[Cabeza Quest] Unruhe auf der Insel

Der Erzähler

[Cabeza Quest] Unruhe auf der Insel

Beitrag von Der Erzähler »

Stille herrscht auf der Insel weit im Südosten von Gerimor. Die Sonne ist gerade untergegangen und Dunkelheit hat sich über die Insel gesenkt, die bunten Papageien und andere Vogelarten haben die Schnäbel unters Gefieder gesteckt. Selbstverständlich herrscht in den Spelunken nun reges Treiben, doch in den dunklen Gassen des Hafens herrscht weitgehend Ruhe. Ein einzelner Säufer taumelt umher.

Plötzlich, aus den Tiefen des Dschungels kommend, zerreißt das Brüllen eines Gorillas die Stille.
Wie als hätte er damit ein Kommando gegeben, beginnen auch die anderen Tiere unruhig zu werden. Vögel flattern auf und ein wildes Gekrächze, Geschnatter und Gepiepe beginnt in den Baumwipfeln. Kleineres Getier verlässt seine Nester und Höhlen und beginnt wild durchs Unterholz zu huschen. Spinnen und Skorpione ziehen in einem langen, wimmelnden Zug Richtung Strand. Affen kreischen wild und werfen mit Bananen und anderen Dingen. In den Gassen beginnt ein Hund jämmerlich zu jaulen und zu bellen und ergreift erst nachdem er mit einem alten Stiefel beworfen wurde die Flucht.

Bei Minfays sitzt, seit Übergabe der goldenen Laterne dort als Dauergast anwesend, der alte Wirt Ambrosio und stiert in seinen Rum. „Dreimal verwünschter Klabauter un‘ hunderttausend juckende Seepocken,“ murrt er, „heut hab‘ ich aber g’scheites Zwacken im Knie. `S steht wieder Übles bevor. Es zwackt dann immer, `s sag ich euch.“
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Amthu Lesar
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Beitrag von Amthu Lesar »

Murrend schloss Amthu zu später Stunde den Blauen Salon ab und wollte sich auf den Weg zur Plantage machen. Unterbrochen wurde sein Gang dabei von dem lauten und panisch klingendem Piepen aus der Vogelvoliere, welche direkt neben dem Eingang zum Blauen Salon stand. Der Papagei darin flatterte heftig und versuchte sich mit aller Gewalt aus seinem Gefängnis zu befreien. Der Rumbrenner indessen öffnete das Gatter und schnappte sich das Viech, um es in einen Jutesack zu stopfen. Es war besser so einen Alarmpiepmatz bei sich zu haben, nur für den Notfall. Eilig machte sich Amthu dann auf den Weg zur Plantage und auch dort kreischten und piepten die Tiere panisch. Was ging da vor sich?

Mit routinierten Handgriffen wurde die Ernte der Plantage eingefahren und als das Tageswerk verrichtet war, begann Amthu seine Ausbeute in die Satteltaschen seines Packpferdes Domingo einzuladen. Das Pferd scheute auf dem Rückweg zum Hafen und bäumte sich stürmisch wie die See selbst auf. Mit aller Kraft hielt Amthu den Gaul im Zaun und wurde dabei von Nehal und Noemi beobachtet. Schnell tauschte man sich aus und statt wie die Ratten zu flüchten, begann man die Insel abzusuchen. Irgendwie müsste es möglich sein die Ursache für dieses Chaos zu finden, doch weder Mahu noch sonst irgendein Unruhestifter ließen sich auffinden. So trennte man sich am Ende und ging weiter diversen Nachforschungen nach. Amthu indessen stapfte zum Blauen Salon zurück und prüfte seinen alten Seesack um ein Neues.

Seltsames ging auf der Isla vor und es war besser sich für den Notfall vorbereitet zu haben.
Alguien Apuesto: "Ein schlecht gelaunter Rumbrenner kann uns allen schneller den Gar ausmachen als jede Armee. Davon abgesehen schießen die meisten hier erst ab zwei Rum geradeaus."
Gast

Beitrag von Gast »

Schon in Bajard begann es Ärger zu geben, als der Fährmann der Schaluppe sich weigerte nach Cabeza auszulaufen.
Er hatte irgendwas von einer Sturmfront gefaselt und verschloss sich jeglichen Überzeugungsversuchen von Veilya:
Bestechungen verliefen ebenso ins Leere, wie unterschwelliges Drohen; Prügeleien und Leute einzuschüchtern war wohl schlichtweg nicht so ihr 'Ding', wie das Beispiel Costa die Tage zuvor gezeigt hatte.
Einige Sekunden lang hatte sie mit dem Gedanken gespielt auf eigenen Flügeln zur Isla zu fliegen...und verwarf den Gedanken wieder.
Sie hatte keine Ambitionen in eine Sturmfront zu fliegen und elendig zu ersaufen - Wasserschwester hin oder her.
Also musste sie schlichtweg warten und die Zeit in einer Hafentaverne überbrücken...

