Der Aufbruch
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Vor einem viertel Jahr ist er am Hafen Rahals in ein Schiff gestiegen und hat den Weg in die einstige Heimat Drachenstein angetreten. Für ihn war Drachenstein noch immer rechtmäßiges Dracones-Land selbst wenn sie zuletzt von den fremden Horden vertrieben wurden die das Land nun mit ihrer dreckigen Anwesenheit besudeln. Und all die Ereignisse, die zuletzt auf Drachenstein stattgefunden hatten, der Auslöser dafür war, dass die Familie sich in alle Himmelsrichtungen zersplitterte und sich nur mit viel Mühe halbwegs auf Gerimor eingefunden hatte. Die Erinnerungen und die Geschichte der Dracones ist nach wie vor sehr eng mit diesem Ort verbunden und er und auch viele andere seiner Geschwister haben Rache geschworen, für das was dort passiert ist.
Nebst all den Zielen, die er sich vorgenommen hatte auf Gerimor zu erreichen, schwebte doch dieses eine Ziel immerwährend und mahnend wie ein Damokles-Schwert über seinem Haupte und lauerte auf den Tag, an dem es hinabsausen könnte wenn er seinen eigenen Worten und Versprechungen nicht folgte. Doch weder hatte er vergessen noch könnte er jemals vergeben.. darum hatte er einen Kapitän ausfindig gemacht, der gierig genug war, die weite Entfernung zurückzulegen und ihn bis in sein ehemaliges Heimatland zu bringen. Und nachdem ihm das rahalische Reich zuletzt einen erheblichen Dämpfer entgegengebracht hatte, was das vorankommen in seiner Laufbahn anbelangte, hatte und er nicht so richtig ausmachen konnte wohin die mittelfristige Zukunft ihn führen würde. Es fühlte sich für ihn so an als sei er an einem Punkt angelangt an dem er erst mit der Vergangenheit abschließen müsse, ehe sich ihm die Zukunft offenbarte. So ließ er mit unklaren und gemischten Gefühlen sein hübsches Weib, seine Geschwister und eine Gilde zurück, die ihn zum Anführer auserkoren hatte, um mit der Vergangenheit ins Reine zu gelangen. Was er mit sich nahm war sein legendärer Donnerhammer, welchen Jahre zuvor auch schon sein Vater auf den Schlachtfeldern Drachensteins geschwungen hatte, seine Rüstung, Verpflegung und einen klimpernden Sack Gold für den Fall der Fälle. Irgendwie war das genau so viel, wie das was er damals mit sich führte als er von Drachenstein nach Gerimor geflohen ist. Erwähnenswert ist allerdings, dass er nicht mehr ganz der selbe war. Die Zeiten in denen er wie damals auf Drachenstein unerfahren Truppen aus dem Hintergrund lenkte waren vorbei. Seit seiner Ankunft auf Gerimor hatte er wie ein besessener Fanatiker an seiner Kampfkraft gearbeitet und unzählbare Stunde damit zugebracht sich in jederlei Hinsicht zu verbessern. Die körperlichen Höchstleistungen zu denen er sich selbst anspornte wurden gepaart mit der rahalischen Doktrin und das machte ihn zu einer unberechenbaren Persönlichkeit auf dem Feld und auch abseits davon. So war also trotz der ähnlich mitgeführten Gegenstände die Ausgangssituation eine andere. Eine bessere.. für ihn.
Die Überfahrt mittels des Goldgierigen Kapitäns kostete ihn eine erhebliche Summe Gold, doch er hatte Gold.. und das zu Hauf. Seine Brüder und er, selbst sein Weib, alle wussten gut an das güldene Stück Metall zu gelangen und machten freilich erheblichen Gebrauch davon, wann immer sie es für nötig empfunden hatten.
Die Entfernung nach Drachenstein zurückzulegen dauerte eine Gefühlte Ewigkeit. Zwei Mondläufe zur See, einen Mondlauf Fußmarsch über eine Landzunge und am Ende nochmal einen Mondlauf zur See um in einen Hafen Drachensteins einzulaufen. So viele einsame Nächte hatte er lang nicht mehr verbracht und hin und wieder.. sah er sich genötigt seine Hand das Werk vollrichten zu lassen, welches sein Weib sonst für sich beanspruchte.. unfassbar.
