Sie wusste das ihr Fuß sie nicht in jener Art und Weise tragen würde wie gewohnt… Umgeknickt… Beim Aufsteigen auf ihren getreuen Karoon.
Ärgerlich…
Doch so sollte es nichts machen. Eine Jagd war geplant und es war ihre Pflicht zu folgen.
Oft spürte Kajol, wie ihre Koordination, ob des Stechens im Knöchel nicht so funktionierte, wie es es gewohnt ward… Und eben jenes ignorierte Gespür, wurde der jungen Offizierin zum Verhängnis. Zu Spät wich sie dem Wesen aus, welches sie von hinten angriff. Und schon schlug die gerüstete Frau am Boden auf. Ein tiefer Schmerz zuckte durch ihre Wade und so sie sich umschaute, sah sie das, von ihren Kameraden erlegte Wesen, welches neben sich einen rostigen, blutbefleckten Speere hatte.
Die Klinge…
Die Schmerzen wurden stärker und in „der Mauer Schutz“ mochte Kajol erst deutlich erkennen, dass ihr lederner Beinpanzer durchstoßen wurde und schon blutig getränkt ward.
Sogleich wurde ihre Wade von Mikhail verbunden, die Blutung somit gestillt, doch selbst die nachfolgende, desinfizierende Behandlung vermochte die Schmerzen in Kajols Beine nicht zu nehmen. Der Muskel… Angerissen von einer porösen Waffe… Ja…. Genau so fühlte es sich auch an…
Die Situation der Offizierin besserte sich wahrlich nicht… Ihre Haut wurde blasser… Schweißperlen zierten jene… Ihre Stimme wurde ruhig, heiser und schwächlich… Fieber plagte sie und Hitzewallungen trieben sie zum stillen Wahnsinn.
Fast stündlich mögen die Mitglieder Eisenwarts nach ihrer lebensfrohen Schwester geschaut haben. Sorge war in ihren Gesichtern zu erkennen…
Doch so Mikhail einst ihren schweren Schlaf betrachtete, wusste er, dass er handeln musste. Er wickelte die Bandagen von der verletzten Wade und was er sah, mochte ihn schockieren. Entzündete Haut, vereiterte Wunde und… eine Stelle unter der Naht, welche eine dunkle Färbung aufwies…
Der Rost…
Eisenwart: Klinge, Rost, Schmerzen... und Zusammenhalt.
- Khazkal Deslon
- Beiträge: 75
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Zwar hatte Kajol ihre Befehlsgewalt an den Unteroffizier Falkenau abgegeben, doch so wirklich wollte Khazkal seine Offizierin nicht ruhen lassen. Zu Besprechungen wurde sie aus dem Bett gehoben und zu einem der Stühle im Saal gebracht.
Vielleicht würden sie während der Gespräche sogar etwas von dem Schmerz vergessen.
Andererseits befürchtete er, das sich Kajol wohl zu sehr aufregen koennte.. wegen dieses Mädchens... der Wölfin. Sie war geflohen. Erneut. Khazkal war kein schlechter Mensch, er hatte lediglich genehmigt, sie ausgepeitschen zu und sie anschliessend in den Kerker sperren lassen. Dieses Wölfin.. sie hatte rohes Fleisch als Nahrung bekommen. Nein, er war kein schlechter Mensch. Als sie vor ihm auf dem Boden kroch und ihn um Gnade anflehte, hatte er die Kerkertür aufgeschlossen.. und das halbnackte Mädchen herausgelassen.
Khazkal schüttelte den Kopf, als er über dieses Geschehniss nachsinnte.
Sie war kurz darauf geflohen. Das dumme Mädchen. Sein Befehl stand fest.
"Jagd sie. Sie und diesen Valion.", sprach er erzürnt. "Ich will beider habhaft werden!"
Vielleicht würden sie während der Gespräche sogar etwas von dem Schmerz vergessen.
Andererseits befürchtete er, das sich Kajol wohl zu sehr aufregen koennte.. wegen dieses Mädchens... der Wölfin. Sie war geflohen. Erneut. Khazkal war kein schlechter Mensch, er hatte lediglich genehmigt, sie ausgepeitschen zu und sie anschliessend in den Kerker sperren lassen. Dieses Wölfin.. sie hatte rohes Fleisch als Nahrung bekommen. Nein, er war kein schlechter Mensch. Als sie vor ihm auf dem Boden kroch und ihn um Gnade anflehte, hatte er die Kerkertür aufgeschlossen.. und das halbnackte Mädchen herausgelassen.
Khazkal schüttelte den Kopf, als er über dieses Geschehniss nachsinnte.
Sie war kurz darauf geflohen. Das dumme Mädchen. Sein Befehl stand fest.
"Jagd sie. Sie und diesen Valion.", sprach er erzürnt. "Ich will beider habhaft werden!"
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Mikhail Kalveron
- Beiträge: 0
- Registriert: Dienstag 18. Juli 2017, 19:07
… der Rost hatte sich tief ins Bein gefressen… aber wie ward es möglich, das nach seiner Behandlung etwas davon in der Wunde zurück geblieben ward?
