Ein Flammeninferno über dem Nebelwald

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Der Erzähler

Ein Flammeninferno über dem Nebelwald

Beitrag von Der Erzähler »

Die letzten Tage waren für den Nuya'tan ziemlich stressig, leid und tot überfiel ihn. Viele seiner Freunde und Begleiter seit tausenden von Jahren haben den Tod gefunden. Er selbst konnte nicht viel tun, schließlich war auch er schon so alt. Seine Schritte wurden langsam, als er Nachts das tote Gelände ablief. All diese Bäume, die Tiere die so friedlich hier lebten sind fort, geblieben ist einzig alleine er, der am anderen Ende des Nuya'tan lebte. Die Bewohner, die den Wald schützen auch Eledhrim genannt kümmerten sich aufopferungsvoll, Respekt oder gar Anerkennung sollten sie dafür bekommen. Doch auch Sie konnten es am Ende nur aufhalten, doch retten konnten Sie seine Freunde nicht. Zu grausam wütete hier eine Saat des Bösen. Ruhig ist es nun hier, die Klänge der Natur die Melodie der Eledhrim sind verblasst. Geblieben ist eine Schar der Verwüstung. Nun musste er dafür sorge tragen das seine Freunde die Ehre erhielten, wie sie für immer von dieser Erde verschwinden konnten. Das Gift was hier gewütet hat musste vollkommen vernichtet werden. Nie wieder dürfe dies vor kommen das so etwas passiert. Das was hier wirkte ist Böse, so Böse das es keinen anderen Ausweg gab. Den Eledhrim fehlte zu diesem Schritt der Mut, schließlich ist der Nuya'tan das heiligste für Sie. Aber er konnte es verstehen, für ihn ist es nicht anders, doch es muss, es gab keine andere Möglichkeit. So wanderte er durch den Nuya'tan und legte einzelne Feuerstellen. Schließlich als einige verteilt worden sind, zündete er es an und die Feuerstellen flackerten sofort vor sich hin. Es dauerte nicht lange bis das Feuer auf die ersten Bäume, seine " Freunde " übergriff. Es verging nicht viel Zeit bis der Nuya'tan komplett unter Feuer war. Das Inferno sollte man bis nach Rahal sehen. Die Eledhrim die zur Hilfe eilten konnten es nicht mehr verhindern, schließlich waren sie in dem Augenblick gegen diese ausgehallte Macht des Feuers hilflos. So loderten die Flammen über dem Wald, es muss ein Genuss für die gewesen sein, die es verursacht hatten. Auch ihm kamen die Tränen, schließlich habe er gerade seine Freunde, seine Heimat vernichtet. Doch am Ende ging dieser Weg nur so. Es war die einzige Möglichkeit sagte er sich immer wieder.

Als die Flammen ihr Werk getan haben, schlenderte er durch die Asche, der Nuya'tan war hinfort. Tränen liefen ihm, dass ist doch ganz natürlich... als er an seiner Stelle im Nuya'tan angekommen war, wirkte er kraftlos, Ratlos... er dachte nach. Am Ende wurzelte er sich wieder ein und schlief langsam ein... wer weiß, wann er das nächste mal wach wird....
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Taliara Levar
Beiträge: 2125
Registriert: Donnerstag 3. Januar 2013, 05:23

Beitrag von Taliara Levar »

Es war noch sehr früh am Morgen als ich zum ernten auf den Acker ging, sofort fiel mir der beißende Brandgeruch auf der um den Hof hinweg wehte. In Sorge rannte ich zum Tor hinaus, umkreiste einmal den Hof....nein das kam nicht von Kronwalden und so ging ich dem Geruch der mir ins Gesicht schlug entgegen. Ein Tuch vor den Mund geschlagen, eingehüllt in die Rauchschwaden, kaum etwas sehend stand ich plötzlich vor dem Nebelwald.

Die hand mit dem Tuch fiel wie leblos herab, es war nicht nur der Rauch der mir die Tränen in die Augen trieb, sondern grenzenlose Fassungslosigkeit als ich sah das der Nebelwald lichterloh brannte. Es war als riße man mir ein Stück meines Körpers ab bei dem Anblick, so sehr liebte ich diesen Fleck hier. Helfen konnte ich nimmer, nur traurig zusehen und weinen. Es war als würde Eluives selbst mir ins Ohr flüstern....alles hat einen Sinn, aber alles wird gut...

Die Natur hatte immer noch einen Weg gefunden sich durch zu beißen, auch in verbrannter Erde...

