In den wenigen Schatten die hier auf dem höchsten Stockwerk des Bankturms, dank der Esse überhaupt entstanden, sah man die Gestalt eines Letharfen stehen. Terr`Qeru`k war vor einigen Tagen hier im Axorn angekommen. Seine Reise war lang gewesen. Lang und anstrengend. Aber das zählte nicht. Nichts zählte hier.
Hier galt nichts mehr von alledem was er bis hierhin getan oder gelernt hatte. Er war wieder ganz unten angekommen und würde sich erneut beweisen müssen. Er war Dreck, zusammen mit den anderen Runenlosen die durch den Axorn schwärmten und - vermutlich wie er selbst - den Runenträgern der Gemeinschaft nach besten Mitteln aus dem Weg zu gehen. Jene hatten sowieso keine Erwartungen an die Runenlosen und selbst der angehende Letherx hatte, nichtmal mit einer Silbe, erwähnen können, welche Fähigkeiten er überhaupt mitbrachte. Das zählte hier nicht. Er musste sich in der Gesellschaft erstmal beweisen und zeigen, dass er es überhaupt Wert war das man ihn soetwas fragte. Bis dahin würde er einfach alles tun, was immer man ihm auftrug. Und er war ganz gut darin Befehle zu empfangen, sie durchzuführen und abzugeben, nur um dann Neue zu bekommen.
In der Ferne konnte man das keuchen und wimmern der gefangenen Kreaturen im Menschenbereich hören. Hier und da hörte man eine der Echsen aufkreischen. Das Brodeln der Lava in der Grube untermalte das Ganze. Jeder andere hätte all diese Geräusche verstörend gefunden. Für ihn war es wie das Zirpen von Grillen in der Nacht. Es klang beinah wie Musik. Der Axorn lag in bedrohlicher Ruhe dar. Wie ein schlafender Panther der nur darauf wartete, dass etwas seine Aufmerksamkeit erregen könnte. Etwas das sicherlich nicht lange anhalten würde.
Seine Hand und sein Bein schmerzten immernoch bei jeder Bewegung die er machte. Scheinbar war es hier üblich auch ohne wirklichen Anlass Schmerzen als Lehrmaterial anzuwenden. Immerhin hatte das den Vorteil, dass jedesmal wenn er den Dolch oder die Krallen zur Hand nahm und sie in Fleisch trieb, der kreischende Schmerz ihn als Lehrer begleitete. So tat die Bestrafung seinen Zweck auf ihre Weise. Ob das nun beabsichtigt worden war oder nicht, war für ihn nicht ersichtlich und spielte im Endeffekt auch keine Rolle mehr.
Seine Gedanken glitten zu den vielen Stunden, die er in der Nähe der Mine lauerte. Wesshalb oder Wieso er das tat, wussten nur die Wenigsten. Er selbst hatte seine Gründe dafür.
Die Lethra die dieses Interesse in ihm ausgelöst hatte, fiel selbst bei den Letharen des Axorns ganz besonders auf. Ihre Art sich zu gebärden, die Worte die sie wählte, ihre ganze Art war selbst für letharische Verhältnisse durchaus als exzentrisch zu betrachten. Manchmal hatte man den Eindruck der viele Schwefel, Staub, Kohle und die Hitze der Esse hätten ihr das Hirn weich werden lassen und sie somit zu nicht viel mehr werden als ein Werkzeug, dass Werkzeuge schwingen konnte.
Den meisten Letharen hier hätte das vermutlich sogar gereicht. Sie würde so zumindest ihre Rolle erfüllen ohne weiter irgendeinen Anspruch oder Problem darzustellen.
Für Terr`Qeru`k allerdings war sie von Interesse. Genau aus den Gründen, wesshalb sie anderen vermutlich kaum auffallen würde. Er studierte Verhalten. Jegliches Verhalten weckte seine Neugierde und seinen Ehrgeiz es zu verstehen, es zu begreifen und am Ende kopieren zu können. Die Lethra wirkte durch ihre dümmliche Art so unscheinbar, dass sie sicherlich einfach anwesend sein konnte ohne irgendwie aufzufallen. Dies könnte man sicher auch unter den Menschen verwenden. Wer würde schon einem dümmlichen, schwachsinnigen Menschen irgendwelchen Ernst entgegen bringen?
Sie zu studieren brachte auch gleich noch andere Weisen hervor, wie sie ihm nützlich sein konnte. Ihre Fähigkeiten mit Metallen war für ihn in einigen Bereichen von großem Interesse. Besonders was das Anfertigen von Mechanismen und Schlössern betraf. Er würde sie noch oft ausfragen wie sie ein Schloss aufbaute und aus welchen Einzelteilen bestehe. Solange bis er es im Schlaf herrunter beten konnte. Seine Fähigkeit Schlosser zu öffnen, war sicher eine der wenigen die hier im Axorn kaum jemand beherrschte und er wusste: Wenn er sich hier eine Position erarbeiten wollen würde, dann währe das der Erfolgsversprechenste Weg. Seine Fähigkeiten als Spion waren zu subtil, damit sie jetzt im Moment irgendwelche Relevanz für die Runenträger und hohen Schwestern und Brüder haben würden.
