Arys
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Gast
Ich rannte so schnell bis mir die Lungen brannten, nichts war mehr unter Kontrolle, ich konnte es fühlen. Über die Brücke zum Bauernviertel, dann rechts hinab über eine weitere zum Konsil, hoffend, dass ich dort Elinor finden und sie mitnehmen könnte. Relka wurde dreister, beziehungsweise die Stimmen, die in ihr verweilten.
Glücklicherweise folgten mir schon eine kurze Weile später der Praeceptor persönlich, begleitet von der Candidata in Richtung des Heilerhauses.
Hundemüde, da ich die Nacht zuvor die verwirrte Frau bewacht hatte, konnte ich nun einem Schauspiel beiwohnen, welches ich zuvor in so einem Maße nicht erlebt hatte. Die junge Frau schien von einigen anderen Wesenheiten, Stimmen oder Personen besessen zu sein, sie verdrängten Relka und übernahmen die Kontrolle. Sie sprachen davon, gemordet zu haben, einem Vergewaltiger Übelstes zugefügt zu haben, konnte man das glauben, war es Wahn, war es womöglich von jemandem eingeflüstert worden?
Die Magier vom Konsil prüften die junge Frau auf magische Einflüsse.. es wurde besprochen, sie in Torjans Obhut zu überlassen, einen Posten des Regiments abzustellen, gemeinsam würde man herausfinden unter was sie litt. Doch als der Praeceptor sich zum Gehen aufmachte, wir die Türe öffneten, wollte Relka mit hinaus, raus in den Schnee und spielen....
"Zurück", sprach der Praeceptor mit unmissverständlicher Härte, zwischen ihm und Relka geschah etwas, was nicht wirklich zu verstehen war, doch griff sie ihn an, warf sich auf ihn sodass es zum Kampf kam den die Verwirrte natürlich binnen weniger Augenblicke verlor und ohnmächtig am Boden lag.
Er hatte sie mit ihrer größten Angst konfrontiert, ein Bild vor ihrem geistigen Auge entstehen lassen, so die Candidata Elinor, und ich verstand nun, warum Relka so wahnhaft angegriffen hatte, denn sie hatte in dem Praeceptor den "Schwarzen Mann" ihrer Wahnvorstellungen gesehen.
Lange saß ich noch an ihrem Bett, gefesselt lag sie da und war schliesslich nachdem sie dann doch den beruhigenden Trank angenommen hatte war sie eingeschlafen.
Solch geschundene Seele hatte ich zuvor noch nicht erlebt und es nahm mich mit, mehr als mir lieb war.
Glücklicherweise folgten mir schon eine kurze Weile später der Praeceptor persönlich, begleitet von der Candidata in Richtung des Heilerhauses.
Hundemüde, da ich die Nacht zuvor die verwirrte Frau bewacht hatte, konnte ich nun einem Schauspiel beiwohnen, welches ich zuvor in so einem Maße nicht erlebt hatte. Die junge Frau schien von einigen anderen Wesenheiten, Stimmen oder Personen besessen zu sein, sie verdrängten Relka und übernahmen die Kontrolle. Sie sprachen davon, gemordet zu haben, einem Vergewaltiger Übelstes zugefügt zu haben, konnte man das glauben, war es Wahn, war es womöglich von jemandem eingeflüstert worden?
Die Magier vom Konsil prüften die junge Frau auf magische Einflüsse.. es wurde besprochen, sie in Torjans Obhut zu überlassen, einen Posten des Regiments abzustellen, gemeinsam würde man herausfinden unter was sie litt. Doch als der Praeceptor sich zum Gehen aufmachte, wir die Türe öffneten, wollte Relka mit hinaus, raus in den Schnee und spielen....
"Zurück", sprach der Praeceptor mit unmissverständlicher Härte, zwischen ihm und Relka geschah etwas, was nicht wirklich zu verstehen war, doch griff sie ihn an, warf sich auf ihn sodass es zum Kampf kam den die Verwirrte natürlich binnen weniger Augenblicke verlor und ohnmächtig am Boden lag.
Er hatte sie mit ihrer größten Angst konfrontiert, ein Bild vor ihrem geistigen Auge entstehen lassen, so die Candidata Elinor, und ich verstand nun, warum Relka so wahnhaft angegriffen hatte, denn sie hatte in dem Praeceptor den "Schwarzen Mann" ihrer Wahnvorstellungen gesehen.
Lange saß ich noch an ihrem Bett, gefesselt lag sie da und war schliesslich nachdem sie dann doch den beruhigenden Trank angenommen hatte war sie eingeschlafen.
Solch geschundene Seele hatte ich zuvor noch nicht erlebt und es nahm mich mit, mehr als mir lieb war.
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Gast
Nera hatte die ganze Nacht Wache gestanden, Torjan und ich mussten schlafen, die vergangenen Tage zehrten an unserer Ausdauer.
Zusätzlich zu unser geistig verwirrten Patientin, hatte eine alatarische Soldatin schwer verletzt ihren Weg zu uns ins Hospital gefunden. Ihre Wunde wurde behandelt und genäht und da sie nicht reisefähig war, befahl Hauptmann Alsted die junge verletzte Frau im Hospital zu belassen. Zutritt hatte nur engstes Personal, Besucher mussten bis auf Wideruf draussen bleiben.
