Interna Fortitudo
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Viola Ser´Rhal
Interna Fortitudo
Prasselnde Flammen, umherwirrende Gedanken, das Gefühl von Freiheit und von Frieden, dass sich in der Brust breit machte, Geborgenheit, die sich wie ein wärmender Mantel um einen legt, das klare Wissen, dass alles in Ordnung ist. Und doch; Zweifel. Zweifel, wie sie noch nie so richtig da gewesen waren und doch schon immer, jedoch unterbewusst. Und nun, mit den laufenden Tagen waren diese Zweifel aufgebrochen, hervorgetreten.
Sie hatte ihn umgebracht. Sie hatte ihn gequält, so elendig langsam und dann, als sie gerade ansetzen wollte zu neuen Peinigungen, war es als ob ihr Verstand für einige Sekunden wurde, als ob er unter all den Rachegefühlen, welche sie für den Sklavenhändler vor sich verspürte, hervorstach und ihr die Augen öffnete. Sie sah auf den blutenden Körper vor sich, wie er nur noch an einigen Lebensfäden hing, wie er litt und unter den Schmerzen weiter existierte. In jenen Sekunden, jene paar Sekunden in denen sie die Augen ganz öffnete, erkannte sie es, dass sie gerade nicht einen Deut besser war als dieser Bastard, der sie all die Tage über gequält hatte. Mit einem einfachen Stich in sein Herz setzte sie dem all ein Ende und doch; der Schatten blieb.
Er war geblieben, auch als sie mit Darna darüber gesprochen hatte. Viola hatte sie besucht auf dem Schloss, mitten am Abend als der Clan unterwegs war. Sie hatte mit ihr gesprochen, ihr die Sorgen um ihren eigenen Verbleib genommen und sich ihr anvertraut, ihr erzählt wie sie fühlte. Wie so oft brachte Darna ihr einen Trost entgegen, wie ihn nur ihre Mutter ihr hatte bisher entgegenbringen können. Sie hatte Tränen vergossen, hatte sich an Darnas Schulter ausgeweint, ihren beruhigenden Worten gelauscht, und in ihr wuchs der kleine Zweifel mehr, drückte sich weiter an die Oberfläche. Sie war lange bei Darna geblieben, bis diese zu erschöpft war und selbst schlafen musste. Viola verließ das Schloss wieder, leise und unauffällig, reiste nach Grimwould zurück und legte sich nach einem kurzen Gespräch mit Isara schlafen.
Falk. Als sie am Tag ihrer Befreiung gesehen hatte, wie bereitwillig er war, diese Leiche auszuweiden, sie zu zerstückeln, da wurde ihr bewusst, was für einen Hass der Hüne mit sich schleppen konnte. Und nun schien ihr Gedächtnis ihr auch vereinzelt Bilder aus der Vergangenheit zu schenken, in denen es ähnlich war, indem sie die Art des Jarls bemerkt hatte, aber nie wirklich wahrgenommen hatte oder sich etwas daraus gemacht. Es war nun einmal Falk. Aber war das ihr Weg? Sie hatte gezweifelt, sehr stark sogar. War der Clan das, was ihre Zukunft sein würde? War der Clan, welcher den kriegerischen Weg wählte wirklich ein Verbund, dessen Ziele sie unterstützte? Oder war sie nur noch hier, weil sie die Menschen liebte, welche hier lebten? Ihre Familie war es, ja. Aber das, was diese Familie geballt präsentierte, was war das für Viola? Die Traditionen, die Art wie sie lebten. Sie war ihr vertraut, aber sie unterstützte jene nicht immer. Claner lügen nicht … Viola tat es. Wie oft hatte sie Mitclaner belogen, um ihnen nicht unnötige Sorgen zu machen, um keinen unnötigen Streit wegen Kleinigkeiten vom Zaun zu brechen? Nie hatte sie es böse gemeint und doch hatte sie es getan. Dann die Verbannung Erinnas weil sie eine Frau liebte. Viola hatte es nie verstanden, aber auch nicht angesprochen, jene Tradition. Wenn Erinna glücklich war, so sollte sie es doch sein wie sie wollte. Sie hatte immer wieder leicht gezweifelt, auch an jenem Abend als Falk zu den Gefährtinnen wollte und jenes Gespräch führen wollte, was hätte all das gebracht außer Komplikationen?
War der Weg den sie beschritt nun der, den sie bis zum Ende fortführen wollte? Der Nebel war gewichen und nun erkannte sie vieles, was vor ihr lag. Sie musste nun überlegen, ob sie diesen Weg entlang wandern würde oder ob sie eine Abzweigung nehmen würde, die sich ihr vielleicht irgendwann eröffnete.
Sie hatte ihn umgebracht. Sie hatte ihn gequält, so elendig langsam und dann, als sie gerade ansetzen wollte zu neuen Peinigungen, war es als ob ihr Verstand für einige Sekunden wurde, als ob er unter all den Rachegefühlen, welche sie für den Sklavenhändler vor sich verspürte, hervorstach und ihr die Augen öffnete. Sie sah auf den blutenden Körper vor sich, wie er nur noch an einigen Lebensfäden hing, wie er litt und unter den Schmerzen weiter existierte. In jenen Sekunden, jene paar Sekunden in denen sie die Augen ganz öffnete, erkannte sie es, dass sie gerade nicht einen Deut besser war als dieser Bastard, der sie all die Tage über gequält hatte. Mit einem einfachen Stich in sein Herz setzte sie dem all ein Ende und doch; der Schatten blieb.
Er war geblieben, auch als sie mit Darna darüber gesprochen hatte. Viola hatte sie besucht auf dem Schloss, mitten am Abend als der Clan unterwegs war. Sie hatte mit ihr gesprochen, ihr die Sorgen um ihren eigenen Verbleib genommen und sich ihr anvertraut, ihr erzählt wie sie fühlte. Wie so oft brachte Darna ihr einen Trost entgegen, wie ihn nur ihre Mutter ihr hatte bisher entgegenbringen können. Sie hatte Tränen vergossen, hatte sich an Darnas Schulter ausgeweint, ihren beruhigenden Worten gelauscht, und in ihr wuchs der kleine Zweifel mehr, drückte sich weiter an die Oberfläche. Sie war lange bei Darna geblieben, bis diese zu erschöpft war und selbst schlafen musste. Viola verließ das Schloss wieder, leise und unauffällig, reiste nach Grimwould zurück und legte sich nach einem kurzen Gespräch mit Isara schlafen.
Falk. Als sie am Tag ihrer Befreiung gesehen hatte, wie bereitwillig er war, diese Leiche auszuweiden, sie zu zerstückeln, da wurde ihr bewusst, was für einen Hass der Hüne mit sich schleppen konnte. Und nun schien ihr Gedächtnis ihr auch vereinzelt Bilder aus der Vergangenheit zu schenken, in denen es ähnlich war, indem sie die Art des Jarls bemerkt hatte, aber nie wirklich wahrgenommen hatte oder sich etwas daraus gemacht. Es war nun einmal Falk. Aber war das ihr Weg? Sie hatte gezweifelt, sehr stark sogar. War der Clan das, was ihre Zukunft sein würde? War der Clan, welcher den kriegerischen Weg wählte wirklich ein Verbund, dessen Ziele sie unterstützte? Oder war sie nur noch hier, weil sie die Menschen liebte, welche hier lebten? Ihre Familie war es, ja. Aber das, was diese Familie geballt präsentierte, was war das für Viola? Die Traditionen, die Art wie sie lebten. Sie war ihr vertraut, aber sie unterstützte jene nicht immer. Claner lügen nicht … Viola tat es. Wie oft hatte sie Mitclaner belogen, um ihnen nicht unnötige Sorgen zu machen, um keinen unnötigen Streit wegen Kleinigkeiten vom Zaun zu brechen? Nie hatte sie es böse gemeint und doch hatte sie es getan. Dann die Verbannung Erinnas weil sie eine Frau liebte. Viola hatte es nie verstanden, aber auch nicht angesprochen, jene Tradition. Wenn Erinna glücklich war, so sollte sie es doch sein wie sie wollte. Sie hatte immer wieder leicht gezweifelt, auch an jenem Abend als Falk zu den Gefährtinnen wollte und jenes Gespräch führen wollte, was hätte all das gebracht außer Komplikationen?
War der Weg den sie beschritt nun der, den sie bis zum Ende fortführen wollte? Der Nebel war gewichen und nun erkannte sie vieles, was vor ihr lag. Sie musste nun überlegen, ob sie diesen Weg entlang wandern würde oder ob sie eine Abzweigung nehmen würde, die sich ihr vielleicht irgendwann eröffnete.