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Die Tage hingegen waren recht amüsant, vor allem jene die er auf dem Schiff zubrachte. Es gab unter der Besatzung des Schiffes eine Art Listenführung für ausgetragene Zweikämpfe. Die Regeln waren recht simpel: Gekämpft wird mit den Fäusten und der erste der zu Boden geht hat den Kampf verloren. Die ersten Abende hatte er nur zugesehen und dabei festgestellt, dass diese Piraten gar keine so schlechten Kämpfer sind. Doch es dauerte nicht lang bis es ihn so sehr in den Fingern juckte das er einfach antreten musste allein schon nur um diesen Jungspunden mal etwas von der brachialen Gewalt eines Dracones spüren zu lassen. Er „schlug“ sich gut, ihm stand nicht jeden Tag der Sinn danach, doch die Kämpfe, die er angetreten hatte gewann er und verdiente sich seinen Respekt unter der „Crew“. Für jeden Sieg erhielt er von dem Tättowiermeister an Board einen Strich an seinem linken Unterarm. Auf das ein jeder Pirat sehen kann, wer er war und welche Leistung er erbracht hatte.
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Nur das erreichen des Hafens in Drachenstein, hatte ihn davon abgehalten noch weitere Striche zu erhalten, oder aber ihn davor bewahrt das seine tadellose Siegesserie von jemandem durchbrochen wurde.
Die Ankunft
Nichts war mehr wie früher. Die wenigen Jahre, in welcher die Familie hier nicht mehr präsent war, hatten ausgereicht um nahezu alles zu verändern. Er kannte diesen Hafen genau. Früher sah man überall das Familienbanner im Winde wehen, pompöse Statuen mit dem Drachenwappen, Soldaten in glänzend silbernen Rüstungen mit den markant grünen Wappenröcken und selbst die allgemeine Grußformel der Bürger „Dracones Victus“ kündigte an, in welchem Herrschaftsgebiet man sich befand. Nichts war mehr von ihrer „Ära“ geblieben.
Der Kapitän hatte ihm während der Überfahrt davon berichtet, dass die Leute dort nun Magiefanaten wären und mit den Worten „In Magica Veritas“ grüßten. Überall wäre die Präsenz des Magierbundes spürbar und es wäre deutlich zu sehen, welches Machtgefüge sie im Land etablieren konnten. Sie nannten es Magokratie – frei nach dem Motto: Es ist das intelligenteste wenn die Intelligentesten alles anführen. Und wenn man den Magierbund dazu befragte, waren Magier freilich die intelligentesten Geschöpfe und man dürfe sich geehrt fühlen neben ihnen zu stehen und in ihrem Schatten zu wandeln. Denn ihre Weisheit und Einsicht reicht weit und ist tiefgründig. Ein jeder der Magiebegabt war, zählte zu einer Art Anführerkaste. Der restliche dümmliche Pöbel oder die primitiven Bauernlinge haben auf Anweisungen zu warten. Als Krieger konntest du nur in ihrem Ansehen und ihrer Gesellschaftsordnung aufsteigen, wenn du dich in den persönlichen Dienst einstellen ließt. Diese Krieger nannten sich „Kultisten“. Man sah sie überall – an jeder Furt, an jedem Tor, patrouillierend durch die Gassen und Straßen. Sie wären es, die die Ordnung im ganzen Reich stabil und aufrecht hielten.
Verachtenswert.. Seltsam war irgendwie nur, dass sie an diesem System niemand zu stören schien. Kein Wort von Rebellionen oder Aufrührern. Nichts. Er musste sich das selbst ansehen.
Die Hafenarbeiter waren so damit beschäftigt auf Anweisungen von dem magiebegabten Hafenleiter zu warten, dass sie ihn unter den von Board gehenden Mannen gar nicht bemerkten. Oder kannten sie ihn nicht mehr?
Er hatte sich schon beim Einlaufen in den Hafen die Zeit genommen sich von der Crew zu verabschieden und dem Kapitän sein Gold auszuzahlen, damit er still und ohne groß aufsehen zu erregen erst einmal von Board gehen kann. Bevor er auch nur in irgendeiner Art und Weise handelte wollte er erst einmal die Lage einschätzen.
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Seine ersten Beobachtungen widmeten sich vor allem dem geschäftigem Tun am Hafen zu. Er hatte sich etwas Abseits mit Robe, und tief ins Gesicht gezogener Kapuze auf ein altes kaputtes Stück Mauer gesetzt um zu beobachten und seine Kehle mit einem guten Schluck Rum zu befeuchten. Alles lief übernatürlich optimiert und geordnet ab. Schwere Lasten wurden von magisch erschaffenen Wesen bewegt. Sie sahen aus wie Erdelementare. Ein jeder drückte sich kultiviert und höflich gegenüber dem anderen aus und in den Tavernen wurde mehr Wasser und Saft ausgeschenkt als Rum oder Bier. Verdammt noch mal.. was war hier los?