Er konnte die Lethra Onyx - wie er sich entschlossen hatte sie zu nennen - gut leiden. Natürlich nicht wie Menschlinge davon sprechen würden, jemanden zu mögen. Es waren keine Gefühle von Zuneigung oder Begehren dergleichen. Er mochte die Lethra wie er seinen Dolch oder seine Rüstung mochte. Sie waren nützlich und taten ihm gute Dienste ihn weiter vorran zu bringen. Und genau das tat Onyx auch. Sie brachte ihn vorran. Sie wusste es nicht und begriff es vermutlich nichteinmal wenn er mit seiner Vermutung, sie könnte etwas Stumpfsinnig sein, recht behalten würde.
Wie mechanisch führte sie ihre Arbeiten aus. Alles was die Lethra kannte war nur ihren Aufgaben nachzugehen. Darin zeigte sie derart viel Feuereifer das sie ihre Hülle zerschund und sich kaum darum kümmerte. Terr`Qeru`k gefiel das nicht. Ansich hätte es ihm egal sein können ob ihre Hülle langsam zerfiel oder sie sich die Knochen brach. Aber für seine Absichten war es mehr als nur hinderlich. Sie sollte lange genug leben, damit sie ihm weiter dienlich sein konnte.
Natürlich durfte davon keiner etwas wissen. Als Runenloser hatte er keinen Anspruch auf ein Weibchen und noch würde er sich hüten soetwas überhaupt zu denken. Aber er verstand bereits, warum manche Letharfen "seltsame Entscheidungen" dies bezüglich trafen. Hätte er die Gelegenheit würde er sich schneller ein Bandeisen nehmen, als die Lethra überhaupt hätte einen Widerspruch einlegen können. Sie war äusserst nützlich für ihn. Eine zerstörte Hülle würde das nur torpedieren. Vielleicht war sie sogar dazu geeignet den ein oder anderen Letharfen zu bekommen. Das würde sie noch nützlicher machen.
All das jedoch verblasste vor der gewaltigen Aufgabe, sich der Gemeinschaft als nützlich und von Wert zu beweisen. Seine Fähigkeiten waren subtil, schwer zu erkennen und die Kampfkraft eines Letherixor hatte er nicht.
Es würde nicht einfach werden, seinen Wert zu beweisen, soviel war ihm schon vom ersten Tage klar. Alles was die Runenträger an ihm sehen konnten, war nur ein minderwertiger Letharf der nicht auch nur im Ansatz zu einem Krieger taugte.
Seine Heimlichkeit, seine Fähigkeit die Menschen zu begreifen - die er schulte wie keine andere Disziplin -, sein anfängliches Wissen über Mechanismen, sein lautloser Dolch, all das waren Sachen die man nur sehen konnte, wenn man genau hinsah. Und kein Runenträger sah genauer hin. Wieso sollten sie auch? In den Dreck blicken nur die, die bereits dort sind.
Aus den Schatten
- Ony'xwhae
- Beiträge: 60
- Registriert: Montag 20. August 2018, 23:09
Runenlos sein, das war wie eine Kerze sein. Solange man nicht zu hell brannte, wurde man als unbedeutender Teil der Einrichtung im Leth'axorn hingenommen.
Selbst die anderen ihres Standes gingen ihr meistens aus dem Weg, wenn nicht gerade etwas repariert werden musste. So hatte sie ihre Ruhe zum Wühlen, Sammeln und Werkeln. Seit ihrer Ankunft hatte sie bevorzugt in diversen dunklen Nischen der Schmiede und in der Mine gehockt, so dass eine Suche nach „ihrem Platz“ in der Gemeinschaftshöhle, wenig verwunderlich, erfolglos ausfallen würde.
Andere fanden sie trotzdem, verlangten gelegentlich etwas und verschwanden dann schnell wieder. Nicht so der zuletzt eingetroffene Letharf.
Was kaputt mit dem?, fragte sie sich und schwang die Picke nochmal. Ihre Muskeln brannten, über den Punkt der Erschöpfung hinaus, und zwischen ihren Schultern spannte bei jedem Vorstrecken der Arme der krustige Schorf eines ausheilenden Peitschenhiebes. Trotzdem ackerte sie sich unbeirrt weiter voran, zerfurchte den Steinboden der Mine und las immer wieder losgeschlagene Erzbrocken auf. Tastend führte sie ihre Ausbeute dann in entsprechende Taschen an ihrem Gürtel, mit traumwandlerischer Sicherheit nach einem wohl nur ihr bekannten System.
Er stand da und redete. Er stand da und schwieg. Er stand da und glotzte.
Ganz gleich, was er tat: Es ging ihr unsäglich auf die Nerven.
Hatte dieser Wurm keine Aufgabe?
Jeder andere schien bestimmten offenkundigen Tätigkeiten nachzugehen – kämpfen, beten, lehren, Dinge herstellen... – ob dazu noch weniger ersichtliche Dinge kämen, darüber sann sie nicht lange nach. Vielleicht ist schwach. Vermutung trügt. Zeitverschwendung.
