[MMT] Wer Jagd wen - Wenn Letharen in Lichtenthal einfallen

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Sophie Meshun
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Registriert: Montag 31. Dezember 2018, 13:10

[MMT] Wer Jagd wen - Wenn Letharen in Lichtenthal einfallen

Beitrag von Sophie Meshun »

Mittlerweile gaben sich die abendlichen Winde in Adoran gnädig. Ihre kalten Bisse auf den nackten Händen oder an der Nasenspitze gehörten der jüngeren Vergangenheit an. Es war also mehr dem Respekt vor Zucht und Ordnung geschuldet das ihr Mantel noch etwas hoch geschlossener war. Das Kontor war gerade in Sichtweite als sie die Stimmen von Festus, Cara und Seraphine vernahm, so dauerte es einzig den Moment eines Atemzuges bis Sophie gefragt wurde ob sie die drei begleiten wollte. Das Erkunden der finsteren Gänge unter dem Friedhof war, ob ihrer schweren Arme von der Arbeit der letzten Tage, eher eine Entspannung. Ja Vorsicht war geboten überall konnten die Gefahren lauern. Aber ihre Begleiter schienen viel Erfahrung zu haben und so konnten die Tunnel fürs erste von Frevelhaften Kreaturen befreit werden.

Sophie dachte an die Worte von Beak zurück. Aus welchem Grund kämpfte sie gegen diese Wesen? War es Rache oder schlimmer noch, sogar Hass? Nein.. hier und jetzt ging es viel eher um die Menschen dort oben. Die kleine Blondine versuchte sich vorzustellen wie es einer trauernden Witwe wohl ging wenn sich aus dem Grabe vor ihr, ihr Mann erhob, halb zerfressen, sein liebstes Mufflonwollhemd tragend und nach ihr griff. Sophie erschauderte. Es brauchte keinen Hass und es brauchte niemanden der Fanatisch für etwas einstehen wollte. Hier ging es um das große Ganze. Sicherheit. Geborgenheit. Und nicht jeder konnte sich dies selbst erschaffen. Nachdem die Katakomben gereinigt waren von übel riechenden Kreaturen wandte sich die kleine Truppe zum Ausgang.

Ein Schemen erhob sich im Zwielicht der nächsten Höhle, die Gestalt wie, dort wo sie sichtbar war dunkle Haut auf. Die Schwärze seiner Haut erschien das Licht um die Gestalt herum zu verschlingen.. Festus erkannte das Wesen als erstes. Ein Lethare. Mitten in Lichtenthal. Sophie spürt wie kühles Zittern ihre Fesseln entlang hinauf zu den Waden kroch.
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'Hab ruhig Angst, aber zeig es ihm nicht.' Einen tiefen Atemzug erringend setzte Sophie ihre Schritte neben Festus welcher das Wesen angesprochen hat. Als dieses jedoch zu Sprechen anhob, bohrten sich die Worte im Zweiklang in die Ohren und die Knochen von Sophie. Es kostete viel Mühe, nicht die Hände vor die Ohren zu schlagen und seine Worte auszusperren. Dies wäre nichts anderes als eine billige Flucht. Stärke zeigen.. selbstbewusst auftreten.. vielleicht ließ er sich beeindrucken und verschwand.
"Deine finsteren Worte haben keine Macht wenn du sie in jene Lande speist die unter Temoras ewiger Glorie liegen." War das wirklich sie? Zumindest hatte sie sich große Mühe gegeben Zuversichtlich zu klingen. Ihre Stimme ließ nur sehr sehr fein heraus hören das ihr im Grunde die Knie schlotterten.
"Die verachtete Göttin der Vergeltung wird euch hier nicht gegen uns helfen. Aber es besteht die Möglichkeit sofort zu gehen." Wieder krochen die Stimmen in unwohler Lage über ihre Haut und versuchten ihre Härchen aufzustellen.

'Temora steh mir bei. Lass mich nicht Mutlos sein in diesem Moment.'
Festus und der Fremde warfen nun Worte hin und her die man beinahe als Schlagabtausch mit der Stimme bezeichnen konnte. Sie musste Festus beistehen.
"Deine Anwesenheit in diesen Landen wird nur im Gewahrsam der Kirche Temoras verwirklicht." Sophie kam sie beinahe wie eine Fremde im eigenen Körper vor. Was konnte dieses Wesen? Waren seine Drohungen bitterer Ernst? Dann erklangen Schritte aus der Richtung, wo der Ausgang lag. Korporal van Daske und einer seiner Soldaten tauchten auf. Das Blatt wandte sich. Nun musste der düstere Zwiesprachler doch aufgeben.. oder? Oder?

