Gemeinsam gegen die Wesen der verdorbenen Glut

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ReKaSha
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Gemeinsam gegen die Wesen der verdorbenen Glut

Beitrag von ReKaSha »

Besorgnis zeichnete die Züge der jungen KunBra. Während sie sich wieder und wieder das linke Hörn rieb. Der Hornansatz war bereits empfindlich geworden und sie selbst konnte einfach kein Auge mehr zutun. Immer wieder schweifte ihr Blick ruhelos hinaus zu den Rasho und ShoRa, die unermüdlich den RaKun nach Rissen und Löchern absuchten aus denen die Gefahr aus der Tiefe hervor kroch.

Lavaechsen...

Bilder der Kreaturen, geboren aus Ahmani vollkommen fremder Glut tauchten wieder und wieder vor ihren Augen auf.

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Die Kinder Ahamanis vertrauten ihr... sie war die einzige Geweihte die derweil an der Oberfläche weilte und sie musste irgendwie versuchen dem Stamm stark und selbstsicher zur Seite zu stehen.
Wenn da bloß nicht die Angst wäre die Wege die Ahamani ihr zeigte erst zu spät zu bemerken? Erneut wanderte ihre Hand hinauf zu ihrem Horn hielt jedoch in der Bewegung inne und spielte gedankenverloren mit dem Schmuck bestehend aus Runenknochen verschiedenster Wesen das perfekte Symbol des Zusammenspiels verschiedenen Kuns.

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Es galt, den RashKirro zu befestigen und den Angehörigen des Stammes Aufgaben zugeben, sinnvolle Aufgaben. Tränke mussten gemischt, Waffen geschmiedet, Verpflegung gekocht und Kampftechniken erlernt werden. Vieles war zu tun. Auch mit den Menschen des Reiches und dem Volk der Letharen sollte sie in Kontakt treten. Und nirr zuletzt galt es Gäste und Besucher frühzeitig zu warnen.

Mit einem Seufzen erhob sie sich von den Fellen. Leise, ganz leise um AtreSha nirr zu wecken. Es gab viel zutun doch zu aller erst würde sie den Tempel aufsuchen und Ahamanis Rat und Beistand im stillen Gebet ersuchen.
RasHonaz

Beitrag von RasHonaz »

Lang ersehnt war der Abend, wo er doch so lange die AlakKunBra, nicht antreffen konnte. Vieles wurde besprochen und einige Neuigkeiten gab es für die RasharHo, doch wohl die merkwürdigste Auskunft - Risse zur Unterwelt welche Lavawesen hervorbringen? Lange hat er keine mehr gesehen, schließlich weilte er schon einige Zeit an der Oberfläche.

Aber erfreut und nachdenklich zugleich, war anscheinend nur Er. Die anderen Geschwister waren bloß in Sorge, aber für Ihn - Endlich wieder eine Aufgabe, so ist es doch lange Zeit ruhig gewesen und sein Dienst fast nicht vonnöten. So fühlte er sich lange Zeit leer und trostlos, aber nun würde er wieder gebraucht, schließlich ist es seine Aufgabe den Schutz der Brüder und Schwestern zu gewährleisten. Und noch am selben Abend, nachdem das Treffen im Tempel vorbei war, zeigte sich eines dieser Lavawesen.

Die Lavaechse!

Geschwind und ohne Kopf rannten seine Geschwister auch schon los um es zu erlegen, aber wie? Sie waren doch noch Kinder und ohne Ausbildung. Also Griff er sofort seinen Schild und zog das Schwert. Es brauchte nur einen kurzen Sprint um die Geschwister einzuholen.
Die Echse wohl noch nicht gänzlich ausgewachsen, erschien ihm als nicht so schwieriger Gegner. Schließlich legte er schon ganz andere Wesen an der Oberfläche, aber dennoch, er wollte die Gefahr nicht unterschätzen.

Als die Echse dann im Visier war, griff Sie ihn und seine Geschwister auch schon direkt an. Das Schild fest in der Hand, prallt das Tier an diesem ab und mit einem gezielten Hieb gen Kopf, erstach er es mit einem Schlag. Davon leicht überrascht blickte er zu dem erlegten Wesen. War das wirklich eines diese gefährlichen Wesen von welcher die AlakKunBra sprach? Er konnte sich das nicht vorstellen, aber sicher sein kann man sich nie, schließlich erschien ihm das Tier auch noch relativ jung.

