[Cabeza Quest] Unruhe auf der Insel

Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Die Rauchschwaden über dem Vulkan waren weder größer geworden, noch hatten sie sich verzogen. In den letzten Tagen war es wieder ruhig geblieben, doch die Ruhe wirkte trügerisch. Immer wieder hatte in den letzten Wochen die Erde gebebt und jedes Mal waren die Erdstöße heftiger geworden. Risse hatten sich gebildet und in der Brücke zum Vulkan klaffte ein großer Riss.

Doch die Bewohner Cabezas waren nicht untätig geblieben. Die abgebrühten Seeleute hatten über die letzten Tage nicht nur die meisten der mittlerweile verstreuten Inselbewohner auf die großen Schiffe gebracht, sondern ihnen auch Arbeit gegeben um sie von den düsteren Gedanken abzulenken. Doch immer wieder wanderten die Blicke gen La Cabeza. Jeder, egal ob er es zugab oder nicht, suchte nach neuen Anzeichen drohenden Unheils. Doch nichts geschah, bis plötzlich ein lauter Donnerschlag von der Insel herüberrollte. Eine dicke schwefel-schwarze Rauchwolke wallte plötzlich über der Festung auf. Kurz darauf erscholl aufgeregtes Rufen vom Ausguck.
„Capitano! Capitano! Auf dem Dach der Festung! Irgendjemand wedelt mit einer riesigen Kalurenunterhose!“
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Amthu Lesar
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Beitrag von Amthu Lesar »

Krawall breitete sich auf dem Achterdeck aus. Der Ruf hatte genügt, um die vielen Leichtmatrosen aufzuscheuchen wie wilde Hühner. So ging das eine ganze Weile hin und her, bis irgendwer rief "Madre mia, 's Dolgan, der da wie loco rumwedelt mit... Seiner Unterhose!"

Ein Trupp von ihnen stieg auf die Ruderboote, der Entschluss war getroffen den alten Kaluren vor seinem Untergang in Feuer und Schwefel zu retten. Auch von der Namenlosen strömte die Meute an Land. Hastig tauschte man sich aus, so auch Barto mit Amthu. Und das Ergebnis dieser höchst skurrilen Unterhaltung war Ziegenmunition.. Fliegend und brennend. Die zwei amigos hatten echten Probleme, über die man sich nach Dolgans Rettung dringend weiterunterhalten musste. Ein weiteres zerstörerisches Beben mahnte die Meute schließlich zur Eile und so setzten sie routiniert auf Ruderboote auf die schwarze Festung über.

Dolgan indessen wurde auf dieser wie erwartet vorgefundenen und schwer bearbeitet, dass er der Meute folgen solle. Stur wie ein Esel beharrte er darauf die Fässer mit dem Blitzpulver zu retten. Es war ihm dabei völlig gleich, dass ihm bald die Alcazaba um die Ohren fliegen würde. Mit lautem Fluchen war Amthu einer der ersten Chicos, der Fässer durch die Gegend wuchtete und in Sicherheit des Ruderboots brachte, bevor Ihnen die verdammten Dinger wirklich um die Ohren flogen. Der Rumbrenner tat sich durchaus leicht in jener Aufgabe, die Arbeit auf der Plantage hielt ihn in Form und ob des fehlenden Ausgleichs war das Fässerschleppen eine willkommene Abwechslung. Währenddessen wurde der Kalure beredet, dass er aufs Wasser musste. Ob er auf das Boot wollte oder nicht wurde schlichtweg ignoriert und mit gemeinsamen Kräften wurde der Kalure schließlich verladen wie eines seiner Fässer. Jacq bemühte sich nach Kräften das Ruderboot ruhig über das Wasser zu manövrieren, damit aus dem blauen Dickschädel kein grüner Kotzbrocken wurde.

Am Land fand man sich mit beiden Crews wieder zusammen und offenbarte Dolgan sein bevorstehendes Schicksal. Mit einem Ass im Ärmel - einer Buddel von Amthus legendärem Zielwasser - ließ sich der Kalure am Ende weich kriegen. So setzten die Mannschaften auf die beiden Schiffe über und sahen von dort dabei zu, wie die Isla weiter in sich zusammen krachte. Dolgan sah wehmütig vom Achterdeck der Legado zu, wie die schwarze Festung einstürzte. Die gesamte Isla hob sich in mehreren Erhebungen deutlich an und es hatte den Anschein, dass die Landmasse sich zu verschieben begann. So wurden die mächtigen Schiffe etwas weiter von der Bucht, in der sie zuvor noch geankert hatten, hinausmanövriert, um sicheren Abstand zu gewinnen. Das rege Treiben an Deck der Legado dauerte noch lange an. Und die Gewissheit, dass es nun nichts mehr gab, was man der zerstörerischen Naturgewalt entgegen setzen konnte, wurde mit jeder Minute größer.
Alguien Apuesto: "Ein schlecht gelaunter Rumbrenner kann uns allen schneller den Gar ausmachen als jede Armee. Davon abgesehen schießen die meisten hier erst ab zwei Rum geradeaus."
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Bartolome La Cabra
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Beitrag von Bartolome La Cabra »

