Das Massaker von Grenzwarth

Abbas Wakur Omar

Beitrag von Abbas Wakur Omar »

Als das Schriftstück den Erhabenen erreichen wird, nimmt er dieses entgegen und liest es. Beim ersten Lesen wird er das Haupt nachdenklich zu den Seiten wiegen, als er das Schriftstück ein zweites Mal liest, mag eine gewisse Beunruhigung bei ihm erkenntlich werden. Erst dann legt er das Schreiben zur Seite mit dem Gedanken, dass es gut ist einen Verbündeten an seiner Seite zu wissen, der über solche Dinge berichtet. Beim dem heutigen Treffen im Palast wird er diesen Umstand bekannt geben, entschließt er sich nach einem kurzen Moment des Überlegens. Das weitere Vorgehen wird sich dann entscheiden.
Gast

Beitrag von Gast »

*ein Bote von der Taverne am Wegekreuz wird eine versiegelte Depesche ans Regiment bringen und nicht eher gehen bevor er sie der Frau Oberst persönlich übergeben kann und von dieser wieder entlassen wird, ob dabei eine saftige Belohnung oder etwas anderes im Spiel ist bleibt aber erstmal offen.*

Das Wegekreuz, der 30. Rabenmond 259,

unter den lichtbringenden Schwingen der Herrin Temora,

Die Erkundung gestalltete sich schwieriger als erwartet, die Ordensburg der Schatten des Panthers gleich in diesen Tagen einer wahren Festung, die Wachmannschaft ist mehr als vollzählig und stets wachsam.

Bei Nacht werden die Lichter gelöscht, so konnte ich mich im Schutze der Dunkelheit annähern. Selbst in der Nacht ist die Brut aktiv und, laut der vernehmbaren Geräuschkulisse, führen sie im dunkeln Übungen mit schwerem Gerät durch.

Eine Sichtprüfung ist nur unter grossem Risiko durchführbar, das Gelingen einer Infiltration unter den gegebenen Umständen nur mit sehr geringen Erfolgschancen.

Unter Berücksichtigung ihrer Befehle, werde ich somit von dieser Massnahme absehen. Der Bote wird weitere Befehle für mich entgegennehmen und sie mir an einem vereinbarten Übergabepunkt hinterlegen, bis dahin bleibe ich in Sichtweite der Pantherfestung auf Höhe der Frostklamm verborgen und beobachte weiter.

Temora stehe uns bei, der Krone auf Ewig treu.

*darunter prangt lediglich ein Klecks aus blauem Wachs in das der Abdruck eines Falken gepresst wurde.*
Benutzeravatar
Helisande von Alsted
Beiträge: 4067
Registriert: Mittwoch 8. Mai 2013, 05:42

Beitrag von Helisande von Alsted »

In Bechgard tut sich so einiges nach der Warnung durch die Kaluren. Die Tore werden geschlossen, die Wachmannschaften aufgestockt und Verstärkung hinbeordert.

Auch in Adoran erklingt eifriges Traben von Soldatenstiefeln. Die Stadtwachen werden auch hier verstärkt und die Torbesatzungen zu Wachsamkeit angehalten.
Aber es scheint sich im Regimentskastell noch mehr zusammen zu brauen.
Zahrak Salberg

Beitrag von Zahrak Salberg »

[img]http://image.prntscr.com/image/7f6581f6384f4d50b52708d579e56c69.png[/img]
Holzfällen, Haus umbauen und Schlachten schlagen war in Kombination eine ganz dumme Idee. Völlig fernab der zahlreichen Risiken wie Schwerstverletzungen, Gefangennahmen oder Tod, was Moira zu Recht erfahren und aufregen würde, erkannte Zahrak an jenem Abend noch einen großen Nachteil: Muskelkater! Und zwar überall. Nicht nur, das Arme und Rücken schon vom Holzfällen und zusätzlich die Füße vom ständigen Stehen bei eben jener Tätigkeit und dem Hausumbau weh taten. Nein, nun musste er damit auch noch unaufgewärmt und bei Minusgraden, durch kniehohen Schnee, Treppen rauf, Treppen runter, über Barrikaden und Brücken und um Bäume wie Mauern herum laufen. Das alles freilich in voller Ausrüstung. Ergo Kettenrüstung, Gambeson, Waffen, Trankbeutel und was er noch so am Körper trug. Wäre die Situation auf der Frostklamm nur einen Müh weniger ernst, hätte er sich über den Westen aufgeregt wie ein Rohrspatz. Dass sie auch immer mitten im Spätherbst oder gar zum Winter hin angreifen mussten. Bei Schwingenstein II war das auch schon so gewesen. Hatten die keine Beschäftigung da hinten? Aber gut. Die Lage auf der Frostklamm war nun eben doch ernst und so unterließ Zahrak es, seine Gedanken fortzuführen. Die Kaluren hielten an der Mittelbrücke die Stellung und wollten am nächsten Morgen wieder zum Angriff ausholen, um die Klamm vom Feind zu befreien. Fraglich, ob er selbst sich dann noch bewegen können würde. Aber Baznuk würde es ihm sicher auch nicht verübeln, wenn er es vorzog, die nächsten Tage heile zu überstehen und nur in Gedanken bei den Kaluren und ihren Verbündeten zu sein. Schließlich war da tatsächlich noch die Verantwortung Moira und dem ungeborenen Kind gegenüber.
Vladimir Dracones