So ging ich Heim, aber dies bild des verbrannten Waldes ging mir nicht mehr aus dem Kopf...
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Caraphinnor Dringol
Beiträge: 464
Registriert: Montag 15. August 2016, 18:07

Beitrag von Caraphinnor Dringol »

Licht, Wärme, Rauch... Die Sinne des Eledhrim holten ihn aus seiner Meditation...

Hoch oben auf den Hängen Erded Luins, das Gesicht gen Osten gewandt, hatte er seinen Geist entspannt, wie er es so häufig tat, bevor er ein neues Werk begann. Die letzten Tagen waren nicht spurlos an ihm vorübergegangen, jemand hatte den Nuya'tan vergiftet, viele Tiere waren wahnsinnig geworden und die Lindil waren schwer getroffen. Selbst Sirdhemeth betrauerte den Verlust vieler Freunde unter den Tieren. Die Bärin mit welcher er immer wieder durch den Wald gestreift war, hatte er vor zwei Tagen eigenhändig beerdigt. Sie war zwar nicht dem Wahnsinn anheim gefallen, war aber in einem Kampf mit zwei geifernden, ehemals friedlichen Waldbewohnern schwer verletzt worden. Er hatte sie schließlich in der Nähe des Tors gefunden, wohin sie sich schwer verletzt geschleppt hatte.
Die Schänder würden bezahlen, das hatte er sich geschworen. Sicherlich würden der Camvetol und der Rat bald ein Vorgehen beschließen und die Maethyren würden die beste Ausrüstung benötigen, welche er und Gwanion fertigen konnten.

... der Gefahreninstinkt riss ihn schnell in die Wirklichkeit und er richtete sich in einer katzenhaften Haltung auf. Angespannt, bereit sein Leben so teuer wie Möglich zu verkaufen.

... Feuerschein über dem Nuya'tan, Rauch aus landseitiger Windrichtung, kein Kampfeslärm, keine Spur des ätzenden Giftgestanks, nur Hitze und Rauch...

Schnell analysierte sein Verstand die Sinneswahrnehmungen und überschrieb das Instinktverhalten, um den großgewachsenen Eledhrim wieder überlegt handeln zu lassen. Schon läuteten Glocken und erklangen Warnrufe und die Aufforderung zu helfen, zu löschen. Er lief los, so schnell ihn seine Füße trugen, auf halben Weg kamen ihm schon andere entgegen. Coll`Glawar war plötzlich an seiner Seite. Seit dem Giftanschlag hatte er sie bei sich untergebracht und sie gebeten nicht in den Nuya'tan zu gehen.

...viele Herzschläge später stand er auf den Zinnen des äußeren Tores und blickte fassungslos auf das Inferno. Wie konnte dies nur geschehen. Im Wald waren doch Wachen? Hilflos blieb er auf den Zinnen und konnte nur zusehen wie der Wald brannte. Hoffentlich wäre wenigstens danach das Gift fort und ein neuer Waldzyklus konnte wieder beginnen...

Hoffnung stirbt zuletzt...
Gast

Beitrag von Gast »

Unruhig hatte sie sich in der Nacht von einer Seite auf die andere Seite gewälzt und vom Streit des Feuerkobolds und der Wassernymphe geträumt.
Das kleine Feuerschwert und der Eisspeer waren laut klirrend immer wieder aufeinander getroffen oder hatten dem jeweils anderen schwere Wunden zugefügt.
Keiner der anderen Erdwichtel und Luftgeister war zum Schlichten eingesprungen, um dem Kampf Einhalt zu gebieten. Die Schreie der beiden Kontrahenten war immer schriller und lauter geworden, ehe sich ein finaler Stich des Flammenschwertes in den Leib der Nymphe bohrte und sie sich mit einem gellenden Schrei zu Wasserdampf verflüchtigte.
Das Letzte was Veilya vermeintlich in ihrem Albtraum zu sehen glaubte, waren die gehässigen Augen des Feuerkoboldes, ehe Flammen das ganze Sichtfeld einnahmen und von Fernen meinte noch letzte Rufe zu hören: "Feuer, Feuer...!"

