Heimweh

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Alassea

Heimweh

Beitrag von Alassea »

Das erstemal seit Elias weg war hatte sie es bei Sheldrea angesprochen. Sie hatte Heimweh, grosses Heimweh. Nach der letzten Jagt, als sie sich von den Schwestern der Gefährtinnen getrennt hatte, war es ihr so richtig deutlich geworden. Zuerst war es ihr aufgefallen, als sie damals das erstemal bei ihnen am Feuer gesessen hatte, Serayas Bratäpfel gerochen hatte und Ronyas Stimme gelauscht hatte.

Je länger Elias fortblieb desto grösser wurde ihr Heimweh und sie konnte es nicht leugnen das sie zu gerne die Vergangenheit zurückdrehen wollte bis zu dem Zeitpunkt als sie noch zur Schwesternschaft damals gehört hatte, bevor dieser eine Kerl ihr das Leben veränderte.

Täglich fuellte sich ein kleines Buch das sie mit Briefen an Elias schrieb und Texten die immer öfter von den Gefährtinnen berichteten.

[img]http://galerie.alathair.de/albums/userpics/10552/Tagebuch_Alassea.jpg[/img]
Alassea

Beitrag von Alassea »

Bis zu dem Lager der Gefährtinnen hörte man auf einmal einen gellenden schrillen Schrei.
Nur eine dort im Lager kannte jenen Schrei, Ronya,
der deutlich nach ihr rief und von Lebensgefahr berichtete.

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Sie war wie schon so oft auf der Suche nach Fliegenpilz, Fingerhut und Champignon.
Langsam waren ihre Schritte und ihre Gedanken ruhten in ihrem Innern bei dem Ungeborenen.
Alassea schreckte aus jenen Gedanken auf als sie gegen jemanden prallte.
Langsam hob sie ihre dunklen, tiefblauen, kindlich grossen Augen
und blickte in ein ungewaschenes und unrasiertes vernarbtes Gesicht.
Ruhig versuchte sie zu lächeln und ebenso zu fragen ob sie denn behilflich sein könne.
Sicher erkannte sie die Gefahr, aber sich umzudrehen und hinkend versuchen zu fliehen, wäre tödlich für sie gewesen.

"Gib mir dein Gold"
"Welches Gold, wenn ich Gold hätte, würde ich sicher nicht selber nach Kräutern suchen, sondern suchen lassen"

Innerlich schalt sie sich selber für jene Worte, da war etwas altes hochgekrochen,
etwas stures und stolzes,
etwas das sie schon soo oft in tödliche Schwierigkeiten gebracht hatte.

"Ich habe kaum Gold dabei"
"Gib mir was du hast und all deinen Schmuck"
"Ich trage keinen Schmuck"

Wieder schalt sie sich selber, denn als sie die Worte aussprach fiehl ihr ein,
dass sie eine leichte silberne Kette um ihrem Hals trug.
Grob griff der Kerl nach ihrem Hals und riss ihr die Kette weg.
Mit stolzem Blick und voellig ruhig liess sie es geschehen, sie hatte ja eh keine Wahl.

"So und jetzt dein Gold und bei der nächsten Lüge zeige ich dir was ich von solchen Weibern wie dir halte"
"Männer! Nichts als Gold und so Zeug im Kopf"

Fast hätte sie ihre eigene Hand gehoben und sich selber eine Ohrfeige verpasst.
Aber das brauchte sie nicht zu tun, der Kerl tat es an ihrer Stelle und das nicht gerade sanft.
Fest biss sie die Zähne zusammen und kalter Hass stieg in ihre sonst so sanft blickenden grossen Augen.
Früher hätte sie sich gewehrt, früher hätte sie ihm zwischen die Beine getreten,
ihren Dolch gegriffen und ihm gezeigt was für eine Frau sie in Wirklichkeit war, aber früher, damals,
war sie auch nicht Anfang 5ten Monat schwanger und hatte auch nicht die Verantwortung über andere Kinder.
Langsam griff sie in ihre Tasche und holte ihr Schiffsgold heraus.
Es waren nur 200 Münzen.

"Deinem Kleid nach zu urteilen hast du mehr, also gib es rüber!"
"Mehr habe ich aber nicht dabei"
"Dann hole mehr und zwar werde ich dich begleiten"
"Das geht nicht, weil das alles ist"

Das war eine Haushohe Lüge, aber sie wollte nicht riskieren das Sheldrea sie so sähe,
bedroht von einem ungewaschenen unrasierten Kerl.
Oder Lise die hätte das halbe Dorf zusammengeschrien
und Alassea nur in noch mehr Gefahr gebracht. Grob griff der Kerl ihr Handgelenk.

"Dann wirst du mir eben was anderes geben, so hübsche junge Frauen kommen hier selten entlang und zudem noch unbewaffnet"

Unbewaffnet, wenn du wüsstest, ich mag keine Waffe aus Holz oder Eisen bei mir führen, aber NOCH habe ich die Waffen einer Frau.

