... ein Schreiben wird an die Ahad Muireall gerichtet sein, das andere an Ritter Dazen.
Sobald diese jeweils das Siegel der heiligen Stadt Rahal brechen wird darin folgender Text zu lesen sein...
Meines Vaters Zorn mit dir Ahad Muireall,
meines Vaters Zorn mit dir Ritter Dazen,
am 12. Hartung 260 wurde euer Antrag durch den Hauptmann der Garde vorgetragen,
die Gugel aus § 1 Abs. 2 Rüstrecht für die kältere Zeit temporär zu entbinden.
Dieser Antrag wird hiermit abgelehnt.
Begründung:
Die Gesetze des heiligen alatarischen Reiches sind von seiner Heiligkeit Isidor dem I.
unter den allwissenden Augen Alatars höchst selbst erlassen.
Die Einhaltung der Gesetze wird durch die Garde gewährleistet.
Sich gänzlich zu vermummen ist unter anderem ein Privileg der Templerschaft, des Ordens der Arkorither oder der Palastwache.
Dieses Privileg allen Bürgern zugänglich zu machen verstößt gegen die Gebote meines Vaters.
Es zersetzt und unterwandert die von Ihm gegebene Hierarchie.
Bei weiteren Fragen stehe ich dir gerne zur Verfügung.
Für die Stadtverwaltung
Statthalter der heiligen Stadt Rahal
PS: Ahad Muireall / Ritter Dazen mich hat dieser Antrag doch sehr überrascht, gerade aus den Reihen unserer langjährigen und verdienten Würdenträger hätte ich dies nicht erwartet. Vor allem die offene Diskussion mit den gesetzwahrenden Kräften der Garde ist gerade Gästen und Bürgern ein falsches Vorbild. Gerade wir Würdenträger sollten stets darauf bedacht sein, dass unser Handeln für jeden unter unserem Rang als Maßstab gereicht.
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Noch am selben Abend wohl wird ein Bote von Düstersee aufbrechen und ein Schreiben an die Stadtverwaltung in Rahal überbringen, zu Händen des Statthalters Xen'draxol.
Düstersee,
12. Hartung 260.
Unter dem Segen des All-Einen seien Euch Grüße entboten,
werter Statthalter Xen'draxol.
Die verfasste Ablehnung der Anfrage des Hauptmanns der Garde Korlay Bruchsteig
obliegt Eurer Entscheidungsgewalt und hat mich entsprechend erreicht. Weitere
Anmerkungen dazu erübrigen sich.
Gleichwohl verwundert mich Euer Post Scriptum nicht weniger als Euch scheinbar
diese bloße Anfrage. Zum einen empfände ich es als äußerst begrüßens-
wert, wenn Ihr nicht aufgrund falscher Informationen auf meine Vorbildfunktion
für Gäste und Bürger schließen würdet, zum anderen verbitte ich mir Lehren
zu meiner Position als Würdenträger. Eine offene Diskussion mit den gesetzes-
wahrenden Kräften der Garde fand nicht statt, ebenso wäre es mehr als verwunder-
lich, wenn ein Wort aus der internen Kapitelversammlung der Bruderschaft an
Gäste oder Bürger gedrungen wäre.
Zum Wohl der zielführenden Zusammenarbeit wäre es wohl wünschenswert,
wenn zukünftig informierter und bedachter artikuliert würde.
Möge Sein Auge wohlwollend auf uns ruhen.
Ahad des All-Einen,
General der Legion des Panthers.
Unter dem wachsamen Blick des All-Einen entbiete ich Euch meinen Gruß, Statthalter.
Über die getroffene Entscheidung zu diskutieren soll hier nicht mein Anliegen sein,
gleichwohl ich mir auf Grund der gelesenen Zeilen nicht sicher bin, ob die eigentliche
Intention des Antrags so übermittelt wurde, wie sie gemeint gewesen ist, denn es geht
keineswegs darum eine Erlaubnis zur Vermummung zu erwirken und damit etwaige
Privilegien anderer Parteien zu schmälern. Aber sei es drum, die Entscheidung wird
dennoch und mit aller Selbstverständlichkeit vollumfänglich akzeptiert.
Was mich allerdings sehr verwundert, ist die getroffene und für mich so zu verstehende
Unterstellung im Post Skriptum, das Gespräch mit dem Hauptmann und Waffenbruder
wäre ein Offenes gewesen.
Ich möchte an dieser Stelle außerdem festhalten, dass ich nichts gegen eine in einem
passenden Rahmen geäußerte Kritik einzuwenden habe. Eure Zeilen kann ich zu meinem
Bedauern aber nicht als solches verstehen.
Sicherlich schulde ich Euch keinerlei Rechenschaft, will den Irrglauben allerdings dennoch
korrigiert wissen, dem hier offenbar unterlegen wird, und werde dabei ebenfalls noch
einmal selbst darlegen, was der Hintergrund des Antrags ist, damit auch dahingehend
vielleicht bestehenden Missverständnisse hoffentlich ausgeräumt werden können.
Es sei an der Stelle noch einmal betont, die bereits getroffene Entscheidung soll hiermit nicht angefochten werden. Tatsächlich ist mir nur an einem besseren
Verständnis der Sachlage gelegen.
Zur Erläuterung:
Es wurde seitens der Ahad, meiner Person und unserem Waffenbruder offen über
die Situation gesprochen, das trifft zu, und ist, wenn ich daran erinnern darf, den
Geboten folgend in einem annehmbaren Rahmen durchaus statthaft.
Die Unterredung fand in einem solchen Rahmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit
in der Festung der Bruderschaft statt. Es kann unter diesem Aspekt betrachtet also
nicht die Rede von einem offenen Gespräch wider der Gebote des Herrn sein.