Anker Lichten und in die Wanten! Hallte es über das Deck, ehe Leo den Befehl weiter über das Hauptdeck brüllte. Zuvor übertrug Mr. Leo das Kommando an den Steuermann Mr. Barto, mit dem Auftrag die "Namenlos" ein Stück weit aus der Bucht zu fahren. Lis und Nolik eilten sofort los und taten ihr bestes. Anker gelichtet!! Ertönte die Rückmeldung vom Bug.
In die Wanten und bereit zum Rah-Setzen! Nolik blickte sich suchend und verwirrt um, tausende Fragezeichen waren in seinem Blick zu sehen "komm mit, ich mach das sicher nicht alleine" Fauchte Charna ihn an. Was sind wansten? Fragte Nolik nochmal zur Sicherheit, ehe Charna ihn regelreicht zu den Maststiegen drückte. Schnell wurde entsprechendes Seil gefunden und das Vorderrah raste hinab. Mr. Leo!! Brassen hard Steuerbord! Unterdess bewegte Mr. Barto das Steuerrad in die gewünschte richtung und unter ächzen und stöhnen bewegte sich das Schiff langsam aus der Bucht. Freilich dauerte alles viel zu langsam. Doch mit nur einer Handvoll Matrosen an Deck war es eine gute Zeit, und solange sie nicht auf Hochsee wollten, waren es genug.

Als sie weit genug vom Ufer entfernt waren ertönten neue Befehle.
Bereit zum Abwettern! Mr. Leo! Klar zum Treibankern! In den Wanten Rah reffen und bergen! " Die Befehle wurden immer mit rückmeldung der Besatzung und zu bestimmten Zeiten gerufen. Man merkte Charna an, dass sie schon einmal auf einem Schiff gedient hatte oder zumindest wusste was sie da tat. Und so konnte sich Nolik gut von ihr mitreißen lassen. Die Segel wurden eingeholt und der Anker auf halbe höhe herabgelassen. So konnte das Schiff nicht Ziellos umhertreiben und eventuell an den Riffen zerschellen, sollte sich jedoch eine größere Flutwelle auf sie zu bewegen oder sonstige Unwetter hereinbrechen, so würde der Anker nicht das gesamte Vorderdeck zerreißen. Aufschießen und dann an Deck Sammeln!