„Kann sehr gut oder sehr schlecht sein.“, hatte er zu ihr gemeint, als er angekündigt hatte, sie im Auge zu behalten. Unpraktisch!, fand sie.
Mit so wenigen Worten und Gesten wie möglich baute die Lethra immer wieder neu an der unsichtbaren Wand zwischen ihnen. Das einzige Zugeständnis an ihr Verhältnis war die Anrede, die sie sich gelegentlich über die Lippen zwang: „Bruder.“
Ständig musste sie damit rechnen – und sie ärgerte sich, dass sie es tat – dass er ungebeten aus den Schatten auftauchte.
Trauen würde sie ihm nicht weiter, als sein Grinsen breit war, so viel stand fest.
Selbst die anderen ihres Standes gingen ihr meistens aus dem Weg, wenn nicht gerade etwas repariert werden musste. So hatte sie ihre Ruhe zum Wühlen, Sammeln und Werkeln. Seit ihrer Ankunft hatte sie bevorzugt in diversen dunklen Nischen der Schmiede und in der Mine gehockt, so dass eine Suche nach „ihrem Platz“ in der Gemeinschaftshöhle, wenig verwunderlich, erfolglos ausfallen würde.
Andere fanden sie trotzdem, verlangten gelegentlich etwas und verschwanden dann schnell wieder. Nicht so der zuletzt eingetroffene Letharf.
Was kaputt mit dem?, fragte sie sich und schwang die Picke nochmal. Ihre Muskeln brannten, über den Punkt der Erschöpfung hinaus, und zwischen ihren Schultern spannte bei jedem Vorstrecken der Arme der krustige Schorf eines ausheilenden Peitschenhiebes. Trotzdem ackerte sie sich unbeirrt weiter voran, zerfurchte den Steinboden der Mine und las immer wieder losgeschlagene Erzbrocken auf. Tastend führte sie ihre Ausbeute dann in entsprechende Taschen an ihrem Gürtel, mit traumwandlerischer Sicherheit nach einem wohl nur ihr bekannten System.
Er stand da und redete. Er stand da und schwieg. Er stand da und glotzte.
Ganz gleich, was er tat: Es ging ihr unsäglich auf die Nerven.
Hatte dieser Wurm keine Aufgabe?
Jeder andere schien bestimmten offenkundigen Tätigkeiten nachzugehen – kämpfen, beten, lehren, Dinge herstellen... – ob dazu noch weniger ersichtliche Dinge kämen, darüber sann sie nicht lange nach. Vielleicht ist schwach. Vermutung trügt. Zeitverschwendung.
„Kann sehr gut oder sehr schlecht sein.“, hatte er zu ihr gemeint, als er angekündigt hatte, sie im Auge zu behalten. Unpraktisch!, fand sie.
Mit so wenigen Worten und Gesten wie möglich baute die Lethra immer wieder neu an der unsichtbaren Wand zwischen ihnen. Das einzige Zugeständnis an ihr Verhältnis war die Anrede, die sie sich gelegentlich über die Lippen zwang: „Bruder.“
Ständig musste sie damit rechnen – und sie ärgerte sich, dass sie es tat – dass er ungebeten aus den Schatten auftauchte.
Trauen würde sie ihm nicht weiter, als sein Grinsen breit war, so viel stand fest.
- Terr'Qeru'k
- Beiträge: 18
- Registriert: Dienstag 23. Oktober 2018, 21:07
Ansicht hatte Terr`Qeru`k das Ganze für eine gute Idee gehalten. Es gab so einige Momente wo er daran zweifelte, ob das wirklich so war.
Das sich Onyx mal waschen sollte, war ihm schon einige Tage aufgefallen. Sie schonte ihre Hülle nicht, sondern ging eher achtlos damit um. Ein Umstand der in Anbetracht auf ihren Status sicherlich verständlich war. Aber die Hülle gehörte Vater und man hatte sorgsam damit umzugehen. Sonst währe man nicht in der Lage seinen Dienst für ihn zu tun.
Das Alles war ansich aber auch egal, wenn da nicht Terr`s neuer Auftrag währe. Dafür musste die Lethra sauber sein. Er wollte sehen was notwendig war um sie zu verkleiden. Das ging unter der Schicht aus Krusten, Ruß, Staub, Dreck und Dingen die er sich nichtmal vorstellen wollte, überhaupt nicht. Also hatte er sie in das "Bad" geschliffen und sie zwungen sich zu waschen.
Dort hatte er ihr auch gleich den Grund für das alles unterbreiten können. Er wollte sie nämlich mitnehmen. Sie würde seine Maskerade unterstreichen und es stimmiger wirken lassen. Gleichsam war sie der letzte Lethar der verstand wie man sich verstellte. Was wohl hauptsächlich an ihrer Art lag. Aber auch dafür hatte er bereits einen Plan.
