Die junge Mannschaft musste dringend geschliffen werden. Der gewisse Drang aufgescheucht wie ein Haufen Möwen herumzuhüpfen die einen unerwartet an Land gespülten Fisch umringen war doch immens. Alles in allem war es aber eine brauchbare Rettungsaktion gewesen, zumindestens was Menschenleben anging. Der ein oder andere Kratzer war gewiss da aber sicher nichts was die schiffseigene Doktorin nicht richten konnte. Dazu kamen noch ein paar fehlende Stiefel. Ha, wenn er zurückdachte, früher hatte man sich die einfach am Strand der Insel aus dem Hafenbecken geangelt, dauerte immer eine Weile bis man ein passendes Paar hatte, aber ja, die Insel.
Die Insel... tja... die lag in Schutt und Asche. Was hatte er nicht alles in all den Jahren gesehen auf diesem Pfleck Erde: Ausladende Saufgelage, Tanzabende, Feiern und manchmal sogar alles in einem. Dann jedoch auch Geisterpiraten, Dämonen, Kämpfe und Zwistigkeiten... alles Dinge die diese schöne Insel immer fast schadlos überstanden hatte... und dann dieses Beben. Zu Beginn, im Morgengrauen des letzten Tages, als die Beben und Nachbeben sich gezügelt hatten, der Vulkan nicht mehr wild durchdrehte, und man sich einigermassen sicher war das von der Gewalt der Erde keine grosse Befürchtung mehr hatte, da waren sie zurückgekehrt. Zurückgekehrt in ein Trümmerfeld. Eindeutig hatte das Land den Kampf gegen die menschgemachten Häuser gewonnen, und wie es das hatte.
Die Aufräumarbeiten zogen sich nun schon zwei Tage und trotz der enervierenden Arbeit, kamen sie einigermassen gut vorran. Man konnte an vielen Stellen schon wieder den etwas zermatschten Boden und hin und wieder auch ein Grasbüschelchen sehen. Die Verwüstung wurde abgetragen und es waren viele die ihr Scherflein dazu beitrugen. Tief brummte er, die Hände schon rot vom Schaufeln und Hacken. Seine Haare fielen ihm trotz des Zopfes strähnig über die Stirn und der Bart war mittlerweile nur noch durch zwei Ringe zu bändigen. Gefiel ihm ganz gut, wollte er vielleicht sogar beibehalten, mal sehen was es brachte, mal sehen was all das brachte, das schinden, das arbeiten und der Versuch der Wiederherrichtung... aber eines, das konnte sich eine jede Naturgewalt sicher sein. Sei es Dämon oder Beben, Geist oder Vulkan:
Cabezianer sind die grössten, verwegensten und stursten Dickköpfe wenn es um ihre Heimat ging.
Er schmunzelte. Wie sagte Amthu noch gleich? "Viva la Cabeza." Aye. So war es.
[Cabeza Quest] Unruhe auf der Insel
-
Jacqueline Perera
- Beiträge: 1109
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
So in etwa dachte sich das wohl auch die Isla. Egal wohin man das Augenpaar auch schwenken wollte, überall war die Zerstörung zu sehen und in keiner Ecke auf der Isla war davon nichts zu sehen. Alles wirkte als hätte ein Stoßtrupp wilder Banausen gepaart von einer riesigen Sturmwelle, einfach alles durcheinander geschmissen – willenlos und ohne den Sinn einer gewissen Ordnung. Selbst ich, als absoluter Chaot war für einige wenige Augenblicke einer Überforderung nah. Doch wie immer packten wir alle an, dies war etwas was es selten woanders zu sehen gab. Auf der Isla war sich in schlechten Zeiten keiner zu schade auch den niedrigsten arbeiten zu tätigen, einfach weil man wusste es werde danach wieder vorwärts gehen und keiner würde dabei auf der Strecke gelassen werden. Gemeinsam war man stark und gemeinsam schaffte man viel was ein Einzelner einfach nicht zu schaffen wagte. Selbst wenn danach die Leute wieder ihren eigenen Zielen folgten, sie ihren eigenen Alltag lebten, sie ihren eigenen Gedanken frönten......an der Front stand man gemeinsam, Hand in Hand, Schaufel in Schaufel – zumindest gerade jetzt.