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Viola Ser´Rhal
Schritte. Elisa, die Magd des Schlosses, sah in Richtung des Eingangs in die Schlosshallen und sie konnte schon in naher Ferne hören, wie einige der Gardisten etwas riefen wie „Das geht doch so nicht!“ oder „Das ist das Königsschloss! Bedenkt dies das nächste mal!“. Ihre Stirne runzelte sich leicht und dann sah sie erschrocken in den Eingang. Eine Gestalt, nicht sonderlich groß, gehüllt in einen weiten Umhang, die Kapuze halb über den Kopf gezogen, schwere Lederstiefel und einen Kilt tragend. Trat ein. Ohne Frage, es war Fräulein Viola aber wie bei den Göttern sah sie aus? Ihr Gesicht war dreckig, Schlamm stellenweise am Hals festgetrocknet und die Augen hatten etwas Düsteres an sich. Nichts was bedrohlich oder bösartig wirken würde, sondern einfach nur so, als ob ein Schatten auf ihnen liegen würde. Ihre ganze Kleidung war schmutzig und die Stiefel hinterließen eine sachte Spur von Erde und Dreck. „Fräulein Viola .. ihr seid zurück … ich meine ich freue mich …aber“ doch die junge Frau hob nur eine Hand und sah der Magd ins Gesicht. „Ja, ich bin zurück und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr Lady Darna eine Nachricht hinterlassen könntet, dass ich wieder im Schloss weile.“ Dann blickte sie an sich hinab. „Und es tut mir Leid wegen dem Dreck … aber wenn man fast eine Woche nur in der Wildnis lebt, dann sammelt sich so einiges an. Falls ihr mich nun entschuldigen würdet, ich gehe mich waschen und säubern.“ Und als Viola an ihr vorbei trat, rümpfte sie die Nase. Ja, ohne Zweifel, sie WAR lange in der Wildnis gewesen.
Einige Stunden später trat Viola in ihr Quartier. Ihr Körper war nackt und sie betrachtete diesen im Spiegel in ihrem kleinen Quartier. Sie hatte darum gebeten, dass man ihr einen Spiegel besorgte, in welchem sie sich betrachten konnte. Ihre Finger glitten über ihren Körper, über die Brust, über das Brandmal in Form einer Dornenrose neben dem Bauchnabel, bis hin über ihre Beine. Sie hatte sich selten so betrachtet, so wie sie war. Ohne ein Kind was ihr entgegenblickte, ohne eine verängstigte Miene, die nicht wusste, was die Zukunft bringen würde. Beinahe sieben Tage. Sie war in der Wildnis gewesen, fernab von jeglicher Zivilisation. Hatte sich zurückgezogen, nachgedacht und unter dem freien Himmel geschlafen. Selbstverständlich war dies nicht ihre bevorzugte Art zu Leben, denn sie war zwar gerne in der Natur, aber sie musste dort nicht leben, aber es waren jene Momente in denen sie nichts erreichen konnte. Weder der Clan noch Varuna waren hier zugegen, hier musste sie sich nicht über Dinge Gedanken machen, die nicht relevant waren, hier konnte sie sich auf sich selbst konzentrieren. Ihr Kopf war voll mit Gedanken gewesen und sie hatte sie alle geordnet, war ihren Gefühlen nachgegangen und hatte ihre eigenen Entscheidungen getroffen, Entscheidungen die nun ihren Weg wieder klar stimmten.
Sie hatte viel nachgedacht und gegrübelt. Es gab Dinge und Menschen, die ihr Leben bestimmten, in Bahnen lenkten und darüber musste sie sich klar werden. Zum einen war da der Clan. Ihre Familie, ihre Freunde. Doch wie sehr hatte sie angefangen am Clan zu zweifeln? Wie sehr hatte sie angefangen, Falk zu misstrauen? Freia ging es nicht gut, Aurora und Sven waren fort, genau wie Alvis und ihr Vater verbrachte viel Zeit mit den Arbeiten. Jene Menschen die ihr soviel bedeuteten, schwanden dahin und zurück blieb ein gewisses Misstrauen in Viola. Vielleicht war es auch die Tatsache, dass sie in Falk ein festes Bild hatte, ein Bild welches mit ihr selber nicht übereinstimmen wollte. Und dennoch war der Clan ein Teil von ihr, doch war dieser Teil etwas, was sie hinter sich lassen sollte? War jener Teil vielleicht einer, der zwar bestehen würde, jedoch nie wieder so stark und ausgeprägt sein würde, wie damals als sie Cailly mit nach Grimwould nahm? Im Laufe der Zeit hatten sich Dinge geändert, teilweise Grundlegend. Und nun war es an der Zeit zu überlegen, wie stark sie diese Änderungen beeinflussten.
Auf der anderen Seite war Varuna. Sie war hergekommen, um eine neue Welt kennen zu lernen, Dinge über die Städter gelehrt zu bekommen und auch um ihr eigenes Verhalten ein wenig zu verändern. Sie war hergekommen, ohne den Gedanken daran zu verschwenden, dass jener Ort mehr werden könnte als er war. Vielleicht war es noch konfuser dass sie eine Person an sich rangelassen hatte, deren Nähe sie so sehr schätzte wie die ihrer Eltern. Darna war für sie da, das war keine Frage und sie würde es immer sein, aber hätte Viola damals gedacht, dass sie heute so über die junge Ritterin denken würde wie sie es jetzt tat? Eileen, der Graf, Rafael und auch Selissa, alles Menschen die ihr näher gerückt waren. Und dann war da noch etwas; sie hätte damals nicht gedacht dass sie merken würde, wie sehr sie doch immer noch eine „Städterin“ war. Sie hatte sich schnell an das Schlossleben angepasst, beide Lebensweisen vermischt und dazugelernt. War das vielleicht der Schlüssel für die Zukunft?
Ihr Spiegelbild sah ihr stumm entgegen. Das war der letzte Schritt gewesen. Sich selbst zu lauschen, uneingeschränkt von anderen. Sie hatte ihre Entscheidungen getroffen, hatte mit sich selbst Klarheiten geschaffen und nun würde ein weiterer Weg beginnen der, ganz egal wie er aussah, steinig werden würde. Und doch würde sie nicht zurückschauen, sondern nach vorne blicken. Und wenn sie stolpern würde wusste sie, man würde sie auffangen. Sie atmete tief ein und schloss die Augen, die nächsten Tage würden hart werden, für sie und für andere, und es würde viel Kummer entstehen … und Tränen.
„Bist du dir auch wirklich sicher mit dem was du vorhast?“
Sie lächelte sanft.
„So sicher wie noch nie zuvor"
Einige Stunden später trat Viola in ihr Quartier. Ihr Körper war nackt und sie betrachtete diesen im Spiegel in ihrem kleinen Quartier. Sie hatte darum gebeten, dass man ihr einen Spiegel besorgte, in welchem sie sich betrachten konnte. Ihre Finger glitten über ihren Körper, über die Brust, über das Brandmal in Form einer Dornenrose neben dem Bauchnabel, bis hin über ihre Beine. Sie hatte sich selten so betrachtet, so wie sie war. Ohne ein Kind was ihr entgegenblickte, ohne eine verängstigte Miene, die nicht wusste, was die Zukunft bringen würde. Beinahe sieben Tage. Sie war in der Wildnis gewesen, fernab von jeglicher Zivilisation. Hatte sich zurückgezogen, nachgedacht und unter dem freien Himmel geschlafen. Selbstverständlich war dies nicht ihre bevorzugte Art zu Leben, denn sie war zwar gerne in der Natur, aber sie musste dort nicht leben, aber es waren jene Momente in denen sie nichts erreichen konnte. Weder der Clan noch Varuna waren hier zugegen, hier musste sie sich nicht über Dinge Gedanken machen, die nicht relevant waren, hier konnte sie sich auf sich selbst konzentrieren. Ihr Kopf war voll mit Gedanken gewesen und sie hatte sie alle geordnet, war ihren Gefühlen nachgegangen und hatte ihre eigenen Entscheidungen getroffen, Entscheidungen die nun ihren Weg wieder klar stimmten.
Sie hatte viel nachgedacht und gegrübelt. Es gab Dinge und Menschen, die ihr Leben bestimmten, in Bahnen lenkten und darüber musste sie sich klar werden. Zum einen war da der Clan. Ihre Familie, ihre Freunde. Doch wie sehr hatte sie angefangen am Clan zu zweifeln? Wie sehr hatte sie angefangen, Falk zu misstrauen? Freia ging es nicht gut, Aurora und Sven waren fort, genau wie Alvis und ihr Vater verbrachte viel Zeit mit den Arbeiten. Jene Menschen die ihr soviel bedeuteten, schwanden dahin und zurück blieb ein gewisses Misstrauen in Viola. Vielleicht war es auch die Tatsache, dass sie in Falk ein festes Bild hatte, ein Bild welches mit ihr selber nicht übereinstimmen wollte. Und dennoch war der Clan ein Teil von ihr, doch war dieser Teil etwas, was sie hinter sich lassen sollte? War jener Teil vielleicht einer, der zwar bestehen würde, jedoch nie wieder so stark und ausgeprägt sein würde, wie damals als sie Cailly mit nach Grimwould nahm? Im Laufe der Zeit hatten sich Dinge geändert, teilweise Grundlegend. Und nun war es an der Zeit zu überlegen, wie stark sie diese Änderungen beeinflussten.
Auf der anderen Seite war Varuna. Sie war hergekommen, um eine neue Welt kennen zu lernen, Dinge über die Städter gelehrt zu bekommen und auch um ihr eigenes Verhalten ein wenig zu verändern. Sie war hergekommen, ohne den Gedanken daran zu verschwenden, dass jener Ort mehr werden könnte als er war. Vielleicht war es noch konfuser dass sie eine Person an sich rangelassen hatte, deren Nähe sie so sehr schätzte wie die ihrer Eltern. Darna war für sie da, das war keine Frage und sie würde es immer sein, aber hätte Viola damals gedacht, dass sie heute so über die junge Ritterin denken würde wie sie es jetzt tat? Eileen, der Graf, Rafael und auch Selissa, alles Menschen die ihr näher gerückt waren. Und dann war da noch etwas; sie hätte damals nicht gedacht dass sie merken würde, wie sehr sie doch immer noch eine „Städterin“ war. Sie hatte sich schnell an das Schlossleben angepasst, beide Lebensweisen vermischt und dazugelernt. War das vielleicht der Schlüssel für die Zukunft?