Nun, waren die Aufgaben klar verteilt. Das RashKirro musste ausgebaut werden um einen Rückzugsort zu haben und es galt, jeden Riss zu schließen und die Wesen aus diesem zu erlegen.

Nun patroullierte er häufiger durch die Straßen und seine Wacht beginnt.
Gast

Beitrag von Gast »

Wie jeden Tag ging XarNaAk seiner Arbeit in der Mine nach. Er war erst vor kurzem an die Oberfläche gekommen und wollte seine Geschwister unterstützen in dem er Rüstungen und Waffen für sie herstellte. Von den Echsen die seit einiger Zeit im RaKun gesichtet wurden hatte er schon gehört, jedoch hatte er selbst noch keine gesehen außer Schlubber und machte sich keine großen Gedanken beim Minen darüber. Doch Heute sollte es anders sein als die vorherigen Tage. In den Abendstunden befand sich XarNaAk im hinteren Teil der Mine und grub sich tiefer und tiefer in das Gestein. Als plötzlich ein lauteres Knacken in der Mine zu hören war, gefolgt wurde das Knacken von einem scheinbaren Geröllsturz. Der erste Blick ging in die Richtung aus der die Geräusche kamen, dann jedoch blickte er zur Höhlendecke ob auch ihm gleich Geröll auf den Kopf fallen würde. Auch über ihm schien sich ein Teil der Decke zu lösen und er eilte zu seiner Kiste um daraus eine Fackel zu holen, damit er besser sehen konnte.

Vorsichtig machte er sich wieder auf in den hinteren Teil der Mine, fürs Erste schien Grollen vorbei zu sein. Mit erhobener Spitzhacke ging er auf die Stelle des Ursprungs zu. Im Schein der Fackel erhob sich ein großer Geröllhaufen vor ihm, dass war jedoch nicht das merkwürdigste daran. Unter dem Geröll schien etwas eingeklemmt zu sein, als er näher trat sah er es: eine dieser Lavaechsen versuchte sich von dem Geröll zu befreien. Der erste gedanke der XarNaAk in den Sinn kam, war natürlich dieses Biest zu erschlagen, waren sie doch der Ursprung allen übels. Dann jedoch warf die Echse ihm einen beinahe flehenden Blick zu und er entschloss sich dem leidendem Tier zu helfen und sie unter dem Geröll zu befreien. Es war eine schwere Arbeit die Steinbrocken zu entfernen, doch nach kurzer Zeit war die Echse befreut. Erschöpft sackte sie zu Boden, übersäht mit Wunden, wohl hervorgerufen durch das herabstürzende Gestein. Doch was war das? Ihr fehlte ein nicht gerade kleines Stück des Schwanzes, natürlich sah er im Geröllhaufen nach ob dort der Rest des Schwanzes zu finden war, doch außer einer Blutspur an den Steinen konnte er keine Hinweise auf das fehlende Stück entdecken.

Gerade betrachtete er die Echse und überlegte ob er sie von den Qualen erlösen oder doch zu einer BrakNa bringen sollte. Diese Frage erübrigte sich jedoch wenige Augenblicke später, als ein unmenschliches Gebrüll, wie das herabrollen einer Steinlawine an einem Steilen Berg aus dem verschütteten Loch drang. Für einen Moment gefror XarNaAk zu Eis bei diesem Gebrüll, die Echse die gerade noch scheinbar im Sterben lag, raste aufeinmal davon als würde etwas hinter ihr her sein. XarNaAk versuchte nach dem ersten Schock der Echse zu folgen, doch war das scheinbar sterbende Tier zu schnell für ihn.

Nochmals kehrte er zu dem verschütteten Loch zurück um nach zu sehen, doch es geschah nichts mehr. Nachdenklich blickte er auf die Stelle, wurde diese Echse angegriffen? Hatte ihr etwas den Schwanz abgerissen und verfolgte sie nun bis nach oben? Sie dachten die Echsen wären die bedrohung, doch jetzt schienen die Echsen nur vor etwas noch viel schlimmeren im Untergrund zu fliehen. Eiligen Schrittes verließ er die Mine und warnte einen jeden den er finden konnte. Zudem verfasste er eine Nachricht für alle die er gut sichtbar auf dem RashKirro platzierte und eine weitere die er im Tempel für die KunBra hinterlegt.

