Maenas dîr echuia mi faer. - Wahre Kunst erwacht im Geist, so steht es geschrieben und so lebte er seit seiner Geburt vor vielen Jahreszyklen.
Früh am Morgen stand ein junger, knapp zwei Schritt großer, muskulöser Elfenschmied an einer fauchenden Esse und formte geschickt ein Stück legierten Stahls. Sein nackter, nur von einer Lederschürze geschützter, Oberkörper schimmerte golden im ersten Licht des Tages. Das rotgoldene Haar wurde von einem Stirnband zurückgehalten um diese vor der Glut zu schützen. Seine mandelförmigen, rotbraunen Augen hielt er konzentriert auf das Werkstück gerichtet und spürte bei jedem Schlag der feinen, kaum sichtbaren Maserung der unterschiedlichen Stähle und den darin verwobenen Liedklängen nach, um ein, im Einklang mit Eluive befindliches Werk zu schaffen.
Vor seinem geistigen Auge sah er das Abbild des vollendeten Werks, das er zu erreichen gedachte, soweit es seine Fähigkeiten zuließen. Am Anfang seines Weges hatte er häufig Werke wieder eingeschmolzen und von Neuem begonnen, weil er einen Makel entdeckte. Doch mit den Jahren wurde er sich bewusst, dass mit seinem steigenden Können auch seine Ansprüche stiegen und er lernen musste, kleine Makel zu akzeptieren. Vermutlich würde er erst in die Seelenmelodie eingehen können, wenn er ein makelloses Werk geschaffen hätte. Unermüdlich übte er und schuf neue Werke, eines genauer gearbeitet als jenes zuvor. Kopien waren ihm gänzlich zu wieder und nur selten sah man ihn etwas ein zweites Mal erschaffen und auch nur dann, wenn das Werk nur als Spiegel seiner selbst Sinn ergab. Wenn er Waffen und Rüstungen schuf waren ist nahezu immer Einzelstücke.
Seine Hammerschläge fügten sich in die Melodie der Welt ein und seine Arbeit näherte sich dem Ende. Wielange er ohne Unterlass gearbeitet hatte, entzog sich ihm, doch sein Magen knurrte und sein Geist sehnte sich nach Zerstreuung. Als die letzten Hammerschläge und das Zischen des Härtungsbades verklungen waren, lauscht er noch einen Moment in sich hinein, bis er begann seine Werkstadt und sich selbst zu reinigen. Erst dann trank er gierig einen Krug Wasser bis zur Neige und aß ein paar Früchte.
Als er vor die Schmiede trat atmete er tief durch und betrachtete die friedliche Landschaft, ließ den verzauberten Anblick des Nebelwaldes auf sich wirken uns atmete ruhig ein und aus um sich zu entspannen. Sein Werk war vollendet und er musste seinen Geist von der vergangenen Arbeit lösen um wieder offen für neues zu sein. Nur so konnten Ideen keimen und reifen und Neues entstehen. Als er sich umsah, erblickte er die Anfrage welche eine neue Arbeit, einen neuen Gedanken erforderte. Doch dieser würde ruhen müssen bis er sich freigemacht, seiner Seele Freude und Ruhe gegönnt hatte. Und wie immer würde der Bittende Verständnis haben, dass ein Meisterwerk seine Zeit brauchen würde. Lalaith lín leithia faer nín. - Dein Lachen befreit meine Seele hatte seine Mutter immer gesagt und er folgte ihren weißen Worten um sich, so wie sie es immer tat, auf sein neues Werk vorzubereiten. Doch zunächst würde er in den Wald gehen und Silberhaar suchen eine junge Bärin die er vor zwei Jahresläufen verletzt am Rande des Ered Luin`s gefunden hatte. Er würde in Gestalt seines Seelentieres mit ihr umherziehen, unbeschwert die Natur genießen und das allgegenwärtige Lied der Welt unbewusst auf sich wirken lassen.
Nachdem er zwei Tage unbeschwerten Lebens wieder aus dem Wald zurückkehrte ging der junge Schmied am Abend zielstrebig zum Fest eines Freundes um dort die Gesellschaft seines Volkes zu genießen. Hier und da half er während des Festes oder lauscht den Sorgen, Nöten aber auch Lebensgeschichten der Anwesenden oder half auch dem ein oder anderen Handwerker bei der Ausarbeitung einer Idee für eine neue Schöpfung. Als er sich am Abend in seinem Bett ausstreckte fühlte er sich erholt und bereit für ein neues Werk.