Als sie schließlich endlich wieder cabezianischen Boden unter den Füßen spürte, bot der Hafen einen mitgenommenen Eindruck.
Fischerboote, Schaluppen und einige größere Schiffe hingen meist recht schepps auf dem Wasser und allerlei Treibgut dümpelte herum.
Der Himmel war noch grau in grau, lichtete sich aber bereits und ließ die ersten matten Sonnenstrahlen wieder durch die Wolkendecke schneiden, gleich einem Schwert das vom Himmel herab in die unruhige See stieß, um sich dort in mannigfaltigen, aber trüben Farben zu brechen.
Die 'Hexe' machte ein paar Schritte vom rutschigen, regenfeuchten Kai herunter, während ihre Sinne anschlugen.
Irgendwas stimme nicht!
Jedoch konnte sie nicht mit dem Finger auf die 'Wunde' zeigen, die Quell dieser diffusen Empfindungen war. Es war eher wie ein flaues Gefühl im Magen, dass sich dort eingenistet hatte.
Selbige Empfindung hatte sie gehabt, als der Nachhall der sterbenden Bäume und Tiere des Nebelwaldes gleich einer rauschenden Welle durch das Lied geschwappt war, um sie auf Cabeza als 'ausgerolltes', leises Wispern zu erreichen.
Nur diesmal war es irgendwie nicht so deutlich, dieses Gefühl.
Was könnte das bedeuten?
Etwas bahnte sich an? Oder war es nur noch fern? Oder spinnte sie nur und sollte weniger Bohnensuppe essen?
Veilya seuftzte und setzte sich hafennah auf die 'Palaver'-Bank, um Ausschau nach Cabezianern zu halten. Vielleicht würde sie herausfinden, ob sich etwas ungewöhnliches ereignet hatte.

Mehrere Insulaner hetzten gestresst an der Sitzenden vorbei, während sie gerade den Mund öffnen wollte und dann doch nur ein leises Seufzen ausstiess. War das einfach das üblich, chaotische Treiben oder war da mehr?
Murrend rieb sie sich die Nasenflügel und hielt weiter Ausschau nach weiteren Gesprächspartnern, wie ein Geier, der auf Aas aus war.
Ruhig und in unermüdlicher Monotonie schwappten die Wellen gegen die Hafenmauer, während die 'Maga vienta' ihre Gedanken wandern ließ, um sich im Geiste anderen Problemen zu widmen.
- Würde die Schwesternschaft die Kalurensache bald gütlich abhaken können... - wie würden die anderen Schwestern zu Antorius Bitte bezüglich der Schreine stehen... - welche Völker ihr wohl bei ihrem Bestreben helfen könnten ihr Wissen um die Sterne zu vertiefen?.... - Ha! Das Wetterhäuschen musste noch fertig geputzt und eingerichtet werden....und ein Freundschaftsbesuch in Schwingenstein stand ja auch noch aus. sie freute sich schon Mi-
Ihre Gedankengänge wurden abrupt unterbrochen, als der Capitano sie direkt ansprach.
Huh, sie hatte sie gar nicht kommen hören!
Rasch wischte sie ihre anderen Gedanken beiseite und verwickelte Jacq rasch in ein Gespräch, dem auch Nolik, Isa und zuletzt Barto beiwohnte.

Es hatte einen heftigen Sturm gegeben.
Unüblich für diese Jahreszeit!
Die Tiere sind allesamt durchgedreht und die Ratten massenweise abgewandert. - das flaue Gefühl in Veilyas Magen-Darmgegend verstärkte sich und sie war sich sicher, dass es keine Bohnen waren.

Tja und nun?
Alles sicherheitshalber zusammenpacken und fluchtbereit machen, so wie es die Ratten getan hatten?
Wenn sie doch nur...hah! Natürlich konnte sie.
Sie war eine Schwester, der viele Möglichkeiten offen standen.
Rasch überflog die erfahrene Schwester ihre Möglichkeiten und schloss eine Visionssuche mit dem Spiegel aus.
Die Sternendeutung, wie es Nuria einst praktiziert hatte war sicher reizvoll, aber in dieses Thema wollte sie sich erst hereinfinden.
Also mit etwas Arbeiten, dass sie besser verstand:
Einige Rumflaschen wurden vom Tisch zur Seite gefegt, ehe sie einen Satz selbst angefertigter, personalisierter Tarotkarten vor sich hinlegte.

Sie atmete tief ein, atmete tief aus.
Mögen die Drei und Temora mir gewogen sein den Schleier zu lüften!