Er zerrte sie mit sich mit.
Schon von weitem hörte sie das Gegröhle von weiteren Kerlen seines Schlages.
Innerlich seufzte sie auf und ihr wurde schlecht.
Sie ahnte was kommen würde.
Alassea versuchte entgegengesetzt zu zerren und sich mit kräftigem Ruck von seiner Hand zu lösen.
Sie hätte es wissen muessen, dass sie dafür einen Faustschlag erhalten würde, der ihr fast den Atem raubte.
Schnell riss sie den freien Arm nach unten instinktiv versuchend den Bauch zu schuetzen.
Das Knacken ihrer Rippe ignorierte sie.
Alassea wollte nur eines nicht, dahingehen wo er sie hinbringen wollte.
Störrisch liess sie sich auf die Knie sinken.
Mit hartem stolzem Blick sah sie ihm fest in die Augen.
Langsam versuchte sie den Dolch aus ihrem Stiefel zu ziehen, den Blick dabei nicht abwendend.
Sie bekam den Dolch zu fassen und riss ihn hoch.
Die Quittung dafür kassierte sie direkt danach.
Auch wenn er Schmerzen hatte, drehte er ihr den Arm um.
Alassea konnte es nicht verhindern, dass sie vor Schmerz aufschrie.
Er riss sie hoch und schleifte sie zu seinem Lager, zum Lager der Räuber und Banditen.
Grob warf er sie zwischen die anderen der Meute.
Das einzige was sie noch wagte zu tun, war ihren Bauch zu schuetzen.
Keinen Ton gab sie von sich, nur einen kalten Blick voller Hass und Zorn ernteten die Kerle,
als sie ihr Gesicht mit dreckigen Händen hochrissen und sie ansahen.

Einige Hände griffen nach ihr und zerissen ihr Kleid.
Die Taschen die sie immer bei sich trug, wurden geleert und der Inhalt verstreut.
Natuerlich hatte sie nichts anderes Wertvolles bei sich und das schuerte den Zorn
und die eh schon vorhandene Gier der Kerle noch mehr.
Sie schlugen sie und traten nach ihr, als könnte in dem zerrissenen Kleid
und ihrem sonst entblössten Körper unschätzbar wertvoller Schmuck oder sonstiges sein.
Sie tat nur eines, sie rollte sich eng zusammen, ihren Kopf
und den Bauch mit dem Rest des Körpers schuetzend.
Gerade als man ihren Arme von ihrem Kopf riss und die Beine langmachte,
stiess sie jenen, einer einzigen Person bekannten, schrillen gellenden Schrei aus.
Jener Schrei den sie immer angewendet hatte,
wenn ihr Leben in wirklicher Gefahr war und sie sich alleine nicht mehr befreien konnte.