Am nächsten Morgen wusch er sich sorgsam, zog frische Kleidung an, trank geminztes Wasser und aß etwas Leichtes. Anschließend ging er ruhigen Schritte auf die Schmiede zu, nahm den noch ungeöffneten Auftrag und betrat seine Werkstatt. Dort bereitete er einen Kohlestift und verschiedene Farben sowie eine Feder und Papierbögen vor um diese später mit seinen Ideen zum Auftrag zu füllen.
Ruhig atmend griff er zum Brief und runzelte die Stirn. Das Papier war seltsam rau und schlecht geschöpft. Suchend glitt sein Blick zu Wachssiegel. Es war schlecht aufgebracht und das Wachs von minderer Qualität. Das Siegel selbst war mit einem mäßig kunstfertigen Siegelstempel eingedrückt worden. Zu fest, sodass das Wachs teilweise darunter gewichen war und unter Teilen des Siegels das blanke Papier hervorstach. Neugierig und mit geschickten Fingern löste er das Siegel vom Papier ohne es zu brechen: Auch hieran erkannte man das Ungeschick des Schreiberlings, ein Siegel durfte nicht zur Gänze abgelöst werden können.
Der Brief selbst war in einer, für einen Menschen geübten Handschrift in der Gemeinsprache abgefasst. Mit einiger Konzentration gelang es ihm den Brief zu lesen. Im Geiste ertappte er sich dabei, die Schreibfehler und fehlgesetzten Worte zu korrigieren.
„Hochgeachteter Schmied der Elfen“ warum wählten Menschen nur immer diese krude Bezeichnung für sein Volk „ich möchte Euch ersuchen, mir eine Rüstung zu schmieden, es soll Euer Schaden nicht sein.“, „Mein Schaden?“, dachte er bei sich selbst und laß weiter. „Die Kunstfertigkeit Eures Volkes ist viel besungen und steht jener der Zwerge in nichts nach, doch an Schönheit kommt nichts der elfischen Schmiedekunst gleich. Aus diesem Grund bitte ich Euch mein Ansinnen zu überdenken und hoffe, dass Ihr den Auftrag annehmet.
So ihr denn bereit seid, lasst es mich wissen und ich lade Euch auf mein Landgut am Südrand des Nebelwaldes ein. Gez. Graf von und zu etz. Pp. Augustin von Haberfels“.
Kurz musste er blinzeln. Hatte er gerade richtig gelesen, dass er um die Herstellung einer Rüstung für Menschen ersucht wurde. Er begann die Zeilen nochmals zu lesen und wollte, als auch die zweite Lektüre nichts Anderes ergab schon das Schreiben weglegen. Doch dann besann er sich eines Besseren und beschloss über den Vorschlag nachzudenken. Bisher hatte er noch nie etwas Anderes als die, seinem Volk bekannten Gegenstände angefertig. Noch nie hatte er sich Gedanken darum machen müssen, ob Dinge die für Elfen geschaffen wurden, vielleicht nicht für andere Rassen geeignet waren. Ein neuer Gedanke kam ihn. Vielleicht könnte er so mit seiner Gabe neue Höhen erreichen, wenn er die Schmiedekunst der anderen Völker erlernte und die Ideen der gesamte Schöpfung Eluives in seine Arbeiten einfließen ließ. Von neuem Ehrgeiz beflügelt nahm er Feder und Papier und begann eine Antwort aufzusetzen.
Der Weg des Rhaudan en Eledhrim
- Caraphinnor Dringol
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Am Abend, als er auf dem Berghang stand und die teils immer noch rauchenden Trümmer betrachtete, dachte er über sich selbst und den Weg nach, welchen er eingeschlagen hatte. Vor allem, welche Ereignisse und Entscheidungen ihm auf seinem bisherigen Weg bis hierher geführt hatten.
Waren es wirklich nur die schönen Kleinode welche er für seine Geschwister schaffen wollte? Die Harmonie aus den strahlenden Gesichtern, welche das fein gearbeitete Geschenk erblickten und dem darauf folgenden feierlichen Anlegen? Er wusste es nicht, doch es hatte ihn immer Freude bereitet zuzusehen, wenn ein Eledhrim ein passendes, für ihn oder sie gefertigtes Geschenkt erhielt und mit stolz trug.
Dieser Gedanke hatte ihn angetrieben, seine Fähigkeiten immer weiter zu vervollkommnen und das Ergebnis bereitete ihm Freude, ja gab seiner Seele sogar Frieden. Doch dieses Gefühl mochte sich seit dem Angriff nur noch kurz in ihm auszubreiten. Zu groß waren Trauer, Wut und Schmerz in ihm, um lange Ruhe und Frieden zu finden.