Das Gespräch beinhaltete nicht, die Worte seiner Heiligkeit in Zweifel zu ziehen,
sondern eine gegebene Gesetzmäßigkeit noch einmal zu beleuchten und zu überdenken.
Wie Euch sicherlich bekannt sein dürfte, ist der Punkt unserer Anfrage ein stetes
Reizthema bei den „Betroffenen“, vor allem und ausschließlich in der Winterzeit.
Dies führt in der Regel zu endloser Diskussion zwischen dem Diensthabenden und
dem Träger von Kapuze oder Gugel, vorwiegend auf Grund der Kälte und dem Wunsch
sich mit dem gewählten Kleidungsstück möglichst effizient warm halten zu dürfen.
Es stand also im Fokus, ob die Umsetzung und Handhabung, so wie sie derzeit im
Gesetz verankert ist, einer absoluten Notwendigkeit entspricht und die Sinnhaftigkeit
argumentativ standhalten und damit eine Diskussion hierzu bestmöglich bereits im Keim
erstickt werden kann.
Darüber hinaus lag auch der Umgang zwischen Garde und Bevölkerung im Fokus der
Betrachtung, gleichwohl es hier primär weniger um die Bequemlichkeit der Bevölkerung
gehen soll, als vielmehr um eine Arbeitserleichterung für die Diensthabenden bei den
täglichen Kontrollen der Gäste und Bewohner.
So beinhaltete die Intention unserer Anfrage auf Änderung zwar die Möglichkeit eine
Gugel oder Kapuze allein in der Winterzeit zum Schutz vor der Kälte tragen zu dürfen,
aber auch die absolute Pflicht des Trägers diese bei Aufforderung sofort abzunehmen
und sich damit zu erkennen zu geben, sowie die klare Anweisung, dass es nicht erlaubt
ist Kapuze oder Gugel tief ins Gesicht zu ziehen, um sich so zu vermummen.
Das Gesicht des Trägers soll jederzeit erkennbar sein und sich auf Anfrage sofort und ohne
Diskussion zu erkennen geben, sofern er nicht zu den Gruppierungen gehört, denen eine
Vermummung von Gesetz wegen gestattet ist.
Ich hoffe, es wird damit deutlich, dass es zu keiner Zeit darum ging, die Erlaubnis zur
vollständigen Vermummung für jedermann in der Winterzeit einzuführen.
Um nochmal auf die Einführung der Erklärung einzugehen:
Die Vorbildfunktion als Würdenträger ist uns bekannt und bedarf keiner Maßregelung
oder gar Belehrung durch Euch. Derartiges verbitte ich mir in dieser nun erfolgten Form
zukünftig.
Auf Grund unserer bisherigen guten und langjährigen Zusammenarbeit gehe ich davon
aus, dass wir gegenseitige Kritik in Zukunft ganz im Sinne der Gebote des Herrn in
einem gemeinsamen Gespräch innerhalb eines passenden Rahmens lösen können und
werden.
Ein erstes Antwortschrieben verlässt die Stadtverwaltung gen Ahad Muireall...
Meines Vaters Zorn ebne deine Wege Ahad Muireall,
ich begrüße dein Verständnis für die Ablehnung der Anfrage.
Mein Post Skriptum sollte lediglich ein Rat sein von Würdenträger zu Würdenträger aus früherer Verbundenheit mit dir und Dazen.
Das die Diskussion in einer internen Kapitelversammlung der Bruderschaft aufgekommen ist, nimmt mir meine mit dem Post Skriptum ausgedrückte Sorge.
Leider liegen mir Berichte vor, dass es in letzter Zeit gehäuft zu Diskussionen mit der Garde über die Gesetze seiner Heiligkeit zu kommen scheint. Was mich dazu gebracht hat diese Zielen zu formulieren.
Möge sein allgegenwärtiger Blick uns stets ein Ansporn sein.
Für die Stadtverwaltung
Statthalter der heiligen Stadt Rahal
[img]http://www.fotos-hochladen.net/uploads/siegel3qufb2mog1v.png[/img]
Ein weiteres Antwortschreiben verlässt die Stadtverwaltung gen Ritter Dazen...
Meines Vaters Zorn leite deine Schritte Ritter Dazen,
ich begrüße deine vollumfängliche Akzeptanz meiner Entscheidung.
Die Erklärung der Ablehnung ist rein auf der sachlichen Ebene zu verstehen,
sie dient als Erklärung für den Antragsteller welche Punkte in die Entscheidung der Stadtverwaltung eingeflossen sind.
Sie soll nicht als Unterstellung anderer Motivationen der Antragsteller verstanden werden.
Es soll hier durch Transparenz der Entscheidungen ein besseres Verständnis trotz Ablehnung erreicht werden.
Mein Post Skriptum ist eine persönliche Notiz von meiner Seite, die keinen Eingang in die Archive der Stadtverwaltung findet.
Es sollte lediglich ein Rat sein von Würdenträger zu Würdenträger aus früherer Verbundenheit mit dir und Muireall.
Das die Diskussion in einer internen Kapitelversammlung der Bruderschaft aufgekommen ist,
wurde mir bereits von Ahad Muiraell mitgeteilt und nimmt mir meine mit dem Post Skriptum ausgedrückte Sorge.
Leider liegen mir wie ich auch schon Ahad Muireall mitteilte Berichte vor,
dass es in letzter Zeit gehäuft zu Diskussionen mit der Garde über die Gesetze seiner Heiligkeit zu kommen scheint.
Was mich dazu gebracht hat diese Zielen zu formulieren.
Möge sein Zorn unsere Feinde vernichten.
Für die Stadtverwaltung
Statthalter der heiligen Stadt Rahal
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