Bauchwunden waren gefährlich, besonders, wenn sie von letharischen Klingen verursacht wurden. Torjan und Malena hatten alles meschenmögliche getan um ein Überleben zu sichern, nun musste die junge Frau nur ausruhen, sich erholen.
Das Hospital würde die nächsten Tage voll sein, das Konsil würde sich um Relka kümmern, das Regiment um Kila, ich hoffte nur, dass Alanna die Geburt ihres Kindes noch vorverlegen würde.
Neralon schlief nun endlich, ich küsste ihn sachte und zog mich an, ein langer Tag und Abend stand wieder an, doch ich liebte diesen Beruf und die Herausforderungen die es täglich immer wieder neu boten.
Zusätzlich zu unser geistig verwirrten Patientin, hatte eine alatarische Soldatin schwer verletzt ihren Weg zu uns ins Hospital gefunden. Ihre Wunde wurde behandelt und genäht und da sie nicht reisefähig war, befahl Hauptmann Alsted die junge verletzte Frau im Hospital zu belassen. Zutritt hatte nur engstes Personal, Besucher mussten bis auf Wideruf draussen bleiben.
Bauchwunden waren gefährlich, besonders, wenn sie von letharischen Klingen verursacht wurden. Torjan und Malena hatten alles meschenmögliche getan um ein Überleben zu sichern, nun musste die junge Frau nur ausruhen, sich erholen.
Das Hospital würde die nächsten Tage voll sein, das Konsil würde sich um Relka kümmern, das Regiment um Kila, ich hoffte nur, dass Alanna die Geburt ihres Kindes noch vorverlegen würde.
Neralon schlief nun endlich, ich küsste ihn sachte und zog mich an, ein langer Tag und Abend stand wieder an, doch ich liebte diesen Beruf und die Herausforderungen die es täglich immer wieder neu boten.
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 20. Januar 2017, 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
- Torjan Eichental
- Beiträge: 978
- Registriert: Freitag 28. Dezember 2007, 03:30
Unendlich betrübt war er, als er in seinem Lehnstuhl erwachte, die Treppe runterging und einen sehr würtenden Arenvir von Goldenfall, der aber nimmer Goldenfall heißt, vorfand.
Wütend war er, weil er und Torjan einander treffen wollten, zur 19. Stund, doch es war schon die 20., als er seinen Dienst antritt.
Es tat ihm unendlich leid.
In all dem Trubel musste er wohl irgendwas überhört haben.
Gut, dass er einen neuerlichen Termin ausmachen konnte.
Lange blieb ihm nicht Zeit, über den verpassten Termin nachzudenken.
Die Patienten mussen versorgt werden, egal ob es eine verletzte Überläuferin aus Rahal war oder eine, die in ihrem G'müt in einer anderen Welt lebte.
Alles ging gut an diesem Abend.
Als er sich in seinen Lehnstuhl sinken ließ, machte er sich Sorgen um den weißen wuscheligen Therapiehund. Verdammt! Er hätte ihn dem Hofmäderl mitgeben sollen. Nein, er wollte nicht, dass Relka auch ihn im Blutdurst zerriss und ihn morden werden würde. Aber dazu war es nun zu Spät.
In der Hoffnung, dass der morgige Tag besser werden würde, entschlummerte er in seinem Lehnstuhl.
Wütend war er, weil er und Torjan einander treffen wollten, zur 19. Stund, doch es war schon die 20., als er seinen Dienst antritt.
Es tat ihm unendlich leid.
In all dem Trubel musste er wohl irgendwas überhört haben.
Gut, dass er einen neuerlichen Termin ausmachen konnte.
Lange blieb ihm nicht Zeit, über den verpassten Termin nachzudenken.
Die Patienten mussen versorgt werden, egal ob es eine verletzte Überläuferin aus Rahal war oder eine, die in ihrem G'müt in einer anderen Welt lebte.
Alles ging gut an diesem Abend.
Als er sich in seinen Lehnstuhl sinken ließ, machte er sich Sorgen um den weißen wuscheligen Therapiehund. Verdammt! Er hätte ihn dem Hofmäderl mitgeben sollen. Nein, er wollte nicht, dass Relka auch ihn im Blutdurst zerriss und ihn morden werden würde. Aber dazu war es nun zu Spät.
In der Hoffnung, dass der morgige Tag besser werden würde, entschlummerte er in seinem Lehnstuhl.
Zuletzt geändert von Torjan Eichental am Samstag 21. Januar 2017, 01:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Heute ist Alanna's großer Tag und hätte man mir vor einigen Wochen gesagt, dass ich mich mit ihr freuen würde, ich hätte es bezweifelt.