Ihr Spiegelbild sah ihr stumm entgegen. Das war der letzte Schritt gewesen. Sich selbst zu lauschen, uneingeschränkt von anderen. Sie hatte ihre Entscheidungen getroffen, hatte mit sich selbst Klarheiten geschaffen und nun würde ein weiterer Weg beginnen der, ganz egal wie er aussah, steinig werden würde. Und doch würde sie nicht zurückschauen, sondern nach vorne blicken. Und wenn sie stolpern würde wusste sie, man würde sie auffangen. Sie atmete tief ein und schloss die Augen, die nächsten Tage würden hart werden, für sie und für andere, und es würde viel Kummer entstehen … und Tränen.
„Bist du dir auch wirklich sicher mit dem was du vorhast?“
Sie lächelte sanft.
„So sicher wie noch nie zuvor"
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Viola Ser´Rhal
Grimwould. Mächtige Holzfeste. Heimat des Clanes Hinrah, Heimat der starken Tiefländer und mutigen Kriegern. Heimat einer besonderen Lebensart. Heimat. Die wuchtigen Tore der Festung wurden aufgestoßen und eine Gestalt trat sehr schnellen Schrittes aus dieser heraus, ohne die Tore wieder zu verschließen rannte die vermummte Person weiter. Keine einzige Stelle an ihrem Körper war mehr frei und unverdeckt. Schnell waren ihre Schritte und immer rannte sie in eine Richtung, wohin eigentlich? Das war in diesem Moment egal. Irgendwann kam sie an eine der vielen Erhöhungen welchen einen Anblick auf das Meer und die Wälder gaben und erst hier hielt sie inne. Der Kopf senkte sich tief hinab und das Gesicht, welches bis auf den Mund komplett vom Stoff der Kapuze verhüllt war, verzog sich. Die Hände, welche in feste Lederhandschuhe gehüllt waren, ballten sich zu Fäusten und stille Tränen rannen ihre Wangen hinab. Wie sehr es schmerzen konnte, das hätte sie niemals gedacht. War sie nicht stark gewesen und hatte dem Ganzen entgegengestanden? War es nicht ihre eigene Entscheidung gewesen? Doch das war es und sie war richtig, das wusste sie und doch; es schmerzte, es tat weh.
Es war jener Moment gewesen als Falk ihr das Gold in die Hand drückte, ihr sagte dass sie immer kommen könne und hier auf ewig eine Heimat finden würde, dass sie immer willkommen sei, egal was wäre. Jene Worte, jene Herzlichkeit, wie sie von ihnen allen nie anders gewohnt war, selbst jetzt gaben sie ihr diese noch. Und als sie Falk dann den Ring, welcher ansonsten immer um ihren Finger gelegt war, gegeben hatte, konnte sie die Tränen nur mit Mühe zurückhalten. Falk ging es ebenso, er weinte, und das war etwas was sie lange nicht mehr an ihm gesehen hatte. Sie war gegangen, sie hatte das Lager, Grimwould, so schnell es ging verlassen und war gerannt. Sie starrte nun in die Ferne, sie hatte ihre Heimat hinter sich gelassen … sie konnte zurückkehren, das wusste sie und doch, war jener Ort ferner gerückt, weit genug dass sie Grimwould meiden würde in der nächsten Zeit. War es richtig? Ja!. Es war definitiv richtig gewesen, sie war sich in dieser Hinsicht selbst treu gewesen und das war nun der Schmerz, mit dem sie fertig werden musste. Sie stand lange hier, starrte auf die rauschenden Wellen hinab die gegen die Felsen schlugen und brachen, ehe sie sich umwandte um irgendein Ziel anzusteuern, sie wusste selbst nicht einmal welches.
Varuna? Nein sie konnte nicht … nicht jetzt. Sie würde Darna, Eileen oder Adrian über den Weg laufen und sie wollte nicht dass sie sie so sahen. Nicht so, nicht so verweint, nicht in dieser Schwäche. Eigentlich stand sie über diesen Stolz aber sie konnte dieses mal einfach nicht. Was dann? Lameriast? Und dort? Sie würde dort ihre Ruhe haben aber dieses Land war ihr so fremd, was sollte sie dort? Als letzte fiel ihr nur Fuchs ein. Fuchs … nein … Nele. Und in ihrem Magen krampfte sich etwas zusammen. Hatte sie ihr nicht eine neue Heimat versprochen? Dass sie das junge Mädchen mit sich nehmen würde? Nach Lameriast wenn Grimwould stand? Der Kloß in ihrem Hals drückte sich gegen ihren Hals, hatte sie in dieser Hinsicht nun versagt und gelogen? Sie konnte Nele nicht das bieten was sie kriegen sollte. Und doch, sie sehnte sich nach dem kleinen Mädchen, in deren Nähe sie einmal die starke und Erwachsene war, in der sie dem Mädchen Schutz und Geborgenheit schenken konnte. Sie machte sich auf nach Bajard, lief zu Fuß dorthin. Ihre Füße schmerzten als sie Bajard erreicht hatte und als sie Nele nicht auffinden konnte machten sich zu den Schmerzen noch Enttäuschungen breit. Sie starrte gedankenverloren auf den Teich bei der nahen Taverne wo sie zum Stehen gekommen war, als sie eine Stimme neben sich hörte. Es war Xinthra. Jene Frau die mitgeholfen hatte, sie zu retten und auch jene welchen den Rat von Viola bezüglich Erinna öfters gesucht hatte. Sie hatte kein großes Interesse daran mit ihr zu reden, nicht jetzt aber sie wollte sie auch nicht fortschicken, nicht wo sie doch ihr Leben mit gerettet hatte. Die beiden unterhielten sich lange und irgendwann fiel auch der Vorschlag Xinthras, Viola könne doch den Gefährtinnen beitreten, aber dafür war sie nicht bereit, sie wollte nicht wieder Menschen vertrauen schenken, welche sie nicht kannte. Fernab davon, würde man sie dort eh nach einigen Tagen fortjagen, so wie sie derzeit eingestellt war. Doch trotz allem hatten sie beiden ein noch längeres Gespräch geführt, ehe sich die Wege der beiden Frauen trennten.
Wohin nun? Es war Nacht und sie wurde müde. Nach Hause … aber wo war das? Das Schloss? War das ihre Heimat? Sie hatte ihre Heimat heute hinter sich gelassen. Wo würde diese neue Heimat sein ? Und so zog sie sich an einen alten, bekannten Ort zurück der einst Heimat gewesen war; ihre alte Baracke im Armenviertel Varunas.
„Dann heißt es nun wohl Lebewohl …“
„Nein … Auf Bald“
Morgen würde sie das Schloss aufsuchen.
Es war jener Moment gewesen als Falk ihr das Gold in die Hand drückte, ihr sagte dass sie immer kommen könne und hier auf ewig eine Heimat finden würde, dass sie immer willkommen sei, egal was wäre. Jene Worte, jene Herzlichkeit, wie sie von ihnen allen nie anders gewohnt war, selbst jetzt gaben sie ihr diese noch. Und als sie Falk dann den Ring, welcher ansonsten immer um ihren Finger gelegt war, gegeben hatte, konnte sie die Tränen nur mit Mühe zurückhalten. Falk ging es ebenso, er weinte, und das war etwas was sie lange nicht mehr an ihm gesehen hatte. Sie war gegangen, sie hatte das Lager, Grimwould, so schnell es ging verlassen und war gerannt. Sie starrte nun in die Ferne, sie hatte ihre Heimat hinter sich gelassen … sie konnte zurückkehren, das wusste sie und doch, war jener Ort ferner gerückt, weit genug dass sie Grimwould meiden würde in der nächsten Zeit. War es richtig? Ja!. Es war definitiv richtig gewesen, sie war sich in dieser Hinsicht selbst treu gewesen und das war nun der Schmerz, mit dem sie fertig werden musste. Sie stand lange hier, starrte auf die rauschenden Wellen hinab die gegen die Felsen schlugen und brachen, ehe sie sich umwandte um irgendein Ziel anzusteuern, sie wusste selbst nicht einmal welches.
