Ein dicker Tropfen auf dem Kopf *platsch*..
Leon wischte sich quakig den Tropfen aus dem Auge und schaute dann ins Dunkel der Nacht..
Hunger... sein Magen knurrte laut und er tastete nach dem Lederbeutel mit getrockneten Pilzen und Beeren um sich eine Handvoll davon in den Mund zu stopfen. Die Bitterkeit der Speise bereitete ihm Übelkeit und so spuckte er die Sachen nach gründlichem Durchkauen in die schwarze Nacht hinaus.
Seine Sachen waren klamm und feucht durch die dauerhafte Nässe und Regengüsse denen er in der Natur ausgesetzt war.
Das Feuer qualmte und der Rauch, der durch den Regen nassen brennenden Holzscheite, stieg ihm beissend in seine kleinen Lungen.
Hustend robbte er näher an seinen Onkel heran der in seine Felle eingerollt schnarchend auf der Seite lag. Er zitterte und versuchte mit seinen kleinen Ärmchen an den Fellen zu ziehen um etwas Körperwärme vom Onkel zu erheischen..
Nachdem er sich angekuschelt hatte überkam ihn der Gedanke an frühere Zeiten. Das Haus in dem er mit seiner Mutter gelebt hatte... sein Zimmer.. ein warmer Kamin.. und vor allem das leckere Frühstück, die warme milch mit Honig morgens.. Ein großer Seufzer kam tief aus seiner Kehle..
Zator grunzte und drehte sich zu Leon..
"Leon... schlaf.. ich brauche Kraft fr die Jagd morgen", murmelte sein Onkel, nahm den zitternden Fratz aber doch in seinen Arm, so dass Leons kopf auf der Schulter des Onkels gebettet war...
Bevor Zator wieder in seine Träume sank, schoss ihm noch ein Gedanke durch den Kopf: " Schmal ist er geworden", dachte er bei sich als er den kleinen in seinem Arm hielt..
"Ich werde mich eilen müssen", nun auch seufzte er tief und schlief dann bei den gewohnten Geräuschen der Tier bei Nacht, schnell wieder ein..
Und auf einmal war es das normale Leben....
-
Zator A´kinar
Dicke Tropfen fielen auf die beiden eingerollten Gestalten herab. Die morgendliche Luft war frisch und rein. Zator spürte den feinen Herzschlag des Knaben, der sich an ihn drückte um von der Körperwärme des Mannes zu zehren. Langsam öffnete Zator seine Augen und schaute nachdenklich auf den Jungen. Abgezerrt und schmutzig sah er aus und Zator fühlte einen Stich im Herzen bei diesem Anblick. Das Leben in den Wäldern war vorbei, das wußte er. Hier, in den Tiefen des Waldes, fernab der Siedlungen hatte er vor vielen Jahren seinen Bruder geboren und vor wenigen Tagen selbigen verloren. Es war Zeit zu gehen.
Sanft weckte er Leon.
"Auf, auf Leon, wir verlassen den Wald heute. Ein letztes Mahl im Schatten der Bäume und dann gehen wir nach Bajard."
Verschlafen schaute sich Leon wohl um und nickte, wohl noch immer halb in seinen Träumen gefangen. Zator schaffte den Sand beiseite, der die Glut vom Feuer des letzten Abends verdeckte und nach wenigen Augenblicken schon züngelten sich erneut einzelne Flammen empor. Leon kroch an das Feuer, noch immer in die schwere Decke gehüllt und starrte noch immer müde in die Flammen, während Zator etwas Wasser aufsetzten und kalte Fleischscheiben und Brot hervorkramte.
Eine Stunde später zeugten nur noch das plattgedrückte Gras und die Reste eines Feuers von der Lagerstatt. Zator und Leon waren schon weit weg, den Wald für immer hinter sich lassend.
Sanft weckte er Leon.
"Auf, auf Leon, wir verlassen den Wald heute. Ein letztes Mahl im Schatten der Bäume und dann gehen wir nach Bajard."
Verschlafen schaute sich Leon wohl um und nickte, wohl noch immer halb in seinen Träumen gefangen. Zator schaffte den Sand beiseite, der die Glut vom Feuer des letzten Abends verdeckte und nach wenigen Augenblicken schon züngelten sich erneut einzelne Flammen empor. Leon kroch an das Feuer, noch immer in die schwere Decke gehüllt und starrte noch immer müde in die Flammen, während Zator etwas Wasser aufsetzten und kalte Fleischscheiben und Brot hervorkramte.
Eine Stunde später zeugten nur noch das plattgedrückte Gras und die Reste eines Feuers von der Lagerstatt. Zator und Leon waren schon weit weg, den Wald für immer hinter sich lassend.