Ansich konnte man mit dem Körper der Lethra etwas anfangen. Schminke, Frisur, ein wenig Kleidung, da auspolstern, hier etwas größer. Niemand würde sie vermutlich wiedererkennen. Schon garnicht wenn Terr das übernahm. Das war eine der wenigen Sachen in denen er wirklich gut war.
Das der Letharf Onyx durchaus nervte, das war ihm schon aufgefallen. Ihre Antworten wurden stetig spärlicher und das war bei ihr schon beinah als Leistung zu verzeichnen. War sie sowieso schon äusserst Wortkarg. Bei ihm erhob sich das beinah zur Kunst, nur um ihren Unmut über - was auch immer - er grade von ihr wollte, zu unterstreichen.
Jedoch musste Terr`Qeru`k eingestehen, als sie beiden sich getrennt hatten, das sie diese Schlacht gewonnen hatte, als er vor der verschlossenen Gittertüre stand. "Gut mit Schlössern. Du besser?" hallten ihre Worte nochmal in seinem Kopf nach. Ihm war fast schlagartig klar was sie gemeint hatte...
Und nun saß er vor der Türe und arbeitete mit seinen Dietrichen daran, das Schloss wieder zu öffnen. Er musste eingestehen, das er bedeutsam länger dafür gebraucht hatte als es ihm lieb gewesen währe. Sie war wirklich gut mit solchen Mechanismen. Ein Grund mehr, warum die Lethra so überaus nützlich für ihn war. Egal was sie tat, sie half ihm. Ob sie nun wollte oder nicht.
Endlich machte das Schloss "klick" und die Tür konnte aufgezogen werden. "Ein Punkt für dich Onyx...aber glaube mir..den lasse ich dich spühren.."
Mit einem Schmunzeln auf den Lippen glitt der Letharf wieder in die Schatten des Axorns hinein. Seine Aufgabe könnte ihn ein gutes Stück aus dem Dreck bringen, der ihm gerade bis zum Hals stand. Er sah nicht so aus, aber wenn man es genau nahm, sah er genauso aus wie Onyx. Er ließ es nur nicht jeden sehen...
Das sich Onyx mal waschen sollte, war ihm schon einige Tage aufgefallen. Sie schonte ihre Hülle nicht, sondern ging eher achtlos damit um. Ein Umstand der in Anbetracht auf ihren Status sicherlich verständlich war. Aber die Hülle gehörte Vater und man hatte sorgsam damit umzugehen. Sonst währe man nicht in der Lage seinen Dienst für ihn zu tun.
Das Alles war ansich aber auch egal, wenn da nicht Terr`s neuer Auftrag währe. Dafür musste die Lethra sauber sein. Er wollte sehen was notwendig war um sie zu verkleiden. Das ging unter der Schicht aus Krusten, Ruß, Staub, Dreck und Dingen die er sich nichtmal vorstellen wollte, überhaupt nicht. Also hatte er sie in das "Bad" geschliffen und sie zwungen sich zu waschen.
Dort hatte er ihr auch gleich den Grund für das alles unterbreiten können. Er wollte sie nämlich mitnehmen. Sie würde seine Maskerade unterstreichen und es stimmiger wirken lassen. Gleichsam war sie der letzte Lethar der verstand wie man sich verstellte. Was wohl hauptsächlich an ihrer Art lag. Aber auch dafür hatte er bereits einen Plan.
Ansich konnte man mit dem Körper der Lethra etwas anfangen. Schminke, Frisur, ein wenig Kleidung, da auspolstern, hier etwas größer. Niemand würde sie vermutlich wiedererkennen. Schon garnicht wenn Terr das übernahm. Das war eine der wenigen Sachen in denen er wirklich gut war.
Das der Letharf Onyx durchaus nervte, das war ihm schon aufgefallen. Ihre Antworten wurden stetig spärlicher und das war bei ihr schon beinah als Leistung zu verzeichnen. War sie sowieso schon äusserst Wortkarg. Bei ihm erhob sich das beinah zur Kunst, nur um ihren Unmut über - was auch immer - er grade von ihr wollte, zu unterstreichen.
Jedoch musste Terr`Qeru`k eingestehen, als sie beiden sich getrennt hatten, das sie diese Schlacht gewonnen hatte, als er vor der verschlossenen Gittertüre stand. "Gut mit Schlössern. Du besser?" hallten ihre Worte nochmal in seinem Kopf nach. Ihm war fast schlagartig klar was sie gemeint hatte...
Und nun saß er vor der Türe und arbeitete mit seinen Dietrichen daran, das Schloss wieder zu öffnen. Er musste eingestehen, das er bedeutsam länger dafür gebraucht hatte als es ihm lieb gewesen währe. Sie war wirklich gut mit solchen Mechanismen. Ein Grund mehr, warum die Lethra so überaus nützlich für ihn war. Egal was sie tat, sie half ihm. Ob sie nun wollte oder nicht.
Endlich machte das Schloss "klick" und die Tür konnte aufgezogen werden. "Ein Punkt für dich Onyx...aber glaube mir..den lasse ich dich spühren.."