Aber ich schien verstanden zu haben, dass es einzig und alleine ihre Entscheidung ist und ein guter Freund zu sein hieß, Verständnis zu zeigen und gegebenenfalls da zu sein falls doch mal Hilfe benötigt wird. Also freute ich mich mit ihr, verbrachte die Tage damit die Hochzeitsgeschenke zu verpacken, damit vor'm Spiegel zu stehen und von einem Kleid ins andere zu hüpfen, es jedesmal wieder zurück in den Schrank schleudernd.. was zum Kuckuck zog man zu einer Hochzeit an? Elegant, lässig, ausgefallen, oder eher der Witterung entsprechend? Das Kleid welches mir gefiel war keineswegs für die kalten Hallen der Kirche geeignet, ein warmer Mantel musste her.. zusätzlich zu dem wunderschönen seidenen Umhang welcher mich wie ein Federkleid umschlang.
Ein Blick durch das Fenster unseres neuen Heims ließ mich frösteln und ich warf gleich noch einen Scheit mehr aufs Feuer. Es schneite sachte kleine, zarte Flöckchen und mein Blick verlor sich in dieser Pracht, ich dachte an Neralon, daran, wie nah wir uns waren und daran wie schön unser Leben war und sein würde... ich verstand Alanna plötzlich.
Zarte Gedanken tauchten auf, ich sah die Alanna, die ich auf Cabeza zum ersten Mal gesehen habe, ich sah wie wir so manches Mal am bajarder Feuer saßen, ich sah sie mir Ratschläge gebend, mir wirklich auf den Kopf zusagend, dass ich auf Cabeza kein Glück finden würde, ich sah sie wie sie sich über Zaed sorgte, wie sie ihn liebte und wie sie alles gab um ihr gemeinsames Leben in gute Bahnen zu lenken. Zaed konnte sich wirklich glücklich schätzen, denn sie war ein Zuckerstückchen, ein wirklich gutes Mädel und im Ernstfall eine Stütze aus Stahl.
Ich freute mich auf ihr Kind, das war die nächste Hürde die sie zu bezwingen hatte, doch dann würde das Leben wie ein munterer fröhlicher Wasserfall plätschern.
So riss ich mich aus meinen Gedanken und hüfte treppab zu Nera, ihn wachküssend denn heute ging's zur Hochzeit!
Doch wurde ich sogleich von seinen Armen umschlossen und unter die noch warme Decke gezogen.. die Vorbereitungen mussten noch ein wenig warten.....
[URL=http://www.directupload.net][img]http://fs5.directupload.net/images/170128/9gprwf5j.jpg[/img][/URL]
Aber ich schien verstanden zu haben, dass es einzig und alleine ihre Entscheidung ist und ein guter Freund zu sein hieß, Verständnis zu zeigen und gegebenenfalls da zu sein falls doch mal Hilfe benötigt wird. Also freute ich mich mit ihr, verbrachte die Tage damit die Hochzeitsgeschenke zu verpacken, damit vor'm Spiegel zu stehen und von einem Kleid ins andere zu hüpfen, es jedesmal wieder zurück in den Schrank schleudernd.. was zum Kuckuck zog man zu einer Hochzeit an? Elegant, lässig, ausgefallen, oder eher der Witterung entsprechend? Das Kleid welches mir gefiel war keineswegs für die kalten Hallen der Kirche geeignet, ein warmer Mantel musste her.. zusätzlich zu dem wunderschönen seidenen Umhang welcher mich wie ein Federkleid umschlang.
Ein Blick durch das Fenster unseres neuen Heims ließ mich frösteln und ich warf gleich noch einen Scheit mehr aufs Feuer. Es schneite sachte kleine, zarte Flöckchen und mein Blick verlor sich in dieser Pracht, ich dachte an Neralon, daran, wie nah wir uns waren und daran wie schön unser Leben war und sein würde... ich verstand Alanna plötzlich.
Zarte Gedanken tauchten auf, ich sah die Alanna, die ich auf Cabeza zum ersten Mal gesehen habe, ich sah wie wir so manches Mal am bajarder Feuer saßen, ich sah sie mir Ratschläge gebend, mir wirklich auf den Kopf zusagend, dass ich auf Cabeza kein Glück finden würde, ich sah sie wie sie sich über Zaed sorgte, wie sie ihn liebte und wie sie alles gab um ihr gemeinsames Leben in gute Bahnen zu lenken. Zaed konnte sich wirklich glücklich schätzen, denn sie war ein Zuckerstückchen, ein wirklich gutes Mädel und im Ernstfall eine Stütze aus Stahl.
Ich freute mich auf ihr Kind, das war die nächste Hürde die sie zu bezwingen hatte, doch dann würde das Leben wie ein munterer fröhlicher Wasserfall plätschern.
So riss ich mich aus meinen Gedanken und hüfte treppab zu Nera, ihn wachküssend denn heute ging's zur Hochzeit!
Doch wurde ich sogleich von seinen Armen umschlossen und unter die noch warme Decke gezogen.. die Vorbereitungen mussten noch ein wenig warten.....