Mr. Leo! Auftrag erfüllt, die Namenlos liegt nun in sicheren Gewässern und ist für schwere See vorbereitet. Das Kommando geht wieder an euch!
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Die Tage vergingen und die Bewohner La Cabezas waren mit den Schiffen in eine sichere Entfernung von der Inselküste gesegelt. Mittlerweile hatte sich auch der Staub des letzten größeren Bebens gelegt und die Sicht auf die Insel war wieder klar. Ein wenig verschoben sah die Insel aus und das Gebirge wirkte kleiner als zuvor.
Immer wieder gingen die Blicke zur Insel und dem Vulkan, welcher sich unheilschwanger in eine Rauchwolke gehüllt hatte. Doch weitere Beben blieben aus und die Isla lag still da. Bis an einem Morgen ein aufgeregter Matrose zu den Kapitänen der Schiffe geeilt kam und immer wieder zur Insel deutete.
Hastig ausgezogene Teleskopferngläser flogen ans Auge und richteten sich suchend auf die Küstenlinie. Ein schneller, orientierender Schwenk des Fernglases zeigte zunächst keine Auffälligkeiten, bis der Vulkan ins Blickfeld der geschliffenen Linsen wandere. Ein dünnes Lavarinnsal trat aus einer Spalte an der Flanke des Berges aus und ergoss sich ins Wasser zwischen dem Hauptteil der Isla und dem Vulkan. Zischend und spritzend stieg Wasserdampf auf und sammelte sich in dichten Schwaden über der Wasseroberfläche. Auf Entfernung schien es als würde sich der Vulkan schütteln wie ein nasser Hund. Die Brücke zwischen dem Vulkan und der Isla stürzte nun vollständig ein und es schien als würde der Vulkan sich langsam von der Hauptinsel entfernen. Eine genaue Berechnung der Entfernung vom Ankerplatz der Schiffe welche die erfahrenen Seeleute einige Stunden später anstellten ergab tatsächlich eine deutliche Verschiebung des Vulkans weg von La Cabeza.
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Den ganzen Tag über erschütterten größere Beben die Insel und der Vulkan trennte sich von La Cabeza ab und driftete Zentimeter für Zentimeter, Stunde um Stunde weiter weg. Doch am Abend bebte die Erde als ob Eluive selbst die Insel von ihrem Vulkansockel schütteln wollte. Häuser stürzten krachend ein, Bäume knickten und tiefe Risse taten sich auf. In dem bereits schmaler gewordenen Gebirge taten sich weitere Risse auf, durch die das Meerwasser strömte und kleinere Wasserfälle entstehen ließ. Die Erde hob und senkte sich als würde die Göttin kräftige Atemzüge nehmen und sich mit jedem tiefen Zug die Erde weiten und wieder zusammenziehen. Minutenlang schüttelte sich die Insel und die Zerstörung nahm ein ungeahntes Ausmaß an. Die Erde unter der Festung hob sich und der Gesteinssockel auf welchem diese thronte stieg in die Höhe, während andere Teile sich senken und von der Küstenlinie verschlungen wurden. Doch das vorerst beängstigendste Ereignis geschah nicht auf der Hauptinsel, sondern am Vulkan. Dichte Rauchschwaden stiegen auf und waberten gegen die Windrichtung auf die Schiffe zu. Ob des unnatürlichen Verhaltens ruckten die Blicke der Besatzung ängstlich zum Himmel, Ferngläser wurden hervorgeholt und auf die dunkle Wolke gerichtet. Mit schreckgeweiteten Augen erkannten die Beobachter, dass die Wolke nicht aus Rauch, sondern aus einem Schwarm hektisch mit den Flügeln schlagender Feuerharpyen bestand, welche ihr Heil in der Flucht suchten. Immer näher kam der Schwarm an die Schiffe, bis die ersten gefiederten Vogelweiber ihren gierigen, scharfen Blick auf die Schiffe und deren Besatzungen richteten. Schnell war der Vulkan und das Schauspiel auf der Insel vergessen, als die Harpyen über die Mannschaften herfielen. Jeder kämpfte mit der Entschlossenheit sein Leben zu retten gegen die angreifenden Bestien und der Kampf wogte hin und her. Überall brachen kleinere Feuer aus, oder bildeten sich Schwelstellen, als die Seeleute die die Vogelweiber nach und nach über die Klinge springen ließen. Nur noch vereinzelt wurden hektisch kleinere Brandstellen mit Sand und Wasser gelöscht, doch auch diese Arbeiten stockten als sich immer mehr Augen auf die Insel richteten, als sich eine große Wassermasse gen des Hafens bewegte und in vollkommen verschluckte und nur noch Ruinen zurückließ, während sich entlang der Küste eine riesige Düne aufwarf.

Über die Nacht hinweg erschütterten immer wieder heftige Beben die Isla und rütteln an ihren Grundfesten. An ein Betreten wird wohl erst in den späten Morgenstunden zu denken sein.
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Am frühem Morgen beruhigte sich die Erde schließlich und Frieden kehrte wieder ein. Was zurückblieb war eine verwüstete Insel welche eine neue Form angenommen hatte. Über dem Vulkan, der von der Insel und den Schiffen aus kaum mehr zu sehen war, verzogen sich die Rauchwolken nach und nach und er schien weiter entfernt von der Insel zur Ruhe gekommen zu sein und wieder zu schlummern. Die Isla hatte sich an einigen Teilen gehoben und bildete nun einen Kamm auf welchem die Ruine der Festung lag. Der Dschungel war zu Teilen im Meer versunken und entlang der Küste türmte sich eine riesige Düne, welche das Wasser aus den restlichen Teilen der Insel fernhielt. Die Piers lagen verdreht und gebrochen halb im Wasser. Die Häuser waren zu großen Teilen vom Meer verschluckt und in Trümmern wieder ausgespien worden.
Wieder einmal hatte die wilde Natur Cabezas gesprochen, der befürchtete Vulkanausbruch und auch das Seemannsgarn vom Untergang der Isla und des Traums der Freiheit, waren ausgeblieben. Was blieb war viel Arbeit um die Ruinen abzutragen und daraus neue Behausungen zu erbauen. Werkzeuge wurden ausgegeben, Ärmel hochgekrempelt und Baumaterialien gesammelt.
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Amthu Lesar
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Beitrag von Amthu Lesar »

Träge kniff Amthu die Augen auf, als er den Krach bemerkte, der sich wie ein Lauffeuer auf der Legado ausbreitete. Ein kurzer Blick aus dem Fenster des Kartenraumes ließ ihn schlagartig wach werden. "Dios mio.. Das jibbet doch nich." Ein flinker Griff an seinen Gürtel, dann war der Morgenstern einsatzbereit und der Rumbrenner rannte auf das Achterdeck.

