Ein leises Ächzen entfleuchte den Lippen des Wüstenkriegers, als er sich frühmorgendlich aus dem Bett erhob. Kurz wurde ihm schwindelig und er musste einen Moment an der Bettkante verschnaufen – er hatte schlecht geschlafen. Ständig hatte er sich hin und hergewälzt, getrieben von einem inneren Feuer. Er hatte erst die Fenster geöffnet und die Kälte der nächtlichen Durrah eingesogen und für einen Moment meinte er die kurz aufkommende Übelkeit und die Hitzewallungen beseitigt zu haben.
Doch die Nacht zog sich ohne Besserung dahin. Trotzdem saß er nun pünktlich an der Bettkante, wie jeden Morgen, um seinen ersten Wachgang anzutreten. Er fühlte sich ausgelaugt, wie selten. Nicht so, wie nach einer anstrengenden Kletterpartie an den Hängen der Berge der Durrah, um seinen Körper zu fordern und seine Grenzen neu zu definieren oder den vielen Wachgängen, die er mit zusätzlichen Gewichten absolvierte, um Stärke und Ausdauer zu trainieren...neda, es war eine ungute körperliche Schwäche.
Ein krankes Mattheitsgefühl, dass sich in seinem Inneren eingenistet hatte und ihn körperlich, wie geistig zermürbte. Er nahm einen tiefen Schluck vom Quellenwasser der Oase und genehmigte sich einen Moment der Ruhe, ehe er routiniert die Morgenwaschung durchführte, um den fiebrigen Schweiß der Nacht zu beseitigen. Ordentlich wurde die Uniform angezogen und die Gewichtsmanschetten angebracht und kontrollierend festgezurrt.
Erneut überkam ihn eine kurze Welle der Übelkeit und des Schwindels. Er atmete tief durch Mund und Nase und versuchte die Schwäche wegzudrängen. An Frühstück oder einen frisch gebrühten Mocca war nicht zu denken. Wenn er nur daran dachte, wurde ihm wieder schlecht. Raschen Schrittes ging er aus der Haustür und packte seinen Shamshir.
Wenn sonst nichts half, musste er wohl seinem Körper zeigen, dass es nur einen Grund gab zu Schwitzen und das war der Routine werdende Ausdauer-Wachgang, denn er mit schnellem Schritt vollführte. Wie üblich begann er seine Runde am benachbarten Maristan und einem prüfenden Blick gen Oase, ehe er in Richtung Bank und Akademie vorbeizog, um an den herrschaftlichen Gräbern der verblichenen Emire und Esras eine Kurve zu drehen, um entlang des Hafens und Basars gen Kaserne zu laufen. Stets begleitet vom zermürbenden Pochen der kränklichen Hitze.
Adal merkte, wie schnell er außer Atem war und sein Körper nach Ruhe schrie, als wäre er ein junger Rekrut, der noch grün hinter den Ohren war oder ein Nordländer, der die Hitze nicht vertrug. Doch noch war sein Wille stärker und er zwang ein Bein vor das Andere und versuchte eine ruhige Mimik zu bewahren, während sein kontrollierender Blick über das erwachende Menek'Ur streifte. Erst an der Kaserne lehnte er sich einen Moment atemringend in den Schatten der Wand, als er sich unbeobachtet wähnte.
In den letzten Tagen hatte er erst nach dem Wachgang gen Staubviertel und der nördlichen Stadtflanke mit seiner Ausdauer hadern müssen, bedingt durch die zusätzlichen Gewichte. Doch gerade seit zwei Tagen hatte er auch dort einen Etappensieg errungen und seine Beine hatten sich an das zusätzliche Gewicht gewöhnt. Er nahm einen weiteren Schluck Wasser aus dem Ziegenlederschlauch, doch es brachte weniger Linderung, als erwartet.
Schritte kündigten eine andere Patrouille an, also nahm er wieder diszipliniert Haltung an und richtete das Shamshir aus. Zwei Akemis schritten an ihm vorbei, wurden der Anwesenheit des Jijkban gewahr und salutierten ordentlich. Mit einem Nicken quittierte Adal den Salut, ehe er sie ihren Rundgang weiter fortführen ließ. Einen Moment lang überlegte er, ob er sich vom Dienst abmelden sollte, um seine Krankheit auszukurieren –
oder war es die Wirkung dieses Tranks? Wenn er seine Ausbildung zum Charim abgeschlossen hatte und im unverbrüchlichen, tiefen Dienst gegenüber dem Erhabenen stand, konnte er sich auch keine Schwächen erlauben. Entschlossen setzte er seinen Wachgang fort und zwang seinen schwächelnden Leib durchzuhalten.
Von Disziplin und kleinen Gebrechen...