Beitrag von Vladimir Dracones »

Am Abend des 30. Rabendmond konnte 'beobachtet' werden, wie sich eine große und Schlagkräftige Truppe mit Fässern und massivem Holzrammbock auf macht den Weg in die Frostklamm einzuschlagen. Sie zogen dabei Süd-Östlich am Bergmassiv vorbei, beinahe als würden sie von der Au aus in die Eisgräber aufbrechen wollen. Doch ihr ansinnen war die Frostklamm. Beinahe ganz Schattenwinkel ist unter Anleitung Ritter Shasuls geräumt. Nur ein Grundstab an Wachmannschaft ist zurückgelassen worden um die Burg der Schattenpanther und nord-östliche Reichsgrenze von oberhalb zu sichern.

Ein zweischneidiges Spiel.

Doch der Erfolg, schon in der ersten Stunden, konnte sich sehen lassen. Sie hatten das Tor der Klamm aus seinen Angeln gerammt und den nord-östlichen Teil der Frostklamm in einem blutig geführtem Kampf erobert.

Außerdem konnte die nördliche Festung erstürmt werden. So sah man am ersten Abend der Offensive auf dem Festungsplateau der Kaluren, welches zum Schattenwinkel ausgerichtet war, Kriegsgerät hell lodernd hoch dort oben brennen in infernalem Ausmaße.
[URL=http://www.directupload.net/file/d/4556/ytxid74i_jpg.htm][img]http://fs5.directupload.net/images/161201/temp/ytxid74i.jpg[/img][/URL]
Zuletzt geändert von Vladimir Dracones am Donnerstag 1. Dezember 2016, 00:32, insgesamt 2-mal geändert.
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Als die Sonne den Horizont passierte kehrte auch die Stille über die Klamm. Einzig die dunklen Rauchschwaden die über die Khazad Khot Festung aufzogen zeugten in der Ferne bereits von dem Unheil.

Die Frostklamm war zu über der Hälfte gefallen, Vladimir und seine Kampfstarken Anhänger haben geschafft was zuvor als unmöglich galt. Ausharrend an dem schmalen Brücken Übergang der Klamm warteten die Kaluren auf die Verstärkung aus dem Berg. Kalt, erschöpft von der Schlacht, wütend und enttäuscht. Sie haben alle ein Stückweit versagt.

Aber auch ein Held wurden geboren in den Stunden der Not als das Klammtor zerbast und die vielen Brüdern von den Mauern der Feste geworfen wurden.

Thorim -Mithrillfaust- Hammergrund..tobend kämpfte er sich durch die Reihen in den Scharmützeln und fern der Scharmützel war es seine Anleitung die schlimmeres verhinderte. Die Barrikade mittig der Klamm, die neue Stellung der Kaluren dahinter waren sein Werk, ohne zu zögern und wissend tat er sein bestes mit der Hilfe der mächtigen Nordlingen und den angeschlagenen Brüdern.
Zuletzt geändert von Baznuk Donnerfaust am Donnerstag 1. Dezember 2016, 10:18, insgesamt 2-mal geändert.
Tambar Donnerfaust

Beitrag von Tambar Donnerfaust »

