Rahals Badehaus in roher Sauberkeit

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Nolik
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Registriert: Freitag 30. Januar 2015, 01:24

Rahals Badehaus in roher Sauberkeit

Beitrag von Nolik »

Noch Stunden nachdem die Landsknechte Holzer und Drugar und der Knappe Aschengardt das Badehaus wieder verlassen hatten, kniete Nolik am Beckenrand und schrubbte den Mosaikboden mit Seifenwasser. Er gab dabei keinen Mucks von sich, seine Mine war starr und von Ärger verzerrt. Bis spät in die Nacht verbüßte er - so war sein Empfinden - die Strafe dafür, dass er vor den Stadttoren gebettelt hatte. Die Gardisten hatten ihm für die Reinigung des Bades letzten Endes Geld gegeben und es seinen Weg zur Besserung genannt. Nolik sah es dennoch als Unrecht an. Hatte er nicht schon in der Vergangenheit ehrgeizig versucht, sein Los zu verbessern? Anstatt belohnt zu werden, hatte er sich in tiefes Elend manövriert. Das Leben bot keinen gerechten Lohn für ehrgeiziges Bemühen. In Noliks Augen waren die Gardisten naive Kinder des Glücks, die es leicht gehabt hatten und sich nun in ihrer Selbstgefälligkeit suhlen konnten. Den Boden um das Becken, sogar die inneren Wände des Beckens (soweit er reichen konnte, ohne sein Lumpenhemd nass zu machen) putze er demnach nicht aus Eifer, nicht mal aus Pflichtbewusstsein. Er wollte nur weitere Schwierigkeiten und den angedrohten Kerker vermeiden. Dementsprechend wurde der Mosaikboden sauber, aber glänzte nicht. Die Ecken waren nicht dreckig, aber auch nicht rein. Die Badbesucher würden sich das Wasser am nächsten Tag, und auch in der nächsten Woche, nicht mit den 'kleinen Tierchen' teilen müssen, die Keyra Drugar beschrieben hatte. Kleine Tierchen mit Ehrgeiz und Hartnäckigkeit würden hier aber bald wieder ein Zuhause finden können.
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Keyra Drugar
Beiträge: 497
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Keyra Drugar »

Noch völlig verschlafen, tappst sie am nächsten Morgen ins Badehaus, um die Lage dort einen Moment zu betrachten.
Nachdem sie das Wasser mit gutem Abstand eine Weile beobachtet hat, macht sie sich dann auf das Badehaus zu verlassen und ihren Kameraden zu suchen.
Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.
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