Aushang - Lichterfest für die Anwohner Menek'Urs

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Raniya Sahar Omar

Aushang - Lichterfest für die Anwohner Menek'Urs

Beitrag von Raniya Sahar Omar »

An den öffentlichen Plätzen in Menek'Ur werden Aushänge angebracht. Des Weiteren werden Abschriften an die Gemeinschaften verteilt.


Salam Alaikum Hazar's Durrah,
auch in diesem Jahr findet am 23. Cirmiasum zur siebten Abendstunde, in der Oase Menek’Urs das Lichterfest statt. Jeder Anwohner Menek’Urs ist eingeladen, an diesem besonderen Tag ein Licht, im Zeichen der Gemeinschaft und der Freundschaft in das heilige Wasser der Oase zu entsenden.
Neben Speis und Trank wird es eine musikalische Untermalung geben.
Wir freuen uns über euer Erscheinen und hoffen, dass für einen Abend, die bunten Lichter die Seelen erhellen werden.
Für das Lichterfest wird jede Hilfe in Form von Münzen dankbar entgegen genommen. Dafür befindet sich eine Spendentruhe an der Oase. Jede Spende fließt in die Ausrichtung des Festes.

Dankbar für jegliche Unterstützung und die Güte der Wüstenkinder!


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[ooc: Sonntag 23.07.17 19 Uhr Oase]
Zuletzt geändert von Raniya Sahar Omar am Sonntag 23. Juli 2017, 15:06, insgesamt 4-mal geändert.
Raniya Sahar Omar

Beitrag von Raniya Sahar Omar »

Die Aushänge werden gerade gerückt und die Spendenkiste gut sichtbar vor der Oase platziert
Raniya Sahar Omar

Beitrag von Raniya Sahar Omar »

Die Aushänge werden erneuert.
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Maheen Ayat Azeezah
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Registriert: Donnerstag 1. Juni 2017, 17:06

Beitrag von Maheen Ayat Azeezah »

[RP] Goldene Strahlen - Vorbereitungen für das Lichterfest

"Ich stelle dafür immer gerne eine kleine Aufgabe", hatte die Haatim ihr gesagt, als sie zusammen in ihrem Arbeitszimmer saßen, dass von einer großen Statue der Mara dominiert wurde. "Und diese wirst du zusammen mit Mina erledigen", führte die Erzpriesterin an Maheen gerichtet fort, "Ich möchte, dass ihr für das Lichterfest etwas vorbereitet. Und zwar die Papierlaternen für die Segnung. Eine jene soll mit Schutz- und Segenswünschen der Mara bemalt werden. Dazu müsst ihr eine Hennapaste herstellen, die aus allen heiligen Dingen der Wüste besteht, damit sie golden erstrahlt - also ein kleines Rätsel."

***

Seit der Unterredung mit der Haatim waren schon einige Tage vergangen, als sich die junge Khaliq Mina und Maheen, Cousinen aus dem Blute der Azeezah, daran machten die Vorbereitung für das Lichterfest umzusetzen.
Die Tage zuvor wurden durch ein vorbereitendes, beratendes Hochzeitsgespräch und eine Einweisung in die Lehren der inneren Versenkung beansprucht, doch sie hatten die Zeit auch genutzt, um die ersten Hennasträuche abzuernten. Diese lichtverliebten Gewächse, die einen betörenden Duft verströmten waren hervorragend dazu geeignet, um aus ihrem Blätterwerk eine Paste herzustellen, die schon seit jeher für die traditionellen Bemalungen genutzt wurde, die man auf Haut, Papier oder Pergament anbringen konnte. Selbst zum Färben von Wolle oder Haaren konnte die Hennapaste genutzt werden, deren Herstellung den Natifahs und vor allem den verheirateten Frauen vorbehalten war.
Das besondere Geheimnis hinter den verschiedenen Farbnuancen ist das Beimischen verschiedener ätherischer Öle oder anderer pflanzlicher Extrakte.
Doch diesmal sollte sie 'golden erstrahlen' und aus allen heiligen Dingen der Durrah bestehen.

