Aufstehen…
Irgendwie die Kopfschmerzen besiegen…
Mh.. diese Robe geht noch
- ich muss mal wieder waschen -
Frühstück? …nein, ist ja eh nichts Frisches da
Außerdem hab ich keine Zeit zum Abwaschen… bestimmt nicht
Meine Stute sieht gesund aus, wie gut, dass der Stallknecht sich fürsorglich um sie kümmert
Aufschliessen, das Schild umdrehen, die Fenster öffnen
Warten.
Fingerbruch, Triefnase, Schramme und wieder eine Schwangere…
Wieso kann sie nicht woanders hingehen wo ich nicht sehen muss wie glücklich sie ist?
Warten.
Den Eintopf von gestern aufwärmen, den Linei mir gebracht hat
- Ihr Junge ist krank ich sollte sie freistellen -
Esme freut sich darüber und schenkt mir ein freudiges Schwanzwedeln…
Warum eigentlich? Weil ich ihren Napf fülle, sowie die Fässer dieser Stadt?
Wie gut, dass die Herren Rahals, es sind fast immer Männer, nicht mit dem Schwanz wedeln wenn sie ihre Tränke abholen
Warten.
Verbandwechsel, mal wieder eine Ogerbeere im Kompott, Sonnenbrand
Ein Fass hiervon, ein paar Fläschchen davon
- meine Vorräte schwinden, ich sollte wieder mischen -
Warten.
Es ist spät, hat die Glocke zwei oder drei Mal geschlagen?
Keine Bettpatienten, auch sonst niemand…
Ich laufe neben Dragora her, soll sie im Mondlicht etwas grasen
- vielleicht mal wieder ein Ausritt? Ein freier Tag? -
Wohin? Warum? Den Kopf frei bekommen von dieser Leere?
Schattenwinkel macht seinem Namen alle Ehre. Nirgends Licht, nicht um die Uhrzeit, außer hinten auf den Zinnen der Burg.
Was bewachen sie nochmal? Achja.. die Bewohner Wetteraus…
- Mal wieder in die Burg, aufräumen -
Obwohl... es muss ja jemand Unordnung schaffen, damit man sie beseitigen kann…
Ich bringe meine Stute zum Stall, ihr Futter steht bereit und der Knecht begrüßt erst sie, dann mich müde, habe ihn geweckt.
Sie freut sich bei ihm zu sein
Zuhause. Haus. Höhle.
Mein Körper spricht mit mir aber ich habe keine Lust zuzuhören
Ich habe fast alles geleert bis auf den Anisschnaps, aber ich würde eher sterben als ihn anzurühren…
Er muss ja was zu trinken haben wenn er wieder kommt und er riecht viel zu sehr nach ihm
Warten.
Eine halbe Flasche billiger Fusel, eine Kerze, das Sofa, unser Sofa und das flackernde Licht auf dem gestickten Drachen vor meiner Nase…
Eine Nase die ich auch schielend kaum noch sehe, so schmal ist sie geworden
- ich sollte was essen -
Statt nach oben zu gehen, schlage ich den Weg nach unten in den Keller ein, zum schlafen…
Warten.
Der hochprozentige Alkohol hilft mir wegzudämmern, schaltet meinen Körper aus
Nichts, Dämmerung, grauer Nebel über Waldboden, Wurzelwerk, Tiere begrüßen den Morgen, aber warum rufen sie so laut?
Unheilvolles Tosen, der Wind bringt das Laub ringsum zum flüstern, rascheln, warnendes Zischen…
Die Wurzeln winden sich, greifen nach meinen nackten Füßen
Unwirklich geht die Sonne überall dem auf und legt einen goldenen Schimmer… einen orangenen…
Ein rotes Züngeln… Feuer… und Blut auf die sich krümmenden Wurzeln.. Leiber
Es sind keine Waldbewohner die rufen, es sind die Schreie von Leidenden
Ich strecke meine Hände nach ihnen aus, ich muss ihnen helfen, das ist doch meine Pflicht?