Man sortierte brauchbares Holz, schob die Steine zusammen und verbrannte dass, was nicht mehr zu verwenden war. Es waren einige Lagerfeuer welche ihrem kläglichen Ende bei sehnten während die fleißigen Arbeiter- das Inselvolk – weiter versuchten Herr der Lage zu werden und es funktionierte. Nach und nach kam Licht in die Dunkelheit, die ersten Ideen für Häuserbauten, die ersten Ideen für den Hafen – oder zumindest das was man vorerst Anlegestelle nennen wollte. Immerhin musste man sich nach und nach wieder etwas aufbauen, wieder etwas erschaffen, eine kleine Inselstadt – nur war man sich einige es mit weniger Stein zu gestalten ….was wohl eher an den Räumungsarbeiten lag.
An vielen verschiedenen Flecken der Insel hatten die ein oder anderen Palmen standgehalten, Sträucher und siehe an....die Bananenstauden schienen durch den kleinen Urwald Schutz gefunden zu haben. All das gab Hoffnung darauf dass das Ziel an sich immer näher zu rücken schien.
Man teilte sich auf, es wurde geräumt, gezeichnet, besprochen, geplant....aye, jeder hatte seinen Platz, seinen Weg und seine Vorstellungen, jeder hatte eine ganz eigene Art an die Dinger heranzugehen und dennoch wusste ein jeder stets wo er mit anpacken kann.
Die ersten bauten, die ersten Häuser wurden mit altem Holz und neuem erbaut, hier und da sah es mehr provisorisch als professionell aus, aber keiner von ihnen war darauf erpicht abermals eine Stadt aus Stein aufzuziehen. Einfach sollte es werden, einfach, gemütlich....heimisch. Aye.
Zuletzt geändert von Jacqueline Perera am Mittwoch 15. März 2017, 00:36, insgesamt 2-mal geändert.
Auch du bist nur ein Mensch.
- Amthu Lesar
- Beiträge: 206
- Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 22:19
Ein neuer Anfang
Bis spät in die Nacht hielten die Aufräumarbeiten an und man merkte den Cabezianern deutlich an wie verbissen und erpicht sie darauf waren ihre Isla wieder aus den Bergen von Schutt und Abfall herauszubuddeln. Es gab wirklich niemanden, der nicht bis spät unerbittlich schufftete. Auch der Rumbrenner war am Ende seiner Kräfte und doch... Es keimten die ersten Pläne in seinem Geiste auf wie er sich sein neues Heim vorstellte.
Man fand Amthu früh am Morgen an der Stelle, wo früher einst der Blaue Salon gestanden hatte. Dort war ein Grundriss im Boden mit einigen provisorischen Hölzern abgesteckt und daneben fand man bereits eine einfach zusammen gezimmerte Umzäunung für die neue Parzelle vor, in deren Inneren ein paar Bäume die Zerstörung überlebt hatten. Es war keine fachkundige Schreinerarbeit, die er da bin hingelegt hatte... Aber doch war Amthu stolz darauf, so schnell nach dem Aufräumarbeiten erste Erfolge zu sehen was den Wiederaufbau anbelangte. In den nächsten Tagen würde er sich der Errichtung einer einfachen Hütte widmen. Doch nun lag der Bernsteinblick des Rumbrenners müde auf dem Wasserfall, der sich an jener Stelle gebildet hatte wo einst die Erschossene Möwe stand. Das Wasser funkelte wie magisch in den frühen Sonnenstrahlen und bot dem erschöpften Betrachter ein herrliches Bild. Mit einem sanften Grinsen dachte Amthu an Luccabella. Sie hatte dort Jahre lang gearbeitet und der Wasserfall stand in nichts ihrer Schönheit nach. Leicht nickte Amthu, dann murmelte er zufrieden. "Aye, 's kann nur richtich sein, wenn wir diese Schönheet der Natur nach dir benenn'n."
Und so wurde der Wasserfall von nun an 'Luccabellas Wasserfall' genannt. Und mit Hilfe des Wassers aus jener Quelle konnte Amthu schon bald wieder ein fruchtbares Acker bestellen, von dessen Erträgen um ein Neues der gute Cabezianische Rum gebrannt werden konnte und auch Essen für die Meute der Isla entstehen würde. Es war ihre Heimat und nichts auf der Welt konnte das Piratenpack davon abhalten es sich hier wieder gemütlich zu machen.