Alles ging so schnell, dass kaum ein Moment blieb die Gedanken zu sortieren. Korporal van Daske und die Wache begegneten der Kampf Eröffnung des Letarfen mit gellendem Mut und Kampfrufen auf den Lippen. Sophie spürte nur die Klinge des Zwiesprachlers wie sie sich der Länge nach auf ihren Bauch schmetterte. Ihr wurde schwarz vor Augen. Erst als Seraphine sich über Sophie beugte wurde die Welt wieder klarer.
"Er ist entkommen. Gehen wir nach Hause." Man dankte noch Merrik van Daske für seinen selbstlosen Einsatz und die Hilfe. Ehe sich die Truppe des Kontors zurück zog.
Seraphine

Nachträgliche Gedanken

Beitrag von Seraphine »

Erst nach ein paar Stunden hatte sie alle ihre Gedanken geordnet und sann über die letzten Ereignisse nach. Besorgnis und eine gewisse Art von Stolz kamen ihr in Erinnerung als sie an Sophie und Festus dachte. So nah am Feind stehen benötigte Mut. Immer wieder ging ihr Blick von einem zum anderen den Bogen dabei stets bereit um ihn gegen den Letharen einzusetzen und ihre Freunde, sowie ihr ehemaliges Mündel zu schützen.

Dieser Lethare war wahrhaft ein fähiger Gegner. Eine Eigenschaft die sie stets bewunderte. Sie würde ihr Training intersivieren müssen um zukünftig überhaupt eine Chance gegen so jemanden wie ihn zu haben.

Jetzt wieder zu Hause und mit Sophie in der Küche sitzend, war sie nur dankbar das alles so glimpflich verlaufen war. Sophies Prellung würde heilen und in der Hoffnung das nächste mal besser vorbereitet zu sein, ging sie wieder zurück um noch etwas zu üben. Wer wusste schon wann er das nächste mal auftauchen würde.

Gegen ihrer Gewohnheit sprach sie ein kleines Dankesgebet und bat um zukünftige Stärke. Leise und in einem einsamen Moment.
Jaryan'dolor
Beiträge: 884
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Jaryan'dolor »

So viele Tage ist es doch her, dass der Gotteskrieger Alatars sich in die tiefen Meditationen seiner Existenz und Lebenssinn zurückgezogen hatte. Besonders für die Ruhe des Körpers, die Hülle. Endlich, er ist erwacht und schien wieder einsatzfähig und motiviert. Bereit für jegliche böse Taten, welche ihn gegen den ketzerischen Osten antreiben würden. Ganz gleich, wer ihn auch fragte... Er wollte alleine gehen. Er alleine, bewaffnet und doch außer Übung.

Sind wir es noch wert? Oder haben wir wirklich so nachgelassen?“


Er fand sich nach der langen Reise plötzlich in der Umgebung Adorans wieder. Gesehen von einer Menschenfrau, welche ihm unwichtig und ungefährlich erschien, stand er im Wald und betrachtete sie eine kurze Weile. Sie selbst rannte ohne große Worte davon. In seiner tiefsten Hoffnung nach Adoran, um natürlich nach Verstärkung zu rufen.

Es kam ihm sehr recht, schließlich wollte er jegliche Art der „Unterhaltung“ und „Übung“ dort.


Und hoffentlich holst du so viele wie möglich, damit man sich einüben kann...“

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Am Ende stand er noch im Käfergraben. Vor ihm standen vielleicht um die 5 Leute an der Zahl. Er kannte davon niemanden. Von Belang war dies auch nicht, denn es würde zur Aufwärmung sicher reichen. Klimpernde Rüstungen und flatternde Roben hörte man aus der Richtung des Ausgangs. Der Ala'thraxor war dann doch noch umzingelt.

Endlich, sie sind gekommen.“


Das Adrenalin pumpte durch die vergifteten Adern. Die Waffen wurden gezogen und nach wenigen Wortgefechten ging es auch schon los, wie er sich in den Kampf gegen diese feindliche Gemeinschaft und den zwei Regimentsoldaten zog. Er hatte nicht vergessen, dass er alleine war. Nein, ganz im Gegenteil, es war ihm nicht nur bewusst sondern auch sehr willkommen.

Die riesige Anzahl der Energieentladungen, Blitze, Flammen, zerrende Böen der Erde und Hiebe der Hellebarde schmetterten auf ihn nieder und es war als jeder einzelne Schlag seine Kraft ins unermessliche erhöhen würde.
Die Klingen wirbelten umher und die ersten Feinde vielen zu Boden, doch auch jeder Körper hat seine Grenzen. Die Grenzen des Willens waren zwar gesprengt, jedoch besitzt auch dieser Körper eine Kapazität. Mit einer großen Explosion durch Magie verübt, fiel auch er zu Boden.

Die gesamte Rüstung rauchte und dampfte, der Körper schien fürs erste sogar leblos. Die Sinne schalteten auf überfeine Instinkte. Er hörte Schritte die sich seinem liegenden Körper näherten. Irgendeine Phiole die geöffnet wurde und näher in Richtung seiner Nase geführt wurde. Menschlinge, näher als er sie je haben wollte.

Das Leben schoss ihm wieder in den Körper und er sprang direkt auf. Er sah nur die Regimentsoldaten und einen weiteren Menschenmann, welcher noch näher an ihm heran trat.
Ein rascher Griff in einer der unzähligen Taschen und Verstecke seiner Rüstung, aus der er eine letharische Gaskugel zog und zu Boden warf. In dichtem Nebel verzog er sich wie ein Schatten aus der Höhle und ging zufrieden zurück in das Leth'Axorn.


Jetzt, jetzt spüren wir es wieder. Endlich wieder Schmerz!“

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[Ala'thraxor Jaryan'dolor des Leth'Axorns]
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