Varuna? Nein sie konnte nicht … nicht jetzt. Sie würde Darna, Eileen oder Adrian über den Weg laufen und sie wollte nicht dass sie sie so sahen. Nicht so, nicht so verweint, nicht in dieser Schwäche. Eigentlich stand sie über diesen Stolz aber sie konnte dieses mal einfach nicht. Was dann? Lameriast? Und dort? Sie würde dort ihre Ruhe haben aber dieses Land war ihr so fremd, was sollte sie dort? Als letzte fiel ihr nur Fuchs ein. Fuchs … nein … Nele. Und in ihrem Magen krampfte sich etwas zusammen. Hatte sie ihr nicht eine neue Heimat versprochen? Dass sie das junge Mädchen mit sich nehmen würde? Nach Lameriast wenn Grimwould stand? Der Kloß in ihrem Hals drückte sich gegen ihren Hals, hatte sie in dieser Hinsicht nun versagt und gelogen? Sie konnte Nele nicht das bieten was sie kriegen sollte. Und doch, sie sehnte sich nach dem kleinen Mädchen, in deren Nähe sie einmal die starke und Erwachsene war, in der sie dem Mädchen Schutz und Geborgenheit schenken konnte. Sie machte sich auf nach Bajard, lief zu Fuß dorthin. Ihre Füße schmerzten als sie Bajard erreicht hatte und als sie Nele nicht auffinden konnte machten sich zu den Schmerzen noch Enttäuschungen breit. Sie starrte gedankenverloren auf den Teich bei der nahen Taverne wo sie zum Stehen gekommen war, als sie eine Stimme neben sich hörte. Es war Xinthra. Jene Frau die mitgeholfen hatte, sie zu retten und auch jene welchen den Rat von Viola bezüglich Erinna öfters gesucht hatte. Sie hatte kein großes Interesse daran mit ihr zu reden, nicht jetzt aber sie wollte sie auch nicht fortschicken, nicht wo sie doch ihr Leben mit gerettet hatte. Die beiden unterhielten sich lange und irgendwann fiel auch der Vorschlag Xinthras, Viola könne doch den Gefährtinnen beitreten, aber dafür war sie nicht bereit, sie wollte nicht wieder Menschen vertrauen schenken, welche sie nicht kannte. Fernab davon, würde man sie dort eh nach einigen Tagen fortjagen, so wie sie derzeit eingestellt war. Doch trotz allem hatten sie beiden ein noch längeres Gespräch geführt, ehe sich die Wege der beiden Frauen trennten.
Wohin nun? Es war Nacht und sie wurde müde. Nach Hause … aber wo war das? Das Schloss? War das ihre Heimat? Sie hatte ihre Heimat heute hinter sich gelassen. Wo würde diese neue Heimat sein ? Und so zog sie sich an einen alten, bekannten Ort zurück der einst Heimat gewesen war; ihre alte Baracke im Armenviertel Varunas.
„Dann heißt es nun wohl Lebewohl …“
„Nein … Auf Bald“
Morgen würde sie das Schloss aufsuchen.
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Viola Ser´Rhal
Sie lehnte sich zurück und starrte in den Spiegel. Die Clanskleidung war gewichen, nun trug sie die dunklen Klamotten, welche ihr Eileen damals gegeben hatte. Die dunkelblaue Tunika und die braune Wildlederhose. Dazu fiel ihr das lange, schwarze Haar über die Schulter. In ihrer rechten Hand war ein Dolch, die Ärmel der linken Hand hochgekrempelt, die Hand zur Faust geballt. Sie starrte den Arm an, fuhr mit der Dolchspitze über jenen, suchte eine Stelle, öffnete die Faust dann und setzte die Spitze an. Der Druck war nicht sehr stark aber die Schmerzen durchzogen ihren Körper in kleinen, schmerzhaften Wellen. Sie setzte ab, starrte schwer atmend zu Boden und setzte die Spitze etwas unter der ersten Linie an, welche sie quer über den Arm gezogen hatte und sehr sachte zog sich der Dolch wieder fort. Sie blinzelte die aufkommenden Tränen weg und vollführte diesen Vorgang noch zweimal. Dann sah sie auf ihren Arm, die feinen Striche welche langsam anfingen zu bluten brannten schmerzhaft. Sie waren nicht tief genug um gefährlich zu sein, sie dienten nur einem; Schmerz. Sie starrte in ihr Spiegelbild und dann wieder auf den Arm.
„Das habe ich früher getan … wieso du jetzt? Du musst so was nicht machen!“
„Du weißt genauso gut wieso. Du hast es getan um nicht zu stehlen, um nicht dem Drang zu verfallen zu klauen … Schmerz lenkt ab, Schmerz fixiert einen auf das Hier und Jetzt!“
„Aber du hast das nicht nötig. Darna hat dir gezeigt wie man mit Problemen umgeht … dir geht es nicht gut aber das ist kein Grund wieder von vorne zu beginnen und diese alten Fehler zu machen die du getan hast als du noch wie ich warst …“
„Weißt du dass es fast schon schöner war als du ruhig warst! Ich begehe keine alten Fehler, aber ich will nicht weiter darüber nachdenken! Ich will nicht hier sitzen und den Tränen nahe sein!“
„Aber es war richtig, das weißt du und das weiß ich. Es tut weh, ja. Aber Adrian hat es dir vorher gesagt; jede Entscheidung und jeder neue Weg kann Änderungen mit sich bringen die auch wehtun können. Es wird wieder besser gehen, vertrau doch etwas mehr in dich und …“
„Halt den Mund! Wo warst du als ich da alleine saß? Da hast du geschwiegen, mich alleine gelassen! Also sei ruhig, sei verdammt noch einmal ruhig! Ich werde damit fertig, klar?! Aber verdammt noch mal, wie ich damit fertig werde lass meine Sorge sein!“
„Du bist hier die Erwachsene … nicht ich. Wenn du meinst.
Sie verzog die Miene als der Schmerz sie erneut überkam. Sie starrte in ihr Spiegelbild. Schmerzen vergingen … aber man konnte sie mit anderen Schmerzen überschatten. Das war etwas, was sie früher gelernt hatte. Wenn Dinge zu stark wurden, dass man sie nicht unterdrücken konnte, konnte man die Aufmerksamkeit wenigstens auf Schmerzen lenken, die man sich selbst zufügte. Es half nur für den Moment und es war nicht gut … aber was kümmerte sie das in diesem Moment? Nichts.
„Ich stehe das durch …“ und damit krempelte sie den Ärmel zurück, die Spuren würden bei ihr bleiben. Niemand anderes sollte damit behelligt werden. Niemand.
„Das habe ich früher getan … wieso du jetzt? Du musst so was nicht machen!“
„Du weißt genauso gut wieso. Du hast es getan um nicht zu stehlen, um nicht dem Drang zu verfallen zu klauen … Schmerz lenkt ab, Schmerz fixiert einen auf das Hier und Jetzt!“
„Aber du hast das nicht nötig. Darna hat dir gezeigt wie man mit Problemen umgeht … dir geht es nicht gut aber das ist kein Grund wieder von vorne zu beginnen und diese alten Fehler zu machen die du getan hast als du noch wie ich warst …“
„Weißt du dass es fast schon schöner war als du ruhig warst! Ich begehe keine alten Fehler, aber ich will nicht weiter darüber nachdenken! Ich will nicht hier sitzen und den Tränen nahe sein!“
„Aber es war richtig, das weißt du und das weiß ich. Es tut weh, ja. Aber Adrian hat es dir vorher gesagt; jede Entscheidung und jeder neue Weg kann Änderungen mit sich bringen die auch wehtun können. Es wird wieder besser gehen, vertrau doch etwas mehr in dich und …“
„Halt den Mund! Wo warst du als ich da alleine saß? Da hast du geschwiegen, mich alleine gelassen! Also sei ruhig, sei verdammt noch einmal ruhig! Ich werde damit fertig, klar?! Aber verdammt noch mal, wie ich damit fertig werde lass meine Sorge sein!“
„Du bist hier die Erwachsene … nicht ich. Wenn du meinst.
Sie verzog die Miene als der Schmerz sie erneut überkam. Sie starrte in ihr Spiegelbild. Schmerzen vergingen … aber man konnte sie mit anderen Schmerzen überschatten. Das war etwas, was sie früher gelernt hatte. Wenn Dinge zu stark wurden, dass man sie nicht unterdrücken konnte, konnte man die Aufmerksamkeit wenigstens auf Schmerzen lenken, die man sich selbst zufügte. Es half nur für den Moment und es war nicht gut … aber was kümmerte sie das in diesem Moment? Nichts.
„Ich stehe das durch …“ und damit krempelte sie den Ärmel zurück, die Spuren würden bei ihr bleiben. Niemand anderes sollte damit behelligt werden. Niemand.
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Viola Ser´Rhal
Schmerzen lassen nach, Schmerzen vergehen. Wie auch Wunden eines Tages vergehen, vergehen die Schmerzen und meistens fangen sie dann an zu verblassen, wenn man neue Hoffnung aufkeimen sieht.
Darna wieder zu sehen brachte ihr einen ganzen Teil der Ruhe ein, die sie sich erhofft hatte, einfach nur von ihr in den Arm genommen zu werden, ihre beruhigenden Worte zu vernehmen, es war als würde ein Teil der Last verschwinden. Doch wie so oft hatte sie auch mahnende Worte zur Hand, Worte die so wahr waren, die so nahe auflagen. Darna hatte die berechtigte Frage gestellt, ob sie sich das alles gut überlegt hatte, und sie hatte es bejaht. Sie hatte auch gefragt was Viola jetzt tun wolle und sie hatte ehrlich geantwortet, dass sie es nicht genau wisse. Und darin lag mehr Wahrheit als sie vielen anderen entgegenbrachte. Sie hatte die Entscheidung, den Clan zu verlassen nicht bereut, aber sie hatte auch keine klare Sicht, wo ihr Weg nun weitergehen würde. Darna war nicht sonderlich erfreut über diese Antwort, das konnte Viola sich nur zu gut denken aber sie sagte etwas, was Viola nachdenklicher stimmte und auch irgendwie überraschte. Jene Darna, welche wusste, was wirklich hinter der Fassade der erwachsenen Frau lag, sagte zu ihr dass sie alt und erwachsen genug sei, selbst ein neues Leben zu beginnen und sich nicht mehr in ein bestehendes reinzusetzen. Sie hatte lange darüber nachgedacht, auch nachdem sie sich von ihr verabschiedet hatte.