[URL=http://www.directupload.net][img]http://fs5.directupload.net/images/170128/9gprwf5j.jpg[/img][/URL]
Zuletzt geändert von Gast am Samstag 28. Januar 2017, 17:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Gast
Da saß ich nun spät abends auf dem Sofa neben Torjan, einen festen Verband um mein Bein. Ich war just im Begriff gewesen, die Treppe zu den Kesseln hinaufzueilen, als ich Torjan hörte, wie er mir zurief, dass die "Gebährende" eingetroffen sei mit Wehen, ich mich vor Staunen unglücklich drehte, verhakte und die lange, steile Treppe hinabfiel und mit einem stechenden Schmerz im Bein wieder zur Besinnung kam. Fanny und MaraLynn halfen mir zum Untersuchungstisch während Torjan seines Amtes waltete: Anbruch des Schienbeins lautete die Diagnose, schmerzhafter als so mancher Bruch und für die nächste Zeit nicht belastbar.
Ich heulte vor Schmerz, wie auch vor Wut über mich selbst. Stand doch Alanna's Geburt bevor, ich musste doch zu ihr, das Kind auf die Welt holen!
Doch daraus wurde wohl nichts, der Schmerz nahm mir fast den Atem, ließ mich lediglich still sitzen und liegen, ich würde meine Aufgabe in Torjans Hände geben müssen. Es dauerte nicht lange, bis wir auch schon auf dem Sofa saßen, ich das Bein hochgebettet, Einzelheiten der Geburt durchsprachen, uns vergewisserten, dass jede Situation, und sei sie auch noch so unerwartet, von Torjan gemeistert werden konnte.
Ich nahm mir vor, von Anfang an bis zum bitteren Ende vom Sofa aus eine Stütze zu sein, zumindest wenn beratende Hilfe erforderlich wurde...
doch dann vernahm ich Torjan's Worte, nämlich wie Alanna ihren Ehemann gebeten haben soll, Melissa Leraund zu verständigen, sie zu fragen, ob sie zu Besuch kommen könne!! Zu dem Schmerz in meinem Bein gesellte sich ein hohes Piepen im Ohr, ein dumpfer Klopfschmerz hinter der Stirn und ich glaubte mich verhört zu haben. Alanna würde doch nicht die Unfeinfühligkeit besitzen, Melissa ins Hospital zu bitten, wohl wissend wie es um unsere gegenseitige, unüberwindbare Abneigung stand? Mir so in den Rücken fallen?
Die Umstände hatten sich gedreht, mir wurde so Einiges bewusst und ich schimpfte mich eine dumme Närrin. Genauso, wie ich es abgelehnt hatte, ihre Trauzeugin zu sein, hätte ich auch ablehnen sollen ihr als Hebamme beizustehen. Wie war das noch mit dem Bauchgefühl? Man sollte ihm folgen...
So verließ ich das Sofa, Neralon brachte mich heim, bettete mich in unsere Kissen und half mir wie immer die Schatten zu vertreiben.
Ich heulte vor Schmerz, wie auch vor Wut über mich selbst. Stand doch Alanna's Geburt bevor, ich musste doch zu ihr, das Kind auf die Welt holen!
Doch daraus wurde wohl nichts, der Schmerz nahm mir fast den Atem, ließ mich lediglich still sitzen und liegen, ich würde meine Aufgabe in Torjans Hände geben müssen. Es dauerte nicht lange, bis wir auch schon auf dem Sofa saßen, ich das Bein hochgebettet, Einzelheiten der Geburt durchsprachen, uns vergewisserten, dass jede Situation, und sei sie auch noch so unerwartet, von Torjan gemeistert werden konnte.
Ich nahm mir vor, von Anfang an bis zum bitteren Ende vom Sofa aus eine Stütze zu sein, zumindest wenn beratende Hilfe erforderlich wurde...
doch dann vernahm ich Torjan's Worte, nämlich wie Alanna ihren Ehemann gebeten haben soll, Melissa Leraund zu verständigen, sie zu fragen, ob sie zu Besuch kommen könne!! Zu dem Schmerz in meinem Bein gesellte sich ein hohes Piepen im Ohr, ein dumpfer Klopfschmerz hinter der Stirn und ich glaubte mich verhört zu haben. Alanna würde doch nicht die Unfeinfühligkeit besitzen, Melissa ins Hospital zu bitten, wohl wissend wie es um unsere gegenseitige, unüberwindbare Abneigung stand? Mir so in den Rücken fallen?
Die Umstände hatten sich gedreht, mir wurde so Einiges bewusst und ich schimpfte mich eine dumme Närrin. Genauso, wie ich es abgelehnt hatte, ihre Trauzeugin zu sein, hätte ich auch ablehnen sollen ihr als Hebamme beizustehen. Wie war das noch mit dem Bauchgefühl? Man sollte ihm folgen...
So verließ ich das Sofa, Neralon brachte mich heim, bettete mich in unsere Kissen und half mir wie immer die Schatten zu vertreiben.
Zuletzt geändert von Gast am Dienstag 31. Januar 2017, 13:26, insgesamt 4-mal geändert.
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Gast
Leise erhob ich mich und machte mich humpelnd an der Krücke auf um noch weiteren Mohntee aus dem Hospital zu holen. Nur so konnte ich schlafen, der Schmerz im Schienbein trieb mir immer wieder Tränen in die Augen.
Neralon schlief noch fest nach durchwachter Nacht, ich weckte ihn nicht.
