[Rahal] Die zerstörte Brücke

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Fann Wolfseiche
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

[Rahal] Die zerstörte Brücke

Beitrag von Fann Wolfseiche »

  • Nach langer Zeit wollte sie wieder hinaus in den Wald um sich neues Holz für ihren Vorrat zu schlagen. Mit Brunhilde im Schlepptau, beladen mit einem Packsattel und Seilen für eine geplante Befestigung von Holzstämmen und Ästen, machte die Scharfschützin sich Richtung Süden hinaus auf den Weg in die Ländereien des Reiches. Neben den Bauernhöfen herrschte meist Kahlschlag. Die Landwirte brauchten die Wiesen und die freie Sicht, weshalb Fann sich kurzfristig entschied vor der Handwerkszunft in den Osten abzubiegen. Aber mit ihrem Pferd kam sie nicht weit. Nicht nur wegen der Steine, die aus dem Mauerwerk der Brücke und der Überdachung gebrochen waren, auch scheute die treue Stute ein wenig die qualmenden Flammen und die Rufe, die von einer Seite des Flusses zur anderen reichten. Eine Frau in einfacher Kleidung, etwas unter dem bürgerlichen Standard, und braunem Haar rief nach einem Hans. Sie wirkte aufgelöst und nervös. Wilde Tiere wollte sie gehört haben und sah offenbar keine Möglichkeit die zweite Person auf der anderen Seite zu erreichen. Nicht, dass Fann ein großer Menschenfreund wäre, aber sie warnte die Frau namens Marta ihr Pferd nicht zu verschrecken und begann mit ausbalancierten und wohlüberlegten Schritten auf die Brücke zu steigen. Um keinen weiteren Einbruch zu provozieren wählte sie jeden Schritt aus, umrundete gefährdete Flächen und musste einen raschen Schritt durch die niedrigen Flammen eines Glutherds machen. Und mit einer eher verzogenen Miene fand sie auch die Fußspuren zwischen dem Geröll. Sie führten vom Osten her nach Westen. Das sei nun nicht verwunderlich, wenn sie nicht gold-orange, ja fast glühend im Farbton leuchten würden. Und wenn sie die Spur verfolgte, dann mussten sie eher das Chaos hinter sich hergezogen haben, denn oftmals lagen die unüberwindbaren Steinbrocken zu ihren Fersen. Fann kam nicht ganz bis auf die andere Seite. Irgendwann versperrte auch ihr das rutschige Geröll den Weg. Es reichte aber um Hans Gruber auf sich aufmerksam zu machen, den heldenhaften Geliebten, der bereit war die Steine mit bloßer Hand wegzurollen. Fann konnte nur davon abraten und empfahl ihm doch einfach die Torwache anzusprechen, auf dass sie ihn durch das Westtor nach Süden heraus geleiteten. Doch jedem das Seine.
    Eine solche Verwüstung erklärte sich allerdings nicht von selbst und die Spuren waren zu absurd um auf einen Blitzeinschlag oder auf Hochwasserschäden zu schließen. Also kehrte sie wieder um und erstattete pflichtbewusst Bericht bei Garde und Statthalter.
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Korlay Bruchsteig
Beiträge: 1486
Registriert: Samstag 18. Juni 2011, 04:44

Beitrag von Korlay Bruchsteig »

Mit dem gewohnt, berüchtigten Brummen sackt der Körper in den hochlehnigen Stuhl. Einen Moment lang schweift der Blick über die vollgestellte Arbeitsfläche ehe die Augen auf der Berichtsmappe heften bleiben. Das Brummen gewinnt an Lautstärke während sich die rechte Hand nach den Dokumenten ausstreckt und sie Einstück heran ziehen. Das Gewicht wird einwenig nach vorn verlagert, ehe er die Mappe öffnet und sich dem Inhalt widmet. Der brummende laut bricht ab als er sich aus dem Stuhl erhebt, die Kommandatur durchschreitet und alsbald in Begleitung dreier Gardisten dabei beobachtet werden kann wie er Rahal in Richtung der südöstlich gelegenen Brücke verlässt.
Nur kurz schweift der Blick über das dargebotene Bild der Verwüstung ehe er in seinem gewohnten, gepressten Ton Befehle an die Gardisten ausgibt. So bezieht je ein Gardist an den Brückenenden Position um den Zugang versperren, dabei wird eine entsprechende Wachablösung. eingerichtet.
Er selbst atmet einmal durch ehe sich die schweren Schritte der Brücke nähern. Er kommt nur wenige Meter weit ehe der Weg durch Trümmer und Geröll versperrt wird. Auch hier schweift der strenge blick forschend umher, betrachtet die angerichtete Zerstörung und hinterlassenen Spuren. Wortlos und mit zusammengezogenen Brauen macht er kehrt, der Blick streift noch einmal die anwesenden Zivilisten, welche nach ersten Befragungen wenig bis gar nichts über den Vorfall Aussagen konnten.
Ein letztes Mal wird der wachhabende Trabant instruiert, die Brücke bis zum Eintreffen weiterer Gardisten, welche die Spuren der Brücke näher untersuchen sollen, zu sperren.
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Während Hans und Marta den Gardisten Rede und Antwort standen, ergaben die Untersuchungen der Brücke verschiedenste Hinweise welche nun nachverfolgt wurden. Die Suche nach den Verursachern würde sicherlich nicht einfach werden, da beide Tagelöhner doch sehr eingeschüchtert auf die Befragung reagierten. Immer wieder musste nachgefragt werden und häufig war die Antwort nur ein zögerliches Nicken. Doch eins stand fest, die Brücke musste eindeutig wieder Instand gesetzt werden, bevor sie gefahrlos passierbar war.

Doch für Hans und Marta war nur eines wichtig, sie waren wieder vereint. Nach Wochen des Klagens waren sie durch die Hilfe der Wache wieder zusammengeführt worden und konnten ihre Suche nach einer Arbeit auf einem der Höfe fortsetzen. Der Frühling stand ins Haus und es würden sicherlich bald wieder tatkräftig anpackende Hände gesucht werden. Doch zunächst würde Hans noch der Anordnung des Trabanten folgen und einen Heiler aufsuchen.
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