Und dann, ja dann war da noch das Gespräch mit Rafael gewesen. Der Ritter, welche mit seiner Begleitung im Schloss saß und wie so oft hatte er Viola dazugeladen. Wieso nur? Sie wollte nicht stören und sie war sicher auch nicht die beste Gesellschaft. Und trotz allem hatte sie Rafael als festen Bestandteil des Schlosses tituliert … „Wie eine große Familie“, jene Bezeichnung rann ihr ein sachtes Lächeln ab. Und dann fragte sie Rafael einfach frei heraus. Sie fragte ihn ob er nicht eine Idee hätte, was sie tun könne, ob er vielleicht eine Aufgabe hier am Hofe wisse welche für sie gemacht sei und er hatte sogar eine Antwort. Seit jenem Abend war sie nun also die Helferin von Sir Rafael de Arganta beim Bestreben die Garde wieder aufblühen zu lassen.
Irgendwie hatte das doch was …
Darna wieder zu sehen brachte ihr einen ganzen Teil der Ruhe ein, die sie sich erhofft hatte, einfach nur von ihr in den Arm genommen zu werden, ihre beruhigenden Worte zu vernehmen, es war als würde ein Teil der Last verschwinden. Doch wie so oft hatte sie auch mahnende Worte zur Hand, Worte die so wahr waren, die so nahe auflagen. Darna hatte die berechtigte Frage gestellt, ob sie sich das alles gut überlegt hatte, und sie hatte es bejaht. Sie hatte auch gefragt was Viola jetzt tun wolle und sie hatte ehrlich geantwortet, dass sie es nicht genau wisse. Und darin lag mehr Wahrheit als sie vielen anderen entgegenbrachte. Sie hatte die Entscheidung, den Clan zu verlassen nicht bereut, aber sie hatte auch keine klare Sicht, wo ihr Weg nun weitergehen würde. Darna war nicht sonderlich erfreut über diese Antwort, das konnte Viola sich nur zu gut denken aber sie sagte etwas, was Viola nachdenklicher stimmte und auch irgendwie überraschte. Jene Darna, welche wusste, was wirklich hinter der Fassade der erwachsenen Frau lag, sagte zu ihr dass sie alt und erwachsen genug sei, selbst ein neues Leben zu beginnen und sich nicht mehr in ein bestehendes reinzusetzen. Sie hatte lange darüber nachgedacht, auch nachdem sie sich von ihr verabschiedet hatte.
Und dann, ja dann war da noch das Gespräch mit Rafael gewesen. Der Ritter, welche mit seiner Begleitung im Schloss saß und wie so oft hatte er Viola dazugeladen. Wieso nur? Sie wollte nicht stören und sie war sicher auch nicht die beste Gesellschaft. Und trotz allem hatte sie Rafael als festen Bestandteil des Schlosses tituliert … „Wie eine große Familie“, jene Bezeichnung rann ihr ein sachtes Lächeln ab. Und dann fragte sie Rafael einfach frei heraus. Sie fragte ihn ob er nicht eine Idee hätte, was sie tun könne, ob er vielleicht eine Aufgabe hier am Hofe wisse welche für sie gemacht sei und er hatte sogar eine Antwort. Seit jenem Abend war sie nun also die Helferin von Sir Rafael de Arganta beim Bestreben die Garde wieder aufblühen zu lassen.
Irgendwie hatte das doch was …
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Viola Ser´Rhal
Ein Blick in den Spiegel. Ein zufriedenes Gesicht blickte ihr entgegen und zwei ruhige, strahlende Augen lagen auf der jungen Frau. Wieso sie sich so gut fühlte? Weil der Schmerz verschwunden war. Ihr Heimweh nach dem Clan, es war vergangen, das Gefühl der endgültigen Trennung nagte nicht mehr an ihr. Endgültig? Nein nicht einmal das war es. Sie wusste, sie konnte jederzeit zurückkehren, ihre Freunde, ihre Eltern sehen und man hegte ihr keinen Groll entgegen, man wünschte ihr nur das Beste für die Zukunft und ein jeder akzeptierte ihre Entscheidung. Und als ob das nicht genug war, so hatte Viola doch das Gefühl, innerlich aufzublühen ohne es wirklich erklären zu können. Ihre Freunde die sie hier gewonnen hatte und kennen gelernt hatte, machten ihr die Zeit der Trennung vom Clan nicht schwer und sie waren einfach da, dazu gehörte auch Selissa.
Ein kurzes, grimmiges Lächeln flog über ihre Züge. Selissa, das junge Mädchen. Natürlich, sie war älter als Viola, jedoch wusste sie das nicht. Sie hatte von Viola das Bild einer etwas Älteren, die sie nicht leiden konnte. Und doch mochte Viola sie sehr, sie war belebend, freundlich und nett und auch wenn sie einige Momente hatte, an denen Viola ihr am Liebsten jeden einzelnen Knochen gebrochen hätte, so hatte sie das Mädchen als Freundin akzeptiert und war auch bereit, ihr Vertrauen zu schenken. Umso mehr überraschte sie trotz allem die Tatsache, dass Selissa ihr angeboten hatte, mit ihr und einigen anderen zusammen zu ziehen. Erst hielt sie es für einen Spaß, einen Scherz aber es schien weitaus mehr dahinter zu stecken und sie hatte es vollkommen ernst gemeint. Viola hatte ernsthaft darüber nachgedacht und innerlich konnte sie keinen Grund finden, welcher dagegen sprechen würde. Wieso auch nicht? Sie hatte kein eigenes Heim, jeglich ihr Quartier im Schloss und ob sie ein Leben alleine in einem Haus regeln können würde, da war sie sich kein Stück sicher, zu sehr hing sie dahingehend noch an Darnas Rockzipfel. Wieso also nicht? Sie grinste ihrem Spiegelbild bei dem Gedanken entgegen, er hatte etwas.
Dann ließ sie sich auf das Bett nieder und sah gen Vorhang. Ewig würde sie nicht im Schloss leben, dies war Gewissheit die auch von ihr ausging. Sie würde Darna zwar schrecklich vermissen, aber sie konnte ihr und dem Grafen nicht ewig zur Last fallen und vor Allem musste sie anfangen ihre eigenen Wege zu beschreiten, fernab von schützenden Erwachsenenhänden. Denn so eine Hand war Darna. Auch wenn sie ihre Eltern in grimwould war, so war Darna für Viola so etwas wie eine zweite Mutter geworden. Sie wusste Darna würde, wie ihre Eltern, immer für sie da sein, sie trösten wenn sie den Trost brauchte und ihr Rat spenden. Und manchmal war jene zweite „Mutterrolle“ wichtiger für sie, als sie sich eingestehen wollte, gerade wenn ihr Vater ihr nicht weiterhelfen konnte oder es Dinge waren, wo er und ihre Mutter weniger drin bewandert waren oder zu entgegen gesetzte Meinungen hatten. Darna war da, genau wie ihre Eltern. Und es war ein beruhigendes Gefühl.
Es schien bergauf zu gehen, und sie schlief zufrieden und ruhig.
Ein kurzes, grimmiges Lächeln flog über ihre Züge. Selissa, das junge Mädchen. Natürlich, sie war älter als Viola, jedoch wusste sie das nicht. Sie hatte von Viola das Bild einer etwas Älteren, die sie nicht leiden konnte. Und doch mochte Viola sie sehr, sie war belebend, freundlich und nett und auch wenn sie einige Momente hatte, an denen Viola ihr am Liebsten jeden einzelnen Knochen gebrochen hätte, so hatte sie das Mädchen als Freundin akzeptiert und war auch bereit, ihr Vertrauen zu schenken. Umso mehr überraschte sie trotz allem die Tatsache, dass Selissa ihr angeboten hatte, mit ihr und einigen anderen zusammen zu ziehen. Erst hielt sie es für einen Spaß, einen Scherz aber es schien weitaus mehr dahinter zu stecken und sie hatte es vollkommen ernst gemeint. Viola hatte ernsthaft darüber nachgedacht und innerlich konnte sie keinen Grund finden, welcher dagegen sprechen würde. Wieso auch nicht? Sie hatte kein eigenes Heim, jeglich ihr Quartier im Schloss und ob sie ein Leben alleine in einem Haus regeln können würde, da war sie sich kein Stück sicher, zu sehr hing sie dahingehend noch an Darnas Rockzipfel. Wieso also nicht? Sie grinste ihrem Spiegelbild bei dem Gedanken entgegen, er hatte etwas.
Dann ließ sie sich auf das Bett nieder und sah gen Vorhang. Ewig würde sie nicht im Schloss leben, dies war Gewissheit die auch von ihr ausging. Sie würde Darna zwar schrecklich vermissen, aber sie konnte ihr und dem Grafen nicht ewig zur Last fallen und vor Allem musste sie anfangen ihre eigenen Wege zu beschreiten, fernab von schützenden Erwachsenenhänden. Denn so eine Hand war Darna. Auch wenn sie ihre Eltern in grimwould war, so war Darna für Viola so etwas wie eine zweite Mutter geworden. Sie wusste Darna würde, wie ihre Eltern, immer für sie da sein, sie trösten wenn sie den Trost brauchte und ihr Rat spenden. Und manchmal war jene zweite „Mutterrolle“ wichtiger für sie, als sie sich eingestehen wollte, gerade wenn ihr Vater ihr nicht weiterhelfen konnte oder es Dinge waren, wo er und ihre Mutter weniger drin bewandert waren oder zu entgegen gesetzte Meinungen hatten. Darna war da, genau wie ihre Eltern. Und es war ein beruhigendes Gefühl.
