Am letzten Tag des Eluivar feiert die Gemeinde im Glauben an Temora den Tag in Gedenken an die Heilige Ilara und ihre Tugend der Demut, die wir als einen der wichtigen Grundpfeiler unseres Selbstverständnisses und unserer Gesellschaft auffassen dürfen.
"Wer seinen Glauben und sich selbst gefunden hat,
den wird das demütig gebeugte Knie erheben."
Die Demut im Glauben ist das Anerkennen, dass wir nicht vollkommen sind, dass über uns etwas Höheres steht. Und wir dürfen spüren und darauf vertrauen, dass jeder von uns Teil davon ist, von Eluives Schöpfung und Temoras Plan.
Und so läd die Geweihtenschaft zum Pilgergang zum Schrein der Demut ein.
Kleidet euch einfach, verzichtet auf Schmuck und Prunk und seid der, der ihr vor der Herrin seid.
Zur 20. Stunde brechen wir gemeinsam vom Klostervorplatz auf und beschreiten zusammen den Weg zum Schrein, wo wir - gleich welchen Standes und Ranges - gemeinsam zum Gebet vor Temora und ihrer Dienerin knien wollen.
Im Anschluss möge ein jeder durch Dank seine Demut bekunden und mit persönlichen Worten einen Stein - das Zeichen Ilaras - in die blauen, heiligen Flammen legen.
Wem es ein besonderes Anliegen ist an jenem Tage, wie es in einigen Regionen Tradition ist, die Taufe zu empfangen, möge dies zwecks der Planung bis zum 20. Eluviar bei uns kundtun.
*In den folgenden Tagen trifft man immer wieder noch mal auf ein paar Leute vom Kloster, die einen freundlich daran erinnern, dass im Falle eines Interesses an einer Taufe am Tag der heiligen Ilara sich mit der Anmeldung dessen beeilt werden müsse. Für den 20. Tage diesen Mondes sei die Frist gesetzt.
Ebenso werden die Aushänge allerorts noch einmal ordentlich aufgehangen.*
Ein kleiner Bengel wird gen Kloster gesandt, in seiner Rechten ein fetter, roter Apfel, in der Tasche klimpert es leise und deutet noch auf den ein oder anderen verhandelten Kreuzer hin.
Dem Nächstbesten, den er begegnet, richtet er mündlich aus, dass Rekrut Schnellwasser durchaus Interesse an einer Taufe unter der Schildmaid Interesse hat und gern auch in der kommenden Woche zum Gespräch bereit sei. Er lebe derzeit im Gästezimmer von Hochwürden (dies sagt der Bengel nur, wenn er nicht vor Johanna steht) und würde dort auch Antworten annehmen, aber der Bengel könne auch direkt zurück zum Regiment und dem Rekruten antworten. Der Rekrut habe nämlich grad ganz schön viel Dienst...
Es wird eine kurze Nachricht für die Geweihtenschaft hinterlassen, dass Familie Mareaux der Tradition der Taufe Folge leisten möchte. Notiert werden dafür Lea und Lucien namentlich.
Sowohl der Familie Mareaux als auch Herrn Schwarzwasser werden von Hochwürden Hohenhain folgende Termine für eine persönliche Unterredung zur Planung der Taufe angeboten...
Der Bengel lümmelt nach einigen Tagen wieder vor dem Kloster herum, bis er entweder was zu essen oder einige Münzen abgestaubt hat, um dann kundzutun, dass der Rekrut am vierten Tag der Woche entsprechend zur vorgegebenen Zeit auftauchen wird.
29. Eluviar 261,
Schwingenstein,
Kloster der Lichteinigkeit
Der Lichtherrin Segen mit Euch.
Aufgrund der akuten Lage durch das Auftreten der Beulenpest
entfallen Pilgerreise und Taufen
an diesem Tage, zum Schutz aller Gemeindemitglieder. Doch üben wir uns dennoch in der Demut. Wer die Möglichkeit hat, der möge zur 20. Stunde dort niederknien, wo er sich Temora nah fühlt und fühlt Euch mit den anderen Menschen im Herzen verbunden, die es Euch gleich tun.
Betet demütig für die Gesundung der Erkranken und für die Befreiung von der Seuche.
All jene, die sich für die Taufe vorbereitet haben, mögen weiterhin mit uns im Austausch bleiben für einen alternativen Termin.
*Allerorts wo zuvor die Aushänge zum kirchlichen Feiertag hängen, werden die alten gegen neue Schriften ausgetauscht. So wird nun verkündet, dass die zum Tag der heiligen Ilara angedachte Pilgerreise aus Sicherheitsgründen abgesagt wird, um weitere Ansteckungen mit der Beulenpest zu vermeiden. Man wolle die Gemeinde jedoch dazu ermutigen, offen zur Herrin zu beten und um Schutz vor der Krankheit und zügige Genesung für die Erkrankten zu bitten. Der Glaube an Temora sei gerade auch in solchen beängstigenden Tagen ein starkes Fundament, das alle gemeinsam aufrecht halten sollten. Bei Not und Sorge stehe die Geweihtenschaft Temoras natürlich jederzeit für Gespräche und gemeinsame Gebete zur Verfügung.*
12. Schwalbenkunft 261,
Schwingenstein,
Kloster der Lichteinigkeit
Der Lichtherrin Segen mit Euch.
Temoras Güte und dem Einsatz der Heiler sei es gedankt, dass wir die Prüfung der Pest in Lichtenthal überstanden haben. Und so können wir nun die angedachten
Taufen und Glaubensbekenntnisse
drei unserer Gemeindemitglieder - Leaya und Lucien Mareaux, so wie Tristoban Schnellwasser - in Dankbarkeit und Demut nachholen.
Dazu laden wir die Gemeinde herzlich ein an diesem besonderen Moment im Leben jener drei Menschen teilzunehmen. Die Taufen finden am