Nachdem er etwa eine halbe Stunde das Treiben verfolgt hatte erhob er sich um den Hafen zu verlassen und ins Landesinnere zu ziehen. Er musste sehen ob es andernorts auch so ablief und vor allem, was aus der alten Burg der Familie geworden ist. Als er sich dem Ausgang des Hafendorfes näherte bemerkte er eine kleinere Schlange von Händlern und Bürgern welche ebenfalls das Hafendorf verlassen wollten. Alles was sie ausführten wurden von zwei „Kultisten“ am Portal des Dorfes peinlich genau notiert und auf seine Akkuratheit überprüft. Darüber hinaus fragten sie am Schluss einen jeden noch nach einer Parole. Erst verstand er garnicht was die Menschen den Kultisten antworteten, doch als er weiter und weiter in der Reihe vorrückte vernahm er die Worte immer und immer wieder:
> In Magica Veritas. Parole?
>> Tod den Dracones.
> Ihr dürft passieren.
> Nächster! In magica Veritas...
Ein zischen dringt nach außen als er die Luft durch die Nasenlöcher in die Lunge zieht und sein Brustkorb sich ausweitet.
Das Landesinnere
Am Rand eines kleinen Baches gehockt, wäscht er sich das Blut aus der Robe und von der Front seines Hammers. Er stellte sicher dass beiden Kultisten nie wieder nach auch nur irgendetwas erfragen konnten. Was ist nur aus diesem Ort in so kurzer Zeit geworden? Er fühlte sich fremd im eigenem Land. Er konnte sich einfach nicht beherrschen ihnen auf ihre Frage gebührend mit einem Dracones Victus! zu antworten. Die Ausdrücke ihrer aufgerissenen Augen und ihrer überraschten Gesichter werden ihm noch eine Weile im Geiste herumgehen, doch damit ist er auch das Risiko eingegangen den Bund über seine Anwesenheit zumindest zu alarmieren. Nun musste er sich noch mehr vorsehen als so oder so schon. Wer weiß ob es so einen Vorfall in einem, zumindest nach dem ersten Eindruck, derart optimiertem Land überhaupt noch gab. Und sie ob einer Rarität dieser Vorfälle nicht schon dabei sind die Sache zu überprüfen und die Umgebung nach dem blutig-berobten Täter abzusuchen. Er reinigte sich gründlich ehe er sich weiter auf den Weg machte. Er reiste etwas Abseits der Wege und Kontrollposten und nutzt abgelegene Pfade und Waldwege, auf denen er und Darion früher immer Vincent zurück in die Burg geschmuggelt hatten, wenn dieser von eifersüchtigen Ehemännern verfolgt wurde. Die ersten zwei Tage und Nächte hatte er davon abgesehen Dörfer oder belebte Orte zu betreten, doch als er am dritten Abend den Weg einer Taverne kreuzte, entschloss er sich dort einzukehren. Er musste seine Vorräte auffüllen und Tavernen sind darüber hinaus gute Orte um über aktuelle Geschehenisse und Gerüchte Informationen zu erhalten.
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Als er die Taverne betrat, schwenkten ein paar blicke zum Eingang hin und musterten ihn. Für einen Moment brachte ihn die Aufmerksamkeit dazu inne zu halten, ehe er die Tür hinter sich wieder schloss und einen freien Tisch ansteuert. Eine kurze Weile nachdem er sich hingesetzt hatte kam eine recht üppige Barmaid an seinen Tisch und nachdem sie ihn mit den Worten „In Magica Veritas“ begrüßte bot sie ihm die Empfehlung des Tages als Abendmahl an und einen Humpen Bier dazu, wenn die entsprechenden Münzen hatte all dies zu bezahlen. Er orderte mehrere Portionen und bestellte auch mitnehmbare Wegrationen für die kommenden Tage. Er bezahlte im Voraus und quälte sich dann ein laut der Barmaid akkurat abgeschmecktes und rundum ausgewogenes Abendessen nach Rezept des Magierbundes herunter - bestehend aus einem Ingwer Gurkensalat mit Apfel und Sellerie, gedämpfte Zucchini mit gefüllten Kräuter-CousCous und als Abschluss des lukullischen Mahles ein mit Kümmel gewürztes Blau-Rotes Linsencurry. Das beste für den Zauberer und ein absoluter Verkaufsschlager. Da wäre alles enthalten was die Gesetzliche Diät vorsieht.