Er saß gerade in der Taverne im Berg und hatte auf seinem Lieblingsplatz Stellung bezogen um sein Planmäßiges 2. Abendessen zu sich zu nehmen. Heute gab es kalurische Schweinshaxe im Bierteigmantel von denen er sich gleich mal 3 bestellte. Wie gewohnt stellte der Wirt ihm auch ein kleines handliches 5 Literfass Bier dazu. Genüsslich machte er sich über seine Mahlzeit her als er gerade bei der letzten Schweinshaxe angekommen das mächtige Horn der Klamm erschallen hörte. "Nor jetzt, verdammt" brummelte er und nahm noch rasch einen tiefen Schluck Bier ehe er sich vom Stuhl erhob und im rausrennen dem Wirt noch zurief " lass alles stehen, akh bin gleich wider da".
Die kalurische Schwungmasse in gang gebracht, bahnte er sich wie ein Güterzug seinen Weg zur Klamm. Schnell trieb ihn sein Weg zu den Toren wo bereits einige seiner Brüder und Schwestern standen und schon die ersten Befehle von Thorim -Mithrillfaust- Hammergrund zu hören waren. Sofort bezog er auf den Zinnen Stellung und versuchte mit gezielten Schüssen die Gegner daran zu hindern die Ramme gen Tor zu treiben.
Doch alles half nichts, der Gegner durchbrach das schwere Mithrilltor nach mehreren Anläufen und so wurden sie gezwungen sich ein Stück weit zurück zu ziehen. Immer mehr wurden sie von den eindringenden Heer des Feindes zurück gedrängt und nur mit Mühe und Not schafften sie es an der Brücke diese Position zu halten und nutzten die Gelegenheit, diese Stellung aus zu bauen und zu befestigen wärend der gegner unterdessen die Westlich liegenden Geschütze zerstörte. In der Kurzen Pause die ihnen verblieb, lies er sich dann von Melgra den Pfeil der seine schwere Kette durchbohrte aus dem Leib ziehen. Notdürftig wurde die Wunde dann versorgt als er direkt wider vorstiess zur Front um die Stellung zu sichern. Als dann die Nordmänner von hinten zu ihnen stiessen überkam ihm ein breites Lächeln. Zum Schluss hin, verharrte man dann müde und erschöpft frierend am Brückenkopf und wartete auf die restliche Verstärkung die nach und nach aus dem Berg zu ihnen Stiess.
Benutzeravatar
Thorim Hammergrund
Beiträge: 406
Registriert: Montag 25. April 2016, 18:04

Beitrag von Thorim Hammergrund »

Geschockt saß er da und blickt starr auf den Wühlerhelm der vor ihm auf dem Tisch steht.
Er konnte es nicht glauben. Heute lagen Freud und Leid so dicht beieinander.
Belgrom lobte ihn für seine Führung beim halten der Klamm am Vortag, doch damit nicht genug, er erhob ihn in den Stand eines Rhukum. Unter den Anfeuerungsrufen seiner Brüder und Schwestern, wuchs Thorim gefühlt um einige Fingerbreit an. Stolz war er in diesem Moment.
Ausserdem wurde ihm das Kommando über das Heer übertragen wenn, Belgrom als Kar Dar nicht anwesend ist.

Unter dem Kommando von Belgrom wurde das Geschmeiß aus dem Westen bis zur Festung der Graik in die Enge getrieben.
Dann forderte Belgrom den Heerführer der Pantherwämser zum Zweikampf heraus.
Lautstark wurde der Wühler von allen Kaluren und den verbündeten angefeuert. Mit zunehmender Kampfesdauer geriet Belgrom immer mehr ins Hintertreffen. Zum entsetzen aller Kaluren und der verbündeten Thyren und Menekaner verlor Belgrom diesen Zweikampf und nicht nur das, nein der Wämser liess nicht von ihm ab und mit dem wuchtigen Hammer wurde dem Leben des Wühlers ein Ende gesetzt.
Fassungslos stand er da. Wut, blankes Entsetzen, Trauer, Ohnmacht...
Die Achterbahnfahrt der Gefühle ging weiter und hing für einen Moment im Looping fest.

Als er, nach einer gefühlten Ewigkeit, wieder einen einigermaßen klaren Gedanken fassen konnte, gab er allen Kaluren den Befehl, den leblosen Körper des Wühlers vom Schlachtfeld zu tragen und diesen zu geleiten.

Die Menekaner und Thyren übernahmen gemeinsam den Sturmangriff, auf den Rest der Wämser und Rabendiener.
Thorim war ihnen in diesem Moment sehr dankbar dafür.

Nachdem die letzten Angreifer von der Klamm vertrieben waren sagte Baznuk zu Ihm: "Die Klamm steht unter deinem Kommando, Kal Dar"

Der erste Befehl war, die Wachen vom Brückenkopf an das offene Südtor zu verlegen.
Dieser Befehl wurde auch sofort umgesetzt und die Wachen bezogen Position an dem Tor.
Als nächstes machte er sich daran Steintafeln an die Schmiede zu verfassen, mit dem Auftrag ein neues Tor für die Klamm zu schmieden.
Benutzeravatar
Keyra Drugar
Beiträge: 497
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Keyra Drugar »

Der erste richtig, wichtige Wachdienst.
Meine Güte, so lange stehen!
Und die Finger... Irgendwann hatte sie das Gefühl, die Hand wäre eingeschlafen.
Ruhig stehen.. möglichst ruhig stehen? Fast ruhig stehen.