Mit einem Schmunzeln auf den Lippen glitt der Letharf wieder in die Schatten des Axorns hinein. Seine Aufgabe könnte ihn ein gutes Stück aus dem Dreck bringen, der ihm gerade bis zum Hals stand. Er sah nicht so aus, aber wenn man es genau nahm, sah er genauso aus wie Onyx. Er ließ es nur nicht jeden sehen...
Zuletzt geändert von Terr'Qeru'k am Sonntag 28. Oktober 2018, 23:13, insgesamt 1-mal geändert.
- Terr'Qeru'k
- Beiträge: 18
- Registriert: Dienstag 23. Oktober 2018, 21:07
Spät in der Nacht saß Terr auf der Oberfläche in der Nähe von Klippen. Den Blick weit über das schwarze Wasser gleiten lassend, beinah schon ziellos in die Ferne starrend.
Seine Gedanken kreisten um seine anstehende Aufgabe. Jene würde für ihn ein wichtiges Sprungbrett werden können. Dabei allerdings auf jemanden wie Onyx zu setzen, war vielleicht nicht die sicherste Wette die er da abschloss.
Immerhin schien er sie soweit zu haben, das sie folgsam sein wollte. Scheinbar hatte er es geschafft, irgendwelche Knöpfe bei ihr zu drücken, die sie dazu bewogen. Denn eines war klar: Die Lethra hatte Biss. Sie bewies Terr immer wieder das sie gerne gewollt hätte, wenn sie gekonnt hätte. Aber sie traute sich einfach nicht direkt und offen gegen ihn aufzubegehren. Sicherlich etwas das sie nur noch wütender machte. Immerhin war er ein gesichtsloser Niemand. Ein Runenloser wie sie selbst, der noch nichts von seinem Wert bewiesen hatte. Genau genommen, hatte sie vermutlich schon mehr Wert bewiesen als er. Das zeigte sich auch in dem Auftrag den sie direkt vom Alka erhalten hatte. Eine Möglichkeit sich zu beweisen.
Er neidete durchaus, dass sie so eine Gelegenheit bekam und wusste leider auch, dass sie trotz all ihrer zur Schau getragenen Stumpfsinnigkeit wusste was sie in ihrem Handwerk tat. Ihr Feuereifer würde dafür sorgen, dass sie die Statue nach ihren besten Fähigkeiten erstellen würde. Sie würde sich dafür schinden, ihren Körper martern und erst aufhören wenn sie gänzlich zufrieden war.
Er sah sie schon dutzende von angefangenen Statuen wieder zertrümmern, nur um dann von vorne anzufangen. Ja, so schätze er Onyx ein. Was das betraf hatte sie die Lehren Vaters voll verinnerlicht. Sie gab sich ihrer Aufgabe ganz und gar hin und versuchte sie besser zu erfüllen, als sie eigendlich dazu im Stande war.
Er hoffte ein wenig dieses Eifers würde sich auch für den kommenden Unterricht mit ihr zeigen. Sie war wirklich keine geborene Schauspielerin und sie würde es auch nie werden. Aber zumindest ein halbwegs glaubhaftes Lächeln musste sie irgendwie hinbekommen. Sonst machte es mehr Sinn sie einfach im Axorn zu belassen.
Dass sie in der Maskerade auch noch sein Weibchen spielen sollte, hatte sie sichtlich erzürnt. Ihn amüsierte das. "Vielleicht gibt dir das schonmal einen Vorgeschmack auf das was dich in der Realität erwartet." hatte er zu ihr gesagt. Ob sie begriffen hatte, was er meinte, ließ sie einfach unkommentiert offen.
Das er ihr auch noch unterbreitet hatte, was passieren würde sobald er seine Gemeinschaftsrune erhielt, das allerdings hatte sie sehr wohl begriffen. Nur hatte Terr noch keinen Eindruck davon, wie sehr Onyx dies traf. Vielleicht war es ihr egal. Vielleicht glaubte sie, dass es garnicht dazu kam.
Am Ende würde es keine Rolle spielen was sie dachte. Es war nicht so als könnte sie sich das aussuchen. Sie würde vermutlich vor ihm die Gemeinschaftsrune erhalten, aber er würde wieder zu ihr aufschließen. Dann waren sie wieder auf einer Stufe und als Weibchen stand sie ihm wieder untergeordnet gegenüber. Es würde eine kurze Verschnaufpause für die Lethra werden.
"Zumindest wenn ich nicht vorher in der Lavagrube lande..." sann er nachdenklich und musste über sich selbst schmunzeln.
Sie hatte nun den Auftrag sich etwas besser zu pflegen. Das war notwendig, damit man sie überhaupt verkleiden konnte. Verfilzte Haare waren kaum in Form zu bringen. Da würde nurnoch eine Schere helfen. Und immerhin hatte sie das mit dem Spiegel verstanden.
Das Erste mal, seid Terr den Entschluß gefasst hatte, sie in diese Unternehmung mit einzubinden, hatte er kein mulmiges Gefühl dabei.
Mal sehen wie lang das anhielt...
Seine Gedanken kreisten um seine anstehende Aufgabe. Jene würde für ihn ein wichtiges Sprungbrett werden können. Dabei allerdings auf jemanden wie Onyx zu setzen, war vielleicht nicht die sicherste Wette die er da abschloss.