Während Mina bereits einige Zweige der Hennasträuche geerntet und zum lichtgeschützten Trocknen in den Keller gebracht hatte, machte sich die ältere Menekanerin Maheen Gedanken um die Zusammensetzung der Paste.
In den gehüteten Büchern der Tempelbibliothek fand sie die Bestätigung für die Lehren und das Wissen, die ein jeder gläubiger Menekaner in den Tempelmessen seit Kindheit aufsog:
Seit jeher wird die Schöpferin als eine Frauenfigur symbolisiert, umsammelt von Sand, Salzkörnern und Kaktusblättern oder -blüten, die in einem Wirbel um sie herum tanzen.
Während die Weise der Oase, eines der beiden Ebenbilder der Göttin, am Ufer des lebensspendenden Sees neben dem Palast ruhte, fand man die Weise der Wüste am Rande der Durrah - dem Ziel der gemeinsamen Wanderung Minas und Maheens.
Der Weg durch die Durrah war, wie erwartet, entbehrungsreich und neben der sengenden Hitze der Sonne erwarteten sie auch Gefahren, die sie mit Schild und blankem Stahl abwehren mussten. Ihr innerer Schild war der Glaube, der sie stetig voranschreiten und nicht verzagen ließ. Hin und wieder wurden sie des karg gestreuten Lebens in der Durrah gewahr, dass in Form vereinzelter Wüstengewächse, einer in der Ferne vorbeihuschenden Gruppe Antilopen oder eines über den weiten Sand krabbelnden Skorpions sichtbar wurde.
Ihre Wasservorräte neigten sich langsam zur Hälfte, als Mina sie führend,
durch das innere Geleit der Schöpferin, an ihr Ziel brachte.
In der Ferne ragte bereits das Gebirgsmassiv auf, dass die natürliche Grenze der Durrah zu den Grünlanden zog. Sie fanden den Eingang zum Talkessel,
in dem die Weise der Wüste gen Durrah gerichtet in die Heimat der Menekaner schaute. Ein weiteres Mal mussten sie sich einer Prüfung der Mara unterziehen, als sich die gefiederten Harpyen von den Hängen des Berges lösten, um sie mit ihren Krallen zu empfangen.
Endlich standen sie vor dem Abbild der Weisen der Wüste, die von Steinsäulen umringt und von Sand- und Salzkörnern umflirrt wurde. Demütig neigten die beiden Menekanerinnen das Haupt und beteten beide zur Göttin.
Maheens dunkelgraue Augen hoben sich nach dem Dankesgebet an und nahmen die Umgebung genauer in Augenschein. Den Glaskristall, der inmitten eines kunstvollen Gebildes zu Füßen der Statue ruhte und den inneren Funke von Zuversicht und Glaubensstärke in sich zu tragen schien - jene Werte, die die beiden Azeezahfrauen durch die Durrah begleitet hatten.
Tränen der Mara und eine rot, bedrohlich wirkend, pulsierende Gebetskette waren je zu den beiden Seiten der Statue auf einer Art Altar gebettet.
"Weisst du für was die Weise der Wüste steht?", fragte die Khaliq, ihre Cousine, sie.
"Für die vergängliche Seite des Lebens, des Seins, der Schöpfung der All-Mara. Nacht, Vergehen, Sterben, Tod - die gefährliche und tödliche Seite.", erwiderte Maheen bedächtig und betrachtete den Wirbel aus Sand- und Salzkörnern, die wie eine Aureole um die Statue tanzten und einem jedem, der ihr zu nahe kam, zerfressen solle.
"Und was lehrt uns das...?", hakte Mina nickend nach.
"Es lehrt uns, dass sowohl 'lichte', wie auch 'dunkle' Aspekte ihren Platz im Sein der Schöpferin haben. Und dass man nicht streng zwischen gut und schlecht unterscheiden sollte, denn das Wasser kann uns in Form von lebensspendendem Regen oder einer durststillenden Quelle begegnen, aber auch als vernichtende Sturmflut. Die güldenen Strahlen der Sonne können versengen und Dürre bringen, jedoch wächst nichts ohne ihr Licht.
Eluv, ihre Schöpfung und unser Glaube ist also nicht einseitig dem einen oder anderen Aspekt zugetan, sondern betrachtet das Ganze Sein des Lebens."