Zahlreiche Feuerharpien und -gargoyles trieben dort ihr Unwesen und versuchten mit aller Gewalt Herren über das Schiff zu werden. Mühsam drängte die Besatzung die Viecher von Bord, nicht wenige von ihnen fanden ihr bitteres Ende. Immer wieder entstanden kleine Brandherde und drohten die Legado abzufackeln. Am Ende wurden die Kadaver der garstigen Biester aber doch noch vom Schiffsdeck gewuchtet und man konnte sich den Aufräum- und Löscharbeiten widmen. Bis spät in die Nacht stiefelten die Matrosen über Deck und schrubbten die Planken wieder sauber. Man war sich einig, dass dieser Angriff schlimmer hätte ausgehen können. Worüber man ebenfalls immer größere Gewissheit bekam, war das Schicksal von Cabeza. Die Isla war nicht mehr die selbe und man würde bei einer Begehung selbiger erst abschätzen können, wie groß das Ausmaß der Zerstörung wirklich war.

Spät in der Nacht begab sich Amthu wieder in den Kartenraum und begann damit einen ersten Entwurf der Isla auf eine jungfräuliche Karte zu kritzeln. Irgendwann übermannte den Rumbrenner dann der Schlaf und man fand ihn tief träumend in dem Ohrensessel vor, der ihm als provisorische Bettstatt diente.
Alguien Apuesto: "Ein schlecht gelaunter Rumbrenner kann uns allen schneller den Gar ausmachen als jede Armee. Davon abgesehen schießen die meisten hier erst ab zwei Rum geradeaus."
Jacqueline Perera
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Beitrag von Jacqueline Perera »

Schnarchen, verdammte Kuhscheisse, welcher besoffene Trottel hatte sich im Kartenraum verirrt und raubt mir den Schlaf?!
Ruhe!
Verdammt, der hört nichts! Dann muss ich wohl......

Begleitet von einem gequälten Seufzen wird sie sich aus den warmen Lagen schälen, aufstehen und in Richtung Kartenraum schreiten. Im Türrahmen inne haltend, wird das Augenpaar sich auf Amthu legen, den schlafenden, schnarchenden Amthu. Die Finger krallen sich das Pergament auf welchem er zur Hälfte liegen wird. Leises gebrummel geht von de Smutje aus, was ihr selbst wohl ein schmunzeln entlockt.

'Wie Nora' nuschelt sie leise während das Augenpaar sich gänzlich der Zeichnung widmet. Ein sanftes Nicken ihrerseits. Das Pergament wird sie Rollen und in ihre Manteltasche schieben. Kurz darauf wird man den Capitano über das Schiff brüllen hören. "Reise! Reise! Aufstehen ihr faulen Maden, geschlafen wird sobald die Häuser wieder stehen! Steuermann und Quartiermeister auf's Achterdeck!"


Nach wenigen Augenblicken wird man hören wie sich alles an Bord langsam in Bewegung setzt, auch wenn der ein oder andere weniger erfreut zu sein scheint, das gemaule wird zumindest auch wahrgenommen.

Nach einer etwas längeren Besprechung mit dem Quartiermeister und dem Steuermann wird sich an die Arbeit gemacht. Der Anker gelichtet, die Segel gehisst, das Ruder gelöst...ein hin und her auf der Legado und nach einiger Zeit scheint jeder Seemann von der frischen Luft beschwingt und packt an. Es geht auf zur Isla!

Die Riffe waren bei Tageslicht weitaus besser zu sehen und so natürlich auch die Isla welche nach und nach näher kam. Der Schreck stand jedem im Gesicht und jeder einzelne Bewohner der Insel wusste nicht recht was er sagen sollte.

"Alles fertig machen zum Ankern."
Kommt es von ihr, während das Fernrohr wieder vor das rechte Auge gehalten wird um sich einen weiteren Überblick zu verschaffen.

'Takelung einholen!

'Anker klarieren!'

