Der Nilzadan und seine Gebrechen [Magischer Schutz]

Moderator: Zwerge [Mod]

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Baznuk Donnerfaust

Der Nilzadan und seine Gebrechen [Magischer Schutz]

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Arenvir hatte es tatsächlich geschafft. Der Berg fand wieder zurück zum Schlaf und ordentlichem Tagesablauf. Viel war das bärtige Volk Ihm schuldig, mehr noch wird das bärtige Volk Ihm schuldig sein wenn seine ganze Arbeit getan war. Cirmias Volk war zornig, überaus zornig. Ein jeder der nur ein bisschen etwas von den Bergwächtern weiß, ist der Umstand des nie Endenden Zornes bekannt. Doch dieser müsste warten. Zu unsicher, zu angreifbar war der Berg wie sich gezeigt hatte.
Viel zutun gab es für das Cirmias Volk und Ihre verbündeten, Freunde. Arbeiten wovon sie selbst nur wenig verstanden und die Möglichkeit des Helfens begrenzt waren. Ein Misslicher Umstand der bei vielen nicht auf Akzeptanz stieß, doch der Notwendigkeit geschuldet gab es keinen anderen Weg.
Die Arbeiten für den Schutz des Berges waren bereits angelaufen. Die ersten Vorkehrungen getroffen und wichtiges was auch immer die Magier da taten wurde erledigt. Die meiste Zeit über begleitete der Priester das tun, doch was genau und vor allem wie genau sie dort arbeiteten war Ihm nicht bekannt.
Es würde Ihm sicher noch viel abverlangen den Berg zu befrieden. So Glaubhaft zu befrieden das ein jeder der gerade für den Berg tätig war seine Arbeit erst abschließen würde. So Glaubhaft zu befrieden das die Schwesternschaft er so fürs erste hinnimmt. Arenvir war von der Schuld befreit, dem Volk des Berges nähere Auskunft zu geben über die Schwesternschaft. Diese Informationen müssten in der Zwischenzeit über andere Wege, im Verborgenen beschafft werden.
Doch solange der Berg nicht sicher war hatte der Priester dafür Sorge zu tragen, dass nicht eine Axt gehoben wurde, dass nicht eine weitere Provokation gegen elendige Panther und derlei geschmeiss von seinem Volk ausging.
In der Zwischenzeit versuchte er die Zeit selbst dafür zu nutzen, um dem Gesprächs Vorschlag Elinors nachzukommen um möglicherweise über diesen Weg wichtige Informationen zu sammeln. Aus derzeitigem Blickwinkel betrachtet war für Cirmias Volk der Weg klar, nur der Zeitpunkt nicht wann dieser Weg bis zu Ende beschritten werden musste. Es war alle nicht so einfach, er würde keine Lüge in dem Mund nehmen um zu täuschen, doch war er sicher nicht alles Preisgeben zu können und somit wurden einige Dinge verschwiegen. Wie weit Arenvir das Berg Volk kannte wusste Baznuk nicht sicher, doch er wusste das er ein sehr kluger Mann ist. Es würde ein langes Jahr werden, was einem Ritt auf dem Axt Blatt glich.
Arenvir von Kronwalden

Beitrag von Arenvir von Kronwalden »

Eine Bitte, die so ungewöhnlich wie nachvollziehbar gewesen war hatte das Volk der Zwerge an das Konzil gerichtet. Wie konnte man realisieren, dass ein Volk, das sich gegen Magie nicht zu verteidigen wusste, gegen Magie erwehren konnte? Wie sollte man den Berg schützen?

Etwas musste getan werden. Und etwas, war ihm nach langem grübeln eingefallen. Ein Projekt von einiger Komplexität und noch viel mehr Ehrgeiz. Ein Projekt, über dessen Realisierung er so in den Königslanden von Alumenas noch nicht gehört hatte. Aber gerade das versprach den zu erwartenden Erfolg, forderte aber noch viel mehr Aufwand.

Ein magisches Verteidigungsnetzwerk sollte den Nilzadan umspannen. Doch wie schützt man den größten aller Berge? Die Tatsache, dass der heilige Berg, die Geburtsstätte Temoras, Götterberg genannt, geschützt werden musste, war jenseits aller politischen Implikationen vollauf klar.

Wie also sollte man es anstellen? Basis, Zauber, Versiegelung. Das waren die Grundpfeiler, auf die die Artefaktkunde beruhte. Und in einem riesigen Maßstab musste man den Nilzadan zu einem solchen Artefakt machen.

Die Forderung an die Zwerge war hart. Zum einen mussten sie dem Einsatz von Magie auf ihrem Grund und Boden zustimmen, zum anderen bedurfte ein so großes Projekt einer Vielzahl sehr kostbarer Ressourcen. Mit anderen Worten Reichtümer, die Fürsten und Könige ihr eigen nannten. Das Glück war, dass der Berg diese Reichtümer enthielt und die Zwerge das Vertrauen an das Konzil erbrachten, diese Reichtümer für das höhere Ziel zu opfern.