Bisher hatten ihn Waffen und Rüstungen nur aus handwerklicher Sich interessiert. Auf seiner langen Studienreise hatte er viele verschiedene Konstruktionen gezeichnet, soweit es ihm erlaubt wurde, begutachtet und die jeweilige Handwerkskunst der Völker bewundert. Doch hatte er diese Dinge immer nur mit dem Auge des Laien und der Naivität der Jugend betrachtet. Damals war er erst knapp über 100 Zyklen. Seuftzend schüttelte er den Kopf über sich selbst und blickte hinter sich zum Markt und zu dem bald auch verborgenem Geschütz. Würde es seinen Zweck erfüllen? Wäre es in der Lage das Unheil abzuwenden? Ruhig atmete er ein und aus um seine Gedanken zu beruhigen.
Im wurde bei diesen Gedanken bewusst, dass er wohl an einer weiteren Weggabelung in seinem Leben angekommen war. vielleicht sollte er anfangen Waffen nicht nur mit Neugier zu betrachten, sondern sich dem Weg der Kriegskunst in all ihren handwerklichen Ausprägungen widmen. Vielleicht könnte er so seinem Volk, in den dunklen Tagen die da kamen, besser helfen.
Mit diesen Gedanken machte er sich auf den Weg zurück zu den Schmieden.
Waren es wirklich nur die schönen Kleinode welche er für seine Geschwister schaffen wollte? Die Harmonie aus den strahlenden Gesichtern, welche das fein gearbeitete Geschenk erblickten und dem darauf folgenden feierlichen Anlegen? Er wusste es nicht, doch es hatte ihn immer Freude bereitet zuzusehen, wenn ein Eledhrim ein passendes, für ihn oder sie gefertigtes Geschenkt erhielt und mit stolz trug.
Dieser Gedanke hatte ihn angetrieben, seine Fähigkeiten immer weiter zu vervollkommnen und das Ergebnis bereitete ihm Freude, ja gab seiner Seele sogar Frieden. Doch dieses Gefühl mochte sich seit dem Angriff nur noch kurz in ihm auszubreiten. Zu groß waren Trauer, Wut und Schmerz in ihm, um lange Ruhe und Frieden zu finden.
Bisher hatten ihn Waffen und Rüstungen nur aus handwerklicher Sich interessiert. Auf seiner langen Studienreise hatte er viele verschiedene Konstruktionen gezeichnet, soweit es ihm erlaubt wurde, begutachtet und die jeweilige Handwerkskunst der Völker bewundert. Doch hatte er diese Dinge immer nur mit dem Auge des Laien und der Naivität der Jugend betrachtet. Damals war er erst knapp über 100 Zyklen. Seuftzend schüttelte er den Kopf über sich selbst und blickte hinter sich zum Markt und zu dem bald auch verborgenem Geschütz. Würde es seinen Zweck erfüllen? Wäre es in der Lage das Unheil abzuwenden? Ruhig atmete er ein und aus um seine Gedanken zu beruhigen.
Im wurde bei diesen Gedanken bewusst, dass er wohl an einer weiteren Weggabelung in seinem Leben angekommen war. vielleicht sollte er anfangen Waffen nicht nur mit Neugier zu betrachten, sondern sich dem Weg der Kriegskunst in all ihren handwerklichen Ausprägungen widmen. Vielleicht könnte er so seinem Volk, in den dunklen Tagen die da kamen, besser helfen.
Mit diesen Gedanken machte er sich auf den Weg zurück zu den Schmieden.
- Caraphinnor Dringol
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Tag um Tag hatte er in den Minen mit seinen Geschwistern gearbeitet und Baumaterial für die neue Stadt aus dem Fels gebrochen um diesen in bearbeiteter Form zu den Baustellen zu schaffen und wieder von vorn zu beginnen. Coll`Glawar und ihre Geschwister unter den Galadh`rusc hatten die ohne Ablaß abrbeitenden Eledhrim tatkräftig unterstützt. Dank Phanodains Hilfe war das Volk gerettet und die Stadt erblühte nun in neuem Glanz. Größer und strahlender denn je zuvor.