Endlich den lindernden Tee in den Händen haltend, vernahm ich Stimmen aus dem unteren Krankenzimmer, und hörte Zaed und das Lachen zweier Frauen heraus, Alanna und Melissa. So schlimm konnten die Wehen dann ja wohl nicht sein, gewiss hat sie eine bessere Nacht gehabt als ich, dachte ich bitter, nahm einen letzten Schluck und ging den Schritt, den ich gehen musste und erklärte Alanna, dass ich anbetracht Melissa's Anwesenheit nicht mehr ihre Hebamme sein konnte. Ich bin sicher allein schon mein Gesichtsausdruck muss sie entsetzt haben, denn ich spiegelte alles andere als Freundlichkeit und Geduld wieder.
Mit Torjan war alles abgesprochen, alles war rechtens. Immerhin war eine Geburt eine intime Angelegenheit, Stunden, indem Mutter und Hebamme, notfalls noch der Vater konzentriert und mit allen Sinnen arbeiten mussten. Da war kein Platz für Hass und Abneigung. Wieso verstand sie das nicht? Sie wusste genau, wie sehr ich ihre Freundin verabscheute und jene mich. Doch sie benahm sich wie ein kleines Mädchen, eine Kindsfrau..bei den Göttern, was habe ich nur erwartet von so einem Kind.
Nachdem Zaed dann auch noch die Stimme erhob, frech wurde begab ich mich nach Oben, meine Schmerzen wurden durch Herumlaufen nicht besser... würde er weiter schimpfen, wär's an der Wache ihn hinauszubitten. Nach einer Weile wurde es still, keine Wehen, keine Stimmen..
Neralon schlief noch fest nach durchwachter Nacht, ich weckte ihn nicht.
Endlich den lindernden Tee in den Händen haltend, vernahm ich Stimmen aus dem unteren Krankenzimmer, und hörte Zaed und das Lachen zweier Frauen heraus, Alanna und Melissa. So schlimm konnten die Wehen dann ja wohl nicht sein, gewiss hat sie eine bessere Nacht gehabt als ich, dachte ich bitter, nahm einen letzten Schluck und ging den Schritt, den ich gehen musste und erklärte Alanna, dass ich anbetracht Melissa's Anwesenheit nicht mehr ihre Hebamme sein konnte. Ich bin sicher allein schon mein Gesichtsausdruck muss sie entsetzt haben, denn ich spiegelte alles andere als Freundlichkeit und Geduld wieder.
Mit Torjan war alles abgesprochen, alles war rechtens. Immerhin war eine Geburt eine intime Angelegenheit, Stunden, indem Mutter und Hebamme, notfalls noch der Vater konzentriert und mit allen Sinnen arbeiten mussten. Da war kein Platz für Hass und Abneigung. Wieso verstand sie das nicht? Sie wusste genau, wie sehr ich ihre Freundin verabscheute und jene mich. Doch sie benahm sich wie ein kleines Mädchen, eine Kindsfrau..bei den Göttern, was habe ich nur erwartet von so einem Kind.
Nachdem Zaed dann auch noch die Stimme erhob, frech wurde begab ich mich nach Oben, meine Schmerzen wurden durch Herumlaufen nicht besser... würde er weiter schimpfen, wär's an der Wache ihn hinauszubitten. Nach einer Weile wurde es still, keine Wehen, keine Stimmen..
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 1. Februar 2017, 00:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Die Vorbereitungen für den Jahrestag des Lehrhospitals waren in vollem Gange, Fanny kochte und fertigte ihre wunderbaren, von allen geliebten, gefüllten Semmeln und ich versuchte trotz der Beinverletzung die Herstellung der Düfte, Seifen und des Räucherwerks voranzutreiben. Wohl dem regelmässigen Gebrauch des vorzüglichen Mohn-und Baldriantees zuzuschreiben, fanden jedoch ein, zwei der Düfte direkt wieder ihren Weg in den Abfalleimer, etwas musste da schief gegangen sein, denn auch Düfte können einem das Essen wieder hochkommen lassen. So zwang ich mich zur Konzentration, was nicht immer leicht war, denn wie immer, kamen und gingen Besucher, gaben Bestellungen auf, ließen sich verarzten oder aber, was immer sehr angenehm und erwünscht war, setzten sich jene unten an den Tisch und plauderten über die Götter und die Welt.
Weniger angenehm indess waren Besucher die ihren Unfrieden mitteilen mussten, Hochzeitsgeschenke zurückgaben, sich aufplusterten und nicht einen Moment darauf vergeudeten, sich selbst an ihre eigene Nase zu fassen und dort die Ursache für ihr Unglück suchten.
"Du hättest mehr Freunde, wenn du nachgiebiger wärest, Arys, mach's wie ich und du hast weniger Ärger, sag "Ja", nicke freundlich, begehre weniger auf, gib dich mit der Welt zufrieden und sei umgänglicher, ärger dich nicht über die Grobheit und Dummheit der anderen, du wirst sie doch nicht ändern können!" rieten mir Kollegen, doch ich zog es vor, lieber weniger Freunde zu haben und stattdessen Echte und verzog auf die gutgemeinten Ratschläge nur die Schnute.
