Eine Botschaft für Marika Varys

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Schnapsdrossel
Beiträge: 17
Registriert: Dienstag 18. Juli 2017, 07:07

Eine Botschaft für Marika Varys

Beitrag von Schnapsdrossel »

*Eine dunkle Gestalt schleicht sich spät in der Nacht durch Gassen von Adoran. Auf dem Weg zum Hafenviertel nutzt er jeden noch so kleinen Schatten um den Blicken Neugier zu entgegen.
Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen schleicht er sich durch den Unrat am Hafen. Sein Ziel ist das Haus von Marika.
In einer kleinen Tasche am Gürtel ist eine Nachricht verpackt, ebenso ein kleiner Kaktus aus der Wüste Menekurs, mit diesem will er an sein dunkles Versprechen erinnern, welches er Marika gab.
An der Tür ihres Hauses angekommen schaut es sich einige Male um und vergewissert sich das ihn keiner beobachtet und sie auch nicht zuhause ist.
Mit geschickten Fingern macht er sich mit einem Dietrich an dem Schloss zu schaffen, bis ein leises Klicken zu hören ist. Einen Moment hält die dunkle Gestalt inne und schiebt dann vorsichtig die Tür auf.
Sorgam schaut es sich in dem kleinen Raum um und geht dann zielstrebig auf den Tisch zu.
Dort platziert er dann sein Schreiben, den kleinen Kaktus, ein Messer und eine kleine Feder.
Einen Moment lang begutachtet es das des Bild was sich ihm bietet, dann wendet er sich wieder zu Tür und geht.
Draußen angekommen zieht er die Tür leise wieder ins Schloss und schließt es wieder von außen ab.
Geduckt und fast mit den Schatten verschmolzen macht er sich wieder auf den Weg die Stadt wieder auf dem gleichen Weg zu verlassen. *


[img]http://up.picr.de/30612523sx.jpg[/img]
Marika Varys
Beiträge: 59
Registriert: Sonntag 2. April 2017, 20:02

Beitrag von Marika Varys »

Beschwingt kam sie Heim, gut gelaunt, beschwingt, ein fröhliches Liedchen summend - etwas schief würde der Betrachter vermutlich monieren, aber das fiel Marika gar nicht auf - der vierte Tag nach dem Überfall war es gewesen, der vierte und es machte nicht den Anschein, als würde irgendjemand nach ihr suchen. Wie sollte sie auch jemand vollkommen fremdes finden - hier im kleinen Haus am Hafen. Heute wäre der erste Tag nach dieser schrecklichen Nacht vor vier Tagen an dem sie wieder zuhause schlafen würde - allein. Zuhause, in ihrem ZUHAUSE, es war eigentlich kein Zuhause wie viele andere sich ein Heim vorstellten. Eigentlich war es mehr eine Hütte und der ein oder andere Passant würde vermutlich die Stirn runzeln und betonen, dass eine kleine, zugige Hütte in einem heruntergekommenen Hafenbezirk kein guter Ort für eine junge Frau war und dennoch für Marika war es keine baufällige Hütte, sondern ihr Zuhause, ein Ort, den sie sich selbst geschaffen und redlich erarbeitet hatte mit einem weichen Bett, einem trockenen Dach und einem wärmenden Feuer. Sicherheit und Vertrautheit ging von diesem Ort aus.
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Sie öffnete die Tür, angelte ein letztes Stück Kuchen aus ihrer Tasche - er war ein klein wenig matschig, aber sie folgte getreu dem Motto besser ein matschiger Kuchen als kein Kuchen und ließ sich auf eines der Kissen vor dem Feuer plumpsen. Den Kopf gegen die Wand hinter sich gelehnt atmete sie den vertrauten Duft getrockneter Kräuter und Blüten ein, die Wände und teile des Bodens bedeckten und ein Lächeln stahl sich auf ihr Gesicht. Für einen Augenblick gestattete sich die junge Frau dem rauschen der Wellen vor dem Fenster zu lauschen. Genau dieser Augenblick war es, der alles verändern sollte, denn just in diesem Moment fielen ihr auf:


  • 1. Sie konnte sich nicht erinnern schon mal so einen seltsamen Auswuchs mit Stacheln gesehen zu haben wie jenen, der dort auf ihrem Tisch lag und ganz sicher hatte er dort nicht gelegen als sie vor 4 Tagen das Haus verlassen hatte.


    2. Lag dort eine Feder - mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hatte sich keine Schwalbenfamilie in der warmen Hütte eingenistet,
    dann lägen hier mehr Federn!, dachte sie sich.