Man fand Amthu früh am Morgen an der Stelle, wo früher einst der Blaue Salon gestanden hatte. Dort war ein Grundriss im Boden mit einigen provisorischen Hölzern abgesteckt und daneben fand man bereits eine einfach zusammen gezimmerte Umzäunung für die neue Parzelle vor, in deren Inneren ein paar Bäume die Zerstörung überlebt hatten. Es war keine fachkundige Schreinerarbeit, die er da bin hingelegt hatte... Aber doch war Amthu stolz darauf, so schnell nach dem Aufräumarbeiten erste Erfolge zu sehen was den Wiederaufbau anbelangte. In den nächsten Tagen würde er sich der Errichtung einer einfachen Hütte widmen. Doch nun lag der Bernsteinblick des Rumbrenners müde auf dem Wasserfall, der sich an jener Stelle gebildet hatte wo einst die Erschossene Möwe stand. Das Wasser funkelte wie magisch in den frühen Sonnenstrahlen und bot dem erschöpften Betrachter ein herrliches Bild. Mit einem sanften Grinsen dachte Amthu an Luccabella. Sie hatte dort Jahre lang gearbeitet und der Wasserfall stand in nichts ihrer Schönheit nach. Leicht nickte Amthu, dann murmelte er zufrieden. "Aye, 's kann nur richtich sein, wenn wir diese Schönheet der Natur nach dir benenn'n."
Und so wurde der Wasserfall von nun an 'Luccabellas Wasserfall' genannt. Und mit Hilfe des Wassers aus jener Quelle konnte Amthu schon bald wieder ein fruchtbares Acker bestellen, von dessen Erträgen um ein Neues der gute Cabezianische Rum gebrannt werden konnte und auch Essen für die Meute der Isla entstehen würde. Es war ihre Heimat und nichts auf der Welt konnte das Piratenpack davon abhalten es sich hier wieder gemütlich zu machen.
Alguien Apuesto: "Ein schlecht gelaunter Rumbrenner kann uns allen schneller den Gar ausmachen als jede Armee. Davon abgesehen schießen die meisten hier erst ab zwei Rum geradeaus."
-
Elleanora Eterna
- Beiträge: 123
- Registriert: Montag 17. Juni 2013, 05:49
Nachdem alles die Nacht über soweit ruhig geblieben war und die Mannschaft der Legardo sicher sein könnte das es einigermaßen ungefährlich war sich Cabeza wieder zu nähern, verließen sie ihren sicheren Ankerplatz vor den tückischen Riffen. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen wurde die Legardo aufgetakelt und bahnte sich einen neuen Weg zwischen den tückischen Riffen hindurch in die Bucht von Cabeza.
Je näher sie der Insel kahmen desto schlimmer bot sich ihr Anblick dar. Das Wasser war übersäht mit Trümmerteilen und Teibgut, die Beiboote hatten teilweise schwirigkeiten sich einen Weg an Land zu bahnen. Der Anblick der sich ihnen da bot war kaum in Worte zu fassen. Die Häuser alle völlig in sich zusammen gefallen, der Urwald über die ganze Insel verteilt, Hauseinrichtungen quer beet verteilt. Eigentlich war kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Dazu haben die schweren beben und der Vulkan die Landmassen völlig verändert. Wo zuvor noch Land war wurde nun vom kühlen stillen Nass durchzogen. An anderstelle wo vorher schon die Klippen waren bahnten sich neue Wege.
Nora viel es schwer sich zu ihrem alten zu Hause vorzuarbeiten. Die Überreste so zu sehen brachen ihr fast das Herz. Schmerzlich mussten sie alle festellen, das kein einziges Gebäude noch in irgendeiner Weise zu retten war. Aber für keinen einzigen kahm es in Frage Cabeza aufzugeben. Cabezianer waren eigen und sturer als alle Zigenböcke die Bartolome je auftreiben könnte. Sie würden ihr Paradies mitten im Nirgendwo neu aufbauen. Komme was da wolle.
Die letzten verbliebenden Habseligkeiten wurden aus den Trümmern gerettet. Stein um Stein viel das alte zu Hause. Dreck und Schutt wurde sotiert. Brauchbares gesammelt für den wiederaufbau, anderes brandrodend verbrannt.