Stattdessen machte ich mich dran, meine ersten Haarpflegeseifen herzustellen, ich experimentierte mit den verschiedensten Grundlagen, fügte Aloe hinzu und gar Tropfen des feinen Malvenöls und würde später einen Versuch wagen und betete, dass es mir nicht die Farbe aus dem Haar fraß.
Um nichts auf der Welt, wollte ich wieder mit violettem Haar umherlaufen müssen.
Balduin stellte sich als Retter heraus und lieferte noch einiges an Blüten und Kräutern aus eigenem Bestand an, vielleicht noch ein wenig Enzian in die Seife?
[URL=http://www.directupload.net][img]http://fs5.directupload.net/images/170202/272ceexn.jpg[/img][/URL]
Weniger angenehm indess waren Besucher die ihren Unfrieden mitteilen mussten, Hochzeitsgeschenke zurückgaben, sich aufplusterten und nicht einen Moment darauf vergeudeten, sich selbst an ihre eigene Nase zu fassen und dort die Ursache für ihr Unglück suchten.
"Du hättest mehr Freunde, wenn du nachgiebiger wärest, Arys, mach's wie ich und du hast weniger Ärger, sag "Ja", nicke freundlich, begehre weniger auf, gib dich mit der Welt zufrieden und sei umgänglicher, ärger dich nicht über die Grobheit und Dummheit der anderen, du wirst sie doch nicht ändern können!" rieten mir Kollegen, doch ich zog es vor, lieber weniger Freunde zu haben und stattdessen Echte und verzog auf die gutgemeinten Ratschläge nur die Schnute.
Stattdessen machte ich mich dran, meine ersten Haarpflegeseifen herzustellen, ich experimentierte mit den verschiedensten Grundlagen, fügte Aloe hinzu und gar Tropfen des feinen Malvenöls und würde später einen Versuch wagen und betete, dass es mir nicht die Farbe aus dem Haar fraß.
Um nichts auf der Welt, wollte ich wieder mit violettem Haar umherlaufen müssen.
Balduin stellte sich als Retter heraus und lieferte noch einiges an Blüten und Kräutern aus eigenem Bestand an, vielleicht noch ein wenig Enzian in die Seife?
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Gast
Ich erwachte mit einem hellen Schrei, der kalte Schweiss stand mir auf der Stirn während mein Herz raste und nicht zur Ruhe kommen konnte. Ich griff mit zittriger Hand nach dem Glas Wasser welches neben dem Bett stand, trank durstig, versuchte die Bilder des Traums abzuschütteln. Überall Schatten, selbst hier..ich entzündete Kerzen, wollte das Licht in jede Ecke bringen, die sich nach mir streckenden Hände verjagen. In meinem Traum jagten sie uns nach, Neralon gefangen, gebunden an unheimliche Schattengespinste die zum Leben erwachten und einen tödlichen Hunger entwickelten. Malena schwebte schreiend über die Dächer Adorans, nach Torjan suchend während ich mit einer Axt die viel zu schwer für mich war, versuchte gegen die boshaften menschenverschlingenden Schatten anzukämpfen... weit am Rand jedoch standen sie, Alanna, Zaed und Gesichter von der Insel und sahen zu uns hinüber, wollten helfen, doch schon legte sich der Schatten auch über sie, drohte sie zu überwältigen und ich hörte mich nur schreien, laut und gellend...ich erwachte... mein Blick fiel auf den Mohntee von gestern Nacht, war der Traum lediglich ein Trugbild, oder hatte er was zu bedeuten, oder lags am Mohntee? Ich tastete zur Seite, er war noch nicht heimgekehrt. Immer noch verstört schmiegte ich mich unter unsere weiche Decke, hoffte dass es ihm gut ging und dass die Schatten nur in meinem Alptraum existierten. Keinen Tee mehr für Arys...
[URL=http://www.directupload.net][img]http://fs5.directupload.net/images/170203/o2auz22x.jpg[/img][/URL]
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Gast
Schon früh war ich heute auf den Beinen, hauchte dem schlafenden Neralon einen Kuss auf die Lippen und stieg treppauf in die Küche, ein paar Holzscheite von draussen holend, fütterte ich das Herdfeuer, es war kalt, eisigkalt.
Ich zog den Teekessel über das Feuer, ein wenig würde es brauchen bis der heisse Tee mich wärmen könnte, also stieg ich, mich wie eine Zwiebel in viele Schichten kleidend, in warme Sachen, suchte nach meinen Handschuhen und schlüpfte aus dem Haus. Unser kleiner Garten war mit Raureif bedeckt, die Kälte kniff mir in die Nase und so wunderschön es auch war, so sehnte ich mir trotzdem wärmere Tage herbei, endlich würden wir draussen sitzen können, in Zweisamkeit oder auch mit Freunden. Meinem Bein ging es nach dem Sturz schon viel besser, der Bewegungsdrang hatte mich erfasst, sodass ich unseren kleinen Garten verließ, nur ein wenig, nur um den Schlaf loszuwerden, einmal durch die winterlichen Gassen Adoran's wandernd.
Es war alles noch so still, nur wenige waren wach. Ich liebte diese frühe Morgenstunde, der Geist noch unbescholten, verträumt und alles Untriebige abwehrend.
