*abermals macht sich der eifrige Bote auf den Weg um eine Botschaft an Magister Vylen zu überbringen*
Des All-Einen Segen mit euch, Magister Althan.
Ich stelle fest, dass ihr tief getroffen seid von meiner einfachen Bitte. Dennoch bestehe ich weiterhin darauf, dass für euch die gleichen Bedingungen bestehen wie für jeden, der seinen Dienst nicht in den Reihen der Templer des All-Einen verrichtet. Wie ich bereits feststellte, steht es euch frei von euren Erfahrungen zu berichten oder eure Sicht der Gebote darzulegen. Tatsächlichen Unterricht in den Lehren des Tempels könnt ihr indes nicht anbieten und ich weise euch hiermit an, diesen Eindruck gegenüber Anwärtern des Tempels, Bürgern des Reiches und jedem anderen zu unterlassen.
Ich habe selbst lange bestehende Freundschaften zu Mitgliedern des Ordens der Arkorither. Eurer Argumentation nach befähigt mich dies, Unterricht für Magieschüler anzubieten. Da ihr für euch in Anspruch nehmt, die Gebote verinnerlicht zu haben, werdet ihr gewiss zustimmen, dass ein jeder seine Aufgabe hat. So wie ihr euch um Magier der Arkorither kümmert, unterrichtet der Tempel seine Anwärter. Ich hoffe, dass Hochmut oder Eitelkeit euch bei dieser Erkenntnis nicht im Wege stehen.
Um in Zukunft zu garantieren, dass es euch keine weitere Zeit kostet, werde ich Anweisung geben, dass Schüler des Tempels euch nicht mehr aufsuchen. Eure recht plumpen Versuche der Provokation überlese ich nachsichtig mit weiterhin gutem Willen euch gegenüber.
Es ist bedauerlich zu sehen, dass ihr darüber hinaus eventuelle Missverständnisse nun auf Herrn Lewenstein zu legen versucht. Ich möchte euch an dieser Stelle im Sinne der Gebote ans Herz legen, auch euch selbst und euer Handeln sowie eure Worte stets zu überprüfen, da kein Mensch unfehlbar ist.
Es sei damit festgestellt, dass ihr Zukünftig jedem der euch aufsucht, unmissverständlich klar macht, dass ihr nicht in der Position seid, Unterricht in den Lehren des Tempels anzubieten, darüber hinaus aber gern euer Wissen, eure Interpretationen oder eure Ansichten in einem einfachen Gespräch darlegen könnt, so wie es jedem Bürger des Reiches freisteht.
Leider muss ich euch zusätzlich mitteilen, dass eure freundschaftliche Verbindung mit einer Templerin nicht ausreicht, um eure Behauptung zu unterstreichen, dass ihr die Lehren des Tempels vollumfänglich versteht. In den vergangenen Jahren hat sich vieles geändert und tatsächlich mussten wir einige Eurer Bücher mittlerweile aus den Regalen nehmen, da die Schlüsse zu denen ihr gekommen seid sich bei näherer Überprüfung als falsch herausgestellt haben.
Solltet ihr diesbezüglich Fragen haben, oder Unterricht in den Lehren des All-Einen wünschen wie wir ihn jedem Bürger anbieten, könnt ihr gerne um einen Termin mit einem Templer ersuchen und eure Fragen stellen. Diese Angelegenheit ist ansonsten von meiner Seite aus abgeschlossen.
Möge ihm gefallen, was er von euch sieht.
Clerica Alataris