
"Wenn ich mich in dir getäuscht habe, dann bist du mittlerweile tatsächlich raffinierter als ich dachte...Es wäre schade, wenn du Tervion folgen müsstest" sprach Jago mit deutlich abgekühlter Stimme. Als wäre sie von ihm geschlagen worden, wich Lythiana daraufhin zurück... eine merkwürdige Mischung aus Entsetzen und Wut auf dem Gesicht. "Wie... wie kannst du mir nur so etwas androhen? So etwas von mir denken?" Brachte sie nach einer gewissen Pause hervor. Sie hatte eigentlich nur einen Witz gemacht, nichts weiter... Worte ausgesprochen, über die sie gar nicht näher nachgedacht hatte. Doch jene Worte hatten scheinbar ausgereicht um das "Vertrauen" des Erzmagiers - sofern sie das je wirklich besessen hatte - wieder zu verlieren. "Mach die Augen auf! Ich stehe vor dir, nicht Tervion oder Varlon!" sprach sie mit vor Wut leicht zitternder Stimme, um dann wesentlich ruhiger, fast schon feierlich hinzu zu fügen: "Ich werde dich und den Orden niemals verraten, hörst du? Niemals! Ich habe es damals mehr als ernst gemeint, als ich den Vertrag mit meinem Blut unterzeichnete.... und ich werde meinen Teil erfüllen. Das hier alles bedeutet mir weit mehr... als du es dir vermutlich vorstellen kannst." Die junge Magierin war von diesen Worten fast schon selbst überrascht, meinte sie aber gleichzeitig vollkommen ehrlich. Das schien auch Jago zu spüren - das Misstrauen verschwand aus seinen Augen, der Körper entspannte sich leicht. Wenige Augenblicke später hätte ein zufälliger Beobachter eine auf den ersten Blick verfängliche Szene beobachten können - eine sehr zierliche, groß gewachsene und rothaarige Frau in den Armen eines etwas größeren Mannes mit silbrig schimmernden Haaren. Doch war es kein Verlangen, das Lythiana in jenem Moment empfand - eher eine tiefe Erleichterung, gepaart mit einem Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens...
"Wenn ich mich in dir getäuscht habe, dann bist du mittlerweile tatsächlich raffinierter als ich dachte...Es wäre schade, wenn du Tervion folgen müsstest" sprach Jago mit deutlich abgekühlter Stimme. Als wäre sie von ihm geschlagen worden, wich Lythiana daraufhin zurück... eine merkwürdige Mischung aus Entsetzen und Wut auf dem Gesicht. "Wie... wie kannst du mir nur so etwas androhen? So etwas von mir denken?" Brachte sie nach einer gewissen Pause hervor. Sie hatte eigentlich nur einen Witz gemacht, nichts weiter... Worte ausgesprochen, über die sie gar nicht näher nachgedacht hatte. Doch jene Worte hatten scheinbar ausgereicht um das "Vertrauen" des Erzmagiers - sofern sie das je wirklich besessen hatte - wieder zu verlieren. "Mach die Augen auf! Ich stehe vor dir, nicht Tervion oder Varlon!" sprach sie mit vor Wut leicht zitternder Stimme, um dann wesentlich ruhiger, fast schon feierlich hinzu zu fügen: "Ich werde dich und den Orden niemals verraten, hörst du? Niemals! Ich habe es damals mehr als ernst gemeint, als ich den Vertrag mit meinem Blut unterzeichnete.... und ich werde meinen Teil erfüllen. Das hier alles bedeutet mir weit mehr... als du es dir vermutlich vorstellen kannst." Die junge Magierin war von diesen Worten fast schon selbst überrascht, meinte sie aber gleichzeitig vollkommen ehrlich. Das schien auch Jago zu spüren - das Misstrauen verschwand aus seinen Augen, der Körper entspannte sich leicht. Wenige Augenblicke später hätte ein zufälliger Beobachter eine auf den ersten Blick verfängliche Szene beobachten können - eine sehr zierliche, groß gewachsene und rothaarige Frau in den Armen eines etwas größeren Mannes mit silbrig schimmernden Haaren. Doch war es kein Verlangen, das Lythiana in jenem Moment empfand - eher eine tiefe Erleichterung, gepaart mit einem Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens...
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Adrian Hohenfels
Der Blick, den er Lythiana zuwarf, sprach tatsächlich Bände. Sollte er sich wirklich getäuscht haben? War Lythiana doch nicht das, was sie vorgab zu sein? Hölle, was war nur aus seiner Menschenkenntnis geworden?!
Gleichzeitig traf ihn diese Befürchtung unerwartet hart. Zwar war ein Orden von Schwarzmagiern sicherlich nicht das Prädikat für eine liebevolle Familie, das wußte er nur zu genau. Er selbst war im alten Orden dadurch Führer geworden, daß er raffinierter als der vorherige Kampfmeister gewesen war. Daß der, der seine Position an einen anderen verlor in der Regel nicht mehr lebte, war ihm auch bewußt, er hatte ja selbst des öfteren für solche Situationen gesorgt. Und genau das war wohl ein weiterer Grund, warum ihn das aufkeimende Mißtrauen so hart traf. Ein sicherer Rückhalt und Vertrauen in die Fähigkeiten der anderen war notwendig, um das Ziel in Varuna zu erreichen. Und außerdem.....
Er war froh, als er ihre Worte vernahm. Er kannte sie und ihr Talent, seine Empfindungen einen fröhlichen Reigen tanzen zu lassen, mittlerweile zu gut. Außerdem fühlte er sich für sie verantwortlich, warum auch immer. Aber vermutlich war es gut so.
Jago verdrehte innerlich die blauen Augen über sich selbst, doch dann gab er nach und zog sie in seine Arme. Er wußte doch eigentlich genau weshalb und warum und er diese oder jene Empfindungen hegte. Aber dies war nicht der Moment, sich weiter in Grübeleien zu ergehen.
Als er ihre Wärme an sich spürte und sie fest umschlang machte sich tiefe Erleichterung breit, gepaart mit einem Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens...
Gleichzeitig traf ihn diese Befürchtung unerwartet hart. Zwar war ein Orden von Schwarzmagiern sicherlich nicht das Prädikat für eine liebevolle Familie, das wußte er nur zu genau. Er selbst war im alten Orden dadurch Führer geworden, daß er raffinierter als der vorherige Kampfmeister gewesen war. Daß der, der seine Position an einen anderen verlor in der Regel nicht mehr lebte, war ihm auch bewußt, er hatte ja selbst des öfteren für solche Situationen gesorgt. Und genau das war wohl ein weiterer Grund, warum ihn das aufkeimende Mißtrauen so hart traf. Ein sicherer Rückhalt und Vertrauen in die Fähigkeiten der anderen war notwendig, um das Ziel in Varuna zu erreichen. Und außerdem.....
Er war froh, als er ihre Worte vernahm. Er kannte sie und ihr Talent, seine Empfindungen einen fröhlichen Reigen tanzen zu lassen, mittlerweile zu gut. Außerdem fühlte er sich für sie verantwortlich, warum auch immer. Aber vermutlich war es gut so.
Jago verdrehte innerlich die blauen Augen über sich selbst, doch dann gab er nach und zog sie in seine Arme. Er wußte doch eigentlich genau weshalb und warum und er diese oder jene Empfindungen hegte. Aber dies war nicht der Moment, sich weiter in Grübeleien zu ergehen.
Als er ihre Wärme an sich spürte und sie fest umschlang machte sich tiefe Erleichterung breit, gepaart mit einem Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens...