Unverhofft

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Baznuk Donnerfaust

Unverhofft

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Wieder einer dieser Tage, in denen der Priester nicht der zweite in der Bauhütte war. Tambar war es zu seinem erstaunen mal wieder. Die letzten Wochen kam es öfter vor das der wandelnde Fleischberg an Zwerg ungewohnt viel Zeit hier verbrachte. Allein. Heute hatte es den Anschein als hätte er sogar die Nacht hier verbracht. Er saß neben dem goldenen Käfig des heiligen Eichhörnchens und schlummerte in Ruhe vor sich hin. Zu seinem eigenen erstaunen war der Futter Napf des kleines Nagers nicht leer. Wie dem auch sei, mit einer feinen Gewandung deckte er soweit möglich den Bruder zu und ließ ihn verweilen.
Bedauerlicherweise war er bisweilen nicht sehr gesprächig und offenbarte seine Gedanken und Umtriebigkeit nicht. Mangelndes Vertrauen in den Priester? Tambar wäre nicht der erste, vor allem nicht nachdem die Hammergrunds Tochter Melgra Baznuk als Priester jegliches Vertrauen abgesprochen hatte. Er konnte es noch nicht hören, doch er fühlte wie der Berg rumorte. Cirmias Volk wurde unruhig.
Baznuk war froh darum das Geodiz wieder da war und die Geschicke der Graik übernahm nachdem Belgrom verschieden war. Er hoffte allerdings auch inständig das Tharkosch den Weg zum Wühler bald abgeschlossen haben wird damit Geodiz Ihm wieder in den Pflichten der Bauhütte aushelfen konnte. Er scheute die vielen Aufgaben nicht, doch würde er nicht allem in entsprechender Zeit nachkommen können.
Irgendwas ist schließlich immer dachte er sich als über viele Dinge nachdachte. Wird das eine gerade zum guten gewendet bricht woanders ein -Stollen- der Aufmerksamkeit bedarf. Ein ewiges Rad das nicht den Anschein erweckte irgendwann mal stehen zu bleiben.

Der Krathor Fluch. Der Angriff auf der Frostklamm. Die leidige Schwesternschaft Angelegenheit die noch einer entsprechenden kalurischen Antwort Bedarf sobald Arenvir-zâr und seine Hochbegabten fertig sind. Thelor-zârs Burg am Fuße des Berges. Eirin. Seine Tochter. Thoria. Das Nordvolk.

Mit einem lauten Grunzen von Tambar wurde der Priester wieder aus seinen Gedanken gerissen und ein zufriedenes schmunzeln lag auf seinem Gesicht als er den Bruder so friedlich vor sich hin dösen sah. Er wird ihm wohl hoffentlich was zu seiner Umtriebigkeit erzählen. Die Vorratskammer der Bauhütte war zweckmäßig und keinesfalls üppig wie die der Sippenhäuser, dass konnte also nicht der Grund seiner immer häufigeren Besuche sein.
Ewig sei der Herr, ewig sein Reich im Berg.


Sprach er Ihm die Worte noch leise entgegen als er sich unter die Bauhütte begab und Tambar seinem Schlaf überließ.
Zuletzt geändert von Baznuk Donnerfaust am Dienstag 28. Februar 2017, 10:11, insgesamt 2-mal geändert.
Tambar Donnerfaust

Beitrag von Tambar Donnerfaust »