'Schäkel zählen mit Rückmeldung'

'17 Schäkel'

'Klar zum Ankern!'


'Fallen Anker!'

Getrappel und Gebrülle füllen das Deck, ja, dass war Leben! Als die Legado nicht all zu weit vom Alten Hafen - oder eher das was davon übrig war - ruhte, ließen sie die Beiboote runter und liefen eine Anlegestelle an. Jetzt war es an der Zeit sich ein Bild zu machen und anzupacken.
Zuletzt geändert von Jacqueline Perera am Montag 13. März 2017, 16:29, insgesamt 2-mal geändert.
Auch du bist nur ein Mensch.
Lucia Quaidera

Beitrag von Lucia Quaidera »

"Die Isla sieht aus wie ein Haufen mierda," war ihr erster Kommentar, als sie den ersten Schritt an Land machte. Und tatsächlich war die ehemalige Siedlung ein einziges Trümmerfeld. Das Meer hätte den ganzen Schutt ruhig mit sich nehmen können, anstatt die Ruinen und Trümmer noch mit Algen, toten Fischen und weiterem Unrat zu verschmutzen. Doch es half alles nichts, wollten sie sich nicht eine neue Insel suchen, so mussten die Cabezianer die Ärmel hochkrempeln und alles wieder aufbauen. Unter einigem Fluchen und Gemurre ob der "ehrlichen Arbeit", krempelte also auch Lu die Ärmel nach oben respektive, legte sie ihren schweren Seemansmantel ab und ließ sich eine Schaufel ausgeben.
"Mindestens 150 Jahre!" so lange würden sie ihrer Meinung nach brauchen um all den Schutt abzutransportieren. Nach einigen Stunden mühevoller Arbeit reduzierte sie ihre Schätzung auf "100 Jahre." Dessen war sie aber relativ sicher.


Trümmer in handliche Stücke zerschlagen und abtransportieren, das war nun das tägliche Handwerk bis genug Platz freigeräumt war, um an Wiederaufbau zu denken. Recht schnell waren sich die Cabezianer auch einig, dass zukünftigen Bauten entweder aus Palmwedeln oder aus Holz erbaut werden sollten. Sie würde Al bitten, der sich von allen wohl am besten mit Holz auskannte, über die Trümmerstücke zu sehen, ob nicht noch brauchbares dabei war. Ansonsten würde es wohl heißen, Baumaterial zu besorgen. Zum Glück hatten die Seesöldner gute Geschäftskontakte.
Zuletzt geändert von Lucia Quaidera am Montag 13. März 2017, 19:06, insgesamt 1-mal geändert.
Noa Sylva

Beitrag von Noa Sylva »

Schon eine ganze Weile war Esteban nicht mehr auf der Insel gewesen, um so erschreckender war es für ihn, zu sehen was mit ihr passiert war. Mit den ersten Sonnenstrahlen betrat er an diesem Morgen die Insel, oder das was davon übrig war. Vor seinen Augen tat sich ein wahres Meer an Schutt und Trümmern auf. Tief durchatmend schloss er die Augen und rieb sich mit den Händen darüber, doch als er sie wieder öffnete bot sich ihm noch immer der gleiche Anblick. Ungläubig schüttelte der Junge Seemann den Kopf und fluchte vor sich hin. Nach einem tiefen Schluck aus der Rumflasche war ihm klar was zu tun sei. Er wollte mit den anderen die Insel auf der er geboren wurde und den Großteil seines Lebens verbrachte wiederaufbauen und würde es auch noch so lange dauern. Irgendwann würde die Insel wieder in ihrer alten, auf ihre eigene wunderbare Weise, Schönheit erstrahlen, da war er sich sicher.

So packte er an und schaffte die ersten Trümmer die er vor sich sah beiseite, nach und kämpfte er sich weiter voran. Immer mal wieder griff er zur Rumflasche um eine kurze Verschnaufpause einzulegen. Die Sonne stand hoch am Himmel und schien unerbittlich auf sein durchnässtes Kopftuch, Schweiß ran ihm die Stirn hinunter, doch er schaffte scheinbar unermüdlich weiter den Schutt beiseite. Für seine Heimat, für La Cabeza. Auch die anderen die er traf taten ihr Möglichstes beim Beseitigen der Trümmer. Immer wieder hörte man Esteban Fluchen, wenn ihn fast mal wieder einer der herabfallenden Trümmer erwischt hätte. Die nächste Zeit hätten sie wohl viel zu tun auf La Cabeza, alles musste wiederaufgebaut werden und so würde auch Esteban auf La Cabeza bleiben bis alles wieder in Ordnung war. Unter den Trümmern würde er sicher irgendwo einen noch intakten Rumvorrat entdecken der ihn durch die Zeit bringt.