So begannen mit vereinten Kräften die Aufräumarbeiten....
Je näher sie der Insel kahmen desto schlimmer bot sich ihr Anblick dar. Das Wasser war übersäht mit Trümmerteilen und Teibgut, die Beiboote hatten teilweise schwirigkeiten sich einen Weg an Land zu bahnen. Der Anblick der sich ihnen da bot war kaum in Worte zu fassen. Die Häuser alle völlig in sich zusammen gefallen, der Urwald über die ganze Insel verteilt, Hauseinrichtungen quer beet verteilt. Eigentlich war kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Dazu haben die schweren beben und der Vulkan die Landmassen völlig verändert. Wo zuvor noch Land war wurde nun vom kühlen stillen Nass durchzogen. An anderstelle wo vorher schon die Klippen waren bahnten sich neue Wege.
Nora viel es schwer sich zu ihrem alten zu Hause vorzuarbeiten. Die Überreste so zu sehen brachen ihr fast das Herz. Schmerzlich mussten sie alle festellen, das kein einziges Gebäude noch in irgendeiner Weise zu retten war. Aber für keinen einzigen kahm es in Frage Cabeza aufzugeben. Cabezianer waren eigen und sturer als alle Zigenböcke die Bartolome je auftreiben könnte. Sie würden ihr Paradies mitten im Nirgendwo neu aufbauen. Komme was da wolle.
Die letzten verbliebenden Habseligkeiten wurden aus den Trümmern gerettet. Stein um Stein viel das alte zu Hause. Dreck und Schutt wurde sotiert. Brauchbares gesammelt für den wiederaufbau, anderes brandrodend verbrannt.
So begannen mit vereinten Kräften die Aufräumarbeiten....
- Amthu Lesar
- Beiträge: 206
- Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 22:19
Plackereien unter der brennenden Sonne von La Cabeza
Schweiß lief dem Rumbrenner entlang der Stirn und auch sein unbekleideter Oberkörper war mit Dreck und Schweiß bedeckt. Die Bernsternaugen sahen sich einmal auf der Baustelle um und wirklich alles wurde einer scharfen Musterung unterzogen. Er brummte ein wenig über einige Stellen im verlegten Holzboden, der aus alten Schiffsplanken bestand - hier und da war das Holz nicht ganz Plan nebeneinander gelegt, an einigen Stellen dellte sich der Boden nach oben. Alles in allem nicht ganz eine Meisterarbeit, aber er musste reichen. Früher oder später würde der Holzboden eh aussehen wie Sau, spätestens wenn es die ersten Besäufnisse oder Schlägereien gab und Rum sowie Blut flossen.
Nachdem Amthu einige alte Schiffsmasten zersägt hatte, machte er sich daran diese als Wandträger in das Erdreich zu jagen. Es dauerte Stunden, bis so nach und nach ein Grundgerüst das neue Haus erahnen ließ. Der wohl schwierigste Teil stand ihm jedoch erst noch bevor. Die Wände zu ziehen aus losen Steinen und Lehm war etwas, das seine handwerklichen Fähigkeiten bei weitem überstieg und dementsprechend krumm und windschief wurden sie am Ende seiner Plackereien. In der ersten Etage der entstehenden Hütte hatte ihn dann der Mut verlassen, um nochmals Fachwerkwände zu ziehen und so entschied er sich dafür die Wände dort aus Holz anzufertigen. Müde fand er nach einem harten Arbeitstag Schlaf in der dachlosen Hütte.