Das Leben und der Wandel eines Kaluren

Tambar, Thona und ihr Urgroßvater Grombasch Donnerfaust sitzen zusammen je auf einer
Bierfass-Stein-Bank und gucken sich aufmerksam gegenseitig an, als Grombasch auch schon den
Unterricht für diesen Tag beginnt: "Mra, so fleißig wie ihr geübt habt, nennt mir doch die 8
Epochen unserer ruhmreichen Geschichte." Sofort schnippte die Jüngste unter ihnen, Thona mit den kräftigen Fingern in der Luft herum und hüpfte förmlich auf der Steinplatte unter sich auf und ab.
"Nor so eifrig, Thona. Tambar, nenn sie mir.", lachte Grambosch in seinen wuschigen Bart hinein
und blickte seinen Enkel mit leicht zusammen gekniffenen Augen erwartungsvoll an. Dieser
antwortete nach einem Blick, der kurze Zeit nachdenklich gewirkt hatte: "Mra, also gestartet haben
wir im ersten Jahrtausend der Welt. Cirmias, der Vater im Berg erschuf unsere Ahnen und
beauftragte sie mit der Aufgabe, den Berg zu schützen. Mra und dann gab es das Zeitalter der
Könige." "Wie hieß der erste König im Berge?", richtete er die Frage weiterhin an Tambar, doch
seine Schwester kam ihm übereifrig zuvor und donnerte gleich enthusiastisch los: "Kalur!" Tambar
brummelte und Grambosch meinte gleich tadelnd: "Dar musst noch viel lernen, Thona. Nicht nur
deine Vokabeln."
"Mra, ist ja gut. Ich hab's verstanden. Tut mir leid.", entschuldigte sich die Enkelin schließlich und
biss sich auf die Zunge, um den älteren Bruder im Folgenden nicht mehr zu unterbrechen. "Mra,
machen wir weiter, Tambar bitte.", leitete der alte Zwerg sogleich wieder ein und blickte Tambar
erwartungsvoll an, nur um auch schon die Fortführung der Antwort zu vernehmen: "Mra, also dann
gab es noch das Zeitalter des Khorasrates und der Zwietracht, des Mrâ'ganat, der Räte, der
Diaspora, der Verbrüderung und die letzte Epoche will mir nicht einfallen." "Warum ist dem so,
Thona?" "Oh, ich darf?" , freute sich der junge Rotschopf sichtlich und bekam natürlich ein
kräftiges Nicken zur Antwort. "Oh, also das ist ganz einfach. In der letzten Epoche befinden wir uns ja gerade erst. Da ist noch nicht viel passiert und sie hat halt deswegen auch noch keinen Namen."
"Richtig. Mra, das soll es für heute auch schon sein. Jetzt gehen wir erst mal was trinken. Wer gul
arbeitet, der muss auch gul trinken."

Nach einer ordentlichen Mahlzeit und einem dicken Humpen Bier ging es auch schon weiter zum nächsten Punkt auf der Tagesordnung. Denn schon sehr früh bemerkten Mutter Duna und Vater
Dombarth Donnerfaust die selbst für Kaluren außergewöhnliche Hingabe für das Handwerk bei den beiden Geschwistern. Und so wurde Thona von ihrer Großmutter in das Geodentum eingeführt,
während Tambar sich von verschiedenen Feinschmieden und auch Bognern unterrichten ließ. Denn
er hatte nicht nur seine helle Freude an den Metallen, sondern sah es als eine Art Kunst an, die
schnöden Hölzer mit den edelsten Metallen zu kombinieren. Es entwickelte sich in ihm eine
gewisse Form von Perfektionismus die dafür sorgte, dass ihm kaum etwas gut genug war und nur
die edelsten Materialien gerade gut genug waren für seine Handwerke. Thona dachte insgeheim
ähnlich, war es doch eines der obersten Gebote im Glauben an Cirmias sich niemals mit schnöden
Werken zufrieden zu geben. Nur das Beste von – natürlich – bald, irgendwann mal, in ferner oder
vielleicht auch näherer Zukunft, den Besten! Und so widmeten sich beide Jungkaluren seit je her
fleißig ihren Unterrichten und Lehren, um ihr Leben wie ein jeder ihres Volkes in absoluter
Hingabe für Cirmias, ihren Schöpfer zu leben und bald schon aus den Stollen heraus zu finden, die weite Welt entdecken könnend.
Endlich, den Weg aus den Stollen gefunden, begab sich Tambar als erster auf die Suche nach seiner Sippe. Er wurde herzlichst von dieser aufgenommen und mit allem was man für ein Cirmiasgefälligem Leben benötigte ausgestattet.

Im Laufe der Zeit brachte er seine Handwerkskünste immer näher an die Perfektion heran und verbesserte auch seine Kampfkünste. Denn es gab viele Situationen wo er beweisen musste was er gelernt hatte und die Schergen aus dem Westen gemeinsam mit seinen Brüdern zu vertreiben und zurück zu schlagen. Immer an der Seite seines Sippenbruders Baznuks lies er sich von seinen Worten leiten und stand seinen Kaluren gegen die Brut Alatars.
Doch oft gab es auch Momente in seinem leben, wo er hoffte mehr tun zu können. Mehr als nur glückliche Gesichter mit seinem Handwerk hervor rufen zu können. Er wollte den Leuten soviel mehr Mut und Hoffnung geben können.
Immer wider trieb es ihn hierfür in die Bauhütte um darüber nach zu denken wie er dies wohl bewerkstelligen könnte und versank in langen stillen Gebeten an Cirmias. Es waren die ersten Schritte als Lehrling der Diplomandelei die ihn hoffen ließen auf einem richtigen Weg zu sein um zu schaffen was er sich vorgenommen hatte. Der Zuspruch seiner mit Kaluren gaben ihm das Gefühl, dass dieser Pfad wohl zu richtigen Ziel führte. Doch fehlte tief in seiner großen dicken Gussform immer noch etwas, dass in ihm eine gewisse Leere hinterließ.
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Schnarch, gurgel und brumm das war wiedermal das erste was er hörte als er die Bauhütte betreten hatte. Tambar hatte es sich wieder gemütlich gemacht beim Eichhörnchen und teilte sich den Schlaf der gerechten in der heiligen Halle mit dem Nager. Es war wohl doch wirklich ernst um Tambar und keine Phase. Keine Phase die darauf zurück zu führen war das seine Schwester im Blute die liebevolle Thona so eine unglaublich begabte, gefragte und mächtige Geodin wurde in den letzten Jahren. Tambar hütete sie wie seinen Krug, doch zog sie Ihm langsam davon. Baznuk war stolz darauf zu sehen wie sie in so jungen Jahren soviel aufzuweisen hatte, doch wusste er auch das es an Tambar nagte. Offensichtlich aber keiner seiner Gründe hier zu sein...

Der Abend war noch jung und gemeinsam mit seinem eigenen kleinen Heiligtum, seiner Vilja ging es gemeinsam in die Bauhütte. Ein Gespräch mit Tambar kombiniert mit ein wenig Geschichts- Unterricht seines Volkes stand auf dem Plan. Es war wieder einmal der mit Goldadern durchzogene mächtige Stein im unteren Teil des Cirmias Tempels der den Anfang von allem bilden sollte. Tambar nahm vor dem Stein Platz und auch seine Vilja schmiegte sich an den dicken Kaluren während Baznuk Ihnen ein paar Dinge erzählte.

Vieles Verstand die kleine zum Glück noch nicht, doch es reichte wenn er Tambar damit erreichte und vor allem sein Gemüt und Gedanken anregen konnte. Der dicke Zwerg würde wohl einige Woche nun bei Ihm bleiben bis sich beiden sicher offenbarte was Vater mit Ihm vor hat. War es wirklich wieder ein Ruf des Vaters nach einen neuem Schüler? Die nächsten Wochen würden es zeigen ob der Vater rief oder Tambar nur einer der viele Haxen im magen quer hing.

Mit einem kleinen Eid vor sich selbst und der ersten Aufgabe schickte er den großen, liebenden Zwergen auch schon in die Stille Nacht des Nilzadans und mit seiner kleinen auf dem Arm ging es auch rasch ins Bett.
Ewig sei der Herr, ewig sein Reich im Berg.
Tambar Donnerfaust

Beitrag von Tambar Donnerfaust »

Lange saß Tambar noch im Sippenhaus vor seinem Essen. Er hatte sich extra eine kleine Mahlzeit genommen, weil er vorhatte nicht zuviel Zeit mit essen zu verbringen. Also waren diesmal nur 5 Pferdeschnitzel und 3 Hummer auf seinem Teller.
Doch irgendwie stocherte er nur Lustlos darin rum. Seine Gedanken waren viel zu sehr mit dem besprochenen und gesehenen beschäftigt als das er sich um seine mahlzeit kümmerte. So lies er es einfach für spätere Stunden stehen und machte sich wider auf den Weg zur Bauhütte.
Dort angekommen zog es ihn direkt runter zum alten Stein, den Baznuk ihm zeigte und erklärte worum es sich dabei handelte. Vorsichtig strich er dann mit seinen Fingern darüber und musterte jede einzelne Erhebung und Rune.
Bis spät in die Nacht hinein saß er dann davor und versuchte Antworten zu finden. Doch nichts geschah, keine Antworten die ihm einfach so in den Schoss fielen.
Oben vor dem Amboss, an dem er vor Baznuk einen kleinen Eid ablegte und seine erste Aufgabe erhielt, lächelte er kurz und schloss die Augen um zu lauschen. Ruhe, innere Ruhe umfing ihn und er atmete tief ein und genoss sie eine ganze Weile lang ehe er sich dann wider zum Eichhörnchen begab und es sich neben ihm auf dem Boden gemütlich machte.
Tambar Donnerfaust

Beitrag von Tambar Donnerfaust »

Da war er nun, der erste Unterichtstag in kalurisch und Handelssprache. Es war eine einfache Idee die er hatte wärend er wider mal in der Bauhütte saß und auf der Suche nach Antworten war. Er fand zwar wider nicht die Antworten die er eigentlich zu finden hoffte, aber vieleicht wollte Cirmias ihn jene auch noch garnicht finden lassen. Vieleicht wollte Cirmias ihn zuerst prüfen um zu sehen was alles in dieser überaus dicken Gussform steckt.
So machte er sich auf und ging einige Tage mit offenen Augen und Ohren durch den Nilzadan und betrachtete jene die sich für den Berg einbrachten obwohl sie keine Kaluren waren.
Es waren deutlich mehr als er zu Anfang gedacht hatte. Waren es neben seinem Bruder Antorius auch einige die sich der Alianz angeschlossen hatten, oder gar welche die sich in die Graik haben eintragen lassen. Sie alle wollten für den Berg und die gerechte Sache einstehen. Und dann war da noch die kleine Vilja die schliesslich in der Handelssprache gelehrt werden musste. Denn ein gutes Miteinander funktioniert nur, wenn man ein gutes Verständniss untereinander hat. So glaubte er, das diese Idee ihm zwar keine Antworten auf seine eigentlichen Fragen bieten würde, es aber unabdingbar war und jemand dies tun müsste.
So wagte er sich daran und legte den ersten Termin fest an welchem er mit den ersten einfachen Wörtern anfing. Mit Freuden stelte er fest, das alle eingeladenen und noch mehr kamen um seinem Untericht zu folgen. So hielt man bei einem gemütlichen Zusammensitzen in der Nilzadantaverne bei gutem Essen und Bier von Thoria den ersten Untericht.
Zufrieden über sein tun und das interessierte mitmachen der anderen, beschloss er, diese Aufgabe als die seine an zu nehmen und sie weiter zu führen.
Tambar Donnerfaust

Beitrag von Tambar Donnerfaust »

Zwei Wochenläufe waren nach dem letzten Unterricht vergangen und es war mal wider an der Zeit einen neuen Unterrichtsstag an zu setzen. Wider wurden die bemeisselten Steintafeln vor der Taverne, dem Ratssaal und der Graikfeste abgestellt. Es waren schwere Wochen die er zu überstehen hatte. Denn nicht nur das er neue Aufgaben von Baznuk bekam die er zu erledigen hatte, nein er wurde sogar auf Diät gesetzt. Tambars schlimmster Alptraum wurde damit war.
Er müsse abnehmen meinte Baznuk zu ihm und schob ihm in regelmäßigen Abständen immer wider einen Rosmarinstängel zum essen zu. Als würde man eine so grosse Gussform damit füllen können und am leben halten. Doch gab es zum Glück ja noch Thoria die ihm immer wider heimlich etwas zusteckte. Die Runenschmiede wunderten sich sicher auch schon das er seid einigen Wochenläufen schon nicht mehr seine Rüstung anpassen lassen musste. Immerhin sparten sie so jedoch eine menge Mithrill auf Dauer.
Dann war da auch noch die kleine Sarah die er gestern kennen gelernt hat. Vilja hat sie mit in den Berg und in das Sippenhaus gebracht. Das kleine 4 Jährige Mädchen schien so wie sie sagte keine Eltern und naheliegenden Verwandten zu haben und kam laut eigenen Aussagen wohl aus dem Westreich. Schnell musste Tambar feststellen, das Menschenkinder wohl kein Bier vertragen. Denn nach dem einen Krug den er der kleinen zuschob, kippte sie nach hinten von der Bank und schlief dann erst einmal den Schlaf der Gerechten. Natürlich gab das widerum Mecker von Thoria die kurz zuvor noch warnte und meinte, sie würde ihr Tees und Säfte zubereiten.
Auf die vielen Fragen die ihnen aufkamen wie man nun mit der kleinen zu verfahren habe, warf Tambar erst ein das es wohl das Beste wäre, die Kleine erst einmal im Berg zu halten bis man genaueres wüsste und dann eine endgültige Entscheidung treffen würde.
Im Anschluss machte sich Tambar wie jeden Abend auf den Weg in die Bauhütte um seinen Gedanken nach zu hängen und Antworten zu suchen. Da stand er nun vor dem Amboss und dem Hammer und erinnerte sich an seine ersten Schläge mit dem Hammer auf Metall. Er wurde von vielen aus seiner Sippe erzogen und geschult. Warum nur ist es bei den Menschen so anders? Eines jedoch stand fest für ihn. Die kleine Sarah bräuchte nun jemanden der sich um sie kümmert, der sie im Leben führt, erzieht und lehrt. Wer dies am Ende sein wird, das soll wohl die Zeit zeigen.
Zuletzt geändert von Tambar Donnerfaust am Freitag 31. März 2017, 15:05, insgesamt 1-mal geändert.
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Die Ersten Wochen sind vergangen seit er Tambar auf seiner Suche nach Antworten begleitete. Wochen in denen er Ihn stetig mehr von seinen alten Aufgaben und Pflichten die er im Berg erfüllte entfernte und langsam zu neuem führte. Baznuk war sich nicht immer sicher ob Ihm die vielen Stunden in der Mine auf der Suche nach dem heiligsten aller Erze war fehlen würden. Die Liebevolle arbeiten an den Krügen die er für jeden aus Cirmias Volk einzeln angefertigt hatte oder gar das schleifen der Gemmen zu wahren Kunstwerken. Tambar hatte in jungen Jahren bereits eine ordentliche Begabung, diese Ausgebaut und zu seinem Leben gemacht neben dem Dienst am Berg.

Doch die bestimmte Unruhe den seinen Bruder trieb kannte Baznuk nur zu gut aus der eigenen Zeit als Grollen des Berges stetig weiter in seiner eigenen Gussform erklang bis zu einem unüberhörbaren, klar zu deutenden Ruf des mächtigen Bergvaters. Es war, so nahm er an die gleiche Unruhe die nun in Tambars Gussform zu klingen begann. Ob es am Ende des Ruf des Schmiedes sein wird ist nicht gewiss doch war er sich das entbehrungsreiche Aufgaben Tambar, sowohl auch Ihm und gar Cirmias selbst helfen werden Antworten zu finden.

Doch nebst all er angelegten Prüfungen in der Zeit der Unruhe musste sie aber auch sorgsam mit möglichen, kommenden Aufgaben bestückt werden. Viel Zeit bliebt nicht ein Cirmias Kind darauf vorzubereiten wenn erst mal der Tag gekommen ist an dem Vater seine Hand ausstreckt und das heißeste aller Feuer in die Gussformen seiner kommende Priester legt. Eine Verantwortung die nicht nur das eigene Volk betrifft sondern die Zuständigkeit weit darüber hinausgeht.

Mit den ersten Weisungen in der Völkerkunde wurde ein guter Grundstein gelegt um Tambar mit seiner erste neuen Aufgabe zu betreuen. Die Gelegenheit war günstig als der Emir der Wüstenlande einen neuen Handelsminister aussandte um sich vorzustellen. Tambars kommende Aufgabe wird eine weile darin liegen diesen Sohn der Yazir zu unterstützen in allen belangen die eine Gewinnbringende und vor allem Werterhaltende Münz Politik mit sicht bringt. Wobei der Fokus vor allem auf dem Werterhalt der Münzen in der goldenen Stadt liegen soll. Dabei hat der Bruder die besten Gelegenheit sich gleichsam näher mit dem stolzen Volk der Menekaner näher betraut zu machen.

Doch lagen auch Prüfungen auf dem Weg die er selbst nicht im Sinn hatte. Das Menschenfindel Sarah das recht unerwartet mit seiner Tochter im Sippenhaus stand war eine ganz eigene Prüfung. Allerdings betraf diese die meisten der Zwerge. Völliges Unverständnis herrschte in den ersten Tagen vor wie Eltern ein Kind nur alleine lassen konnte. Die möglichen leiden Mädchen schürten gleichsam die Wut in Tambar aber auch packte dieses Mädchen Ihn an seinem weichen inneren. Diesen schweren Gefühlssturz bewältigen zu können erforderte viel Übung und vor allem Kraft. Eine Kraft die für das kommende gleichsam brauchen würde. Doch Baznuk selbst hätte gerade Ihm nicht gewünscht das er Einstieg so hart sein wird. Er merkte selbst wie das Zürnen in gelegentlich noch überkam wenn er das Findel mit seiner Tochter sah.