Der erste Abend war fast völlig Ereignislos, außer hin und wieder ein paar verirrte
Schatten, die auch Rehe hätten sein können, kamen ihnen nicht über den Weg.
Trotz allem hatte sie den Dienst genossen.
Es gab Einiges, dass sie dadurch gelernt hatte.
Rabendiener können eine romantische Ader haben - etwas, was ihr noch zuvor niemals
auch nur in den Sinn gekommen wäre.
Rabendiener und Romantik?
Verrückt.

Ebenso konnte man die Kameraden ein wenig besser kennen lernen, als in den Zeiten,
in denen man gemeinsam lernte.
Zwangloses geplauder, bis mal eine Albernheit, bevor man zum Ernst der Lage zurück
kehrte.

Irgendwann waren sie abgelöst worden von den ausgeruhten Mannschaften,
um dann eben zur Festung ein zu kehren.
Eigentlich hatte sie sich auf eine richtig schöne warme Mahlzeit gefreut.
Trotz der warmen Unterkleidung fühlte sie sich als wäre sie innerlich zum Eiszapfen verkommen.
Eine schöne warme Suppe vielleicht...
Zu ihrem Schrecken musste sie bald feststellen aus was die Rationen der Soldaten bestanden.
Nicht, dass sie sich selbst für besonders wählerisch gehalten hätte, aber das.. war doch sehr..
ihr fiel nicht mal ein wirkliches Wort dafür ein.
Als sie dann noch die Maden zwischen den Rationen fand, war es völlig aus.
Hunger?
Wer brauchte schon was zu essen!
Sie war satt.

Die Betten waren jetzt nicht unbedingt der Luxus, aber da sie völlig erschöpft war,
fiel sie sofort in einen tiefen Schlaf, aus dem sie Nichts reißen konnte.

Der nächste Tag war...
anders.

Wieder wurde sie zum Wachdienst eingeteilt, diesmal war es eine andere Stelle.
Die Kameraden wechselten und es wurde ruhiger.
Albernheiten blieben völlig aus, sie hatte wirklich schwierigkeiten sich auf ihre
Aufgabe zu konzentrieren.
Die Beine waren schwer, die Hände wollten nicht wie sie und eigentlich war sie vor allem
Müde.
Es gab einen Postenwechsel und gerade als sie glaubte, man würde es vielleicht nicht merken,
wenn sie in der richtigen Position angelehnt am Baum einschlief... tauchten die aus der Wüste auf.
Auf einen Befehl hin, wartete sie nicht lange und machte sich sofort auf ihn auszuführen.
Selbst ein wenig überrascht wie schnell sie die Beine überhaupt noch trugen.

Das Holz wollte nicht wie sie, scheinbar war es feucht, oder ihre Hände zu eingefroren,
ein wirkliches Signalfeuer bekam sie nicht auf die Reihe.
Aber da kam auch schon der neue Befehl und das Feuer war wieder vergessen.
Es gab Verletzte, die Vorgesetzten waren deutlich aufgebracht.
Jetzt bloß keinen Fehler erlauben.
Völlig konzentriert auf ihre Aufgaben zögerte sie nicht den Moment eines Herzschlages als
sie gefragt wurde wer der bessere Schütze wäre.
Es stand überhaupt nicht in Frage.
Sie wusste, dass sie ihm nicht das Wasser reichen konnte und warum sollte sie lügen?

Nach der Lage sehen.
Das konnte so schwer doch gar nicht sein?
Kaum war sie allein, machte sich ihre Müdigkeit wieder bemerkbar.
Sie würde einfach nicht soweit gehen, sicher sah man von weitem schon etwas.. und dann
einfach ins Bett, ein wenig Schlaf.

Noch völlig bei dem Gedanken an ein weiches flauschiges Kissen,
schaffte sie es gerade noch an zu halten, bevor sie schlichtweg den Herrn Beschützer über
den Haufen gerannt hätte.
Bis die Worte zu ihr durchdrangen, die sie wechselten, sah sie auch schon die Bande die
ihm folgte.
Irgendwas.. riet ihr einfach einen Schritt bei Seite zu tun.
Die Kraft der Meute ein weiteres Mal davon zu laufen, schien sich gerade nicht finden zu lassen.
Der Beschützer schaffte das, sie wusste das er schnell war und mit etwas Glück.. sahen
sie sie überhaupt nicht.