Meine Finger sind fest verschnürt, von Bandagen gefesselt und zu kleinen unnützen Klumpen zusammengepresst - Bin ich verletzt? -
Hilflos blicke ich wieder zu Boden…
Der Griff einer Waffe, geborsten, blutig, der gebrochene Stiel eines Hammers… seines Hammers
Wie eine Schaufel voller geblendeter, ängstlicher Regenwürmer, die aus ihrer schützenden Erde gerissen wurden, winden sich Sterbende um mich herum…
Der Körper vor mir bewegt sich nun nicht mehr, aber das Zucken des Feuerscheins lässt den Drachen auf seiner Haut sich genauso elend krümmen wie die anderen bemitleidenswerten Kreaturen in deren Mitte ich stehe
Schwarze Strähnen, blutverklebt, schweissnass umrahmen das markante Gesicht, auf welchem ich zuerst die Narbe entdecke. Alles ist verschwommen, mein Blick wandert die Narbe herab zu den tiefen braunen Augen hin…
Sie starren mich an, anklagend und panisch aufgerissen… "Warum kommst du so spät?"
- Zu Spät -
Wieder diese Schreie, aber nicht aus seinem Mund... schrill, furchtvoll, verzweifelt…
Ich erwache nassgeschwitzt von dem Grauen geweckt, dass ich in die Dunkelheit brülle und die Kellerwände mir zurückwerfen
„Dir tut alles weh“ will mein Überbleibsel von Existenz mir sagen, aber ich höre wieder nicht zu, denn der Klang der vergangenen Nächte, wird von der heutigen genährt und hat sich in diesem Raum eingenistet
Er ist lauter als jedes Signal, dass von innen heraus versucht zu flüstern…
- Ja, es ist fast zu spät -
Ich stehe auf, die Kerze in der Wandhalterung ist beinahe herunter gebrannt, also habe ich doch geschlafen?
Meine Füße tragen mich über den kalten Steinboden auf das Bärenfell im Raum gegenüber und ich sehe in den Spiegel
Wer bist du? Warum siehst du mich so erschrocken an, als hättest du einen Geist gesehen?
Er antwortet nicht... noch nicht...
Warten.
Irgendwie die Kopfschmerzen besiegen…
Mh.. diese Robe geht noch
- ich muss mal wieder waschen -
Frühstück? …nein, ist ja eh nichts Frisches da
Außerdem hab ich keine Zeit zum Abwaschen… bestimmt nicht
Meine Stute sieht gesund aus, wie gut, dass der Stallknecht sich fürsorglich um sie kümmert
Aufschliessen, das Schild umdrehen, die Fenster öffnen
Warten.
Fingerbruch, Triefnase, Schramme und wieder eine Schwangere…
Wieso kann sie nicht woanders hingehen wo ich nicht sehen muss wie glücklich sie ist?
Warten.
Den Eintopf von gestern aufwärmen, den Linei mir gebracht hat
- Ihr Junge ist krank ich sollte sie freistellen -
Esme freut sich darüber und schenkt mir ein freudiges Schwanzwedeln…
Warum eigentlich? Weil ich ihren Napf fülle, sowie die Fässer dieser Stadt?
Wie gut, dass die Herren Rahals, es sind fast immer Männer, nicht mit dem Schwanz wedeln wenn sie ihre Tränke abholen
Warten.
Verbandwechsel, mal wieder eine Ogerbeere im Kompott, Sonnenbrand
Ein Fass hiervon, ein paar Fläschchen davon
- meine Vorräte schwinden, ich sollte wieder mischen -
Warten.
Es ist spät, hat die Glocke zwei oder drei Mal geschlagen?
Keine Bettpatienten, auch sonst niemand…
Ich laufe neben Dragora her, soll sie im Mondlicht etwas grasen
- vielleicht mal wieder ein Ausritt? Ein freier Tag? -
Wohin? Warum? Den Kopf frei bekommen von dieser Leere?
Schattenwinkel macht seinem Namen alle Ehre. Nirgends Licht, nicht um die Uhrzeit, außer hinten auf den Zinnen der Burg.