Tambar bemühte sich in allen Aufgaben und Prüfungen sein bestes zu geben, doch wusste er nicht das viele der Aufgaben am Ende nur den Zweck hatten Ihn versagen zu lassen. Das Gefühl der niderlage in vermeintlich wichtigen Aufgaben, den Schmerz in der Brust wenn die Hoffnung auf eine tolle Entwicklung nicht eintreffen wird. Das war, so hart es für aussenstehende Klinge mag für den Anfgang das wichtigste.

Das stolze und liebende Herz eines Zwergen auf Niederlagen vorzubereiten nur um direkt danach aufzustehen und weiter zu gehen. Frust, Ärgernis und Stillstand war etwas für Zwerge das sie erst schwer lernen müssen. Doch nichts anderes wird es zu Haufe geben im Dienst des Vaters, im Dienst der Völker. Aber zum Glück gab es auch die schönen Dinge in dieser Zeit die sie nun gemeinsam durchschritten. Tambars Idee des Sprachunterrichts erzte richtig gut. Viele kamen um zu lauschen und zu lernen. Ein Keimling von Zufriedenheit hellte die Gussform seines Bruder ein wenig auf.
Die kommenden Tage oder eher in der kommenden Woche wird noch etwas völlig neues auf Ihn warten. Ein Erfolg oder Misserfolg hatte an dieser Stelle nichts zu sagen, es war ein Schritt vorwärts an einer Stelle wo der Grund nicht zu sehen war.

Ewig sei der Herr, ewig sein Reich im Berg.
Tambar Donnerfaust

Beitrag von Tambar Donnerfaust »

Wenn du fällst, steh wider auf und mache weiter

Viele Prüfungen galt es bisher zu bestehen und noch viel mehr werden folgen um dem Vater zu dienen.
Einige Wochen waren vergangen in der sich Tambar als Novize der Bauhütte auf den erschwerlichen Weg machte Antworten zu finden. Doch diese Wochen kamen ihm vor wie Jahre. Jahre die er damit verbrachte Steintafeln zu studieren und sich immer mehr Wissen über die Geschichte, Kräuterkunde und Kriegsführung an zu eignen.
Doch das war es nicht, das dem noch jungen Kaluren zu schaffen machte. Es war die Diät die er durchleben sollte die ihm wahrlich alles abverlangte. Umso froher war er das es da Thoria und auch Moira gab die ihm immer wider heimlich etwas zu steckten. Hatte er doch bereits das Gefühl das seine Gussform schon viel zu klein geworden war.
Doch auch diese Prüfung überstand er und tatsächlich hatte er trotz dem zugesteckten Essen der beiden das ein oder andere Pfund verloren auf seinem Weg.
Dann war es soweit und Tambar musste sich in der Bauhütte unter Cirmias wachsamen Auge als würdiger Diener erweisen. Er war stolz darauf das soviele Kaluren und Freunde kamen um diesen wichtigen Moment mit ihm zu teilen. Unter den Blicken der Vertreter von Cirmias, Temora und Eluive stellte er sich dann dieser Prüfung. Und es geschah, das der sonst so ruhigen Gussform eine grosse Anspannung an zu sehen war. Als dann die Kraft Cirmias in ihn ging wurde sein Geist völlig von jenem Gefühl überwältigt.
Nun, nach der Zeremonie hiess es weiter zu machen, nicht auf zu hören sich als würdiger Diener zu erweisen unter Cirmias Augen.
Weitere Unterichte folgten um die Gussform des noch immer sehr dicken Kaluren weiter zu formen und mit Wissen zu füllen. Im Letzten Unterricht galt es zu lernen wie man die von Cirmias gegebene Kraft nutzt und formen kann. Doch das stellte sich für den dicken Kaluren als garnicht so einfach da.
Immer wider versuchte er seinen Priesterstab in seiner Hand zu manifestieren. Doch egal wie sehr er sich auch anstrengte, es gelang ihm lediglich nach mehreren Versuchen den Stab für einen sehr kurzen Zeitraum in seiner Hand entstehen zu lassen.
Zu stark war die Kraft seines Vaters die ihn dabei durchströmte und es gelang ihm nicht, diese auf dauer zu kontrollieren.
So bekam er als Hausaufgabe, dies stetig weiter zu üben und sich nicht davon entmutigen zu lassen.
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