[img]http://www.hexenrezepte.de/TarotScapini2.JPG[/img]
Zuletzt geändert von Gast am Montag 20. Februar 2017, 11:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Bartolome La Cabra
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Beitrag von Bartolome La Cabra »

RUMPS!! Mit gepolter und Flaschengeklirr wacht er auf, als er gemütlich vom Stuhl gefallen ist.... Was beim Pockigen Arsch des Pottwals macht tief in der Nacht gegen 5 Stunden nach Mittag solchen elendigen Lärm?? Menschen die der Gottesfürchtigen und tüchtigen Arbeit des Klauens und Spielen nachgehen, schlafen noch!!! Er sah sich mit blutunterlaufenen Krähenfüßen um und irgendwas war ander... so.. Sauber?? Alles ungeziefer war weg! Draußen kleffte ein dämlicher Köter, bis er mit fiepen plötzlich verstummte... Dennoch war es Ohrenbetäubend Laut .... und er schlief wieder ein. Während seines Ausrauschens, begann draußen über der Isla ein tosender Sturm, so wie er seit ewigkeiten nichtmehr war. Und Stürme gab es des öfteren!! Aber dieser war wohl anders..
[img]http://bilder1.n-tv.de/img/incoming/crop7057156/6249158443-cImg_17_6-w680/36oh2236.jpg[/img]
.. und Nach dem Sturm ... die Stille...


Spät am Abend wurde er wieder Wach und hörte ein paar Munkeleien über das geschehene... für ihn war es Sonnenklar, Fischgeruch lag in der Luft!! Ein Angriff der Seeweiber, in Fachkreisen auch Fischweiber genannt stand bevor! Und es muss eine riesige Armee sein, wenn selbst das ungeziefer vorsorglich die Flucht ergreift! Blitzgescheid und bei vollen Sinnen, erinnerte er sich an ein altes Hausmittel gegen diese Nixen... Er brauchte nur eine Ziege.. und Harpunen! Und eventuell ein Frauenbarthaar!!



Doch was braut sich da wirklich zusammen?
Jacqueline Perera
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Jacqueline Perera »

Unruhige Nächte, ja, verdammt ich hatte so gut geschlafen, so tief...so fest und nun? Nun röhrt der Wind so kräftig gegen die Scheibe das ich nur darauf wartete bis jene nach innen aufschlägt. Wie ich diese Stürmer hasste, auch wenn in dieser Zeit die Stürme lange nicht soviel Kraft hatten wie zur Sommer- Winter Wende. Aber es wird schon seinen Sinn haben....wird es haben Aye.
Vielleicht war es auch einfach die Art der Insel die momentane Lage der Zivilbevölkerung auf jener, widerzuspiegeln. Ja das wäre möglich.
Der Austritt aus der Bruderschaft, die Verabschiedung des Gouverneurs, man konnte nur hoffen das sich Jaron bald meldet damit sie fortfahren könnten. Zuviel Zeit ins Land ziehen lassen bei diesen Angelegenheiten war nie gut....nie.
Verdammter Wind und was soll das Gekreische der Tiere, madre mia, nichtmal zum pennen konnte man hier seine Ruhe haben.

*das Kissen wird geknauft um jenes über den Kopf zu ziehen und die Ohren zu verdecken. Ein brummendes Geräusch noch ehe sie wieder in den Schlaf fällt.*
Auch du bist nur ein Mensch.
Noemi Dumont

Beitrag von Noemi Dumont »

Und da saß sie nun. Obwohl sie schon seit Stundenläufen fort wollte. Sie hörten die Tiere erst rufen, wild herum plärren aus dem Dschungel. Dann sogar die Tiere in der Stadt. Es war seltsam. So entschloss sie mit Nehal so schnell es ging die Insel zu verlassen. Am Hafen steuerten die Ratten gen die anlegenden Schiffe. "Ratten verlassen das sinkende Schiff", kam es ihr sofort in den Sinn und sie wurde direkt etwas panischer. Amthu begegnete ihnen, er wollte Isabell holen. Dann ging er weitere suchen - kaum war er fort, liefen sie Isabell entgegen. Irgendwie.. wurde es ruhiger auf der Insel. Bis sich alles beruhigt hatte und sie entschlossen sich bei Minfay einzukehren. Seltsam.. bei billigem Schnaps redete sie mit Isabell und Nehal. Dieser verabschiedete sich als Erstes und die Frauen blieben zurück. Das Gespräch war gut, sie lernte Isabell noch ein Stückweit besser kennen. Eine Frau, die ihr sehr ähnlich war.