Was bewachen sie nochmal? Achja.. die Bewohner Wetteraus…
- Mal wieder in die Burg, aufräumen -
Obwohl... es muss ja jemand Unordnung schaffen, damit man sie beseitigen kann…
Ich bringe meine Stute zum Stall, ihr Futter steht bereit und der Knecht begrüßt erst sie, dann mich müde, habe ihn geweckt.
Sie freut sich bei ihm zu sein
Zuhause. Haus. Höhle.
Mein Körper spricht mit mir aber ich habe keine Lust zuzuhören
Ich habe fast alles geleert bis auf den Anisschnaps, aber ich würde eher sterben als ihn anzurühren…
Er muss ja was zu trinken haben wenn er wieder kommt und er riecht viel zu sehr nach ihm
Warten.
Eine halbe Flasche billiger Fusel, eine Kerze, das Sofa, unser Sofa und das flackernde Licht auf dem gestickten Drachen vor meiner Nase…
Eine Nase die ich auch schielend kaum noch sehe, so schmal ist sie geworden
- ich sollte was essen -
Statt nach oben zu gehen, schlage ich den Weg nach unten in den Keller ein, zum schlafen…
Warten.
Der hochprozentige Alkohol hilft mir wegzudämmern, schaltet meinen Körper aus
Nichts, Dämmerung, grauer Nebel über Waldboden, Wurzelwerk, Tiere begrüßen den Morgen, aber warum rufen sie so laut?
Unheilvolles Tosen, der Wind bringt das Laub ringsum zum flüstern, rascheln, warnendes Zischen…
Die Wurzeln winden sich, greifen nach meinen nackten Füßen
Unwirklich geht die Sonne überall dem auf und legt einen goldenen Schimmer… einen orangenen…
Ein rotes Züngeln… Feuer… und Blut auf die sich krümmenden Wurzeln.. Leiber
Es sind keine Waldbewohner die rufen, es sind die Schreie von Leidenden
Ich strecke meine Hände nach ihnen aus, ich muss ihnen helfen, das ist doch meine Pflicht?
Meine Finger sind fest verschnürt, von Bandagen gefesselt und zu kleinen unnützen Klumpen zusammengepresst - Bin ich verletzt? -
Hilflos blicke ich wieder zu Boden…
Der Griff einer Waffe, geborsten, blutig, der gebrochene Stiel eines Hammers… seines Hammers
Wie eine Schaufel voller geblendeter, ängstlicher Regenwürmer, die aus ihrer schützenden Erde gerissen wurden, winden sich Sterbende um mich herum…
Der Körper vor mir bewegt sich nun nicht mehr, aber das Zucken des Feuerscheins lässt den Drachen auf seiner Haut sich genauso elend krümmen wie die anderen bemitleidenswerten Kreaturen in deren Mitte ich stehe
Schwarze Strähnen, blutverklebt, schweissnass umrahmen das markante Gesicht, auf welchem ich zuerst die Narbe entdecke. Alles ist verschwommen, mein Blick wandert die Narbe herab zu den tiefen braunen Augen hin…
Sie starren mich an, anklagend und panisch aufgerissen… "Warum kommst du so spät?"
- Zu Spät -
Wieder diese Schreie, aber nicht aus seinem Mund... schrill, furchtvoll, verzweifelt…
Ich erwache nassgeschwitzt von dem Grauen geweckt, dass ich in die Dunkelheit brülle und die Kellerwände mir zurückwerfen
„Dir tut alles weh“ will mein Überbleibsel von Existenz mir sagen, aber ich höre wieder nicht zu, denn der Klang der vergangenen Nächte, wird von der heutigen genährt und hat sich in diesem Raum eingenistet
Er ist lauter als jedes Signal, dass von innen heraus versucht zu flüstern…
- Ja, es ist fast zu spät -
Ich stehe auf, die Kerze in der Wandhalterung ist beinahe herunter gebrannt, also habe ich doch geschlafen?
Meine Füße tragen mich über den kalten Steinboden auf das Bärenfell im Raum gegenüber und ich sehe in den Spiegel
Wer bist du? Warum siehst du mich so erschrocken an, als hättest du einen Geist gesehen?
Er antwortet nicht... noch nicht...
Warten.