Aurians Weg, richtig oder etwa doch falsch?

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Aurian Lichtenfels

Aurians Weg, richtig oder etwa doch falsch?

Beitrag von Aurian Lichtenfels »

Sie war nun vor einigen Tagen, gänzlich in den Orden aufgenommen worden. Und es war schon seltsam,
dass sie nun immer auf die Farben des Ordens angesprochen wurde. Oft kamen Menschen zu ihr und
wollten etwas über ihren Glauben und Temora wissen. Sie gab gerne Auskunft und führte Gespräche
über diese Themen.
Ihr Glaube war ihr wichtig auch wenn er vielleicht doch etwas von dem abwich, was für den Temoraglauben
normal ist. So war es ihre Meinung, dass nicht Temora selbst ihre Erlösung sei, sondern Aurian selbst.
Temora war nur eine Hilfe auf ihrem Weg. Für sie war aber auch klar, dass sie nur mit Temoras Hilfe diesen
Weg beschreiten konnte. Sie konnte und wollte einfach nicht glauben, dass alle anderen die nicht an Temora
glaubten, dem Untergang geweiht sein sollten. Trotzdem war es der Glaube an Temora der ihren Weg so
unbeschwerlich machte. Sie war glücklich und ihr Leben war ihr eine Freude. Auch die Tugenden nach denen
sie lebte, waren kein Hindernis, sie gingen ihr ins Blut über. Sie hatte nicht im geringsten das Gefühl, dass sie
Aurain in ihrem Leben einschränken würden. Dies alles versuchte sie stets in ihren Gesprächen mit den
Ratsuchenden, die sich an sie wandten um mehr über den Glauben zu erfahren, zu vermitteln.

Doch eines betrübte sie schon. Zwar half sie jenen Ratsuchenden gern, doch hatte sie mehr und mehr das
Gefühl, man würde in ihr nur noch eine Vertreterin des Glaubens sehen. Manchmal, so schien es ihr; sahen
die Leute den Mensch Aurian nicht mehr. Und das war sie nunmal, ein Mensch mit Schwächen und Stärken.
Sie sehnte sich nach Nähe, Wärme und Geborgenheit. Natürlich hatte sie liebe Menschen um sich herum.
Allein schon ihre Brüder und Schwestern gaben ihr Halt. Doch konnten sie Aurians Bedürfnisse nach Nähe,
Wärme und Geborgenheit nur bis zu einem gewissen Grad befriedigen. Das war Aurian auch klar, dennoch
war sie ein Mensch der dies sehr stark brauchte. Oft schlenderte sie deshalb, auf der Suche nach anderen
Leuten, durch Varuna. Meist in der Hoffnung, sie würde auf Menschen treffen, die sich für die Person Aurian
interessieren und nicht nur für ihren Glauben.
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