Und nun saß sie da. In einem kleinen Zimmer, einen scharchenden Nachbarn, weil ihr Hausdach undicht wurde. Super. Eigentlich wollte sie sich mit Amthu, Isabell und Nehal in Bajard besaufen um die schlimmste Zeit abzuwarten. Sie vermutete nämlich einen Vulkanausbruch, Tiere merkten sowas. Aber nichts, der Vulkan war ruhig. Dann vermutete sie einen großen Sturm, doch er blieb auf. Sie wartete auf ein Beben.. und die folgende Welle. Doch auch das stellte sich nicht ein. Einige vermutete Mahu. Doch es war auch Mahus Insel, wär ihr die Insel gleich htäte sie jene die ihr Schaden nicht verbannt Also wieso sollte gerade sie nun der Insel schaden? Daran dachte sie als einzige Option nicht. Und allen voran dachte sie daran: - Verdammt nochmal, weshalb bin ich eigentlich noch auf dieser Insel die mir eh nie in meinem Leben etwas schenkte. Mir seit kleinauf in den Hintern trat und nun hocke ich hier und hoffe auf.. was? Sie zu retten, vor was? - Sie brummte und trank .. aye, das einzige was sie gerade gutes tun konnte.
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Nachdem sich die Tiere wieder beruhigt hatten, kam ein leichter Wind auf, nichts Ungewöhnliches zu dieser Jahreszeit. Ein paar Äste wurden herabgerissen, es regnete für zwei Stunden, ansonsten schien am Wetter nichts Ungewöhnliches erkennbar.


Doch Abends erhebt sich wieder ein lautes Gekreische im Dschungel. Nach und nach sammeln sich die Vögel in den Baumwipfeln und machen sich abflugbereit. Auch das Getier im Unterholz wuselt und kriecht aufgeregt umher. Bis das Gewusel immer stiller wird und schließlich nichts mehr herumkreucht. Der große Vogelschwarm hebt sich in die Lüfte und zieht gen Westen davon. Nun herrscht Stille im Dschungel, weit und breit sind keine Tiere mehr auffindbar. Sonst ist nichts Ungewöhnliches auf der Insel zu bemerken.

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Später am Abend traf sich Nuri wie sooft mit Schmutzjockel und dem reichen Roche am Hafen um die Einwohner La Cabezas mit neuester, natürlich ungebrauchter Schmugglerware zu versorgen. Lachend und derbe Scherze reißend unterhielten sich die drei bei einem gepflegten Rum und blickten nach Osten über das Hafenbecken hinweg aufs Meer. Natürlich war das gestrige und heutige Geschrei und die darauffolgende Stille der Viecher im Wald sowie der Abzug der Vögel ebenso Gesprächsthema, wie der restliche Tratsch der letzten Wochen.

„Haste eigentlich das Gejammer vom alten Ambrosio schon gehört?“ kopfschüttelnd genehmigte sich Nuri einen Schluck vom Rum und blickte Schmutzjockl an. „Aye, hab ch, aber der Alde had monichsmol sulche Vorahnungen sag ch Da.“ Auf diese Worte erntete er nur einen abfälligen Laut von den anderen beiden, woraufhin er sich erst einmal beleidigt einen Becher herauskramte und auffordernd die Hand nach Nuris Flasche ausstreckte. „Eh, teil`n solltest schon!“ Nach einem kurzen Blickduell unter den alten Saufkumpanen zuckte Nuri schließlich mit den Schultern und goss ihm den Becher halbvoll.

„Aber irgendwas is anners, vor allm des Viechzeich verhäld sich anners als sonst, und jetzt isses auch noch ganz wech.“ Auf diese Worte erntete er wieder nur ein Schnauben der anderen zwei, woraufhin er den Becher auf das Fass neben sich stellte, die Hände in die Hüften stemmte und streitlustig das Kinn vorreckte. „Ia halt`s mich awohl a für dämlich, oda wat?“ Wütend funkelte er die beiden an, als er bemerkte wie deren Blicke nicht auf ihm, sondern auf seinem Becher lagen. Im nächsten Moment zitterte der Rum im Glas ein weiteres Mal, während etwas Pelziges wiederholt an seinen nackten Füßen vorbeistrich.
Als er sich fragend umblickte, sah er eine kleine Fünferrotte dicker Cabezianischer Landratten zu Bordratten werden, als diese an der Vertäuung eines der Bote nach oben kletterten.

„Wos warn na des etza?“ Entfuhr ihm da verwundert.
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Montag 20. Februar 2017, 22:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Amthu Lesar
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Beitrag von Amthu Lesar »

Ein letzter wachsamer Blick galt dem Dickicht des Dschungels, ehe der Rumbrenner vom Strand davonstiefelte und den Rückweg zum Blauen Salon antrat. Die Ereignisse wurden immer verrückter und überzogen die Isla mit ihrem völlig eigenensinnigen und kuriosen Ereignissen.