Beeindruckt sah sie der Meute nach und fragte sich für einen Moment, was er wohl angestellt hatte,
das dermaßen viele Riesen hinter ihm her waren.
Verspätet, bemerkte sie, dass sie keineswegs allein zurück geblieben war.
Vor ihr aufgebaut stand einer dieser Riesen...

Der Rest des Abends war ein pures Durcheinander, vom wütenden Zettern,
bis hin zum Betteln hatte sie irgendwann alles durch.
Das Gute daran war, selbst wenn sie hätte irgendwas sagen wollen, sie wußte doch nicht mal was!
Nichts.
Es dauerte eine Weile, bis das auch ihrem Gegenüber klar war, dass hier Hopfen und Malz verloren war.
Und eindeutig die schlechteste Soldatin, die es jemals gab ins Netz gegangen war.

Irgendwie musste sie über die Erkenntnis trotz allem Schmunzeln.
Wie war sie nur auf den Gedanken gekommen, sie könne in sowas gut sein?

Nachdem also geklärt war, dass sie aller höchstens eine Last und kein Gewinn war,
fand sie sich in der tiefen Nacht irgendwann wieder in der Feste ein.
Man könnte sie wohl später auf ihrem üblichen Bett finden,
sie hatte Haarpracht eingebüßt, war ordentlich Schmutzig und ein paar Spuren konnten
deutlich davon zeugen, dass sie keinen angenehmen Abend hatte.

Ansonsten schlummert sie dort aber dermaßen Tief und Fest, dass scheinbar Nichts sie aus dem
Schlaf reißen kann.
Dabei sägt sie obendrein den Wald von ganz Wetterau ab.
Eindeutig nicht sonderlich Kameradenfreundlich... Falls da noch Jemand versuchte an Schlaf zu denken.
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
Tambar Donnerfaust

Beitrag von Tambar Donnerfaust »

Eine ganze Nacht und den Tag bis zum frühen Abend hies es den Brückenkopf zu halten und den Feind auf der anderen Seite im Auge zu behalten. Ausgemergelt ob der Kälte und den fehlenden Schlaf hockte er auf seinem Posten bis dann endlich der Befehl kam aus zu brechen und den Feind von der Klamm zu vertreiben. Doch ehe sie sich formieren konnten drängte der Feind gegen die Stellung vor und durchbrach sie. Sich zurück fallen lassend lies man den Feind dann vorrücken bis sie auf der letzten Kreuzung wo man den Kampf eine ganze Weile halten konnte. Dort traf der Feind dann auf eine geschlossen stehende Kalurenwand in deren Rücken sich verbündete Menekaner und Tyhren formierten. Dieser Übermacht und unter enormen Pfeil und Bolzenhagel zwang man den Feind dann bis zur westlichen Festung zurück. Doch sollte es nicht zu dem grossen Gemetzel kommen, sondern einem Ehrenhaften Zweikampf. Belgromm Donnerfaust forderte Vladinier heraus zu einem Duell.
Lange dauerte dieser Kampf an und beide schlugen sich wie man es von gut ausgebildetetn Kämpfern erwartete. Doch schlussendlich unterlag Belgrom den wuchtigen Hammerschlägen Vladimiers. Den toten Kaluren vom Schlachtfeld bringend, zogen sich die Kaluren ein Stück hinter die eigenen Reihen zurück. Kurz danach entbrannte die Schlacht in der die verbündeten vorstiessen und den Feind niederrangen und somit die Klamm entgüligt vom Feind säuberten.
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Der Schock saß tief, als der ungewöhnlich große Streithammer des Vladimir den Schädel des Wühlers zermatschte, nachdem der Ihn bereits mit blanken Fäusten weich geprügelt hatte. Beachtlich diese Kraft und Wut in dem Langbein. Nicht umsonst ist der Hühne und sein Bruder der Rabe im Volk des Berges wohl bekannt und mit sicherem Maß gefürchtet. Die Leiche des Wühlers wurde gemeinsam mit den anderen Kaluren unter der Bauhütte aufgebahrt.

Als die Leiche vom Schlachtfeld getragen war begann der letzte Sturm auf die Westlinge. Das Heer der Menekaner mit den Thyren an der Seite trieben die Feinde des Berges von der Klamm. Beachtlich die Streitkräfte der Wüste unter dem Kommando von Radeeh eh. Unendlich dankbar war der Priester Ihnen für die Hilfe in dieser noch viel dunkleren Stunde seinen Volkes.