Von irgendwoher hörte sie nach kurzer Zeit donnernde Hufe eines Pferdes.
Erschöpft schloss sie die Augen, gerade in dem Moment als irgendwas hart ihren Kopf traf.
Was danach folgte bekam sie gar nicht mehr mit.
Ihre weissen Haare waren an einigen Stellen rötlich von Blut
und ihr Körper war von Schnitten und Blutergüssen übersäht
Alassea bekam nicht mit wie eine zornentbrannte Frau in voller Rüsstung die Kerle tötete
und sie bekam auch nicht mit, wie sie sanft hochgehoben und weggetragen wurde....
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Ein Schrei ?
War da was ?
Ronya schreckte hoch.
Eben erst beschloss sie sich etwas auszuruhen und saß in einem der Sessel in ihrem zelt.
Halb Dösend und denoch wach genug alles um sich herum mitzubekommen.
War da nun ein Schrei ?
Egal - sie trat aus dem zelt und da war es wieder ....
Ein Schrei bekannt war er ihr ,doch hier auf der Insel ?
Das konnte nicht sein.
Sie Pfiff laut und ihr getreues Pferd Argo kam angetrabt.
Inzwischen waren noch andere kriegerinnen der Gemeinschaft auf den Beinen.
" Hast du das gehört Ronya ? " Felicia stellte jene frage.
" Ja hab ich " Erwiederte die angesprochene und war eben dabei sich teile Ihrer Rüstung anzulegen.
Nicht die Ganze Platte aber zumindest arm und handschutz schnürrte sie über dem Lederzeug fest und Griff ihr Schild und schob das Schwert in die Halterung am Pferd.
" Feli , ruf die anderen und haltet Euch bereit , bin ich in etwa 10 Minuten nicht zurück , dann folgt meiner Spur. "
Felicia nickte und machte sich dran Zelt für Zelt aufzusuchen und die gefährtinnen zu rufen oder zu Wecken.
Ronya indess stieg auf das Pferd und folgte der Richtung aus der sie glaubte den Schrei gehört zu haben.
Sie lauschte in den Wind während Argo sie trug und versuchte weitere Geräusche zu erhaschen oder Spuren zu finden.
Was war das ?
Aufgewühlter Boden ?
War das dort Blut ?
Ronya stieg ab und untersuchte die Stelle und erkannte eindeutige Schleifspuren die nach Südosten führten.
Sie trat Argo leicht aber mit energischen Druck in die Seiten und folgte der Spur.
Sie ritt weiter nach Südosten und sie begann zu ahnen wohin der weg führte.
nur eine Bande hier würde es Wagen sich an jemanden zu vergreifen.
Diese verfluchten Schmuggler und Diebe am Südlichen Strand von lameriast.
Ohne nun weiter auf die Spuren zu achten , ritt sie etwas schneller den Weg entlang und Richtig.
Sie konnte von ferne ein großes Hallo vernehmen und lautes gegröle der Bande.
Sie mussten einen wertvollen fang haben , denn normalerweise waren sie nicht so unachtsamm und laut.
So leise es ihr irgend möglich war , stieg sie vom Pferd und zog ihr Schwert aus der Halterung.
Auf das Schild verzichtete sie und nahm auch eilig die Plattenteile der Rüstung wieder ab.
Sie wollte keinen Lärm machen , mit der Bande wurde sie auch in ihrer Echsenlederkluft fertig.
Etwa 100 meter noch , Ronya robbte auf dem boden heran an das Lager.
Waren das etwa weiße Haare die sie da ?
Sofort wusste sie das ihre Sinne sie nicht getrübt hatten.
Sie Kannte diese art Schrei.
kurz nur hielt sie ausschau nach Bogenschützen oder armbrustschützen.
Doch die Bande schien ganz mit der jungen Frau beschäftigt zu sein.
" Nabend Jungs " meinte Ronya und trat nun offen und Direkt auf die Bande zu.
" Habt ihr auch alle spass ja ? " Fragte sie mit Kalter Stimme und drehte das Schwert in ihrer rechten mehrmals um die eigne Hand.
" Dann lasst mich doch auch etwas Spass haben , gebt das Mädchen frei ."
Meinte sie fordernd und wer sie kannte sah in ihrem Gesichtsausdruck das dies keine Bitte war.
" Sonst Was ? " Meinte der Kerl der die Junge frau grade im Arm festhielt.
" Sonst das ! " meinte Ronya ruhig , ging die hocke zog den Dolch aus ihrem Stiefelschaft und warf ihn direkt in die Strin des Fragenden.
Sein Gesichtsausdruck versteinerte just in diesem Augenblick er war tod bevor er zu Boden fiel.
Wieder einmal hat sich bewiesen das die langen Nächte die sie an der Wurfscheibe im Lager mit Messerwerfen verbrachte nicht nur dazu dienten die langeweile zu bekämpfen.
" HUAAAAAAR " Brüllte die Meute die ihren Kumpan zu boden gehen sah und jeder griff sich was er grade zur Hand hatte und stürmte auf Ronya los.
Sie erhob sich blitzschnell aus der Hocke und Blockierte den ersten Schlag einer Machete mit einem seitlichen Hieb des Schwertes ab.
Der Zweite kerl rannte mit einem Speer in vorhalte auf sie zu.
Sie machte einen ausfall schritt zur seite , wirbelte herum und trat den Kerl in den Hintern, worauf jener mit dem geischt voran im Dreck landete.
Die anderen wohl nun vorsichtiger geworden ,stürmten nicht mehr so Blindlings vor.
Offenbar hatten sie bemerkt das ,diese Kriegerin keine Anfängerin war.
Sie umrundeten Ronya und drohend schwangen sie die Waffen.
" Na mächen komm , wir sind mehr " Meinte einer und lachte dreckig aus dem Mund ,welcher scheinbar kaum noch Zähne enthielt.
" Gib schon auf kleene dann sind wir auch ganz lieb zu Dir " meinte ein zweiter.
Ronya lies sich nicht beirren.
Sie blickte um sich herum und wie ein Tier das man in die Ecke gedrängt hatte ,lauerte sie nur drauf das ihr Gegner endlich einen versuch wagte sich zu nähern.
Und endlich wagte es auch einer.
Er stürmte vor mit dem Schwert in der einen und einem langen Dolch in der anderen Hand.
Ronya wirbelte herum und lies das Schwert seitlich in seine Richtung kreisen.
Der kerl schrie auf und erst jetzt bemerkte sie den Dolch auf dem Boden und seine Hand ein Stück weiter.
jetzt konnte niemand mehr diese Meute halten.
Wie rassende Bestien stürmten sie auf sie zu Ronya hatte arge Probleme den Schlägen auszuweichen.
An angriff war nicht mehr zu denken , es galt nur noch sich zu wehren.
Verflucht wo blieben die anderen ?
Waren die 10 Minuten noch nicht herum ?
Sie wehrte einen weiteren Schlag ab und sackte selber vom Stiel einer hellebarde getroffen auf die Knie.
Grade wollte der vor ihr sein Schwert zu ihr herunter stechen da färbte Blut sein Gesicht rot und er sackte mit einem Pfeil im hinterkopf nach vorne über.
Lautes geschrei und dann Waffengeklirr, Hufgetrampel .
Xinthra Sass auf dem pferd und schlug von oben herab den ihr am nächsten stehenden den Kopf vom Rumpf.
Mehr sah sie schon nicht mehr.
Sie hörte Stimmen der Gefährtinnen , Torinas , Xin's , Feli's und die aller anderen.
Die Banditen sichtlich überascht sahen sich nunmehr mit neuen Gegenern konfrontiert , was Ronya aus ihrer zwangslage befreite.
" Keinen Augenblick zu früh Schwestern " Rief sie und rammte ihr Schwert den Ihr am nächsten stehenden das Schwert von unten durch das Kinn.
Er sackte hinten weg und Ronyxa zog ihr Schwert aus der Wunde um es herumzuwirbeln.
Waffengklirr ,Schreie herumliegende gliedmaßen und Blutlachen die einen strengen kontrast zum satten Grün der Wiese abgaben.
Ein Bild der Verwüstung bot sich als endlich der letzte Angreifer am Boden lag.
Die Gefährtinnen standen um die am Boden liegenden Bewustlose junge Frau herum und als Ronya sich ihnen zuwand bildeten sie eine Gasse.
Schweigend und erschöpft schwer atmend schritt Ronya hindurch auf Alassea zu.
Ihre vermutung um wen es sich handelte war leider nicht falsch gewesen.
" Sammelt die Beute der kerle ein und werft ihr überreste ins Meer " Meinte Ronya leise und nahm Alassea sanft aber bestimmt auf den Arm .
Ein Pfiff , Argo trabte aus einer nahen Lichtung heran und beide , Ronya mit Alassea auf dem Arm und Argo hinterher trabend schritten den Weg zurück zum Lager.
Ronya war erschöpft aber sie würde Alassea nicht eher ablegen, bis sie im Lager angekommen waren.
Xinthra