Es reichte nicht, dass Barto auf die irrwitzige Idee gekommen war Ziegen auf die Isla zu bringen. No, es musste sich auch noch ein Kampframmler mit dazugesellen, kurzum... Man sah eine Meute Cabezianer mit drei Ziegen und einem Karnickel am Hafen herumlungern. Spätestens als die Ziegen zu scheuen und bocken begannen, bemerkte man, dass im Dschungel wieder etwas vor sich ging. Den verräterischen Geräuschen folgend, wurden in grosser Heldentat die Ziegen vorgeschickt, um Mut und Tapferkeit zu beweisen. Man sah sie nimmer mehr, die Cabezianer schlotterten allmählich sehr.

Die Seltsamkeiten rissen nicht ab, als ein Silberrücken sich aus dem Dickicht des Dschungels kämpfte und Barto mit einer Kokosnuss an den Kopf warf. Gut, man konnte diese wagemutige Aktion dem Tier nun wirklich nicht verübeln, es war einfach zu verlockend Bartos Schädelhärtegrad auf die Probe zu stellen. Was man dem Drecksviech dann aber wirklich nicht verknusen konnte, war dessen Flucht auf den Leuchtturm über die Klippen. Offenbar hatte der schlaue Affe die Schlüssel vergraben, denn über die Tür gab es keine Möglichkeit dem Viech zu folgen. Mit großem Staunen und gleichsam hartnäckiger Untätigkeit sah man dem Kletteraffen bei der Erklimmung des Leuchtturmes zu. Wahrlich wunderlich, was die Tiere da trieben. Selbst ein vereinzelter verirrter Vogel flatterte dem großen Schwarm noch weit später hinterher.

Die Ratten verließen das sinkende Schiff, eh? Nur das Cabezianische Pack war dumm genug zu bleiben. Sie würden ihre Isla verteidigen, egal gegen wen oder was ihnen dieser Kampf bevorstand. Und wenn der Klabautermann sie alle holte, das Leben auf der Isla wurde gerne für das eigene gegeben.
Alguien Apuesto: "Ein schlecht gelaunter Rumbrenner kann uns allen schneller den Gar ausmachen als jede Armee. Davon abgesehen schießen die meisten hier erst ab zwei Rum geradeaus."
Nolik
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Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 01:24

Beitrag von Nolik »

In seinem Zelt am Strand schlief Nolik diese Nacht einen unruhigen und bruchstückhaften Schlaf. Der unregelmäßige Atem der Wellen, das Rascheln des Windes im Unterholz, das Knacken von Ästen und alle Laute, die Inselgetier im Dunkeln machte. An diese Geräusche des Urwalds und des Meeres hatte er sich in den vielen Monaten auf der Insel gewöhnt.
(Nolik war nicht bewusst, dass es auf den Tag genau ein Jahr her war, dass er seinen Fuß auf Cabeza gesetzt hatte, Bartos Arcozas' Knecht geworden war und zum ersten Mal hier am Strand geschlafen hatte.) Heute Nacht aber, weckten die bekannten Geräusche ihn immer wieder auf, ließen ihn sogar erschreckt zusammenzucken. Nach Stunden des unruhigen Hin- und Herwälzens gab Nolik es auf. Er drückte sich von seiner Matte hoch und holte eine der letzten Rumflaschen aus seinem Geheimversteck im Sand. Die Glut des Lagerfeuers leuchtete noch schwach, als Nolik sich auf dem Baumstamm niederließ und begann zu trinken.

Es waren nicht die flüchtenden Ratten, die aufgescheuchten Vögel, der plötzliche Sturm, nicht mal der angriffslustige Silberrücken, die ihn unruhig werden ließen. Es war das Gerede der Piraten von menschenfressenden Meerweibern, weißen Frauen und Klabautermännern, das Nolik Angst machte. Einzig Thomas bemühte sich, das Ganze nüchtern zu sehen und die Nerven zu behalten. Die anderen irrten aufgescheucht durch den Dschungel und redeten wirres Zeug. Irgendjemand - war es Carlo oder Leo? - hatte sogar vorgeschlagen, Nolik als Menschenopfer darzubringen um Unheil von der Insel abzuwenden!