Auf dem Schriftstück im RashKirro werden die Geschwister folgendes zu lesen bekommen:


Geschwister!

Ich habe schlechte Neuigkeiten im Bezug auf die Echsen. Als ich Heute Minen war kam eine dieser Echsen im hinteren Teil der Mine zum Vorschein, sie war unter Geröll eingesperrt und versuchte sich zu befreien. Ich wollte sie töten doch dachte ich das sie vielleicht noch nützlich sein konnte, so befreite ich sie. Sie war schwer verletzt von dem ganzen Geröll und ihr fehlte ein beachtliches Stück ihres Schwanzes. Die Echse lag im sterben als Plötzlich ein lautes Gebrüll aus dem verschütteten Loch drang. Das brüllen klang erschütternd und es kam sicherlich von nichts gutem. Ich denke das nicht die Echsen unser Problem sind, sondern das sie vor etwas noch viel schlimmeren aus der Tiefe flüchten. Gebt auf euch acht, wir sollten auf alles vorbereitet sein.

Möge Ahamani uns besteihen,


XarNaAk

Die Nachricht für die KunBra wird in Nähe des Altars platziert so das sie diese auf keinen Fall übersehen kann, darauf ist folgendes zu lesen:

MhaGar ehrenwerte KunBra,

es stimmt mich regelrecht traurig den ersten Kontakt zu dir wegen eines so schlimmen Themas zu suchen. Jedoch ist es dringend und sehr ernst. Beim Minen kam eine Lavaechse hervor welcher ich half sich zu befreien. Sie war schon am Sterben und ihr fehlte ein großes Stück vom Schwanz, nach einem lauten Brüllen aus der Tiefe rannte sie jedoch panisch davon. Ich glaube sie wurde von etwas verfolgt. Sie scheinen nicht die bedrohung zu sein von der ausgegangen wurde, sondern etwas viel schlimmeres scheint sich den Weg aus den tiefen nach oben zu bahnen. Ich hoffe auf deine Weisheit und das wir gemeinsam den Stamm schützen können, vielleicht solltest du ein dringendes Treffen einberufen. Wir müssen auf alles vorbereitet sein.

Möge Ahamani uns leiten,

XarNaAk
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ReKaSha
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Beitrag von ReKaSha »


Mit einem Frösteln zog die junge KunBra den ShNee-Horn-Schutz tiefer hinab, sodass auch der empfindliche Hornansatz gut geschützt war. "ShNee", murmelte sie mit offenkundiger Abscheu und rümpfte die Nase. Ihr Atem bildete weiße Wölkchen und sie beschleunigte ihre Schritte um so bald wie eben möglich wieder am wärmenden Feuer der Höhle der Loa OshRaLo (Töchter der Feuerfunken) zu sitzen. Doch zunächst wollte sie ihr morgendliches Gebet zu Ahamani sprechen und darum brerr ihr den rechten Weg in diesen schweren und der Glut fernen Zeiten zu zeigen.

Am Eingang des Tempels senkte sie die Hörner mit einer respektvollen Geste tief in Richtung des Altars und murmelte leise, kaum hörbar ein Gebet. Für einen kurzen Augenblick überkam breitete sich ein warmes Gefühl in ihr aus und vertrieb die Kälte aus ihren Knochen. Die Runen des Steins der Gemeinschaft glommen auf und verloren ihren Schimmer im Moment darauf wieder. Erst jetzt richtete sich die Rasharii wieder zu voller Größe auf, obwohl sie für eine Rasharii wohl eher als "klein" zu betrachten war.

Ihr Blick fiel auf die Nachricht neben dem Altar und sie runzelte die Stirn. Die Sorgenfalten zeichneten sich mit jeder Rune, die sie laß deutlicher ab und schließlich entfuhr ihr ein leises seufzen. "Und diese Rasharii hatte gehofft, nachdem so lange nirr zu hören war wäre die Gefahr gebannt." Unzufrieden schüttelte sie den Kopf, was von einem leisen Klimpern der Runenknochen begleitet wurde. Dann verfasste sie eine eilige Antwort und trug einem der Rasho, die wachsam vor dem Tempel Stellung bezogen hatten auf diese gut sichtbar für alle Brüder und Schwestern am Feuer des Gemeinschaftshauses auszulegen.