Beitrag von Xinthra »

Da war dieser Schrei und die Aufregung die plötzlich im Lager herrschte. Ronya ritt weg, während die anderen sich am Feuer sammelten und sich schon mal auf die Pferde setzten. Zehn Minuten sollten sie warten? Pah. kaum waren fünf Minuten vergangen, preschte Xinthra schon los, man merkte ihr die Besorgnis an und es dauerte nur Sekunden, bis die anderen Schwestern ihren Pferden die Sporen gaben und auf ihnen lospreschten.

Sie folgten Ronyas Spuren, die nahezu zielgerichtet zum Räuberlager führten. Und in der Tat, das Klingeln von Waffen und Schreie von Räubern und Halsabschneidern, die den Abend dieses Tages nicht mehr erleben sollten. AUf die Entfernung beobachtete Felicia, einer von denen mit erhobenem Schwert Ronya in den Rücken stechen wollte. Ihrem Pfeil sei dank, dass er dazu nicht mehr kam.

Brüllend vor Zorn stürzten sich die Kriegerinnen auf die restlichen Unglückseligen Banditen und metztelten sie in Windeseile nieder, selbst die jungen Kriegerinnen waren so außer sich vor Zorn, dass die eigentlich erfahreneren Männer ihnen hätten überlegen sein müssen.

Erst als die Frauen triumphierend das Gebiet gesäubert hatten, hatte Xinthra einen Gedanken dafür, weshalb überhaupt diese ganze Aufregung stattgefunden hatte. Sie sah sich um und erblickte einen entblößten Körper, mit sehr heller Haut, nahezu weiss, Fetzen eines zerrissenen Kleides um sie herum, schlohweißes Haar, das an einigen Stellen von Blut getränkt war. Blitzschnell war eine Decke aus einer Satteltasche hervorgeholt und Alassea darin eingewickelt, als Ronya diese aufgehoben hatte.

Alassea in guten Händen wissend, begab sie sich daran, den anderen beim aufsammeln der Beute zu helfen. Dies dauerte nicht lange, da die Beutel der Gauner mehr mit Luft denn mit irgend etwas anderem gefüllt waren, und da die Schwestern derart gemetzelt hatten, waren die Stiefel auch nicht vom Blut verschont geblieben. So konnte man nicht einmal die mehr verkaufen.

Nach einer Weile dann machten sich die Schwestern ebenfalls auf den Weg zum Lager zurück. Auch wenn nicht alle Schwestern Alassea kannten, allein ihre Zugehörigkeit zur Gemeinschaft machte es unabdingbar, dass sie sich um eine Frau sorgten, an der sich beinahe vergangen wurde. Xinthra wollte sich gar nicht ausmalen, was Ronya mit den Räubern angestellt hätte, wenn diese ihr Vorhaben in die Tat umgesetzt hätten. Vermutlich wären diese dann nicht so schnell gestorben sondern qualvoll... nein, sie wollte nicht darüber nachdenken.

Das wichtigste war jetzt, dass Alassea wieder auf die Beine kam.
Alassea

Beitrag von Alassea »

Wärend Ronya sie trug erlangte sie kurz das Bewusstsein wieder und blickt aus verquollenen Augen zu Ronya hoch. Wohl merkte sie Ronyas Erschöpfung und versuchte sich kraftlos leichter zu machen.

"es... tut mir... leid"

Murmelte sie schwach und schloss die blauen Augen langsam wieder, leise brachte sie noch hervor ...

"wollte .. nicht......."