Nolik trat verärgert in den Boden und ließ eine Handvoll Sand in die Feuerstelle fliegen. "Undankbare Schweine", murmelte er angetrunken zu sich selbst, niemand konnte ihn hier hören. Er putzte ihre Stiefel, besorgte ihre Einkäufe, ertrug alle möglichen Schindereien - und sie würden ihn schlachten wie eine Ziege? Nolik beschloss zu glauben, dass die Insulaner ihn im Ernstfall nicht wirklich umlegen würden, sondern in ihrer Panik nicht mehr wussten was sie sagten. Das beunruhigte ihn noch mehr.
Die Piraten, denen er sein Leben anvertraut hatte, waren in seinen Augen gestandene Männer und Frauen. Jeder und jede von ihnen (vielleicht mit ein paar Ausnahmen) war mutiger und stärker als er, und hatte Abenteuer durchgestanden, bei denen Nolik sich wahrscheinlich in die Hose gemacht hätte. Wenn sie sich fürchteten, vor was auch immer, dann sollte auch er sich Sorgen machen. Selbst wenn er nicht verstand, warum.

In den ersten Stunden der Dämmerung, und mit genug Alkohol im Blut, nickte Nolik endlich ein und schlief einige Stunden zwischen der Feuerstelle und der offenen Rumflasche im Sand.
Gast

Beitrag von Gast »

[weil es auch hier reinpasst, zwecks Rattenflucht und Cabezaquest]

Leise fluchend scheuchte sie eine weitere Horde Ratten mit dem Besen vom Unterdeck. Diese verdammten Nager hatten sich auf den umliegenden Schiffen und Booten, die im Hafen Cabezas ankerten, eingenistet, nachdem sie in Scharren die Isla verlassen hatten.
Tja, weit waren sie nicht gekommen, aber sie konnten ja schlecht nach Bajard oder sonstwo hinschwimmen.
Kurz schwang ein gewisses Verständnis für die kleinen Pelzigen in Veilya, ehe sie wieder ernergisch den Besen schwang.
'Verzieht euch auf die Namenlose oder auf irgend eine Schaluppe, aber nicht auf die Legado...husch!'
Nach einer weiteren kräftezehrenden halben Stunde Rattenjagd, gab sie auf.
Die Viecher waren schlau und teilten sich auf, verkrochen sich und es schien ihr zudem, dass sie 'Schweinchen in der Mitte' mir ihr spielten - sie von einem Fleck des Schiffes zum anderen hetzen ließen.
Nach Atem ringend lehnte sich Veilya an die Reling des Hauptdecks und dachte nach.
Die blinden Passagiere hatten offensichtlich Angst auf der Isla zu bleiben, ganz klar. Aber hier hatten sie nichts zu fressen. Die 'Legado' lag auslaufbereit im Hafenbecken, bestückt mit Kanonen - darum hatte sich Bartho gekümmert. Einzig das Mobiliar und die Vorräte fehlten; ein Glück sonst würden sich die Ratten an Schiffszwieback, Trockenfisch und Rum laben oder gar die Heilkräuterbestände des Schiffslazaretts anknabbern.
Nachdenklich rieb sich die Schiffsmagierin die Nasenflügel. Die Ratten hatten also keinen langfristigen Ansporn hier zu bleiben, wo andere Schiffe, Boote und Kähne sicher reizvoller waren.
Sie brauchte also einen dauerhaften Störfaktor für die Nager, die sie daran erinnerte, dass es bessere Orte zum 'herumlungern' gab!
Mit einem diabolischem Grinsen machte sie sich mit dem Beiboot an Land.

***

Einen Tag später betrat sie wieder die 'Legado'. Auf ihren Armen hing eine Katze, die recht jämmerlich dreinsah, als wolle sie sagen 'Erst schleppst du mich durch diese gruselige, dunkle liedleere Ebene und dann die Reise hierher auf diesem schwankenden Kahn? - Bitte lass mich wieder in den Sumpf zurück!'.
Aber da Katzen nicht reden können und Veilya einen Krathor darauf gab auf das Heimweh und die Reiseunpässlichkeiten der Katze einzugehen, war es nun so!
Mit einem sanften Stupser wurde 'Schneeflöckchen Zwei', in Gedenken an Jacs vorherigen vierbeinigen Schmusekater, auf der 'Legado' zur Jagd ausgesetzt.

Die Legado würde rattenfrei werden und bleiben!
Und damit könnte man sich dem Einlagern von Vorräten kümmern.
Zufrieden kehrte Veilya mit dem Ruderboot auf die Isla zurück.
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Bartolome La Cabra
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Beitrag von Bartolome La Cabra »