Immerhin schien er sie soweit zu haben, das sie folgsam sein wollte. Scheinbar hatte er es geschafft, irgendwelche Knöpfe bei ihr zu drücken, die sie dazu bewogen. Denn eines war klar: Die Lethra hatte Biss. Sie bewies Terr immer wieder das sie gerne gewollt hätte, wenn sie gekonnt hätte. Aber sie traute sich einfach nicht direkt und offen gegen ihn aufzubegehren. Sicherlich etwas das sie nur noch wütender machte. Immerhin war er ein gesichtsloser Niemand. Ein Runenloser wie sie selbst, der noch nichts von seinem Wert bewiesen hatte. Genau genommen, hatte sie vermutlich schon mehr Wert bewiesen als er. Das zeigte sich auch in dem Auftrag den sie direkt vom Alka erhalten hatte. Eine Möglichkeit sich zu beweisen.
Er neidete durchaus, dass sie so eine Gelegenheit bekam und wusste leider auch, dass sie trotz all ihrer zur Schau getragenen Stumpfsinnigkeit wusste was sie in ihrem Handwerk tat. Ihr Feuereifer würde dafür sorgen, dass sie die Statue nach ihren besten Fähigkeiten erstellen würde. Sie würde sich dafür schinden, ihren Körper martern und erst aufhören wenn sie gänzlich zufrieden war.
Er sah sie schon dutzende von angefangenen Statuen wieder zertrümmern, nur um dann von vorne anzufangen. Ja, so schätze er Onyx ein. Was das betraf hatte sie die Lehren Vaters voll verinnerlicht. Sie gab sich ihrer Aufgabe ganz und gar hin und versuchte sie besser zu erfüllen, als sie eigendlich dazu im Stande war.
Er hoffte ein wenig dieses Eifers würde sich auch für den kommenden Unterricht mit ihr zeigen. Sie war wirklich keine geborene Schauspielerin und sie würde es auch nie werden. Aber zumindest ein halbwegs glaubhaftes Lächeln musste sie irgendwie hinbekommen. Sonst machte es mehr Sinn sie einfach im Axorn zu belassen.
Dass sie in der Maskerade auch noch sein Weibchen spielen sollte, hatte sie sichtlich erzürnt. Ihn amüsierte das. "Vielleicht gibt dir das schonmal einen Vorgeschmack auf das was dich in der Realität erwartet." hatte er zu ihr gesagt. Ob sie begriffen hatte, was er meinte, ließ sie einfach unkommentiert offen.
Das er ihr auch noch unterbreitet hatte, was passieren würde sobald er seine Gemeinschaftsrune erhielt, das allerdings hatte sie sehr wohl begriffen. Nur hatte Terr noch keinen Eindruck davon, wie sehr Onyx dies traf. Vielleicht war es ihr egal. Vielleicht glaubte sie, dass es garnicht dazu kam.
Am Ende würde es keine Rolle spielen was sie dachte. Es war nicht so als könnte sie sich das aussuchen. Sie würde vermutlich vor ihm die Gemeinschaftsrune erhalten, aber er würde wieder zu ihr aufschließen. Dann waren sie wieder auf einer Stufe und als Weibchen stand sie ihm wieder untergeordnet gegenüber. Es würde eine kurze Verschnaufpause für die Lethra werden.
"Zumindest wenn ich nicht vorher in der Lavagrube lande..." sann er nachdenklich und musste über sich selbst schmunzeln.
Sie hatte nun den Auftrag sich etwas besser zu pflegen. Das war notwendig, damit man sie überhaupt verkleiden konnte. Verfilzte Haare waren kaum in Form zu bringen. Da würde nurnoch eine Schere helfen. Und immerhin hatte sie das mit dem Spiegel verstanden.
Das Erste mal, seid Terr den Entschluß gefasst hatte, sie in diese Unternehmung mit einzubinden, hatte er kein mulmiges Gefühl dabei.
Mal sehen wie lang das anhielt...
- Ony'xwhae
- Beiträge: 60
- Registriert: Montag 20. August 2018, 23:09
Dann lieber Lavagrube, schoss es ihr unwillig durch den Kopf, als sie sich vom aufdringlich nahen Atem hinter ihr weg nach vorn lehnte – so dicht an die Esse, dass ihr die flirrende Hitze ins Gesicht schlug.
Sie unterdrückte den Impuls, sich noch kleiner zusammenzukauern, um dem Druck zu weichen, den die dauernde Aufmerksamkeit, die schiere physische Anwesenheit des Letharfen und seine Worte ihr auferlegten. Ruppig fühlte sie sich am Schlafittchen nach hinten gerissen, und schon wurde ihr Gesicht von der kühleren Luft des Raumes umspült. Als diese dann mit dem nächsten Atemzug ihre Lungen füllte, klärte sich ihr vor Ekel beduselter Kopf. So plötzlich aus ihren Gedanken gerissen, kam sie zu einem von der Situation diktierten Entschluss:
Nie mehr gewesen als Made. Fragt keiner nach Meinung. Also gehorch.