Es schien bergauf zu gehen, und sie schlief zufrieden und ruhig.
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Viola Ser´Rhal
„Und ihr seid euch sicher?“. „Nun nach dem, was ihr mir alles erzählt habt, lässt sich das relativ sicher sagen, ja.“ Die Frau blickte zu der Jüngeren auf, welche vor ihr auf und ab lief. Eine interessante Person, das musste sie zugeben. Viola sah nun auf die Sitzende, sie mochte vielleicht die Mitte der Zwanziger gerade erleben und sie war in eine Robe gehüllt, welche leichte Verzierungen in Formen von kleinen Symbolen und Runen hatte. Eine Magierin.
„Was ich nicht verstehe … ihr seit ein interessanter Fall, wieso wendet ihr euch nicht an die Magierschaften in Varuna oder bei euch in der Nähe? Wieso reist ihr so weit nur um euch von einer Fremden solch ein Urteil abzuholen?“ Nun hielt Viola inne und sah zu ihr, sie konnte den ruhigen, aber intensiven Blick der Magierin auf sich spüren. Unsicherheit mischte sich in ihren Blick, auf eine Art hatte sie Recht. Viola kannte diese Frau nicht und war nur zu ihr auf Anraten von einigen Bürgern der nahen Stadt und hatte ihr blind vertraut, etwas was sie nie tun würde, wäre es nicht wichtig gewesen. Sie wandte kurz das Gesicht ab als sie ihr antwortete. „Ich will nicht dass einer von ihnen von diesem Fluch, oder was immer das ist, weiß. Diese Menschen sind näher an mir dran als ihr es seid.“ Die Frau nickte matt. „Aber man könnte euch dort vielleicht helfen. Ich will ehrlich sein, ihr seid ein interessanter Fall, ich habe so etwas noch nie wirklich gesehen, nun gut ich bin auch noch jung. Aber vielleicht könnte man ein wenig über diese Art von Magie durch euch lernen … und vielleicht könnte man es auch aufheben …“ „Ich will es nicht aufgehoben haben. Es würde zu vieles mittlerweile zerstören.“ schnitt ihr Viola ins Wort. Wieder nickte die Magierin nur. „Dann müsst ihr wohl damit leben, auch mit diesem … neuen Problem.“ Problem, Viola schnaubte, ja es war ein Problem.
Vor zwei Nächten war es geschehen. Sie war aufgewacht weil sie sich komisch gefühlt hatte, benommen, matt ausgelaugt. Sie war aufgestanden und erstmal unsanft hingefallen, und dann hatte sie fast keine Luft mehr vor lauter Schrecken bekommen. Ihre Schlafsachen waren ihr viel zu groß und als sie an sich hinab sah, war da auch kein stattlicher Frauenkörper sondern einfach nur … das was war. Ein junges Kind stand nun auf einmal da und starrte in den Spiegel auf sich selbst. Erst dachte sie, der Fluch hätte endgültig aufgehört zu wirken und nun wäre alles vorbei, sie wäre wieder da, was sie immer gewesen war, und alles was sie nach diesem Fluch aufgebaut hatte, würde zusammenfallen. Sie war panisch geworden, wusste nicht was tun, Darna war in jenem Moment fern und sie konnte doch schlecht in die Stadt, sie hatte nichts zum Anziehen und konnte nicht nackt durch das Schloss rennen, zudem sich die Wachen sicherlich gewundert hätten, was ein nacktes Kind im Schloss tat. Und somit hatte sie das getan, was ihr in diesem Moment als richtig erschien, sie versuchte zu schlafen und hoffte es wäre nur ein böser Traum gewesen.
Viola blinzelte die Frau nachdenklich an. Natürlich war es kein Traum gewesen, denn als sie erwacht war sie zwar wieder in ihrem erwachsenen Körper, doch ihre Kleidung lag vor ihr auf dem Boden und ihre Knie waren auch gerötet von dem Aufschlagen auf dem harten Steinboden. „Was kann ich dagegen tun?“. Die Magierin zuckte nun hilflos die Schultern. „Ich denke nichts. Ich kann es euch auch nicht wirklich gänzlich erklären. Ich vermute nur stark, dass die Magie die euch zu dem gemacht hat, was ihr nun seit, anfängt zu bröckeln oder zu schwächeln. Und das recht willkürlich, aber so wie ich es mir ausmale, sind die Zeitabstände zwischen diesen … Schwächungen sehr weit, ihr werdet also wieder eine ganze Weile ruhe haben.“ „Also wird es irgendwann ganz vorbei sein?“. Nun schüttelte die Frau recht deutlich den Kopf. „Nein, das denke ich nicht, denn dafür scheint diese Art von Magie zu geballt zu sein, oder was immer es ist. Es gibt nach, ja, aber wenn diese Auswirkungen erst nach dieser Zeit kommen, werdet ihr wohl schon unter der Erde sein, wenn die Magie ganz nachlässt. Nein, nein. Ganz vorbei wird es erst sein wenn dies von euch genommen wurde.“ Viola nickte nur matt. Diese Antwort war aufschlussreicher und vor allem verständlicher als sie gehofft hatte. Und scheinbar schien dieser Zustand nicht lange anzuhalten, was auch nicht schlimm war. Sie hatte sich von der Magierin verabschiedet und wollte wieder zurückreisen, in Varuna war sicher immer noch ein Aufstand der Bevölkerung wegen dieser Hexengeschichte mit Darna.
Einen Tag später …
Sie verließ das Kloster mit gesenktem Kopf und trat von Dannen. Was ein Abend. So vieles, was sie verarbeiten musste. Sie war in Varuna angekommen und wollte nach Darna sehen, nur um zu erfahren dass man sie ins Kloster gebracht hatte, ausgerechnet dahin. Sie hatte sich schwer getan aber sie wollte Darna in diesen Stunden zur Seite stehen, ihr Beistand geben, denn sie konnte sich nur allzu gut vorstellen, wie sehr sie das alles mitzunehmen schien. So stand sie nun also vor den Klostertoren und wartete auf Einlass. Sanjana öffnete ihr und führte sie auch gleich zu Darna. Aber schon auf dem Weg fühlte sie es, dieses Gefühl dass sie schon in der Kirche hatte, wenn Darna gerade betete und sie im Vorderraum wartete. Nie hatte sie den Kapellenraum betreten, viel zu sehr war die Abneigung gegen diese Nähe Temoras. Und nun war sie in einem Kloster welches direkt Temora gewidmet war. Sie fühlte sich unwohl und beobachtet und sie konnte nicht einmal etwas dagegen tun. Manche Menschen gingen nicht gerne auf einen Friedhof oder in einen dunklen Wald, andere fürchteten sich vor Gewölben oder engen Räumen, und Viola wollte nicht in der Nähe der Götter sein. Doch sie wollte nun auch Darna beiseite stehen, also ließ sie sich mit starrem Blick zu ihr führen.
Jenes Treffen der beiden war anders verlaufen … seltsam. Vielleicht war es das Kloster, der Ort der Viola eine gewisse Reizbarkeit schenkte, denn sie wurde ausfällig als das Thema „Hexe“ zu sprechen kam, dass man Darna am liebsten verbrennen wollte. Sie hatte es ihr gesagt, dass sie jeden umbringen würde der es wagen würde, Darna zurühren. Und dann, ja dann war es geschehen. Sie hatte Darna noch nie weinen sehen, sie hatte sie noch nie so erschüttert und mitgenommen erlebt und viele ihrer Worte die sie in dem Weinkrampf von sich gab, machten erst keinen Sinn, doch Viola blieb bei ihr, schenkte ihr Nähe auch wenn sie den Verdacht hatte, dass sie mit ihren Worten einiges in Darna wachgerüttelt hatte.
Sie hatte Viola von ihrem Traum erzählt, jenem Traum in dem sie auf dem Scheiterhaufen stand und vor dem Viola angefangen hatte Menschen zu töten … Darna hatte Angst davor. Sie wollte nicht dass es geschah, sprach davon dass sie keine Rache wollte und ihnen allen vergab, Worte die für Viola nur teils einen Sinn machten aber sie schwor Darna dass es niemals soweit kommen würde, sie würde niemals auf diesem Haufen stehen. Und sie würde alles nur Mögliche dafür tun.
Sie hatten sich dann verabschiedet, Darna brauchte Ruhe und Viola war auch froh, als sie die Mauern des Klosters weit hinter sich lassen konnte. Sie dachte heute Abend viel nach. Darna ging es nicht gut, niemals hatte sie die Ritterin so aufgelöst gesehen und vor allem noch nie so sehr weinen. Lange noch verfolgte sie dieses Bild und die Gedanken um all diese Momente. Sie würde für Darna kämpfen … sie würde nicht zulassen dass man sie tötete wegen einem verdammten Gerüchten von irgendwelchen dummen Weibern. Niemals.