Schlagartig und mit dem Gefühl von Eiswasser im Bauch war sie aufgewacht, verschwitzt und einen Moment lang desorientiert.
Mühsam versuchte sie ihre aufwallenden Gefühle zu kontrollieren und ihre Atmung zu beruhigen.
Das war nur ein gewöhnlicher Traum gewesen...nur ein gewöhnlicher Traum, gespeist von ihren Sorgen und Ängsten.
Nach einer Weile schlug ihr Herz wieder langsamer und nicht mehr so rasend.
Sie erhob sich leise und holte ihren Seemannsbeutel aus einer Ecke hervor, ihr Kabinett, und faltete den gewachsten Segelplanenstoff auf und griff nach ihrem 'Kelch'.
Jener vermittelte ihr stets das Gefühl von Kühle und Konzentration.
Veilya drückte ihn an die Brust und verlies leise die Schlafkammer der Schwestern und trat auf den Balkon raus.
Kühle Luft umfing sie und sie genoss es ihre Lungen mit der belebenden Luft zu füllen.
Ein Blick streift die kelchförmig gewundene Muschel und ließ sie sofort die Stirn runzeln. Der Perlmuttschmuck ihres Wasserwerkzeuges schimmerte in einem rötlichen Ton...sofort waren ihre Gedanken wieder bei ihrem Traum. War das eine Vorahnung?
Als sie den Blick hob, erkannte sie, dass es keine mystische Eingebung war, sondern der Schimmer eines gewaltigen Feuers, dass am Horizont zu sehen war und sich spiegelnd im Perlmutt eingefangen hatte.
Etwas sehr Großes brannte!

Bild

Der Wind trug sie über die Lande, dicht über dem Kronendach der Wälder entlang. Sie kam nicht so schnell voran, wie sie es sich erhofft hatte. Ein Waldkauz war wohl nicht dazu gemacht hoch und rasch zu fliegen, wie ein Adler oder Tauben...
Als sie den Rand des Nebelwaldes erreichte, schienen die meisten Flammen bereits ihr Werk verrichtet zu haben.
Hier und da schwellte noch ein Brand - ansonsten eine karge, verbrannte Landschaft bis hin zu den Bergen, die Ered Luin umschlossen.
Mit raschen, lautlosen Flügelschlägen strebte sie eilig ihrem Ziel entgegen: der Donnereiche.

Es war nur wenigen bekannt, aber die Schwesternschaft war die Hüterin jener Eichen, die die Waldgeister als Orientierung ansteuerten und so umwölkte die Sorge um jenen Baum im Elfenwald ihre Gedanken, nebst der Sorgen um das Volk der Elfen und der vielen Leben, die im Feuer ihr Ende gefunden hatten.
Was war nur geschehen?
Hatten Elfen und Schwesternschaft nicht erst vor Kurzem in einem großen Bannritual das giftige Übel ausgetrieben, welches das Gleichgewicht wanken ließ?
Und nun war ein noch größerer Teil des Waldes, fast zur Gänze, ein Fraß für die Flammen geworden.

Dort!
Veilya stieß zu einer steilen Landung an, als sie inmitten der verbrannten Landschaft einen dunklen Baum erahnte.
Hart landend striff sie das Klanggewebe ab, wie ein Kleid, dass man auszog, ehe sie erleichtert eine Hand auf die rußverschmierte Borke der dunklen Donnereiche legen konnte.
Sie war noch da und dem ersten Eindruck nach unversehrt.

Hatte Eluive ihre Hand über ihr Geschenk gehalten und es geschützt, waren es die alten Mächte gewesen oder lag es schlicht an der Widerstandsfähigkeit der Donnereichen?
Einerlei! Er war unversehrt, wie ihr ein bestätigender Blick ins Lied verriet.
Sie hatten keine weitere Donnereiche 'verloren', wie die bei Wulfgard, als die Flut über das Land brauste.
Erneut schien etwas in ihrem Augenwinkel ihre Aufmerksamkeit einzufordern.
Die junge Wasserschwester ging in die Hocke und strich mit der Hand über das Gemenge aus Asche und Schnee.
Grün blitzte ihr entgegen.
Es dauerte eine Weile, bis sie das neue, blühende Leben erkannte.
Feuer- Vernichtung und Wärme, aber vor allem Transformation!
Altes musste vergehen, um Neues zu schaffen.
Der Kreislauf würde weitergehen und die Waagschale des Gleichgewichtes sich wieder auszupendeln wissen.