Als er am Morgen zufrieden auf einem der Berghänge am Meer saß und seinen Blick über die Heimat schweifen ließ nickte er zufrieden und freute sich über das was sein Volk als Gemeinschaft geschaffen hatte. Jeder hatte dazu beigetragen. Doch nun war es wieder an der Zeit seine Fähigkeiten weiter zu schulen und auch die Steinmetzkunst zu meistern. Auch seine Kenntnisse in der Herstellung von Waffen und Rüstungen musste er weiter verfeinern. Schon bald, so nahm er sich vor, würde er die Metallbearbeiter der anderen Völker aufsuchen um mehr über die Schmiedekunst der einzelnen Völker zu erlernen.
Die Zeit in der Mine und die Zerstreuung welcher er in der Herstellung von Kleinodien gefunden hatte, hatten ihm einen sechsten Sinn in der Herstellung von Schmuck und dem Auffinden von Erzen verliehen. Intutiv fand er sich in den Minen zurecht oder erschuf Schumckstücke, welche seine Geschwister und so manch anderen Handelspartner in erstaunen und Freude versetzen konnten.
Doch das Kriegshandwerk hatte ihn wieder eingeholt, vor kurzem hatte ihn ein Maethor aufgesucht und ihn darum gebeten seine kriegerischen Geschwister im Umgang mit schweren Kriegsgeräten wie Ballisten und Skorpionen zu schulen. Ihnen den Mechanismus zu erklären und sie im Umgang mit Fehlern und Wartungsarbeiten weiterzubilden. Soviel war zu tun in so kurzer Zeit.
Tief durchatmend nahm er die frische Seeluft in seine Lungen auf und konzentrierte sich auf seine Umgebung, ließ seine feinen Sinne schweifen und kam zu einem Zustand innerer Ruhe um sich für den Tag zu sammeln. Nach einiger Zeit schlaug er die Augen auf und erhob sich in einer fließenden Bewegung um zu seiner Werkstatt zu gehen. Dort begann er ein Schreiben an die Maethir aufzusetzen.
Als er am Morgen zufrieden auf einem der Berghänge am Meer saß und seinen Blick über die Heimat schweifen ließ nickte er zufrieden und freute sich über das was sein Volk als Gemeinschaft geschaffen hatte. Jeder hatte dazu beigetragen. Doch nun war es wieder an der Zeit seine Fähigkeiten weiter zu schulen und auch die Steinmetzkunst zu meistern. Auch seine Kenntnisse in der Herstellung von Waffen und Rüstungen musste er weiter verfeinern. Schon bald, so nahm er sich vor, würde er die Metallbearbeiter der anderen Völker aufsuchen um mehr über die Schmiedekunst der einzelnen Völker zu erlernen.
Die Zeit in der Mine und die Zerstreuung welcher er in der Herstellung von Kleinodien gefunden hatte, hatten ihm einen sechsten Sinn in der Herstellung von Schmuck und dem Auffinden von Erzen verliehen. Intutiv fand er sich in den Minen zurecht oder erschuf Schumckstücke, welche seine Geschwister und so manch anderen Handelspartner in erstaunen und Freude versetzen konnten.
Doch das Kriegshandwerk hatte ihn wieder eingeholt, vor kurzem hatte ihn ein Maethor aufgesucht und ihn darum gebeten seine kriegerischen Geschwister im Umgang mit schweren Kriegsgeräten wie Ballisten und Skorpionen zu schulen. Ihnen den Mechanismus zu erklären und sie im Umgang mit Fehlern und Wartungsarbeiten weiterzubilden. Soviel war zu tun in so kurzer Zeit.
Tief durchatmend nahm er die frische Seeluft in seine Lungen auf und konzentrierte sich auf seine Umgebung, ließ seine feinen Sinne schweifen und kam zu einem Zustand innerer Ruhe um sich für den Tag zu sammeln. Nach einiger Zeit schlaug er die Augen auf und erhob sich in einer fließenden Bewegung um zu seiner Werkstatt zu gehen. Dort begann er ein Schreiben an die Maethir aufzusetzen.
Zuletzt geändert von Caraphinnor Dringol am Samstag 10. Dezember 2016, 11:43, insgesamt 1-mal geändert.
- Vanea Stojka
- Beiträge: 479
- Registriert: Sonntag 19. Juni 2016, 21:04
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Zuletzt geändert von Vanea Stojka am Mittwoch 11. Januar 2017, 14:40, insgesamt 3-mal geändert.
- Caraphinnor Dringol
- Beiträge: 464
- Registriert: Montag 15. August 2016, 18:07
Ruhig atmend stand er auf dem höchsten Gipfel und blickte hinauf zu den Sternen, während der eisige Höhenwind an seinen Haaren zerrte. Irgendwie wollte der Geist der dunklen Tage und die Bilder der Brennenden Stadt nicht aus seinen Gedanken verschwinden. Tote, sterbende oder verletzte Geschwister, Kampfeslärm und Schreie es Schmerzes und der Wut. All dies hatte sich in seinen Gedanken eingebrannt.