Brummend blickte er nachder Jagd nochmal gen Dschungel... Was beim Klabauter geht hier vor? Meerweiber konnten es doch nicht sein.. oder vielleicht doch? Sind sie vielleicht Mächtiger geworden? Er vermutete ja immernoch dass es Nachkommen aus der Liebelei zwischen einer Nixe und Jaron sind, die nun ihren Vater beim Schlawittchen packen wollten.. Aber die Ziegen hatten ihren Zweck nicht erfüllt.. allein der Rammler witterte wohl etwas, denn er hoppelte mit Kampfgeschrei los, er hatte vermutlich etwas Gewittert und wollte es reißen.. Allerdings könnte es auch angstknurren gewesen sein, ehe er panisch davon hoppelte.. Denn auch die Ziegen, die Kampfesmuttig zitternd freiwillig in den Dschungel vorraus geschoben wurden, gefolgt mit einem Schuss aus dem Gewehr (eine Art Glückswunsch), Määähten panisch auf und wurden nie wieder gesehen.. Es konnte aber noch immer sein, dass die Meerweiber dachten es seien Piraten gewesen und haben sie sich geholt. Immerhin trug eine der Ziegen eine Augenklappe und einen Seemansmantel! Zur Sicherheit würde er nochmal eine Ziege besorgen.. man konnte nie wissen... Wenigstens hatte eine Ziege überlebt, MinfayMorgens hatte sich -davon war er überzeugt- auf einen der Frachtkähne verschanzt als erste Verteidigungslinie, sollten die Nixen über die Docks angreifen.

Bild
In Gedenken an Cabra und Karl, die todesmutigen Ziegen die ihr Leben für die Insel gaben.
Gast

Beitrag von Gast »

„Auf was für eine beschissene Insel bin ich hier nur gelandet?“ Ging dem Cabrónes durch den Kopf als er sich gerade den letzten Schluck einer Pulle Wein in den Wanst kippte. Vor nicht allzu langer Zeit wurde er erst hier angespült. Seiner Freunde und Mannschaft gleichermaßen beraubt versuchte er hier zu neuen Reichtum zu gelangen. Und nun das. Das verdammichte Inselgetier ist vom Klabautermann gebissen, da war er felsenfest von überzeugt Oder war's doch nur der immense Alkoholkonsum der ihn wirr in der Rübe machte? „Scheiß drauf... wer schert sich auch nur einen feuchten Kehricht um diese lärmenden Vögel? Sollnse doch verschwinden. Bringen mich eh jeden Mittag um meinen Schlaf.“ Ein Griff in die Innentasche vom verranzten Mantel und schwups, die nächste Buddel vom Wein konnte geleert werden. Der Korken wurde fachmännisch mit den Zähnen aus der Flasche gekaut und im hohen Bogen ausgespuckt. Einen tiefen Schluck später schwankte er weiter auf seinem ziellosen Weg durch die engen Gassen Cabezas.
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Totenstille hat sich über die Insel gesenkt. Kein Gekrächze von Papageien oder Gezwitscher von Wellensittichen ist mehr zu vernehmen. Jedes Ungeziefer, jede Ratte und Maus scheinen sich verkrochen zu haben. Wenn man durch den Dschungel streift wird man kein Tier weit breit entdecken können. Nur am Strand, an dem sich die Spinnen und Skorpione an den Vorabenden sammelten, mag man dutzende dieser Tiere entdecken. Jedoch gibt es kein Gewimmel mehr – sie sind alle tot. Auch auf dem Wasser draußen treibt eine Vielzahl des toten Achtbeinervolks. Hatten sie ihr Heil wohl in der Flucht gesucht und waren lieber jämmerlich ertrunken als auf der Insel zu bleiben?

Zu später Stunde jedoch erheben sich andere Geräusche auf der Insel. Es ist das leise Klirren und Klingeln von Gläsern und Rumflaschen, die nebeneinander gelagert werden. Staub rieselt von den Decken. Dann ertönt ein aufschlagendes Geräusch im Dschungel, so als wäre etwas von einem Baum gefallen: TOCK. Dann wieder: TOCK. Und dann erklingt dieses Geräusch einige viele Male. TOCK TOCK TOCK TOCK TOCK TOCK. Wagt sich ein Todesmutiger in den Dschungel, so wird er erkennen, dass die Palmen ihre Früchte loswerden. Es regnet Obst. Die Palmblätter zittern. Schließlich kehrt wieder Stille ein.

Die ganz Empfindsamen werden es gespürt haben: Ging da ein leises Zittern durch die Insel, welche den Rum im Glas leichte Wellen schlagen ließ? War da nicht etwa ein leises Grollen zu vernehmen? Oder war das doch nur die Brandung, welche gegen die Felsen schlug?