Erneut trug der Wind einen kleinen Waldkauz in die Luft und nur eine Feder am Fuße der Donnereiche kündete von seiner Anwesenheit.
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 20. Januar 2017, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Aerandir Elinlith
Beiträge: 521
Registriert: Montag 15. August 2016, 21:09

Beitrag von Aerandir Elinlith »

Den Abend hatte er mit vielen Iamas im Nuya'tan verbracht. Viele abgestorbene Bäume wurden gefällt und die Liedkundigen bemühten sich das Gift, das nach wie vor den Nuya'tan beeinträchtigte aus dem Boden zu lösen.
Aerandirs Idee war gewesen die Klänge des Giftes in seine elementaren Bestandteile aufzulösen, soch wäre der Aufwand wohl zu groß gewesen. So konnten sie nur dafür sorgen daß das Gift sich verteilt. Er ließ sich von Shalaryl zeigen was sie gegen die giftigen Schwaden unternahm die immer noch aus dem Boden kamen. Danach versuchte er umzusetzen was er von ihr gelernt hatte. Er führte den Quellen der giftigen Schwaden große Mengen von Klängen der Luft zu und sorgte so für eine beständige Briese, die das Gift aus dem Boden in die Luft abgab. Er hatte zwar Bedenken daß sich das Gift so über den gesamten Nuya'tan verbreiten würde, aber er vertraute den erfahrenern Liedwebern die anwesend waren. Der ganze Abend verging so und langsam sah man daß ihre Bemühungen Früchte trugen. Auch wenn ihm beweußt war, daß sein Anteil daran wohl ehr klein war, so war er dennoch stolz auf sich und seine Brüder und Schwestern.

Dann kehrte er in sein Baumhaus zurück wo er ein wenig den Klängen des Nuya'tans lauschte und meditierte. Spät in der Nacht schreckten ihn Alarmrufe und die Klangsteine aus seiner Meditation.. er eilte wie viele anderen nach Westen. Schon von weitem vernahm man den roten Lichtschein der Flammen, das wütende Knistern und Prasseln der Flammen und sie erkannten daß man nichts tuen konnte. Hilflos sahen sie alle zu wie jahrhunderte alte Bäume in kurzerZeit zu einem Häufchen Asche wurden.

Am nächsten Tag betrachte er dann den zerstörten Teil des Nuya'tans und traf dort Lu'araiel. Seine Worte daß die Zerstörung auch immer ein Neubeginn sei, trösteten den jungen Lindil ein wenig.
Die Erfahrung lehrt: Alle sind gleich, aber ein paar sind gleicher!
Orodreth Miriel

Beitrag von Orodreth Miriel »

Es war eine dunkle Zeit für das Volk der Elfen. Ihr geliebter Wald wurde durch eine verderbte Saat vergiftet. Das Gift dieser Saat welche sich im Wald der Elfen ausbreitete wurden die Tiere welche darin lebten so aggressiv das sie sogar das Volk der Elfen attackierten. Bäume die davon erwischt wurden starben in kürzester Zeit.

Die Elfen wussten das sie etwas dagegen unternehmen mussten sonst würden sie ihren geliebten Wald vollkommen verlieren. Die ersten versuche die Saat aus dem Boden zu bekommen lief schief. Immer wieder ging von dieser eine Schockwelle aus welche die Elfen zurückdrängte und so verhinderte das die Saat entfernt wurde. Nach unzähligen versuchen hatten sich die anwesenden Elfen dazu entschieden verbündete zu rufen um mit ihnen gemeinsam das Problem zu lösen.

Einen Tag später sollten die Verbündeten auch eintreffen, es kamen Thyren sowie die Schwesternschaft welche sich entschlossen hatten den Elfen zu helfen bei ihrem Problem. Das Gift der Saat breitete sich immer mehr im Wald aus weshalb einige der Bäume starben und viele der Tiere verrückt wurden. Mit der Hilfe mächtiger Liedwirker ist es den Elfen, Thyren und der Schwesternschaft schließlich gelungen die Saat aus der Erde zu entfernen welche die Form eines Drachen annahm. Mit Hilfe der Verbündeten konnte dieser niedergestreckt werden und somit wurde die Saat vernichtet.

Doch nun mussten die Elfen das tun was ihnen am meisten schmerzt, die toten Bäume mussten gefällt werden und die Tiere welche von dem Gift vergiftet wurden mussten von den Elfen getötet werden und somit von ihrem leid befreit. Für viele war eine große Überwindung nötig die Tiere zu töten und die Bäume zu fällen doch es war die richtige Entscheidung. Es dauerte einige Tage bis all die Bäume gefällt wurden die von dem Gift erwischt wurden und so leer konnte man den Wald schon lange nicht mehr sehen.

Orodreth selbst verbrachte eine lange Zeit im verletzten Walde und fällte einen Baum nach dem andern. Es waren unzählige von dem Gift erwischt worden und zu jedem Baum sprach er leise einige Worte bevor er danach den Baum fällte. Es war sehr anstrengend traf er in dem Wald auch auf die vergifteten Tiere welche den jungen Elf angreiften. Es waren wirklich traurige Tage für Orodreth.
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