Sollte es ihm vielleicht so ergehen wie dem Eledhrim in der Geschichte welche er vor kurzem transkribiert hatte? Sollten ihn diese finsteren, leidvollen Erinnerungen niemals wieder verlassen, so dass auch er sich entschloss den Weg des Krieges zu folgen?
Ruhig atmete er weiter und versuchte seine lodernden Emotionen zu beruhigen um wieder klar und reflektiert zu denken. Bei genauerer Betrachtung folgte er dem Pfad des Krieges bereits. Natürlich hatte er gekämpft, wie all seine Geschwister. Natürlich hatte er Rüstung, Bogen, Schwert und Schild geführt. Allerdings hatte er diese Gegenstände nach den Kämpfen nur körperlich abgelegt. Geistig und auch handwerklich war er dem Pfad weiter gefolgt, hatte sich entfernt von den schönen Dingen der Schmiedekunst.
Bei diesen Gedanken umspielte ein trauriges Lächeln seine Mundwinkel. Geschmeide und Skulpturen boten ihm nach wie vor Zerstreuung und er konnte sich auch jetzt voll und ganz in deren Erschaffung verlieren. Er seufzte wieder leise und ließ den Blick über die verschneiten Berghänge und schließlich hinab zur Stadt gleiten. Doch als sein Blick auf die verstärkten Wehranlagen und versteckten Bastionen fiel wurde er sich umso stärker bewusst, dass er sehr viel Zeit mit der Herstellung neuer Waffen, Rüstungen und auch Geschütze verbrachte.
Seine Waffen zum Schutz des Volkes waren Hammer und Amboss, Esse und Kohle, Stähle und Schleifstein. Seine Werkzeuge zum Schutz seiner Seele vor der Dunkelheit der Wut und des Hasses waren Feilen, Reiben, Feinschmiedehammer und edle Steine und Metalle.
Einige Momente später konnte man den glutschöpfigen Rhaudan dabei beobachten, wie er entschlossen den Abstieg antrat und schließlich die Essen in der Schmiede anfeuerte. Kurz darauf erklang die Melodie von Stahl auf Stahl, das Fauchen des Schmiedefeuers und das Zischen des Härtebades.
Sollte es ihm vielleicht so ergehen wie dem Eledhrim in der Geschichte welche er vor kurzem transkribiert hatte? Sollten ihn diese finsteren, leidvollen Erinnerungen niemals wieder verlassen, so dass auch er sich entschloss den Weg des Krieges zu folgen?
Ruhig atmete er weiter und versuchte seine lodernden Emotionen zu beruhigen um wieder klar und reflektiert zu denken. Bei genauerer Betrachtung folgte er dem Pfad des Krieges bereits. Natürlich hatte er gekämpft, wie all seine Geschwister. Natürlich hatte er Rüstung, Bogen, Schwert und Schild geführt. Allerdings hatte er diese Gegenstände nach den Kämpfen nur körperlich abgelegt. Geistig und auch handwerklich war er dem Pfad weiter gefolgt, hatte sich entfernt von den schönen Dingen der Schmiedekunst.
Bei diesen Gedanken umspielte ein trauriges Lächeln seine Mundwinkel. Geschmeide und Skulpturen boten ihm nach wie vor Zerstreuung und er konnte sich auch jetzt voll und ganz in deren Erschaffung verlieren. Er seufzte wieder leise und ließ den Blick über die verschneiten Berghänge und schließlich hinab zur Stadt gleiten. Doch als sein Blick auf die verstärkten Wehranlagen und versteckten Bastionen fiel wurde er sich umso stärker bewusst, dass er sehr viel Zeit mit der Herstellung neuer Waffen, Rüstungen und auch Geschütze verbrachte.
Seine Waffen zum Schutz des Volkes waren Hammer und Amboss, Esse und Kohle, Stähle und Schleifstein. Seine Werkzeuge zum Schutz seiner Seele vor der Dunkelheit der Wut und des Hasses waren Feilen, Reiben, Feinschmiedehammer und edle Steine und Metalle.
Einige Momente später konnte man den glutschöpfigen Rhaudan dabei beobachten, wie er entschlossen den Abstieg antrat und schließlich die Essen in der Schmiede anfeuerte. Kurz darauf erklang die Melodie von Stahl auf Stahl, das Fauchen des Schmiedefeuers und das Zischen des Härtebades.