Terr'Qeru'k gab sich immerhin gelegentlich Mühe, ihr seine Anweisungen zu erklären. Etwas hatte sie auch bereits gelernt, obwohl es wahrscheinlich nicht in seiner Absicht gelegen hatte, ihr das beizubringen: auch schlechte Gelegenheiten zu nutzen. Es könnte vielleicht eine zweite geben, aber die Situation konnte sich auch genauso schnell noch mehr zu ihrem Nachteil wandeln oder die Reaktion von Seiten ihres unerwünschten Beobachters ganz anders ausfallen.
Sein Verhalten, während er sie belauerte, war mal sachlich, mal drohend, mal spöttisch – es wandelte sich wie die Duftnoten, die der Axornmief vor sich her schob. Glaubhaft fand sie die Regungen nicht, jedenfalls nicht immer, also hatte sie ihn inzwischen unter „unpraktisch“ und dazu „unberechenbar“ eingeordnet.
Unter seinem Blick, der sich so merklich wie eine Dolchspitze gegen ihren Rücken bohrte, begann sie, etwas in der Schmiede umher zu räumen.
Währenddessen überlegte sie, dass die scheinbare Komplexität seiner Aufgaben vielleicht nur eine reine Schaumschlägerei darstellte. Er war eine Made, doch anders als sie selbst, die am liebsten unbeachtet umherkroch, wand er sich und zuckte, um in seiner Existenz wahrgenommen zu werden. „Werkzeug für Werkzeug für Aufgabe von Werkzeug“, stellte sie trocken fest und starrte griesgrämig auf ein ihr in die Hände gefallenes Silberblech mit einer Delle darin.
In ihrer Erfahrungswelt galt: War der Hammer unberechenbar, der auf das Metall schlug, nahm auch das Werkstück ungeahnte und vielleicht ungewollte Formen an.
„Kämmen und lächeln.“ Das hatte der Letharf bestellt, aber war es wirklich das, was er haben wollte?
Sie unterdrückte den Impuls, sich noch kleiner zusammenzukauern, um dem Druck zu weichen, den die dauernde Aufmerksamkeit, die schiere physische Anwesenheit des Letharfen und seine Worte ihr auferlegten. Ruppig fühlte sie sich am Schlafittchen nach hinten gerissen, und schon wurde ihr Gesicht von der kühleren Luft des Raumes umspült. Als diese dann mit dem nächsten Atemzug ihre Lungen füllte, klärte sich ihr vor Ekel beduselter Kopf. So plötzlich aus ihren Gedanken gerissen, kam sie zu einem von der Situation diktierten Entschluss:
Nie mehr gewesen als Made. Fragt keiner nach Meinung. Also gehorch.
Terr'Qeru'k gab sich immerhin gelegentlich Mühe, ihr seine Anweisungen zu erklären. Etwas hatte sie auch bereits gelernt, obwohl es wahrscheinlich nicht in seiner Absicht gelegen hatte, ihr das beizubringen: auch schlechte Gelegenheiten zu nutzen. Es könnte vielleicht eine zweite geben, aber die Situation konnte sich auch genauso schnell noch mehr zu ihrem Nachteil wandeln oder die Reaktion von Seiten ihres unerwünschten Beobachters ganz anders ausfallen.
Sein Verhalten, während er sie belauerte, war mal sachlich, mal drohend, mal spöttisch – es wandelte sich wie die Duftnoten, die der Axornmief vor sich her schob. Glaubhaft fand sie die Regungen nicht, jedenfalls nicht immer, also hatte sie ihn inzwischen unter „unpraktisch“ und dazu „unberechenbar“ eingeordnet.
Unter seinem Blick, der sich so merklich wie eine Dolchspitze gegen ihren Rücken bohrte, begann sie, etwas in der Schmiede umher zu räumen.
Währenddessen überlegte sie, dass die scheinbare Komplexität seiner Aufgaben vielleicht nur eine reine Schaumschlägerei darstellte. Er war eine Made, doch anders als sie selbst, die am liebsten unbeachtet umherkroch, wand er sich und zuckte, um in seiner Existenz wahrgenommen zu werden. „Werkzeug für Werkzeug für Aufgabe von Werkzeug“, stellte sie trocken fest und starrte griesgrämig auf ein ihr in die Hände gefallenes Silberblech mit einer Delle darin.
In ihrer Erfahrungswelt galt: War der Hammer unberechenbar, der auf das Metall schlug, nahm auch das Werkstück ungeahnte und vielleicht ungewollte Formen an.
„Kämmen und lächeln.“ Das hatte der Letharf bestellt, aber war es wirklich das, was er haben wollte?
Zuletzt geändert von Ony'xwhae am Mittwoch 31. Oktober 2018, 19:41, insgesamt 1-mal geändert.
- Terr'Qeru'k
- Beiträge: 18
- Registriert: Dienstag 23. Oktober 2018, 21:07
In der Nähe der Lavagrube war es warm, sehr warm sogar. Er ruhte in der Nähe auf dem Boden und ließ seinen Dolch auf der Handfläche rotieren. Das begann zu einer schlechten Angewohnheit zu werden. Er bemerkte es kaum noch. Nur wenn die rotierende Klinge Licht reflektierte.