MhaGar Schwestern, MhaGar Brüder,

mit wachsender Sorge hat diese Rasharii die Worten unseres Bruders gelesen. Sie möchte euch alle dazu anhalten Vorsicht walten zu lassen. Die beschloßenen Schutzmaßnahmen sind auch weiterhin von allen der unsrigen zu beachten. Außerdem sollen sich ShoRa und Rasho bereit halten die Höhlen der Miene zu erkunden und zu ergründen welche Gefahr oder welches Wesen dort lauert. Vergesst nirr unsere Mutter liebt ihre Kinder und vertraut darauf, dass ihre sengende Glut uns den rechten Weg weisen wird! Verliert nirr den Mut und seid dennoch bereit euch und euer Volk zu verteidigen.

Mögen ihre lodernden Flammen uns alle vor Forst und ShNee und jedem weiteren Feind schützen!

ReKaSha
TroshKaMer

Beitrag von TroshKaMer »

Diese kleine wandelnde Handtasche auf vier krummen Beinchen machte nichts als Ärger, fand er zumindest. Wer kam auch schon auf die verrückte Idee sich eine bissige Lavaechse zu halten. Jawohl, bissig! Nun ja, wer auf die Idee kam, das war wohl seine Rasharii. Was wollte er dagegen schon tun. Manchmal, das musste er sich im Stillen dann doch mal eingestehen, waren auch Rasharii nicht ganz bei Sinnen. Hätte er nicht erwartet, aber nun wurde er eindeutig eines besseren belehrt.

An diesem Punkt war ihm ShuunRa eindeutig lieber in ihrem Pragmatismus aus der Handtasche Stiefel machen zu wollen. Ein wildes Tier war eben ein wildes Tier und nichts zum Liebhaben und Verhätscheln. Außer natürlich man hieß Ori und hatte dabei eine KunBra und seine Ziehschwester auf ihrer Seite. Das waren unschlagbare Argumente für ihn, warum er das Tier leben ließ. Nur hatte es am letzten Abend versucht ihn zu beißen mit diesen widerlich scharfen Zähnen, nur weil er es weiter auf den Hof scheuchen wollte, wo es bestimmt besser aufgehoben war.

Zuvor hatte es ja versucht zu flüchten, trampelte durch die ganze frische Aussaat und ruinierte wirklich alles. Da es Ori nicht kümmerte, beklagte er sich darüber nicht einmal, sondern brummte eben nur vor sich hin. Irgendwann bekam das Vieh sogar noch richtig Angst und kroch unter Oris Röcke. Da beschloss sie es erstmal in die Höhle zu bringen – sie meinte ihre gemeinsame Höhle. Da war es dann vorbei mit seinem guten Willen und die Drohung auszuziehen und woanders zu schlafen, verfehlte die Wirkung zum Glück nicht. Nun wohnte das Vieh im Weinkeller – was bei Licht besehen nicht besser war, aber besser als wenn es in seinen Fellen schlief!

In der Zwischenzeit waren auch einige andere Rashar zum RashKirro gekommen, aufgeschreckt durch die immer zahlreicher ankommenden Lavaechsen, die zu weiten Teilen aggressiv vor Angst reagierten (und wenn man ihn fragte, waren sie es auch wenn sie nicht ängstlich waren, aber auf ihn hörte ja keiner!). Nun ja, und aufgeschreckt durch sein Rufen, dass genau das gerade geschah.
Zu fünft waren sie am Ende und ReKaSha bestand darauf der Sache auf den Grund zu gehen. Also bereiteten sich alle soweit vor, wie es auf die Schnelle möglich war. Auf die Schnelle hieß für ihn mit Bogen in der Hand und ohne Rüstung, da seine alte ihm nicht mehr passen wollte. Er brauchte dringend eine Neue, aber die war auf die Schnelle nicht zu bekommen. Also ging er ohne Rüstung los und hielt sich mit dem Bogen in der Hand eben hinten.
„Das kommt davon, wenn du wieder RashKi sein willst und alles andere hinter dir lässt“, brabbelte er kaum hörbar auf dem Weg zur Mine vor sich her, als er den anderen folgte. In der Mine begegneten sie noch mehr Echsen, alle davon verletzt, nicht eine, die zu retten gewesen wäre. Viele schleppten sich dort mit letzter Kraft herum und wurden einfach nur noch erlöst, bevor sie dann das Loch aus dem sie gekrochen kamen, frei räumten und tiefer hinab stiegen.