... dann versank sie wieder in der schwarzen Welt , in der es kein Licht gab nur eine undifinierbare Wärme. Das diese Wärme von einer Decke kam und von Ronyas erschöpften Körper war ihr nicht bewusst.

Der Schlag an ihrem Kopf, welcher von einem Schwertknauf und einer Stiefelspitze hergekommen war, hatte eine Platzwunde hinterlassen. Der Arm der ihr umgedreht worden war hing schlaff herab. Man sah ihm an das er gedreht worden war. Ohne ihre Habseligkeiten die einzig aus den Kräutern, einigen Nachttränken, Bandagen und einem Dolch bestanden hatte, war sie nicht schwerer als vielleicht 49 Steine.

Sie wusste nicht wie lange es dauerte und wer da alles um sie herum war, bis sie vorsichtig abgelegt wurde auf etwas weiches. Alles was sie sah vor ihrem innerem Auge war das einstige Lager der Schwester in der alten Heimat.

Als Ronya sich etwas ausgeruht hatte und nach Alasseas Wunden sah, sah man deutlich das sie entwerder eine Rippe gebrochen hatte oder etwas anderes in ihrem Brustkorb verletzt war, ein grosser Bluterguss bildete sich dort langsam und drum herum schimmerte es langsam wie bei einem blaugeschlagenem Auge.
Alassea

Beitrag von Alassea »

Langsam gelangte sie wieder zu Bewusstsein, nachdem Ronya und Xinthra sich rührend um ihre Wunden gekümmert hatten und auch Zera tat ihr bestes. Die junge Frau gefiehl ihr, zwar hatte jene kaum Selbstbewusstsein und noch weniger Selbstvertrauen, aber Alassea wusste das sich das geben würde, sobald Zera die Gemeinschaft besser kennen würde.

Isara war kurz da gewesen und hatte sich bei Xinthra für irgendwas entschuldigt. So wie schon einst hörte Alassea ruhig allem zu. Zera versuchte sie trotz der Schmerzen mit Humor zu zeigen, dass niemand etwas beweisen musste um dazu zugehören.

Xinthra wollte zuerst das Marel einfach ein zwei Tage alleine in der PRaxis bliebe, aber da kannte sie Alassea schlecht. Energisch sagte sie dass sie Marel dann eben selber holen ginge, wenn keiner es sonst tun würde, immerhin war Shiera weg und Elias ebenso und keiner sonst da der sich um Marel kümmerte. Schnell schlug Xinthra dann vor zusammen mit Felicia den Jungen zu holen.

Als das Gespräch sich um eine Heilerin wendete die sich Alassea mal ansah, war für Alassea klar das nur Angelina oder Rika an sie herandurften und kein einziger Mann. Viola die dabei sass meinte nur kühl das man nicht wählerisch sein dürfte wenn man Hilfe benötige. Sicher hatte sie darin recht, aber zumindes die alten Schwestern, Ronya, Torina und Seraya wussten, dass kein männlicher Heiler an Alassea herandurfte. Das sie Elias an sich heranlies, ja ihn sogar liebte, bedeutete schon eine ganze Menge. Alassea warf Viola nur einen vernichtenden Blick zu und verliess Xinthras Zelt in das man sich zurück gezogen hatte als es regnete.

Sie wusste wieso Viola ihr gegenüber so kalt war, weil sie damals gesehen hatte was anderen verborgen geblieben war, den Menschen die mit geschlossenen Augen an einem vorbeiliefen. Was sie nicht verstand war das sie nach so langer Zeit auf sie immer noch wie ein Eisblock reagierte, aber es war ihr egal und sie ignorierte Viola die restliche Zeit über. Sie hatte das Mädchen seit damals nur dreimal oder so danach nochmal gesehen. Einmal als sie mit einem kleinen Jungen kam der hohes Fieber hatte, ja für sowas war sie gut genug, wenn man sie brauchte kamen sie angelaufen, aber sonst waren sie ihr gegenüber kalt und unnahbar.

Irgendwann legte sie sich wieder hin und blickte eine Zeitlang zur Decke hinauf. Sie jammerte nicht, oder stöhnte vor Schmerzen, sie war nur sehr unruhig im Schlaf. Alassea dachte nicht weiter über Viola nach, warum auch, jenes Mädchen hatte ihre eigenen Leute die sich um sie kümmerten.

Mit einem leisen Schrei wachte sie auf und setzte sich ruckartig auf. Sie brauchte einen Moment um sich zu orienteiren und stellte erleichtert fest das sie im Lager der Gefährtinnen war und nicht im Lager der Banditen und Räuber. Langsam stolperte sie hinaus und setzte sich an das Feuer.
Alassea

Beitrag von Alassea »

Wieder war ein Tag nach einer unruhigen Nacht vorbei. Man konnte fast schon sagen alles ging seinen alltäglichen Lauf, wären da nicht die grbochenen Knochen gewesen, die sie immer wieder an die Geschehnisse erinnerten.

