Seinen Segen Ahad und General Laval,
die folgenden Zeilen beinhalten einen zusammenfassenden Bericht der ausgeführten Offensive in der Frostklamm.
Nachdem wir uns unter dem Kommando von Ritter Shasul am 30. Rabenmond vor der Festung der Schattenpanther versammelt hatten, machen wir uns mit der gesamten Truppe auf den Weg in die Frostklamm. Genau wie wir im Vorfeld schon besprochen hatten, führte Ritter Shasul uns am Pass um das Bergmassiv, welchen man von der Wetterau aus mit direkter Anbindung erreichen kann.
Als wir dort ankamen hatten die Kaluren uns bereits erspäht und die Tore verschlossen. Doch wir kamen nicht unvorbereitet. Statthalter und Kind des All-einen Xen'draxol hatte uns mit all seinem Wissen und Geschick einen gewaltigen Rammbock aus massiven Holz und stählernder Pantherkrone angefertigt mit welchem wir uns im Vorfeld schon gut auf mögliche geschlossene Tore vorbereitet sahen. Dank einiger beschworener Wesen anwesender Liedwirker und Rabendiener konnte der Rammbock zum Tor des Feindes geführt werden und seinen Weg gegen die Mithrilltore der Klamm finden, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass sich unsere Truppe selbst dem Beschuss aussetzen muss.
Unsere Schützen und Scharfschützen konnten die verteidigenden Kaluren oberhalb des Tores unter Beschuss nehmen und sie trotz des Klammwalls gut in Schach halten. Als das Tor dann nach einiger Dauer aus den Angeln gehoben wurde zogen sich die Kaluren tiefer in die Klamm zurück und es war uns möglich das Tor zu nehmen. Somit hatten wir sprichwörtlich den Fuß in der Tür.
Unter fortlaufenden Anweisungen des Ritters rückten wir tiefer in die Klamm vor und sahen uns mit einer größer werdenden Truppe von alarmierten Soldaten des kalurischen Groß-reiches konfrontiert. Während unser Zentrum von einem stetig vorrückenden Schildwall angeführt wurde, war es dem anwesenden Alathraxor und Hauptmann der schwarzen Kralle Jaryan'dolor in Absprache mit dem Ritter möglich östlich auszubrechen und die Kaluren zu flankieren. Mit dieser Situation sahen sich die Kaluren überwältigt und traten einen unkoordinierten Rückzug bis hinter die östliche Brücke an. Somit hatten wir nach den ersten Stunden des Kampfes bereits die gesamte westliche Frostklamm erobert bis hin zum östlichen Gemünde, welcher die Klamm fast mittig aufteilt.
Während Ritter Shasul einige Mannen dafür abstellte unsere Seite des Gemündes an der Brücke zu sichern, erstürmte er mit dem rest der Soldaten die Festung der Khazad-Khot. Als wir die dort stationierten Wachtruppen überwältigt hatten, konnten wir auf dem Plateau – welches auch schon Gegenstand unserer Besprechung war, drei Katapulte und drei Ballisten ausfindig machen, welche alle direkt auf die Au und den Schattenwinkel ausgerichtet waren. Dank der eigenst für unsere Offensive entwickelte Brenntinktur des Lazarettes war es uns möglich alle sechs Kriegsgeräte zu vernichten.
In der Zwischenzeit stellten die Kaluren sich auf der anderen Uferseite sehr defensiv auf und nachdem ihre Truppenstärke um ein erhebliches angewachsen war brachen sie aus um uns in einem großen Schlagabtausch zu begegnen. Ihre Intensionen zielten klar darauf ab uns direkt wieder aus der Klamm zu vertreiben, doch wir konnten ihre Ansturm aufhalten und sie wieder über die Brücke zurück drängen.
Die eigenommene Festung der Khazad-Khot wurde ab dann im weiteren Verlauf der Offensive als Operationslager verwendet.
Als die Nacht der Dämmerung wich folgte der Ansturm auf die defensive Stellung der Kaluren an der Brücke. Es war uns möglich die Brücke zu nehmen und die Kaluren so weit zurückzudrängen, dass unsere Späher die Möglichkeit hatten überzusetzen und auszuschwärmen mit dem Ziel auch diese Uferseite der Frostklamm nach Kriegsgerät abzusuchen. Die Kampftruppe hielt die Kaluren unter dem Kommando Ritter Shasuls im Zuge der Offensive wie in einer Art Finte abgelenkt. Kurz nachdem die Späher zurückkehrten und berichteten, dass sich keine weiteren Katapulte oder Ballisten auf dieser Seite der Klamm befinden, stieß eine große Anzahl an Soldaten des Völkerbundes zu den Kaluren dazu. Hauptsächlich konnten Krieger der Thyren und ein großes Regiment der Menekaner dabei erspäht werden.
Da wir, mit den einkehrenden Berichten der Späher, unseren Feldzug als erfolgreich ansehen konnten, befahl Ritter Shasul der Truppe den koordinierten Rückzug anzutreten. So zogen wir uns, wenn auch kämpfend, Stück um Stück aus der Klamm zurück.
Als wir in den Abenstunden die Burg der Schattenpanther erreichten, mussten wir zu unserem Entsetzen feststellen, dass diese offenbar vom Feind aus Ardoran hinter unserem Rücken genommen wurde, während wir die Offensive in der Klamm ausführten. Erspäht werden konnten dabei, nebst Soldaten des Regiments, die feindliche Ritterin von Sehnheit und ihr Wortführer Arenvir von Goldenfall, welcher uns noch durch sein jüngst gescheitertes Projekt, der goldenden Standarte, im Gedächtnis geblieben ist.
Da sie damit begonnen hatten uns nach einem kurzen Wortgefecht von den Burgzinnen aus beschießen zu lassen, zogen wir uns erst hinter die Waldgrenze zurück dann sammelten sich die Streitkräfte in der neu erbauten Zitadelle der Quyopoloth. Im laufe des heutigen Abend werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um die Besatzer entsprechend zu stellen und nutzen dabei vornehmlich das Wissen über all die versteckten Geheimgänge der eigenen Burg.
Auf das wir dem Unrat des Ostens im Namen des Herrn auf ein neues aufzeigen, das es keine Chance hat in unserem Reiche zu wuchern.
Möge sein Zorn sich verbreiten!
- Schattenpanther -
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