Dort wurde es deutlich ungemütlicher, denn irgendwas scheuchte aus einem weiteren Loch Steinelementare hervor. „Lebendiges Geröll“, grollte der RashKi vor sich hin und hielt mit Pfeil und Bogen auf die Kreaturen, während die anderen diese ebenfalls niederzustrecken versuchten.
Irgendetwas anderes, etwas Größeres als diese Steinelementare, regte sich weiter unten. Und wenn es das tat, dann erschütterte es die ganze Höhle genug, dass sich Gestein löste und herabfiel. Da die Steinelementare schon einige zu Fall gebracht hatten, das Geröll nun auch noch von oben herabfiel und die Gehörnten traf, beschlossen sie doch in aller Eile sich zurück zu ziehen.

Sie kamen am RashKirro an und gingen direkt in eine grobe Planung, was in der nächsten Zeit zu tun war. Hilfe war nötig für das große Geschöpf rumpeligster Art. Das würde der Stamm nicht alleine schaffen. Darum wollte sich ReKaSha kümmern und tat es an dem Abend gleich noch.
Alle anderen gingen ebenfalls in die Vorbereitungen, so mehr oder weniger, und auch alsbald in die Felle, denn auch wenn das nur ein kurzer Ausflug war, so war es doch aufreibend gewesen und auch anstrengend.
Wäre die Erschöpfung nicht gewesen, TroshKaMer hätte vermutlich noch lange wach gelegen und über das Erlebte nachgegrübelt. So aber riss ihn der Schlaf direkt hinfort, weit genug, dass er sogar den ersten Krark-Schrei am Morgen überhörte, was für ihn wirklich unüblich genug war.
TroshKaMer

Beitrag von TroshKaMer »

So einige Geschwister hatten n die Oberfläche gefunden in den letzten Tagen und das freute ihn inständig. Ebenso dankbar war er auch dafür, wie viele sich dem erneuten Gang hinunter in die Mine anschlossen, und das galt an der Stelle nicht nur für die Rashar, sondern auch für Letharen und Menschen.
Für ihn war das ein sehr spannendes Unterfangen, immerhin erlebte ein RashKi nicht alle Tage ein solches Abenteuer, sondern vielmehr äußerst selten. Nach wie vor war ihm selbst nicht bekannt, was da unten hauste. Er hatte nur die wandelnde Gerölle zu Gesicht bekommen bisher. Er wusste noch, dass auch noch wandelndes Kristall da unten unterwegs sein sollte. Also folgte er den anderen voller Aufregung und irrationaler freudiger Erwartung nach, hielt sich mit seinem Bogen in der Hand eher hinten, wenn er konnte und begann schon bald innerlich über seine unvorsichtige Ziehschwester zu fluchen, die in einer Rüstung unterwegs war, die den Namen als solche nicht einmal verdiente und ständig nach vorn rannte, um an ReKaShas Hörnern zu kleben.

Und da hieß es, die Rasharii wären die vernünftigen des Stammes. Hier verhielt es sich entschieden anders. Auf dem Weg nach ganz unten mahnte er sie bestimmt drei oder vier Mal noch hinter ihm zu bleiben – völlig umsonst, das sollte er feststellen, als sie dann endlich den letzten Raum erreichten, wo die Nester der Lavaechsen gewesen waren, allesamt zerwühlt, die Eier teilweise zerbrochen oder aber auch erkaltet, weil sie keine Nestwärme mehrbekamen.
Trotzdem steckte er eines der Eier in seine Tasche, wer wusste schon, ob es nicht vielleicht doch noch zu retten war. Kaum ein paar Momente später tauchte dann das Ungetüm auf, das sie zuvor schon gehört hatten, groß, sehr groß, spinnenartig, aber doch nicht ganz. Wenn er es hätte beschreiben sollen, würde er es wohl als übergroße sehr beharrte Drohne bezeichnen, nur war er sich sicher, dass diese Ding mehr aushielt und ganz sicher auch weit bösartiger war, als diese kleinen Drohnen in den Höhlen. Darüber hinaus konnte es sprechen. Es hatte zwar einen seltsamen zischenden Sprachfehler – fand er – aber es war trotzdem gut zu verstehen, und darüber hinaus natürlich nicht sonderlich erbaut über die Störung.