„Was ich nicht verstehe … ihr seit ein interessanter Fall, wieso wendet ihr euch nicht an die Magierschaften in Varuna oder bei euch in der Nähe? Wieso reist ihr so weit nur um euch von einer Fremden solch ein Urteil abzuholen?“ Nun hielt Viola inne und sah zu ihr, sie konnte den ruhigen, aber intensiven Blick der Magierin auf sich spüren. Unsicherheit mischte sich in ihren Blick, auf eine Art hatte sie Recht. Viola kannte diese Frau nicht und war nur zu ihr auf Anraten von einigen Bürgern der nahen Stadt und hatte ihr blind vertraut, etwas was sie nie tun würde, wäre es nicht wichtig gewesen. Sie wandte kurz das Gesicht ab als sie ihr antwortete. „Ich will nicht dass einer von ihnen von diesem Fluch, oder was immer das ist, weiß. Diese Menschen sind näher an mir dran als ihr es seid.“ Die Frau nickte matt. „Aber man könnte euch dort vielleicht helfen. Ich will ehrlich sein, ihr seid ein interessanter Fall, ich habe so etwas noch nie wirklich gesehen, nun gut ich bin auch noch jung. Aber vielleicht könnte man ein wenig über diese Art von Magie durch euch lernen … und vielleicht könnte man es auch aufheben …“ „Ich will es nicht aufgehoben haben. Es würde zu vieles mittlerweile zerstören.“ schnitt ihr Viola ins Wort. Wieder nickte die Magierin nur. „Dann müsst ihr wohl damit leben, auch mit diesem … neuen Problem.“ Problem, Viola schnaubte, ja es war ein Problem.
Vor zwei Nächten war es geschehen. Sie war aufgewacht weil sie sich komisch gefühlt hatte, benommen, matt ausgelaugt. Sie war aufgestanden und erstmal unsanft hingefallen, und dann hatte sie fast keine Luft mehr vor lauter Schrecken bekommen. Ihre Schlafsachen waren ihr viel zu groß und als sie an sich hinab sah, war da auch kein stattlicher Frauenkörper sondern einfach nur … das was war. Ein junges Kind stand nun auf einmal da und starrte in den Spiegel auf sich selbst. Erst dachte sie, der Fluch hätte endgültig aufgehört zu wirken und nun wäre alles vorbei, sie wäre wieder da, was sie immer gewesen war, und alles was sie nach diesem Fluch aufgebaut hatte, würde zusammenfallen. Sie war panisch geworden, wusste nicht was tun, Darna war in jenem Moment fern und sie konnte doch schlecht in die Stadt, sie hatte nichts zum Anziehen und konnte nicht nackt durch das Schloss rennen, zudem sich die Wachen sicherlich gewundert hätten, was ein nacktes Kind im Schloss tat. Und somit hatte sie das getan, was ihr in diesem Moment als richtig erschien, sie versuchte zu schlafen und hoffte es wäre nur ein böser Traum gewesen.
Viola blinzelte die Frau nachdenklich an. Natürlich war es kein Traum gewesen, denn als sie erwacht war sie zwar wieder in ihrem erwachsenen Körper, doch ihre Kleidung lag vor ihr auf dem Boden und ihre Knie waren auch gerötet von dem Aufschlagen auf dem harten Steinboden. „Was kann ich dagegen tun?“. Die Magierin zuckte nun hilflos die Schultern. „Ich denke nichts. Ich kann es euch auch nicht wirklich gänzlich erklären. Ich vermute nur stark, dass die Magie die euch zu dem gemacht hat, was ihr nun seit, anfängt zu bröckeln oder zu schwächeln. Und das recht willkürlich, aber so wie ich es mir ausmale, sind die Zeitabstände zwischen diesen … Schwächungen sehr weit, ihr werdet also wieder eine ganze Weile ruhe haben.“ „Also wird es irgendwann ganz vorbei sein?“. Nun schüttelte die Frau recht deutlich den Kopf. „Nein, das denke ich nicht, denn dafür scheint diese Art von Magie zu geballt zu sein, oder was immer es ist. Es gibt nach, ja, aber wenn diese Auswirkungen erst nach dieser Zeit kommen, werdet ihr wohl schon unter der Erde sein, wenn die Magie ganz nachlässt. Nein, nein. Ganz vorbei wird es erst sein wenn dies von euch genommen wurde.“ Viola nickte nur matt. Diese Antwort war aufschlussreicher und vor allem verständlicher als sie gehofft hatte. Und scheinbar schien dieser Zustand nicht lange anzuhalten, was auch nicht schlimm war. Sie hatte sich von der Magierin verabschiedet und wollte wieder zurückreisen, in Varuna war sicher immer noch ein Aufstand der Bevölkerung wegen dieser Hexengeschichte mit Darna.
Einen Tag später …
Sie verließ das Kloster mit gesenktem Kopf und trat von Dannen. Was ein Abend. So vieles, was sie verarbeiten musste. Sie war in Varuna angekommen und wollte nach Darna sehen, nur um zu erfahren dass man sie ins Kloster gebracht hatte, ausgerechnet dahin. Sie hatte sich schwer getan aber sie wollte Darna in diesen Stunden zur Seite stehen, ihr Beistand geben, denn sie konnte sich nur allzu gut vorstellen, wie sehr sie das alles mitzunehmen schien. So stand sie nun also vor den Klostertoren und wartete auf Einlass. Sanjana öffnete ihr und führte sie auch gleich zu Darna. Aber schon auf dem Weg fühlte sie es, dieses Gefühl dass sie schon in der Kirche hatte, wenn Darna gerade betete und sie im Vorderraum wartete. Nie hatte sie den Kapellenraum betreten, viel zu sehr war die Abneigung gegen diese Nähe Temoras. Und nun war sie in einem Kloster welches direkt Temora gewidmet war. Sie fühlte sich unwohl und beobachtet und sie konnte nicht einmal etwas dagegen tun. Manche Menschen gingen nicht gerne auf einen Friedhof oder in einen dunklen Wald, andere fürchteten sich vor Gewölben oder engen Räumen, und Viola wollte nicht in der Nähe der Götter sein. Doch sie wollte nun auch Darna beiseite stehen, also ließ sie sich mit starrem Blick zu ihr führen.
Jenes Treffen der beiden war anders verlaufen … seltsam. Vielleicht war es das Kloster, der Ort der Viola eine gewisse Reizbarkeit schenkte, denn sie wurde ausfällig als das Thema „Hexe“ zu sprechen kam, dass man Darna am liebsten verbrennen wollte. Sie hatte es ihr gesagt, dass sie jeden umbringen würde der es wagen würde, Darna zurühren. Und dann, ja dann war es geschehen. Sie hatte Darna noch nie weinen sehen, sie hatte sie noch nie so erschüttert und mitgenommen erlebt und viele ihrer Worte die sie in dem Weinkrampf von sich gab, machten erst keinen Sinn, doch Viola blieb bei ihr, schenkte ihr Nähe auch wenn sie den Verdacht hatte, dass sie mit ihren Worten einiges in Darna wachgerüttelt hatte.
Sie hatte Viola von ihrem Traum erzählt, jenem Traum in dem sie auf dem Scheiterhaufen stand und vor dem Viola angefangen hatte Menschen zu töten … Darna hatte Angst davor. Sie wollte nicht dass es geschah, sprach davon dass sie keine Rache wollte und ihnen allen vergab, Worte die für Viola nur teils einen Sinn machten aber sie schwor Darna dass es niemals soweit kommen würde, sie würde niemals auf diesem Haufen stehen. Und sie würde alles nur Mögliche dafür tun.
Sie hatten sich dann verabschiedet, Darna brauchte Ruhe und Viola war auch froh, als sie die Mauern des Klosters weit hinter sich lassen konnte. Sie dachte heute Abend viel nach. Darna ging es nicht gut, niemals hatte sie die Ritterin so aufgelöst gesehen und vor allem noch nie so sehr weinen. Lange noch verfolgte sie dieses Bild und die Gedanken um all diese Momente. Sie würde für Darna kämpfen … sie würde nicht zulassen dass man sie tötete wegen einem verdammten Gerüchten von irgendwelchen dummen Weibern. Niemals.
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Viola Ser´Rhal
Oh welch wunderbare Ruhe. Die letzten Tage waren alles andere als entspannend und ruhig gewesen und die letzten zwei Tage hatte Viola damit verbracht, nur zu schlafen und zu faulenzen. Natürlich hatte sie sicher noch das eine oder andere zu tun, aber wen scherte es? Sie war keine Adelige, sie war kein Teil des Hofes, sie lebte hier nur und Verpflichtungen hatte sie nur sich selbst gegenüber, und der Teil von ihr, der für Verantwortungsbewusstsein vorhanden war, war irgendwo Blumen pflücken oder dergleichen, jedenfalls war er nicht bei ihr. Ihre Gedanken jedoch, die waren schon wieder im Hier und Jetzt, und in der Zukunft. Was für ein Aufstand es gewesen war, jene Sache mit Darna, als dieses Bauernpack sie als Hexe beschimpfte und wie froh war sie gewesen als das alles vorbei gewesen war. Und doch, es standen noch einige Dinge bevor, die jetzt gerade aber nicht von Belang waren. Vielmehr lagen ihre Gedanken bei einer bestimmten Person … bei dieser einen Person.