Unbeirt dessen ritt Alassea wieder zur Praxis, zusammen mit Xinthra räumte sie diese aus und richtete den Keller neu her. Sie wollte das Haus verkaufen, entgültig wieder einen Teil ihrer Vergangenheit hinter sich lassen. Einen Teil der sie zum Teil sehr verletzt hatte und auch gestärkt. Sie trauerte der Zeit in der sie die Leitung des Waisenhaus war in keinster Weise nach. Es war eine harte Zeit gewesen, in der sie alles ablegen musste und sich fast schon gezwungen gesehen hatte sich wie die Kinder es einst taten an den Strassenrand zu stellen und zu betteln um die Kinder zu ernähren. Es war die Zeit in der sie sich beleidigen lassen musste, demütigen lassen und im enteffekt gänzlich alleine dagestanden hatte. Elias war noch immer nicht zurück, auch war keine Antwort auf ihren Brief erfolgt. Sie durfte nicht darum weinen, sie musste sich um Marel kümmern.

Zusammen mit Xinthra nahm sie ihn mit als sie von der Praxis aus zum Lager ritt. Unterwegs erklärte sie ihm wie er sich zwischen den Frauen zu benehmen hatte und vor allem das er auf keinen Fall Ronya auf Miki ansprechen sollte. Er nickte zu allem und schaute erwartungsvoll einer neuen Heimat entgegen, einer Heimat in der eine grosse Familie auf sie beide wartete.
Alassea

Beitrag von Alassea »

Die Tage in denen sie nicht viel tun konnte nutzte sie zum lernen. Furchtlos testete sie Kräuter auf ihre Wirkungen. Manchmal rumste es von unten aus dem Keller verdächtig, wenn ihr was daneben ging. Aber jedesmal sah es nur nass danach aus, denn sie hatte immer einen vollen Kübel Wasser bei sich stehen.

Bis spät in die Nacht sass sie in ihrem Labor, umständlich wusch sie sich wenn sie schlafen ging sorgsam um keine säurehaltigen Dinge an der Kleidung mehr uz haben. Oft schlief sie unten im Labor, wärend Marel oben bei Ronya schlief. Nicht das sie ihn vergessen hatte, im Gegenteil, wenn sie Pausen machte in ihrer Arbeit, dann dachte sie nur an ihn und das Baby und.... ja auch an Elias von dem sie noch immer nichts gehört hatte.

Mit einigen Männern zusammen hatte sie den Keller von der Praxis abgebaut und mit Ronyas Erlaubniss ihn in das Haupthaus der Gefährtinnen aufbauen lassen. Sie redete viel mit den anderen Schwestern und es tat ihr gut, auch Marel schien es gut zu tun das immer jemand da war.
Alassea

Beitrag von Alassea »

Ein ohrenbetäubender Knall der das Haupthaus kurz erzittern liess schallte durch die Nacht, dem folgte ein Klirren von Glas und dann dem Plätschern von Wasser. Wärend die Schewstern kerzengerade in ihren Fellen sassen und verwirrt umherblickten betrachtete Alassea vor Schreck kreidebleich was geschehen war.

Ihr Tisch, den man nicht mehr als Tisch bezeichnen konnte war schwarz und mehrteilig verstreut. Der Stuhl auf dem sie eben noch gesessen hatte lag zerfleddert an der Treppe und die Wand war Russschwarz, einige Vorhänge waren halb verbrannt. Der Boden war mit Glas, Wasser und einigen anderen Fluessigkeiten überschwemmt.

Die eigenen Verbrennungen bemerkte sie gar nicht erst. Ihr war einfach nur schlecht, wenn sie sich ausmalte wie sie selber wohl aussehen würde wenn sie nicht rechtzeitig nach hinten gesprungen wäre. Verstört setzte sie sich mitten in das Chaos und blickte sich immer wieder um. Tränen liefen ihr die blassen Wangen herunter und sie begann am ganzen Leib zu zittern.

Was war eigendlich geschehen? Sie hatte tief in Gedanken und im Halbschlaf irgendwelche Kräuter miteinander vertauscht gehabt. Blind in ihre Tasche gegriffen und gerade als sie merkte das das was sie da zusammenrührte von der Konsestenz her anders war und die den Mörser fallen lies und zurücksprang explodierte das Gemisch im Mörser.

Immer noch verstört blickte sie mit grossen Augen auf das gesamte Chaos und zog die Beine enger an ihren Leib. Ihr war schon oft was explodiert auch schon früher bei den Gefährtinnen im Dorf bei Ronya, aber damals war sie nicht schwanger gewesen und damals war einfach alles anders gewesen.
Xinthra

Beitrag von Xinthra »

Keine Minute dauerte es, da waren die ersten Schwestern auf der Kellertreppe. Hastig irgendwelche Kleidung angezogen und ins Haus gerannt waren sie, unten dann bot sich ihnen das Chaos, ein zerborstener Tisch und Stoh, verschüttete Mixturen, am Boden verteilte Fetzen von ehemaligen Reagenzien, Glassplitter und... Alassea. Brandflecken an ihrem Leib ließen die Schwestern erschaudern, sofort kümmerten sie sich um Alassea, trugen sie hoch, denn oben war bis auf die gelöschten Kerzenständer auf dem Tisch nichts umgeworfen. Xinthra blieb unten und blickte auf das Chaos. Sachte den Kopf schüttelnd dachte sie an sich selbst.. wie sie gestern am Feuer eingeschlafen war, und pitschnass geweckt wurde. Vermutlich hatte Alassea es änhlich gehabt.. zu wenig Schlaf, unachtsam gewesen und dann.. der Knall.