Mina lächelte und schien zufrieden mit der Antwort. Eine Weile betrachtete die Khaliq die Weise der Wüste, ehe sie erneut ihre freundliche Stimme anhob:
"Kannst Du dir vorstellen, warum die ehrenwerte Haatim will, dass wir die heiligen Dinge der Wüste mit einbeziehen?"
Ruhig nickte die ältere Menekanerin:
"Das Fest des Lichtes wird in der Oase stattfinden, bei der Weisen der Oase.
Um unseren Glauben jedoch gerecht zu werden und den beiden, dualen Aspekten der Mutter zu huldigen, sollen die Eigenschaften und Assoziationen der Wüstenweisen mit in das Fest einfliessen.
Was wäre auch das Eine ohne das Andere. Wir würden die Freude nicht schätzen, wenn es nicht Trauer und Verlust geben würde. Den Zusammenhalt der Familie und Gemeinschaft, wenn es nicht die Einsamkeit gäbe..."

Und so sprachen die beiden Natifahs noch eine Weile über den Glauben, ehe sie den Sand der Durrah, eine handvoll Tränen der Mara und einige Katkusblüten zurück in die goldene Stadt trugen.

***

Mit vollbepackten Taschen zogen sich die beiden Frauen in den Pavillion der Oase zurück, in der die Papierlaternen für die Segnung von der Esra gelagert wurden. Die getrockneten Blätter des Hennastrauchs wurde zu feinem Pulver zerstossen und mit etwas Sand und Salz vermengt, ehe sie es mit dem Wasser aus der heiligen Oase verrührten und einige Tropfen Kaktusöl dazugaben - die Paste sollte golden erstrahlen.

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Sie hatten sich auf dem Rückweg viele Gedanken dazu gemacht, was das Rätsel der Haatim betraf und wie sie die Segens- und Schutzwünsche gestalten wollten.
Stand das 'gold' für das Licht der Sonne, dem Symbol der Göttin und des Reiches Menek'Ur? Oder meinte die Haatim das Einbeziehen beider Aspekte der Ebenbilder der Göttin, die zusammen das Wesen der Schöpferin ausmachten, die stets mit güldener Haut und Haar dargestellt wurde?
Im Einklang arbeiteten die Frauen bei der Herstellung der Hennapaste und dem Bemalen der Papierlaternen.
Während Mina ein Sonnensymbol zeichnete und mit dem Segenswunsch bedachte: "Möge... sie dir jederzeit ein Licht schenken, wenn du in der Dunkelheit nicht weiter weißt", malte Maheen ein Tränensymbol und schrieb dazu den Segenswunsch 'Jedes Problem und jede Last mögen durch die reinigenden Tränen der Mara fortgewaschen werden'. Eine anderes Papierlicht wurde mit einer schützenden Hand versehen und dem Wunsch 'Der Göttin schützende Hand sei Dir stets Geleit und Sicherheit'.
Und so bedachten sie nacheinander ein jedes Papierlicht, dass für die Segnung auserwählt worden war, mit einem individuellen Segens- und Schutzwunsch.
Lächelnd stellte sich Maheen vor, wie es wohl aussehen würde, wenn die Lichter in den Laternen entzündet werden würden - würden die Hennaverzierungen dann nicht golden erstrahlen?

Zuletzt geändert von Maheen Ayat Azeezah am Sonntag 23. Juli 2017, 14:50, insgesamt 2-mal geändert.
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