Die nächsten Tage beschäftigte sich Amthu damit mittels Seilwinden diverse Holzbalken auf die Wände zu wuchten und so entstand nach und nach ein halbwegs passables Gebälk, auf dem er etliche getrocknete Palmenwedel ausbreiten konnte. Jene fertigte er mit einiger Sorgfalt an, denn er hatte keine Lust bei starken Regenschauern überall Pfützen in der Hütte zu haben, die das neue Heim in einen See verwandeln würden. Beinahe einen ganzen Tag investierte er so in eine am Ende doch recht annehmbare Dackbedeckung. Zu guter letzt wurde noch eine kleine Veranda vor die Tür der Hütte gezimmert, um den Eingangsbereich etwas ansehnlicher werden zu lassen. Auf jener ließ er sich des nachts um ein Neues zu Boden sacken und träumte von so einigen wirren Handwerks- und Holzfantasien. Als er am nächsten Morgen erwachte streckte Amthu sich und brummte dabei genervt. "Madre mia... 's ja noch schlimm'r als die Plackerei uffem Agg'r. Schiete..." Doch all das Murren und Schimpfen würde nichts nützen. Die neue Taverne wollte eingerichtet, die Brennerei wieder hergerichtet und die Plantage wieder bestellt werden. Und so widmete sich der Rumbrenner jeder Arbeit, die ihn in die Arme sprang, um nur endlich wieder ein wenig Ruhe und die Wärme Cabezas genießen zu können.
Nachdem Amthu einige alte Schiffsmasten zersägt hatte, machte er sich daran diese als Wandträger in das Erdreich zu jagen. Es dauerte Stunden, bis so nach und nach ein Grundgerüst das neue Haus erahnen ließ. Der wohl schwierigste Teil stand ihm jedoch erst noch bevor. Die Wände zu ziehen aus losen Steinen und Lehm war etwas, das seine handwerklichen Fähigkeiten bei weitem überstieg und dementsprechend krumm und windschief wurden sie am Ende seiner Plackereien. In der ersten Etage der entstehenden Hütte hatte ihn dann der Mut verlassen, um nochmals Fachwerkwände zu ziehen und so entschied er sich dafür die Wände dort aus Holz anzufertigen. Müde fand er nach einem harten Arbeitstag Schlaf in der dachlosen Hütte.
Die nächsten Tage beschäftigte sich Amthu damit mittels Seilwinden diverse Holzbalken auf die Wände zu wuchten und so entstand nach und nach ein halbwegs passables Gebälk, auf dem er etliche getrocknete Palmenwedel ausbreiten konnte. Jene fertigte er mit einiger Sorgfalt an, denn er hatte keine Lust bei starken Regenschauern überall Pfützen in der Hütte zu haben, die das neue Heim in einen See verwandeln würden. Beinahe einen ganzen Tag investierte er so in eine am Ende doch recht annehmbare Dackbedeckung. Zu guter letzt wurde noch eine kleine Veranda vor die Tür der Hütte gezimmert, um den Eingangsbereich etwas ansehnlicher werden zu lassen. Auf jener ließ er sich des nachts um ein Neues zu Boden sacken und träumte von so einigen wirren Handwerks- und Holzfantasien. Als er am nächsten Morgen erwachte streckte Amthu sich und brummte dabei genervt. "Madre mia... 's ja noch schlimm'r als die Plackerei uffem Agg'r. Schiete..." Doch all das Murren und Schimpfen würde nichts nützen. Die neue Taverne wollte eingerichtet, die Brennerei wieder hergerichtet und die Plantage wieder bestellt werden. Und so widmete sich der Rumbrenner jeder Arbeit, die ihn in die Arme sprang, um nur endlich wieder ein wenig Ruhe und die Wärme Cabezas genießen zu können.
Alguien Apuesto: "Ein schlecht gelaunter Rumbrenner kann uns allen schneller den Gar ausmachen als jede Armee. Davon abgesehen schießen die meisten hier erst ab zwei Rum geradeaus."
-
Alguien Apuesto
Über Tage hinweg, hatten die Cabezianer geschufftet. Trümmer beseitigt, Fundamente aus dem Boden gebrochen, oder neu errichtet. An allen Ecken und enden hatte es an fleißigen Händen gefehlt, aber nach und nach erhob sich aus dem Schutt eine neue Siedlung.
Schnaufend hielt er inne und setzte die Axt ab, um sich mit dem Handrücken Holzspäne, Schweiß und Staub von der Stirn zu wischen. Seit Tagen hatte er nichts anderes getan als Holz zu hacken, oder aus versteckten Lagern zur Insel zu schaffen. Interessanterweise hatte ihn wieder einmal seine Herkunft als Sohn eines Holzhauers eingeholt und er musste Entermesser und Enterbeil gegen die... er rechnete kurz nach und schüttelte den Kopf ...xte Holzaxt tauschen. Das beständige Palmenfällen und schleppen selbiger wurde am Abend nur durch kurze Ruhephasen unterbrochen.