Zwei der Schwestern kamen hinab, mit ihnen zusammen begann Xinthra, den Keller zu reinigen, die kaputten Möbel hinaus zu schaffen und die Wand abzuwaschen. Oben waren sowieso zu viele Hände an Alassea dran, noch sechs Hände mehr wären eher schädlich als hilfrech gewesen. Die ersten Möbelstücke waren draußen auf dem Rasen angelangt, in Blick in den Himmel verriet.. es war immer noch tief in der Nacht. So ein Knall war sicher weithin zu hören, und hallte im Wald besonders gut wieder. Wer ihn wohl sonst noch alles gehört hatte?
Alassea

Beitrag von Alassea »

Die Zeit verging ihr wie im Fluge. Täglich gab es schöne Momente und auch weniger schöne Momente.

Abends, wenn es ihr soweit gut ging, sass sie oft im Labor und arbeitete, dabei war es nicht das reine Mischen, sondern eher Vorbereitungen für ihren Schüler. Je weiter ihre Schwangerschaft vorranging desto mehr merkte man es ihr auch. Mit ihrer kleinen Grösse und dem zierlichen Körperbau sah man ihr gut an das sie Schwanger war. Sie merkte aber auch das dieses Kind grösser war als ihr erstes. Damals hatte man es erst spät bemerkt und sie hatte erst später die Probleme.

Durch die Rückenschmerzen war auch ihre Laune oftmals am niedrigsten Punkt und sie verkroch sich lieber in den Keller als sich mit den Schwestern über banale Dinge zu streiten. Aber es waren nicht nur die Rückenschmerzen die ihre Laune oftmals sinken liess. Es war ihr eigener Körper. Oftmals wurde ihr schwindelig bis hin zu schwarz vor den Augen. Die morgendliche Übelkeit liess nicht nach und sie verfiehl oft in einen Fressanfall, da ass sie alles durcheinander was ihr zwischen die Finger kam. Das ihr danach speiübel wurde versuchte sie dann zu ignorieren.

Ihre Niere schmerzte oft, und sie glaubte zuviel zu trinken. War sie gerade erst im Wald verschwunden und wieder am Feuer hatte sie das Gefühl schon wieder laufen zu dürfen. Fast täglich brach sie wegen Kleinigkeiten in Tränen aus und versteckte sich im Keller.

Mal genoss sie es wie ein rohes Ei behandelt zu werden und mal nervte es sie nur und machte sie auch zornig. Sie verstand sich selber nicht mehr, solche Gefühlsschwankungen hatte sie bei ihrem ersten Kind nicht gehabt. Dennoch versuchte sie nach Aussen hin davon nicht allzuviel durchscheinen zu lassen, sie wollte keine Last sein. Abends genoss sie es einfach an Ronya, Xinthra oder Zera angelehnt am Feuer zu sitzen und den anderen zu lauschen wenn sie über die Dinge des Tages sprachen. Nachts wälzte sie sich von einer Seite zur anderen, keinen Halt findend und das Gefühl habend gleich aus dem Bett zu fallen. Aber in all diesem Wirrwarr gab es jemandem der ihr Herz zum Lachen brachte und ihr Heiterkeit bescherte. Marel, war derjenige und sie war glücklich ihn zum Sohn zu haben.
Alassea

Beitrag von Alassea »

So langsam hasste sie es schwanger zu sein. Von jedem behandelt zu werden wie ein rohes Ei und vor allem wie ein unmündiges Kind. Zornig rannte sie in ihr Zimmer. Warum konnte man sie nicht einfach in Ruhe lassen, sie selber entscheiden lassen was gut war und was nicht? Sie war keine 12 Jährige mehr. Mit lautem klirren warf sie ihre Rüsstung, Schild und Kryss in eine Ecke des Zimmers. Dann sammelte sie klirrend die ganzen Wurftränke zusammen und stapfte in den Keller und fuellte sie in ihre Fässer zurück.

Innerlich kochte sie vor Wut. Nur weil sie ein Kryss in der Hand hatte, ein Schild und eine Rüsstung tru, so gerüsstet gegen einen Orken antrat, war sie noch lange keine Kindsmörderin. Die Worte der Ritterin trafen sie tief. Bilder ihres ersten Sohnes tauchten vor ihr auf. Wie er in seinem eigenen Blut in ihrem Arm lag. Getötet und gerade erst 3 Tage alt gewesen. Und warum war das so gewesen? Weil SIE damals nicht wusste wie man sich wehren musste. Weil SIE zu jung war und nichtmal wusste wie man einen Stab drehen musste um ein Schwert abzulenken. Jetzt sollte SIE wieder zur Mörderin gemacht werden nur weil SIE mit allen Mitteln üben wollte um ihre Kinder schuetzen zu können?