Doch eindeutig ist bisher nichts. Nur das ist den Bewohnern von La Cabeza klar: es bahnt sich etwas an.
Gast

Beitrag von Gast »

Eindeutig ist bisher nichts...
Mit grüblerischer Miene und gedankenversunkenen, verinnerlichtem Blick saß sie in entspannter Haltung am beigefarbenen Strandabschnitt der malerischen Bucht von Cabeza. Ein leichtes Lüftchen wehte vom Meer her auf die Insel, geschwängert von einer salzigen Note und einer frischen Brise.
Der Schauer einer Gänsehaut lief über ihren Rücken und ihre Arme, als der Wind ihr kurzärmelige und knappe Alltagskleidung durchfuhr.
Sicherlich kein Vergleich mit dem Festland...aber nach Baden war ihr auch gerade nicht zu Mute.
Eine unbestimmte Weile lang betrachtete sie die vielen Punkte am Strand...
Alle Krabbler, die wieder vom stetigen Reigen der Wellen zurück an Land gespült waren lagen dort herum.
Veilya legte die Stirn in Falten, als wollte ihr nicht sofort in den Sinn kommen, warum ihr das Bild des krabblerübersäumten Strandes noch zusätzlich schräg vorkam...bis es ihr einfiel. Keine Möwen und andere Geflügelte, die sich auf das angetischte Buffet stürzten - sie waren geflohen.
Ken Geraschel im Dickicht des Dschungels hinter ihr, kein Gezwitscher und Getröte, kein affiges Aufbrüllen.
Nur das sanfte Rascheln der Palmenblätter im Wind und das stets verlässige Rauschen des Wassers.

Woher kam die Gefahr?
Ein kaum wahrnehmbares Zittern lief durch die Isla - wurden die Abstände zwischen den Beben kürzer?
Die Wasserhexe grub eine Hand in den körnigen Sand und lenkte ihre Sinne in den Boden. Doch auch dieses Mal konnte sie nur die Unruhe der sonst sehr behäbigen Erdklänge spüren, aber keine exakte Richtung und Quelle/n der Stößverläufe ausmachen. Es war einfach noch zu frisch her, als Vellyalys ihre Wasserklänge und ihr Selbst gestärkt hatte - ihre Sinne und ihre Konzentration musste noch mitwachsen...und das würde nicht von heute auf morgen geschehen, auch wenn sie sich gerade die feinen Sinne einer Cara oder einer Majalin wünschte.
War der Klang des Vulkans besorgniserregend? Ihre Untersuchung vor einigen Tagen verneinte das, aber wer wusste schon, ob sich nicht noch etwas anbahnte? Und bei Eluv, ihr Feingehör fürs Feuer war schon immer am schlechtesten ausgebildet gewesen. Mit Erde und vor allem Luft und ihrem erwählten Element Wasser tat sie sich wesentlich einfacher die feineren Nuancen zu ertasten.
TOCK, Tock.....Tock...., kam die Antwort auf das Zittern. Bald würden alle Bananenstauden ihre Früchte abgeworfen haben.

Vulkan, Dämon, weiße Frau oder doch das Meer?
Die Auswahl des potentiellen Übels, die auf der Isla kursierte war doch recht überschaubar.
Die Karten hatten die unbekannte Gefahr ebenso angekündigt, waren auch nicht exakter gewesen...außer das Zusammenhalt und Hoffnung eng miteinander verwoben waren.
Stumm richteten sich die braunen Augen wieder auf das Meer und sie behielt ihre Verbindung zum Lied der Schöpferin bei, während sie den Klängen des Meeres lauschte. Vielleicht konnte sie hier mehr heraushören.

Einige Stunden saß sie in tiefster Versunkenheit am Strand und horchte hinaus in die Weite des Ozeans.
Ein Glück, dass sie keine Akademiemagierin war - die Kopfschmerzen wären sonst Übel geworden!
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 24. Februar 2017, 19:32, insgesamt 1-mal geändert.
Costa Baptiste
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Registriert: Samstag 21. Juni 2014, 21:36

Beitrag von Costa Baptiste »

Er saß wie so oft auf dem kleinen Ruderboot und blickte auf den Schwimmer der Angel. Er erwartete ja gar keinen großen Fang, doch zumindest irgendetwas sollte mit seiner großen Erfahrung mit seinem Werkzeug anbeißen. Doch nichts, nicht mal der Haken war leer geknabbert. Auch als er die Taktik änderte, auf Grund ging war wieder nichts zu holen, nicht mal die Krabben machten sich über den Köder her. Krabben? Vielleicht waren sie so wie das ganze andere Getier auch geflohen, nur hatten sie bessere Überlebenschancen.

Nach Stunden schüttelte er nur den Kopf, wie das gelegentliche Grollen das Meer. Entweder kündigte sich eine große Veränderung an, oder eine große Katastrophe. Vielleicht hat er auch einfach nur sein Talent als Fischer verloren. Mit dem Gedanken wurde die Kandidatur immer interessanter. Aber wer sollte ihn schon wählen? Wieder schüttelte er den Kopf. Es waren ja noch ein paar Tage Zeit sich aufstellen zu lassen. Und wenn es mit der Isla so weiter geht, gibt es den Posten des Gouverneurs vielleicht gar nicht mehr, bis die Wahl ist.
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