Vor ein paar Tagen endlich war ein Haus fertig geworden in welches auch prompt die Seesöldner eingezogen waren. Wenigstens hatte er endlich wieder ein Dach über den Kopf. Brummend griff er zur mittlerweile warmen Wasserflasche und trank gierig einige Schlucke bevor er sich wieder über den Stamm hermachte.
"Hola, Al!" mitten im Schwung hielt er inne und blickte zu Ambrosio und hob grüßend die Hand "Hola!". "Kannst mir die Dache mal`n neues Bett zimmern? Mein Rücken zwackt schon wegen dem am Boden geliege." Seuftzend ließ er bei Ambrosis Frage den Kopf hängen bevor er schließlich antwortete. "Bien, aber ich hoffe Du hast Rum als Bezahlung!" Warum hatte er den Leuten nur verraten, das er gut mit Holz umgehen konnte. Insgeheim hoffte er, dass er einmal einen geschickten Holzhandwerker abfüllen und beschwatzen konnte, damit dieser sich auf der Isla niederließ. "Aye, den hab `ch." auf Ambrosios zuruf hin nickte er kurz und brummte dann schicksalsergeben. "Bien, dann komm ich heut Abend vorbei."
Kurz darauf klang wieder das Geräusch von scharfen Stahl auf Holz über einen Teil der Insel.
Schnaufend hielt er inne und setzte die Axt ab, um sich mit dem Handrücken Holzspäne, Schweiß und Staub von der Stirn zu wischen. Seit Tagen hatte er nichts anderes getan als Holz zu hacken, oder aus versteckten Lagern zur Insel zu schaffen. Interessanterweise hatte ihn wieder einmal seine Herkunft als Sohn eines Holzhauers eingeholt und er musste Entermesser und Enterbeil gegen die... er rechnete kurz nach und schüttelte den Kopf ...xte Holzaxt tauschen. Das beständige Palmenfällen und schleppen selbiger wurde am Abend nur durch kurze Ruhephasen unterbrochen.
Vor ein paar Tagen endlich war ein Haus fertig geworden in welches auch prompt die Seesöldner eingezogen waren. Wenigstens hatte er endlich wieder ein Dach über den Kopf. Brummend griff er zur mittlerweile warmen Wasserflasche und trank gierig einige Schlucke bevor er sich wieder über den Stamm hermachte.
"Hola, Al!" mitten im Schwung hielt er inne und blickte zu Ambrosio und hob grüßend die Hand "Hola!". "Kannst mir die Dache mal`n neues Bett zimmern? Mein Rücken zwackt schon wegen dem am Boden geliege." Seuftzend ließ er bei Ambrosis Frage den Kopf hängen bevor er schließlich antwortete. "Bien, aber ich hoffe Du hast Rum als Bezahlung!" Warum hatte er den Leuten nur verraten, das er gut mit Holz umgehen konnte. Insgeheim hoffte er, dass er einmal einen geschickten Holzhandwerker abfüllen und beschwatzen konnte, damit dieser sich auf der Isla niederließ. "Aye, den hab `ch." auf Ambrosios zuruf hin nickte er kurz und brummte dann schicksalsergeben. "Bien, dann komm ich heut Abend vorbei."
Kurz darauf klang wieder das Geräusch von scharfen Stahl auf Holz über einen Teil der Insel.
-
Lucia Quaidera
Hundert Jahre hatte es dann doch nicht ganz gedauert. Aber wer konnte schon erwarten, dass sich die Inselbewohner so sehr ins Zeug legten, und in ehrlicher harter Arbeit ihre Insel von Trümmern befreiten und eigenhändig ihre neuen Häuser erbauten.
Eine leichte Brise wehte vom Meer her und verschaffte etwas Abkühlung von der mittäglichen Hitze. Rauchend lehnte Lu am Geländer ihres Balkons und ließ ihren Blick über ihre neue Aussicht schweifen.