    3.Direkt neben beiden Gegenständen lag ein versiegeltes Schreiben, das mit einem Messer, das ihr ebenfalls kein bisschen bekannt vor kam auf ihrem Arbeitstisch befestigt war.


Mit zitternden Händen löste sie das Messer, brach das Sigel und starrte den Brief eine Zeitlang an, ohne den Inhalt wirklich zu verstehen. Nach und nach Begriff sie erst die Tragweite des geschriebenen…hektisch sah sie sich um.
Wie lange war er schon fort? Wann würde er wieder kommen? Denn die Hoffnung er würde nie wiederkommen war in just diesem Augenblick verfolgen.
Sie musste zurück zu ihren Schwestern…am besten sofort, keine Zeit verschwenden, erst danach würde sie sich Gedanken machen was all dies zu Bedeuten hatte.
Entschlossen griff sie alles nötige, sah sich noch einmal um und zog die Tür fest hinter sich zu.
In dem Moment klang ihr ein Lied aus ihrer Kindheit in den Ohren:



Der Weg ist sehr weit,
doch Angst hast Du nicht!
Weder in der Dunkelheit
noch im Licht!
 
Das Lächeln bleibt in Deinem Gesicht
Augen die glücklich funkeln,
vertreiben jeden Bösewicht
im Licht und wie im Dunkeln!
 
Das Böse das hat Angst von dir
es wird dich nicht erschrecken!
Es geht weg von hier,
die Angst bleibt in ihm stecken!
 
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Schnapsdrossel
Beiträge: 17
Registriert: Dienstag 18. Juli 2017, 07:07

Beitrag von Schnapsdrossel »

Stunden und Tage verstrichen und immer wieder suchte er in den verschiedensten Verkleidungen die Baracke auf. Durch die Scheibe konnte er sehen das das Schreiben verschwunden war. Seine Botschaft wurde also gesehen und wohl auch gelesen.
Doch es deutet alles darauf hin das die Bewohnerin überstürzt aufgebrochen war, und seit dem nicht mehr wiedergekehrt ist.
Es machte in doch etwas stutzig. Sein Vorhaben war gefasst und er wollte es nicht gefährdet seine. So sah er doch in ihr das perfekte Opfer das ihre Rolle gut spielen sollte.
Doch warum war sie nicht da?

Hatte sie vor ihn zu verraten und seine Botschaft weitergeben?

Nein! Das glaubte er nicht, dafür hatte sie zu viel Angst.
Und sie wird wohl nicht so dumm sein ihrer kleinen Freundin so in den Rücken zu fallen.

Hatte sie Angst bekommen und ist sie geflüchtet?
Das schien ihm schon ehr möglich doch auch hier hatte er Zweifel, schließlich hatte er damit gedroht ihrer kleinen Freundin etwas anzutun.

Nein... Nein... Dachte er sich. So abgebrüht ist sie nicht. Auch wenn die damals geflohen ist aus Barjad. Es war zwar mutig von ihr gewesen, doch hatte es ihm sogar in die Hände gespielt.
So konnte er sich in einer Verkleidung auf den Weg machen um ihr zu folgen, anders hätte er wahrscheinlich sogar Probleme gehabt ihre Hütte zu finden um ihr die Nachricht zu übermittel.

Nervös und etwas aufgebracht schreitet er durch seinen Raum auf und ab.
Seine Gedenken drehten sich die ganze Zeit um ihre plötzliches und übereiltes verschwinden. Grübelte er über seinen nächsten Schritt nach.
Er ließ sich an einem Tisch nieder und schütte sich etwas Wein aus einer halb vollen Karaffe in einen kleinen Tonbecher und nahm einen Schluck.
Tief atmete er durch und als er die rote Flüssigkeit seine Kehle hinunterrinnen ließ.
Als der Becher leer war donnerte er ihn auf den Tisch und ein paar der restlichen Tropfen suchten sich ihre vom Grund des Bechers auf den Tisch.
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Es Reicht!


Entfuhr es ihn und er drückte dich am Tisch auf und schritt zielstrebig auf seinen Schrank zu, in dem er seine etlichen Verkleidungen hatte.
Sein Blick schweifte durch die zahlreichen Kleider, über die Perücken, Falschen Bärte und Tiegelchen und Töpfchen in den Schminke und andere Utensilien waren um sich zu tarnen und zu verkleiden.
Er entschied sich diesmal jedoch für eine seiner Rüstungen und einen Helm aus Knochen. Sollte er sich vorfinden, so wollte er ihr damit ein klare Botschaft übermitteln.