„Was für eine Scheiße. Herrje.. war Rum und Fleisch zu viel verlangt?“ - Er dachte es, doch sprach es nicht aus um keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Als er etwas Zeit damit zubrachte sich von diesem… Abendessen.. zu erholen bemerkte er einen älteren Herren am anderen Ende der Taverne. Er saß ebenfalls allein und blickte irgendwie betrübt in seinen Bierhumpen. Als dieser bestellen wollte, wurde er von der Barmaid kaum beachtet. Auch sitzende an anderen Tischen blickten immer wieder zu ihm herüber und tuschelten sich etwas zu und flüsterten untereinander und brachen dann hier und da in lautem Lachen aus. Als der ältere Herr sich dann erhob und etwas angetrunken zum Ausgang der Taverne schwankte stellte ihm einer der sitzenden Gäste den Fuß in den Weg und brachte ihn zum stolpern. Der ältere Herr konnte sich gerade noch so fangen und hielt sich an dem Rücken eines Herren fest der an der Bar stand. Dieser drehte sich um, musterte den Herrn und wuchtet ihm die Faust unsanft in sein Gesicht so auf das der Herr nunmehr aufjedenfall zu Boden ging und alles in der Taverne gröhlte.
> Nieder mit dir!
> Auf den Boden mit dir!
> Dort gehörst du hin, in magica veritas!
Erbost und zugleich mit etwas Verzweiflung in seiner Stimmlage brach es lauthals aus ihm heraus. Doch selbst seine Worte worden nur mit Hohn und Spott beantwortet:
> Hört auf!
>> Musst du nun etwa weinen? Wie deine Herrn einst?
> Ihr Verräter!
>> Hahahaha.
> Mein Hass sei euer!
>> Wir schlottern vor Angst - Hoarhrr
> Irgendwann werdet ihr…
Seine folgenden Worte sprach er aus, doch sie gingen in all dem Gelächter unter, sodass selbst er selbst sie nicht mehr hören konnte, obwohl er seinen Worten zu folgen versuchte. Der ältere Herr erhob sich dann, nahm all seine Courage zusammen um die Taverne ohne Zwischenfälle zu verlassen. Als er die Türe hinter sich schloss rief die üppige Barmaid lauthals durch die Taverne: „Eine Runde aufs Haus für diese gute Tat“ und jedem Tisch wurde laut gejubelt und ausgelassen gefeiert.
Als die Barmaid eine weitere Runde durch die Taverne drehte, zog sie ein Seemann auf seinen Schoß und lehnte sein Kopf zurück.
> Spendierst du mir einen Rum? Ich bin der berühmte Dolch-Jocke von damals – ich habe zwei Dracones erschlagen.
>> Ach wirklich? Mhm.. spendieren kann ich dir nichts.. aber ich habe in zwei Stunden Schluss – mh?
Dann vertiefte sich das Geflüster in einem gegenseitigen ins Ohr-geflüster. Scheinbar schien das die neue Art und Weise zu sein, eindruck zu schinden. Seine Arme spannten sich an und noch bevor er alles kurz und klein schlägt und sich nicht mehr zurückhalten kann, packte er seine Sachen und verließ die Taverne. Er warf einen Blick zurück und betrachtete die Taverne ehe er dann seiner Wege weiter zog durch das Landesinnere.
Der alte Mann
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Nach etwa einer Stunde Fußweg kommt er an eine abgelegene Farm. Vor dem Stall ist eine junge Zofe und treibt die Schafe in ihr Gehege. Als er die Farm passieren will, dringt eine junge Stimme an sein Ohr:
> Geht fort! Mein Großvater hat euch nichts getan wofür ihr ihn schikanieren müsstet. Er hat sein Bier bezahlt also holt euch euren Spaß anderswo – Kultist!
Für einen Moment hält er inne und lässt seinen Blick zur Magd hinschweifen.
>> Was genau willst du von mir Weib? Ich arbeite nicht in der Taverne. Ich bin auf der Durchreise.
> Oh dann verzeiht mir. Dann will ich nichts gesagt haben.
>> Ist euer Großvater der alte Mann aus der Taverne, über den sich alle lustig gemacht haben?
> Also seid ihr doch aus der Taverne.