Der Tag der Erneuerung war vorbei gegangen. Sie hatten ihren Teil geleistet wie es von ihnen verlangt worden war. Die Messe war feierlich gewesen, aber wenig besucht wie er fand. Zuwenige Menschlinge schienen es für notwendig zu erachten, den rituellen Festen beizuwohnen. Allerdings war das nichts, das direkt in Terr`s Aufgabengebiet fiel. Was jedoch durchaus für ihn von Interesse werden konnte, waren die Gründe warum. Aber noch hatte er keinen Auftrag, soetwas in Erfahrung zu bringen und er würde auch nicht davon profitieren, wenn er es auf eigene Faust tat.
Seine Gedanken kreisten einmal mehr um Ony`xwhae. Er dachte in letzter Zeit oft über die Lethra nach, wie ihm auffiel. Aber das war ihm im Moment nicht zum Nachteil.
Die Lethra war Heute äusserst unterwürfig gewesen. Er traute dem Braten nicht. Vielleicht hatte sie sich einfach dazu entschlossen, zu tun was er wollte, weil sie merkte, dass es nichts brachte sich zu widersetzen. Das war nicht in seinem Sinne. Sie sollte sich winden, sich biegen. Ihm zeigen wie sehr sie es hasste, dass er ständig ein Auge auf sie hatte.
Seine Strategie dazu war ziemlich simpel, aber hoffentlich effektiv: Er ließ sie einfach ein wenig in Ruhe. Er würde sich ihr nicht zeigen, sondern aus dem Verborgenen beobachten. Vielleicht tat sie ja etwas, dass sie in seiner Gegenwart nicht tat.
Dazu würde sein nächster Auftritt schon wieder effektiver sein, wenn sie sich in der Sicherheit wähnte, er hätte das Interesse an ihr verloren. Jetzt war es an ihm Geduld zu beweisen und sein Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren.
Bis sie die Verkleidung einstudieren würden, hätte sie nun einen Moment des Verschnaufens. Vielleicht aber würde sie ihm die Freude machen, ständig in ihren Rücken zu sehen. Dann würde er sogar auf sie wirken, wenn er garnicht in ihrer Nähe war. Man würde sehen...
"Der Gedanke es könnte sich etwas in den Schatten bewegen, kann quälender sein, als der Dolchstoß der direkt von der Front kommt.." sann er und ließ seine Waffe wieder in der Scheide dafür verschwinden. Zeit etwas zu ruhen.
Der Tag der Erneuerung war vorbei gegangen. Sie hatten ihren Teil geleistet wie es von ihnen verlangt worden war. Die Messe war feierlich gewesen, aber wenig besucht wie er fand. Zuwenige Menschlinge schienen es für notwendig zu erachten, den rituellen Festen beizuwohnen. Allerdings war das nichts, das direkt in Terr`s Aufgabengebiet fiel. Was jedoch durchaus für ihn von Interesse werden konnte, waren die Gründe warum. Aber noch hatte er keinen Auftrag, soetwas in Erfahrung zu bringen und er würde auch nicht davon profitieren, wenn er es auf eigene Faust tat.
Seine Gedanken kreisten einmal mehr um Ony`xwhae. Er dachte in letzter Zeit oft über die Lethra nach, wie ihm auffiel. Aber das war ihm im Moment nicht zum Nachteil.
Die Lethra war Heute äusserst unterwürfig gewesen. Er traute dem Braten nicht. Vielleicht hatte sie sich einfach dazu entschlossen, zu tun was er wollte, weil sie merkte, dass es nichts brachte sich zu widersetzen. Das war nicht in seinem Sinne. Sie sollte sich winden, sich biegen. Ihm zeigen wie sehr sie es hasste, dass er ständig ein Auge auf sie hatte.
Seine Strategie dazu war ziemlich simpel, aber hoffentlich effektiv: Er ließ sie einfach ein wenig in Ruhe. Er würde sich ihr nicht zeigen, sondern aus dem Verborgenen beobachten. Vielleicht tat sie ja etwas, dass sie in seiner Gegenwart nicht tat.
Dazu würde sein nächster Auftritt schon wieder effektiver sein, wenn sie sich in der Sicherheit wähnte, er hätte das Interesse an ihr verloren. Jetzt war es an ihm Geduld zu beweisen und sein Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren.
Bis sie die Verkleidung einstudieren würden, hätte sie nun einen Moment des Verschnaufens. Vielleicht aber würde sie ihm die Freude machen, ständig in ihren Rücken zu sehen. Dann würde er sogar auf sie wirken, wenn er garnicht in ihrer Nähe war. Man würde sehen...
"Der Gedanke es könnte sich etwas in den Schatten bewegen, kann quälender sein, als der Dolchstoß der direkt von der Front kommt.." sann er und ließ seine Waffe wieder in der Scheide dafür verschwinden. Zeit etwas zu ruhen.