Ein toter wurde überlicherweise nicht zulange betrauert sonder gefeiert. Er hatte es geschafft seine letzte Reise anzutreten und sich seiner letzten Prüfung zu stellen, bevor er mit dem Seelenschmied und den ältesten an der ewigen Tafel Platz nehmen kann. Nicht lange ist es her, als Cirmias selbst es ermöglichte Sie zu hören als er die Welt betrat um sein Volk beim Raben Fluch zu helfen. Es war schön Ihr gelächter und gekröhle zu hören und das klingen ihrer schweren Krüge.

Dennoch dauerte es bis früh in die morgen Stunden bis Baznuk den Schock überstanden hatte. Belgrom war der erste der Donnerfäuste den er kennen lernte, als er den Nilzadan im Sippenhaus der Getwergelyn erreichte. Sie wurde kalurische Freunde, Brüder. Viele Jahre gemeinsamen Weges wurden auf der Klamm beendet. So stark, so stolz, so Belgrom! Er würde Ihn wirklich vermissen, doch jetzt galt es erstmal seinen Bruder zu feiern! Er war ein Wühler, ein Donnerfaust, ein Bruder, ein Sohn des Berges. Feiert Ihn!
Melgra

Beitrag von Melgra »

Fassungslos und wie in Zeitlupe sah sie wie der Hammer auf Belgroms Schädel niederprasselte. Den Mund weit aufgerissen entglitt ihr ein lautes „NOOOOOOORRRRRRRRR“, doch jegliche Hoffnung versickerte mit dem Blut, das aus seinem Schädel geysirartig hervorsprudelte. Nein, Nein es durfte nicht sein…..

Ja, jedem ihrer Brüder und Schwestern war die Zeit zu gehen bestimmt, und ehrenhaft in der Schlacht zu fallen, war sicherlich in Belgroms Sinne. Er ging voraus…. Zurück zum Ursprung. Nur die sterbliche Hülle blieb zurück. So trat er voraus, wartend, schmausend und Bier trinkend.

Bis wir uns wieder sehen Belgrom…. Bis wir uns wieder sehen. Doch noch war ihre Zeit noch nicht gekommen. Im Hier und Jetzt waren ihre Aufgaben noch nicht erfüllt. Seite an Seite mit Thorim würden noch viele Prüfungen warten. Gerade für Thorim würden sie wohl schneller kommen als erwartet. Doch würde sie ihn unterstützen, so es in ihrer Macht stand und Cirmias Wille war.
Ahmad Fadlan Azeezah

Beitrag von Ahmad Fadlan Azeezah »

"Keiner schreitet ein!", hörte er zum wiederholten Male, als der Schlachtenwühler und offenbar Heeresführer der Kaluren laut scheppernd und ächzend zu Boden ging. Strikte Blicke mahnten ihn und die anderen Janitschare auch noch zum Stillstand, als alle gebannt verfolgten, wie der Wühler mit bloßen Händen durch einen Kämpfer des Westens totgeprügelt wurde. Und schlussendlich sahen sie tatenlos zu, druften, konnten nicht dazwischen, als der schwere Hammer des Westmeschens den Kalurenkopf zertrümmerte. Für einen Moment schloss Ahmad nur noch reflexartig die Augen, um das nicht mit ansehen zu müssen. Er war sehr ergeben und sicher auch abgebrühter, als so manch anderer Janitschar, aber das konnte man wirklich keinem zumuten. Unter normalen Umständen wäre das Grund genug für einen erheblichen Vorwurf gegenüber Heeresführung und Emir gewesen. Aber die Situation war keine gewöhnliche gewesen und so mussten sie ''Belgrom'' die letzte Ehre des frei gewählten Duells lassen und ihn damit auch seinem Schicksal überlassen. Konsequenzen blieben stets selbst zu tragen. In seinem Inneren stieß Ahmad nur noch ein Gebet zur Allmara aus, in dem er um Belgroms Wohl im Jenseits betete. Ein Schauer überzog seinen Körper derweil, obwohl dieser sich unter dem ganzen Metall und Leder schon an die eisige Kälte des Verbündetenreiches gewöhnt hatte.
Nachdem die folgenden Worte der Kaluren im frevelhaften Jubel der Westmenschen und Letharen untergegangen waren, ertönte schließlich der insgeheim heiß ersehnte Befehl von links: "Janitschare, rüsten!" Sie durften, wollten und sollten den Abschaum aus der Frostklamm jagen, damit die Kaluren Zeit hatten, ihren gefallenen Streiter in Sicherheit zu bringen. ''Für Eluive, für die Kaluren, für Belgrom..", dachte er sich noch, dann verfiel er in einen Kampfesrausch, der auch erst Stundenläufe später, bereits wieder in der Heimat, abklang. Ein Sieg für den Bund, ein Verlust für die Kaluren. "Abeer Eluiv'!"
Zuletzt geändert von Ahmad Fadlan Azeezah am Sonntag 4. Dezember 2016, 00:22, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Alister Theiryn
Beiträge: 880
Registriert: Dienstag 1. März 2016, 23:06