Die nächsten Tage arbeitete er solange es seine Kräfte zu ließen. Trümmer und andere Dinge wurde nach Brauchbarkeit sortiert, manches war noch geeignet um beim Neuaufbau genutzt zu werden. Anderes war so Kaputt das man es höchstens noch zum Beschweren von Meuterern die über Bord geworfen werden gebrauchen könnte. Es war eine mühselige Arbeit, doch man konnte immer mehr den Fortschritt beobachten den die vielen Helfer erreichten. Bald könnte der Wiederaufbau beginnen.
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Amthu Lesar
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Tropische Hitze und widerliche Aufräumarbeiten

Beitrag von Amthu Lesar »

Brummend öffnete Amthu die Augen als er das Geschrei an Bord hörte. Er rieb sich über Nase und Stirn, dann bemerkte er die fehlende Karte, auf der er eigentlich genächtigt hatte. "SCHIETE, JACQ!," brüllte er wie wild geworden los und sprang aus seinem Ohrensessel. Doch sie hörte ihn nicht, oder wollte es nicht. Stattdessen brüllte sie unerbarmlich Kommandos, um wieder in die Bucht hineinzusegeln. Zerknirscht folgte der Rumbrenner jenen Befehlen und alsbald war die Legado wieder am Hafen vor Anker gegangen. Nur um sie dort an Land auszusetzen... Und Amthu hätte seinen Arsch darauf verwettet, dass Jacq die Mannschaft erst wieder an Deck ließ, wenn der Trümmerhaufen vor ihrer Nase beseitigt war.

Willkommen auf Cabeza, schoss es dem großen Kerl durch den Kopf, als er an Land ging. Oder das, was davon übrig war. Alles Murren, Zettern und Fluchen würde nichts helfen. Wenn sie ihre Isla wiederhaben wollten, galt es anzupacken bis die verdammte Isla aufgeräumt war. Amthu entledigte sich ob der tropischen Hitze seines Hemdes und schnappte sich einiges an Werkzeug, nur um dann in das Trümmerfeld vorzurücken als sei es der verbittertste Feind. Gefühlt Tage dauerte das Abtragen und immer wieder suchte der Rumbrenner nebenbei nach Holz oder anderem Baumaterialien, die man noch verwenden konnte. Diese wurden zum Trocknen feinsäuberlich aufgeschlichtet und der Sonne Cabezas ausgesetzt. Auf diese Weise würden sie vieles nochmal wieder verwenden können, um ihr altes Cabeza so gut wie möglich wieder zu errichten.

Nach schier endloser Aufräumarbeit und mittlerweile am Ende der Kräfte, kam Amthu seinem alten Haus näher und das gab ihm für einen Moment wieder neue Energie. Wie ein Gestörter hackte er den Trümmerhaufen durch und suchte nach dem wenigen Hab und Gut, was noch übrig gewesen war. Einen Großteil seines Besitzes hatte er vor dem Beben in Bajard in Sicherheit gebracht, doch einiges war zu sperrig gewesen und so hatte er es im Geheimkeller des Hauses untergebracht. Ächzend öffnete Amthu die Luke und fand dort wie erwartet einen trüben Tümpel aus Meerwasser vor. Kurz tauchte er unter und dann wieder auf. Und sein Grinsen war plötzlich so breit, dass er fröhlich weiterarbeitete und mit gutgelauntem Pfeiffen die Trümmer beseitigte. Seine Rumfässer waren noch da und auch die Brennanlage hatte im Schutze des Kellers nur einige Beulen und Dellen davongetragen, war sonst aber noch gut in Takt. Wenn die Insel erst wieder aufgeräumt war und man neue Häuser errichtet hatte, würde Amthu zur Feier jenes Erfolges einen speziellen Rum brennen, der dem geschichtlichen Ereignis einen Namen gab. Sie trotzten gegen alle Widrigkeiten des Lebens an und würden es schaffen.