Viola seufzte tief. Es war vielleicht das dümmste was ihr je passieren konnte und sie wollte gar nicht wissen was passieren würde, wenn gewisse Personen davon Wind bekamen. Es wusste niemand, keiner wusste, dass Viola ihr Herz an jemanden vergeben hatte. Sie hatten sich getroffen, hatten sich unterhalten, waren zusammen jagen und die Sympathie war gewachsen, immer mehr und mehr. Man hatte nicht viel über das eigene Umfeld geredet, wieso auch? Wichtig war das, was einander betraf und dies war vielleicht schon der erste Fehler gewesen, den sie gemacht hatte. Doch zu jener Zeit war sie zu verträumt gewesen, zu sehr angezogen von dem Charme der ihr entgegengebracht wurde und dann, tja dann war es nun mal drum geschehen. Sie liebten sich beide, und erst später fiel das Gespräch. Rahal. Vielleicht hätte sie schon stutzig werden sollen, doch nicht jeder der dort lebte war gleich ein Alatar Huldiger, doch als dann die Worte fielen, war es ein kleiner Stich ins Herz. Beide wusste sie von den Kreisen des jeweils anderen, beiden war klar, dass sie komplette Gegensätze waren und doch; die Gefühle überwiegten am Ende und sie gab sich diesem Risiko hin, sie beide gaben sich dem Risiko des Vertrauens hin. Beide wussten sie, dass nur jeweils der andere eine Ausnahme darstellte im Denken, dass alle anderen immer noch den gleichen Stellenwert einnahm und beide akzeptierten sie es, denn die Gefühle waren einfach zu stark die man füreinander hegte.
Sie seufzte leise, es war etwas, was im Geheimen stattfand. Wenn Darna es wüsste, wenn der Graf es wüsste … es würde nur Ärger mit sich bringen, Misstrauen und das wollte sie nicht. Sie würde niemals etwas aus dem Schloss erwähnen, wenn die beiden zusammen waren, niemals etwas sagen, was sie nicht sagen durfte und Viola wusste, es würde auf der anderen Seite nicht anders sein.
Es war hart, aber so ist sie halt, die Liebe.
Viola seufzte tief. Es war vielleicht das dümmste was ihr je passieren konnte und sie wollte gar nicht wissen was passieren würde, wenn gewisse Personen davon Wind bekamen. Es wusste niemand, keiner wusste, dass Viola ihr Herz an jemanden vergeben hatte. Sie hatten sich getroffen, hatten sich unterhalten, waren zusammen jagen und die Sympathie war gewachsen, immer mehr und mehr. Man hatte nicht viel über das eigene Umfeld geredet, wieso auch? Wichtig war das, was einander betraf und dies war vielleicht schon der erste Fehler gewesen, den sie gemacht hatte. Doch zu jener Zeit war sie zu verträumt gewesen, zu sehr angezogen von dem Charme der ihr entgegengebracht wurde und dann, tja dann war es nun mal drum geschehen. Sie liebten sich beide, und erst später fiel das Gespräch. Rahal. Vielleicht hätte sie schon stutzig werden sollen, doch nicht jeder der dort lebte war gleich ein Alatar Huldiger, doch als dann die Worte fielen, war es ein kleiner Stich ins Herz. Beide wusste sie von den Kreisen des jeweils anderen, beiden war klar, dass sie komplette Gegensätze waren und doch; die Gefühle überwiegten am Ende und sie gab sich diesem Risiko hin, sie beide gaben sich dem Risiko des Vertrauens hin. Beide wussten sie, dass nur jeweils der andere eine Ausnahme darstellte im Denken, dass alle anderen immer noch den gleichen Stellenwert einnahm und beide akzeptierten sie es, denn die Gefühle waren einfach zu stark die man füreinander hegte.
Sie seufzte leise, es war etwas, was im Geheimen stattfand. Wenn Darna es wüsste, wenn der Graf es wüsste … es würde nur Ärger mit sich bringen, Misstrauen und das wollte sie nicht. Sie würde niemals etwas aus dem Schloss erwähnen, wenn die beiden zusammen waren, niemals etwas sagen, was sie nicht sagen durfte und Viola wusste, es würde auf der anderen Seite nicht anders sein.
Es war hart, aber so ist sie halt, die Liebe.
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Viola Ser´Rhal
Dunkelheit. Nichts als alles umschlingende Dunkelheit. Nur ein paar vereinzelte Sonnenstrahlen schlüpften frech durch die verriegelten Fenster des Hauses, und lange Fäden aus Licht zogen sich durch den abgedunkelten Raum und in ihnen tanzten die Staubkörner in der Luft umher. Still war es all die Zeit gewesen, lange Zeit war niemand hierher gekommen um nach dem Mobiliar zu sehen und der Besitzer des Hauses war auch schon lange fort. Doch die Stille wurde getrübt, leise Schritte waren von draußen zu hören und dann bewegte die Holztüre sich leicht. Erst gab sie sich etwas widerspenstig, doch nach einem beherzten und kräftigen Stoß schwang sie mit einem protestierenden Knirschen auf und das helle Sonnenlicht drang nun vollends ein und gab die Umrisse der Gestalt wieder, welche in der Tür stand. Sie strich sich das lange Haar kurz zurecht, welches ihr mittlerweile fast bis zur Hüfte herab hing. Sie ließ den Blick ruhig schweifen und trat dann ein, zielstrebig trat sie auf die verriegelten Fenster zu, griff nach dem Schwert was sie bei sich trug und löste mit dessen Hilfe die Bretter welches vor das Fenster genagelt waren. Nun schien auch das letzte bisschen Sonnenlicht herein und erhellte den Raum zu seiner Gänze. Viola sah sich um, runzelte die Stirne und nickte sich selbst zu.
Es war nun mehrere Tage her, als sie dieses Haus gefunden hatte, inmitten der Wälder außerhalb Varunas. Während einer ihrer Streifzüge durch die Wildnis, welche sie in den letzten Tagen öfters unternommen hatte, war sie darauf gestoßen. Neugier war geweckt ob Grund des fehlenden Hausschildes , der verriegelten Fenster und des heruntergekommenen Äußeren und sie hatte immer wieder geschaut ob dort jemand lebte, doch es gab keinerlei Anzeichen auf einen Besitzer. Auch ihre Anfragen in Varuna fanden keinerlei Kenntnisse, man wusste nicht einmal von diesem Haus. Und jetzt, wo sie das Innere betrachtete, war ihr völlig klar dass der Besitzer dieses Haus schon längstens aufgegeben haben musste. Eine dicke Staubschicht hatte sich auf dem Mobiliar niedergelassen und Mäuse hatten sich ebenfalls eingenistet. Seltsamerweise war das haus komplett eingerichtet, als ob der Besitzer diesen Ort sehr schnell verlassen hatte und Viola war immer noch nicht ganz sicher ob das, was sie vorhatte so richtig war. Sie wollte dieses Gebäude wieder etwas mehr Leben einhauchen, es war beinahe zu ideal für ihre Zwecke. Fernab von Varuna und Rahal konnte dies ein Ort werden, an den sie sich zurückziehen konnte wenn sie Ruhe brauchte, wo sie niemand finden würde, weder der Clan, noch Varuna noch sonst wer. Sie brauchte einen solchen Ort, das wusste sie, auch wenn in den letzten Wochen alles in besten Bahnen lief, man wusste nie was kommen würde. Doch dies alles war nur Nebensächlich. Hauptsächlich hatte sie diesen Entschluss aus einem Grund gefasst; sie wollte Fuchs endlich ein festes Zuhause geben, dem Kind endlich einen Anlaufpunkt geben und einen Ort haben, an dem Viola das Kind sicher wusste. Dies würde er sein.
Sie nickte zufrieden und blickte sich dann um. Es lag ein ganzes Stück Arbeit vor ihr.
Es war nun mehrere Tage her, als sie dieses Haus gefunden hatte, inmitten der Wälder außerhalb Varunas. Während einer ihrer Streifzüge durch die Wildnis, welche sie in den letzten Tagen öfters unternommen hatte, war sie darauf gestoßen. Neugier war geweckt ob Grund des fehlenden Hausschildes , der verriegelten Fenster und des heruntergekommenen Äußeren und sie hatte immer wieder geschaut ob dort jemand lebte, doch es gab keinerlei Anzeichen auf einen Besitzer. Auch ihre Anfragen in Varuna fanden keinerlei Kenntnisse, man wusste nicht einmal von diesem Haus. Und jetzt, wo sie das Innere betrachtete, war ihr völlig klar dass der Besitzer dieses Haus schon längstens aufgegeben haben musste. Eine dicke Staubschicht hatte sich auf dem Mobiliar niedergelassen und Mäuse hatten sich ebenfalls eingenistet. Seltsamerweise war das haus komplett eingerichtet, als ob der Besitzer diesen Ort sehr schnell verlassen hatte und Viola war immer noch nicht ganz sicher ob das, was sie vorhatte so richtig war. Sie wollte dieses Gebäude wieder etwas mehr Leben einhauchen, es war beinahe zu ideal für ihre Zwecke. Fernab von Varuna und Rahal konnte dies ein Ort werden, an den sie sich zurückziehen konnte wenn sie Ruhe brauchte, wo sie niemand finden würde, weder der Clan, noch Varuna noch sonst wer. Sie brauchte einen solchen Ort, das wusste sie, auch wenn in den letzten Wochen alles in besten Bahnen lief, man wusste nie was kommen würde. Doch dies alles war nur Nebensächlich. Hauptsächlich hatte sie diesen Entschluss aus einem Grund gefasst; sie wollte Fuchs endlich ein festes Zuhause geben, dem Kind endlich einen Anlaufpunkt geben und einen Ort haben, an dem Viola das Kind sicher wusste. Dies würde er sein.
Sie nickte zufrieden und blickte sich dann um. Es lag ein ganzes Stück Arbeit vor ihr.