Kyra kam zu ihr und fragte zaghaft ob sie eintreten könne. Sie stellte Alassea eine Bananenmilch auf den Labortisch und blickte zu ihr. Alassea hob den Kopf, ihre eh schon tiefblauen Augen wirkten noch dunkler als sonst vor innerem Schmerzen. Sie lehnte sich an Kyra und genoss ihre Hände an ihrem Rücken die trösten dort langstrichen. Sie brauchte den Halt gerade jetzt einfach.

Warum war es falsch zu versuchen nicht noch mehr geliebte Menschen zu verlieren? Soviele Menschen die sie geliebt hatte starben und sie hatte nie es verhindern können. Jetzt wollte sie es nicht mehr zulassen, sie wollte wieder kämpfen können, sie wollte ihre Kinder mit ihrem eigenen Leben verteidigen können. Sie wollte einfach nicht mehr immer nur wie ein Hase vor dem Fuchs fliehen muessen. Was brachte es ihr das Kind zu gebären und es vielleicht wieder kurz danach zu verlieren weil sie sich nicht wehren konnte? Wusste die Ritterin eigendlich irgendwas von Wildniss? Sie seufzte leise und kuschelte sich enger an Kyra. In ihrem Kopf ging sie alle jene durch die sie in ihrem Leben verloren hatte

Selmour
Anna
Yana
Vater
Mimi
Nuriah
Elias

Und das waren noch nichtmal alle. Widerwillig löste sie sich von Kyra und sie setzten sich zu den anderen an das Feuer. Still sass sie da und blickte ins Feuer. Sie langweilte sich obwohl um sie herum die Stimmen der anderen schwirrten. Irgendwann erhob sie sich wortlos und ging wieder in ihr Zimmer. Langweilen konnte sie sich auch dort. Sie legte sich auf ihr Bett und blickte zur Decke hoch. Bilder aus ihrer Vergangenheit zogen an ihr vorbei. Sie wälzte sich mal auf die linke Seite, mal auf die rechte Seite dann wieder auf den Rücken und seufzte gelangweilt. Sollte das jetzt die letzten vier Monde so weiter gehen? Ohne es zu wollen fing sie an zu weinen, sich selber zu bemitleiden, irgendwann tief in der Nacht schlief sie darüber ein.
Xinthra

Beitrag von Xinthra »

Auch wenn sie einige Bedenken hatte, dass Alassea heimlich jagen wollte, so wollte Xinthra ihr doch die Freude nicht nehmen, mit ihrem neuen Kryss und Schild ein paar kleinere Monster zu erschlagen.. und wenn Xin mit ihrem großen Schwert daneben stand und mit einem Streich den Kampf für Alassea entschied, sollte doch nichts schiefgehen. War auch so.. gut, ein oder zwei Schläge kassierte sie, doch der Schild war gut und ihr Arm stark, sie schützte ihren Bauch und es machte ihr Freude. Dieses Strahlen in ihren Augen hatte Xinthra lange nicht mehr gesehen.

So sollte es auch heute wieder sein. Zumindest dachten beide das, als sie los gingen. Bis sie auf Darna im Ork-Fort trafen. Beide kamen ins Gespräch, dabei auch die Schwangerschaft von Alassea.. fortan war Darna nur noch daran interessiert, die Schwangere aus dem Fort zu bewegen. Nach einem kurzen Schlagabtausch mit einigen Monstern, zog Darna ab.. Alassea ihr hinterher. Das sollte sich als Fehler herausstellen. Vor dem Fort unterhielten sie sich, Alassea schickte Xinthra fort. Minuten später stapfte die Ritterin auf ihr Pferd zu, schnaubte irgendwas, Alassea rief nach Xinthra..

Heim wollte sie, ins Lager.. Und die Banditen? Keine Lust. Wo die Euphorie von gestern sei.. weg. "Ich verstehe dich nicht." entgegnete Xinthra enttäuscht. Seit wann ließ sich gerade eine Alassea von jemand anders sagen, wie sie sich zu verhalten hatte, schon gerade von einer Städterin? Von keiner Schwester ließ sie sich dahinein reinreden, aber eine Darna aus dem Varuna, das sie in Stich gelassen hatte, das sie kontrollieren lassen wollte, das sich nur einschaltete, da es Gerüchte hagelte.. Ausgerechnet einer Ritterin aus ausgerechnet diesem Steinhaushaufen schenkte sie mehr Gehör als all ihren Schwestern zusammen? Xinthra war enttäuscht von Alassea. Sie hätte sie zu jeder Jagd begleitet zu der es sie gelüstet hätte, hätte ihr nichts in dieser Richtung abgeschlagen, aber dass sie nun alles hinschmiß, gefiel ihr überhaupt nicht.

Niemand außenstehendes hatte sich in die Geschicke der Schwestern einzumischen, egal auf welche Art und Weise, egal ob Frau oder Mann. Als extrem übertriebene Phantasie fehlte nur noch ein Graf Hohenfels, der Morgen auftauchte und von Ronya verlangte, einen Krieg gegen Rahal anzuzetteln.
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