Viva La Cabeza! Für die Freiheit und immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel!
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Charna Lombard

Beitrag von Charna Lombard »

Im Beiboot wurde auf die Insel übergesetzt, kleinere Nachbeben erschütterten jene noch, aber die rote Hexe nahm dies nicht wahr. Entsetzt schweifte der Blick über das zerstörte Eiland.
Kein Gebäude, nichtmal die Pflanzen, hatte das Beben oder die folgende Flut unbeschadet überstanden.
Es hiess mit dem Beiboot zurück aufs Schiff, nur um dort allen Ballast an Bord zu lassen und einzig bewaffnet mit Schaufeln und Hacken wieder auf Cabeza anzurücken.
Die Sonne brannte erbarmungslos, wärend man den Schutt aussortierte. Wiederverwendbares Holz und Steine wurden aussortiert und für den weiteren Gebrauch aufgestapelt, wärend man den Schutt auf anderer Stelle zusammen räumte.
Fluchend, verschwitzt und stinkend, nah am Ende ihrere Kräfte erblickte man eine zuckende Hand aus den Trümmern hervorlugend.
Leise, dünne Schreie drangen aus den Tiefen des Schuttes hervor und für den Augenblick war die Erschöpfung wie weggeblasen. Mit vereinten Kräften buddelte die rote Hexe mit den anderen Insulanern zusammen Rila aus.
Rila, eine der guten Seelen der Insel, welche auf die Tiere mehr Wert legte, als auf jeden Menschen der Insel, trug, wie durch ein Wunder, nur einige Schürfwunden und blaue Flecken davon.
Ob es dem Rum oder dem Verstand zu münzen war, der sich weigerte das Ausmass der Zerstörung anzuerkennen, so erkannte Charna in der kurzen Verschnaufpause, nach der Bergung Rilas, Fortschritte in der Beseitigung.
Vielleicht ist ein Wiederaufbau der Insel wirklich in greifbarer Nähe... und wenn nicht, dann war dies zumindestens eine Beschäftigungstherapie
Jacqueline Perera
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Jacqueline Perera »

*Gefühlt waren Tage vergangen und die Blasen an den Händen verrieten dass sie - trotz der regelmäßigen Abnutzung - eindeutig zu wenig handwerkliches tätigte. Schmerverzerrt verzieht sie das Gesicht und brummt unzufrieden auf.*

Das die See soviel Müll ausspuckt, absolut unschön, verdammter Ziegendreck... Wenn das so weiter geht und sich nach jedem schon entfernten Haufen fünf weitere auftun, werden wie hiermit noch Jahre beschäftigt sein. Man könnte ja eine Mauer ziehen, die freien Stellen bebauen....den Rest...aber Nein. Alles muss weg.

*Die Backen blähen sich auf und ein angestrengtes Seufzen kommt über ihre Lippen. Innehaltend vor dem Haus von Lis.*

Am liebsten würde ich einfach auf das Schiff, die Insel hatte soviele Erinnerungen welche nun begraben unter Schutt und Dreck verweilten, als hätte es sie nie gegeben. Wo es doch eh schon so lange nicht mehr belebt war von ihm, war es nun fast gänzlich zerstört. Ein Haufen Dreck, Glas, Holz...Steine....Erinnerungen von Menschen die nun darin gehaust haben.

*Die Finger gleiten unwillkürlich über die Kette an ihrem Hals, der Mundwinkel zuckt kurz empor.*


Die Zeit nimmt, die Zeit gibt, so war es schon immer. Dieser von den Göttern berufene Kreislauf würde wohl nie enden, wer weiß schon was noch kommen würde. Irgendwann wird hier alles wieder aufgebaut sein, alle werden ihrem Tagewerk nachgehen, die einen heirateten, bekamen Kinder, die anderen folgten weiter dem Ruf der Freiheit und ich....ich stehe und sehe zu. Wo die Wege hinführen.

*Sie schielt dabei zu Nora und Carlos, ein heben der Mundwinkel ist zu sehen ehe sie sich wendet und weiter der Arbeit nachgeht.*
Auch du bist nur ein Mensch.
Noa Sylva

Beitrag von Noa Sylva »

Der Großteil der Insel war von Trümmern befreit. Nun konnte sich langsam um den Wiederaufbau gekümmert werden. Alle waren sich einig das sie größtenteils nur noch Holz zum Bau der Häuser verwenden würden. Zu viel Arbeit machte es ihnen, die massiven Steinbrocken der Zerstörten Häuser abzutragen und fortzuschaffen. Es war ja nicht auszuschließen das selbiges nochmals passieren würde. Das aussortieren von brauchbaren Sachen machte sich bezahlt, vieles von dem Holz konnte nach kurzer Bearbeitung wiederverwendet werden. So hörte man bald auf der Insel das ratschen der Sägen und die Schläge der Hämmer die Nägel in das Holz trieben. Die ersten Hütten wurden aus dem gezimmert was sie vor Ort hatten. So hatten sie wenigstens wieder ein Dach über dem Kopf und einen Ort wo sie in Ruhe einen Rum trinken konnten.