Beitrag von Alister Theiryn »

Müde stand er auf der Brüstung der Angurenfestung und beobachtete einen der letzten Konvois aus Verletzten und Material, dass diese verlies. Die Schlacht war zwar schon einen Tag vorbei, doch seine Arbeit gibt weiter auch wenn er inzwischen seit 4 Tagen auf den Beinen war und kaum Schlaf bekommen hatte.
Der Angriff auf Grenzwarth war schwer gewesen. Zwar hatte man die Truppen der Menekaner ankommen sehen, doch versagten alle Sicherheitsmaßnahmen. Der berittene Trabant kam nicht rechtzeitig, damit sich die Garnision vollständig in Stellung bringen konnte und das Leuchtfeuer dass man zu entzünden versuchte war scheinbar nass gewesen… jedenfalls blieb es aus.
Der Hauptmann hatte ausgerechnet ihm zum Verbindungsglied zwischen Lazarett und Garde befohlen… so viel zusätzliche Verantwortung die auf ihn zukam. Zwar hatte er zusammen mit Trabant Aschengardt nach dem Überfall auf Grenzwarth ein Notlazarett errichtet und sich bis zum Eintreffen eines Offiziers das Kommando übernommen, doch waren all das Dinge von denen er eigentlich keine Ahnung hatte, doch irgendwie schafften sie es, schaffte er es halbwegs plausible Entscheidungen zu treffen.
Nun blieb ihm nichts weiter über als sich seiner Aufgabe zu fügen und an ihr zu wachsen oder mit Schuld am Tod weiterer Gardisten zu sein. Er war aber froh, dass am Ende zumindest Lille, wenn auch verwundet, gekommen war um die nur teilweise ausgebildeten Mitglieder des Lazaretts anzuleiten.

Dann löste sich sein Blick vom Konvoi und wandte sich gen Norden, in Richtung der Festung der Schattenpanther. Wie gerne hätte er an ihrem Kampf Teil genommen, hätte den Sturm begleitet oder die Rückeroberung begleitet. Doch er hatte eine Aufgabe, er hatte seine Pflicht.
Der Angriff auf Grenzwarth hatte gezeigt, dass es richtig war die Grenzen zu sichern. Und so folgte er seinen Pflichten weiter, führte Patrouillen an, koordinierte die Zusammenarbeit mit dem Lazarett und bereitete die Angurenfestung auf den kommenden Ansturm der Verwundeten vor. Zum Glück war dieser geringer als erwartet, da die alatarische Armee mit enormer Effizienz und Schlagkraft vorging, nahezu perfekt flankiert von den Verbündeten Letharen und Rashar.
Fast schon erschreckend, mit welcher Effizienz die Truppen bei diesem Sturm vorgingen. Viele von ihnen kannten ja bereits die Schrecken des Krieges, wussten was auf sie zukam. Für Alister hingegen war es das Mal, dass er in dieser Größenordnung damit konfrontiert wurde.

Am Ende löste sich der Blick auch von der Festung und er sah in den Hof auf die abgedeckten Körper. 5 Gardisten waren bei Grenzwarth oder in der Nacht darauf gestorben. Trabant Simon kämpfte zwar noch tapfer, folgte ihnen jedoch am Abend des 3. Tages. 4 weitere Gardisten trugen schwere Verkrüppelungen davon und werden wohl nie wieder einsatzbereit sein werden.
Während ihre gefallenen Kameraden nun auf dem Weg nach Nileth Azur sind, gefallen in Erfüllung ihrer Pflicht, hatte er wirklich Mitleid mit den Krüppeln. Wie sollen sie sich nun noch unter seinen Augen als würdig erweisen? Die notwendige Willenskraft muss wahrlich enorm sein.

