Lange sass Devin am Feuer im Dorf Machad. Er überlegte was er als nächstes tun sollte. So viel hatte sich verändert und Devin wusste nicht wie er damit fertig werden sollte. Alles war anders nach seinem zwischenfall im Eis, nicht nur die Geschichte mit Slain dem Drachen, sondern auch sein Clan hatte sich verändert. Ein eigenes Dorf, in dem sich Devin nicht so richtig wohl fühlte. So beschloss Devin einen gewagten Schritt. Er wollte eine Reise antreten, nach Mollanogh.
Er verabschiedete sich bei niemandem und sagte nicht einmal Calan bescheid. Das Schif legte ab und Devin stand noch lange an Deck und schaute zurück zur Insel, denn er wusste nicht ob er sie je lebend wiedersehen würde.
Einige Tage dauerte die Reise und Devin fand kaum Schlaf. Der Kapitän steuerte ein entlegenes Stück Land an, das er noch von der Jagd mit seinem Vater kannte. Es konnte also nicht weit weg von seinem Hof sein. Devin stieg vom Schiff und st¨rmte sofort in den Wald hinein. Vorsichtshalbber zog er sein Schwert, man konnte nie wissen ob irgendwelche MacRaasaykrieger im Gebüsch lauerten. Langsam stieg die alte Wut wieder in ihm auf. Die alten Bilder kamen ihm wieder vor Augen. Die brennenden Häuser, die getöteten Freunde.
Devin lief weiter durch den Wald in Richtung seines alten Hofes und was er dann sah machte ihn noch wütender. Offenbar hatte eine Familie der MacRaasay den Hof wieder hergerichtet und wohnte wieder darin. Devin fasste den Griff seines Schwertes fester un schlich sich näher an das Hauptgebäude heran. Durch das Fenster hörte er Stimmen und er erkannte sofort den ekelhaften Dialekt der MacRaasay!
Devin lief zur Vordertür und stiess sie auf. Eine Familie sah ihn an, ein alter Mann, eine alte Frau und zwei Kinder von höchstens 10 Wintern. Wieder erinnterte sich Devin an die Bilder des überfalls. Eine unbeschreibliche Wut stieg in ihm auf, doch er bemerkte auch dass es falsch wäre eine hilflose Familie zu töten. Der Mann schrie einige Worte, doch Devin konnte ihn kaum hören. Er drehte sich um und rannte in den Wald. Einige Minuten lief er ohne Orientierung, ohne Ziel.
Als Devin eine Lichtung fand, versuchte er sich zu orientieren. Er hatte genug gesehen und wollte nur noch zurück zu seinem Clan nach Fuachtero. So machte er sich auf den Weg zurück. Als er am Hof vorbeilief schaute er noch einmal zum Fenster hinein und stoss einen tiefen seufzer aus. Dann kam er zum Schiff, das noch immer an der gleichen Stelle lag. Er stieg hinauf und geb dem Kapitän den Befehl auf schnellstem weg Fuachtero anzusteuern. Es gab viel zu bereden mit seinem Clan und diese Reise hat Devin die Augen geöffnet und ihm wurde klar, dass er viele Fehler gemacht hat.