Viele fleißige Händen halfen beim Wiederaufbau, auch wenn davon nicht alle wirklich geschickt waren. Auch Esteban tat sich schwer beim Aufbau, immer wieder hörte man zwischen dem Hämmern einen kurzen Schrei gefolgt von mürrischem Fluchen, als er statt den Nagel mal wieder seinen Daumen traf. Mit Palmwedeln, die sie unter dem Schutt und am Strand fanden, wurden die ersten Dächer gedeckt und so entstanden langsam aber sicher die ersten neuen Hütten. Esteban versuchte zu helfen wo er konnte, mal sägte er Bretter zurecht, dann klettere er auf den Dachbalken herum um die Palmwedel zu verteilen oder er hämmerte einige Bretter zusammen in der Hoffnung das sie einen leichten Windstoß aushalten würden.

Der viele Sand der nun Großteile der Insel bedeckte, war kein einfacher Baugrund und so wunderte es nicht das die ersten Bauversuche nicht einmal bis zum Dach kamen bevor sie in sich zusammenfielen. Doch die kleineren Hütten hielten meist stand, für die größeren beschlossen sie zunächst Pfähle in den Sand zu treiben um einen festen Stand zu erreichen. Pferde zogen die schweren umgeknickten Palmen zu den Bauplätzen wo sie zurecht gehackt und gesägt wurden. Löcher wurden gegraben und nach und nach wurden die Pfähle in die Löcher hinabgelassen. Zu guter Letzt wurden sie mit scheren Hämmern noch tiefer in den Boden getrieben um die Stabilität zu erhöhen. Mühsam aber stetig schritt der Neuaufbau der Insel voran.
Costa Baptiste
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Registriert: Samstag 21. Juni 2014, 21:36

Beitrag von Costa Baptiste »

Es waren schon komische drei Tage gewesen... Erst der Angriff der Viecher aus dem Vulkan auf die Legado und deren Besatzung. Er hatte noch nie so einen Hühnerhaufen auf einem Schiff gesehen, und einfach aus Reaktion angefangen ein paar Befehle zu geben, obwohl der Quartiermeister sogar dabei war. Ein paar üble Kratzer, ein paar Verbrennungen, aber nichts wirklich ernsthaftes hat er davon getragen.

Dann der gestrige Tag und der riesige Berg Schutt. Und während der Großteil der Bewohner sich erst mal aufmachte seine alten Häuser auszugraben war für ihn von vornherein klar, dass er den Strand säubern würde. Und so verbrachte er Stunde um Stunde, alleine, während der Schweiß in den Wunden brannte und der Sand die Haut allmählich wie Schmirgelpapier aufrauhte. Doch gegen Abend stellte sich der Strand als wahre Fundgrube heraus, denn hier waren viele der alten Schiffe gestrandet. Zwar waren sie so weit zerstört, dass man sie nicht mehr reparieren konnte. Aber sie gaben jede Menge brauchbares Bauholz ab. Gute Planken, durch Seewasser widerstandsfähig gemacht, auch er würde daraus wohl die neue Hütte bauen. Erst als die Nacht einbrach gesellte sich Isa zu ihm, sichtlich überrascht was er so alles weggeschafft hatte. Eine willkommene Abwechslung gegen die Einsamkeit der Arbeit auf dem Strandabschnitt, und wie immer war Isa eine gute Gesprächspartnerin. Er dachte bei sich, wenn er nur ein paar Jahre jünger wäre, doch den Gedanken verwarf er schnell wieder, war er doch ein Seebär, und auf der Insel liefen genug junge Burschen rum, die besser im Saft standen als er und dabei nicht nach über dreißig Jahren Meeresbrise im Gesicht aussahen. Erst spät in der Nacht suchte er unter einem der Schiffe Schutz vor Wind und Wetter.

Der dritte Tag brachte nun Erleichterung, die Insel ist so gut wie geräumt, und die ersten machen sich schon daran, hier und da etwas neues zusammen zu zimmern. Ein Schmunzeln huschte dabei über seine Züge, hatten die meißten doch von Holzarbeiten genauso viel Ahnung wie von der Tunfischfischerei. Er hatte zumindest schon oft genug beim Ausbessern von Schiffen geholfen, und selbst einfache Ruderbote schon zusammen gezimmert. Die Grundkenntnisse sollten reichen um vier Wände und ein Dach zusammen zu schustern. Und der Strand den er so mühsam mit freigeräumt hat, sollte auch sein neues zu Hause sein...
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