Und so schritt er die Treppe hinab und zog sich in den Sattel hoch. Diesen einen Konvoi würde er noch begleiten, dann würde er selbst auch Heim kehren und erstmals seine Rüstung ablegen.
Er hatte viel zu verarbeiten, musste über viel nachdenken.
Benutzeravatar
Varcuvius
Beiträge: 445
Registriert: Montag 4. Januar 2016, 00:04

Beitrag von Varcuvius »

»Ja, und wegen den Zimmern schaue ich noch in den Büchern nach ob etwas frei ist. Gerade jetzt zum Semesterbeginn ist aber meist alles schon vergeben, also macht euch bitte keine zu großen Hoffnungen,« sprach Nelrim Sternenhort auf seine zurückhaltende, aber doch irgendwie behutsame Art.
»Ach, und - ich hätte es beinahe vergessen - die Verfahrensweisen der Arcana sehen es vor, dass ihr euch einem der Reiche Gerimors anschließt, spätestens ab eurem Eintritt in den Rang des Discipulus sollte dies vollzogen sein.«
»Eintritt in ein Reich? Ich ... ähm, bin doch bloß hier um meine Kenntnisse im Lied zu festigen und zu lernen.«
»Oh ja, da bin ich mir sicher junger Scolar-in-spe. Doch steht es so geschrieben. So wie ihr eure Liedsicherheit festigen werdet, so soll auch euer Platz in der Welt gefestigt sein, euer Geist nicht wankelmütig. Aber bis dahin ist ja noch Zeit und ihr könnt es euch in Ruhe überlegen, hm?«

Unzufrieden ob dieser Vorschrift, schniefte er auf seinem Heimweg den winterlichen Rotz lauter und mürrischer hoch als nötig. Politik und Geschichte können ja hier und da interessant sein, aber warum gleich einem einem der Reiche anschließen? Wirklich viel Sinn schien ihm das nicht zu machen, zumal er nie ein religiöser Mensch gewesen ist.
Ein paar Wochen darauf würde er zuerst Adoran, dann Rahal für jeweils einen Wochenlauf besuchen um sich eine Grundlage für seine Entscheidung zu bilden.




Ein Jahr später...




Die Kerze auf seinem Arbeitstisch glimmt nur noch spärlich, während er in der Nacht noch über seinen Büchern und Pergamenten brütet. Das meiste, liedbezogenes Fachblala, aber hier und da finden sich neuerlich auch Notizen über Truppenstärken alliierter und feindlicher Streitkräfte, Zeichungen des Kontinents mitsamt eingezeichneten Truppenbewegungen der letzten Schlachten, Namenslisten verschiedener Gruppierungen.

Ein Blick auf diese Unterlagen lässt ihm einen Schauer über den Rücken laufen und er erinnert sich an das mitreißende Gefühl, ein Teil dieser rahaler Streitmacht gewesen zu sein, die die fremden Besatzer aus dem Reich getrieben hatte. Jetzt, in der grauen Theorie, erscheint der Gedanke dumm, von solch niederen Emotionen ergriffen zu werden, die eher an ein tierisches Rudel erinnern und einem Liedkundigen eigentlich nicht gut zu Gesicht stehen. Ja, so hätte er wohl auch gedacht, hätte er es nicht inmitten des Geschehens erlebt. Denn während und vor allem nach der Schlacht ... ja, was war das eigentlich? Er war Feuer und Flamme, musste sich zurück reißen um nicht mit moralstärkenden und aus Leib und Seele gebrüllten Zurufen die Ansprache des Ritters zu unterbrechen.



Anfänglich hatte er das Reich verteidigen wollen. Als der Späher der Zwerge geschnappt und - vermutlich unter Folter - die Angriffspläne der Kaluren weitergab, war ihm klar, dass er das Reich verteidigen musste. Er hatte in Rahal investiert. Würde es eine Invasion nicht abhalten können, wäre nicht nur sein Heim und Besitz in Gefahr, sondern seine gesamte Stellung in Gerimor. Ein Rahal, das von Feinden besetzt war bedeutete, dass seine Entscheidung vor vielen Monden eine gravierend falsche gewesen ist.
Zudem hatte er vom Angriff der Zwerge auf die Wachleute von Grenzwarth mitbekommen, wodurch seine Hemmungen, das Lied gegen die Kleinwüchsigen einzusetzen verschwanden. So trug er seinen Teil dazu bei, dass Rahal nicht in der Versenkung verschwand. Seine Stellung in der Welt stand und fiel nun mit dem Schicksal dieses Reiches - ganz gleich was er über theologische Themen dachte.

Und nun erwischte er sich bei dem Gedanken, sich mental bereits auf die nächste Schlacht vorzubereiten. Es gab viele Ziele und zugleich auch viele potentielle Gefahren eines erneuten Angriffs. Die kommenden Wochen würden wohl, wie sagt man noch ... interessante Zeiten versprechen. Ob sie wollten oder nicht.
Antworten