Arenvir hatte in seinem Leben schon einige Artefakte geschaffen und einige Fokusformen benutzt oder selbst hergestellt. Diese Fokusform war nichts anderes. Ihr Wert allerdings war ungemein höher als alles, was er je selbst hergestellt hatte. Kistenweise hatten die Zwerge Edelsteine, Kristalle und Mithrill in Pulverform herbeigeschafft. Ein wahres Vermögen. Damit hätte er sich leicht dreimal zur Ruhe setzen und wie ein Herzog leben können.

Die Form selbst wurde aus Eis gemacht. Und nicht irgendeinem Eis, aus den kältesten Orten, die der Berg sein eigen nannte, hatte man vier Mannshohe Blöcke aus dichtem Eis geschlagen. Elinor, bewaffnet mit einem Stirnreif, in den die Zwerge, die ihr ihren Dank erweisen wollten, Runen nach seiner Anleitung graviert hatten und der magisch behandelt worden war bei seiner Herstellung, sollte ihrer Konzentration den nötigen Schutz liefern um die Schablone zu machen. Eis, geformt wie ein U um das Pulver aufzufangen und in Form zu halten. Es musste perfekt sein. Die Bahnen des Pentagramms und des Kreises, der den fünfzackigen Stern umschileßen würde, wurde mit einer Murmel getestet, die sich in der gesammten Bahn bewegen können musste, ohne mehr als eine dem Kreiswinkel geschuldete leicht schräge Vorwärtsdrehung aufzuweisen. Ruckelte sie, veränderte sich die Drehung oder Geschwindigkeit, wies die Schablone handwerkliche Fehler auf. Elinor testete die Formel mit aller nötigen Konzentration und Arenvir übernahm die zweite Kontrolle persönlich. Selten hatte man so strenge Maßstäbe, so wenig Spielraum für ein Projekt festgelegt. Hier wurde alles auf Perfektion ausgelegt.

Die magischen Energien, die aufzuwenden er genötigt wurde, um Mithrill zu schmelzen, überstiegen seine Einschätzungen bei weitem und nur der Mithilfe der anderen Magierin verdankte er es, dass die Schablone glühendes Mithrill gerade lange genug aufnehmen konnte ohne zu schmelzen, dass die Schablone ihren Zweck erfüllte. Gerade in dem Moment, wo das Mithrill erkaltete, schmolz die Schablone gleichmäßig ab und verdampfte, hüllte alles in dichten Dampf ein und so war das nicht unbeträchtliche Kunststück geschafft worden, das Pentagramm und den Schutzkreis mit dem Boden zu erden. Auch der Ort war nicht zufällig ausgewählt worden sondern im Zentrum des Berges, nahe des sogenannten Herz des Berges gelegen. Dem Quell von Mächten, die hier nicht näher beschrieben werden dürfen, für so ein Projekt aber nachgerade ideal.

Um einen Zauber mit Leben zu erfüllen und ihn dauerhaft mit magischen Sekundärenergien zu speisen, bedurften Magier eines Ortes der Macht. Und das Herz des Berges war nicht irgendein Ort der Macht. Es war auch in klerikaler Hinsicht ein Ort, der diese Bezeichnung mehr als die meisten anderen Orte erfüllte. Das Herz des Götterberges, der Wiege der Zwerge. Selten hatte ein Zauber so dicht an solch machtvollem Ort gelegen.

Und dies war nur der erste Schritt auf einer langen Reise.
Arenvir von Kronwalden

Beitrag von Arenvir von Kronwalden »

In den Tagen die folgten, erholten die strapazierten Magier sich zunächst körperlich und geistig, da sie mehr als nur ausgezehrt worden waren. Allerorten sah man Magier mit den mutigsten Runenschmieden der Zwerge sprechen. Skizzen wurden gefertigt, Debatten über die Beschaffenheiten von gewissen Kristallformationen und Mithrill geführt und die Skizzen überworfen, neu gezeichnet und verbessert. Die Magier mussten dabei trinkfestigkeit aufweisen und ihre Worte weise wählen, da die Zwerge magische Fachbegriffe einfach nicht mochten, die Zwerge mussten sich in Erinnerung rufen, dass diese Fuchtler hier waren um ihr Volk zu beschützen. Für viele war es wohl ein seltsamer Anblick. Doch keiner hätte die Geschäftigkeit und den Willen zum Gelingen abstreiten können, den beide Seiten hier verfolgten. Und in den nächsten Tagen ging es um die Konstruktion eines Prototypen. Die Rede war ständig von einer Kristallspeichersäule. Aber was damit gemeint war, wussten zu dem Zeitpunkt nur einige Magier und Runenschmiede.
Gast

Beitrag von Gast »

Sie verstand rein gar nichts, war sie doch nicht einmal in die Vorbereitungen eingebunden. Doch was sie verstand, war, dass man viel essen und trinken musste, wenn man viel arbeitete. Und das konnte man ihnen ja nicht abstreiten. Auch, wenn die Arbeit, ungewöhnlicher weise geistiger Natur war. So machte sie es sich aber zur Aufgabe, immer wieder zwei Fässer Bhir und ein paar Tabletts voll mit Essen vorbei zu bringen. Natürlich nur das Beste aus Thorias Bhir-Dar Küche. - Bestimmt gute Unternehmungen gehörten mit zweifelsohne guter Verpflegung unterstützt!
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