Mir kamen die gestrigen Momente mit Alanna in Erinnerung, unsere Aussöhnung, sogar Zaed schien entspannter und liebevoller als je zuvor. Mir wurde warm ums Herz als ich ihre kleine Tochter Lia in der Wiege schlafen sah, diese kleinen Händchen, was für ein süßes Geschöpf.
Ich freute mich für die beiden und es war gut, sich ausgesprochen und sich verziehen zu haben, ich atmete nun leichter.
Noch ein paar Gassen und ich stand wieder vor unserem kleinen Haus, öffnete die Pforte, erklomm die drei Stufen und drückte die Türklinke herab, nur um von wohliger Wärme umgeben zu werden.
Zeit für's Frühstück..das Teewasser kochte und plötzlich wieder liebte ich wieder den Winter, ich fragte mich, ob sich mein Nera schon wecken ließ.
[URL=http://www.directupload.net][img]http://fs5.directupload.net/images/170213/s38rsc6r.jpg[/img][/URL]
Ich zog den Teekessel über das Feuer, ein wenig würde es brauchen bis der heisse Tee mich wärmen könnte, also stieg ich, mich wie eine Zwiebel in viele Schichten kleidend, in warme Sachen, suchte nach meinen Handschuhen und schlüpfte aus dem Haus. Unser kleiner Garten war mit Raureif bedeckt, die Kälte kniff mir in die Nase und so wunderschön es auch war, so sehnte ich mir trotzdem wärmere Tage herbei, endlich würden wir draussen sitzen können, in Zweisamkeit oder auch mit Freunden. Meinem Bein ging es nach dem Sturz schon viel besser, der Bewegungsdrang hatte mich erfasst, sodass ich unseren kleinen Garten verließ, nur ein wenig, nur um den Schlaf loszuwerden, einmal durch die winterlichen Gassen Adoran's wandernd.
Es war alles noch so still, nur wenige waren wach. Ich liebte diese frühe Morgenstunde, der Geist noch unbescholten, verträumt und alles Untriebige abwehrend.
Mir kamen die gestrigen Momente mit Alanna in Erinnerung, unsere Aussöhnung, sogar Zaed schien entspannter und liebevoller als je zuvor. Mir wurde warm ums Herz als ich ihre kleine Tochter Lia in der Wiege schlafen sah, diese kleinen Händchen, was für ein süßes Geschöpf.
Ich freute mich für die beiden und es war gut, sich ausgesprochen und sich verziehen zu haben, ich atmete nun leichter.
Noch ein paar Gassen und ich stand wieder vor unserem kleinen Haus, öffnete die Pforte, erklomm die drei Stufen und drückte die Türklinke herab, nur um von wohliger Wärme umgeben zu werden.
Zeit für's Frühstück..das Teewasser kochte und plötzlich wieder liebte ich wieder den Winter, ich fragte mich, ob sich mein Nera schon wecken ließ.
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Zuletzt geändert von Gast am Montag 13. Februar 2017, 14:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Die Stunden der Tage an dem man auf die geliebte Person wartet ziehen sich in die Länge, doch am Schlimmsten sind die Nächte, in denen man jeglicher Ablenkung ungeachtet, düsterste Gedanken spinnt und erkennt wie einem Herz und Seele gefrieren vor Kummer und Sorge. Arys war es gewohnt, dass ihr Liebster nur spät nachts heimkam, um dann am nächsten Morgen wieder verschwunden zu sein, auch war sie es gewohnt, dass er ihr von seinem Leben als "Wache des Hospitals" nur die unwichtigsten Details offenbarte, den Rest stets in den Mantel des Geheimen hüllte und sie stillschweigend bat jenes so anzunehmen. Arys vertraute Neralon, mehr als sie jemandem anders vertraut hatte, und doch zogen in den Tagen des Lenzings Misstrauen und Zweifel auf.
Seit sie ihr neues Haus inmitten der Stadt bezogen hatten, sah sie ihn noch seltener und bestritt ihre Tage entweder im Hospital oder allein. Sie veränderte sich. Mehr und mehr zog der Frohsinn aus ihrem Herzen, alle Worte ihrer wunderbaren gemeinsamen Zukunft aus Nera's Mund schienen Arys nicht mehr glaubhaft, doch sie hoffte und wollte ihn nicht aufgeben, vertraute sich gar Alanna an, die schliesslich auch nur schwer seufzend keinen Rat wusste.
Arys ließ die Tage und Nächte eines ganzen Mondlaufs verrinnen, zunehmend in einem Wahn aus Sorge und Misstrauen bis sie am Tag des 14ten Lenzing unter Tränen ihren Besitz in Kisten packte und einlagern ließ, Neralon eine letzte Nachricht, sowie den kleinen hellblauen Drachen hinterließ und blindlings zum Hospital steuerte um Torjan Schlüssel und Armreif in die Hand zu drückten, mit den Worten:" Ich muss fort, Neralon ist tot oder er hat mich verlassen, ich halt's hier einfach nicht mehr aus und muss fort, bevor ich sterbe," und ließ den alten Heiler mit besorgtem Blick zurück, nicht in der Lage ein weiteres Wort zu wechseln lief sie zurück, nahm ihr Bündel und warf die Haustürschlüssel in den Briefkasten.