>> Ich habe dort gegessen und bin dann meiner Wege gezogen. Ich sah wie sich die Leute über den alten lustig gemacht haben, ihm ein Bein stellen und dergleichen.
> Warum habt ihr ihm nicht geholfen? Seht zu das ihr weiter kommt!
Als er den Blick von ihr abgewandt hatte schob sie ein irgendwie recht trotzig betontes "In Magica Veritas" nach und drehte sich zu ihren Schafen um. Als er den kleinen Trampelpfad weiter ging passierte eine kleine kaputte Mauer die etwa Hüfthoch war und an dessen Ende der alte sich grähmende Herr angelehnt saß und vor sich hin wimmerte. Er zog seine Kapuze wieder etwas tiefer ins Gesicht und machte sich daran den Herrn zu passieren. Erneut drang eine Stimme zu ihm hin und ließ ihn inne halten.
> Ihr müsst meiner Enkelin verzeihen. Sie weiß nicht.. dass ihr mir nichts getan habt.
>> Warum haben sie euch in der Taverne derart behandelt alter Mann?
> Weil in diesem Ort bekannt dafür bin ein Anhänger unserer alten Herren zu sein.
>> Und, seid ihr es?
Der Herr stammelt ein wenig herum und hadert mit sich selbst doch Antworten wird er nicht. Nach einer weile fragt er dann:
>> Gibt es in Drachenstein noch andere denen das nachgesagt wird?
> Ja.
>> Warum seid ihr dann nicht bei denen?
> Das geht nicht.
>> Warum nicht?
> Die sagten das nächste Mal wenn sie mich erwischen werden sie mich hängen.
>> Warum wollen sie dich hängen?
Erneut kehrt stille ein und der alte Herr kaut sich auf seinen Lippen rum und murmelt in seinen Bart.
>> Du musst es mir nicht sagen.. aber was soll schon passieren? Ich bin ein lediglich ein einsamer Wanderer.
Als erneut stille einkehrte und der alte Mann nur vor sich auf den Boden starrte schnaufte er aus und wird zum gehen ansetzen ehe der alte Mann spricht:
> Als die Dracones dieses Land verlassen mussten, war ich einer der Soldaten die sich im Untergrund mit den anderen für den Widerstandskampf sammelten. Es gab etliche Truppen von Soldaten, die sich aus dem ganzen Land im geheimen im Untergrund zusammensammelten und eine Widerstandsbewegung gegen den Magierbund gründeten. Zerstreute oder zerschlagene Truppenverbände aus den großen Schlachten fanden sich ein. Die Dracones dachten sie wären alle Tod.. doch sie waren nur verstreut und tauchten ab. Doch nach zwei Jahren des Kampfes starb mein Sohn und ließ seine Tochter, meine Enkelin zurück. Obgleich ich niemals die Treue zum Widerstand brechen würde.. sah ich das wir in keiner guten Verfassung waren. Der Kampf war immer wieder von Rückschlägen gezeichnet und von Leid meiner Kameraden geplagt… also machte ich einen Handel mit einem Kultisten-regimentsführer. Ich legte vor ihm meine Waffen nieder und ergab mich, dafür erhielt meine Enkelin die Chance ein normales Leben zu führen und im neuen Reiche unter den Magiern etwas aus sich zu machen.
Nach ein paar Monaten wollte ich im stillen wieder zu meinen Kameraden zurückkehren, doch sie erklärten mich zum Verräter an ihrer Sache.. und da sind wir nun. Und das schlimmste ist.. meine Enkelin hat mein Schicksal so getroffen, das sie nicht mal mehr Wert darauf legt unter den Magiern etwas zu werden. Sie bevorzugt das Leben hier mit mir auf meiner ärmlichen Farm.
> Nun wisst ihr warum sie mich auslachen.. doch diese Bastarde werden sehen das ich zuletzt lache wenn unsere wahren Herren zurückkehren! Diese ehlenden Bastarde!…...
Als er laut ausschnaufte und sich die Tränen aus den Augen rieb fügt er an:
> Und..? Bringt ihr mich nun um?
Nach dem er die Geschichte einen Moment auf sich hat einwirken lassen führt er seine Hand an seine Kapuze und zieht diese zurück um sein Haupt frei zu legen.
> Ich bin nicht gekommen um dich umzubringen .. ich bin Vladimir Dracones. Und deine Reue hat nun ein Ende denn zurück hier her führt mich mein Weg und wir werden grausame Rache üben.
Als könne der Alte es nicht es nicht fassen bricht er in Tränen aus.
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Fortsetzung folgt...