Vermutlich weil sie es nicht fertig gebracht hatte die paar Minuten still zu sitzen, welche er dafür gebraucht hätte, die Wunde gründlich zu reinigen…
Nun so blieb kaum eine andere wahl… die Wunde musste erneut geöffnet werden, so ward ein schlanker Dolch gezückt und in den Flammen erhitzt und als dann das Bein fest aufs bette gepresst und die wunde mit einem Schnellen Schnitte wieder geöffnet, ehe der Dolch sorgsam auf den Boden gelegt wurde. Ehe man sich daran machte das eiterige Wasser aus der Wunde zu dürcken und mit diesem das letzte bisschen Rost… als dann kam Saldor hin zu… wie gerufen, den schon beim Schnitte hatte Kajol gezuckt und Geschriene und nun ging es an den Wahrhaft schmerzlichen teil…
Der Dolch ward erneut ins Feuergetaucht bis seine Klinge glühte und anschließend mit Flacher Schneide durch die Wunde gezogen… die Hitze würde alle Keime abtöten und der Wundheilung dienstlich sein… doch genau so nützlich so Schmerzhaft ward diese Prozedur auch… so ward Kajol von Saldor fest gehalten, während die Wunde aus gebrannt wurde… Kajol schrie auf und sank als dann ohne Bewusstsein in die Kissen.
So ward den das Bein noch mals verbunden und der Puls so wie die Atmung geprüft… ehe Saldor hinaus gescheucht wurde… Kajol sollte nun Schlafen… und er würde vor der Türe wachen, das sie niemand stören würde.
Vermutlich weil sie es nicht fertig gebracht hatte die paar Minuten still zu sitzen, welche er dafür gebraucht hätte, die Wunde gründlich zu reinigen…
Nun so blieb kaum eine andere wahl… die Wunde musste erneut geöffnet werden, so ward ein schlanker Dolch gezückt und in den Flammen erhitzt und als dann das Bein fest aufs bette gepresst und die wunde mit einem Schnellen Schnitte wieder geöffnet, ehe der Dolch sorgsam auf den Boden gelegt wurde. Ehe man sich daran machte das eiterige Wasser aus der Wunde zu dürcken und mit diesem das letzte bisschen Rost… als dann kam Saldor hin zu… wie gerufen, den schon beim Schnitte hatte Kajol gezuckt und Geschriene und nun ging es an den Wahrhaft schmerzlichen teil…
Der Dolch ward erneut ins Feuergetaucht bis seine Klinge glühte und anschließend mit Flacher Schneide durch die Wunde gezogen… die Hitze würde alle Keime abtöten und der Wundheilung dienstlich sein… doch genau so nützlich so Schmerzhaft ward diese Prozedur auch… so ward Kajol von Saldor fest gehalten, während die Wunde aus gebrannt wurde… Kajol schrie auf und sank als dann ohne Bewusstsein in die Kissen.
So ward den das Bein noch mals verbunden und der Puls so wie die Atmung geprüft… ehe Saldor hinaus gescheucht wurde… Kajol sollte nun Schlafen… und er würde vor der Türe wachen, das sie niemand stören würde.
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Kajol Kalveron
Bewusstlos lag er nun da… Der sonst so kräftige Körper, mit seiner sonnengebräunten Haut. Doch nun… lag ein blasser, schwacher Leib auf dem Bette… Stillschweigend… Die schmerzverzerrten, schwachen Schreine verstummt…
Den ganzen Tag noch, vom frühen Vormittage an, lag sie nun auf ihrem Bauch, konnte, und traute sich nicht zu regen, ihr Bein… Fast schon, als wäre es hierdurch betäubt….
Der Schmerz.
Der Heilprozess sollte andauern… Medikamente musste sie nehmen, die Giftstoffe des Rostes aus dem Blute holend. Ihre Bewegungen schmerzten, sie kannte diese extreme, unbeholfene Art nicht, die sie nun ihren Mannen zeigen musste.
Doch einer jener, sprach einst Worte zu ihr...
Schwäche zuzulassen und zu zeigen, ist eine größere Stärke als die deines Schwertarmes.
Ein jedes mal, so ihre Soldaten sie in dieser Verfassung sahen, hilflos, kraftlos, schwach, so wusste sie, dass es nur gut sei. Sie sollten sehen, dass ihre Offizierin nicht nur eine starke Frau sei, sondern ebenso, wie jeder Mensch, Schwächen hatte. Sie wusste… dieses Vertrauen würde es fördern…
Den Zusammenhalt.
Den ganzen Tag noch, vom frühen Vormittage an, lag sie nun auf ihrem Bauch, konnte, und traute sich nicht zu regen, ihr Bein… Fast schon, als wäre es hierdurch betäubt….
Der Schmerz.
Der Heilprozess sollte andauern… Medikamente musste sie nehmen, die Giftstoffe des Rostes aus dem Blute holend. Ihre Bewegungen schmerzten, sie kannte diese extreme, unbeholfene Art nicht, die sie nun ihren Mannen zeigen musste.
Doch einer jener, sprach einst Worte zu ihr...
Schwäche zuzulassen und zu zeigen, ist eine größere Stärke als die deines Schwertarmes.
Ein jedes mal, so ihre Soldaten sie in dieser Verfassung sahen, hilflos, kraftlos, schwach, so wusste sie, dass es nur gut sei. Sie sollten sehen, dass ihre Offizierin nicht nur eine starke Frau sei, sondern ebenso, wie jeder Mensch, Schwächen hatte. Sie wusste… dieses Vertrauen würde es fördern…
Den Zusammenhalt.