So machte er sich daran in seine Rüstung zu schlüpfen.
An seinem Gürtel hängte er eine kleine Handarmbrust, an einer kleinen, ledernen Scheide an seinem Bein stecke ein Messer.
Um seinen Brust war an seinem dunklen Lederwams ein Gut befestigt an dem zahlreiche Messer Stecken die zum Werfen gedacht waren.
Ebenso hatte er an seinem rechten Arm, unter dem Armschutz einen ein weiteres Messer versteckt, welche es bei Bedarf mit einem Ruck in seine Hand gleiten lassen konnte.
So gerüstet packte er sich einen großen dunklen Mantel und warf ihn sich über, um seine Rüstung zu verbergen, eben so packte er sich eine Kapuze die er sich tief ins Gesicht zog.
Ehe er den Schrank schloss packte er sich noch eine kleine Narrenkappe sie er zusammen mit seinem Helm in ein Rucksack stopfe, den er sich dann über die Schulter warf.

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Er Zog die Tür zu seinem Raum zu und macht sich auf den Weg zu der Baracke.
Da es schon spät war, war es ein leichtes für ihn die Schatten zu seinem Vorteil zu nutzen und den Blicken der Wachen in Adoran aus dem Weg zu gehen. Da er seinen Weg nun schon kannte mach es führ ihn noch leichter und so kam er schnell an seinem Ziel an.
Er hatte gehofft das sie vielleicht da ist, so recht hatte er es nicht erwartet.
Und so war es auch... die Hütte war leer und es sah weiterhin so wie bei seinem letzten Besuch.
Der Geruch in der Hütte der noch bei seinem letzten Besuch zu gegen war, der von Kräutern und dem Geruch einer Schlafstätte ist nach und nach gewichen und hat sich mit dem modrigen Geruch des Hafens gewichen.
Das einzige was er noch sah war ein Stück aufgeweichter Kuchen auf dem Boden, der sich an einige stellen bereit mit einem grünen Pelz überzogen hatte.

Er schaute sich in dem Raum um sein Blick heftet sich an den Teddy der auf ihrem Bett lag.
Er nahm ihn vom Kissen und sah nach ob sich eine Nachricht darin verbarg, doch es war nicht.... Nichts!
Mit einem tiefen brummen riss er ihm den Kopf vom Leib und stopfte ihn in seine Tasche, aus der er dann auch die Narrenkappe zog. Diese warf er dann zusammen mit dem Kopflosen Teddy auf ihre Bett, in der Hoffnung das sie nun die Warnung etwas deutlicher verstehen würde.

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Ehe er nun wieder die Hütter verlassen würde, sah er sich noch einmal in dem Raum um, ob es nicht doch ein Anzeichen geben würde, wo sie sich nun Aufhalten würde.

Er sah einige der getrockneten Kräuter die an der Decke hingen und riss einige davon ab.

Er wählte bewusst welche die ihm nicht sehr bekannt vorkamen.

Er würde später einen Kräuterkundigen befragen um herauszufinden wo man sowas finden kann. Vielleicht gab dies mehr Aufschluss und er würde sie finden.

Er beschloss auch in den nächsten Tagen ab und an durch Adoran zu ziehen um sie zu finden. Vielleicht war sie auch gar nicht so weit weg sie hat sich ins Innere der Stadt geflüchtet.

Er wird sie finden.... So oder so, das war ihm klar. Es war nur eine Frage der Zeit!
Zuletzt geändert von Schnapsdrossel am Samstag 14. Oktober 2017, 15:57, insgesamt 1-mal geändert.
Marika Varys
Beiträge: 59
Registriert: Sonntag 2. April 2017, 20:02

Beitrag von Marika Varys »

Ein schrecklich zorniger Kopfschmerz tobte und wütete durch ihrem Kopf, einem Schabernack treibenden Kobold gleich - einem wirklich wirklich durchtrieben bösen Kobold. Sie rieb sich die Schläfen und seufzte leise, dabei betrachtete sie konzentriert das Aquarium vor sich, bedacht darauf keinen der umherhuschenden Fische zu verpassen und bloß nicht weiter über die beiden vergangenen Tage nachdenken zu müssen. Viel war geschehen - zu viel nach dem Geschmack der jungen Frau.