ReKaSha sprach mit dem Wesen zunächst, und dann geschah das, was er an sich hätte kommen sehen müssen, aber doch nicht erwartet hatte – die mit einem Hauch von gar nichts gerüstete Ziehschwester legte los, provozierte und beleidigte das Geschöpf aufs Geratewohl.
Sehr beschwichtigend und diplomatisch, geschweige denn kampvermeidend lief das ganze Gespräch allgemein nicht ab am Ende. Aber das Verhalten ihrer setzte dem ganzen wirklich die buchstäblichen Schellachörner auf in seinen Augen – und wieder hatte er das Gefühl mehr das Lo aus ihr sprechen zu hören, als die Rasharii, aber das behielt er für sich.
Es gab wirklich Momente, solche wie diese, wo er sie gerne an den Hörnern gepackt und ordentlich geschüttelt hätte, aber leider waren die zum einen viel zu kurz dafür, und zum anderen konnte und durfte er sich das vor all den Anwesenden auf keinen Fall erlauben. Also blieb das natürlich aus, genauso wie eine Zurechtweisung verbaler Natur.
Er schob das alles alsbald beiseite und verbuchte es als die Sorge eines Ziehbruders für eine vorlaute Ziehschwester. Und vermutlich war er mit dem Denken und seiner Haltung dazu nicht weniger Lo als sie selbst auch. Da waren aber halt noch die Sache mit dem Eingestehen und die mit der Vernunft, die da noch miteinander haderten. Und ganz vielleicht würde er in ihr eh immer die Lo sehen, als die er sie eben kannte, warum auch immer. Aber auch das behielt er lieber für sich.
Wie auch immer es war, er würde es sich nicht verzeihen, wenn sie nicht gesund aus der Sache heimkehrte.

Die Rechnung trugen sie am Ende alle, als das Vieh angriff und immer wieder Massen von Spinnen von der Höhlendecke zu sich rief, um Unterstützung zu erfahren. So viele, dass nicht mal zum Angst haben Zeit blieb.
Und noch einmal war er dankbar um alle, die da waren zu unterstützen und zu helfen, denn ohne sie hätten sie das Vieh sicher nicht besiegt. Er war sich sicher, daran hätte auch Ahamanis Unterstützung nicht viel getan, außer sie wäre höchst selbst erschienen, wenn die Verbündeten nicht ebenfalls da gewesen wären, denn dafür war der Stamm noch nicht erstarkt genug. Er hoffte allerdings, dass sie es alsbald sein würden, denn die Dringlichkeit dahinter war mehr als deutlich auch für ihn zu spüren.
Als das Vieh erledigt war und die Magier den Ausgang freigelegt hatten, der sie tatsächlich in die Bibliothek führte, spürte er, wie die Anspannung nachließ – und damit der Druck auf die Blase anwuchs.
Der Nachhall der unterschwellig verspürten Todesangst, die er durchaus gehabt hatte, drängte sich in den Vordergrund und er sah zu, dass er sich damit beschäftigte die Beute fortzuschaffen und zu einzuräumen. Alles war besser, als sich damit zu befassen. Es war getan, sie hatten es geschafft, das war doch das Wichtige, nicht wahr? Und seine unvorsichtige Ziehschwester war mit einer Platzwunde am Hinterkopf davon gekommen – nur. Zum Glück.
Vielleicht würde er ihr mal sagen, was er von all dem gehalten hatte. Vielleicht beließ er es aber auch einfach dabei, es würde sowieso nur zu unnötigem Streit führen. Ja, vielleicht…
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