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Adal Yazir
- Beiträge: 477
- Registriert: Sonntag 13. November 2016, 14:10
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Adal Yazir
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Neda – er würde nicht ins Maristan gehen, noch einen Geweihten bitten ihm zu helfen, so wie ihm einige gutherzige Ratschläge nahe gelegt wurden, als seine Schweißausbrüche immer häufiger wurden. Nach Maheens Weihe durch den Erhabenen hatte er sich erschöpft zurückgezogen und konnte gerade noch das Zittern seiner Hände unterdrücken. Sein Körper stand unter Dauerbelastung. Es wurde mit jedem Tag schlimmer – doch er wusste, dass dies eine Prüfung war. Eine von vielen, die er bereits absolviert hatte.Auch jene würde er meistern und sich der Schwäche stoisch entgegen stellen.
Zuhause zog er die verschwitzte Kleidung aus, wusch sich und trank einige Gläser frisches Quellwasser, doch es verschaffte ihm nur kurzzeitig Linderung.
Wieweit an seine Grenzen würde diese 'Krankheit' ihn bringen...es wütete wie Feuer in ihm, wie Gift?
Erschöpft schlief er ein...
Als Adal wieder erwachte, fühlte er sich, als hätte er kein Auge zugetan, fühlte sich gar noch zermürbter als am Vortag.
Er war gereizt, schwach und ihm war schwindelig und schlecht.
Das Zittern am Leib konnte er nicht mehr unterdrücken. So konnte er eindeutig nicht zum Dienst antreten. Er lies einen Boten schicken, um sich vom Wachdienst abzumelden.
Seine Gedanken kreisten, konnten nichts recht fassen. Irgendwie musste er doch auch diesen inneren Feind besiegen können? Vor seinem inneren Auge beschwor Adal alle Unterweisungen und Erfahrungen hoch, die er in der Zeit als Talif erworben hatte.
Das war es!
Er setzte sich locker auf ein Kissen und faltete die Hände zusammen.
Körper und Geist würden sich gemeinsam den Auswirkungen des Tranks stellen.
Er hatte es geschafft seinen Leib zu stählen und seinen Willen zu formen, jeden Tag unter den harten Trainingseinheiten ein Stück weit mehr.
Nun musste er es nur noch schaffen sie als Einheit gegen das feurige Gift in seinem Inneren zu führen.
Wie er es im Tempel gelernt hatte, löste er seine Gedanken von allen Alltagssorgen und versuchte sich in Einklang zu bringen. Leise bewegten sich seine spröden Lippen zu einem ständigen Mandra „Abeer Eluv....abeer Eluv....abeer Eluv“ und nach und nach gelang es ihm seinen Geist meditativ zu leeren und die Unzulänglichkeiten des Trankes auszublenden.
Faser um Faser in seinen Körper hineinlauschend und seine Konzentration auf ein Ziel lenkend:
Das giftige Feuer auszulöschen und zu genesen.
Stunden des stillen Kampfes vergingen...
Zuhause zog er die verschwitzte Kleidung aus, wusch sich und trank einige Gläser frisches Quellwasser, doch es verschaffte ihm nur kurzzeitig Linderung.
Wieweit an seine Grenzen würde diese 'Krankheit' ihn bringen...es wütete wie Feuer in ihm, wie Gift?
Erschöpft schlief er ein...
Als Adal wieder erwachte, fühlte er sich, als hätte er kein Auge zugetan, fühlte sich gar noch zermürbter als am Vortag.
Er war gereizt, schwach und ihm war schwindelig und schlecht.
Das Zittern am Leib konnte er nicht mehr unterdrücken. So konnte er eindeutig nicht zum Dienst antreten. Er lies einen Boten schicken, um sich vom Wachdienst abzumelden.
Seine Gedanken kreisten, konnten nichts recht fassen. Irgendwie musste er doch auch diesen inneren Feind besiegen können? Vor seinem inneren Auge beschwor Adal alle Unterweisungen und Erfahrungen hoch, die er in der Zeit als Talif erworben hatte.
Das war es!
Er setzte sich locker auf ein Kissen und faltete die Hände zusammen.
Körper und Geist würden sich gemeinsam den Auswirkungen des Tranks stellen.
Er hatte es geschafft seinen Leib zu stählen und seinen Willen zu formen, jeden Tag unter den harten Trainingseinheiten ein Stück weit mehr.
Nun musste er es nur noch schaffen sie als Einheit gegen das feurige Gift in seinem Inneren zu führen.
Wie er es im Tempel gelernt hatte, löste er seine Gedanken von allen Alltagssorgen und versuchte sich in Einklang zu bringen. Leise bewegten sich seine spröden Lippen zu einem ständigen Mandra „Abeer Eluv....abeer Eluv....abeer Eluv“ und nach und nach gelang es ihm seinen Geist meditativ zu leeren und die Unzulänglichkeiten des Trankes auszublenden.
Faser um Faser in seinen Körper hineinlauschend und seine Konzentration auf ein Ziel lenkend:
Das giftige Feuer auszulöschen und zu genesen.
Stunden des stillen Kampfes vergingen...