Es gefiel ihr nicht, dass sie Adoran nicht verlassen…- Schleierfisch, einen Moment lang folgte sie dem bunt schillernden Tier mit den Augen - verlassen durfte.
‚Adoranarrest‘ - da waren sich alle einig gewesen, einer der wenigen Punkte bei dem sich bei diesem Treffen alle einig waren. Es hatte sie einfach nicht hier gehalten, obwohl es mittlerweile den Anschein hatte als wenn der Mann in Rot - denn so hatte sie ihn für sich getauft - sich in jeder Ecke, jedem Winkel und jedem Schatten versteckte. Bei jedem falschen Geräusch schreckte sich hoch zer- Gabelbart , der Zierfisch lieferte sich eine Auseinandersetzung mit dem benachbarten Scheibenputzerfisch- jedenfalls schreckte sie bei allen möglichen Geräuschen auf und ließ das ein oder andere fallen. Scherben bringen eben nicht immer Glück! Jedenfalls hatte es ihr schon heute nach nur zwei Tagen im Sumpf gereicht zwei untätige Tage waren einfach zu viel gewesen und was konnte schon geschehen, wenn sie sich unter eine Gruppe Reisende mischte und zum handeln mit etwas Fisch auf den Bajarder Marktplatz schlich? - Ein Seepferdchen huschte vorbei und versteckte sich gleich hinter einem großen Bündel Algen.- Nichts war geschehen ‚Und ich dumme Gans habe mich dennoch gefürchtet wie das Huhn vor dem Schlachter.‘ Noch schlimmer war es gekommen, erwischt wurde sie bei ihrem Ausflug.
Zum Glück war sie nicht böse auf sie gewesen, einen kurzen Augenblick hatte sie sich wirklich gefürchtet, ihre Freundin könnte das Angebot zurückziehen. Könnte ihr verwehren von nun an bei ihr zu leben, zumindest bis die Gefahr vorüber war.
- Wie ein Vogel im Käfig - Es war nicht so, dass Marika nicht dankbar gewesen wäre für das Angebot, das Haus war wunderschön, die Gesellschaft war gut sie konnte sich beinahe fühlen wie zuhause - ein kleiner grauer Fisch dessen Namen sie nicht kannte hob einen der feinen Sandkiesel vom Boden auf- Besser hätte sie es sogar beinahe nicht treffen können und der Platz hier am Aquarium würde wohl noch ihr Lieblingsplatz werden.



[img]http://www.meerwasser-guide.de/wp-content/uploads/2014/08/3869250411_4e6321c335_z.jpg[/img]




Dennoch war es nicht ihr Heim, nicht die kleine Hütte am Meer, bei denen sie bereitet vom Tosen der Wellen und vom Rauschen des Windes besser einschlafen konnte als überall sonst auf der Welt. Dem kleinen Stück der Welt, das sie zu ihrem Eigen hatte machen können… zu ihrem Reich.

Und als wäre das noch nicht genug gewesen war er schon wieder dort gewesen. Wie ein listiges unerwünschtes biestiges Mardertier, das sich durch jeden Winkel hinein schlängelte, ohne dass es sichtbare Spuren gab. Ihren Bären hatte er zerfetzt und die Narrekappe dort gelassen. Ein Erneutes Seufzten entfuhr ihr und sie erhöhte den Druck auf die Schläfen, als das Pochen einfach nicht aufhören wollte
- listiger kleiner Kobold.

[img]http://www.bearsonalitys.de/teddydoktor/beisp1.jpg[/img]


Zitternd hatte sie in der Hütte gestanden und sie war so froh gewesen nicht allein her gekommen zu sein. Ihre Freundin hatte genau gewusst was zutun war. Hatte kurze Hand einen Brief diktiert. Doch war ihre Hand so zitterig gewesen, dass sie ihn nochmal hatten schreiben müssen. Um genau zu sein hatte sie selbst also gar nichts geschrieben sondern das Tintenklecksige Übel beiseite gelegt und es ihrer Freundin überlassen den Brief für sie zu schreiben. Ich bewundere sie….um diesen Mut und diese Sicherheit, dachte sie bei sich, während sie das Augenmerk wieder auf das Gewusel im Aquarium vor sich richtete.

Jedenfalls bin ich jetzt hier….und ich werde dankbar sein. Und der Mann in rot wird früher als er denkt für alles büßen…für jede einzelne Minute der Angst. Entschlossen nickte sie zu sich selbst. Und dies war der Moment in dem sie beschloss nicht nur zu versuchen der Angst entgegen zu treten….sondern auch dem hartnäckigen Kopfschmerzkobold entschlossen und mit Hilfe des Liedes entgegen zu treten.


Zuletzt geändert von Marika Varys am Montag 16. Oktober 2017, 00:15, insgesamt 1-mal geändert.
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