Von vereinzelten Stellen der Isla hörte man noch das Hämmern und Sägen der erstaunlich fleißigen Cabezianer. Der Wiederaufbau hatte begonnen und es standen bereits viele Hütten und Häuser in verschiedener Bauart. So vielfältig wie die Bewohner der Insel schien auch die Zusammenstellung der Bauten zu werden. Einige eine Mischung aus altem Bauholz und frisch gesägten Brettern, andere aus Bruchstein, manche deutlich windschiefer als andere und in den verschiedensten Formen, verteilten sich die Gebäude weiter über die Insel als zuvor. Es hatte durchaus seine Vorteile, nicht so dicht gepresst zu wohnen, beschloss Lu zufrieden und blies einen Rauchkringel in die Luft. Allein Luft und Aussicht waren deutlich besser als zuvor. Und die Ferne zu den Nachbarn war auch nicht zu verachten.
Von hier im ersten Stock, konnte sie über die anderen Häuser den Hafen sehen. Lies sie den Blick etwas nach links wandern, so ragte in der Ferne, nun eingebettet ins Gebirge, die restaurierte schwarze Festung an der Küste empor. Drehte sie den Kopf ein wenig, so konnte sie die anderen Häuser entlang des Wassers betrachten, bis hin zu Amthus Parzelle. Auf der rechten Seite dagegen plätscherte eine romantisch anmutende Lagune, gespeist von einem kleinen Wasserfall, bevor die Sicht von anderen Häusern auf die Plantage und den Schießstand versperrt wurden. Der Strand war für ihren Geschmack etwas weit entfernt, aber mit zwei gesunden Füßen war alles auf der Isla gut erreichbar. Lu ließ ihre von der Schlepperei angeschlagene Schulter sacht kreisen und blickte wieder nach vorn. Sollte je jemand am cabezianischen Galgen baumeln, so hatte sie einen Logenplatz.
Ich muss mir hier dringend noch einen gemütlichen Sessel hinstellen. Vielleicht noch einen Schirm gegen die Sonne.
"He, Al! Kannst du mir etwas zimmern?"
Eine leichte Brise wehte vom Meer her und verschaffte etwas Abkühlung von der mittäglichen Hitze. Rauchend lehnte Lu am Geländer ihres Balkons und ließ ihren Blick über ihre neue Aussicht schweifen.
Von vereinzelten Stellen der Isla hörte man noch das Hämmern und Sägen der erstaunlich fleißigen Cabezianer. Der Wiederaufbau hatte begonnen und es standen bereits viele Hütten und Häuser in verschiedener Bauart. So vielfältig wie die Bewohner der Insel schien auch die Zusammenstellung der Bauten zu werden. Einige eine Mischung aus altem Bauholz und frisch gesägten Brettern, andere aus Bruchstein, manche deutlich windschiefer als andere und in den verschiedensten Formen, verteilten sich die Gebäude weiter über die Insel als zuvor. Es hatte durchaus seine Vorteile, nicht so dicht gepresst zu wohnen, beschloss Lu zufrieden und blies einen Rauchkringel in die Luft. Allein Luft und Aussicht waren deutlich besser als zuvor. Und die Ferne zu den Nachbarn war auch nicht zu verachten.
Von hier im ersten Stock, konnte sie über die anderen Häuser den Hafen sehen. Lies sie den Blick etwas nach links wandern, so ragte in der Ferne, nun eingebettet ins Gebirge, die restaurierte schwarze Festung an der Küste empor. Drehte sie den Kopf ein wenig, so konnte sie die anderen Häuser entlang des Wassers betrachten, bis hin zu Amthus Parzelle. Auf der rechten Seite dagegen plätscherte eine romantisch anmutende Lagune, gespeist von einem kleinen Wasserfall, bevor die Sicht von anderen Häusern auf die Plantage und den Schießstand versperrt wurden. Der Strand war für ihren Geschmack etwas weit entfernt, aber mit zwei gesunden Füßen war alles auf der Isla gut erreichbar. Lu ließ ihre von der Schlepperei angeschlagene Schulter sacht kreisen und blickte wieder nach vorn. Sollte je jemand am cabezianischen Galgen baumeln, so hatte sie einen Logenplatz.
Ich muss mir hier dringend noch einen gemütlichen Sessel hinstellen. Vielleicht noch einen Schirm gegen die Sonne.
"He, Al! Kannst du mir etwas zimmern?"
Zuletzt geändert von Lucia Quaidera am Montag 20. März 2017, 16:43, insgesamt 1-mal geändert.