Kopflos verließ sie die Stadt, der Frühling kündigte sich nur spärlich an, Arys wusste nicht wohin, nur Er schien ihr wichtig zu sein, nur ihn galt es zu finden, ohne zu wissen wo es zu suchen galt. Hinzu gesellte sich die Sorge, ob er sich finden lassen wollte, warum hatte er ihr in all den Wochen nicht eine einzige Nachricht zukommen lassen? Wieder verengte sich ihr Herz, eisig ließ es sie erschaudern, was, wenn er in Gefahr war, was wenn er gar tot war?
Dann gab es Stimmen im Hospital die munkelten, dass er schon oft einfach so verschwunden wäre, fort und weg, ohne Nachricht, ohne Hinweis.
Aber würde das ein Mann seiner Liebsten antun, jemandem, mit der er sein Leben teilen wollte? Mit der er Kinder und ein Famlienleben plante? Was war geschehen?
Von solchen Gedanken getrieben wanderte Arys blindlings durch die kalte Landschaft, nichts schien mehr zu zählen. Letztlich war ihr bewusst, dass sollte er noch am Leben sein und sie wirklich wollen, würde er sie finden, wo auch immer sie sich befand.
Sie indess folgte den Spuren von Planwagen die da im Erdreich zu erkennen waren.. Fahrende?
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Seit sie ihr neues Haus inmitten der Stadt bezogen hatten, sah sie ihn noch seltener und bestritt ihre Tage entweder im Hospital oder allein. Sie veränderte sich. Mehr und mehr zog der Frohsinn aus ihrem Herzen, alle Worte ihrer wunderbaren gemeinsamen Zukunft aus Nera's Mund schienen Arys nicht mehr glaubhaft, doch sie hoffte und wollte ihn nicht aufgeben, vertraute sich gar Alanna an, die schliesslich auch nur schwer seufzend keinen Rat wusste.
Arys ließ die Tage und Nächte eines ganzen Mondlaufs verrinnen, zunehmend in einem Wahn aus Sorge und Misstrauen bis sie am Tag des 14ten Lenzing unter Tränen ihren Besitz in Kisten packte und einlagern ließ, Neralon eine letzte Nachricht, sowie den kleinen hellblauen Drachen hinterließ und blindlings zum Hospital steuerte um Torjan Schlüssel und Armreif in die Hand zu drückten, mit den Worten:" Ich muss fort, Neralon ist tot oder er hat mich verlassen, ich halt's hier einfach nicht mehr aus und muss fort, bevor ich sterbe," und ließ den alten Heiler mit besorgtem Blick zurück, nicht in der Lage ein weiteres Wort zu wechseln lief sie zurück, nahm ihr Bündel und warf die Haustürschlüssel in den Briefkasten.
Kopflos verließ sie die Stadt, der Frühling kündigte sich nur spärlich an, Arys wusste nicht wohin, nur Er schien ihr wichtig zu sein, nur ihn galt es zu finden, ohne zu wissen wo es zu suchen galt. Hinzu gesellte sich die Sorge, ob er sich finden lassen wollte, warum hatte er ihr in all den Wochen nicht eine einzige Nachricht zukommen lassen? Wieder verengte sich ihr Herz, eisig ließ es sie erschaudern, was, wenn er in Gefahr war, was wenn er gar tot war?
Dann gab es Stimmen im Hospital die munkelten, dass er schon oft einfach so verschwunden wäre, fort und weg, ohne Nachricht, ohne Hinweis.
Aber würde das ein Mann seiner Liebsten antun, jemandem, mit der er sein Leben teilen wollte? Mit der er Kinder und ein Famlienleben plante? Was war geschehen?
Von solchen Gedanken getrieben wanderte Arys blindlings durch die kalte Landschaft, nichts schien mehr zu zählen. Letztlich war ihr bewusst, dass sollte er noch am Leben sein und sie wirklich wollen, würde er sie finden, wo auch immer sie sich befand.
Sie indess folgte den Spuren von Planwagen die da im Erdreich zu erkennen waren.. Fahrende?
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Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 16. März 2017, 11:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
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Gast
Manche Geschichten sind es nicht wert erzählt zu werden, denn sie vertiefen nur das Leid und verhelfen den Mitmenschen auch zu keiner besseren Einsicht. Arys erlebte lediglich, was schon viele Hunderte vor ihr erlebt haben, eine Liebe die zerbrach, Gefühle die betrogen wurden und leider die Gewissheit, dass jedes noch so ernst und wohl gemeinte Liebesversprechen nur für den Augenblick zählt und nur ein Narr darauf bauen würde.
Und doch trägt die Seele jeden weiteren Schmerz als sei das wahre Ziel noch nicht erreicht, als sei nichts verloren, sondern nur ein weiteres Stück Weg bewältigt.
Und doch trägt die Seele jeden weiteren Schmerz als sei das wahre Ziel noch nicht erreicht, als sei nichts verloren, sondern nur ein weiteres Stück Weg bewältigt.